Der Moment

Tokio Hotel - Fanfictions
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    Re: Der Moment

    Tasha - 12.06.2007, 17:06

    Der Moment
    Autor: Tasha aka Mo0n
    Titel: Der Moment
    Teil: 1/3
    Charas: Bill x Tom, einige Nebencharaktere
    Pairing: Bill x Tom
    Genre: Slash, Allgemein (man kann’s auch Romanze, die nicht romantisch
    und Drama, das nur ein bisschen dramatisch ist nennen)
    Warnings: Limone, Twincest (muss man davor warnen? i-wie traurig… óÒ)
    Disclaimer: Mir gehören weder Bill noch Tom und Geld gibt’s (leider) schon wieder nicht. oô
    Claimer: Daaaaas Internat ist meins, sowie die Nebencharaktere. ^^
    Summary: Bill und Tom leben auf einem Internat, auf welchem striktes Sexverbot herrscht.
    Kein Hindernis für ihre nächtlichen Zusammentreffen, bis sie sich eines Tages
    auf etwas Leichtsinniges einlassen…
    Beta: Mal wieder die tollige, einzigartige Freaky aka KiwiKeKs.
    Dange Schatzü x33


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    Der Moment


    ~ Chapter One ~


    Leise hallten seine Schritte von den steinernen Mauern im dunklen Gang wider, als Tom auf dem Weg über die Wendeltreppe zu den Schlafräumen war. Das Licht war überall im Internat bereits gelöscht, weshalb es töricht gewesen wäre die Flurbeleuchtung anzumachen und die Gefahr einzugehen, erwischt zu werden.

    Als er an seinem Zimmer ankam, schlüpfte er schnell durch die halb geöffnete Tür und atmete erleichtert aus als er sah, dass sein Mitbewohner wohl die ganze Zeit über geschlafen hatte. Schnell schlich der Dreadhead an ihm vorbei und kuschelte sich in sein warmes Bett.

    Die nächtlichen Ausflüge waren schon zur Gewohnheit geworden, denn nachts war die einzige Zeit in der er ungestört das Zusammensein mit seinem Freund genießen konnte. Auf dem Internat herrschte striktes Sexverbot und da hatte man es nicht immer einfach seinen Bedürfnissen nachzukommen.

    Ein kurzer Blick auf seinen Wecker verriet Tom, dass bereits eine halbe Stunde seit dem Treffen mit Bill, das nicht ganz jugendfrei verlaufen war, vergangen war. Fast jeden zweiten Tag trafen sie sich um 3 Uhr morgens in den Duschräumen im Keller.

    Ein Grinsen legte sich auf seine Lippen als er daran dachte, wie heiß sie heute Nacht wieder aufeinander gewesen waren. Sie standen beide nicht auf die lange romantische Nummer, weshalb ein Quickie auf dem Schulklo schon mal drin war. Zumindest so lange es niemand mitbekam, der sich mitten in der Nacht einmal auf die am weitesten von den Schlafräumen entfernte Toilette verirrte.

    Sie wussten beide genau, dass es dann aus für sie wäre. Einmal weil sie dann auf der Stelle einen Internatsverweis aufgedrückt bekommen hätten, andererseits weil sie sich, wenn eben dies passieren würde, nicht mehr wieder sehen würden.

    Toms Eltern wohnten nahe Magdeburg, nicht weit entfernt von dem sich in Nähe Berlin befindenden Internat, aber Bills Familie lebte zur Zeit in Amerika, der Grund weshalb er seit einem dreiviertel Jahr in dieser ‚Lehranstalt’, wie er es nannte, feststeckte.

    Tom konnte sich nur zu gut daran erinnern, wie er den Schwarzhaarigen das erste Mal bei der Essensausgabe gesehen hatte. Vor lauter Starren hatte er nicht einmal bemerkt, wie er sich soviel Ketchup auf seinen Teller lud, dass der schon überquoll, bis Bill ihn ganz dezent mit einem Blick auf das Schlamassel und einem ‚Ähm…?’ darauf hingewiesen hatte.

    Bill war schon nach wenigen Tagen zum Gesprächsthema Nr. 1 am gesamten Internat geworden. Jeder wollte wissen, woher der Schwarzhaarige kam, warum er hier war und mit ihm befreundet sein. Er war ständig von einer Schar Mädchen umgeben, weshalb Tom es bald aufgab näher an ihn heran zu kommen.

    Doch schon eine Woche später traf das ein, womit Tom nie gerechnet hatte. Bill fing ihn nach dem Sportunterricht, den ihre beiden Klassen gemeinsam hatten ab und verabredete sich mit ihm, ihn nachmittags doch ein bisschen durch Berlin zu führen, da Bill vor seiner Zeit im Internat in Mannheim gewohnt hatte.

    Nachmittags in einem kleinen Café gestand er Tom schließlich, schon seit seinem ersten Tag hier ein Auge auf ihn geworfen zu haben, er sich aber nur nicht getraut hatte, ihn anzusprechen.
    Seit diesem Tag waren sie ein Paar, mussten es jedoch des ‚wunderbaren’ Sexverbots wegen geheim halten.

    Noch einmal schaute Tom zu Sven, der auf der anderen Seite des Zimmers friedlich schlief, drehte sich in Richtung Wand und wanderte ins Land der Träume.

    ~*~

    Am nächsten Tag saß Tom in Gedanken bei seinem Freund in Mathe und versuchte seiner Lehrerin bei ihren Wiederholungen über Strahlensätze zu folgen, als eine Hand auf seinen Tisch knallte.

    „Und wenn X zu 3 steht wie 20 zu 5 ist X? Tom?“ Angesprochener schaute von seinem Bleistift auf, direkt in Frau Leiers wütendes Gesicht.

    „Was?“

    Die Lehrkraft drehte sich wieder um und stolzierte hinter ihr Pult zurück.

    „Ich weiß wirklich nicht, was ich noch mit dir machen soll, Tom. Du warst früher mal ein richtig guter Schüler, aber in letzter Zeit träumst du nur noch vor dich hin und passt überhaupt nicht mehr im Unterricht auf.“

    Sie warf ihm noch einen letzten vorwurfsvollen Blick zu, bevor sie sich wieder den Strahlensätzen und ihren anderen 26 Schülern zuwandte.

    „Vielleicht wäre es besser, sich nicht jede Nacht das Hirn rauszuvögeln. Meinst du nicht?“, flüsterte Sven ihm von links zu, als es klingelte und verschwand gleich darauf durch die Tür in Richtung der Chemiesäle.

    Etwas perplex blieb Tom erstmal ein paar Sekunden bewegungslos stehen, bis ihm bewusst wurde, was sein Zimmermitbewohner gerade von sich gegeben hatte. Schnell packte er seinen Rucksack und rannte Sven hinterher. Weit kam er jedoch nicht, da ihm auf halbem Weg Bill, gefolgt von seinem gewöhnlichen Anhängsel aus Mädchen, entgegen lief und der Dreadhead automatisch stehen blieb.

    Der Schwarzhaarige lächelte ihn kurz verheißungsvoll an, bevor er um die nächste Ecke bog. Zum zweiten Mal musste Tom sich aus seiner Starre reißen, als ihm wieder einfiel was Sven gerade vom Stapel gelassen hatte. Er musste sofort wissen, woher und ob dieser überhaupt etwas über seine nächtlichen Zusammentreffen mit Bill wusste.

    Als Tom schließlich schlitternd vor dem großen Hörsaal zum Stehen kam, schaute er sich suchend nach Sven um, der sich gerade auf seinen Platz niederließ. Tom lief ihm nach und packte ihn fest an der Schulter.

    „Was soll das heißen?“

    „Ach Tommy, ich weiß gar nicht, warum du dich so blöd stellst“, grinste Sven ihn schief an, „Du weißt genau wovon ich rede oder denkst du wirklich, ich würde deine nächtlichen Ausflüge nicht mitbekommen? Für unsere Schulleitung wäre es sicher auch interessant zu wissen, was du und unser großer Mädchenschwarm nachts so treiben, hm?“

    Erschrocken ließ Tom seine Schulter los und ging schweigend auf seinen Platz.
    Er war immer der festen Überzeugung gewesen, Sven hätte nie etwas davon mitbekommen, aber anscheinend hatte der einen leichteren Schlaf als er vermutet hatte.

    Den Rest des Vormittags versuchte Tom mit allen Mitteln, Sven aus dem Weg zu gehen, was ihm bis zum frühen Nachmittag auch gelang. Dann musste er sich jedoch beim Mittagessen mit ihm an einen Tisch setzen. Es war Vorschrift, mit seinem Zimmergenossen und zwei weiteren einen Tisch zu belegen. Überhaupt war das gesamte Internat von Vorschriften und Verboten geprägt. Ein Grund, weshalb Tom es verabscheute hier zu leben.

    Aber nachdem er seines unangebrachten Verhaltens wegen schon von zwei Schulen im Ohrekreis geflogen war, hielten seine Eltern es für das beste, ihn in eine „Schule, die sich voll und ganz auf Noten und Erziehung konzentriert“ zu stecken. Außerdem war Tom der festen Überzeugung, dass seine Eltern sich einfach nicht mit seiner homosexuellen Neigung arrangieren konnten und ihnen der Zeitpunkt seines Schulverweises, der zufälligerweise einen Monat nach seinem Outing war, deshalb ganz gelegen kam.

    Während des Essens bemerkte er Bills Blicke auf sich und wusste schon jetzt, dass diesem gestern Nacht nicht genug war. Tom überlegte die ganze Zeit hin und her wie er Bill sagen sollte, dass sie ihre Treffen etwas runterzuschrauben hatten, aufgrund der ungewollten Kontrolle durch Sven, aber er wusste, dass seinen Freund das nicht daran hindern würde, ihn zur Not aus dem Bett zu ziehen und mitzuschleifen.

    Und wie er schon vermutet hatte, lief Bill, nachdem er sein Geschirr weggebracht hatte unter den Blicken der Hälfte aller anwesenden Mädchen zu ihm und legte ihm die Hände auf die Schultern, als er hinter ihm zum Stehen kam.

    „Hey“

    Tom lief ein angenehmer Schauer den Rücken runter, wie immer, wenn er Bill sprechen hörte.

    „Na? Gut geschlafen?“, fragte dieser ihn und achtete nicht weiter auf die sechs verwunderten Paar Augen, die ihn anblickten, wie jedes Mal, wenn er an Toms Tisch kam.

    „Klar“ Der Dreadhead drehte seinen Kopf um und schaute seinen Freund mit einem neckischen Blick in den Augen an, „du etwa nich’?“

    Die Antwort auf Toms Frage blieb aus, stattdessen beugte Bill sich zu dessen Kopf hinunter und flüsterte ihm etwas für die Anderen Unhörbares ins Ohr.

    Sven sah sich mit Genugtuung das breite Grinsen an, das sich auf Toms Gesicht gebildet hatte. Ihm würde das Lachen schon noch früh genug vergehen, und zwar wenn er ihm und dieser Schwuchtel, hinter der alle Mädchen her waren mal gezeigt hatte, wer am längeren Hebel saß.

    Er konnte Bill noch nie leiden, seit dem ersten Moment an nicht. Nie würde Sven darüber hinweg kommen, dass seine Freundin ihn verlassen hatte, weil sie einen Anderen liebte. Wer dieser andere war, wurde ihm bald nach der Trennung bewusst, als er immer wieder mitbekam wie Saskia Bill hinterher stellte. Als er dann auch noch durch Zufall herausgefunden hatte, dass Tom und Bill eine heimliche Beziehung führten, war es vorerst mit seiner Freundschaft zu dem Dreadhead vorbei.

    Er hatte zwar gewusst, dass Tom schwul war, aber dass er sich auf eine Beziehung mit dem einließ, der so viel Frechheit besaß und ihm durch seine bloße Existenz die Freundin ausspannte, hatte er dann doch für einen triftigen Grund befunden, Tom eines Tages einfach ohne Erklärung die Freundschaft zu kündigen.

    Just wurde Sven aus seinen Gedanken gerissen als ein Stuhl über den Boden geschoben wurde und er kurz darauf Bill und Tom nachsah wie sie aus dem Raum verschwanden.


    ~ End Chapter One ~



    Re: Der Moment

    AmyLeeBabe - 12.06.2007, 18:12


    Sexverbot? Wie GEIL xDDDDD
    Weiter xD



    Re: Der Moment

    tiramisu - 12.06.2007, 18:24

    Re: Der Moment
    Tasha hat folgendes geschrieben:
    Warnings: Limone, Twincest (muss man davor warnen? i-wie traurig… óÒ)

    ist es auch twinzest, wenn sie in der geschichte keine brüder sind? aber warnen muss man nicht extra, weil ja bei pairing schon Bill x Tom steht. :wink:

    Tasha hat folgendes geschrieben: aber er wusste, dass seinen Freund das nicht daran hindern würde, ihn zur Not aus dem Bett zu ziehen und mitzuschleifen.

    Bill ist so sexbesessen. *geil find*

    mir gefällt der anfang. lässt sich schön lesen (vorbildlich die vielen absätze).

    der inhalt bietet raum für eine spannende entwicklung. du solltest aber unbedingt recht bald mal eines der nächtlichen klo-rendevouz schildern (mit jedem "schmutzigen" detail :shock: ).



    Re: Der Moment

    geLogeN - 12.06.2007, 18:57


    das is iwie tollig xD

    hmm..und ich weiß mal wieder nix weiter zu sagen -.-'

    sorrüü...
    kommis schreiben werd ich NIE können >.<



    Re: Der Moment

    xXNamidaXx - 12.06.2007, 19:59


    öhm was soll ich dazu sagen?

    - geiler schreibstil
    - super idee
    - super süß (charaktere)
    - erwartungsvoll geschrieben

    aber shit regeln und shit sven
    ich mag den burschen nicht >.<das>.< der soll sich zum teufel scheren xD

    super geil geschrieben <333
    wetier so <333

    andrea <3



    Re: Der Moment

    Tasha - 19.06.2007, 17:28


    *FF aus Versenkung der 2. Seite hervorhol*
    Nach einer Woche geht es hier auch mal weiter und ich hab mich grad super über eure Kommis gefreut *fg*

    @AmyLeeBabe: Danköö für dein Kommi ^^

    @tiramisu: Das war auch eher als rhetorische Frage gestellt ^.~ Eigt. sollte man doch nochmal davor warnen, auch wenn sie keine Brüder in der FF sind. Manche Leute beachten beim Header nicht alles und beschweren sich dann, wenn sie feststellen, dass es Twincest ist *lach* Gab es auch schon ;)
    Danke für das Lob wegen der Absätze, das hat sich bei mir mit dem Lesen so eingependelt. Und ob es noch zu dem "Klo-Rendezvouz", wie du es so toll genannt hast, kommt...Lass dich überraschen!

    @geLogeN: Ich schreib nur selten Kommis, und wenn dann sitz ich immer ewig drüber, weil ich auch immer von mir selbst mein, keine schreiben zu können xD
    Trotzdem Danke^^ Hauptsache, ich weiß, dass es dir gefällt und du teilst mir deine Sorgen mit.

    @xXNamidaXx: So viel Looooob *-* *herzchenaugen krieg* Und schon wieder eine Sven-Hasserin... Von denen habsch jetzt schon genug^^ Es gibt sogar schon einen Sven-Hassclub, falls du dich dem anschließen magst ;D *armen hirnlosen Sven immer wieder in Schutz nehm*


    Viel Spaß mim ersten Teil des 2. Chaps!


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    Der Moment


    ~ Chapter Two ~


    Lachend warf Bill sich auf sein Bett und deutete Tom, sich neben ihn zu setzen. Der aber bevorzugte es, sich gleich auf Bills Becken niederzulassen und ihn von oben herab breit anzugrinsen.

    Immer noch schmunzelnd krallte der Schwarzhaarige seine Finger in Toms Shirt und zog ihn zu sich hinunter, um ihm, gleich nachdem er ihm mit der anderen Hand einmal liebevoll über die Wange gestrichen hatte, einen leidenschaftlichen Kuss zu stehlen. Sachte schob er Tom dabei immer weiter von sich, bis er neben ihm saß und atemlos den Kuss beendete.

    „Bill?“

    „Hm?“ Angesprochener schaute verträumt durch sein Gegenüber hindurch und schüttelte einmal den Kopf, um wieder zu Sinnen zu kommen.

    „Können wir heut’ nicht noch irgendwo hingeh’n? Nach Berlin rein oder so? Nachmittag fällt aus, ich hab heute den ganzen Tag für dich Zeit.“ Viel versprechend zwinkerte Tom ihm zu, auch wenn sich in seinem Kopf gerade ganz andere Dinge Platz verschafften. Im Stillen dachte er immer noch darüber nach, wie und ob er Bill überhaupt etwas von ihrem heimlichen ‚Aufpasser’ erzählen sollte.

    „Klar! Lass geh’n!“ Fröhlich in die Hände klatschend stand der Schwarzhaarige auf und kramte aus der obersten Schublade seines Nachttisches seinen Geldbeutel heraus, den er sich in die linke, hintere Hosentasche steckte, bevor er sich wieder zu seinem Freund umdrehte und ihm lächelnd eine Hand als Aufstehhilfe anbot.

    ~*~

    Später am Nachmittag ließ Tom geschafft zwei prallvolle Einkaufstüten und sich gleich dazu auf Bills Bett sinken. Der landete ein paar Sekunden später neben ihm und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.

    Tom glaubte, seine Arme würden ihm bald abfallen. Bill hatte ihn mit der Erklärung, er wolle nicht in alten Lumpen rumlaufen, durch sämtliche Läden, die Textilwaren verkauften, gescheucht und nebenbei zum würdevollen Träger aller Tüten und Taschen erklärt. Zu erwähnen, dass er keineswegs in alten Lumpen, sondern immer in den neuesten Trends herumlief, da seine Eltern ihm monatlich eine stolze Summe an Taschengeld auf sein Konto überwiesen, konnte Tom sich gerade noch so verkneifen.

    Stattdessen hatte er es bei einem „Du siehst doch immer gut aus, Schatz!“ und einem kleinen Küsschen auf offener Straße belassen.

    „Scary Movie oder Titanic?“ Grinsend wedelte Bill ihm mit zwei DVD’s vor der Nase rum, bis Tom ihm beide wegschnappte und sie ans andere Ende des Bettes verfrachtete.

    „Dann bleibt es heute wohl bei Live-Unterhaltung, hm?“

    „Vergiss es!“, kicherte Tom Bill entgegen und gab ihm noch einmal einen kleinen Kuss, bevor er demonstrativ einen Blick auf sein armbanduhrloses Handgelenk warf und sich seufzend vom Bett erhob.

    „Mein Gott, so spät schon! Und ich muss noch alle Hausaufgaben machen. Tststs… Das wird wohl heute nix mehr mit der Live-Unterhaltung.“

    „Tom, morgen is’ Samstag! Du hast doch zwei Tage Zeit.“ Enttäuscht flunschte Bill ihn an.

    „Die Zeit vergeht wie im Flug und außerdem ist es wirklich schon nach neun. Ich muss mich beeilen, sonst nörgelt Sven wieder rum.“, erklärte Tom seinem Schatz und warf ihm noch schnell einen Luftkuss zu, bevor er die Tür hinter sich zuwarf und in Richtung seines Zimmers verschwand.

    Genervt ließ Bill sich in sein Tütenmeer zurücksinken und beschloss erstmal alles an seinen Platz zu räumen, womit er sich die erste Tüte schnappte und eine dunkelblaue Jeans herauszog. Skeptisch beäugte er sie noch einmal von allen Seiten, bevor er das Preisschild abriss und sie in seinen Schrank legte. Er meinte ja immer noch, dass er mit der Hose dicke Oberschenkel hatte, aber Tom hatte darauf bestanden, dass er sie kaufte, da sie seine langen Beine angeblich betonte.

    Gerade als er sich umdrehte, um sich die nächste Hose aus der Tasche zu ziehen, ging die Tür auf und Bills Mitbewohner kam ins Zimmer.

    „Hey Thorsten!“, kurz schaute Bill von seinen Taschen auf und begab sich dann wieder dazu, alles nach der zweiten an diesem Tag gekauften Hose zu durchforsten.

    „Na? Schau nich’ so griesgrämig, du wirst das gesamte Wochenende für dich haben. Ich hab die Erlaubnis zu meinen Eltern zu fahren.“ Schwungvoll warf der Blondling sich auf sein Bett und sah Bill weiter beim Einräumen zu.

    „Lohnt sich das überhaupt für die zwei Tage?“

    „Siehst’s doch! Und mein Zeug hab ich auch schon während deiner kleinen Spritztour gepackt.“

    Erst jetzt fiel Bills Blick auf die große Sporttasche, die neben Thorstens Bett stand.

    „Du brauchst soviel Zeug für eine Übernachtung?“ Skeptisch zog der Schwarzhaarige seine rechte Augenbraue hoch, wodurch das Piercing, das die Stelle zierte noch mehr zur Geltung kam.

    Trocken lachte Angesprochener auf. „Das sagt gerade der Richtige, nich?“

    Ein Grinsen schlich sich auf seine Lippen, als Bill die leeren Tüten, die vorher alle in den zwei größten steckten, zusammenlegte und danach in den Mülleimer unter dem Schreibtisch, den er sich mit Thorsten teilte, warf.

    Den letzten Satz überhörte er in seine Gedanken vertieft einfach. Wie lange war es her, dass er mit Tom mal eine Nacht auf einem ihrer Zimmer verbringen konnte und nicht in den schäbigen Keller musste?

    ~*~

    Hastig lief Tom den Flur entlang zum Trakt in dem sein Zimmer lag. Er hatte Bill gerade keineswegs angelogen, als er meinte schnell zurück in sein Zimmer zu müssen. Bettruhe war zwar erst um zehn Uhr abends, das einzige, mit dem die Internatsleiterin Frau Hinrichs nachsichtig umging, aber trotzdem hatte der Dreadhead Angst, dass Sven vielleicht wieder auf falsche Gedanken kommen und sofort zu einem Lehrer gehen würde.

    Fast lief er noch den Jungen um, mit dem Bill sich ein Zimmer teilte, als er weiter eilte. Der schaute Tom nur schmunzelnd hinterher. Aber was, wenn er genau so wie Sven bereits wusste, was Bill und er gerne in einsamen Nächten weit entfernt von den Schlafräumen trieben? Was, wenn auch Bill von ihm gedroht bekam, sie auszuliefern?

    Schnell schüttelte er den Kopf und vertrieb die albernen Ängste aus seinen Gedankengängen. Jetzt litt er schon unter Verfolgungswahn.

    Als er vor seiner Zimmertür stand, drückte Tom vorsichtig die Klinke herunter und stieß dann langsam die Tür auf. Doch als er einen Blick in den Raum warf, sah er, dass er leer war. Kein Sven.

    Ein erleichtertes Seufzen verließ seinen Mund, als ihn plötzlich von hinten zwei Hände an der Schulter packten und zudrückten.

    „So schnell werdet ihr mich nicht los, keine Angst!“ Er fuhr herum und blickte in Svens fies grinsendes Gesicht.

    Mit einem „Lass das!“ wischte Tom die Hände von seinen Schultern und schritt auf sein Bett zu. Sven folgte ihm und schloss die Tür hinter sich.

    „Und seid artig heute! Keine unerlaubten Ausflüge mehr!“

    Böse funkelte Tom ihn an, schwieg aber und entledigte sich seiner Klamotten.
    Schließlich legte er sich nur noch mit seiner Boxershorts am Körper unter seine Bettdecke und zeigte der Wand sein Gesicht. Eigentlich ging er nie so früh ins Bett, aber die Tatsache, dass Sven von ihm und Bill Bescheid wusste, nahm ihm den Spaß daran, seinen Abend weiter mit seinem Freund zu verbringen.

    ~*~



    Re: Der Moment

    xXNamidaXx - 19.06.2007, 18:19


    hallöchen ^^

    Zitat: @xXNamidaXx: So viel Looooob *-*
    *herzchenaugen krieg*
    Und schon wieder eine Sven-Hasserin...
    Von denen habsch jetzt schon genug^^
    Es gibt sogar schon einen Sven-Hassclub,
    falls du dich dem anschließen magst ;D
    *armen hirnlosen Sven
    immer wieder in Schutz nehm*

    1. ich lobe immer, wenn mir was gefällt :D
    2. ich trete dem club gerne bei^^
    danke für das angebot :D
    3. das hatter gar end verdient :P

    Oo und schon geht es mit den 2. part weiter Oo
    so schön schnell Oo xDDD
    mir gefällt der echt super..
    aber dieser honk soll
    den beiden nicht nachspionieren
    wir wollen schließlich auch etwas
    von den nächtlichen ausflügen haben,
    die er uns somit vermiest

    >.<fuck>.<

    :D :D

    schreib büdde schnell weiter

    lg

    andrea

    ENDLICH FERIÖÖÖÖÖN :D



    Re: Der Moment

    tiramisu - 20.06.2007, 18:58


    das ist ja dumm. da hat Bill sturmfreie bude und sein schatz kann nicht zu ihm kommen. :(

    kann man diesen Sven nicht irgendwie zum schweigen bringen? *fiese ideen hab* :shock:

    Tom scheint sich ja schon in sein schicksal ergeben zu haben. der soll sich mal gerade machen gegenüber diesem spasten.



    Re: Der Moment

    AmyLeeBabe - 21.06.2007, 13:33


    Junge, Junge ist das ein ARSCHL0CH.



    Re: Der Moment

    Tasha - 24.06.2007, 01:00


    *-*

    @xXNamidaXx: Es geht so schnell weiter, weil die FF seit heute abgeschlossen ist. :-D Und sie ist ja auch nicht so lang, wie man dem Header entnehmen kann ^^ Danke für dein Feedback

    @tiramisu: *Beleidigungen gegen Sven mal geflissentlich überhör*
    Und nönö^^ Tom hat sich noch nicht seinem Schicksal ergeben, wie man im folgenden Teil lesen kann. Ebenfalls danke für den Kommi

    @AmyLeeBabe: Willsu vielleicht auch dem "Sven-Hass-CLub" beitreten? *drop* Dann hatter schon über 15 Mitglieder xD

    Freu mich immer riesig über eure Kommis x) Danke Leutz und viel Spaß mit dem neuen Teil...


    ____________________________________________________



    Das laute Geräusch von Kunststoff auf Parkettboden ließ Bill aus seinem Schlaf hochfahren. Missmutig drehte er sich von der Wand weg und riskierte ein Blinzeln in den Rest des Zimmers.

    „Sorry Bill, wollt’ dich nich’ wecken!“ Schnell sammelte Thorsten seine große Tasche wieder vom Boden auf und verschwand mit einem ‚Man sieht sich!’ durch die Tür.

    Eine halbe Stunde später lag Bill immer noch wach in seinem Bett und rieb sich gerade den Schlaf aus den Augen, da er nach erfolglosem ‚Schäfchen zählen’, erst bis 100, dann noch mal bis 938, endlich den Versuch weiterzuschlafen aufgegeben hatte.

    Mit einem Grummeln schwang er seine Beine über die Bettkante und marschierte geradewegs ins Bad, wo er sich einer Katzenwäsche vollzog. Zu einer richtigen Dusche war er so früh morgens, um zehn Uhr, noch nicht fähig. Fast wäre er beim Schminken vor Müdigkeit umgekippt, hätte ihn nicht das Schlagen der Tür aus seiner Trance gerissen.

    Er legte den Kajal, den er eben noch in der Hand gehalten hatte, auf die Ablage über dem Waschbecken und sah dann auf in den Spiegel. Tom erschien hinter ihm und legte seine Arme an Bills Taille.

    „Morgen, Schatz!“ Verträumt sah Bill seinen Freund durch den Spiegel an, bevor er dem seinen Kopf zuwandte und ihm einen schnellen Kuss aufdrückte.

    „Morgen, Engel!“ Tom vergrub sein Gesicht in den Haaren Bills und atmete tief deren Geruch ein. Er liebte einfach jeden Quadratzentimeter an ihm und mochte das ein einzelnes Haar sein.

    „Du hast das Frühstück verpasst.“

    „Ich weiß!“, seufzte Bill und schüttelte Toms Hände ab, um sich anzuziehen. Tom sah ihm schweigend dabei zu und seine Augen verfolgten jede Bewegung, die Bill machte.

    „Wo geht eigentlich Thorsten hin? Is’ grad mit ’ner großen Tasche an mir vorbeigelaufen.“

    „Der wollte übers Wochenende heim, auch wenn ich nicht glaub, dass das viel bringen wird für nur eine Übernachtung.“ Seufzend griff Bill nach der Bürste auf dem Regal neben ihm, nachdem er sich sein T-Shirt über den Kopf gezogen hatte und brachte seine verstrubbelten Haare wieder in Ordnung.

    „Aber wenn man’s positiv sieht; wir haben mein Zimmer für die Nacht für uns.“

    Tom stieß sich vom Waschbecken, an welches er gelehnt stand, ab und ergriff Bills Hand, die er dann an sich zog und nervös mit deren Fingern rumspielte.

    „Da gibt’s auch noch was, was ich dir sagen wollte.“, nuschelte er in seinen noch nicht vorhandenen Bart und traute sich kaum seinen Blick zu heben und in das neugierige Gesicht Bills zu sehen.

    Der wartete darauf, dass Tom weiter sprach, aber kein Ton verließ dessen Lippen, weshalb er ihn mit sich aus dem Bad und schließlich auf sein Bett, wo er ihn auf seinen Schoß verfrachtete, zog.

    „Was denn los, hm?“ Mit einem aufmunternden Lächeln suchte der Schwarzhaarige Blickkontakt zu Tom, den er auch endlich fand.

    „Sven hat mir gestern auf die Nase gebunden, dass unsere kleinen Ausflüge wohl nicht so unbemerkt geblieben sind, wie wir’s gern hätten. Und aus irgendeinem Grund - was weiß ich, was in seinem kranken Hirn abgeht - meint er jetzt, mir drohen zu müssen, dass wenn ich mich weiterhin nachts mit dir treffe, er es der Schulleitung erzählt.“ Mit einem Seufzen beendete Tom seine kleine Rede schließlich.

    Bills Gesichtsfarbe ähnelte einer Tomate, als er begriffen hatte, was Tom ihm gerade mitgeteilt hatte.
    Wenn Sven erstmal verbreiten würde, dass er und Tom heimlich eine Beziehung führten, wäre es wohl erstens mit seinem guten Ruf hier vorbei, da niemand außer Tom selbst wusste, dass Bill eine nicht rein heterosexuelle Neigung hatte und zweitens würden sie mit etwas Pech hochkant von dem teueren Internat fliegen, wenn auch noch herauskam, dass die Beziehung zwischen ihnen alles andere als keusch verlief.

    „Und jetzt?“

    Tom zuckte mit den Schultern.

    „Weiß nicht...Ich weiß ja gar nicht, warum er überhaupt so gestört ist in letzter Zeit. Früher war er noch richtig nett, als ich gerade neu ins Internat gekommen bin.“

    Sachte schob Bill den Dreadhead von seinen Knien.

    „Ich glaub, wir sollten uns erst wieder drüber Gedanken machen, wenn er seine ‚Drohung’ wahr macht. Vorher können wir eh nix dagegen tun und ich hab auch, ehrlich gesagt, keine Lust mich mit Sven rumschlagen zu müssen.“

    „Dann lass’ innen Gemeinschaftsraum geh’n. In einer Stunde fängt das Essen schon wieder an und ich hab Huuuu~uunger!“

    Mit einem amüsierten ‚Vielfraß’ erhob Bill sich von seinem Bett und folgte Tom in Richtung Gemeinschaftsräume.

    ~*~

    Das Rascheln der Bettdecke riss Tom aus seinen Gedanken. Auf den Film, der gerade lief, konnte er sich nur noch schlecht konzentrieren, war es doch der vierte, den sie an diesem Tag anschauten.

    Nach dem Mittagessen hatte Bill ihn, ohne jegliche Proteste zuzulassen, mit in sein Zimmer geschleift, um den am vorigen Tag versäumten DVD-Abend gnadenlos den gesamten Nachmittag über nachzuholen. Seine eigentliche Absicht war es zwar gewesen, Tom ein bisschen von seinen Sorgen über Sven abzulenken, aber wenn der Schwarzhaarige sich seinen Freund so betrachtete, wie der geistesabwesend neben ihm auf seinem Bett lag, zweifelte er daran, großartigen Erfolg gehabt zu haben.

    Ihn selbst kümmerte es nicht groß, was Sven für leere Drohungen machte, aber Tom schien die ganze Sache ziemlich zuzusetzen.

    Genervt griff Bill nach der Fernbedienung, die neben ihm auf dem Bett lag und stoppte zuerst den Film, bevor er den Fernseher, den er von seinen Eltern ins Zimmer bekommen hatte, bevor diese nach Amerika gegangen waren, ausschaltete.

    „Hey!“ Mit einem leisen Protestlaut wandte Tom sich an seinen Freund.

    Der grinste ihn nur schelmisch an.

    „Was denn? Du hast doch eh schon lange nicht mehr dem Film zugeguckt.“

    „Pfft… Als ob man dem Film zuschauen müsste, um ihn weiter laufen zu lassen.“

    Der Schwarzhaarige erwiderte darauf nichts, sondern legte nur die Fernbedienung, genau so wie seinen Schmuck, den er um Hals und Handgelenke trug, auf dem kleinen Nachttisch neben dem Bett ab. Tom schaute ihm interessiert dabei zu und war auf einmal wieder voll im Geschehen drin.

    „Was hast du vor?“, flüsterte er an das Ohr vor ihm, während weiche Lippen sich um sein eigenes schlossen und provokant daran saugten. Dann ließ er sich fallen und genoss nur noch, während Bill von seinem Ohr abließ und sich seinem Hals zuwandte…


    ~ End Chapter Two ~



    Re: Der Moment

    tiramisu - 24.06.2007, 21:41


    Bill ist ja richtig cool. der läßt sich von Svens drohungen nicht einschüchtern. das gefällt mir.

    er scheint ja auch in der beziehung mit Tom die hosen anzuhaben. und was hat er jetzt vor? er wird doch wohl nicht ... :shock:

    dein schreibstil ist immer noch super. flüssig geschrieben, gut lesbar, alles prima geschildert.



    Re: Der Moment

    xXNamidaXx - 25.06.2007, 11:26


    rawrrrr^^
    Zitat:
    „Hey!“ Mit einem leisen Protestlaut wandte Tom sich an seinen Freund.

    Der grinste ihn nur schelmisch an.

    „Was denn? Du hast doch eh schon lange nicht mehr dem Film zugeguckt.“

    „Pfft… Als ob man dem Film zuschauen müsste, um ihn weiter laufen zu lassen.“

    tom ist mir einer ^^

    Zitat:
    Der Schwarzhaarige erwiderte darauf nichts, sondern legte nur dieFernbedienung, genau so wie seinen Schmuck, den er um Hals und Handgelenke trug, auf dem kleinen Nachttisch neben dem Bett ab. Tom schaute ihm interessiert dabei zu und war auf einmal wieder voll im Geschehen drin.
    Oo kam ziemlich plötzlich,
    aber gute idee :P

    Zitat:
    „Was hast du vor?“, flüsterte er an das Ohr vor ihm, während weiche Lippen sich um sein eigenes schlossen und provokant daran saugten. Dann ließ er sich fallen und genoss nur noch, während Bill von seinem Ohr abließ und sich seinem Hals zuwandte…

    awww^^
    jetzt gehts erst richtig ab
    wenn sven sowieso schon alles weiß,
    können sies auch aufm zmmer machen oder wie?
    der kann doch nochmal back kommen!!! *O__o*
    ich denke nicht dran,
    dass er nach hause fährt
    der hockt bestimmt
    in irgendeiner ecke und
    beobachtet die beiden und/oder
    er hat ne kamera aufgestellt,
    mit welchem band er zur schulleitung geht
    und die beiden verpetzt

    yaya ^^
    so und nicht anders wird es sein^^
    ich weiß es :shock:

    lol ^^

    liebe grüße

    mimo



    Re: Der Moment

    Schmetterlinqsk0tze <3 - 25.06.2007, 12:44


    Hey hey ^.^

    Ich hab auch mal angefangen zu lesen.
    Also ich finde alle Teile wundervoll geschrieben<3

    Und was ich gleich sagen kann, Sven is n Arschloch xD
    Ich hasse hasse hasse den xD

    Aber Bill bleibt ja auch richtig cool oO
    Find ich irgendwie krass.

    Aber Sven und seine Drohung, wenn ich könnte
    würd ich den irgendwo versenken oO

    Ich hoff der hält seine Klappe...
    Sonst kann das ja richtig ärger geben
    und das mag ich nich -Sven mund zukleb-
    Aber Spioniert der denen
    hinterher oder was -.- xD

    Aber wiegesagt das is ne tolle Story,
    und du hast einen fantastischen Schreibstil <3

    Mach weiter so :]
    Freu mich aufn nächsten Teil

    Lg :-D



    Re: Der Moment

    Tasha - 29.06.2007, 19:17


    Keine großen Vorworte^^

    Thx To:

    tiramisu
    xXNamidaXx (Also, bei deinen Ausführungen über Svens nächste Handlungen musste ich ja erstmal lachen xD Aber les am besten selbst^^)
    Schmetterlinqsk0tze <3 (Dir biete ich auch zuallererst mal an, dem "Sven-Hasser-Club" beizutreten :D Und danke für das Lob, glaub mir, früher hatte ich einen grauenhaften Schreibstil oO Und ich bin froh, dass sich das im Laufe der Zeit von alleine geändert hat.)

    Viel Spaß mit dem 3. und letzten Kapitel^^



    ____________________________________________________



    Der Moment


    ~ Chapter Three ~


    Ein Stöhnen verließ seinen Mund, als Bill sich fast schon schmerzhaft fest an der weichen Haut unter seinem Schlüsselbein festsaugte. Toms Hände wanderten über dessen Rücken, bis sie schließlich an seinen Schulterblättern zur Ruhe kamen und er die Wärme und den leichten Schmerz, der von der Stelle ausging, an der Bill sich gerade zu schaffen machte, anfing zu genießen.

    „Jetzt bist du meins!“, hauchte Bill ihm verführerisch an die Lippen, die er im nächsten Moment selbst wieder in Beschlag nahm, nachdem er der Meinung gewesen war, das Mal, welches sich nun unter Toms Haut abzeichnete, dunkel genug gefärbt zu haben.

    Stürmisch pressten sie ihre Lippen aufeinander, während Bill langsam anfing, Toms Shirt über seine Brust nach oben zu schieben. Der löste den Kuss daraufhin verwirrt.

    „Du willst doch nicht wirklich hier... – hier?“ Mit einem undefinierbaren Blick durchbohrte Tom die Augen seines Freundes und versuchte zu ergründen, was in dessen Kopf vorging.

    „Warum denn nicht? Bitte Tom! Sven weiß nicht, wo du bist…, Thorsten ist nich’ da… So eine Chance bekommen wir so schnell nicht wieder! Wann hatten wir das letzte Mal eins unserer Zimmer für uns?“

    Tom sah, wie die Augen seines Freundes immer größer wurden, bis sie eine ungesunde Form angenommen hatten. Schnell drehte er seinen Kopf zur Seite.

    Er hasste diesen Blick. Bill wusste ganz genau, dass er ihn mit seinem Unschuldsblick immer weich kochen konnte und gerade hatte er schwer mit seiner Vernunft zu kämpfen.

    Auf der einen Seite gab er den Argumentationen Bills Recht.
    Niemand würde so schnell hier ins Zimmer schauen, da Thorsten nicht da war und Sven wusste bis jetzt noch nicht, dass Tom heute bei Bill übernachtete.

    Auf der anderen Seite konnte immer mal jemand zu Bill wollen oder ihn selbst suchen und durch Zufall die Türe aufmachen.

    Doch ein einziger unaufmerksamer Moment, ein Blick in die flehenden Augen Bills genügte, um ihn all seine Bedenken über Bord werfen zu lassen. Ein sanftes Lächeln schlich sich auf seine Lippen, mit dem er Bill das ‚Okay’ gab, weiterzumachen.

    Der zog ihn leicht nach oben, um ihm gleich das Shirt auszuziehen, welches am hinteren Teil des Bettes landete. Sein eigenes folgte wenig später.

    Eine Gänsehaut überfuhr ihn, als Bills Zunge eine feuchte Spur über seinen Bauch bis zu seinem Hals zurück zog. Nebenbei nestelte der mit seiner Hand an Toms Hinterkopf herum und zog ihm das Haargummi von seinen Dreads. Schon als er Tom das erste Mal gesehen hatte, hatte er sich gefragt, wieso ihm auf dem strengen Internat nicht verboten wurde, weiterhin Dreadlocks zu tragen, sondern diese abzuschneiden.

    Der Dunkelhaarige stützte sich mit seinem linken Ellbogen neben Tom ab und öffnete mit der freien Hand gekonnt dessen Gürtel, um ihn von der weiten Hose zu befreien. Als diese schließlich zusammen mit ihren zwei Shirts auf dem Boden lag, schaute er nach oben in Toms entspanntes Gesicht. Die Augen hatte er geschlossen und es war ein göttliches Bild, ihn so auf seinem Bett liegen zu sehen.

    Vorsichtig beugte Bill sich über Toms Bauch und ließ seine Haarspitzen darüber wandern, was Tom wohlig aufschnurren ließ. Mit einem Ruck aber lag jener plötzlich auf ihm, krallte seine Hände in Toms Rücken und drehte sich mit ihm schwungvoll um.

    „Heute bist du dran!“, brachte Bill, leicht vor Aufregung zitternd, heraus und ein Grinsen schlich sich auf Toms Lippen. Er wusste, dass die Aussage auf zwei Dinge bezogen war. Vor zwei Tagen hatte Bill den passiven Part übernommen, also war er selbst heute wieder an der Reihe. Sie wechselten sich seit Beginn ihrer Beziehung mit den Rollen ab, was bereits nach ihrem ersten gemeinsamen Mal festgestanden hatte. So gab es einerseits keine gegenseitige Unterdrückung und andererseits war es einfach viel angenehmer nicht jede Nacht - im wahrsten Sinne des Wortes - gefickt zu werden.

    Zum Zweiten hatte Bill ihm vor einer Woche einen unbeschreiblichen Blowjob geliefert und erwartete immer noch eine Revanche dafür. Tom hatte schon im Voraus gewusst, dass er heute an der Reihe war, es seinem Freund zu besorgen. Bill war manchmal einfach unersättlich und viel zu nachtragend, wenn man ihm nicht jeden Wunsch von den Augen ablas, und wäre er nicht hoffnungslos in ihn verliebt, wäre Tom sicher schon an ihm verzweifelt.

    Erst als er spürte, wie Bill seine Fingernägel wieder fester in seinen Rücken krallte, bemerkte er, dass er ganz in seine Gedanken vertieft gewesen war. Er fing die weichen Lippen, die sich ihm darboten, zu einem sanften Kuss ein, der jedoch, je länger er andauerte, immer mehr an Intensität gewann.

    Immer ungeduldiger fing Tom an, an der Hose seines Freundes rumzunesteln, bis er den Knopf und den Reißverschluss offen hatte und sie ihm mitsamt den Socken von den Beinen und Füßen streifen konnte. Immer unbeherrschter presste er seine Lippen auf die seines Gegenübers und immer schneller entkleidete er Bill und sich selbst, bis sie schließlich vollkommen nackt aufeinander lagen.

    Er spürte, wie sich Bills Härte gegen seinen Bauch drückte, und nahm plötzlich auch seine eigene Erregung wahr, von der er bis jetzt noch gar nichts gespürt hatte.
    Grinsend verlagerte er sein gesamtes Gewicht auf Bill, der immer noch komplett unter ihm lag, und entlockte diesem damit ein schmerzvolles Keuchen, während er mit seinem Zeigefinger irgendwelche Muster auf der Brust seines Freundes malte.

    „Spielkind“, grummelte Bill mit geschlossenen Augen und genoss doch trotzdem den wandernden Finger auf seinem Körper. Eine leichte Gänsehaut breitete sich in seinem Nacken und über seine Arme aus, als der, nachdem Tom sein Gewicht von ihm genommen hatte, in tiefere Gefilde wanderte und über die Haarstoppel, die dort bereits nachwuchsen, fuhr.

    Als Tom dies bemerkte, nahm er schnell seine Hand zur Seite und breitete stattdessen die Bettdecke, die vorher neben ihnen gelegen hatte, über ihnen aus. Dann verschwand er selbst komplett darunter und tastete sich in der Dunkelheit an Bills Körper entlang.

    Der grinste nur in sich hinein. Es hatte etwas unheimlich Erregendes für ihn, wenn er nicht sehen, sondern nur fühlen konnte, was Tom mit ihm machte und so spannten sich seine Gesichtszüge etwas an, als er plötzlich spürte, wie sich etwas Warmes, Feuchtes um sein Glied legte und zaghaft begann daran zu saugen.

    Die schon leicht geschwollenen Lippen Toms rieben an seinem Schaft entlang und verursachten ein Glücksgefühl in ihm, das durch sein Blut in jede Stelle seines Körpers befördert wurde.

    Eine Weile lag Bill einfach nur so da und genoss, wie sein Freund weiter an ihm saugte und leckte und hin und wieder seine Vorhaut vorsichtig mit den Zähnen vor- und zurückschob. Als Tom jedoch schon den ersten Lusttropfen schmecken konnte, ließ er von Bill ab und krabbelte unter der Decke wieder hervor.

    Er drückte Bill einen Kuss auf und blieb danach einfach nur mit seinem Gesicht über dessen. Tom betrachtete das Gesicht Bills ausgiebig. Das zufriedene Grinsen wich langsam einem herausfordernden, verspielten und der Glanz in seinen Augen war verschwunden. Stattdessen lag ein trüber Film über Iris und Pupillen.

    Nur durch ein Blinzeln einigten sie sich darauf, die Positionen zu tauschen.
    Bill glitt zwischen Toms gespreizte Beine und drückte ihm noch einen harten Kuss auf, bevor er ihm aufmerksam in die Augen schaute, um sich zu vergewissern, dass Tom für den folgenden Akt bereit war.

    Irgendwelche Hilfsmittel oder Vorbereitungen brauchten sie nicht mehr, waren sie doch bereits ein eingespieltes Team.

    Ein heiseres ‚Mach schon!’ verließ Toms Lippen und kurz darauf spürte er, wie sich Bills hartes Glied gegen ihn drängte. Zur Hilfe schlang er ein Bein um den Körper über ihm, stockte dann jedoch, als er laute Stimmen auf dem Gang vernahm.

    Beide Jungen erstarrten in ihren Bewegungen und sahen sich mit weit aufgerissenen Augen in dieselbigen.

    „Das mit deinem Vater tut mir so unglaublich Leid für dich, Thorsten. Aber du wirst bestimmt…“ Das Schlagen der Tür riss sie beide aus ihrer Starre und blitzschnell rollte Bill sich von Tom hinunter und blickte in das geschockte Gesicht Frau Hinrichs’.

    Vor ihnen standen der verheulte Thorsten und die Internatsleiterin mit dessen Tasche auf dem Arm.
    Ihr Gesicht lief immer dunkler an, als sie verstand, bei was sie Thorstens Zimmergenosse und den Dreadhead gerade überrascht hatten.

    „Das ist… Das ist mir in meinen gesamten 23 Jahren als Leiterin dieses Internats nicht untergekommen. Wie können Sie es eigentlich wagen?!“

    Bill und Tom saßen stumm auf dem Bett und wagten es nicht auch nur einen Mucks von sich zu geben. In diesem Moment dankte Tom der Vorliebe seines Freundes für Decken, so dass sie nicht vollständig entblößt vor der Internatsleiterin und Bills Mitbewohner saßen.

    „Sie verschwinden sofort auf Ihr Zimmer!“ Bedrohlich zeigte ihr Finger auf Tom, der sich auf der Unterlippe herumbiss und nach seinen Klamotten griff, welche auf und um das Bett verteilt lagen. Er zog sich schnell Shorts und Hose über, bevor er aufstand und sich mit einem letzten ängstlichen Blick auf Bill das T-Shirt anzog und durch die Tür hinaus verschwand, wobei er noch von einem ‚Und jetzt zu Ihnen, Herr Kaulitz!’ begleitet wurde.

    ~*~

    Mit den Nerven am Ende drückte Tom sein Gesicht in sein Kissen, um die Schluchzer, die er nicht unterdrücken konnte, abzudämpfen. Die letzten Tage waren eine einzige Qual für ihn gewesen.

    Bill hatte sich, nachdem Tom aus dem Zimmer geworfen wurde, wohl noch einiges an Anschuldigungen und Beleidigungen anhören müssen und schlussendlich waren sie beide noch am selben Abend des Internats verwiesen worden.

    Am nächsten Morgen wurde er, genau wie Bill von einer unglaublich ‚gut gelaunten’ Frau Hinrichs geweckt, die ihnen verkündet hatte, bereits mit ihren Eltern in Kontakt getreten zu sein. Nachmittags dann musste er selbst mit seinem Vater telefonieren, der ihn peinlichst genau darüber ausquetschte, was denn überhaupt vorgefallen war.

    Tom hatte bereits mit einem Donnerwetter der besonderen Art gerechnet, aber dass sein Vater einfach ganz beherrscht blieb und ihm sagte, dass er und seine Mutter ihn in zwei Tagen abholen und wieder mit nach Hause nehmen würden, hatte er nicht erwartet. Die richtige Standpauke würde ihn wahrscheinlich erst erwarten, wenn sie daheim waren oder aber sobald seine Eltern auch nur einen Fuß auf das Internatsgelände gesetzt hatten.

    Mit Bills Eltern übereinzukommen war da schon etwas schwieriger geworden, da sie sich von Amerika aus nicht darum kümmern konnten, ein neues Internat für ihren Sohn zu finden, weshalb Bill weiterhin auf dem selben blieb. Tom hatte sich gar nicht auszumalen gewagt, was Bill über sich ergehen lassen müssen würde, wenn die ganze Sache sich erstmal rumgesprochen hatte. Denn dass Thorsten, der live dabei gewesen war, nicht seinen Mund halten würde, war ihm von vorne herein klar.

    In den zwei Tagen hatten sie sich nur einmal kurz beim Mittagessen am Montag gesehen.
    Beiden machte es schwer zu schaffen, dass ihre Beziehung nun so in die Brüche ging. Denn Magdeburg war zwar nicht die Welt, aber immer noch weit genug von Berlin entfernt, als dass sie sich mal eben schnell am Wochenende dazu entschließen könnten, den anderen zu besuchen.


    Ein leises Klopfen drang durch die Tür und schnell wischte Tom sich die Tränen aus dem Gesicht, bevor er die Person vor der Tür hereinbat. Er lag noch immer mit dem Gesicht zum Kissen, weshalb er nicht sah, wie Bill sein Zimmer betrat und sich vorsichtig neben ihm auf dem Bett niederließ.

    Erst als die Person an seiner Seite anfing, ihm über den Kopf zu streicheln, schaute er auf und direkt in Bills schwach lächelndes Gesicht.

    „Hey!“ Nur ein Krächzen verließ seine Lippen, als er sprechen wollte.

    „Heute ist es wohl soweit, nich’?“, seufzte Bill und strich weiter durch Toms Dreads hindurch. Der nickte nur, denn er war sich sicher, dass er, sobald auch nur ein Wort seinen Mund verlassen würde, die Tränen, wie so oft in den letzten Tagen, nicht zurückhalten können würde.

    „Tom, ich will, dass du weißt, auch wenn wir uns vielleicht nicht mehr so bald wieder sehen können, ich dich immer geliebt habe und auch immer lieben werde. Und ich will nicht eine Erinnerung an die Nächte mit dir hergeben, auch wenn’s uns jetzt unsere Nähe gekostet hat. Verstehst du?“

    „Mhm…“ Traurig erwiderte Tom den Blick seines Freundes und beugte sich leicht vor, um ihm, das erste Mal seit zwei Tagen, einen scheuen Kuss auf die Lippen zu hauchen.

    „Ich werde dich auch immer lieben, Bill!“

    ~*~

    Zitternd stand er an der Eingangstür des Internats, seinen Blick auf die zwei Menschen gerichtet, die auf ihn zuliefen – seine Eltern.

    Schon von weitem konnte er hören, dass sie sich wohl über ihn unterhielten und er konnte sich auch gut vorstellen, um was es ging.

    „Tom!“ Fröhlich winkte seine Mutter ihm zu, als sie ihn bemerkte und erhöhte ihr Schritttempo ein wenig. Als sie bei ihm angekommen war, schloss die kleine, schlanke Frau sofort ihre Arme um ihren Sohn.

    „Wir haben dich so vermisst! Du hast dich ja nie gemeldet.“

    „Mensch Tom, du bist in den letzten Monaten schon wieder gewachsen.“ Der Dreadhead seufzte auf. Typische Begrüßung seines Vaters.

    Tom begnügte sich im Gegensatz zu seinen Eltern auf ein schwaches ‚Hey’ als Begrüßung. Er konnte einfach nicht so tun, als wäre er glücklich darüber, aus dem Internat wegzukommen. Nicht wenn er Bill dafür verlassen musste. Sie hatten sich zwar darauf geeinigt eine Fernbeziehung zu führen, aber beide waren sie nicht davon überzeugt, dass es lange Zeit halten würde, auch wenn sie es nicht vor dem jeweils anderen hatten zugeben wollen.

    „Schatz, du siehst so traurig aus. Sag mal, hast du geweint?“, fragte seine Mutter ihn und strich ihm dann leicht mit dem Handrücken über die Wange.

    „Schon okay…“ Mit einer Handbewegung tat er die Fürsorge seiner Mutter ab. Als sie ihn auf das Internat gesteckt hatten, waren sie auch nicht so besorgt um ihn gewesen, es war einfach beschlossen worden und er hatte sich nicht zu widersetzen gehabt.

    „Tom, deine Mutter und ich haben schon lange einmal nachgedacht und wir haben eingesehen, dass es falsch war, wie wir dich behandelt haben, als du uns von deiner Homosexualität erzählt hast. Wir wollten dir nur sagen, dass wir dich akzeptieren wie du bist und auch nicht mehr versuchen, dir das irgendwie auszureden.“

    Als Tom begriff, was sein Vater da gerade von sich gegeben hatte, hellte sich seine Miene auf und ein Grinsen stahl sich auf seine Lippen.

    „Und wir würden deinen Freund gerne mal kennen lernen, bevor wir wieder zurückfahren. Immerhin haben wir es ihm zu verdanken, dass wir jetzt wieder eine Schule suchen dürfen, von der du noch nicht geflogen bist.“

    Mit einem einfachen Nicken in Richtung seiner Eltern drehte er sich schließlich um und betrat das Gebäude, seinen Eltern voraus. Er hatte eh vorgehabt noch einmal zu Bill zu gehen, bevor sie abreisen würden. Doch den Abschied wollte er sich gar nicht erst vorstellen. Leicht war es für sie beide garantiert nicht, den anderen in so weiter Entfernung zu wissen.

    Nachdem seine Eltern ein langes Gespräch mit der Internatsleiterin geführt hatten und die Koffer im Auto verstaut waren, folgten sie Tom zum Zimmer seines Freundes. Tom war die Wandlung seiner Eltern zwar immer noch nicht ganz geheuer, aber er beschloss es vorerst mal auf sich beruhen zu lassen, bevor sie ihre Meinung doch noch änderten.

    Er riskierte noch einen schnellen Blick auf seine Eltern, die schon einen Blick durch die geschlossene Tür zu erhaschen versuchten, dann drückte er die Klinke hinunter und stieß die Tür einen Spalt auf. Das Anklopfen hatte er sich bei Thorsten und Bill schon lange abgewöhnt.

    Schnell schlüpfte er durch den Spalt zwischen Tür und Rahmen und ging auf Bill zu, der alleine auf seinem Bett saß und einen Film schaute. Er krabbelte hinter den Schwarzhaarigen auf das Bett, umschlang dessen Körper mit seinen Armen und drückte ihm schließlich, als Bill seinen Kopf zu ihm drehte, einen liebevollen Kuss auf.

    „Warum wusste ich, dass du nochmal zu mir kommst?“, grinste der frech.

    „Vielleicht weil meine Eltern dich kennen lernen möchten.“

    Tom konnte nicht anders. Bei dem Ausdruck, der nun auf Bills Gesicht lag, musste er einfach laut lachen.

    „Ich dachte, die wollen nicht, dass ihr Sohn schwul is’? Und da wollen die mich kennen lernen?“

    Bill drehte sich ungeschickt in Toms Umklammerung um, sodass er jetzt vor diesem kniete, und legte seinen Kopf auf Toms Schulter.

    „Ich will nicht, dass du gehst.“, hauchte Bill fast unhörbar.

    Doch augenblicklich schreckte er auf, als er ein lautes Räuspern vernahm und noch schneller verfärbte sich sein Gesicht leicht rötlich, als er sah, dass ein erwachsener Mann und eine Frau den Raum betraten.

    Schnell rückte er ein Stück von Tom weg, der ihn jedoch sofort wieder mit seinen Armen, die er immer noch um Bills schmale Taille geschlungen hatte, zurückzog.

    „Das ist Bill!“, stellte Tom ihn schließlich breit grinsend seinen Eltern vor. Er fand es einfach zu niedlich, wie Bill vor Fremden jedes Mal so scheu wurde. Bei Personen, die er lange kannte oder mochte, war er von Anfang an viel frecher und vorlauter.

    „Bill, meine Eltern!“ Sachte hob er dessen Kinn mit der Hand an und schob es in Richtung seiner Eltern, so dass er sie ansehen konnte.

    Bill selbst brachte nur ein schüchternes ‚Tag’ hervor. Toms Vater hingegen schritt gleich auf den Jungen zu und nahm sich Bills rechte Hand, die er fest schüttelte.

    „Guten Tag, junger Herr! Wir haben ja schon einiges über dich gehört.“, beim letzten Satz schaute er Tom an, der sogleich von Bills Blick aufgespießt wurde.

    ~*~

    Den Rest des Nachmittages verbrachten Tom und Bill schließlich damit, Toms Eltern das Internat noch einmal zu zeigen, da sich seit ihrem letzten Besuch viel verändert hatte.
    Gegen Abend saßen Toms Eltern dann im Auto und ließen ihrem Sohn noch einmal kurz Zeit sich von seinem Freund zu verabschieden.

    Der stand gerade mit Tom vor dem Hoftor des Internats und raubte ihm einen letzten leidenschaftlichen Kuss. Beide wussten, dass die nächsten Monate mehr als schwer werden würden, doch wollten sie ebenfalls beide, dass ihre Beziehung nicht an der Entfernung scheiterte.

    Und so stieg Tom, nachdem sie sich ein weiteres Mal ihre Liebe geschworen hatten, zu seinen Eltern in den Wagen, der sich langsam in Bewegung setzte und ihn von dem Internat und Bill wegbringen sollte.

    Ein letztes Mal schaute er durch die Scheibe in die funkelnden Augen seines Freundes, aus denen sich gerade eine Träne löste und verfluchte diesen Moment.

    Diesen Moment, in dem er seinen Eltern seine Homosexualität gebeichtet hatte.
    Diesen Moment, in dem sie ihn auf ein Internat gesteckt hatten.
    Diesen Moment, in dem er sich in Bill verguckt hatte.
    Diesen Moment, in dem er herausgefunden hatte, dass Sven über sie Bescheid wusste.
    Diesen Moment, in dem er eingewilligt hatte, in Bills Zimmer zu schlafen.
    Diesen Moment, in dem Thorstens Vater gestorben war.
    Diesen Moment, in dem Thorsten vollkommen fertig wieder ins Internat zurückgebracht wurde.
    Diesen Moment, in dem Frau Hinrichs beschlossen hatte, ihn auf sein Zimmer zu bringen.
    Diesen Moment, in dem sie Bill und ihn in flagranti erwischt hatte.
    Diesen Moment, in dem sie ihnen bekannt gegeben hatte, sie vom Internat zu verweisen.
    Diesen Moment, in dem seine Eltern angekommen waren, um ihn abzuholen.
    Diesen Moment, in dem er sich von Bill auf ungewisse Dauer hatte verabschieden müssen.

    Und er verfluchte es in dem Moment, in dem er Bill das letzte Mal gesehen hatte, so schwach gewesen zu sein, dass ihm jetzt unaufhaltsam die Tränen über das Gesicht rollten.


    ~ The End ~



    Re: Der Moment

    geLogeN - 29.06.2007, 21:23


    ach iwie toll so..
    aber schon zu ende? O.O
    uiii.. =(
    aber ich fand das echt tollig, wenn auch das ende iwie unhappy is..ein bisschen...



    Re: Der Moment

    Schmetterlinqsk0tze <3 - 30.06.2007, 01:31


    Hey,
    Schade das es schon das ende is o.o
    Es is so... Traurig :cry:

    Ich finds ja schön das Toms Eltern
    das endlich mal alles eingesehn haben,
    aber Bill tut mir so leid :cry:

    & was schade is das es schon zu ende is =(



    Re: Der Moment

    tiramisu - 02.07.2007, 23:09


    schon zu ende??? :shock: :cry: war das so geplant oder hat dich die lust an der geschichte verlassen?

    schade, denn du kannst wirklich gut schreiben. der lemonabschnitt ist dir im letzten teil auch sehr gut gelungen. mehr davon!!!



    Re: Der Moment

    Tasha - 03.07.2007, 19:20


    Danke für eure Endkommentare zu der Story, ihr drei ;)

    Hat mich sehr gefreut, dass euch die Story anscheinend gefallen hat und ihr selbst ein bisschen mitfühlt *gg*

    Und @ tiramisu: Jaah, das Ende war so geplant. Von Anfang an ist mir die Idee im Kopf herumgeschwirrt, sonst würde der Titel ja nicht "Der Moment" heißen, wenn man sich das Ende mal durchliest ;)
    Ich find das richtig schade, wenn Autoren die Lust an ihren Storys auf einmal verlieren und dann die Leser darunter leiden müssen. Und gerade deshalb poste ich auch nur Werke, die ich schon vollendet habe oder bei denen ich so weit bin und so einen Spaß am Schreiben habe, dass ich mir ganz sicher sein kann, sie in nächster Zeit zu beenden.

    Und danke für das Kompliment^^''
    Wenn du mehr von mir lesen willst; in letzter Zeit schreibe ich ziemlich viel One-Shots. Allerdings wurde einer hier wieder gelöscht, da er Rape beinhaltete und das anscheinend nicht gerne hier gesehen ist.



    Re: Der Moment

    tiramisu - 04.07.2007, 20:07


    Tasha hat folgendes geschrieben:
    Wenn du mehr von mir lesen willst; in letzter Zeit schreibe ich ziemlich viel One-Shots. Allerdings wurde einer hier wieder gelöscht, da er Rape beinhaltete und das anscheinend nicht gerne hier gesehen ist.

    dann werde ich da gleich mal gucken (bei den one-shots guck ich selten rein).

    kann man den one-shot mt dem rape woanders lesen? würde mich schon interessieren. :wink:



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