Wie der Wahnsinn Belmopan erweckte

Ba'Airiron
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    Re: Wie der Wahnsinn Belmopan erweckte

    Belmo - 21.05.2007, 11:09

    Wie der Wahnsinn Belmopan erweckte
    Vor langer Zeit, da gab es einen jungen, aufstrebenden Ork Krieger, mit wahnsinnigem Blick und noch wahnsinnigeren Taten: Gompo - und der Name war Programm! Bei ihm sein Kumpel, noch heute bekannt, der nicht minder vom Wahnsinn befallene Taure Hulamalunga.
    Die beiden trafen sich am Friedhof von Brill und ihnen war totlangweilig. Keiner war da dem sie erzählen konnten wie irrsinnig toll sie sind, wieviel DPS sie haben (was auch immer das ist) und was für ach so tolle Gegenstände sie besitzen. Die meißten Lebenden rannten bei ihrem Geschwätz entweder nach kurzer Dauer schreiend weg, oder sie blieben und ihr Blick wanderte ins Leere und der zähe Schleim des Wahnsinns rann ihnen aus dem Mundwinkel.

    Da kam dem dicken Hula ne Idee: Gimpor, los grab da mal und laß mich in Ruhe, du Arsch!
    Gompo grunzte zurück: Grab doch selber du Penner!
    Hula: jetzt komm - bei Deinem IQ merkst du doch garnicht, dass Du gräbst, Du Vollidiot!

    ...so ging es für einige Zeit weiter, in der Zwischenzeit buddelte Hula-sei-Pet auf der Suche nach was essbaren ein Grab auf und kam wedelnd, eine verwesende Leiche hinter sich herzerrend zu den beiden zurück. Gerade als es sich genüßlich an sein Abendbrot machen wollte, verstummte das beruhigende Streitgespräch der beiden und ein Stein traf das Pet am Kopf. Verpiss dich du scheiss Pet, schrie Hula. Endlich hatten sie was sie wollten - einer der ihnen zuhört und NICHT weglaufen kann. Sie lehnten den Knochenhaufen gegenüber von sich an einem Grabstein und fingen an:

    hahaha schau mal wie der aussieht!
    wie ausgekotzt und ausgeschissen
    Die Fresse ist ja mal echt so fies, da brauchste kein fear mehr!

    ...und so ging es weiter und weiter und weiter und irgentwann kam dem Hula die Idee: Wir brauchen nen Namen für die Scheise mit der Scheise hier.

    Hula fing an: Blödkopf, Schwachmat, Kannnix, Kanngarnix, Kannüberhauptnix, Kannwirklichüberhauptgarnix, Hirsekopp... etc. p.p.

    Und dann war es soweit: Gompos Hirn zeigte Aktivität! Nur ganz kurz - und es tat auch unglaublich weh, aber Gompo hatte danach auch wieder für lange Zeit die einmalige Ruhe, die es nur nahe der Nulllinie gibt. Dieses extrem unwahrscheinliche Ereignis gebar die Worte:

    BELMOPAN

    ...plötzlich wurde den Beiden eiskalt. Hula schaffte gerade noch zu sagen: "Wasn das für ne Schei...!" Ein Stöhnen erfüllte die Nacht, Sylvanas Macht erschreckte die Lebenden und befruchtete die Toten. Belmopan, der Schurke mit der fiesen Fresse war wieder aufgestanden...
    ...und wer war schuld? Natürlich der Jäger! Eigentlich auch der Krieger, es hat nur keinen Sinn es ihm zu erklären - er raffts eh nicht. Böse Zungen behaupten, die beiden hätten sich früher des öfteren in dem heute als Pestländer bekanntem Gebiet getroffen und mit ihrem Dummgelaber soviele Tote geweckt, die heute in ihrer Gesamtheit als die Geißel bezeichnet werden.

    ...Fortsetzung folgt



    Re: Wie der Wahnsinn Belmopan erweckte

    Medèa - 21.05.2007, 12:37


    So untersschiedlich die Drei auch auf den ersten Blick zu sein schienen, hatten sie doch ein und das selbe Problem.
    Auch die Ursachen des Problems waren von unterschiedlicher Natur.

    Gompo zB zog sich, aufgrund seines nicht einmal erbsengroßen Denkorgans, ständig Verletztungen der schlimmsten Art zu. Jetzt möchte man denken, dass Verletzungen für einen großen Krieger zum Berufsrisiko gehören. Allerdings geschah es nicht selten,dass Gompo zB beim Erklingen des Kriegshorns euphorisch aufsprang um mit den Andern in die große Schlacht zu ziehen...jedoch Ogrimmars Tore um haaresbreite (oder um genau zu sein: 12, 5 Orkfuß) verpasste und mit der vollen Wucht seiner Körpermasse und der Vorfreude auf den nahenden Kampf, prompt wie ungebremst gegen das Massiv von Ogrimmars Stadtmauer prallte.

    Belmopan andererseits, hatte das Problem, dass ihm schon bei jedem noch so flüchtigen Windhauch, der kleinsten Brise also, das faulende Fleisch von den Knochen fiel. So kam es vor,dass er, manchmal sogar wochenlang, auf der Suche nach seinen verlorengegangenen Körperteilen durch die Lande strich. Denn an manchen dieser Körperteile hing er dann doch sehr. Natürlich war er offiziell Untertage um Erze abzubauen.

    Zu allem Überfluss jedoch kam noch, dass Hulamalunga im Eifer des Gefächts mit seinem Mehrfachschuss, ab und an, sowohl sein eigenes Pet als auch seine Kumpanan Belmo und Gompo anschoss und verletzte und das an den unangenehmsten Stellen.
    Da er selbst ein eher ängstlicher Typ war (was aus psychologischer Sicht übrigens auch seine vorlaute Klappe erklärt) pflegte er es, sich im Kämpfen einfach todzustellen. Dadurch schaffte er es zwar, im Großteil der Fälle, einem Gemetzel unversehrt zu entgehen, allerdings mussten meist seine zwei Gefährten und sein Pet darn glauben.

    Wie dem auch sei und wie ich bereits anfangs erwähnte hatte das Trio ein ernsthaftes Problem:
    Es war niemand da, der ihre Wunden pflegte und ihre Verletzungen heilte.

    Da es jedoch in ganz Azeroth kaum ein Wesen gab das dem irrwitzigen Geschwätz der drei länger als ein paar Stunden standhalten konnte ohne als ein sabbernder, völlig unbrauchbarer Haufen Wahnsinn zu enden, dem die Ohren bluteten, war der Verschleiß an Heilern imens.
    Und schon bald fand sich kein Freiwilliger mehr, der bereit war ihr unermeßliches Ungeschick zu kompensieren.

    So begaben sie sich eines Tages auf die Suche nach einem treuen Opfer das in der Lage war all das auch dauerhafter zu verkraften und ihnen beizustehen.

    Teil II folgt in Kürze



    Re: Wie der Wahnsinn Belmopan erweckte

    Belmo - 21.05.2007, 13:44

    Wie Belmopan Medea kennenlernte
    Wie Belmopan Medea kennenlernte

    Das verfaulte Gesicht von Belmopan läßt es zwar kaum noch vermuten, aber in früheren Zeiten, als noch warmes Blut in seinen Adern strömte, war er ein Troll. Dieser junge Troll hatte eine kleine Schwester, doch das Schicksal wollte es, dass er sie nie traf, denn sie war noch ungeboren, als er in der großen Schlacht um Lordaeron fiehl und in einem Grab im nahe gelegenen Dorf Brill verscharrt wurde.
    Ihre Eltern erzählten der kleinen Zeuda viele Geschichten von ihrem großen Bruder, der nie aus dem Krieg heimgekehrt war. Als Zeuda dann alt genug war, zog sie gegen den Willen ihrer Eltern aus, zu den Ruinen von Lordaerons, um ihren Bruder zu suchen. Doch sie merkte schnell - das Land war riesig und voller gefährlicher Kreaturen - alleine würde sie nicht lange bestehen. Als sie in den Wäldern von Tirisfal von 2 Seuchenhunden und einer Fledermaus angegriffen wurde, dachte sie ihr letztes Stündlein hätte geschlagen! Doch es kam anders - plötzlich fühlte sie sich gestärkt und bei vollem Leben, Der Hund legte die Ohren an, zog den Schwanz ein und suchte angsterfüllt das Weite, doch er entkam ihrem Frostblitz nicht mehr. Voller Stolz wollte sie nun die Kadaver plündern, da ertönte von hinten: "Heee! die Hälfte davon gehört aber mir!!"
    Erschreckt und peinlich berührt drehte Zeuda sich um und blickte in zwei leere Augenhölen. Manch einer wäre erschreckt, doch Zeuda empfand Sympathie und Dankbarkeit, schließlich hatte die junge untote Priesterin ihr das Leben gerettet.

    "Medèa ist mein Name und ich mag eigentlich keine Trolle - aber Du bist irgentwie putzig - und so verdammt hilflos!" sagte die Untote

    "Ich bin Zeuda! Und das letzte was ich brauch ist Deine Hil..."
    Zeuda hielt inne und erinnerte sich an ihre Suche nach Belmopan.
    "na gut! Danke dass Du mich gerettet hast Medèa! Ich verspreche Dir immer mit Dir die Beute zu teilen und auch dich zu schützen."

    Beide gaben sich die Hand und wurden Freundinnen! Viele Abenteuer erlebten sie! Große Angst hatten sie vor "dem häßlichen Sohn" im Silberwald, doch irgentwann waren sie beide so mächtig, dass auch dieser Gegner starb. So verging die Zeit, doch Belmopan blieb verschwunden. Auch Medèa, mittlerweile war ihr Schicksal mit Zeuda verwoben, wollte Belmopan finden um ihre Freundin glücklich zu sehen. Sie dehnten ihre Suche aus, bereisten sogar Kalimdor. Dort in einer stinkenden Höhle, dem Kral von Ratzhofen, trafen sie einen jungen Krieger! Auch er war auf der Suche... Er hatte gehört, dass der Oberanführer dieser Schweinebande eine besondere Axt hat, nämlich den Leichenmacher. Gemeinsam schlugen sie sich durch die matschigen Gänge und sie verstanden sich nicht nur gut, nein sie ergänzten sich auch perfekt. Aus diesem Ereignis wurde eine lange Freundschaft und Burgar, der tapfere Krieger lud die beiden Freundinnen ein, seiner verschworenen Gemeinschaft, dem Geheimen Bund, beizutreten. Dankbar schlossen sich die beiden dieser wunderbaren Gesellschaft an.
    Doch Zeuda war verbittert und traurig, ihre Macht verwelkte, sie ging kaum noch aus Orgrimmar heraus, hatte keine Lust auf Abenteuer mehr. Sie hatte die Hoffnung aufgegeben Ihren Bruder Belmopan jemals zu treffen. Zeuda starb voller Gram.
    An ihrem Totenbett versprach Medèa: "Bei der Macht Sylvanas - ich werde Belmopan finden! Lebendig oder tot - und wenn ich jeden Meter Erde in Tirisfal umgraben muss."

    So vergingen einige Wochen ereignislos, Medèa dachte oft an Zeuda und an ihr Versprechen. Nun war sie auf der Suche - in einem Land war sie noch nicht. Im feuchten Dschungel des Schlingendorntals. Als sie dort in der Beutebucht ankam schien der Mond hell vom Himmel! Sie bemerkte einen Schatten. Doch da wurde ihre Aufmerksamkeit abgelenkt, ein völligst wahnsinnig gewordener Taure stritt lauthals mit einem offenbar schwachsinnigem Ork. Worum es ging entzog sich ihrem Verständnis, unter den hunderten Schimpfwörtern schienen kaum Worte zu sein, die Sinn ergaben: "Du Gimp, Du kannst ja garnix, schau mich an ich bin toll und du bist scheise"; "ich nicht scheise du scheise und du riechst wie Murloc kacke". Medéa wurde zwar schon vor den fiesen Gesellen der Beutebucht gewarnt, dass es aber so schlimm ist hätte auch sie nicht gedacht. Als sie an den beiden vorbei ging - natürlich so weit wie möglich entfernt - verstummten sie und gafften Medèa schamlos und unverholen an. Erschreckt flüchtete sie in den Dschungel und versteckte sich im Unterholz. Doch auf die Gefahren vom Schlingendorntal war sie nicht vorbereitet. Auf leisen Pfoten schlich sich König Bangalash an Medèa heran, sich seines leichten Opfers sicher. Medèa entspannte sich gerade, froh darüber den pöbelnden Gesellen entkommen zu sein, da setzte König Bangalash zum tötlichen Sprung an...

    ...plötzlich ging alles ganz schnell! Ein Schatten stoppte den König im Sprung. Hilflos betäubt empfing die Raubkatze die erste Salve von Hulas singendem Bogen. Mit ohrenbetäubendem Gebrüll stürmte Gompo heran... und knallte mit voller Wucht gegen einen Baum! Der Baum fiel auf Bangalash, der wiederum über diesen stümperischen Angriff so erzürnt war, dass er vor lauter Verwirrung Gompo angriff. Doch da war es auch schon um ihn geschehen, durchlöchert von Belmos Dolchen, gespickt von Hulas Pfeilen, getankt von Gompos... feinsinniger Motorik, erlag er seinen Wunden schnell.

    Gompo grunzte: "Ich Tank, Du Heiler, zusammen gut!"
    "Halt die Klappe Du Penner" sagte Hula " Du verscheuchst sie doch nur mit Deinem ungehobeltem Geschwätz, Du Arsch!"

    doch Medèa hörte schon garnichtmehr was die beiden sagten, ihre Aufmerksamkeit war ganz auf den untoten Schurken gerichtet, den sie nun das erste mal richtig sah.

    Dieser verbeugte sich tief, einige Knochen knackten verdächtig heftig, und grüßte:
    "Alle Macht den Verlassenen! - mein Name ist Belmopan, wie kann ich Euch dienen, oh wunderbar schreckliche Geburt der Nacht!"

    Erstaunlich gefaßt, jedoch leicht errötet über dieses wunderbare Kompliment erwiederte sie: Oh Belmopan, nun habe ich euch nach langer Suche gefunden, doch ich fürchte ich bringe keine guten Nachrichten! Zu spät bist du gekommen, Deine schwester Zeuda ist zur ewigen Ruhe gebettet.

    "laber ned, heil lieber...!" fauchte Hula, der gerade damit beschäftigt war mit einem Gorilla zu schmusen, der mit beissen und kratzen sich zu wehren versuchte. "Mit dem Gorilla bin ich dann total IMBA, der kann gezieltes Furzen Rang 16, da bach0r ich die Allies nur so wech, das habta ned gesehen"

    Wie aus einem Mund sagten Gompo und Belmo:

    "jaja, Hula"



    Re: Wie der Wahnsinn Belmopan erweckte

    Hulamalunga - 24.05.2007, 12:59


    das ist so saulustig, dass ich mich durch die geschichte erst an wow wieder erinner. scheisse. mann. da ich eh nie (zumindest glaube ich das im moment) mal ein buch schreibe, poste ich euch meinen entwurf. es hat natürlich nix mit der geschichte vom consti zu tun, aber ich bin zu besoffen mir hier den richtigen thread zu suchen. und const + susu wenn ihr weiterschreibt, mach ichs auch, weil ich echt wissen will, wie das weitergeht ;) und jetzt gehts los ;)

    Der Oger und die Woger

    1. Die Zurgenburg

    Die Festung sah im wilden Gewitter aus, wie ein Lebkuchenhaus. Ständig barsten - wie von Kindermund abgebissen - weitere Wandstrukturen ins Nichts. Diesmal - hatten die Windwoger genug Belagerungsmaterial herangefahren, um der Zurgenburg eine ernsthafte Bedrohung zu werden.

    (-> Zurgenburg, Die: Der Legende nach wurde die Zurgenburg von Grotram Hurrgo Zurgenwurg, dem selbsternannten Anführers eines wilden Haufens tobsüchtiger -> Oger erbaut, um allen menschenähnlichen Wesen als Trutzwall gegen die bedrohlichen Massen der -> Woger Schutz zu bieten. Nachdem irgendein bescheuerter Gnom aus falschverstandener Wissensgier mit Hilfe eines noch gar nicht mal so lang vergessenen Rituals den -> Nether zerrissen hatte, bedrohten Unmengen von Wogern die Existenz aller jenseits der -> verschobenen Orte. Es bedurfte keiner Worte in einer Welt wie dieser zu verstehen, dass die Errichtung einer Festung wie der Zurgenburg aus der einfachen Überlegung notwendig geworden war, zu überleben. Der Schutzwall der Burg umfasste mehr als 20 -> Ogerfussrunden und war damit die mächtigste Befestigung, die jemals errichtet worden war.)

    (Windwoger, Der: Ein Woger ist ein Dämon und als solcher nicht friedliebend. Direkt aus der untersten Schublade dessen, was die gesamte Schöpfung zu bieten hat entsprungen, trachtet der Woger als solcher nur danach zu brandschatzen, morden, plündern und zu vernichten. Äußerlich hat man sich einen Woger vorzustellen wie eine Mischung aus einem käferähnlichem Insekt und einem Maiskolben mit acht Beinen: Lang, haarig, schuppig und ohne Gehirn. Windwoger sind als die übelste und niederträchtigste Sorte der Woger bekannt, denn sie können sich - wie manche Insekten - nur vom Wind durch die Luft treiben lassen und ohne dass man es merkt direkt im Geschehen auftauchen - haarig und schuppig wie ein Maiskolben eben. Verständnishalber sei angemerkt, dass Woger zwar keine echte Intelligenz haben, aber auch ohne Gehirn auf die Idee kamen, Felsbrocken auf Felswände und Holzpfeile auf Verteidigungsstände zu werfen.)

    Hulamalunga Krazzik Garunga, von engen Freunden auch einfach "Hula" genannt, war Befehlshaber der Wache der Zurgenburg und kein besonders freundlicher Zeitgenosse. Er hatte schon so manchen Angriff der Windwoger miterlebt und abgewehrt, aber was an diesem Tag geschah, hatte eine völlig andere Qualität. Der Horizonz war schwarz bemalt von Dämonenheeren.

    Hula war halt einfach nur ein Oger, hielt nicht viel von Worten und teilte alle Lebewesen in zwei Sorten: Es gab die, die egal waren und die, die tot waren. Stellen Sie sich vor, Sie wären ein herrschsüchtiger Oger mit krankhaften Schlafstörungen gepaart mit einer Neigung zur störrischen Bevormundung aller Untergebenen verbunden mit mit einer leicht religiösen Liebe zur der Burg, die Sie beschützen sollen. Wenn Sie das verinnerlicht haben, stehen Sie kurz davor, einen Geschmack davon zu bekommen, wie Hula sich an diesem Tag fühlte. Denn immer und immer wieder schlugen die ->Dunkelfunkelgeschosse der Belagerungsmaschinen der Woger in die Zurgenburg ein.

    Phoon, Zauberlehrling der Gilde der "Feuerheuer" hatte nicht unbedingt einen besseren Tag. Er war im Eifer des Gefechts von einem besoffenen Ork-Offizier als Mechaniker beim "Bissigem Chris", einer Art Riesenkatapult, das auf einem Hauptturm der Burg fest installiert war, eingeteilt worden. Die zwei Orks, die das Katapult ursprünglich bedienten, lagen mit Dutzenden von Pfeilen im ganzen Körper tot am Boden, als Phoon versuchte, den riesigen Spannhebel des "bissigen Chris" nach hinten zu ziehen. Er gab sich redlich Mühe dabei, das Katapult zu laden, aber nachdem er mit beiden Händen und seinem ganzem Körpergewicht mit dem Gnomenhintern in der Luft wackelnd den Hebel immernoch keine Haaresbreite zu bewegen vermochte, wünschte er sich etwas machen zu dürfen, was auch Sinn hätte.

    "Man meint man hat es nur mit Vollidioten zu tun" donnerte Hulas unverwechselbare Stimme die Turmtreppe hoch. "Welcher verblödete Grünling" (so wurden Orks von anderen Rassen in milde belächelnder Art gleichsam liebevoll genannt) "hat Dich denn hier hochgelassen", waren zunächst mal die letzten Worte, die Phoon hörte, bevor er einen gewaltigen Ogerarschtritt kassierte und exakt 6 Meter auf den Zweiten Stock des Trutzwalls flog. Hula spannte den "bissigen Chris" und liess damit einen gewaltigen, brennenden Stein in die Armee der Woger fliegen. "Nordosten Pfeilhagel, die Dämonenkanone auf die Ramme vors Tor feuern! Zwei Drachenreiter auf den Anführer der Windwogerschreiter bei der Pallintone nordwestlich mit Brandbomben fliegen, und zwar sofort, sonst feuer ich Euch feige Schweine mit dem Chris persönlich rein!" Letztlich war es Hulas größenwahnsinniger Kommandoton, der den Kampfeswillen seiner Wache gegen die Übermacht der Angreifer vorläufig aufrecht erhielt.

    Die Hauptwand direkt neben dem Tor wurde von einem überdimensioniertem Dunkelfunkelgeschoss getroffen und zerbarst unter ohrenbetäubendem Donner. Wie Reiskörner strömten die Woger durch das brennende Loch in den Burghof. Die Schlacht war fast entschieden. Ein Hagel aus Steinbrocken, Pech und Schwefel regnete im Hof nieder.

    Und dann wachte Sumatan auf.

    Sumatan war eigentlich nur auf der Durchreise zu einem geheimen Treffen seiner Glaubensgemeinschaft und hatte im "Gasthaus der blauen Beichte" neben einem Kaninchen mit Klößen auch die verschiedentlichsten Bechergrößen des klassischen "Hauweg-Biers" zu sich genommen. Dieses Bier war dafür bekannt, beim Runterschlucken besser zu schmecken als umgekehrt. Er hatte Kopfschmerzen. Kurz und gut - es war keine besonders gute Idee, einen Erzmagier der gefürchteten Elfenwelfen auf diese Art zu wecken.

    Er war ein fanatischer Anhänger und hochrangiges Mitglied einer Sekte Namens "Ewige Wut", die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, all das, was ohnehin unabwendbar passieren wird, zu verzögern. Er war der Überzeugung, dass die Zeit als solche keine bloßes Faktum ist, sondern dass sie ein Lebewesen ist, das alles Existente einfach nur verarschen will. Erklärtes Ziel seiner Gemeinschaft war - und diese Konsequenz fand er logisch - die Zeit selbst dadurch zu verarschen, den Zeitpunkt von Dingen die passieren zu verschieben. Er meinte, wenn man nur oft genug die von der "Zeit" genau vorherbestimmten Geschehnisse vereiteln würde, dann würde sich die "Zeit" als Lebewesen eines Tages selbst zeigen. Und dann würde er ihr den Kopf auf den Rücken schlagen.

    Die ganze Sache mit den Wogern hätte ihn eigentlich nichtmal gekümmert, weil er mit derartig weltlichem Firlefanz erklärtermaßen nichts am Hut hatte. Aber es gab zwei Dinge, die er gar nicht mochte: Einmal, wenn man seinem Pferd etwas antat und zum anderen, wenn man ihn ungefragt weckte. Nun wachte er mit hämmerndem Schädel durch ein schmerzerfülltes Wiehern seines Pferdes auf. Er setzte sich auf die Bettkante, rieb seine Augen und murmelte: "Was ist das bitte für ein Scheisstag, der so anfängt?"

    In Hulas linker Schulter schlugen zwei Pfeile ein, der "bissige Chris" feuerte wieder.Bei Hula wurde es langsam dunkel und er dachte eigentlich nur - wie sich das für einen Oger gehört - "schade, dass es schon vorbei ist - und schade - dass es so enden muss".

    Und dann - kamen die Frostblitze.

    Wenn Sie einen Eisberg im Titanik-Format nehmen und diesen so derartig schnell beschleunigen, dass er in der Luft anfängt zu brennen, dann haben sie einen Frostblitz. Man sollte bei einer solchen Übung definitiv nicht dort stehen, wo das Geschoss einschlägt. Eigentlich war Sumatan über die prä-pubertäre Phase eines Erzmagiers lange hinaus, in der er Zaubersprüche mit optischer Effekthascherei benutzte, aber sein vom Bier hämmernder Schädel und die Tatsache, dass sein Pferd eine erbsengrosse Brandverletzung durch einen Trümmerquerschläger erlitten hatte, liessen ihn nicht lange überlegen. Er wollte die Sache beendet sehen.

    Angenommen, jedes Korn eines Maiskolbens wäre eine Gehirnzelle, dann hätte sich diese Maispflanze evolutionär schneller mit eigenen Füssen versorgt als ein Windwoger begriffen hätte was in Situationen wie einer solchen zu tun wäre.

    Die brennende Kälte flammender Polarinseln unterschied nicht zwischen Freund und Feind. An diesem Tag wurden die Woger unter den Ruinen der Burg begraben, die sie erobern wollten.

    "Wann werden die Kreaturen dieser Welt begreifen, dass niemand einen Krieg gewinnt? Einen Krieg verlieren alle." sagte Sumatan altklug und selbstverliebt, als er sein Pferd musterte. Der Name seines Pferdes war Arkanon Porros. Er fand diesen Namen sehr mystisch. Sumatan zurrte die mit geheimen Verschwörungsplänen vollgestopften Satteltaschen an "Arkanon Porros" fest und wollte gerade aufsitzen, als ein riesiger Ogerfinger auf seine Schulter tippte. Er drehte sich um.

    Vor ihm stand ein blutüberströmter Oger in der Plattenrüstung des Oberbefehlshabers der Wache. "Hast Du gerade meine Burg zerstört?" fragte Hula in einem Ton, den nur komplett Wahnsinnige in der Stimme haben, bevor sie einen Mord begehen.

    "Öhm also im Grunde - ja - aber sonst hätten es ja wohl die Woger gemacht" - sagte Sumatan, sichtlich beeindruckt von der Erscheinung des Ogers.

    "Also ja?" sagte Hula.

    "Wenn man es von der "zeitlichen" Abfolge der Dinge sieht, im Grunde nicht, nein.", überlegte Sumatan.

    "Ich habs doch gesehen" grunzte Hula.

    "Was du gesehen hast war das, was ursprünglich anders hätte ablaufen sollen." bemerkte Sumatan.

    "Das letzte was ich jetzt brauche ist ein Klugscheisser im Morgenmantel" schrie Hula und zog den letzten Pfeil aus seiner blutüberströmten Schulter. "Ich hatte einen beschissenen Tag und....."

    "Ich auch"......... murmelte Phoon in die rethorische Pause des Ogers. Sumatan und Hula blickten zu Phoon rüber.

    "Der winzige Zwerg vom Katapult, ich glaubs nicht", murmelte Hula und griff den Gnom am Gürtel und hielt ihn in die Luft. "Wo ist der Offizier, der Dich für den "Chris" eingeteilt hat?" schrie Hula so laut, dass die Haare des Gnoms nach hinten wehten.

    "Der ist tot glaub ich", sagte Phoon.

    "Sein Glück!", schrie Hula, warf den Gnom in die Pferdetränke, trat die zerbrochene Tür zum Gasthaus ein und brabbelte irgendetwas von "Hauweg-Bier".

    Zwei Stunden später saßen alle Drei, Hula, Sumatan und Phoon, im eingestürzten Gasthaus und lallten total besoffen irgendwelchen Mist. Für Phoon war das ok, weil er nicht mehr rumgeschmissen wurde. Für Sumatan war das ok, weil er sowieso einen fürchterlichen Kater hatte. Und für Hula war das normal.



    2. Gedacht, gemacht.

    Die Kunde über die Zerstörung der Zurgenburg machte im Land schnell die Runde. Zwar waren die Woger zurückgeschlagen und derartig heftig dezimiert, dass sie Wochen brauchen würden, um sich zu sammeln und neu zu formieren. Aber mit der Beharrlichkeit und dem Verständnis einer Stubenfliege, die durch den kleinstmöglichen Fensterspalt in ein Haus findet und durch eingerissene Wände nicht mehr heraus, würden die Woger genau dort weitermachen, wo sie aufgehört hatten.

    Hula, Sumatan (den Hula inzwischen einfach nur "Summse" nannte) und Phoon hatten die Stadt schon lange verlassen. Sie hatten sich - wie alle Bewohner der Burg - entschlossen die zerstörten Ruinen der einst so mächtigen Feste ihrem Schicksal zu überlassen und wollten dann zusammen nach ->Grumgarol reisen.

    (Grumgarol, Das: Grumgarol ist das maßgebliche Handelszentrum der bekannten Welt. Gelegen zwischen den -> baumlosen Wäldern und den -> Äckern ohne Felder ist Gromgarol nicht nur besonders einfach über den Landweg erreichbar; auch die mächtige -> "Wasserstraße der Erdterasse" bot bequeme Erreichbarkeit per Schiff.

    Hulamalunga hatte nur noch leichte schmerzen in der Schulter dank seiner Ogernatur. Der Oger an sich ist zwar nicht besonders schnell im Kopf, aber er ist zäh wie kein anderes Lebewesen. Selbst schwere Verletzungen heilen bei einem gesundem Oger binnen weniger Tage komplett aus und deshalb lautet ein bekanntes Sprichwort: "Den Oger nicht getötet". Das bedeutet soviel wie eine Aufgabe nicht erledigt zu haben, eine Sache nicht zu vollenden oder aufzuhören bevor man fertig ist.

    Die Mittagssonne ballerte auf Hulas Ogerhirn als er neben Phoon daherschritt.

    "Sag mal du kennst Dich mit zaubern aus oder irgendwie so?" fragte Hula völlig unbeholfen und vergewisserte sich, dass Summse ihn nicht hören konnte.

    "Wie meinst Du das?"

    "Der ist doch nicht normal" flüsterte Hula sichtlich unauffällig und schielte zu Sumatan rüber

    "Du auch nicht" sagte Phoon lapidar.

    Phoon wusste, dass er sowas nicht übertreiben durfte. Oger waren Spott und Hohn gewohnt, evolutionär hatten sie sich durch eine Verminderung der Intelligenz gegen derartige Boshaftigkeiten des angeblich intelligenten Lebens abgesichert. Abwertende Bemerkungen gegenüber einem Oger können jedoch, für den Fall dass der Oger erkennt, dass die anrüchige Tatsache wirklich zutrifft, etwas bewirken was man nur als "Magie" bezeichnen kann. Wird ein Oger auf diese Art wütend, naja sie wissen schon: Die Haut färbt sich violett, der Unterkiefer verdoppelt sich, Sabber läuft raus und Arme die Aussehen wie Beine schlagen Backsteine zu Brei während Beine so dick wie Bäume Flora und Fauna platttrampeln.

    "Hast schon recht" sagte Hula zögernd, "ich weiss nicht wie ich es sagen soll, aber der Elf da..."

    Phoon spazierte eng neben Hula und flüsterte hinter vorgehaltener Hand "Man sagt er ist einer der Drei"

    "Was Drei?" schallte die Stimme des neugierigen Ogers über dürre Wälder und trockene Felder.

    "Er ist einer der drei Erzmagier der Welfen" zischte Phoon, "und halt deine dicke Ogerklappe, Du musst nicht alles wiederholen was ich sage"

    (Elfenwelf, Der: Ein Elfenwelf ist ein Zauberkundiger, der die gesamte Magie des bekannten Universums beherrscht. Es gibt drei von ihnen. Nur wer als Elf geboren ist, kann ein Welf werden. Und nur wenn einer der drei stirbt, muss ein -> Magierlord einer ->Arkangilde (siehe auch -> Gilde) in Anwesenheit beider anderer Welfen mittels eines üblen Rituals dessen Position übernehmen. Es ist völlig unklar, was dabei mit Geist, Seele oder Verstand von Probant und Dahinscheidendem passiert. Aber es hat bis heute auch niemand gefragt. Die Macht machts. Der Legende nach sterben alle drei Welfen, wenn einer von Ihnen stirbt ohne einen Nachfolger zu haben. Sowas kam aber nicht vor in 5 Milliarden Jahren. Kein Wunder, wenn man alles kann.)

    "Sind die alle drei bei den bekloppten von der Zeitsekte?" flüsterte Hula

    "das hätt ich dir gar nicht zugetraut" grinste phoon zu hula mit leicht erstauntem blick

    "naja man will ja wissen wen man sonst noch umkloppen muss wenn einer nicht reicht" sagte hula

    "Ich hab gesagt einer reicht, dann sind alle drei weg"

    "Ops, das ist ja einfach" gab Hula motiviert kund, Phoon drehte sich um und schaute nach hinten. Summse war nicht mehr da.

    "Ja ja, ich weiss, der konnte das hören, ich hätte es wissen müssen blabla" schrie Hula richtig laut. "Ich bin dumm und der ist weg". Der Oger lief rot an.

    "Um Gottes Willen Hula, mach ganz langsam. Durchatmen. Der ist doch total egal".

    Sumatan war einfach weg. Sein Pferd auch. Einer seiner Verschwörungspläne lag auf dem boden aber zischte in blauem Feuer zu Asche. Sumatan hatte sogar Selbstzerstörungsfallen in seine Unterlagen gebaut, falls er mal was verlieren sollte. Während die beiden glotzend auf den Aschehaufen starrten humpelten drei ziemlich üble Halsabschneider-Goblins (-> Goblin) aus dem Unterholz. Sicher wären Hula und Phoon in diesem Moment leichte Beute für die drei gewesen, wenn nicht der Anführer der Bande folgende Worte siegessicher hätte kund tun müssen:

    "Na, Euer Freund hat euch wohl sitzen lassen"

    ICH HASSE DIE WELT schrie Hula und seine gesamte Motorik wurde von einer höheren Instanz übernommen. Der Oger riss einen Baum mit einer Hand ab und und warf ihn mitten in die Goblins.

    Haben Sie schonmal einen Weihnachtsbaum gekauft? Wie hoch sind Ihre Decken zu Hause? Kennen Sie die richtig dicken Weihnachtsbäume vom Marktplatz? Nehmen sie so einen und tragen Sie ihn alleine nach Hause. Und dann stellen Sie sich vor, er fällt 2 stockwerke runter und trifft sie auf dem fuss, oder an der nase oder im magen.

    so fühlten sich jedenfalls die goblins.

    Hula riss seinen Zweihänderschwert vom Rücken und lief in die ersichtlich schon toten Goblins rein. Jedenfalls zuckten sie nur noch. Es war ein unschönes Bild, das sich Phoon dartat, aber was sein muss, muss sein.








    e.



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