1. Kapitel:Ein katastrophaler Morgen

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    Re: 1. Kapitel:Ein katastrophaler Morgen

    Fledermäuschen - 30.05.2007, 14:42

    1. Kapitel:Ein katastrophaler Morgen
    Einsam ging ich durch die Gasse. Es war menschenleer. Ich spürte die eisige Kälte in meinem Gesicht. Es schneite. Die kalten Schneeflocken brannten auf meinen Wangen. Ich blickte wie hypnotisiert auf die Turmuhr, die etwas weiter vor mir stand. Langsam bewegte sich der Zeiger. Es schlug 12…
    Ich öffnete meine Augen und starrte direkt auf die Decke meines Zimmers.
    War nur ein Traum!
    Widerwillig stand ich auf und schritt zum Fenster. Dabei stolperte ich über eine Jeans, die ich gestern liegen gelassen hatte. Ich fluchte leise vor mich hin. Das würde vielleicht einen blauen Fleck geben. Beim Fenster war ein dichter Vorhang, denn ich hatte die komische Gewohnheit immer mit zugezogenen Vorhängen zu schlafen, da es mir sonst zu hell ist morgens. Ich zog die blauen Vorhänge zur Seite und öffnete das Fenster. Mir schlug augenblicklich ein kalter Schauer entgegen. Es schneite draußen. Der eisige Wind drang in mein Zimmer und ließ mich etwas zittern, sodass ich das Fenster schnell wieder schloss. Noch etwas verschlafen, aber zitternd vergrub ich mich wieder unter meiner Bettdecke. Da würde mich heute keiner raus bringen! Ich wusste schließlich, wieso ich den Winter hasste. Es war ständig kalt und es schnie immer dann, wenn man den Schnee nicht haben wollte!
    Doch mein Beschluss wurde nicht so ganz unterstützt, wie ich es mir vorgestellt hatte, denn meine Mutter kam nach 5 Minuten in mein Zimmer.
    „Guten Morgen Cloe!“, sagte sie in einem mir viel zu fröhlichen Ton und zog mir die Bettdecke weg. Ich schrie auf.
    „Mam! Was soll das? Ich will noch schlafen!“
    „Heute ist Schule und du wirst hingehen…“
    „Schon aus dem Fenster gesehen? Es schneit und ich hasse Schnee, du weißt genau, was damals passiert ist… ich hab das immer noch nicht überwunden!“
    Okay, das war eine schlechte Lüge, weil ich letztens erst geprahlt hatte, dass ich mich nicht vor dem Schnee, sondern von der Kälte fürchtete.
    „Keine Widerrede, du gehst und basta!“, sagte sie und ging Richtung Tür, „Wenn du heute nicht gehst, dann überlege ich mir das mit dem Computer nochmal!“
    Verdammt. Sie weiß genau, dass sie mich damit in der Hand hat. Es ging nämlich darum, dass ich mir schon so lange einen eigenen Computer gewünscht hatte, aber mein Vater mir nie einen gekauft hatte. Jetzt, wo ich bei meiner Mutter lebe, wurde mein Bitten und Flehen endlich erhört. Und dabei war das ganze eigentlich nur ein komischer Zufall. Mein Vater hatte nämlich beschlossen wegzuziehen, da er einen Job als Pilot hatte und ich hätte mitgehen müssen, doch ich brachte es wirklich nicht übers Herz die Stadt zu verlassen. Ich war hier aufgewachsen und es wäre für mich ein Ding der Unmöglichkeit einfach wegzuziehen. Meine Eltern sind geschieden und es fiel meinem Vater auch wirklich schwer, mich einfach so zurückzulassen, immerhin hatte er mich aufgezogen. Meine Eltern sind schon seit 6 Jahren geschieden, doch sie haben dennoch Kontakt, aus einem Grund, den ich selbst nicht mal kannte… Das war eines der Dinge, die ich scheinbar nie erfahren würde.
    Ich setzte mich also auf und schaute durchs Zimmer. Ich hatte wirklich große Lust einfach zuhause zu bleiben und zu schwänzen, aber dann könnte ich mir den Computer wirklich abschminken und das wollte ich auf gar keinen Fall! Ich zog mich also an, meinen alten wolligen Pullover, den ich wirklich gerne trug, weil mir in ihm noch nie kalt war! Als ich mein strubbeliges braunes glattes Haar endlich halbwegs in den Griff bekommen hatte, packte ich schnell alle Bücher in meine Schultasche und verließ mein Zimmer. Unten in der Küche, war Mam gerade dabei, zu gehen
    „Ich bin dann mal in der Arbeit, bis später!“, sagte sie und verließ das Haus. Ich schaute ihr wortlos nach. Ich war erst eine Woche bei ihr, aber dennoch hatte ich mich noch nicht daran gewöhnt, dass ich mir jetzt selbst kein Frühstück mehr machen musste, da es meine Mutter schon für mich herrichtete. Ich setzte mich und strich mir etwas Erdnussbutter auf meinen Toast und biss ab. Ich schaute mich in der Küche um. Es war wirklich ruhig hier, fast ZU ruhig, wie bei meinem Vater. Schließlich schluckte ich den letzten Bissen hinunter und stand wieder auf. Wie es der Zufall so wollte, stieß ich das noch halb volle Glas Orangensaft um. Der Saft spritze auf das teure Tischtuch von Mam und das Glas zerbrach.
    Lässt mich denn das Chaos nie in Ruhe..?Solche Aktionen war ich schon gewöhnt, immerhin war ich nun mal das Chaos auf 2 Beinen, so kannte man mich nun mal. Es nutze nichts, ich holte einen Lappen und machte das Maleur weg, so gut es momentan ging.
    Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich zu früh war und ich mochte es nicht, wenn ich zu früh dran war. Also was blieb mir übrig?
    Ich schlich gerade die Treppe hoch, als plötzlich die Badezimmertüre aufging. Es war mein Stiefbruder, Kevin. Ich seufzte, als ich in sein viel zu fröhliches Gesicht blickte.
    „Was war denn das für ein Lärm vorhin?!“, fragte er.
    „Ich hab mir den Kopf gestoßen…“, antwortete ich knapp.
    Keine Diskussionen mit Kevin, immerhin ist er einer der Menschen, die mir das Leben schwer machten. Ja, er war mein Bruder, aber wir hatten nicht mal irgendwas an Ähnlichkeit, liegt vielleicht daran, dass wir jeweils andere Väter haben.
    „Hat sich aber nicht so angehört, eher wie… eine Katastrophe…“
    Ich verdrehte die Augen und schwieg. Kevin ist 13 und frech wie eh und je. Mehr brauchte man über ihn auch nicht wissen. Ich ging an ihm vorbei in mein Zimmer. Er rief mir irgendwas nach, das ich aber nicht verstand. Auf meinem Bett liegend starrte ich an die Decke und dachte nach.
    Ich habe eigentlich so viele Fragen, aber keine Antworten…Wieso weiß ich eigentlich so wenig über meine Eltern? Ich kenne nicht mal meinen Stiefbruder wirklich…
    So in etwa verstrichen 15 Minuten, dann raffte ich mich auf und machte mich immer noch sehr widerwillig auf den Weg zur Schule.
    Draußen war es eisig und der Wind blies mir durchs Haar. Doch ich war ausgerüstet; Ohrenschützer in meiner Lieblingsfarbe rot, meine Stiefel und meinen dicken Mantel. Ja, wenn ich eins hasste, dann Kälte, also lief ich förmlich die Straße entlang.
    „Cloe…Wo willst du hin?“
    Ich schaute kurz zur Seite, doch ich sah niemanden, ging aber eiligen Schrittes weiter, den Blick immer noch umschauend und… knallte direkt gegen einen Pfosten. Zu allem Überfluss wäre ich fast auch noch ausgerutscht, doch ich konnte mich noch am Zaun festhalten. Das würde eine schöne Beule geben, das wusste ich jetzt schon, doch was war das für eine Stimme? Weit und breit war niemand, was glücklicherweise auch bedeutete, dass mich keiner bei meinem Unfall gesehen hatte. Ich seufzte erleichtert und ging schnell weiter. Hoffentlich kam ich ohne eine weitere Katastrophe in der Schule an...



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