Verfügbare Informationen zu "Optimisten leben länger"
Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Amanda Forum: www.Psychologie-Netzwerk.de Forenbeschreibung: Hier geht's zum neuen Forum aus dem Unterforum: Interessante Themen und Neuigkeiten Antworten: 1 Forum gestartet am: Sonntag 30.01.2005 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Optimisten leben länger Letzte Antwort: vor 18 Jahren, 1 Monat, 16 Tagen, 19 Stunden, 21 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu "Optimisten leben länger"
Re: Optimisten leben länger
Amanda - 09.02.2005, 13:52Optimisten leben länger
Optimisten leben länger
Unser Schwerpunkt
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/bstuecke/69626/
Ein altes Klischee scheint jetzt wissenschaftlich bewiesen. Langjährige Beobachtungen an Hunderten von Studienteilnehmern zeigen: Eine pessimistische Weltsicht verkürzt die Lebenszeit. In vielen Fällen ist zudem nachgewiesen worden, dass Stress und persönliche Katastrophen der körpereigenen Abwehr einen Dämpfer versetzen können - damit wird man anfälliger gegen Krankheiten. Psychoneuro-Immunologen untersuchen, wie der Einfluss der Psyche auf das Immunsystem zustande kommt. Durch Konditionierung - via Nervensystem - könnte es Menschen mit einem Spenderorgan künftig ermöglicht werden, fast ohne Immunsystem-dämpfende Medikamente auszukommen. Bei Tumorpatienten wurde außerdem nachgewiesen: Psychotherapie lässt Krebskranke länger überleben und weniger an ihrem Los leiden.
Die Immun-Connection
Optimisten leben länger (2)
Mehr dazu
...von "Bild der Wissenschaft"
Glückliche und zufriedene Menschen sind oft gesünder und leben länger, das hat eine amerikanische Studie jetzt bewiesen. Lachen ist gesund; Optimismus tut gut; unsere Psyche hat großen Einfluss auf die körperliche Verfassung. Auch Professor Manfred Schedlowski von der Universität Essen ist von der Macht der Psyche über den Körper überzeugt. In seinem Institut arbeiten Wissenschaftler daran, diesen Einfluss trickreich zu nutzen, um unser Immunsystem zu steuern.
Wie der Diplom-Psychologe selbst schildert: "Man weiß heute, dass sowohl die Bewegung der Immunzellen im Körper als auch die Funktion dieser Immunzellen nachhaltig durch Nerven- und durch das Hormonsystem und deren Botenstoffe beeinflusst werden. Und das ist der Weg, über den psychische Prozesse, wie beispielsweise Stress, Freude, Ärger, auch unser körpereigenes Abwehrsystem ereichen."
Nun wollen die Essener Forscher mit diesem Wissen um die Zusammenhänge das Immunsystem beeinflussen. Transplantations-Patienten müssen bisher starke Medikamente nehmen, um die Immunreaktion auf das fremde Gewebe zu unterdrücken mit schweren Nebenwirkungen. Ließe sich die Immunabwehr auf psychologischem Weg dämpfen, entfielen diese Nebenwirkungen. In ersten Tests bekamen gesunde Probanden das Medikament, das die Immunreaktion unterdrückt.
Parallel dazu tranken sie jedes Mal streng nach Vorschrift - einen pharmakologisch wirkungslosen Saft mit unverwechselbarem, penetrantem Geschmack. Dann wurde schrittweise die Dosis des Medikaments reduziert, schließlich gab es nur noch den penetranten Drink. Ergebnis der Konditionierung: Am Ende genügte allein der Saftgeschmack, um die Immunabwehr zu senken.
Blutuntersuchungen bei den verschiedenen Versuchspersonen beweisen, dass das Immunsystem auf diesem Weg der psychologischen Konditionierung tatsächlich seine Lektion gelernt hat. Im Labor zeigt sich, dass das Blut der Probanden nun auch ohne jede Gabe von Medikamenten deutlich weniger Abwehrzellen, sogenannte T-Lymphozyten, enthält.
Und so wirkt die Psyche auf die Immunabwehr: Reize von außen werden über das Nervensystem zur Milz geleitet einem wichtigen Organ für die Immunabwehr. Trifft dort das konditionierte Signal "Aktivität dämpfen" ein, werden weniger Abwehrzellen produziert. Versuche mit Ratten, denen man ein fremdes Herz eingepflanzt hatte, zeigten, dass sich die Methode wirklich bei Transplantationen anwenden lässt.
Die Forscher spritzten den Ratten mit dem fremden Organ das Medikament zur Immununterdrückung. Gleichzeitig gab es ein charakteristisches Getränk zur Konditionierung eine süße Sacharinlösung. Konditionierten Tieren reichte schließlich eine Minimaldosis des Medikaments. Unbehandelte Ratten überlebten die Operation nur zwei Wochen. Außerdem zeigte sich ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Konditionierung ist dauerhaft.
"Aus den tierexperimentellen Untersuchungen wissen wir", so Manfred Schedlowski, "dass dieser Konditionierungseffekt über die Zeit relativ stabil zu sein scheint. Wir beobachten nach einem halben Jahr, nach einem dreiviertel Jahr noch konditionierte Effekte. Das ist ein Hinweis darauf, dass es auch beim Menschen anscheinend zu robusten Konditionierungseffekten kommen kann. Das muss allerdings in der Praxis noch überprüft werden."
Dass sich Tiere konditionieren lassen, ist seit langem bekannt. Iwan Pawlow zeigte schon vor einhundert Jahren, dass beliebige Reize Reaktionen auslösen können: Wenn es Futter für seinen Hund gab, klingelte Pawlow eine Zeit lang immer mit einer Glocke. Schließlich lief dem Hund schon allein beim Läuten das Wasser im Mund zusammen. Die von Manfred Schedlowski und seinem Team genutzte Methode der Konditionierung wendet dieses alte Wissen geschickt neu an. In einigen Jahren nach einer klinischen Erprobung könnte das Verfahren wichtige Fortschritte für Transplantationspatienten bringen.
Diagnose Krebs
Optimisten leben länger (3)
Mehr dazu
...von "Bild der Wissenschaft"
Versagen die konventionellen Therapien bei der Diagnose "Krebs", bleibt den Patienten oft nur noch die Hoffnung auf ein Wunder. Doch ab und an gibt es eines.
Trotz aller Fortschritte in der Forschung und moderner Behandlungsmethoden muss die Schulmedizin vor vielen Krebserkrankungen kapitulieren. Die Krankenakten zeigen: Wunder sind auch in der Krebsheilung rar. Aber es gibt sie doch: Einer von 80.000 Patienten erlebt eine Spontanheilung - eine Rückbildung oder ein Verschwinden des Tumors -, ohne dass die Wissenschaft bisher die genauen Wirkmechanismen kennt.
"Was eine Spontanheilung ist, das wissen wir nicht so ganz genau", meint darum auch der Internist Wolfgang Wöppel aus der Hufeland-Klinik in Bad Mergentheim. "Wir kennen zwar einige Phänomene, die ablaufen, aber was wirklich die Substanz der Spontanheilung ist, davon wissen wir sicher noch viel zu wenig. Wir wissen, dass einmal immunologische Faktoren eine Rolle spielen, zum anderen aber auch Stoffwechsel-Vorgänge und vielleicht auch Vorgänge auf der Ebene der Gene, die sich verändern können und beeinflusst werden können; zum Beispiel wissen wir, dass sich bösartige Zellen in bestimmtem Milieu zurückbilden, zurückdifferenzieren in normale Körperzellen, und so ist klar, dass bei der Spontanremission verschiedene Phänomene zum Ausdruck kommen, aber wir wissen halt noch nicht so genau, welche. "
Unklar ist auch der Auslöser: Manche Patienten machen für die Heilung ihren unerschütterlichen Lebenswillen verantwortlich. Religiöse Menschen führen die Heilung auf ihren Glauben zurück. Armin Schütz aus Bad Mergentheim hat eine solche Spontanheilung erlebt: "Ich bin 1991 erkrankt an malignem Melanom, also schwarzem Hautkrebs. Ich hab mich dann im Frühjahr 1991 operieren lassen, das erste Mal. Bis dahin haben die Ärzte mir auch gesagt: 'Das ist alles in Ordnung, wir schneiden das raus, und dann wird das alles wieder gut.'" Doch im Laufe des Jahres 1991 erschienen mehrere Transitmetastasen.
"Die wurden auch ambulant entfernt, bis dann Anfang 1992 der Krebs überging in das Lymphsystem, so dass die Lymphknoten betroffen waren. Auch die ließ ich mir nochmal operativ entfernen, und hab dann aber schon während der Genesung von dieser Operation darüber nachgedacht, dass ich irgendwas anderes tun muss, zumal die Ärzte dann auch gesagt haben: 'Wenn der Krebs übergeht in ein anderes Körperorgan, dann wird es sehr schwierig mit den Heilungschancen.'"
Resigniert brach Armin Schütz schließlich diese Behandlung ab. Er , versuchte es mit einer alternativen, biologischen Therapie und setzte nun ganz auf die Selbstheilungskräfte des Körpers: "Das ging dann schon anderthalb Jahre, bis sich eine Besserung gezeigt hat. Es war dann so, dass während dieser Jahre der Krebs weitergewachsen ist und sehr massiv schon mein Leben bedroht hat. Und dann - im Prinzip von heut auf morgen hab ich gefühlt, dass die Metastasen weicher geworden sind und die Metastasen, die zum Schluss so groß waren wie meine Hand, haben sich dann innerhalb von drei Monaten aufgelöst, waren weg." Die spontane Rückbildung setzte 1993 ein, "und seit 1994 bin ich krebsfrei, ohne Rückfall, ohne alles - im Prinzip kerngesund."
In Studien zur Spontanremission haben Wissenschaftler solche Fälle dokumentiert, aber bisher kein gemeinsames Muster gefunden. Untersuchungen zeigen: In allen Fällen wirken Selbstheilungskräfte, aber die Auslöser sind verschieden, ein Rezept lässt sich nicht ableiten. Bisher lassen sich Spontanremissionen nicht bewusst herbeiführen. Doch die Krebsbehandlung ließe sich dennoch verbessern. Viele Patienten beklagen die anonyme Apparatemedizin. Nur in wenigen Kliniken gibt es bisher eine angemessene psychologische Betreuung und gruppentherapeutische Angebote, die nachweislich die Heilung unterstützen und die Lebensqualität der Patienten verbessern. Und schließlich fehlt vielen Patienten echte ärztliche Zuwendung - eine wichtige psychologische Grundlage für jede Heilung.
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus dem Forum www.Psychologie-Netzwerk.de
Ein wunderschöner Tag, nicht? - gepostet von Amanda am Dienstag 08.02.2005
Ähnliche Beiträge wie "Optimisten leben länger"
THE END OF THE NEUBACHER PROJECT - T.H. (Donnerstag 01.05.2008)
leben oder sterben - Anonymous (Samstag 26.02.2005)
Das Leben und ie Lebenswege - dasunfassbare (Freitag 03.06.2005)
Alarmanlage *neu* - martinej9 (Freitag 29.08.2008)
Löcher in den Felgen. - dear devil (Freitag 15.08.2008)
ein forum aus dem leben gegriffen.................. - schirin (Dienstag 27.03.2007)
Das Leben in dieser Welt ist echt zum k... Ohne Mos nix los - matman (Donnerstag 03.05.2007)
Mein Leben ist ein Trümmerhaufen-----> Help! - sandga (Dienstag 18.01.2005)
Ein echter Persianer - buko (Montag 21.02.2011)
Mudgames-Sie Leben Noch - mysterytrain (Dienstag 17.01.2006)
