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Re: Bibel im Biologieunterricht
Emma - 04.08.2007, 13:31Bibel im Biologieunterricht
http://www.focus.de/schule/schule/bildungspolitik/kreationisten_aid_65389.html
http://images.zeit.de/text/2007/29/Kreationismus
Was haltet ihr davon,dass man im Biologieunterricht neben oder anstatt der Evolutionstheorie von Darwin auch die Entstehungsgeschichte aus der Bibel unterrichtet?
Re: Bibel im Biologieunterricht
Xena - 04.08.2007, 14:07
sorry Emma
habe mir erlaubt die beiden links auseinander zu nehmen da sie sonst nicht anklickbar waren.
Ich persönlich fände es nicht schlecht wenn auch die Biblische Entstehungsgeschichte im Unterricht einen Platz finden würde. Da nehmen sie oft Dinge durch, die meiner Meinung nach nicht in ein Klassenzimmer gehören. Wenn man schon so allerlei da rein bringen kann, warum dann nicht auch ein Buch dass seit ewigen Zeiten existiert und dass älteste, immer noch gelesene, Buch der Welt ist. Es gibt vielleicht irgendwo in einem Museum ein Buch dass älter ist, aber von denen die immer noch gelesen werden, ist die Bibel das älteste. Denke auch aus diesem Buch können Schüler was lernen, dass ihnen irgendwann zu gute kommt.
Xena
Re: Bibel im Biologieunterricht
Emma - 04.08.2007, 16:43
Ups, sry- hab nicht gesehen,dass die nicht auseinander waren! Danke!
xD
Im Reliunterricht nimmt man die Bibel durch-ich denke das reicht.
._.
Klar, könnte man sie auch aus vllt anderen Gesichtspunkten auch in Deutsch dran nehmen,oder Geschichte,aber in Bio ist sie eindeutig -finde ich-fehl am Platze.
Immerhin ist es eigentlich anerkannt,dass nicht die Entstehungsgeschichte aus der Bibel sondern Darwins Evolutionstheorie "richtig" ist.
Ich glaub es ist logisch,dass die Welt nicht an 7 Tagen entstanden ist.
Sicherlich kann man das auch anderes interpretieren,da die Entstehungsgeschichte,wenn man sie etwas anders betrachtet eine Art "Kurzfassung" der Entstehung der Welt sein könnte.
War halt damals die "wissenschaftliche" Erklärung für die Entstehung der Welt.
Aber Darwin ist einfach "richtiger"- wenn man's so sehn will.
Finde ich zumindest.
Ich stimme dir zu,dass man die Bibel sicher mehr und genauer in der Schule behandeln könnte,aber im Biounterricht nicht.
Re: Bibel im Biologieunterricht
Xena - 25.08.2007, 23:16
Zitat: Immerhin ist es eigentlich anerkannt,dass nicht die Entstehungsgeschichte aus der Bibel sondern Darwins Evolutionstheorie "richtig" ist.
wer sagt dass denn? Das sind vor allem die Leute die nix mit der Bibel anfangen können. Ich habe noch nie gehört dass z.b. Christen sagen dass Darwins Theorie richtig ist. Von daher könnte ich jetzt auch sagen die Bibel ist anerkannt als Wahre Entstehungsgeschichte. Wenn du glaubst das die wo Darwins Theorie vertreten recht haben, heisst das noch lange nicht das die auch stimmt, denn es gibt genug gegenstimmen. Die einen sagen dies die anderen dass. Welches schlussendlich wahr ist werden wir wohl nie mit 100% Sicherheit wissen, ausser wir sterben und treten dann, wie die Bibel sagt vor Gott.
Xena
Re: Bibel im Biologieunterricht
Emma - 26.08.2007, 12:34
Also wir lernen in der Schule nicht,dass die Erde in 7 (eigentlich ja 6) Tagen entstand,dass Adam und Eva die ersten Menschen waren, und das Gott innerhalb von den paar Tagen die komplette Erde mit Lebewesen und Pflanzen bevölkerte.
Außerdem herrscht in der NAtur immernoch das Recht des Stärkeren,wobei man da die Menschen außen vorlassen muss.
Bei uns ists mehr Masse+ Technologie, alsvon Natur gegeben körperliche Stärke!
Re: Bibel im Biologieunterricht
Lebende - 20.10.2007, 14:19
Ich denke auch, dass Darwins Theorie der Wahrheit viel näher kommt, als die biblischen Geschichten. Das sind eher Mythen, die zu ihrer Zeit ihre Berechtigung hatten, aber jetzt überholt sind. Die Wissenschaft ist weiter, Menschen haben jetzt mehr Möglichkeiten, die Entstehung der Welt und des Lebens zu erforschen und die Erkenntnisse der Forschung sollten nicht ignoriert werden! Sonst herrscht Aberglaube. Die Gefahr sehe ich ganz deutlich im fundamentalistischen Christentum, wo der Kreationismus dazugehört. Klar kann es immer verschiedene Meinungen geben und auch moderne Wissenschaftler streiten sich bekanntlich gerne. Das gehört ja auch zur Wissenschaft und zur Meinungsbildung dazu! Aber die Kreationisten lassen keine zwei Meinungen zu, bzw wollen einfach nicht einsehen, dass in der Bibel nicht DIE Wahrheit steht. In der Bibel stehen Dinge, die Menschen vor langer Zeit aufgeschrieben haben. Es sind Geschichten, Mythen, Gesetze und Geschichtsschreibung - aber alles auf die damalige Zeit bezogen und nicht gültig für die Ewigkeit! Zumindest ist nicht alles ewig gültig und es müsste immer angepasst werden auf die jeweilige Zeit und Situation.
Wir haben die Entstehungsgeschichte der Bibel in der Grundschule, im Religionsunterricht des Gymnasiums und im Konfirmandenunterricht behandelt. Nirgendwo wurde allerdings behauptet, dass das DIE Wahrheit ist, sondern es wurde immer dazu gesagt, dass sich die Menschen das damals so vorgestellt haben (weil sie es nicht besser wussten). Weder die Lehrer noch der Pastor glauben daran, dass Gott die Welt in 6 Tagen erschaffen hat. Sie denken - und dass wird auch zum Glück an unseren Schulen so gelehrt - dass Darwins Theorie der Wahrheit näher ist.
Darwin hat allerdings nie behauptet, dass der Stärkere überlebt - sondern der am besten angepasste. Das kann auch eine kleine Fliege oder Amöbe sein, muss nicht immer ein Elefant sein. Kommt auf die "ökologische Nische" an. Neuere Forschungen zeigen außerdem, dass Darwins Prinzip zwar gültig ist, aber nicht das einzige ist, was zur Entstehung und Entwicklung der Arten beiträgt. Im Tierreich und auch unter Pflanzen ist das Prinzip der Gegenseitigen Hilfe mindestens genau so wichtig!
Es ist meiner Meinung nach mehr als eine Glaubensfrage. Denn es gibt Argumente und Beweise, die nicht einfach ignoriert werden sollten. Sonst ist es Dogmatismus. Und die Hinweise, die ich kenne, deuten alle ganz eindeutig darauf hin, dass Darwin dichter dran ist, als die Bibel. Dass Darwin recht hat, würde allerdings nicht zwangsläufig bedeuten, dass es keinen Gott gibt. Gott könnte die Naturgesetze erschaffen haben und erst dafür gesorgt haben, dass sich Leben auf der Erde entwickelt etc. Die meisten Wissenschaftler in Deutschland glauben an den christlichen Gott.
Ich aber nicht mehr. Ich glaube mehr an meine eigene Stärke und Kraft.
lg,
Lebende
Re: Bibel im Biologieunterricht
Aniroc - 20.10.2007, 18:57Re: Bibel im Biologieunterricht
Emma hat folgendes geschrieben: http://www.focus.de/schule/schule/bildungspolitik/kreationisten_aid_65389.html
http://images.zeit.de/text/2007/29/Kreationismus
Was haltet ihr davon,dass man im Biologieunterricht neben oder anstatt der Evolutionstheorie von Darwin auch die Entstehungsgeschichte aus der Bibel unterrichtet?
Völlig überholt, das hat mit dem aktuellen Weltbild überhaupt nix zu tun. Wir können froh sein, daß die Wissenschaftler akzeptiert und respektiert sind. Galileo hatte es viel schwerer in seiner Zeit ... und er hatte recht :blume.
Re: Bibel im Biologieunterricht
little jun - 20.10.2007, 20:39
Ich denke, dass beides seine Berechtigung hat. In gleichem Maße und in vollem Umfang.
Es ist denke ich bekannt, dass in der Bibel zwei in Details unterschiedliche Entsehungsgeschichten aufgeschrieben sind. Ich weiß nicht, bzw. kann nicht genau sagen, ob das was dort steht wortwörtlich so geschehen ist oder ob es im Kontext der zeit eine metaphorische Erklärung ist.
Auch sollte man vielleicht wie schon gesagt anmerken, dass Darwins nicht die einzig richtige ist und er sie auch selbst nicht für die Wahrheit hielt. Er widerrief schließlich zwei Tage nach seinem Tod. Auch die mit Darwin im in Zusammenhang gebrachte Urknalltheorie ist zumindest mit dem dafür erdachten zeitplan widerlegt.
Ich denke es ist derzeit keine abschließende Wahrheit auf dem Markt, daher sollten wir, ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen, alles Facetten unterichten, denn Niemand weiß wirklich was näher an der wahrheit ist.
little jun
Re: Bibel im Biologieunterricht
Lebende - 20.10.2007, 21:45
Nein, eine abschließende Wahrheit gibt es nicht. Aber dass die alten Geschichten aus der Bibel nicht grade dicht dran sind und es für die Evolution der Lebewesen (so wie Darwin es beschrieben hat) viele Beweise gibt, ist schon offensichtlich, wenn mensch die Tatsachen berücksichtigt (z.B. archäologische Funde, Fossilien aber auch die heute lebenden Arten und deren Gene etc).
Glaubst du daran, dass Gott die Erde und alle Bewohner in genau 6 Tagen erschaffen hat? Dass es keine Entwicklung der Arten gibt, dass Menschen nicht die selben Vorfahren haben wie andere Affen (Schimpansen, Gorillas, Orang-Utans) auch?
Ich nicht.
Lebende
edit: Darwin hat nichts mit der Urknalltheorie zu tun, die wurde erst viel später entwickelt, soweit ich weiß.
Re: Bibel im Biologieunterricht
little jun - 20.10.2007, 23:32
Ich glaube nicht, dass es Beweise gibt für Darwin. natürlich hat es Funde gegeben, von Tieren, die wir heute nciht mehr kennen. Zustimmung. Doch ob die Zerfallsratentheorie von C stimmt. Das weiß doch nun wirklich keiner so genau. Kann sein, kann aber auch nicht sein.
Ich sage nicht, dass es keine Entwicklung der Arten gibt. Ich persönlich glaube auch nicht, dass die Welt in 6 Tagen geschaffen wurde. Aber ich will es auch nicht voll ausschließen. Es ist noch so viel da draußen, dass wir nicht kennen.
Sicher steht die urknalltheorie in keinem direkten Zusammenhang zu Darwin, aber die beiden werden oft in einem Atemzug genannt.
Ich denke, dass auch die Wissenschaft mal ein wenig über ihren Tellerrand sehen darf. Ich sehe nicht nur auf das was ich denke, sondern ich betrachte auch, was andere denken. Hätte der Koran eine Erklärung von der Entstehung der Welt, so sollte man sie auch lehren.
little jun
Re: Bibel im Biologieunterricht
Lebende - 21.10.2007, 00:27
"Über den Tellerrand zu sehen" ist tatsächlich sehr wichtig und das sollten alle - ob Anhänger einer Religion oder Wissenschaft oder wer auch immer - mal machen. Doch die biblischen Geschichten werden ja gelehrt. Nur eben (bei uns) NICHT im Biologie- oder Physik-Unterricht! Und das finde ich auch sehr wichtig. Ich frage mich also, wie du das in dem vorigen Post meinst, dass "alles Facetten unterrichtet" werden sollten? Das wird doch schon gemacht.
Ich finde es übrigens schade, dass (zumindest bei den beiden Schulen, die ich besucht habe) im Unterricht meist so getan wird, als würden nur Fakten gelehrt. Es wird selten mehr als eine Meinung zu einem Thema vorgestellt und wenn, dann meistens so, dass am Ende der Stunde alle Schüler_innen wissen, welche Meinung die Lehrerin_der Lehrer hat... also was "richtig" ist, denn Lehrer haben ja meistens recht... *räusper* Dabei stellen sich viele "Tatsachen" bei genauer Betrachtung als sehr unsicher heraus und sind umstritten. Warum darüber in Schulen nicht diskutiert wird, verstehe ich nicht. Denn durch Diskutieren lernen Menschen am besten, es ist interessant, motivierend und anregend (zumindest empfinde ich es so, und denke das gilt für viele) und es würde ein viel passerenderes Bild von der Wirklichkeit vermitteln: nämlich dass nicht auf jede Frage eine - und genau eine - Lehrbuchantwort bereit steht und dass das oft auch gar nicht möglich ist.
Trotzdem gibt es Theorien, die besser passen als andere. Theorien sollen möglichst einfach und logisch alle Beobachtungen erklären. Wenn neue Beobachtungen gemacht werden, müssen Theorien gegebenenfalls überprüft und vielleicht auch angepasst (aber lange nicht gleich verworfen) werden. Das ist nicht immer einfach, in der neueren physikalischen Forschung z.B. gibt es da größere Probleme. Aber es gibt schon Theorien, die eben mit ganz wenigen Beobachtungen übereinstimmen und welche, die gut geeignet sind, um etwas zu erklären.
Ein Beispiel: Mit der Vorstellung, dass die Sonne um die Erde kreist, lassen sich die von der Erde aus beobachteten Planetenbewegungen nicht erklären. Nimmt mensch aber an, dass sich die Erde um die Sonne dreht, geht das plötzlich viel leichter. So ähnlich ist es mit der Entstehung der Arten auch! Die ersten heloizentrischen Modelle (die also die Sonne in den Mittelpunkt rückten) waren auch noch nicht perfekt und selbst heute ist das Sonnensystem noch nicht vollständig erforscht. Trotzdem lässt sich mit Recht behaupten (und beweisen), dass die Sonne NICHT um die Erde kreist! Ebenso lässt sich mit Recht behaupten, dass die Erde und die Lebewesen NICHT in 6 Tagen entstanden sind! Darwin hatte vielleicht nicht 100%ig recht (obwohl ich mich frage, wie er seine Theorie nach seinem Tod widerrufen haben soll..), aber ich bin mir sicher, dass seine Theorie näher dran war als die, die es vorher gab. Sie wurde seitdem auch immer weiterentwickelt und wird es noch.
Ich habe noch eine Frage: Was ist die "Zerfallsratentheorie von C"? Meinst du damit eine Methode der Altersbestimmung von Fossilien? Falls ja, würde es mich interessieren, was genau dich zweifeln lässt, dass die nicht stimmt.
Im Übrigen gibt es ziemlich viele Beweise für Darwins Theorie, unter anderem die genetischen Übereinstimmungen von lebenden Arten, die Entwicklung von Meeressäugetieren im Mutterleib (sie bekommen ein Fell, welches sie dann wieder verlieren) etc. Es wurde auch schon beobachtet, wie sich neue Arten bilden. Ich habe darüber mal was gelesen, es ging um Fische in einem amerikanischen See, leider weiß ich da nicht mehr genau, wo oder wann ich es gelesen hab, sonst würde ich einen Link reinstellen.
Ich bin ehrlich gesagt schockiert über deinen Beitrag. Das soll kein Vorwurf oder so sein, aber ich habe nicht gedacht, dass es in Deutschland viele Menschen gibt, die ernsthaft denken, dass die biblischen Entstehungsgeschichten eine genauso gute Erklärung für die Entsehung der Welt und der Arten sind, wie moderne wissenschaftliche Theorien (womit ich nicht sagen will, dass noderne Wissenschaft unfehlbar ist!). Dass der Kreationismus in den USA relativ weit verbreitet ist, fand ich schon erschreckend genug, als ich es das erste mal hörte/las. Und ich finde es immer noch erschreckend, denn es widerspricht meiner Meinung nach einem kritischen und Tatsachen berücksichtigendem Denken. Beweise werden einfach nicht angesehen oder deren Relevanz wird geleugnet. Das finde ich gefährlich.
lg,
Lebende
Re: Bibel im Biologieunterricht
little jun - 21.10.2007, 16:49
Hey Lebende...
Tut mir leid, dass ich dich schockiert habe.
1. Über den tellerrand hinaussehen.
Ein über den tellerrand hinaussehen bedeutet nicht nur ich sehe mir verschiedene Theorien von verschiedenen Physikern an, sondern es bedeutet auch, dass ich mir anhöre (in dem fall vielleicht eher lese) was andere Menschen zu anderen Zeiten gesagt habe. Ich glaube es liegt sehr viel Wahrheit in der vergangenheit. Deshalb denke ich, dass wenn ich ein thema behandele, ich mir auch in Biologie möglichst vieles ansehe, dass damit zutun hat. Denn nur wer viel Gesehen gelesen hat kann auch vielleicht nach einer Wahrheit filtern.
2.Lehrerantworten
Hier kann ich dir nur zustimmen. Es ist in der Tat erschreckend, dass Menschen ihre eigene Meinung in andere als Wahrheit einprägen und es in fundementalistischer Weise als die einzig selig machende Wahrheit verkaufen.
3. Theorien
Krasser und eindeutiger Widerspruch von meiner Seite:
Eine Theorie ist nicht eine möglichst einfache Erklärung für einen Sachverhalt, sondern ein Erklärungsversuch eines Sachverhaltes. Wenn ich eine Theorie der Wahrheit näher bringe kann sie sowohl einfacher, als auch komplizierter werden. Der Schritt der Atomphysik vom Schalen zum Orbitalmodell vereinfacht gar nichts. Er verkompliziert, doch er ist, wenn auch heute schon überholt, wahrscheinlich ein Schritt in Richtung Wahrheit gewesen.
4. Zerfallstheorie
Ja ich meine die Messung der Zerfallsprodukte von C. Es wurden in der Archeologie verschiedene Dinge gefunden, auf ein alter geschätzt und die Zerfallsprodukte von C gemessen. Niemand weiß, wie C wirklich zerfällt, denn das wäre (ist vielleicht auch) eine Studie, die man über tausende und millonen von Jahren durchführen müsste. Es wurden Theorien aufgestellt wie C zerfällt und anhand derer wurde das Alter zum Beispiel des ältesten Skeletts bestimmt. Ob es die Wahrheit ist weiß niemand. Denn wenn C anders, schneller, langsamer, zerfällt, dann stimmt es schlicht und einfach nicht.
5. Darwins theorie
Auch hier widerspreche ich. Es gibt Hinweise, dass Darwins Theorie stimmt. Indizien. Doch Beweise gibt es keine. Es wurden Fossilien gefunden, die Übergangstadien sein "könnten". Es sind genäquivalenzen gefunden, die auf einen gemeinsamen Ursprung hindeuten "könnten". Doch wir haben keine Zeitzeugen und keine Beweise. Es könnte alles auch ganz anders gewesen sein.
6. Bibel selbst
Nochmals entschuldigung falls ich mich da irgendwie unklar ausgedrückt habe. Ich wollte nicht sagen, dass ich die Bibelversion für wahsinnig realistisch halte. Aber ich möchte sie auch nicht ausschließen... Mir begegnen immer wieder theorien. Eine vielleicht wahrscheinlicher als die andere. Aber ausschließen kann ich keine.
little jun
Re: Bibel im Biologieunterricht
Lebende - 30.10.2007, 19:12
Hallo little jun,
Ich verstehe unter "Über den tellerrand hinaussehen" genu das, was du beschrieben hast! Ich ziehe auch nicht ausschließlich Naturwissenschaftliche Erklärungen in Betracht und lehne alles andere von vornherein ab. Aber wenn ich zu der Überzeugung gelangt bin, dass eine bestimmte Erklärung besser ist als eine andere, dann lehne ich die schlechtere ab. Und genau das scheinst du nicht tun zu wollen. Ich frage mich warum? Warum möchtest du dir keine Meinung bilden und die Theorien nicht vergleichen? Vielleicht würdest du daraus Erkenntnisse ziehen und dein Weltbild konkretisieren. Aber ob du das möchtest oder nicht ist deine Sache, nicht meine. Mich wundert es nur, dass es dir egal zu sein scheint, was näher an der Wahrheit ist und was nicht. Oder hab ich dich da falsch verstanden?
Du schreibst zwar, "nach einer Wahrheit filtern" doch davon sehe ich nichts. Du scheinst nicht zu filtern, sondern ungefiltert zwei Erklärungsversuche vorzuschlagen, obwohl der eine besser ist als der andere.
Und ob mehr Wahrheit in der Vergangenheit oder in neueren Forschungen liegt, kann mensch meiner Meinung nach nicht pauschal sagen. Ob etwas eine alte oder eine neue Erkenntnis ist, hat meines Wissens nach überhaupt keine Aussagekraft darüber, ob die Erkenntnis richtiger oder falscher ist, als eine andere. Wenn also zwei Theorien verglichen werden sollen, würde ich nicht fragen, welche ist älter, welche ist neuer, sondern welche erscheint mir plausibler, welche erklärt die Beobachtungen am besten? Vielleicht haben auch beide Theorien recht oder keine von beiden oder beide haben ein bisschen recht. Ich suche mir dann meistens die "Stücke" raus, die für mich zu passen scheinen. Und wenn ich neue Informationen bekomme, überprüfe ich meine bisherigen Ansichten und passe sie gegebenenfalls an.
Zum Thema Theorien (dein 3. Punkt) liegt scheinbar ein Missverständnis vor. Mit "möglichst einfach" meinte ich nicht, dass eine einfache Theorie immer besser ist, als eine komplizierte. Denn du sagst ja ganz richtig, dass Theorien eher komplizierter werden. Das müssen sie häufig auch, um mehr zu erklären. Was bei Theorien vor allem zählt ist, dass sie wiederspruchsfrei möglichst viele Beobachtungen erklären sollten. Wenn es aber mehrere Ansätze gibt, eine Beobachtung zu erklären, die alle gleich viel erklären, dann ist die einfachere vorzuziehen. Deshalb wurde z.B. die Sonne in die Mitte des Sonnensystems "gerückt", denn so war es viel einfacher, die Bewegungen der Planeten zu erklären. Deshalb wurde der Äther "abgeschafft", denn er machte alles nur noch komplizierter und konnte nie experimentell nachgewiesen werden.
Zur Zerfallstheorie möchte ich noch hinzufügen, dass das Zerfallsverhalten von Atomen unterschiedlicher Halbwertszeiten schon lange und gründlich untersucht wurde und wird. Bei vielen Atomen kann mensch das genau messen. Es ist also recht wahrscheinlich, dass die jetzige Theorie das tatsächliche Verhalten von C relativ genau beschreibt. Mir ist kein Grund bekannt, warum diese Methode der Altersbestimmung falsch sein sollte, aber ich kenne mich damit auch nicht so gründlich aus, dass ich das ausschließen könnte. Hast du denn einen bestimmten Grund, weshalb du meinst, C könnte auch anders zerfallen?
little jun hat folgendes geschrieben:
5. Darwins theorie
Auch hier widerspreche ich. Es gibt Hinweise, dass Darwins Theorie stimmt. Indizien. Doch Beweise gibt es keine. Es wurden Fossilien gefunden, die Übergangstadien sein "könnten". Es sind genäquivalenzen gefunden, die auf einen gemeinsamen Ursprung hindeuten "könnten". Doch wir haben keine Zeitzeugen und keine Beweise. Es könnte alles auch ganz anders gewesen sein.
Die Theorie Darwins erklärt das Vorhandensein dieser "Hinweise", wie du sie nennst, ziemlich gut. Die Bibelversion nicht. Warum also sollte ich die Bibelversion in diesem Fall für genau so realistisch halten? Warum sollte ich sie nicht zurückweisen? In der Bibel mögen kluge und interessante Dinge stehen, doch an dieser Stelle haben sich die Menschen, die das damals aufgeschrieben haben, geirrt; bzw. wussten es nicht besser.
Vielleicht ist Darwins Theorie nicht der Weisheit letzter Schluss, doch sie ist mit Sicherheit näher dran! Sie erklärt mehr. Es könnte auch anders sein. Könnte. Aber solange es keine direkten Hinweise gibt, dass Darwin unrecht hat, sehe ich nicht ein, warum seine Theorie nicht an Schulen gelehrt werden sollte. Und Zeitzeugen haben wir für die Bibelversion genauso wenig.
Ich frage mich, warum du Darwins Theorie so vehement anzweifelst und darauf bestehst, dass er sich auch geirrt haben könnte, dass auch alles anders sein könnte. Klar kann es das. Jede Theorie ist nur ein Erklärungsversuch und versucht sich der Wahrheit anzunähern, wahrscheinlich ohne sie jemals voll zu erfassen. Doch darum geht es ja gar nicht. Ich habe noch nie jemenschen behaupten gehört, dass eine Wissenschaftliche Theorie der Weisheit letzter Schluss ist und wenn, dann würde ich das klar zurückweisen. Also warum legst du so großen Wert darauf, die unvollkommenheit der Wissenschaft hervorzuheben? Warum zweifelst du nicht mit ebenso großer Skepsis die Bibelversion an?
Und warum gestehst du es Darwins Theorie nicht zu, dass sie einige wichtige Beobachtungen sehr gut erklären kann?
Gruß,
Lebende
Re: Bibel im Biologieunterricht
Shirell - 30.10.2007, 22:46
Theorien gibt es haufenweise und eine ist so gut wie die andere. Hier mal eine die das ganze mal völlig anders aufrollt......
Angeblich sind vor Jahrmillionen Außerirdische auf der Erde gelandet, sie haben hier nur Tiere und Pflanzen, aber keine eigenständig denkenden Wesen vorgefunden. Um wieder nach Hause zu kommen brauchten sie ein bestimmtes Element für ihr Raumschiff ( das übrigens nicht mehr existiert, es fehlt einfach, man hat aber nachgewiesen das es mal dagewesen ist) Um dieses fördern zu können brauchten sie Arbeiter, also haben sie die Vorherrschende und intelligenteste Tierart genetisch verändert. Das ganze hat sich natürlich über Jahre oder Jahrhunderte hingezogen, so schnell geht das ja nicht mit der Evolution. Als es soweit war haben sie diese zur Arbeit eingesetzt und als sie endlich alles hatten was sie brauchten wollten sie die Menschen die sie geschaffen hatten wieder töten, denn sie brauchten sie ja nicht mehr. Nun hatten sich aber einige der Raumfahrer mit den Menschentöchtern eingelassen und Kinder gezeugt und diese waren natürlich dagegen das die getötet werden. Und das waren die die heute als böse in die Bücher eingegangen sind, also Satan, Beelzebub und was weiß ich wie die noch hießen. Jedenfalls kam es zu einem Kampf und die Raumfahrer sind irgendwann abgezogen, während die Renegaten mit ihren Familien hier auf der Erde geblieben sind.
So ähnlich war die Geschichte und ich finde sie genauso einleuchtend wie jede andere. Nachweisen kann man sowieso keine dieser Geschichten.
Re: Bibel im Biologieunterricht
Lebende - 30.10.2007, 23:15
Shirell hat folgendes geschrieben: Theorien gibt es haufenweise und eine ist so gut wie die andere.
Eben nicht! Darum geht es mir doch grade! Nicht jede Theorie ist "so gut wie die andere"! Denn einige erklären ein Phänomen besser und andere schlechter. Also sind auch einige Theorien besser als andere.
Lebende
Re: Bibel im Biologieunterricht
little jun - 30.10.2007, 23:52
Ich denke welche Theorien wer glaubt, dass ist Sache der Persönlichkeit...
Ich bin ja inzwischen zu dem Schluß gekommen, dass sich Darwin und bibel nicht einmal ausschließen. Und zwar ist die Bibel ja der Meinung, dass Gott in einer zeitlichen Unendlichkeit befindet, die sich extra zu unserer zeit befindet. Deshalb kann Gott ja auch an jedem tag und bei jedem sein.
Das könnte aber auch bedeuten, dass diese 7 Tage keine Erdentage waren sondern andere tage. und das jeder tag bei uns Millionen von Jahren entsprechen könnte.
Heraus käme dann der von Gott geleitete Darwin...
Mal nur so... Ich glaube nicht, dass das was in der Bibel ist genauso geschehen ist. Könnte sein.. muss aber nicht. Ich halte es für ein Sinnbild um uns nahe zu legen, dass nach 6 Tagen mal Ruhe angesagt ist. aber genauso halt ich Darwin und Außerirdische für möglich, aber nicht so wahrscheinlich.
Wegen der Zerfallsmethode. Wir messen den Zerfall von C14. C14 ist allerdings ein Stoff, der sehr sehr langsam zerfällt. Gerade deshalb würde er sich zur Altersbestimmung eignen. jedoch kann man natürlich dann nur erechnen und mutmaßen, wie er zerfällt, denn beobachten kann ihn von uns keiner eine Millionen Jahre lang. Außerdem kennen wir nicht einmal die Einflüße, deren das Element ausgesetzt war. Auch das könnte die Zerfallsreihe ändern.
Ich bin nicht nur der wissenschaft gegenüber skeptisch. Ich halte vieles für möglich und auch bei mir gibt es Dinge, an die ich mehr oder weniger glaube. Aber ich bereite sie nicht so sehr auf dem Präsentierteller, da es für eine Diskussion denke ich nicht so wichtig ist, was man selber denkt, sondern was es für argumente pro und contra gibt
little jun
Re: Bibel im Biologieunterricht
Emma - 31.10.2007, 17:05
Naja, in Diskussionen sollte man durchaus auch seine eigene Meinung einbringen,sonst sammeln wir am Ende ja nur Argumente pro oder contra für ein Thema, aber die Synthesen (wie man in der Schule lernt) beinhalten häufig, gerade in Diskussionen in Internetforen, viel eigene Meinung!
;)
Soviel dazu
Und ich bezweifle,dass sich jemand diese Theorie mit der Zeitlosigkeit Gottes überlegte, als er die Schöpfungsgeschichte schrieb!
(Sonst hätte man darauf ja auch verweisen können und sonst stritten sich die Leute ja nicht ständig darüber,sondern würden das eben so annehmen,wie du es beschrieben hast!)
Re: Bibel im Biologieunterricht
Lebende - 31.10.2007, 18:49
Ich finde auch, dass die eigene Meinung in Diskussionen wichtig ist, denn sie fließt IMMER ein, BEI ALLEM WAS WIR TUN ODER SAGEN. Es wäre also ehrlicher und direkter, auch gleich zu sagen, welche Meinung mensch hat, dann wissen die Disussionsteilnehmer, woran sie sind. Aber auch das muss mensch ja nicht tun, wenn mensch seine Meinung nicht veröffentlichen möchte.
Zwar glaube ich auch nicht, dass sich die Bibelversion und die Naturwissenschaftliche Theorie ausschließen, sondern sie können auch ergänzt werden.* Aber das müssen sie nicht zwangsläufig. Es gibt viele Menschen, die nur die eine für richtig halten und die andere ablehnen, oder die meinen, dass die beiden Versionen doch nicht vereinbar sind. Oder die noch eine andere Theorie haben (z.B. Aliens oder andere religiöse Schöpfungsmythen).
Lebende
*Dass ich nicht an Gott glaube, hat deshalb nichts mit Darwin zu tun.
Re: Bibel im Biologieunterricht
seraphim - 03.11.2007, 07:48
es ist doch bei der wissenschaft genauso wie bei den religionen. die daran glauben, also an eine bestimmte religion oder wissenschaft, sind felsenfest davon überzeugt das sie die einzigen sind wo recht haben. ansonsten hätten wir nicht die kriege der religionen oder das verpönen des glaubens seitens der wissenschaft.. einfacher wäre unsere welt doch definitiv, wenn jeder das glauben würde was auf ihn zupasst und den anderen leben lassen würde...
sera
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Hab was für euch - gepostet von Anonymous am Mittwoch 03.10.2007
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