Verfügbare Informationen zu "Ist das viel, wenig, genug?"
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Re: Ist das viel, wenig, genug?
sca - 04.06.2007, 23:25Ist das viel, wenig, genug?
Hallo zusammen,
ich rekapituliere mal meinen Tag:
Um 6.45 h bin ich aufgestanden, Frühstück gemacht, Kinder zur Schule geschickt, 7.40 h ab ins Büro.
Zurück um 12.45 h, kurze Pause und an den Compi, Essen gemacht, dazwischen Küche aufgeräumt und abgewaschen, Kind 2 kommt um 13 h von der Schule, Kind 1 ist um 14 h zu Hause = Mittagessen. Bis 14.30 h.
Dann Tisch abdeckten, kurz Küche in Ordnung bringen, Kinder zum Hausaufgaben machen geschickt. Pause bis 15.30 h, unterbrochen von 2 Anrufen *grumpf*.
Kind 2 geht spielen. Kind 1 braucht Hilfe bei den HA, ca. 30 min. Jetzt ist es 16 h. Noch ein Anruf und in Folge dessen die Wohnung panikartig in 30 min begehbar gemacht. Zwischendrin Kind 2 mit Globulis versorgt.
Sieben Minuten mit dem Gatten telefoniert, der sich auf Vergnügungsreise in Berlin befindet, was sich "Tagung" nennt (echt, mit Stadtbesichtigung und Abendveranstaltung und Spreerundfahrt). 12 Min. Telefonat mit dem Opa und ihn für morgen zwecks Handwerkertätigkeit eingeladen ;-)
Besuch um 17 h, bleibt 15 min. Küche und Flur gefegt. Dann ab in die Werkstatt, anschl. zum Arzt einen Termin holen. 17.30 h zurück.
Waschbecken geputzt, Kübel und Gewächshaus gegossen. Halbherzig den Weg und vollständig die Terrasse gefegt.
18.30 h trudeln die Kinder ein. 19 h Abendbrot. Unterdessen Schulbrote schmieren. 19.45 h sitzen beide vorm Fernseher, bis 20.30 h *schäm*. Im Garten Schnecken gesammelt *mistviecher*.
Kinder zum duschen animiert, Hausaufgaben von Kind 2 kontrolliert, Ranzen durchsortiert, Stifte angespitzt, jetzt ist es 21.30 h.
Tee gekocht und Kind 2 gurgeln lassen und Globulis verabreicht. Und ab ins Bett.
*schweissabwisch*.
Viel oder wenig oder genug???
Wie sieht ein ganz normaler Tag bei Euch aus?
Grüße
Conny
Re: Ist das viel, wenig, genug?
rabenmutter - 05.06.2007, 20:42
Hi Conny,
warum fragst Du, eigentlich weisst Du dass es viel (zu viel) ist. Ob es genug ist? Das musst Du doch wissen - wem willst Du genügen?
Was mir auffällt. Du putzt und räumst sehr viel ungeplant, das frisst Zeit. Warum für Besuch aufräumen? *schulterzuck*
30 Minuten Hausaufgabenhilfe? Wir hatten das Thema schon :)
Du spitzt Stifte an? Für Deine Schulkinder? Da käme ich im Leben nicht drauf. Warum tun sie das nicht selbst?
Hier mein Tag heute. Der sieht verglichen mit Deinem sehr leer aus, war aber für meinen Geschmack zu voll, was aber auch an der mal wieder Abwesenheit meines Gatten liegt. Normalerweise habe ich mehr Pausen drinn...
*************************************************
6:00 aufstehen Kaffee zum warm- und wachwerden.
6:30 Kind 2 wachgekuschelt - Bad - vorbereitete 30Min. Kurzwäsche angestellt.
7:00 Frühstück/Schulfrühstück fertig machen
7:30 Kind 2 auf den Schulweg gebracht / Kind 1 geweckt (muss erst zur 2.)/Wäsche aufgehängt
7:45 Ab zur Arbeit
*
*
*
*
14:30 auf dem Rückweg von der Arbeit nochmal schnell 3-5 Kleinigkeiten eingekauft.
15:00 Kind 1 offenbart mir, dass sie noch Stoff für Textiles Werken kaufen muss, ansonsten bekommt sie eine 5. Nicht, dass sie das erst seit heute wüsste...aber sie leidet unter pubertärer Senilität - das wächst sich aus *festdranglaub*...Ich habe kein Bargeld mehr, also ab ins Auto und zum Geldautomaten.
15:30 Draussen alles ein bisschen giessen - Kind 2 hat Besuch, die Beiden kommen heute nicht soooo gut klar und nerven - dezent - während ich versuche mal eine Pause zu machen und ausser Kaffee trinken gar nichts zu tun.
16:30 Besuch wird abgeholt. Kind 2 zum turnen gefahren, ich fahr weiter zum Sport.
18:15 Wieder zu Hause, Abendbrot vorbereiten - Stichpunktartige Hausaufgabenkontrolle Kind 1 - Kurzes Abfragen von gelerntem zum Thema Ionenaustausch (hab ich sowas auch mal gelernt?????)
18:30 Kind 2 kommt nach Haus und quatscht mir ein Ohr ab, während ich weiter Abendbrot mache
18:45 Abendbrot / kurz über die Hausaufgaben von Kind 2 geschaut - Beide quatschen mir ein Ohr ab.
19:15 Kind 2 Richtung Schlafanzug und ins Bad "geschupst", Zähne geputzt,(Zwischendrin ein bisschen grob aufgeräumt)Vorleseritual auf der Bettkante (sie mir) und kuscheln/erzählen.
19:50 Küche aufgeräumt, nochmal schnell eine Waschmaschine angestellt
20:00 Feierabend, eigentlich müsste ich nochmal bei meiner Schwiegermutter anrufen und bei meinem Dad müsste ich mich auch mal wieder melden, aber ich will jetzt nicht telefonieren, also lass ichs 8)
*
*
*
Irgendwann gegen 22:00 schmeiss ich dann noch die Wäsche in den Trockner.
***********************************************
LG
Angela
Re: Ist das viel, wenig, genug?
Twins - 06.06.2007, 23:15
Ich glaube jeder muß selber wissen was für ihn ein normaler Tag ist und was ein Stess-Tag!
Mein normaler Tag sieht wie folgt aus
5:45 aufstehen - Duschen- anziehen
( vor dem Rest der Familie, dann habe noch das Bad für mich :wink: )
6:10 Männe steht auf und weckt gleich die Twins, der Große steht selbst auf
6:15 - 6:45 Morgenrunde mit den Hunden, wenn ich zurück bin ist Frühstück vom Rest der Familie gemacht worden
6:45 - 7:20 Frühstück gemeinsam
7:20 Kinder gehen zur Schule, Männe ins Büro und ich ab zur Arbeit
.
.
.
.
zwischen 16:30 und 17:30 treffe ich dann wieder zu Hause ein
ca. 30 min mit Männe klönen- was es wichtiges gab
danach mit den Kids wenn nötig noch für Arbeiten üben
nötfalls noch einen Kleinigkeit einkaufen fahren
gegen 19:00 Abendessen kochen
19:30 Abendbrot
20:00 - 21:00 Große Runde mit den Hunden ( Familie räumt Küche auf)
21- 22:00 Haussarbeit wie Bügeln
22:00 Internet, Lesen, Fernsehen je nach Laune
ca 23:30 ruft mein Bett
Gruß Martina
Ps. Alle Familienmitglieder tragen ihren Teil bei der Hausarbeit bei
Re: Ist das viel, wenig, genug?
Buxi - 07.06.2007, 17:46
Ungefähr so wie Reinhard Mey es unten aus Vatersicht beschreibt...!
Wobei sich bei mir die Frage des Viertkindes nicht stellt :wink:
Liebe Grüße
Anja
Aller guten Dinge sind drei
Der Wecker fiept: Halb sieben, Unheil nimm deinen Lauf!
Der Große muss zur ersten Stunde: "Los, steh auf!
Und mach leise, dass nicht gleich der Mittlere aufwacht,
Der kann noch schlafen." Rums, die erste Türe kracht,
Die Diele knarrt, die Spülung rauscht und überdies
Ist die Kleine aufgewacht und schreit wie am Spieß.
Ich setz' sie auf den Topf, sie ist ganz rot vor Wut,
Ich schmier dem Großen schnell ein Pausenbrot, "mach's gut!
Vergiss den Turnbeutel nicht!" Der Mittlere kommt, "Mann,
Lauf hier nicht barfuß rum, los, zieh dir Puschen an!"
Ich seh' grad zu, wie mein Toast in Flammen aufgeht,
Da hat die Kleine ihren Topf samt Inhalt umgedreht
Und stürzte sich auf mich mit einem Freudenschrei –
Aller guten Dinge sind drei!
Ich hab' den Mittleren zur Schule gebracht
Und verwische die Spuren der Haselnusscremeschlacht.
Dies ist die Zeit, wo ich an meinen Schreibtisch kann,
Die Kleine malt mein Bein mit einem Filzstift an
Und erledigt, während eines kurzen Telefonats
Durch Zerreißen die gesamte Post des Vormonats.
Der Große kommt nach Haus und macht ein langes Gesicht:
Alle Kumpels ha'm Computer, nur er wieder nicht.
Die Kleine pinkelt auf den Teppich, die bringt mich ins Grab,
Vorher hol' ich noch den Mittler'n von der Schule ab.
Dann gibt's Mittag und Streit, wer's erste Fischstäbchen kriegt,
Bis die Tränen fließen und es auf der Erde liegt.
Die Kleine niest mich an und hat den Mund voll dabei.
Aller guten Dinge sind drei!
Ich nöt'ge sie zum Mittagsschlaf, jetzt hätt' ich etwas Zeit.
Der Große beichtet mir seine Geschichtsarbeit.
Und jetzt hat er drei Chaoten zum Spielen bestellt:
"Nicht so laut!" Doch als der erste Stuhl umfällt
Is6t die Kleine wach, der Mittlere schluchzt: "Ich denk',
Ich soll zum Kindergeburtstag und hab' noch kein Geschenk!"
Die Kleine steckt sich erst mal eine Erbse ins Ohr,
Der Doktor ist ein Freund und nimmt uns rasch mal vor.
Ich kauf' schnell eine Geschenk und geb' den Mittleren ab,
Komm' schweißgebadet raus, ich glaub', ich mache schlapp,
Der Autoschlüssel weg, wie komm' ich jetzt nach Haus,
Nur widerwillig spuckt die Kleine ihn dann doch noch aus,
Ein Nachbar grüßt: "Na, Sie haben wohl immer frei?!"
Aller guten Dinge sind drei!
Zu Hause setzt bereits der Abendwahnsinn ein,
Die Kleine rollt sich gleich mit hohen, spitzen Schrei'n
In einen Vorhang ein zu einem dicken Ball'n
Und lässt sich samt Gardine auf den Boden fall'n.
Beim Großen dröhnt ohrenbetäubende Musik,
"Ey, Alter, bleib ganz cool, ich übe Mathematik".
Der Mittlere kommt vom Geburtstag mit dem Rekord
Im Negerkusswettessen und er übergibt sich sofort.
Der Große und die Kleine krieg'n 'ne Stulle aufs Brett,
Der Negerkussesser eine Schüssel vors Bett.
Zwei Einschlafgeschichten bei jedem von den drein,
Ich selber schlafe direkt bei der Tagesschau ein.
Ich schlepp mich ins Bett, die Füße schwer wie Blei.
Aller guten Dinge sind drei!
Meine Frau lächelt mir zu: Na, überleg es dir
Vielleicht sind aller guten Dinge ja auch ..."
Ich breche zusammen, nein, es bleibt dabei,
Aller guten Dinge sind drei!
Re: Ist das viel, wenig, genug?
Anonymous - 19.06.2007, 15:44
ooooooooooookay, ihr habt es so gewollt....
0:25
die kleine kommt angetappt und riecht etwas streng: "mamaaaaa, ich hab ins bett gekotzt!"....super...."schnuffelchen, das heißt spucken, nicht kotzen"...mann steckt kind unter die dusche, ich ziehe das bett ab und mich aus, denn das kotztierchen will mit mama im bett schlafen. also eimer und kind geschnappt und ab ins bett.
1:30
jau - gerade eingeschlafen, "rabäääääh" aus dem nachbarbett, paulchen ist aufgewacht und verlangt nach einem ordentlichen schluck aus mamas busen, dies wiederholt sich in regelmäßigen abständen bis um halb fünf
6:00
der wecker klingelt, paul will nix trinken - nur beißen *auaaaaaaaaa*, luzie ist fit wie ein turnschuh, nur ich fühle mich, als ob mich nächtens ein panzer überrollt hat
6:15
paul anziehen, diskussion mit l. ob kleid oder nicht kleid
6:30
l. geht nicht in den kindergarten "mama, ich hab bauchweh", diskussion wegen kleiderfrage insofern irrelevant und umsonst geführt
6:45
l.nr.2 wird geweckt und quasselt mir schon im halbschlaf ein ohr ab
ich flüchte in die küche und mache frühstück
7:00
familie versammelt sich am frühstückstisch und redet ununterbrochen, ich injiziere mir den kaffee heute mal in die rechte armvene, vielleicht hilfts ja...
:?
7:30
frisch geduscht scheuche ich kind 1 in die schule, richte mahlzeiten und pausenbrote und wische nebenbei paulchens schmierereien unterm tisch weg, ehe der hund sich den magen dran verdirbt und auch noch das kotzen kriegt...
8:00
ich erwäge einfach abzuhauen, meine küche hat sich über nacht in ein schlachtfeld verwandelt, das haus sieht aus, als ob die vandalen drin gehaust hätten und überdies ist es dem kleinen l. jetzt schon langweilig und auch der paul wird wieder müde
8:15
dem hund quellen die augen aus dem kopf, sorry alter - aber du musst noch ein bisschen warten, der maler hat sich zwecks kostenvoranschlag angemeldet
ich sauge und wische das wohnzimmer
8:30
um die wartezeit zu nutzen, putze ich fenster im wohnzimmer, paul ist mittlerweile todmüde, findet schlafen aber immer noch unnötig und doof,
ich sauge den flur und die küche
8:50
die fenster sind sauber, paul müffelt in der büx, der handwerker glänzt durch abwesenheit, mein küchenfußboden vor sauberkeit
9:00
jetzt wäre paul eingeschlafen, wurde aber vom klingeln des malers wieder wach...*dankeauch*...luzie begrüßt den ahnungslosen mann mit den worten "hallo, ich habe heute nacht in mein bett gekotzt"
9:30
der maler ist weg, meine gute laune auch, ich parke luzie vor der glotze, den paul im kinderwagen und drehe eine runde mit dem hund
10:00
paul pennt
10:05
der haushalt ruft, das übliche, betten machen, wäsche waschen, saugen, wischen, etc.pp
10:30
paul knötert
11:00
paul braucht wieder entertainment, lange schlafen gilt in seinen kreisen als zeichen von schwäche und deshalb hockt er mit verschlafenem blick auf dem küchenfußboden und sieht zu wie mama zentnerweise karotten und kartoffeln schält und häckselt und schnippselt, um daraus einen leckeren happa-happa-pamp für den herrn zu bereiten
11:30
paul mümmelt ein joghurt, luzie magenschonende bananenmatsche und die küche sieht wieder aus, daß es die sau graust (wieso spritzen pürierstäbe eigentlich immer so schauerlich?)
nächste maschine wäsche angeschaltet...
13:00
ich nötige luzie, ihr zimmer aufzuräumen, in dem man die farbe des fußbodens nicht mehr erkennen kann, soviel spielzeug ist dort verstreut.
und die mühe mit dem pürieren und schnippeln und selberkochen hätte ich mir sparen können, paul findet das leckere breichen eklig und schmiert es sich lieber in die haare
13:30
paul krakeelt frischgewaschen und gewickelt im bett, luzie nörgelt weil sie hunger hat (merke: schonkost schont nur den magen, nicht muttis nerven, weil sie nicht lange satt macht), ich koche mittagessen
13:50
das große l kommt aus der schule und der wahnsinn nimmt seinen lauf...zickenterror vom allerfeinsten...wo waren nochmal die valium?
paul schläft immer noch nicht und brüllt mittlerweile im fortgeschrittenen stadium der hysterie, ich ignoriere ihn so gut wie möglich und beziehe derweil sein bett frisch
14:00
paul ist auf meinem arm eingeschlafen, ich decke den tisch und hole die kinder aus dem lärmschutzbunker (leonies teenagerbude im keller)
14:15
mittagessen
die, die am lautesten gemault hat, sie stünde kurz vorm hungertod, ist nach drei bissen pappsatt
14:30
ich ignoriere das chaos und gehe an den pc, verfasse diese zeilen und hoffe auf ein wunder
14:35
die weiber prügeln sich im bad um die seife, wenn die den paul wecken, setze ich sie an der autobahn aus....
15:00
das grauen kehrt zurück....paul ist wach, nur leider nicht ausgeschlafen...
ich schlucke noch drei valium, stelle die dritte maschine wäsche für heute an und gehe ihn holen.
also, später mehr von der front....
andrea
Re: Ist das viel, wenig, genug?
sca - 26.06.2007, 21:58
Andrea,
wo bleibt die Fortsetzung ?!?
Ich nenne Anfragen wie diese Realitätscheck und erkenne in Demut:
Ich habe einen Rentner-Job!
DAS wolltest du doch sagen oder? Oder nicht? Doch, oder?
:D :D :D :D :D
Greise Grüße
Conny
Re: Ist das viel, wenig, genug?
rabenmutter - 26.06.2007, 22:14
sca hat folgendes geschrieben: Ich habe einen Rentner-Job!
*grunz* Und ich??? Faule Socke bin ich, wo ist die Ecke zum Schämen *such*
Conny, was nützt so ein Realitätscheck? Haben wir nicht alle unsere eigene Realität was Anspruch, aber auch eigene Grenze angeht? Was sagen Dir jetzt die Schilderungen. Du machst weniger als Andrea, aber immerhin mehr als Angela...( wobei ich beim Lesen von Andreas vormittag dachte,, das der so viel anders als ein ARbeitstsvormittag von mir nicht ist :) ) ja und nu?
Ich denke ja wir sollten ab und an mal prüfen ob unser Tun noch zu unserm Wollen passt und nicht zu dem was andere tun...
Heute mal psychologisch angehaucht :wink:
Lieben Gruß
Angela
Re: Ist das viel, wenig, genug?
sca - 26.06.2007, 23:47
Hi,
ich glaube, es muß heissen:
Philosophisch angehaucht.
In diesem Sinne darüber nachdenkend werde ich mich jetzt ins Bett begeben und grübeln.
Und dir morgen antworten :-)
Gute Nacht
Conny
Re: Ist das viel, wenig, genug?
rabenmutter - 27.06.2007, 06:30
sca hat folgendes geschrieben: Hi,
ich glaube, es muß heissen:
Philosophisch angehaucht.
In diesem Sinne darüber nachdenkend werde ich mich jetzt ins Bett begeben und grübeln.
Und dir morgen antworten :-)
Gute Nacht
Conny
:P
Re: Ist das viel, wenig, genug?
sca - 28.06.2007, 00:38
Ok,
meine Betrachtungen bringen mich zu dem Schluß, dass ein s. g. Realitätscheck für mich persönlich immer sehr interessant ist.
Insoweit, als dass ich diesen als horizonterweiternd und relativierend empfinde.
Es ist für mich genauso spannend zu lesen, dass jemand den ganzen Tag im Beauty-Salon verbringt und sich die restl. Zeit mit seinem Personaltrainer teilt, als auch zu lesen, dass eine Frau mit 3 Kindern derzeit total am Rad dreht.
Was ich letztlich daraus mache - wobei, ich hatte eigentlich gar keine Absichten *grübel* - hängt in der Tat von meinem eigenen Empfinden ab und vom meinem Wollen und vor allen Dingen von den Möglichkeiten, die ich aktuell habe, irgendwelchen, wie auch immer gearteten Erkenntnissen, Taten und Veränderungen folgen zu lassen und/oder gänzlich neue Wege zu gehen.
Oder aber, ich finde hiernach doch alles Klasse wie es ist und mache gar nichts.
Der Idealfall für den Seelenfrieden sozusagen.
Ich denke ja wir sollten ab und an mal prüfen ob unser Tun noch zu unserm Wollen passt ...
Sicher. Es gibt aber auch ein Müssen. Oder ein derzeit nicht ändern können. Da muß dann aber schlicht und ergreifend durch und auf bessere Zeiten hoffen. Wollen will ich viel *unbescheidenbin*.
... und nicht zu dem was andere tun...
Also DAS war jetzt wirklich noch nie mein Problem .... *lächel*
Schließlich bin ich im Grunde meines Herzens Revoluzzerin und sowieso immer dagegen ... frag meine Mama ... die erinnert sich ganz besonders lebhaft und gerne *gg*.
Sooo, viel geschrieben und wenig gesagt.
Grüße
Conny
Re: Ist das viel, wenig, genug?
rabenmutter - 28.06.2007, 17:52
sca hat folgendes geschrieben: Sicher. Es gibt aber auch ein Müssen...
Wobei viele Sachen, die "wir" so im Laufe eines Tages tun nicht wirklich ein Müssen sondern eben doch ein Wollen, also selbstauferlegte Zwänge sind. Insofern heisst es eben doch, ab und an das eigene Wollen zu überprüfen.
LG
Angela
Re: Ist das viel, wenig, genug?
monstermama - 29.06.2007, 17:59
Hi
was ist denn in Euch gefahren 8) 8)
Das ist jetzt hier ganz frei nach Horkheimer und Adorno die "Buchholzer Schule"
:) :) :)
In diesem Sinne MUSS ich, WILL aber nicht, meine Oberstufenarbeiten zu Ende korrigieren.:? :? :? :?
Lieben Gruß
Steffi
Re: Ist das viel, wenig, genug?
sca - 29.06.2007, 21:55
Hey Steffi,
mein erster Gedanke war, es handelt sich um deinen Schulleiter und seinen Stellvertreter, doch der Name Ardorno ließ aufhorchen.
Womit der theoretische Hintergrund erleuchtet ist, weshalb ich zwar meine Kinder aktuell verkaufen WILL, ich aber, nach eingehender Auseinandersetzung mit diesem meinen Willen und dem Möglichem (wer will sie schon haben, die Kinder und ich meine, mein GG ist auch dagegen, also, die Kinder habe ich jetzt nicht gefragt), zu der Erkenntnis gelangen MUSS, die Kinderlein doch noch eine Weile höchstselbst durchs Leben zu schubsen.
Aber überprüft habe ich!!! *schwör*
....
Die Kritische Theorie
... richtet die Kritische Theorie ein stärkeres Augenmerk auf die Spannung zwischen dem Bestehenden und dem Möglichen und möchte dadurch die Voraussetzungen für eine Gestaltung und Veränderung der Wirklichkeit schaffen.
Die drei Hauptbeobachtungsfelder der Kritischen Theorie sind die Ökonomie, die Entwicklung des Individuums, sowie die Kultur. In einer Kombination marxistischer und psychoanalytischer Perspektiven wird insbesondere die „Gesellschaft“ kritisch betrachtet. Sie wird nicht nur als eine Gesamtheit von Menschen in einer bestimmten Zeit aufgefasst, sondern vielmehr als „Verhältnisse“, die dem Einzelnen übermächtig gegenüberstehen und Charakter und Handlungsmöglichkeiten der Menschen in weitaus stärkerem Maße formen, als diese zur Bildung der Gesellschaft beitragen können. Eine besondere Mittlerrolle komme dabei der familiären Sozialisation (Familie als „psychosoziale Agentur“) wie auch den Massenmedien und der Massenkultur zu.
Ich bin ein Opfer meiner sozialen Prägung und der Verhältnisse sowieso und habe als Individium auf breiter Front versagt!
Wo ist meine Decke ?!? *verkriech*
Tröstend zu lesen, dass es Dir (anderen!) da ähnlich zu ergehen scheint.
Zitat: ..... eben doch ein Wollen, also selbstauferlegte Zwänge sind.
Das ist ein Widerspruch in sich. Ein Wollen kann kein selbstauferlegter Zwang sein. Ein Wille entsteht aus freien Stücken.
Nee, ich MUSS putzen, weil es ist dreckig, ich WILL aber nicht. Wirklich müssen muß ich klar nicht, jedoch hindert mich meine soziokulturelle Prägung, den Stall hier völlig verdrecken zu lassen.
Was gut so ist.
Und weil ganz viele das tun, das Putzen, lt. Realitätscheck (!), gepaart mit der Erfindung der Kanalisation und der Einführung einer regelmäßiger Müllabfuhr, ist die Pestilenz hierzu Lande ausgerottet.
Was gut auch so ist.
Das läßt mich zu der Erkenntnis kommen:
Yeahh, ich bin ein nützliches Mitglied dieser Gesellschaft. Zielt dahin nicht all unser Bestreben in Sachen Kindererziehung? Vorbildfunktion erfüllt! Top!!
Dank Realitätscheck! *nützlichist*
Jaaaaa, mir ist langweilig 8)
Grüße
Conny
Re: Ist das viel, wenig, genug?
monstermama - 30.06.2007, 14:43
Hi
mir ist zwar so ganz und gar nicht langweilig (erwähnte ich diese unendlich vielen Klassenarbeiten auf meinem Schreibtisch, die ich - ja ich geb´s zu - erst auf den letzten Drücker habe schreiben lassen)
Dennoch finde ich es schön zu lesen, dass sich hausfrauliche Tätigkeiten, die du aufgrund deiner durch die Gesellschaft aufgezwungen Stellung als zuständige für die Sauberkeit im Haus und die hohe soziale Kontrolle der Nachbarschaft machen WILLST , denn wie du richtig sagst: du musst eigentlich nicht , aber die Verhältnisse erzwingen es und lassen dich unfrei und nicht als Individuum agieren, einer so intensiven philosophisch soziologischen Reflexion erfreuen. (Adorno hat noch viel längere und verschachtelte Sätze geschrieben)
:roll: :roll: :roll: :roll: :roll:
Lieben Gruß
Steffi
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