Verfügbare Informationen zu "Ferengi"
Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Teladi Forum: Offizielle Ferengi Handelsallianz Forenbeschreibung: Die Offizielle Ferengi Handelsallianz. Eine Allianz von TREKGame TNB aus dem Unterforum: Ferengi Allgemein Antworten: 1 Forum gestartet am: Montag 10.01.2005 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Ferengi Letzte Antwort: vor 18 Jahren, 2 Monaten, 18 Tagen, 12 Stunden, 52 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu "Ferengi"
Re: Ferengi
Teladi - 10.01.2005, 18:26Ferengi
Ferengi
Körperlich gesehen sind die Ferengi von kleiner, mitunter als zwergenhaft zu bezeichnender Statur. Ihre kahlen, mit sehr großen Ohren versehenen Köpfe sind größer als die von Menschen, während Hände und Füße den menschlichen sehr ähnlich sind.
Ferengi lieben es, sich prunkvoll zu kleiden - je mehr Verzierungen aufweist, desto lieber ist es ihnen. An Stelle von Hüten werden häufig den Hinterkopf bedeckende Kopfbekleidungen getragen, deren Zweck einzig modischer Natur zu sein scheint. Als Beinbekleidung dienen gewöhnliche Hosen. Weiblichen war es bis vor kurzem verboten, Kleidung zu tragen. Ihr einziger Schmuck bestand aus an Kettchen getragenen Anhängern, wobei die Ketten an ihren Ohren befestigt sind. Nachdem Nagus Zek Weiblichen das Tragen von Kleidung erlaubte, sind bei ihnen lange Kleider zu beobachten, die ähnlich umfangreich verziert sind wie die Jacken und Hemden der Männlichen. Neben den bei fast allen Humanoiden bekannten primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen kann man das Geschlecht bei den Ferengi vor allem an den Ohren erkennen: die Ohren der Männlichen sind deutlich größer als die der Weiblichen; überhaupt kommt den Ohren eine große Bedeutung zu: sie zählen zu den erogensten Zonen der Ferengi. Über Jahrtausende hinweg hat sich vermutlich nicht zuletzt deswegen ein wahrer Fetischismus um die Ohren entwickelt; so ist "Die Ohren für etwas haben" ein Synonym für guten Geschäftssinn. Zudem ist das Hörvermögen der Ferengi wesentlich besser ausgeprägt als das anderer Humanoider.
Heimatwelt der Ferengi ist der Planet Ferenginar, der der Klasse M zuzuordnen ist. Ferenginar ist eine ständig verregnete Welt mit vielen Sumpf- und Moorlandschaften.
In kulinarischer Hinsicht sind die Ferengi offenbar echte Feinschmecker; sie bevorzugen schleimige Getränke, und die Ernährung setzt sich aus auf unterschiedlichste Weise zubereiteten Käfern, Würmern und Maden zusammen. Frische Rohrmaden gelten als besondere Delikatesse. Beleibtere Ferengi sind häufig zu sehen, daher scheinen andere Schönheitsideale als beispielsweise bei den Menschen vorzuherrschen. Allerdings läßt sich beobachten, daß männliche Ferengi häufig großen Gefallen an Frauen anderer Spezies finden, welche nach menschlichen Vorstellungen schön bzw. hübsch sind.
Die Gesellschaft der Ferengi basiert auf Jahrtausende alten Prinzipien von Handel und Erwerb. Oberstes und einziges Ziel eines jeden guten Ferengi ist es, Profit zu erwirtschaften und dabei alle gebotenen Möglichkeiten auszunutzen, und zwar ohne Rücksicht auf Freundschaft oder Familie. Sinn und Zweck der Familie ist vorwiegend auf die Fortpflanzung und damit auf den Erhalt der eigenen Art beschränkt; schon im Kindesalter wird den Ferengi beigebracht, daß sie nie zögern dürfen, die eigenen Eltern, Geschwister oder Freunde übers Ohr zu hauen, wenn sie dadurch Profit machen können. Entsprechend schwach ausgeprägt sind in den meisten Fällen die Beziehungen innerhalb der Familie. Erstaunlicherweise scheint diese anarchistisch angehauchte Gesellschaft trotzdem zu funktionieren, da keine Hungersnöte oder ähnliche Krisen in letzter Zeit bekannt geworden sind. Religiös scheinen die Ferengi nicht zu sein; zwar ist ihr Leben von Ritualen durchzogen, doch dient jedes einzelne dieser Rituale der Vermehrung des eigenen Vermögens; göttliche Wesen werden nicht angebetet. Allerdings gehen die Ferengi davon aus, daß sie nach dem Tod in die himmlische Schatzkammer kommen, wenn sie in ihrem Leben den Idealen treu geblieben sind und ausreichenden Reichtum angehäuft haben. Zu den bekannten Ritualen gehört unter anderem die Versteigerung aller persönlicher Gegenstände, wenn ein Ferengi vom Kind zum jungen Erwachsenen wird; das so angehäufte Latinuum soll dann genutzt werden, einen erfolgreichen Start zu einer profitablen Karriere zu ermöglichen. Ein weiteres Ritual betrifft die Verwendung des Körpers nach dem Tode: der Körper eines Toten wird in Scheiben geschnitten, getrocknet und dann versteigert. Der Preis, den der Körper erzielt, gibt Aufschluß darüber, wie angesehen der Verstorbene zu Lebenszeiten war.
Technischer Fortschritt ist den Ferengi nicht sonderlich wichtig; was als wertvoll oder aneignungswert angesehen wird, kann man kaufen; etwas selbst zu entwickeln, scheint daher unnötig. Natürlich gibt es einige wenige Ausnahmen; so z.B. den Wissenschaftler Dr. Reyga, der sich mit der Erforschung metaphasischer Schilde beschäftigte, bis er einem als Unfall getarnten Attentat zum Opfer fiel . Ob er den Doktortitel auf Ferenginar erhielt oder ob es sich um einen anderswo erworbenen Titel handelt, ist unklar; sofern er diese Auszeichnung auf Ferenginar erhielt, läßt sich schließen, daß Wissenschaft zwar verpönt ist, aber dennoch von weniger profitorientierten Ferengi betrieben wird. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, daß die Ferengi über käferförmige Shuttles und Schiffe verfügen, bei denen es sich offenbar um selbstentwickelte Schiffe handelt. Auch die Tatsache, daß die Ferengi über die Warp-Technik verfügen, deutet auf eine mehr oder weniger ausgeprägte wissenschaftlich-technische Grundbildung hin.
Ob die Ferengi eigene Streitkräfte unterhalten, wird nicht endgültig klar; einerseits waren bei The next Generation häufig militärisch wirkende, bewaffnete Ferengi zu beobachten, deren Anführer meist den Titel "DaiMon" trugen, was auf das Vorhandensein militärischer Strukturen hinweist, andererseits deutet bei DS9 nichts darauf hin, daß es Ferengi-Militär geben würde. Zudem läßt sich Militär nicht mit dem Gedanken der Profitorientiertheit vereinen; logische Schlußfolgerung wäre dementsprechend die These, daß jene DaiMons mit offizieller Erlaubnis des großen Nagus als Vertreter der Ferengi-Allianz den Weltraum bereisen dürfen, um neue Profitquellen zu lokalisieren, während "normale" Ferengi wie Quark als Individuen ihre Heimatwelt verlassen und keinerlei repräsentative Funktion innehaben.
Menschliche Vorstellungen wie Moral und Nächstenliebe sind den Ferengi ebenso verpönt wie der klingonische Ehrbegriff oder die kühle vulkanische Logik. Ferengi sind intuitiv handelnde Wesen, deren Streben nach Latinuum nur durch die Erwerbsregeln gelenkt wird. Bei den Erwerbsregeln handelt es sich um 285 Sätze, die gedankliche Grundlagen und Richtlinien darstellen, mit denen sich beinahe jede Vorgehensweise rechtfertigen läßt, die aber in Zweifelsfällen auch als Ratgeber dienen können, welche Entscheidung zu treffen ist - was aufgrund der Widersprüchlichkeit einiger der Regeln nicht immer zu eindeutigen Ergebnissen führt.
Über den Handel und die Einhaltung der Regeln wacht die mächtige Ferengi-Handelsaufsichtsbehörde FCA (Ferengi Commerce Authority). Exekutive Organe der FCA sind die mit erheblichen Vollmachten ausgestatteten und dementsprechend gefürchteten Liquidatoren; wittern sie einen Verstoß gegen die Erwerbsregeln, sind sie sofort zur Stelle und können Maßnahmen bis hin zur kompletten Enteignung des Delinquenten und seiner Familie sowie seinem Ausschluß aus der Handelsallianz ergreifen. Über der FCA steht nur noch der große Nagus; als eine Art spiritueller wie weltlicher Führer muß der Nagus stets mit gutem Beispiel voranschreiten, seinen Gewinn mehren und der Ferengi-Allianz neue Erwerbsquellen aufzeigen. In dieser Eigenschaft wird er von allen Ferengi verehrt. Außenpolitisch ist es der Nagus, der als Führer der Ferengi sein Volk vertritt und Entscheidungen von globaler Bedeutung trifft. Verständlicherweise können nur besonders verschlagene und egoistische Ferengi in diese Position gelangen, und selbst der Nagus hat nur eingeschränkte Befugnisse, Entscheidungen der FCA anzuzweifeln bzw. rückgängig zu machen.
Am besten klärt sich das Wesen der Ferengi, wenn man einen Blick auf ihre Erwerbsregeln wirft. Insgesamt kann man sagen, daß die Ferengi zu den umgänglicheren Spezies gehören, da sie nur in Ausnahmefällen zur Anwendung von Gewalt bereit sind; allerdings sollte man sich in Gegenwart eines Ferengi niemals in Sicherheit wiegen, denn der Verzicht auf Gewalt bedeutet nicht, daß sie nicht gefährlich wären: mehr als ein nicht-Ferengi wird nach einer Begegnung mit Vertretern dieser Spezies festgestellt haben, daß er soeben katastrophal übers Ohr gehauen wurde.
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus dem Forum Offizielle Ferengi Handelsallianz
Neue Skins - gepostet von Teladi am Sonntag 30.01.2005
Ähnliche Beiträge wie "Ferengi"
BND mit Ferengi - Anonymous (Mittwoch 06.12.2006)
Ferengi-Erwerbsregeln - braathahn (Samstag 23.07.2005)
