Psychologie im Supermarkt

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    Re: Psychologie im Supermarkt

    Amanda - 01.03.2005, 11:53

    Psychologie im Supermarkt
    Kalkuliertes Warenlabyrinth
    http://www.ngz-online.de/ngz/news/lokalewirtschaft/2005-0226/Waren.html

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    Vielen Eltern tritt der Angstschweiß auf die Stirn, je näher sie im Supermarkt der Kasse kommen. Denn da leuchten aus den Regalen Überraschungseier, bunte Hubba Bubba -Päckchen und Schokoriegel. Und kaum hat das Kind die so genannte „Quengelware“ entdeckt, dann leuchten auch seine Augen mehr und mehr.
    Hinter der Platzierung von Waren im Sortiment der Einzelhändler steckt eine ausgeklügelte Psychologie - auf die indes auch die Erwachsenen hereinfallen. Denn etwa zwei Drittel aller Verkaufsentscheidungen werden erst im Geschäft selbst getroffen.Preiswerte Produkte sind meist auf der linken Regalseite einsortiert. Denn das Gros der Bevölkerung besteht aus Rechtshändern, und die orientieren sich zunächst zur rechten Seite hin.

    Auch in der Horizontalen sind die Waren nach Preis sortiert. So stehen der teure Wein oder die Mövenpick-Marmelade auf Augenhöhe, während die preiswertere „Bückware“ den Kunden als Weinbanausen oder Gourmand outet. Zudem wird das Sortiment in regelmäßigen Abständen umgeräumt. Der Kunde muss demzufolge länger suchen und wird auf seiner Reise durch das Warenlabyrinth an weiteren Produkten vorbeigeführt. Den gleichen Effekt hat die Platzierung von Milch, Butter, Wurst und Käse.

    Die stehen meist im hinteren Bereich des Supermarkts, da diese alltäglichen Produkte beinahe jeder Konsument kauft. Auch leuchten spezielle Spotstrahler oder Rotlicht strategisch wichtige Regale aus. So wirkt der Käse appetitlicher und die Scheiben - bei Lichteinfall aus dem richtigen Winkel - dicker. Oft werden Kaffee, Dosen oder Schokolade zu so genannten Warentürmen aufgeschichtet und als Sonderangebot deklariert.

    Einige Regale weiter: Gleiches Produkt, gleicher Preis. Wer am Wühltisch ein echtes Schnäppchen erhaschen möchte, der muss - Nomen est Omen - auch mal wühlen. Denn teure und preiswerte Produkte werden hier vermischt. Zudem sind Standardgrößen oft nicht vorhanden, teurer oder werden nach ganz unten sortiert. Meist sind nur Unter- und Übergrößen in Massen zur Auswahl.

    Manche Sonderangebote werden oft gar nur als solche betitelt, und die Regale nach Geschäftsschluss systematisch aus dem Lager aufgefüllt. Großpackungen sind nicht immer billiger. Hier gilt es den Kilopreis mit dem kleinerer Einheiten zu vergleichen. Zudem verderben große Mengen zu Hause schneller. Nachfüllpackungen sollten weniger kosten als das Hauptprodukt. Mitunter sitzt der Kunde sogar hier Mogelpackungen auf - und zahlt im Endeffekt mehr.

    Selbst die Hintergrundmusik im Supermarkt bestimmt das Verhalten des Ladenbesuchers. Ruhige Musik drosselt die Gehgeschwindigkeit der Käufer und verlängert die Verweildauer im Laden. Meist ist die Musik an ihre Kundschaft angepasst. Morgens, wenn eher Rentner einkaufen gehen, laufen Schlager; mittags werden die Schulkinder musikalisch bedient; während in einem Geschäft für Damenmode unaufdringliche Musik zu hören ist, beschallt die Jugendabteilung ihre Kundschaft mit Rock oder Pop.
    (jk)



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