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Re: Franz: Was ich noch nie über die WM erzählt habe
Pitbull2003 - 08.06.2007, 10:36Franz: Was ich noch nie über die WM erzählt habe
Vor einem Spiel gab es eine Anschlags-Warnung +++ Ich habe persönlich
bei Blatter um Frings gekämpft +++ Ich würde gern das Finale wiederholen lassen
Dieses Fest haben wir Franz Beckenbauer (61) zu verdanken. Er hat die WM nach Deutschland geholt, er war als OK-Präsident der Boss.
Im BILD-Interview verrät er, was er bisher noch nie über die WM erzählt hat.
BILD: Herr Beckenbauer, BILD lässt ab morgen mit einer neuen Serie die WM täglich Revue passieren.
Beckenbauer: „Wunderbar. Die vier Wochen lassen mich auch nicht los. Eine schöne, unvergessliche Zeit.“
BILD: Waren Sie am 8. Juni 2006 nervös? Wovor hatten Sie Angst einen Tag vor dem WM-Start ?
Beckenbauer: „Ich hatte keine Sorge, dass die Organisation nicht klappen könnte. Das war alles bestens vorbereitet. Aber es herrschte Unsicherheit, ob etwas passieren könnte. Vor allem ein Terror-Anschlag.“
BILD: Gab es Hinweise?
Beckenbauer: „Ja. Eine Warnung z.B. vor einer Selbstverbrennung aus politischen Gründen am Nürnberger Stadion. Zum Glück kam es nie dazu, und die Public-Viewing-Zonen waren ein Ventil für alle Fans, die keine Karten bekommen hatten. Dann riss am 8. Juni noch der Himmel auf. Es ging einfach nicht besser.“
BILD: Welche WM-Erinnerungen haben Sie heute noch zu Hause?
Beckenbauer: „Keine Souvenirs. Meine Erinnerungen sind meine Kinder und meine Frau Heidi, die ich am Tag vor dem deutschen Achtelfinale gegen Schweden geheiratet habe.“
BILD: Warum ausgerechnet an diesem Tag?
Beckenbauer: „Ich hatte den Fehler begangen, vor der WM auszuplaudern, dass wir hinterher heiraten. Da hatte ich einen Trubel losgetreten, der nicht zu stoppen war. Also haben wir umgeplant: Eine Hochzeit mitten in der WM – merkt keiner. Der 23. Juni war auch der Geburtstag meiner Mutter, die im Januar 2006 gestorben war.“
BILD: Erleben Sie noch mal eine WM in Deutschland?
Beckenbauer: „Eine EM vielleicht. Besonders wenn in Zukunft die Teilnehmerzahl von 16 auf 24 erhöht wird. Das können nicht allzu viele Länder organisatorisch schaffen. Auf eine WM müssen wir wohl 50 Jahre warten.“
BILD: Und 2010, wenn Südafrika es nicht schafft?
Beckenbauer: „Kein Thema. Wenn die Welt nicht zusammenfällt, findet die WM in Südafrika statt. In größter Not könnten die Engländer oder die Amerikaner eine WM kurzfristig stemmen.“
BILD: Wenn Sie die Zeit zurückdrehen und ein WM-Spiel noch mal wiederholen könnten – welches würden Sie nehmen?
Beckenbauer: „Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass unsere Elf das Endspiel erreicht. Doch mit der Dramaturgie des Halbfinales gegen Italien, der 3. Platz – so sind wir in der Welt noch sympathischer erschienen als mit einem Titelgewinn. Und die Kanzlerin nach dem Spiel um Platz 3 im Arm zu halten, war ein wundervolles Erlebnis. Also, ich würde lieber das Finale wiederholen.“
BILD: Warum?
Beckenbauer: „Um Zidane eine neue Chance zu geben. Diesen Abschied hatte er nicht verdient, das würde ich gerne korrigieren wollen.“
BILD: Wie haben Sie den Kopfstoß von Zinedine Zidane erlebt?
Beckenbauer: „Ich habe ihn gar nicht gesehen, weil das Spiel weiterlief. Plötzlich lag der Italiener Materazzi am Boden. Der 4. Schiedsrichter hatte die Szene wohl auf dem Monitor gesehen, als die Wiederholung lief. Wenn man so will der erste TV-Beweis bei einer WM.“
BILD: Sind Sie Zidane persönlich böse?
Beckenbauer: „Ich war entsetzt, dass ein so großer Spieler sich dazu hinreißen ließ. Selbst bei einer noch so schlimmen Beleidigung durch den Gegenspieler darf das nicht passieren. Aber mittlerweile haben alle – auch ich – ihm verziehen.“
BILD: Sie sind nun Chef der Fifa-Fußballkommission. Können Sie die Regeln selbst ändern?
Beckenbauer: „Ändern nicht, nur Änderungen vorschlagen.“
BILD: Zum Beispiel den TV-Beweis einführen?
Beckenbauer: „Nein, das glaube ich nicht. Über das Wembley-Tor wird nach über 40 Jahren immer noch diskutiert. Der Fußball braucht Emotionen, die dürfen wir den Menschen nicht entziehen. Ich lebe lieber mit den Fehlern.“
BILD: Haben Sie nach der WM noch mal mit Jürgen Klinsmann gesprochen?
Beckenbauer: „Nein. Es gab keinen Anlass mehr.“
BILD: Klinsi war wie Rudi Völler Ihr WM-Sieger 1990. Beide wurden Bundestrainer. Haben Sie zu Rudi ein engeres Verhältnis?
Beckenbauer: „Sicher, Rudi ist im Lande, wir sehen uns einfach öfter. Jürgen lebt in Kalifornien, ist selten in Deutschland. Aber er hat großartige Arbeit geleistet. Die Nationalelf spielte unter ihm attraktiver und auf dem schnellsten Weg nach vorn.“
BILD: Torsten Frings war im Halbfinale gegen Italien gesperrt. Hätten wir mit ihm das Endspiel erreicht?
Beckenbauer: „Mit Frings fehlte ein wichtiger Teil. Ich hatte nach der Sperre mit Sepp Blatter gesprochen. Aber die Fifa hat eine Aufhebung der Sperre abgelehnt, weil er nach dem Argentinien-Spiel einen Gegenspieler geschlagen hatte. Frings war selbst mit schuld. Da war nichts zu retten.“
BILD: Wer hat von der WM am meisten profitiert?
Beckenbauer: „Alle. Das Land durch den Imagegewinn, wir stehen heute international besser da als vor der WM. Der Sport hat profitiert, die Fans. Heute sind die Stadien die Stars. Zu keiner Liga kommen so viele Fans wie bei uns.“
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