Schrift

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    Re: Schrift

    freepalestina - 14.05.2007, 17:59

    Schrift
    Schrift (Die arabische Schrift)

    Das Osmanische wurde bis zur Einführung der lateinischen Schrift in arabisch geschrieben. Das arabische Alphabet läuft von rechts nach links. Die Mehrzahl der 28 Kohnsonaten hat eine Anfangs-, Mittel- und Endform und steht auch in unterschiedlicher Form allein. Im osmanischen wurden noch vier persische und ein türkische Buchstabe in die Schrift integriert. Neben diesen Buchstaben gibt es noch ca. 11 besondere Schriftzeichen, die die kurzen Vokale, Vokallosigkeit, Konsonantenverdoppelung und andere Besonderheiten anzeigen.

    Zahlen

    In der osmanischen Schrift wurden arabische und persische Zahlen benutzt. Zur Umrechnung der Zahlenangaben siehe: Chronology

    unterschiedliche Schriftstile im arabischen:


    celi sülüs 16 Jh:




    Die 6 Grundschriftenarten ( aklam-ı sitte)

    Die älstesten arabischen Schriftarten waren nesih und kufi ( war bis ins 14 Jh. noch in Verwendung).

    1. sülüs oder thuluth: Diese aus nesih hervorgehende Schriftsil wurde beforzugt als celî sülüs von osmanischen Kalligraphen benutzt. Insbesondere an Monumenten und in Moscheen treffen wir diesen großartigen Duktus.

    2. nesih: Diese vornehme Schreibschrift wurde vor allem durch “Wohltätige Stiftungen” und zum Kopieren des Koran benutzt. Sie bildet eine der wichtigsten Grundschriftarten der arabischen Buchstaben.

    3. muhakkak: Diese Schriftart wurde bis ins 16 Jh. zum Kopieren grossformatiger Korane verwendet.

    4.reyhânî: Diese kleine Version von muhakkak, wurde bis ins 16 Jh. zum Kopieren kleinformatiger Korane benutzt.

    5. tevkî: Diese schmalere Verwande von sülüs wurde vor allem im Kanzlei Schriftverkehr benutzt.

    6.rıkâ: Diese kleine Version von tevkî wurde ebenfalls für den offizielen Schriftverkehr benutzt.


    Beispiel für nesih (1)


    Osmanische Fahne celî nesih 17 Jh. Heeres- geschichtliches Museum Wien


    Beispiel für sülüs (1)






    Besondere osmanische Schriftstile mit unterschiedlichen Linienführungen (Duktus)

    1. ta`lîk: Diese feine Schriftart, verwandt mit der persischen nesta`lîk Schrift, wurde insbesondere für religöse Kalligraphien benutzt. Als sikeste ta`lîk wurde sie im 15 Jh. auch als offiziele Schrift für Kanzleischreiben angewandt.

    2.rık`a: Dieser einfache Schriftstil wurde als Alltagsschrift im Osmanischen Reich benutzt.

    3. siyaqat: Diese komplizierte rık`a Variante, verwandt mit der persischen þikasta Schrift, wurde insbesondere von der Finanzverwaltung genutzt. Durch zuhnemende Verfeinerungen enstand eine nur schwer zu lesende Code gleiche Hofschrift.

    4. dîvânî: Dieser Schriftstil war der meist benutzte Duktus im offizielen Schriftverkehr des Osmanischen Reiches. Dîvânî enthält Eigenschaften des sülüs und ta`lîk. Er entwickelte sich im 16 Jh. als Kanzleischrift in unterschiedlichen Größen z.b. als celî dîvânî (celi im Sinne von “klar” da hier, im Gegensatz zu divani, die Vokalzeichen benutzt wurden)Im 18 Jh. wurde eine einfachere Form von dîvânî entwickelt der sich kırması dîvânî (kirmasi im Sinne von “grob”) nannte und bis zum Ende des Osmanischen Reiches als Hofschrift verwendet wurde

    Transliterationsystem

    Mit der Schriftreform von 1928 hat meine eine lateinische Umschrift für das türkeitürkische neu festgelegt (siehe links türk. Alphabet). Zur Darstellung der arabischen Schrift in die lateinische bedient man sich drei wissenschaftlicher Umschriften. Im deutschen Sprachraum bedient man sich der Umschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (DMG)

    Im englischsprachigen Raum wird die Umschrift der Encyclopaedia of Islam (EI) benutzt. Bei der Wiedergabe osmanischer Texte verwendet man heute mehr und mehr die Umschrift der Islam Ansiklopedisi (IA) In der früheren Literatur gibt es deshalb eine Vielzahl von Möglichkeiten wie osmanische Texte bzw. Wörter wiedergegeben wurden. Davon abgesehen haben sich einige Wörter in die deutsche Sprache in ihrer Schreibweise eingegliedert.

    Alphabet in ta`lîk:


    Alphabet in dîvânî (1):


    Tuğra Sultan Murad II in nesih 1430:


    1480 osmanischer Kalligraph mit Schreibutensilien. (Stewart Gardner Museum Boston):



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