kind und tod

www.Psychologie-Netzwerk.de
Verfügbare Informationen zu "kind und tod"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: Anonymous - lost soul - Amanda - Anima del bambino - Jessica
  • Forum: www.Psychologie-Netzwerk.de
  • Forenbeschreibung: Hier geht's zum neuen Forum
  • aus dem Unterforum: Probleme im Kindesalter
  • Antworten: 11
  • Forum gestartet am: Sonntag 30.01.2005
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: kind und tod
  • Letzte Antwort: vor 18 Jahren, 21 Tagen, 17 Stunden, 45 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "kind und tod"

    Re: kind und tod

    Anonymous - 04.03.2005, 23:19

    kind und tod
    hallo..
    ich hätte da mal ne frage die mich schon seit länegrem beschäftigt und vielleicht könnt ihr mir diese beantworten..
    und zwar geht es um meinen bruder..
    er ist jetzt 12..und unsere mutter ist vor einem jahr gestorben :(
    jedoch reagiert er auf dieses ereignis nicht im geringsten..er denkt nie daran, es beschäftigt ihn nicht.
    und irgendwie finde ich das seltsam denn als ich zwölf war und meinen oma gestorben war habe ich auch wochenlang geweint und war traurig usw....
    und der tod meiner mutter lässt mich garnicht mehr los..
    jedenfalls frage ich mich ob man denn nun einfach abwarten sollte, was ich für das beste halte..oder ob man öfter mit ihm reden sollte (was man aber auch jetzt schon versucht)..
    allerdings habe ich auch überlegt ob diese plötzliche distanz zum tod meiner mutter (denn anfangs hat er doch mal geweint)..dadurch gekommen ist, das er in eine pflegefamilie gekommen ist?
    dadurch hat er ja gleich ablenkung...ist aus seiner alten umgebung völlig heraus genommen.
    ich wurde auf diese sache auch schon von seiner jetzigen pflegefamilie angesprochen weil sie sich da auch sorgen machen..
    aber ich habe erstmal gesagt, dass es wohl im moment für ihn noch nicht begreifbar ist dadurch das der tod meiner mutter völlig unerwartet kam und er sie vom einen auf den anderen tag nicht mehr gesehen hat (ins kranken haus wo sie im koma lag durfte er nicht mit)..
    das jugendamt hat ihn gleich in den ersten wochen zu einem psychologen geschickt was jedoch garnichts´gebracht hat weil er eben (noch) nicht davon betroffen ist, er noch nihct angefangen hat den verlust seiner mutter zu verarbeiten..
    mal schaun was ihr dazu sagt..
    bis dann ein lieber gruß, Jenny



    Re: kind und tod

    lost soul - 04.03.2005, 23:22

    war ich..
    ähm..das posting jkam von mir..bin schon wieder rausgeflogen ..
    :wink:



    Re: kind und tod

    Amanda - 05.03.2005, 11:16

    Re: kind und tod
    Anonymous hat folgendes geschrieben: hallo..
    ich hätte da mal ne frage die mich schon seit länegrem beschäftigt und vielleicht könnt ihr mir diese beantworten..
    und zwar geht es um meinen bruder..
    er ist jetzt 12..und unsere mutter ist vor einem jahr gestorben :(
    jedoch reagiert er auf dieses ereignis nicht im geringsten..er denkt nie daran, es beschäftigt ihn nicht.
    und irgendwie finde ich das seltsam denn als ich zwölf war und meinen oma gestorben war habe ich auch wochenlang geweint und war traurig usw....
    und der tod meiner mutter lässt mich garnicht mehr los..
    jedenfalls frage ich mich ob man denn nun einfach abwarten sollte, was ich für das beste halte..oder ob man öfter mit ihm reden sollte (was man aber auch jetzt schon versucht)..
    allerdings habe ich auch überlegt ob diese plötzliche distanz zum tod meiner mutter (denn anfangs hat er doch mal geweint)..dadurch gekommen ist, das er in eine pflegefamilie gekommen ist?
    dadurch hat er ja gleich ablenkung...ist aus seiner alten umgebung völlig heraus genommen.
    ich wurde auf diese sache auch schon von seiner jetzigen pflegefamilie angesprochen weil sie sich da auch sorgen machen..
    aber ich habe erstmal gesagt, dass es wohl im moment für ihn noch nicht begreifbar ist dadurch das der tod meiner mutter völlig unerwartet kam und er sie vom einen auf den anderen tag nicht mehr gesehen hat (ins kranken haus wo sie im koma lag durfte er nicht mit)..
    das jugendamt hat ihn gleich in den ersten wochen zu einem psychologen geschickt was jedoch garnichts´gebracht hat weil er eben (noch) nicht davon betroffen ist, er noch nihct angefangen hat den verlust seiner mutter zu verarbeiten..
    mal schaun was ihr dazu sagt..
    bis dann ein lieber gruß, Jenny

    Liebe Jenny,

    so aus der Ferne, ohne ein einziges Mal mit ihm selbst gesprochen zu haben, kann man da schlecht was sagen.

    Ich würde auch nicht sagen, daß die Sitzungen beim Psychologen NICHTS gebracht haben. Denkanströsse bewirken IMMER etwas, manchmal braucht es aber eine gewisse Zeit. Es kann aber durchaus sein, daß er gerade dadurch tatsächlich schon einiges verarbeitet hat, was Du selbst aber bisher noch nicht konntest und deshalb kommt es Dir so seltsam vor. Kinder, je jünger sie sind desto besser, verarbeiten meist auch solche Geschichten sehr viel schneller als wir erwachsenen. Ich glaube, ich hatte Dir schonmal in Bezug auf Dr.Elisabeth-Kübler-Ross darüber berichtet.

    Es können 2 dinge sein: entweder er verarbeitet sehr schnell, dann solltet ihr ihn nicht bedrängen und es einfach so weiterlaufen lassen. Dann ist das für ihn vollkommen in Ordnung und hat nichts mit Herzenskälte oder ähnlichem zu tun. Wenn seine sonstigen Verhaltensweise nicht dafür sprechen, daß er irgendwelche Schwierigkeiten hat, dann sprecht ihn am besten auch nicht darauf an.

    Es kann aber auch sein, daß er versucht zu verdrängen, nicht daran denken will. Dann kann es passieren, daß er dieses Trauma in die hinterste Ecke seines Unterbewußtseins verschiebt und es irgendwann zu Tage kommt, wenn er am wenigsten damit rechnet. Sehr häufig ist es dann so, daß sich Kinder mehr und mehr zurückziehen, irgendwann nicht mehr an ihrer Umwelt teilnehmen wollen, in der Schule absacken, weniger Freunde haben, vielleicht Schlafstörungen bekommen, anfänglich kleinere Essstörungen etc. Auf dieses Symptome solltet ihr genau achten. Inwieweit er sich die nächsten Wochen und Monate weiterentwickelt. Dann kann man ganz konkret darauf eingehen.

    Liebe Grüße
    Amanda



    Re: kind und tod

    lost soul - 05.03.2005, 14:13

    mhh
    Hi amanda…
    Also du hast ja gesagt es gibt aus deiner sicht zwei möglichkeiten…
    Aber ich würde sagen es ist keine von beiden denn er hat bisher noch nicht angefangen zu verarbeiten..auch nicht in der ersten zeit..
    Da bin ich mir sehr sicher…er hat einfach wietergemacht wie bisher..
    Es gab keiner unterschied zu vorher aber ich denke eben, dass es eben eines tages kommt..
    Ähnlich einem trauma..
    Ich glaube der tod unserer ma ist für ihn (noch ) völlig unreal…als wen sie im urlaub wäre..
    Ja und das kinder anders verarbeiten als erwachsene verstehe ich…aber ich habe damals, wo meine oma gestorben war(wo ich ja auch 12 war wie schon gesagt) ganz anders reagiert..und meine oma hat mir sehr viel bedeutet..
    Bei ihr kam der tod für mich auch völlig überraschend..keiner hat mir gesagt wie schlecht es ihr geht (sie lag übrigens auch im krankenhaus)
    Aber der tod einer oma und der tod einer mutter ist wohl nicht miteinander zu vergleichen glaube ich..
    Naja…ich werde weiter acht geben wie er sich verhält…aber im moment lebt er eben genauso wie vorher…
    Es wird ihn wohl irgendwann wenn er älter ist einholen und dan ist es denke ich sehr wichtig, dass jemand mit ihm spricht und für ihn da ist…
    Die zeit wird es zeigen..
    Liebe grüße,
    Jenny



    Re: kind und tod

    Anima del bambino - 05.03.2005, 15:53


    Liebe Jenny,

    wenn du es so genau weiß, warum fragst du denn?
    Du kennst deinen Bruder am besten, es ist sicher nicht einfach über die Ferne zu sehen was er hat, da gehört so viel dazu was man im Internet nicht beobachten kann. Du kannst es, weil du ja bei ihm bist, ihm nahe bist und sehen kannst wie sein Verhalten ist, hier kann man dir nur mit Beispielen einen Rat geben, mehr nicht!

    Aber deine Beschreibung kenne ich auch gut, wobei nicht bei mir, in dem Sinne.
    Jeder geht im der Trauer anders um und wenn dein Bruder es erstmal von sich geschoben hat ist es für ihn gut. Wichtig ist wirklich das jemand dann da ist der ihn auffängt wenn er merkst seine Mutter kommt nicht mehr aus dem "Urlaub" zurück.
    Es gibt so viele Möglichkeiten was in einem Kind vor sich geht.
    Aber es kann auch sein das er es wirklich, so weit es ihm zurzeit möglich ist, für ihn verarbeitet hat, so verarbeitet das es damit jetzt umgehen kann.

    Trauer ist wie die Liebe, es gibt da keine Gesetze wie man es machen muss oder sollte!!!

    Ciao :wink:



    Re: kind und tod

    Amanda - 05.03.2005, 23:58


    Da hast Du völlig Recht, Anima del bambino,
    jedes Kind verarbeitet anders.

    Jenny, mach Dir um Deinen Bruder keine Sorgen.
    Wenn er genauso weitermacht wie bisher, dann ist das seine persönliche Art mit der ganzen Sache umzugehen.
    Solange sich sein Verhalten von vor dem Tod der Mutter zu jetzt nicht einschneidend oder auffällig verändert, ist alles völlig ok.

    Er hat Menschen um sich herum, die ihm nahe sind, er scheint genau zu wissen, daß er aufgefangen ist und zu wem er gehen kann, wenn er Probleme hat. Also ist das für ihn momentan in Ordnung.

    Beobachte ihn einfach und sei wachsam falls sich etwas ändert.
    Und sei für ihn da, wenn Du merkst, daß er Dich besonders braucht.

    LG
    Amanda



    Re: kind und tod

    Jessica - 06.03.2005, 00:00


    Ich hätte da eine Frage: hat er sich ansonsten vom Verhalten her verändert? Ist er stiller oder lebhafter geworden? Ich meine das jetzt nicht im Sinn von "negativ" verändert, sondern einfach so pauschal.



    Re: kind und tod

    lost soul - 06.03.2005, 11:02

    re..
    hallo ihr lieben..
    ja also ich hab auch das gefühl, dass er damit im moment eigentlich gut klar kommt..
    @jessica: also da ich ihn nicht mehr täglich um mich habe, kann ich diese frage nicht ganz sicher beantworten aber ich habe seine letzte zeugnisbeurteilung durchgelesen..oh oh..
    also er war ja schon immer sehr vorlaut gegenüber lehrern und hat sie veräppelt aber ich glaube, dass das noch etwas zugenomen hat (aber da ich nicht dabei bin kann ich das nicht zu 100% sicher sagen)
    aber es gibt eine andere sache die er nicht mehr so macht wie früher..
    er war gegenüber meiner mutter immer sehr frech und teilweise ist er extrem ausgerastet wenn ihm was nicht gepasst hat..
    aber in der pflegefamilie wo er jetzt ist läuft alles etwas stränger ab...und er hatte diese wutanfälle auch imemr nur bei meiner mutter und hier zuhause..nie gegenüber anderen so wie jetzt auch nicht...jetzt sind sie weg...aber vielleicht hat deshalb sein vorlautes verhalten gegenüber den lehrern noch zugenommen..
    aber er spielt wie immer, tobt wie sonst auch, mag die schule genauso wenig wie vorher...ach und er ist in die freiwillige feuerwehr eingetreten(was ich sehr sehr gut finde).
    ja das wars so an sich...
    liebe grüße, Jenny



    Re: kind und tod

    Amanda - 06.03.2005, 12:38


    Na, das klingt doch eigentlich alles sehr positiv.
    Das seine Wutanfälle abgenommen haben, KÖNNTE ein kleines Indiz dafür sein, daß er sich so seine Gedanken macht.
    Müßte man vielleicht irgendwann mal, wenn sich die Gelegenheit und die passende Atmosphäre ergibt mal nachfragen, ob er seine Wutanfälle mit dem Tod der Mutter in Verbindung bringt.
    Aber das wäre jetzt so das einzige, was mir auffällt.
    Das mit der freiwilligen Feuerwehr find ich toll.
    Soziales Engagement ist für Kinder immer sehr sinnvoll.

    LG
    Amanda



    Re: kind und tod

    lost soul - 06.03.2005, 21:33

    was wäre wenn..
    was glaubt ihr denn was gewesen wäre wenn er nicht in eine pflegefamilie gekommen wäre..
    glaubt ihr dann würde er sich anders verhalten?
    gruß, Jenny



    Re: kind und tod

    Amanda - 07.03.2005, 15:28


    Das ist reine Spekulation Jenny und daher quasi nicht zu beantworten.
    Es kann sein, daß er sich genauso weiterentwickelt hätte, es kann aber auch sein, daß er dadurch den Verlust der Mutter noch deutlicher gespürt hätte und vielleicht erst mal in eine tiefes tiefes Loch gefallen wäre.
    Wie gesagt, eigentlich kann man da keine Aussage treffen.

    LG
    Amanda



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum www.Psychologie-Netzwerk.de



    Ähnliche Beiträge wie "kind und tod"

    Hugh als Kind - Vampira (Dienstag 20.03.2007)
    flotte von Some Kind of Monster - Some Kind of Monster (Samstag 15.04.2006)
    Myhtor fliegt in den Tod^^ - Myhtor (Samstag 08.04.2006)
    Tod im Schlaf - steffi112 (Freitag 23.07.2004)
    Ich King Jack bin ein kleines dummes Kind!!! - mich (Samstag 18.03.2006)
    Allein zu feige... - marielou (Sonntag 30.03.2008)
    Deutsche jungend echt zum tod lachen - Lu_latsch (Freitag 29.09.2006)
    Rächt meinen Tod! - worm (Donnerstag 18.01.2007)
    Mein eigener Tod - steffi112 (Freitag 23.07.2004)
    WHAT KIND OF MUSIC - Aventy (Mittwoch 07.12.2005)