No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

Tokio Hotel - Fanfictions
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    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    1989moni1989 - 12.05.2007, 20:40

    No way out... Endstation Frankreich? [PG16]
    Autor: 1989moni1989
    Kategorie: Drama, Depri, Charakter-Death???
    Rating: PG 16
    Warnungen: SVV, möglicherweise Tod der Hauptperson. Die Story wird tottraurig! Oder zumindest gebe ich mein bestes, dass sie das wird. Für ein happy End kann ich nicht garantieren, ich weiß es selbst noch nicht.
    Claimer & Disclaimer: Bill habe ich nur ausgeborgt für diese Geschichte, alle anderen Personen, einschließlich Julie, habe ich nur erfunden und die gehören mir!!!
    Summary: Julie ist alleine... Keiner will etwas mit ihr zu tun haben. Seit ihre beste Freundin gestorben ist, kann sie mit niemandem mehr über ihre Probleme reden. Sie kleidet sich nur noch schwarz, hat ihre blonden Haare schwarz gefärbt, die Augen ständig schwarz umrandet... Niemand will sich mit ihr abgeben, denn Leute wie sie, passe nicht in diese Welt.


    _______________________________________________________
    „Endlich ist es soweit! Die Sprachwoche kann beginnen! Ab jetzt will ich von euch nur mehr französische Wörter hören und nichts mehr anderes!“, lacht die Lehrerin, die ganz vorne im Bus sitzt.

    Ja, sie hat auch wirklich gut reden. Sie muss auch nicht alleine bei einer Gastfamilie bleiben, sondern sie lebt gemeinsam mit unserem Klassenlehrer in einem Hotel, während wir uns alleine durchschlagen müssen, in einem Land in dem wir die weder die Sprache verstehen, noch die Menschen und deren Sitten und Bräuche kennen.

    Frankreich, genauer die Stadt Nizza ist unser Ziel. Zehn ganze Tage werden wir dort verbringen, bei einer Familie, welche weder deutsch noch englisch sprechen kann. Das heißt, wir müssen uns auf Französisch verständigen. Die anderen haben es ja nicht so schwer. Die sind zu zweit oder zu dritt. Aber ich… ich habe niemanden. Keiner will sich mit mir rumschlagen, also bin ich die einzige, die alleine sein muss.

    Ich will gar nicht daran denken. Schon seit zwei Jahren ist das jetzt so. Damals ist meine beste Freundin bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen und seitdem ist nichts mehr so, wie es mal war.
    Zögernd blicke ich auf das Glas der Fensterscheibe. Draußen ist es dunkel, weil wir in der Nacht wegfahren müssen, um morgen Nachmittag anzukommen. Über zwölf Stunden werden wir jetzt diesen Bus nicht verlassen dürfen. Vielleicht eine kurze Pause, aber mehr auch schon nicht. Im Glas sehe ich mein Spiegelbild, doch ich blicke schnell wieder weg. Ich kann mich selbst nicht mehr ansehen. Mein blondes Haar ist jetzt schwarz und die Augen habe ich schwarz umrandet.

    Von der lebensfrohen Julie, die ich noch vor zwei Jahren gewesen war, war nichts mehr übrig. Seit damals habe ich auch mindestens zwanzig Kilo abgenommen. Ich war noch nie besonders dick gewesen, doch für mich war es die einzige Möglichkeit, zu beweisen, dass ich noch etwas schaffen kann. Wenn ich schon sonst nichts schaffe, dann schaffe ich es wenigstens, so viel abzunehmen, bis es nicht mehr geht. Vielleicht merkt dann auch mal jemand, wie es mir geht.

    Jetzt bin ich überhaupt nur noch ein kleines Häufchen Elend. Ohne Freunde und ohne eine richtige Familie. Zwar sind Mum und Dad da und machen auch das nötigste für mich, aber wirklich interessieren, tun sie sich nicht für mich. Sie fragen nie, wie es mir geht, was es neues gibt oder ob etwas nicht stimmt. Mir ist es noch nie schlecht gegangen, und mir hat auch noch nie etwas gefehlt, zumindest nichts Materielles. Aber mir fehlt es einfach, dass sich mal jemand um mich kümmert und sich Gedanken um mich macht. Bis vor zwei Jahren war Jenny diejenige gewesen, doch die war jetzt nicht mehr da. Wenn sie mich jetzt sehen würde… Ich will gar nicht wissen, was sie sagen würde.

    Und die Leute aus meiner Klasse machen mich zwar nicht unnötig fertig, aber sie reden auch nichts mit mir. Sie grüßen mich noch nicht mal. Keiner will mit einer wie mir etwas zu tun haben. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich mit mir selber überhaupt etwas zu tun haben will.

    Da kommt es jetzt natürlich gerade noch richtig, dass ich jetzt eine Woche noch nicht mal jemanden verstehen kann. Aber ist ja eigentlich auch egal. Viel ändert das sowieso nicht. Denn sonst hätte keiner mit mir geredet und jetzt verstehe ich die auch nicht, die sowieso nicht mit mir reden würden. Mich würde sowieso keiner etwas fragen. Also ist es auch egal. Ich muss es machen wie jeden Tag, wie jede Woche. Einfach nur Sekunde für Sekunde an mir vorbeiziehen lassen und warten. Warten auf nichts. Einfach nur warten, bis wieder ein Tag vorbei ist.

    Dass die Lehrerin aufgestanden ist, merke ich erst, als sie mit den beiden Mädchen vor mir redet. Ich höre zu und kann mit meinen paar Fetzen französisch, gerade noch erkennen, dass sie darüber redet, wer mit wem in einem Zimmer liegt. Aber ich kann mir das sowieso denken. Alle haben sich ihre Partner bereits ausgesucht und ich werde übrig bleiben.
    „Et Julie, tu veux diviser la famille avec qui?“, fragt plötzlich die Lehrerin auch mich.

    Gott sei Dank weiß ich schon, um was es geht, sonst hätte ich sie jetzt nicht verstanden. Sie fragt mich, mit wem ich eine Familie teilen will. Schön langsam sollten auch die Lehrer wissen, dass mich keiner bei sich haben will. Am liebsten würde ich jetzt aufspringen und davonlaufen. Aber wie immer kann ich mich zusammenreißen und meine Gefühle verstecken. Zumindest solange, bis ich alleine bin…

    „Avec personne. Je veux y rester seul!“, antworte ich ihr.
    Das heißt, dass ich alleine bei einer Familie sein will. Ich weiß nicht, ob die Grammatik stimmt, aber das ist mir auch ziemlich egal. Zumindest scheint mich meine Professorin verstanden zu haben, denn sie zieht eine Augenbraue hoch.

    „Pourquoi tu veux être seul?“, fragt sie mich.
    Doch ich zucke nur mit den Schultern und gebe ihr keine Antwort mehr. Sie geht nicht alles etwas an. Auch sie interessiert sich genauso wenig für mich, wie alle anderen hier. Ich bin doch allen nur ein Dorn im Auge, der am besten sofort verschwinden soll.

    Auch auf der Sprachwoche muss sie alleine in eine Gastfamilie, weil keiner bei ihr sein will. Sie überlegt, allem ein Ende zu setzen, als plötzlich jemand auftaucht...



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    KillerBarbie - 12.05.2007, 20:58


    hey^^
    also der anfang gefällt mir echt supii^^
    bin gespannt wies weiter geht..
    ´
    dat heißt^^ schnell weiter :)



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    babe - 12.05.2007, 21:00


    sie tut mir voll leid
    hoffentlich wendet sich ihr leben bald!!


    schnell WEITER



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    1989moni1989 - 13.05.2007, 19:35


    Hey ihr beiden!!!
    dankeschön für eure kommis!!!

    ich bin jetzt schon bei kapitel 8 oder so, deshalb stell ich auch gleich das nächste rein ;-) am ende des kapitels beginnt sich endlich was zu tun *gg*

    freu mich wieder auf kommis ;-)!!!!!!!!!!!

    glg Moni

    ________________________________________________________
    Ich passe einfach nicht in diese perfekte Welt. In diese Welt, wo alle Menschen glücklich sind und die Probleme einfach verdrängt werden. Und genauso wie diese Probleme werde auch ich behandelt. Ich werde einfach weg geschoben und weitergereicht.

    So gut wie möglich, versuche ich mir nichts anmerken zu lassen. Darin bin ich schon immer gut gewesen. Einfach alles in mich hineinfressen, was mich ärgert. Ich versuche schon gar nicht mehr, mit irgendjemandem darüber zu reden, weil es ja doch keiner wissen will.

    Inzwischen fahren wir schon gute zwei Stunden. Viele der anderen schlafen bereits. Immerhin ist es auch schon nach ein Uhr morgens. Doch schlafen kann ich nicht. In der Umgebung von anderen Menschen kann ich einfach nicht zur Ruhe kommen. Vor allem, wenn Leute um mich herum sind, die mich kennen. Ich habe immer das Gefühl, dass die irgendetwas machen, während ich schlafe. Also bleibe ich wach. In Frankreich werde ich einen Raum für mich alleine haben, da kann ich dann auch schlafen in Ruhe.

    Draußen regnet es inzwischen in Strömen. Mit dem Finger verfolge ich den Weg eines Regentropfens, der die Scheibe herunter perlt. Doch schon bevor er unten angekommen ist, wird er von einem größeren eingeholt und vereint sich mit diesem zu einem noch größeren Tropfen. Weg ist er. Wie gerne wäre ich jetzt dieser kleine Regentropfen gewesen. Einfach so von jemand stärkeren aufgenommen werden und dadurch selbst stark zu werden. So stark, dass mich das alles nicht mehr berührt, was andere über mich sagen. Es wäre so schön, wenn ich einfach nichts mehr fühlen könnte. Keine Beleidigungen und vor allem nicht diese Einsamkeit, die ich nun schon so lange mit mir herumtrage und mit keinem teilen kann.
    Die einzigen, die jetzt noch reden hier im Bus sind die beiden Lehrer, die uns begleiten. Über was sie halten, kann ich nicht verstehen, denn sie reden nur mehr französisch. Bruchteile von Worten, die ich verstehe, kann ich erkennen, doch es ergibt kein klares Bild in meinem Kopf.
    Ich halte diese Stille hier bald nicht mehr aus. Es ist so schwer, wenn niemand einen so akzeptieren kann, wie man ist. Wenn keiner zu einem steht. Jenny hat das früher immer getan, aber jetzt tut das keiner mehr. Warum denn nicht? Ich brauche doch nur jemanden zu reden. Ich bin den Tränen nahe. Doch obwohl ich jederzeit weinen könnte, schaue ich noch genauso aus wie vorher. Zumindest von außen. Mein Spiegelbild schaut mich nicht glücklich, aber auch nicht traurig an. Einfach nur immer gleich emotionslos. Irgendwann schafft es jeder, die Gefühle einfach abprallen zu lassen, oder wie in meinem Fall, in mich hineinzufressen, bis ich sie anders wieder rauslassen kann.

    Weitere Zeit vergeht. Ich halte die Augen geschlossen, doch schlafen will ich nicht. Plötzlich hält der Bus an. Langsam öffne ich die Augen und sehe, wie die Lehrerin das Mikrofon in die Hand nimmt.

    „Ich weiß, es ist spät, aber einige müssen sicher auf die Toilette. Wir werden am Morgen noch mal stehen bleiben um Frühzustücken. Bis dahin ist keine Pause mehr geplant, also bitte geht jetzt!“, verkündet sie.
    Auch Frau Höfer, die französisch in meiner Klasse unterrichtet, kann ihre Müdigkeit nicht mehr verbergen. Aber dennoch ist sie die erste, die aus dem Bus klettert. Ich warte noch kurz, bis alle ausgestiegen sind, bis ich meinen Rucksack nehme und ihnen folge. Jedoch achte ich darauf, mindestens fünf Meter Abstand zu haben. Ich will ihnen nicht auf die Nerven gehen und ich will auch nicht hören, was sie reden. Das interessiert mich schon lange nicht mehr.

    Als die ersten die Raststätte neben der Autobahn betreten, geht das helle Licht an. Ich muss mir die Hand vors Gesicht halten, weil das grelle Licht so blendet. Könnte es nicht einfach dunkel bleiben? Ich mag das Licht nicht. Darin kann man alles so genau sehen. Und mich muss niemand sehen können. Ich bin zu unwichtig.

    Gott sei Dank sind in dieser Raststätte viele Kabinen auf der Toilette vorhanden und ich muss nicht warten. Ich kann nicht mehr warten, ich muss es jetzt tun. Ich hab mir vorgenommen, mindestens solange zu warten, bis wir bei der Familie angekommen sind, doch es geht nicht mehr. Hinter mir sperre ich zu. Noch immer kann ich das leise Reden der anderen hören und ganz wohl ist mir bei der Sache nicht.

    Doch es muss jetzt sein. Ich knie mich neben meinen Rucksack, den ich extra mitgenommen habe, auf den Boden und öffne ihn. Zum Vorschein kommt mein Tagebuch. Den Schlüssel habe immer bei mir, jetzt im Moment in meiner Hosentasche, damit ich ihn ja nicht verlieren kann und damit ihn niemand finden kann. Ich hole ihn hervor und sperre das Tagebuch auf. Mein Blick streift die ersten voll beschriebenen Seiten, doch ich schenke ihnen keinerlei Beachtung. Jetzt zumindest nicht. Wichtig ist nur, was sich dahinter verbirgt. Ich blättere ein paar Mal um und dann sehe ich die Klinge. Ein Glückgefühl durchströmt meinen Körper. Aus den letzten hundert Seiten des Tagebuches habe ich ein Geheimfach gemacht. So merkt es keiner und so wird es auch nie jemand merken.

    Ich nehme die kleine, silbern glänzende Messerklinge aus dem Fach. Zur Vorsorge habe ich noch zwei andere mitgenommen. Doch die sind mir im Moment egal. Zwischen Zeigefinger und Daumen halte ich sie fest und schaue sie einen Moment lang an. An schiebe ich vorsichtig den Ärmel, meines langen schwarzen Pullovers nach oben. Inzwischen ist mein ganzer Unterarm übersäht von Schnittwunden. Vor einem Jahr habe ich damit begonnen. Ich brauchte eine Möglichkeit, mit allem fertig zu werden und eine andere Lösung sah ich nicht und jetzt will ich gar keine andere Lösung mehr sehen.

    Anfangs waren die Schnitte nur oberflächlich und sie sind schnell wieder verheilt. Aber inzwischen werden sie immer tiefer. Manchmal dauert es einige Tage, bis sich der Schnitt wieder geschlossen hat und nicht mehr wehtut. Aber dieser Schmerz stört mich nicht im Geringsten. Er hilft mir, mit den Schmerzen, die mir durch andere Menschen zugefügt werden, fertig zu werden.



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    babe - 14.05.2007, 15:16


    oh man sie tut mir voll leid

    schnell WEITER



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    KillerBarbie - 14.05.2007, 19:27


    hey^^
    dein schreibstil is echt geilööö : ))
    <3
    schnell weiter



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    Anonymous - 15.05.2007, 17:31


    hey meine süße!
    die ff wollt ich schon die ganze zeit lesen!!
    und ich bin vooooll beeindruckt
    die gefällt mir echt totaaaal!!!
    mach weiter so..:)

    und wenn deine arbieten rum sind, dann kannste ja auch ne mail schrieben xD *neeerv*
    UND ÜBRIGNES: DEIN BUCH IS DAAAAAAAAAAAAAAA '
    UND DAS IS DEEEER HAMMAAAA



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    1989moni1989 - 15.05.2007, 19:17


    hey ;-)

    *freu* auch hier drei kommis ;-)
    das muss belohnt werden.

    im moment gehts eh nur hier und "Im Stich gelassen von dir..." und in "Küsst mich doch beide!" weiter, weil ich da Vorräte angeschrieben habe.

    Ich brauch nämlich erst jetzt mal diese Story fertig, weil ich dann die der Lehrerin als Freibeitrag in deutsch abgeb. da brauchen wir jedes semester zwei von. und naja... die story wird noch ziemlich heftig und von dem her passt das ;-)
    inzwischen bin ich schon beim zweiten tag beim schreiben angekommen... es ist grad acht uhr früh oder so... und ich bin auf seite 22 in word *freu* also so 9 kapitel gibts bis dahin noch...
    und ach ja. bill kommt so ab kapitel 6 oder 5 ins spiel. er ist aber nicht bei th in dieser story.

    @ babe
    oh ja, das wird hoffentlich noch mehr ;-)

    @ KillerBarbie
    dankeschön ;-) wird gemacht.

    @ tokiogirl89
    ich sag dir mal was! dein name ist der horror! ich will immer tokiogril89 schreiben!!!!!! und ein grill bist du ja wirklic nicht... *gggggggggg*
    da sieht man mal wieder, dass das zehnfingersystem ned so einfach ist *gg*
    freut mich ur, dass du hier auf mitliest!!! ;-)
    ich schreib morgen die mail an dich!!! weil donnerstag ist eh frei und dann brauch ich eh den ganzen mittwoch auch nix zu machen *looooool* also hab ich morgen zeit genug *gg*
    echt? gefällt dir das buch *freu* find ich super!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    *Freuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu*

    _______________________________________________________
    An einer passenden Stelle, drücke ich die Klinge auf die Haut und atme noch mal tief und voller Vorfreude auf den Schmerz, der jetzt gleich folgen wird, durch. Ich wende immer mehr Kraft an und schließlich schließe ich die Augen und ziehe das Metall über die Haut. Ich kann spüren, wie sie immer tiefer in meine Haut und die darunter liegenden Schichten eindringt. Und ich genieße dieses Gefühl. Nur dieses Gefühl. In diesem Moment denke ich an nichts anderes, nur an den stechenden Schmerz auf meinem Unterarm. Nicht an die Menschen, die mich nicht haben wollen, nur weil ich so bin, wie ich bin. Nicht an die Menschen, die mich deswegen fertig machen. Sie sind im Moment alle nebensächlich. Niemand von ihnen zählt.

    Langsam lasse ich das Metall wieder aus der Haut gleiten und öffne die Augen. Die warme rote Flüssigkeit läuft unablässig in die Toilette, über welche ich meine Hand halte. Mit der anderen Hand, reiße ich ein Stück Klopapier ab, mit welchem ich die Klinge abwische und wieder zurück ins Tagebuch fallen lasse. Sauber machen kann ich sie bei der Gastfamilie auch noch. Ich werde ja genug Zeit haben.

    Noch etwa fünf Minuten warte ich in meiner Kabine, bis das Blut weniger wird. Die anderen sind inzwischen wieder nach oben gegangen, aber das ist mir egal. Sie werden schon auf mich warten und wenn nicht, dann stört mich das auch nicht. Wäre ja kein Wunder, wenn sie auch mich einfach vergessen würden. Wer denkt schon an mich, wenn die Lehrerin fragt: ‚Sind alle da?’ Genau, niemand würde sagen, dass ich nicht da bin.
    Mit einem neuen Stück Klopapier tupfe ich das Blut ab, bevor ich einen Verband, der ebenfalls in meinem Tagebuch liegt, darüber binde. Hinausgehen zu den Waschbecken und das ganze ordentlich desinfizieren, traue ich mich jetzt nicht. Es wäre zu riskant, weil mich jemand sehen könnte. Deswegen wickle ich den Verband nur ein paar Mal herum und siehe dann meinen Ärmel wieder nach unten, bevor ich das Tagebuch wieder abschließe und es zurück in den Rucksack stecke. Dann drücke ich noch die Klospülung und sehe zu, wie mein Blut den Abfluss hinunter fließt. Langsam sperre ich die Kabine dann auf und gehe wieder hinaus auf den Parkplatz. Ein paar Leute aus meiner Klasse stehen noch da und reden miteinander. Sie werfen mir nur mitleidige Blicke zu, wie immer. Doch sie ignorieren mich, auch wie immer.

    Aber noch immer sind meine ganzen Gedanken bei dem schmerzenden Arm. Es tut weh. Verdammt weh sogar. Doch das ist mir egal. Es gefällt mir sogar. So tun mir die Blicke der anderen nicht so weh. Viel länger hätte ich auf diese Pause nicht mehr warten können. Das musste jetzt sein.

    Ich merke gar nicht, wie sich der Bus wieder in Bewegung sitzt und wir Kilometer für Kilometer hinter uns bringen. Erst als ich draußen die ersten Umrisse im Sonnenlicht des neuen Tages erkennen kann, wird mir klar, dass ich noch immer im Bus sitze. Im Bus auf dem Weg nach Frankreich.
    Allmählich beginne ich wieder nachzudenken. Dieses Bedürfnis habe ich die letzten Stunden über total ausgeschaltet, aber langsam kommt es zurück. Ich weiß nicht, was ich die letzten Stunden über getan habe. Geschlafen sicher nicht, das weiß ich. Aber sonst kann ich mich nicht erinnern. Nur an das Gefühl von Glück und Entspannung, das von der schmerzenden Hand ausgeht. Aber mit dem Abklingen der Schmerzen wird auch dieses Glück wieder weniger und dafür die Blicke der anderen wieder mehr. Nein, sie schauen mich immer gleichhäufig an, aber ich nehme es jetzt wieder bewusster wahr als noch vor einer oder zwei Stunden. Sie schauen, als hätten sie Angst vor mir. Was habe ich ihnen getan?

    Es ist einfach nur pure Verachtung. Sogar seitens der Lehrer. Seit zwei Jahren jetzt war ich nicht mehr so gut in der Schule und auch den Professoren viel es auf, dass ich mich zunehmend verändert habe. Seit dem wollen auch sie nichts mehr mit mir zutun haben. Sie reden nur noch mit mir, wenn es wirklich sein muss. Ich hätte mir früher nicht vorstellen können, dass es wehtun konnte, wenn die Lehrer einen ignorieren. Aber sogar das ist schlimm für mich. Genauso schlimm, wie wenn jemand anderer mich verurteilt.

    Aber im Moment schaffe ich es noch, mich auf andere Dinge zu konzentrieren und nicht an die Leute um mich herum zu denken. Doch ich weiß, dieses Gefühl wird von Stunde zu Stunde weniger werden.
    Allmählich setzt sich die Sonne immer mehr vom Horizont ab und steht immer höher am Himmel. Vom Regen von heute Nacht ist nichts mehr zu sehen. Schade, Regen wäre mir lieber gewesen. Aber darauf habe ich keinen Einfluss und jetzt will die Sonne scheinen. Also wende ich mich einfach vom Fenster ab und mustere die Lehne des Sessels vor mir. Dunkelblau und Dunkelbraun gemustert. Bis darauf, dass das Muster fröhlich wirkt, gefällt mir dieser Sessel. Oder zumindest die Farben. Sie passen zu mir. Zwar nicht so gut, wie die schwarze Farbe, aber immer noch besser als die Sonne draußen vor dem Fenster.

    Um knapp vor acht Uhr bleiben wir das nächste Mal stehen. Frau Höfer sagt uns, dass wir gut in der Zeit liegen und wir etwa gegen ein Uhr Nachmittag in Nizza ankommen würden. Dort werden wir erstmal von den Familien empfangen und dann müssen wir uns wieder mit der Klasse treffen und wir schauen uns die Stadt an. Sie meint, jetzt wäre aber erstmal Frühstück angesagt und wir sollen alle aussteigen und in einer dreiviertel Stunde wieder beim Bus sein.



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    babe - 15.05.2007, 19:57


    mal gucken!! ;)
    wann kommt den bill??????????????


    schnell WEITER



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    Anonymous - 19.05.2007, 17:11


    hey süzZe..
    also

    1. der teil war sooo super, du hast das alles totaaal geil beschrieben, klasse gemacht

    2. ya ey...bin jetzt auf seite 89 oda so..und das buch ist der hammer

    3. ich muss dir sooo viel erzählen :( aber du schreibst keine mail mehr...

    4. will ich dass es hier so schnell wei möglich weitergeht :)


    lieb dich :)


    PS: und ich bin kein grill :(:( xD



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    1989moni1989 - 23.05.2007, 15:56


    hey!!!
    nur zwei kommis??? schade... :-(
    aber naja ;-) hab die ff jetzt fertiggeschrieben (meine längste bis jetzt übrigens) und naja, jetzt dachte ich mir, ich poste halt wiedermal nen teil!!! wird noch heavy, versprochen!!!

    @ babe
    dauert ned mehr lange, versprochen!!!!!


    @ tokiogirl89
    du grill du *gg* ah, ich hab eh hunger *lol*
    ne, scherz!!!
    hihi, buch gelesen? *freu*
    freu mich grad total! und, wie fandest es so????
    hoff, dass ich jetzt wieder öfter schreiben kann!!!!

    danke für die kommis und weitergehts!

    glg Moni

    __________________________________________________-
    Doch ich habe keine Lust. Lieber bleibe ich hier sitzen und esse das, was Mum mir noch eingepackt hat. Sie weiß, dass ich keine Müsliriegel mag. Das habe ich ihr nicht erst einmal gesagt. Aber trotzdem hat sie mir welche eingepackt. Die Lehrerin fragt mich noch, ob ich nicht auch aussteigen will, wie alle anderen, die inzwischen den Bus eilig verlassen habe, doch ich winke ab. Ich bleibe lieber alleine hier drinnen, weg von all den anderen Menschen.

    Die Professorin zuckt mit den Schultern und lässt mich dann alleine mit dem Buschauffeur zurück. Kann er nicht auch noch gehen? Aber er sieht mich nicht, dazu bin ich zu weit hinten. Also kann er mir auch ziemlich egal sein. Als ich sehe, dass alle aus meiner Klasse, in die Raststation verschwunden sind, atme ich auf. Endlich alleine. Genauso wie immer und noch nicht so. Denn auch wenn die anderen da sind, bin ich alleine. Doch dieses allein sein ist anders. Niemand ist hier, der mich verachtet oder mich komisch anstarrt. Jetzt kann ich einfach nur ich sein und keinen stört es. Aber das ändert sich sowieso wieder, wenn die anderen zurückkommen.

    An einer Ecke reiße ich die Verpackung des Müsliriegels auf und schmeiße sie dann zurück in meinen Rucksack. Erst jetzt merke ich, wie großen Hunger ich inzwischen habe. Hunger ist eins der Gefühle, die ich nur dann zulasse, wenn ich alleine bin. Ich will nicht, dass mir jemand beim Essen zuschaut. Hastig nehme ich einen Bissen des Riegels, doch schon danach ich diesen geschluckt habe, ist sämtliches Hungergefühl verschwunden. Ich krame die Verpackung wieder aus dem Rucksack und lasse den Rest meines Frühstücks darin verschwinden. Es schmeckt mir nicht, aber das ist nicht der Grund, warum ich nichts mehr essen kann. Es geht einfach nicht. Nach dem ersten Bissen wird mir schlecht und ich muss mich dazu zwingen, nicht auf die Toilette zu laufen. Wenn ich nicht so große Angst hätte, dass mich jemand sieht, würde ich das sofort machen. Doch ich kann mich zurückhalten und bleibe sitzen. Dann darf ich heute eben nichts mehr anderes essen.

    Das erste Mal schaue ich mich in diesem Bus richtig um. Niemand beobachtet mich, also kann ich auch mal schauen, wo ich hier eigentlich bin. Ein normaler Schülerbus. Nicht mal einen Reisebus hatten sie uns besorgt. Doch er ist bequem. Zumindest dann, wenn man alleine einen Doppelplatz hat, so wie ich. Zu zweit kann ich mir nicht vorstellen, dass man gut sitzt.

    Doch leider vergeht diese Zeit viel zu schnell und kurz später, kommen die ersten meiner Mitschüler zurück zu mir in den Bus. Ich blicke wieder den Sessel vor mir an und kann die Blicke, die sie auf mich werfen nur erahnen. Doch genau wissen will ich das gar nicht, das würde mich nur wieder komplett fertig machen. Okay, bis wir in Nizza angekommen sind, geht es mir bestimmt wieder genauso schlecht wie noch in der Nacht. Ich kann einfach nicht so lange Zeit mit anderen Menschen zusammen sein und noch dazu auf so engem Raum. Das schaffe ich nicht. Nicht mehr.
    Früher, da konnte ich mir nichts Schöneres vorstellen, als den ganzen Tag mit Jenny herumzuhängen und mit ihr zu reden. Ich war noch nie ein Mensch der großen Taten gewesen, genauso wenig wie Jenny einer war und deshalb saßen wir oft Stunden lang irgendwo herum und wir redeten einfach nur über alles, was uns im Moment beschäftigte. Seit ihrem Tod habe ich mit keinem mehr über irgendetwas reden können und die Hoffnung, dass ich jemals wieder so einen Menschen wie sie finden werde, habe ich auch schon vor langer Zeit aufgegeben. So jemanden wie sie, gibt es nur einmal. Oder besser, so jemanden wie sie, gab es nur einmal. Denn jetzt ist sie ja weg. Für immer.

    Allmählich füllt sich der Bus wieder und es dauert nicht lange, bis auch die beiden Lehrer wieder da sind und ihren Platz einnehmen. Sie fragen noch mal nach, ob alle da sind und da keiner sich meldet, der nicht anwesend ist, geben sie dem Busfahrer Bescheid, dass er abfahren kann. Über die Intelligenz der Lehrer zu fragen, wer nicht da ist, denke ich gar nicht nach. Wie soll sich jemand melden, der fehlt? Aber na ja.

    Das Gefühl der Freiheit, welches kurz in mir aufgekommen ist, als ich allein hier im Bus war, ist bereits wieder völlig verschwunden und ich kann nur die ganze Zeit darauf achten, ja nicht aufzufallen. Mich so ruhig zu verhalten, dass keiner mich bemerkt. Das ist das sinnvollste, was ich machen kann. Denn je weniger Aufmerksamkeit ich errege, desto weniger Menschen schauen mich an oder reden über mich. Und das ist das was ich will. Dass mich einfach alle in Ruhe lassen, wenn sie mich sowieso nicht mögen. Und das tun sie nicht. Nein, sie hassen mich, dafür, dass ich anders bin als sie. Dafür, dass ich anders geworden bin, als sie. Früher war ich ja keine Außenseiterin, da hatte ich Freunde und mit den meisten habe ich mich verstanden. Aber eine richtige Freundin war nur Jenny und alle anderen haben mich jetzt einfach so fallen lassen.
    Plötzlich höre ich, wie sich die Lehrerin räuspert und ich blicke auf. Sie hat wieder ihr Mikrofon in der Hand und wartet noch, bis alle ihre Aufmerksamkeit auf sie gelenkt haben.

    „On es à Nice il y a cinq minutes! Vous devrez ranger votres affaires et vous vous préparez pour quitter l’autobus!”, teilte sie uns mit.
    Das heißt, dass wir in fünf Minuten in Nizza sind und wir unsere Sachen zusammenpacken sollen und uns zum Aussteigen fertig machen müssen. Meine Sachen sind sowieso schon im Rucksack, also habe ich nichts weiter zu tun, außer zu warten, bis wir endlich da sind. Was



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    babe - 23.05.2007, 16:31


    ich weis jetzt grad gar nicht was ich schreiben soll!! lol


    schnell WEITER



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    LetZz_Rock - 23.05.2007, 18:23


    huhuuuu

    boah hamma hamma hamma story find ich voll geil hab ich in eins durchgeleesen!gar nich gemerkt dass ich geatmet hab xD

    ich bin volll stolz auf mich ich hab des französisch verstaaandenn xD lohnt sich die schufterei doch ein wenig ^^
    aber hoffentlich bin ich bis zu unsrem franze austausch nich so ne außenseiterin O_o

    un des mit dem schwarzen anziehen kann ich auch vertehen in solch einer situation... einfach eine schwarze fassade aufbauen... eine fassade gegen alles und jeden

    un die is ja richrtig magersüchtig un hat ne hammer selbstbehersschung... dann isst sie ebdn heute nix mehr O_o auch gut -.- un selbstbherschung auch noch

    joa also, ich glaub daskommi wird langweilig xDD

    also schreib auf jeden jeden jeden fall weitaa


    liebe liebe grüße
    rabea



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    1989moni1989 - 27.05.2007, 18:22


    hey! ;-)

    dankeschön für die beiden kommis!!!

    @ LetZz Rock
    freut mich, dass du auch hier bist!!!!!!!!!!!!!
    auf einmal durchgelesen? war's eh ned zu fad? *gggg*
    hoff ja doch mal nicht *gg*
    also ich hab extra versucht ganz leichte französisch wörter zunehemn, weil ichs selber ned kann *ggggg*
    freut mich, dass man es verstehen kann


    @ babe
    dankeschön euch für dein kommi ;-)
    auf dich ist einfach bei jeder ff und jedem teil verlass *freu*

    glg Moni

    _______________________________________________________
    Was heißt, bis wir endlich da sind? Ich will gar nicht ankommen. Aber andererseits kann ich dann endlich raus aus diesem Bus. Nicht nur, dass mir alles wehtut. Nein, ich ertrage die Nähe zu den anderen hier drinnen nicht. Es tut so weh die ganzen fröhlichen Leute um mich herum zu haben. Ich will weg hier.

    Als der Bus anhält, drängen alle gleich zum Ausgang. Nur ich warte wieder mal, bis alle anderen draußen sind, bevor ich aufstehe und ihnen folge. Die Luft ist frisch hier. Das liegt wohl am Meer, dass ich in der Ferne erkennen kann. Aber was soll ich am Meer? Da werde ich sicher nicht hingehen, da sind doch so viele Menschen. Die machen doch alle jetzt Urlaub, weil es bei uns schon ziemlich kalt ist, immerhin ist es Anfang Oktober, und hier ist es gerade richtig zum Schwimmen und Sonnenbaden. Es hat keine vierzig Grad mehr im Schatten, aber es ist auch nicht zu kalt. Gerade richtig eben. Für die anderen zumindest…
    „Écoutez-moi! Je voudrais vous dire vos familles!“, beginnt Frau Höfer zu schreien.

    Als sie merkt, dass sie meisten ihr zuhören, ruft sie die Namen der Schüler auf und die Namen der Familien. Die Gasteltern für sieben Tage sind auch schon da und als ihr Name aufgerufen wird, gehen sie zu den Schülern hin, empfangen sie und dann dürfen sie auch schon Nachhause fahren. Ich bin wieder mal die Letzte, die aufgerufen wird.

    „Et Julie! Ta famille est famille Cannetti!“, erklärt sie schließlich.
    Okay, Familie Cannetti. Da nur mehr zwei Personen da stehen, nehme ich an, dass ich zu ihnen gehen muss. Es sind zwei ältere Leute, ich schätze sie beide so an die sechzig Jahre. Nach einem kurzen Moment, in dem sie mich misstrauisch mustern, kommen sie auf mich zu, weil ich mich nicht zu ihnen bewege. Doch sie versuchen sich nicht anmerken zu lassen, was sie von mir halten. Aber auch verstecken können sie das nicht wirklich gut.

    Sie begrüßen mich freundlich, doch schon hier stehe mich mit meinen Sprachkenntnissen schlecht da und das einzige was ich erwidern kann ist „Bonjour“. Herr Cannetti fragt mich etwas, doch ich kann ihm nur sagen, dass ich es nicht verstanden habe. Er lächelt dann folge ich ihnen zum Auto, wo ich mein Gepäck abgebe.

    Auf der Fahrt zu ihrem Haus fragen sie mich alle möglichen Sachen und ich versuche sie ihnen so gut und verständlich wie möglich zu beantworten, doch das ist alles andere als einfach mit meinen Sprachkenntnissen. Ich merke außerdem schon wieder, wie auch diese Familie nur mit mir redet um nicht unhöflich zu wirken. Ja, sie scheinen nett zu sein, aber auch sie können mit jemandem wie ich es bin nichts anfangen und das, obwohl sie gar nichts über mich wissen. Sie wissen nicht, wie es mir geht und warum ich so bin wie ich bin und es scheint ihnen auch ziemlich egal zu sein. Sie wollen nur höflich sein, doch das bringt mir gar nichts.

    Allmählich wird das Meer, welches ich vorher nur aus der Ferne gesehen habe, immer größer. Wir scheinen immer näher heranzufahren. Bald ist nur mehr der Strand zwischen der Straße und dem Meer, das sich in klarem Blau bis zum Horizont erstreckt. Es ist jetzt still im Auto und ich warte einfach nur ab, was passiert. Wenn ich etwas gefragt werde, dann antworte ich eben, aber wirklich anstrengen, das Gespräch aufrecht zu erhalten, tu ich mich nicht. Ich will doch gar nichts reden, sondern einfach nur in ein Zimmer kommen und alleine sein.

    Schon kurz später bleiben wir in der Einfahrt eines ziemlich großen Einfamilienhauses stehen. Diese Familie muss anscheinend ziemlich viel Geld haben, denn wir sind hier direkt am Meer. Mister Cannetti nimmt meine Koffer aus dem Kofferraum und sagt mir, dass ich mitkommen soll. Ich bedanke mich und folge ihm durch die Eingangstür des Hauses.
    Es ist nicht unbedingt Luxus pur in diesem Haus, aber alles ist ordentlich eingerichtet, farblich aufeinander abgestimmt und schön aufgeräumt. Im Flur blicke ich mich um, bevor ich die Treppen hochsteige. Herr Cannetti hat mir gesagt, ich soll ihm einfach folgen, das Gästezimmer sei ganz oben im Dachgeschoß. Ganz oben angekommen, kommen wir auf einen weiteren Flur, von dem nur zwei Türen wegführen. Auf einer Tür klebt ein Zeichen, dass das das Badezimmer ist und durch die andere gehen wir.
    Das Zimmer ist nicht sehr groß, aber es ist in Ordnung und hier wird man alleine auch ganz gut leben können. Zwei Betten stehen hier, ein Schrank und ein Tisch mit zwei Sesseln. Außerdem ein Fernseher und ein Computer. An den Wänden hängen verschiedene kleine Bilder. Es ist genauso, wie ich mir ein Zimmer in Frankreich vorgestellt habe.

    Mit meinen Sachen lässt mich Mister Cannetti, oder Jaques, wie er mir inzwischen angeboten hat ihn zu nennen, alleine. Ich merke genau, dass er froh ist, weggehen zu können und nicht mit mir alleine in einem Raum sein muss. Schnell mache ich die Tür des Schrankes auf und stelle den Koffer hinein, ohne ihn auszupacken, bevor ich mein Tagebuch aus dem Rucksack krame und damit im Badezimmer verschwinde. Auch das ist ziemlich schön eingerichtet und alles sieht noch sehr neu aus. Aber außer einem kleinen Schrank, einer Dusche, einer Toilette und einem Waschbecken ist nichts hier.

    Ich klappe den Deckel der Toilette herab und lege mein Tagebuch darauf, bevor ich die Tür abschließe und sicherheitshalber noch mal ausprobiere, ob sie auch wirklich nicht mehr auf geht. Dann wickle ich vorsichtig den Verband von meiner Hand und schmeiße ihn aufs Tagebuch um anschließend die Hand unters lauwarme Wasser zu halten. Es tut tierisch weh, als das Wasser die noch frische Wunde berührt, doch ich ändere noch nicht mal meinen Gesichtsausdruck. Dieser Schmerz macht mir schon lange nichts mehr aus. Ich wasche den letzten Rest Blut ab, der noch von heute Nacht um die Wunde herum klebt. Sie ist noch nicht wieder ganz geschlossen, was aber bei der Tiefe des Schnittes nicht wirklich verwunderlich ist.

    Als das geschehen ist öffne ich wieder das Geheimfach in meinem Tagebuch, um die Klinge herauszukramen. Diese wasche ich vorsichtig und trockne sie in einem der dunkelgrünen Handtücher ab, welche ich im Badezimmer vorgefunden habe. Dann setzte ich knapp über dem Schnitt von gestern an und drücke zu. Doch plötzlich fällt mir die Messerklinge aus der Hand ins Waschbecken und ich reiße die Augen auf, als ich eine Stimme und klopfen an der Tür höre.

    „Hey! Tu es dans la salle de bains?“, ruft die Stimme.
    Doch das ist nicht Jaques und auch nicht seine Frau. Schnell hebe ich die Klinge wieder auf und packe sie zurück ins Tagebuch, welches ich schnell in dem kleinen Spiegelschrank über dem Waschbecken verschwinden lasse.

    „Oui!“, sage ich nur, bevor ich die Tür langsam öffne.
    Jemand steht vor mir, den ich noch nie gesehen habe. Es ist ein Junge. Aber er sieht komisch aus. Schwarze, schulterlange Haare und er ist geschminkt. Ich weiß nicht, wie ich das deuten soll. Wahrscheinlich ist er ein Sohn der Familie und will mich einfach nur grüßen. Haben seine Eltern ihm gar nicht gesagt, dass er sich von mir fernhalten soll?



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    LetZz_Rock - 27.05.2007, 20:06


    huhu!

    is das echt so, dass alle sie nicht leiden können oder redet sie sich dass nur ein?
    und wer is der kerl denn jetzt? kommt etwa Bill ins spiel? ^^ in frankreich? xD
    ouio oui génial ^^

    nuja mehr wollt ich nich loswerden xDD ^^

    baba schreib schö weiter au revoir :P



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    babe - 28.05.2007, 10:55


    das ist dann wohl der bill!!! ;)

    mal gucken was bei denen so passiert!!



    schnell WEITER



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    1989moni1989 - 01.06.2007, 22:36


    hey ihr beiden!!!
    dankeschön für die kommis und es geht weiter ;-)

    und bin ich so leicht zu durchblicken, dass ihr gleich wisst, dass das bill ist? *gg*

    __________________________________-
    Das wundert mich. Bis jetzt keine ich keine Leute, die ihren Kindern geraten hätten, freiwillig mit mir zu reden oder mich auch nur begrüßen zu kommen. Er blickt mich unauffällig von oben bis unten an, als ich aus dem Badezimmer trete.

    „Salut!“, sagt er dann. „Tu viens d’Allemagne?“
    Ob ich aus Deutschland bin? Nein. Aber warum interessiert ihn das auch? Und warum weiß er nicht, von wo ich bin, wenn ich doch jetzt über eine Woche bei ihm und seiner Familie leben soll? Er schaut mir noch immer in die Augen, doch ich wende meinen Blick ab.
    „Non, je suis Autrichienne“, antworte ich ihm.

    So viel wie heute habe ich schon lange nicht mehr geredet. Vorher mit seinen Eltern, jetzt mit ihm. Ehrlich gesagt habe ich mir gar nicht vorgenommen, so viel zu reden. Ich bin viel lieber ganz alleine. Nein, ich hasse es alleine zu sein. Aber es ist mir noch immer lieber, alleine zwischen vielen Leuten zu sitzen und mich anschauen zu lassen.
    „Dann sprichst du Deutsch?“, fragt er plötzlich in meiner Muttersprache und ich blicke ihn kurz verwirrt an, bevor ich meinen Blick wieder auf den Boden wandern lasse.

    „Ja“, antworte ich nur und gehe an ihm vorbei.
    „Hallo, ich bin Bill!“
    Langsam drehe ich mich wieder um und sehe, dass mir der Junge die Hand entgegen streckt. Ich schüttle sie und sage ebenfalls „Hallo!“
    „Und wer bist du?“

    Kapiert der nicht, dass ich nicht reden will? Ich will einfach nur zurück ins Zimmer und Warten, bis er weg ist und ich wieder ins Badezimmer kann. Warum er auch gerade in diesem Moment kommen muss. Hätte er sich nicht noch fünf Minuten Zeit lassen können um mich willkommen zu heißen?

    „Julie!“, sage ich, bevor ich den Flur wieder verlasse.
    Wieder im Zimmer angekommen, ziehe ich den Koffer aus dem Schrank und öffne ihn. Ich bemerke zwar, dass hinter mir dieser Bill in den Raum kommt, aber ich schaue nicht auf, sondern ignoriere ihn. Was will er hier?
    Ich nehme ein Kleidungsstück nach dem anderen aus dem Koffer und packe es ordentlich auf eine Seite des großen Schrankes. Soviel habe ich nicht mir, dass ich den ganzen Schrank dafür brauchen würde.
    „Eigentlich ganz okay hier, oder was sagst du?“, versucht er schon wieder ein Gespräch mit mir zu beginnen.

    Doch ich stimme nur zu und wende meinen Blick gar nicht von meinen Kleidern ab, sondern packe einfach weiter aus. Noch zwei Stunden habe ich, bevor mich die Gastfamilie wieder zu meiner Klasse bringen muss, damit wir uns noch die Stadt, die für diese Woche unser Zuhause sein wird, anschauen können.

    Nach fünf Minuten steht Bill endlich auf. Er will gehen, Gott sei Dank. Wahrscheinlich hat er gemerkt, dass er hier nicht erwünscht ist. Oder geht er doch nicht? Er zieht ebenfalls einen großen Koffer neben meinen und öffnet die zweite Seite des Schrankes. Ich beobachte ihn unauffällig aus den Augenwinkeln und merke, wie er den Koffer öffnet und sein Gewand in den Schrank legt. Was wird denn das?
    „Was machst du da?“, frage ich.

    Das ist doch mein Gästezimmer für diese Woche. Warum also legt er seine Sachen in meinen Schrank? Hat er in seinem Zimmer nicht genug Platz dafür?

    „Auspacken?!“, meint er verwundert und schaut mich fragend an, doch ich blicke gleich wieder weg von ihm.
    Na wenn er glaubt, dann soll er auspacken. Ich brauche sowieso nicht so viel Platz, also kann er seine Sachen gerne hier lassen. Mein Koffer ist relativ schnell leer, da ich mir nicht noch zusätzlich die Mühe mache, alles auf Kleiderhaken zu hängen. Ich lege einfach alles übereinander und dann schließe ich den Koffer.

    Wohin soll den der jetzt? Ich Schrank ist kein Platz mehr dafür und auch sonst ist das Zimmer zu klein, als dass ich ihn einfach irgendwo liegen lassen kann. Am Schrank oben. Ich hebe den Koffer in die Höhe, doch schon bevor ich wirklich versuchen kann, ihn hinauf zu geben, lasse ich ihn wieder sinken. Ich bin zu klein, da komme ich niemals ran. Am besten, ich lasse ihn fürs erste einfach mal unter dem Tisch liegen, denke ich mir und gehe in Richtung Tisch.
    „Warte Mal, ich helfe dir!“

    Ich kann gar nicht so schnell reagieren, als Bill meinen Koffer schon genommen und auf den Schrank gelegt hat. Er lächelt mich an, bevor er seine Sachen weiter auspackt.
    „Danke!“, sage ich.

    Dann verlasse ich den Raum und gehe wieder ins Badezimmer. Hoffentlich ist er dann schon weg. Ich will keine anderen Menschen um mich herum haben, wenn es nicht sein muss. Er soll gehen, ich brauche ihn nicht. Irgendwie hab ich Angst, dass mich jemand sieht, aber das Verlangen nach dem erlösenden Schmerz der Messerklinge ist zu groß. Deshalb sperre ich die Tür hinter mir ab und hänge eins der dunklen Handtücher so über die Türschnalle, dass niemand durch Schlüsselloch schauen kann. Ich bin schon immer vorsichtig gewesen, damit mich keiner sieht und je vorsichtiger, desto besser.

    Wenn das jetzt auch noch jemand merken würde, dann wäre alles nur noch schlimmer. Dann würde ich noch weniger in diese perfekte Welt passen. Nicht umsonst hört man in den Medien nichts über Menschen wie mich. Wir werden einfach verdrängt und nicht beachtet. Niemand will wissen, dass manche Menschen, so wie ich, Probleme haben, die sie möglicherweise nicht verstehen können oder denken, dass ich selbst Schuld bin.

    Langsam, aber ziemlich fest, bewege ich die Klinge über meine Haut hinweg. Ein weiterer tiefer Schnitt öffnet sich neben dem von heute Nacht. Es ist für mich schon fast an der Tagesordnung. Ich atme tief durch, bevor ich die Klinge zur Seite lege und zuschaue, wie die warmen, roten Bluttropfen meinen Körper verlassen und genauso wie die Regentropfen gestern Nacht, auf der Fensterscheibe des Busses, versuchen, schneller als alle anderen das Waschbecken hinter zu rinnen und schließlich im Abfluss verschwinden.

    Ein paar Minuten denke ich an gar nichts und schaue von der Hand gar nicht weg, die jetzt noch viel mehr weh tut als zuvor und gestern Nacht. Kein Wunder, bei zwei Schnitten dieser Tiefe. Doch dieser Schmerz tut gut. Er zwingt mich, von meinen ganzen Gedanken loszukommen und nur mehr an ihn zu denken.



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    babe - 02.06.2007, 12:09


    wie bill packt auch aus?
    ist der auch so was wie sie da??


    schnell WEITER



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    LetZz_Rock - 06.06.2007, 15:46


    hey,
    bill verwirrt mich aber jetzt O_o
    wieso püacktn der aus?
    nimmt die gastfamily gleih 2 leute auf ?
    un das mädel is auch hohl xD hat die shconma bill bei sich un is unglücklich xD ;)
    nuja schreib weiter baba
    rabea



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    1989moni1989 - 28.06.2007, 14:05


    hey ;-)

    so, gott sei dank ist die ff schon fertig, deshalb kann ich wenigstens bei dieser story (auch trotz zeitproblemen) weiterposten *freu*

    hoffe euch gefällt der teil und viel spaß!

    __________________________________________________-
    Mit Taschentüchern, die ich ebenfalls im Badezimmer gefunden habe, tupfe ich anschließend das meiste Blut weg und den Rest wasche ich vorsichtig mit Wasser ab. Dann wickle ich wieder den Verband herum und ziehe den Ärmel herunter. Nachdem ich mich versichert habe, dass ich nirgendwo Blutflecken hinterlassen habe, weder in der Toilette, von den Taschentüchern, die ich darin entsorgt habe, und auch nicht im Waschbecken oder auf einem Handtuch, sperre ich die Tür auf und gehe wieder hinüber in mein Zimmer. Das Tagebuch habe ich wieder in den Schrank gelegt, weil ich es sowieso nur dort brauche und es ohne den Schlüssel keiner aufmachen kann und den habe ich ja jetzt wieder in der Tasche meiner Jeans.
    Ich will mich gerade ins Bett legen, um noch ein bisschen an nichts zu denken, als ich merke, dass dieser Bill noch immer im Zimmer ist. Er steht am Fenster und blickt hinaus. In der Tür bleibe ich ganz kurz stehen, lasse mir aber nichts anmerken. Ihn einfach nur ignorieren, so wie alle anderen es bei mir machen, das ist das Beste und dann wird er auch irgendwann gehen.
    Die Hausschuhe, die ich trage, streife ich mir von den Füßen und lege mich dann aufs Bett, wo ich die Holzdecke des Raumes mustere. Doch sie ist mir egal, genauso wie alles andere hier. Noch immer denke ich an nichts anderes, als an meine Hand und der Tiefe des Schnittes nach zu urteilen, dauert das Gott sei Dank noch einige Stunden lang, in denen ich mich nicht mit anderen Dingen beschäftigen muss.
    „So richtig gesprächig bist du nicht, oder?“, höre ich Bill sagen, doch ich kann und will nichts dazu sagen.
    Warum soll ich auch mit ihm reden, ich kenne ihn doch gar nicht und werde ihn nach diesen sieben Tagen nie wieder sehen. Das nächste was ich bemerke ist, dass er aus dem Raum geht. Ich atme tief durch. Gott sei Dank kommt er diesmal auch nicht zurück. Noch gut eineinhalb Stunden meine Ruhe, bis mich meine Gasteltern holen werden.
    Ohne über etwas nachzudenken und ohne etwas zu machen liege ich im Bett und starre in die Luft. Minuten um Minuten ziehen an mir vorüber. Wenn es so immer sein könnte… Wenn doch bloß nie jemand um mich herum sein würde, dann wäre alles viel leichter für mich. Inzwischen kenne ich auch so was wie Langeweile nicht mehr, denn auch daran können sich Menschen gewöhnen. Ich habe nicht wirklich Hobbys, was soll ich auch machen, wenn ich die ganze Zeit alleine bin? Und mit mir unternehmen tut auch niemand etwas und so sitze ich den ganzen Tag allein herum. Anfangs war das fast nicht auszuhalten, aber jetzt habe ich kein Problem mehr damit. Die Zeit vergeht schließlich genauso schnell wenn man nichts macht, als wenn man etwas tut.
    Ich beobachte, wie der feine Staub im Licht, das durch das Fenster scheint, unaufhörlich tanzt. Mit den Augen verfolge ich immer ein Staubkörnchen, bis es am Boden angekommen ist und suche mir dann ein nächstes. Dann fällt mein Blick auf die Uhr. Schon über eine Stunde ist vergangen, in der ich hier alleine liege. Ich will zwar nicht, aber es muss sein.
    Langsam erhebe ich mich und gehe ins Badezimmer. Dort wasche ich mein Gesicht und schminke mich anschließend neu. Eigentlich könnte ich jetzt hinunter gehen, zu meiner Gastfamilie. Das wäre nur höflich, aber ich will nicht. Wenn sie mich sehen wollen, dann kommen sie auch von alleine hoch und wenn sie mich nicht sehen wollen, warum soll ich ihnen dann nachlaufen? Ich habe keinen Grund dazu, ich brauche keine Menschen mehr.
    Wenn ich mich, während ich meine Augen wieder mit schwarzer Wimperntusche und schwarzem Eyeliner umrahme, so im Spiegel ansehe, achte ich immer darauf, nur die Augen zu sehen und nichts anderes. Mein Spiegelbild kann ich nicht anschauen. Ich mag mich selbst nicht. Nein, ich hasse mich schon fast. Es liegt nicht an meinem Aussehen, es liegt an der Traurigkeit, die ich im Spiegel sehe.
    Aber warum bin ich eigentlich traurig? Wie lange habe ich mich das schon nicht mehr gefragt? Oder habe ich das überhaupt schon mal? Nein, ich glaube fast nicht. Aber es ist eine gute Frage. Ich habe doch eigentlich alles was ich brauche… Meine Eltern haben mir schon immer alles ermöglicht. Und trotzdem schaut mich aus dem Spiegel ein Mädchen an, das nicht im Geringsten glücklich ist. Ich drehe mich schnell weg. Das kann ich mir nicht ansehen. Ich habe das Gefühl, dass mir gleich Tränen in die Augen kommen, wenn ich sie noch länger anstarre und das, obwohl ich schon solange nicht mehr geweint habe. Das letzte Mal war bestimmt vor dem Tod von Jenny.
    Ohne noch mal mein Aussehen zu überprüfen, laufe ich aus dem Bad und schmeiße die Türe hinter mir zu. Müssen hier auch überall Spiegel sein? Ich kann mich nicht anschauen. Nicht mehr. Was ist bloß aus mir geworden? Ich bin kurz davor noch mal zurück ins Bad zu gehen und mir einen dritten Schnitt zuzufügen. Doch ich bezweifle, dass es helfen würde, denn auch der zweite Schnitt, bringt mich, obwohl er noch immer furchtbar wehtut, nicht auf andere Gedanken. Warum nicht? Bis jetzt hat es immer geholfen? Ich muss an etwas anderes denken, nicht an das, was ich gerade eben im Spiegel gesehen habe.
    Ich setze mich in meinem Zimmer wieder aufs Bett und ziehe die Beine fest an meinen Körper. Was kann ich machen, um auf andere Gedanken zu kommen? Das macht mich noch verrückt, zu überlegen, wie ich zu dem geworden war, was ich jetzt bin.
    Gott sei Dank kommt schon nach ein paar Minuten Jaques in den Raum und sagt mir, dass ich mit kommen soll, weil er mich jetzt wieder zum Treffpunkt bringen muss. Ich habe zwar absolut keine Lust, aber es ist immer noch besser, als hier herumzusitzen, mit meinen Gedanken und nicht davon wegzukommen. Wenn ich hier jetzt noch lange alleine gesessen wäre, hätte ich für nichts mehr garantieren können. Normalerweise mochte ich dieses Alleinsein sogar, keine Ahnung, warum jetzt nicht.
    Also folge ich ihm schweigend nach unten. Er schreit noch etwas zu seiner Frau in die Küche, was ich nicht verstehe, bevor er, gefolgt von mir, aus der Haustüre geht. Von seinem Sohn oder wer auch immer das ist, ist nichts mehr zu sehen. Gott sei Dank. Der soll mich in Ruhe lassen und mich nicht anreden. Durch ihn habe ich ja erst zu denken begonnen. Vorher ist es doch ganz okay gewesen.
    Herr Cannetti hält mir noch die Autotüre auf und lässt mich hinein, dann setzt er sich selbst vors Steuer und fährt los. Ich achte gar nicht darauf, wohin er fährt. Auf jeden Fall bewegen wir uns wieder etwas weiter weg vom Meer. Aber ist mir auch ziemlich egal, wo wir hinfahren. Es wird sowieso sein wie immer. Ich werde ankommen, keiner wird mich beachten, dann werde ich neben, oder besser hinter allen herlaufen, keiner wird mich beachten und am Ende werde ich abgeholt werden und wieder wird mich keiner beachten.
    Schon kurz später hält das Auto an.



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    babe - 28.06.2007, 14:23


    was bill jetzt ist würde ich ja gerne mal wissen!


    schnell WEITER



    lg babe ♥



    Re: No way out... Endstation Frankreich? [PG16]

    [emo.lovers_<3] - 03.07.2007, 18:07


    sow hab auch mal gesehen ... ich bin übriqens leZz_rock un habe einen nick mit der MeL zusammen... mich kannste daran erkennen dass ich in diesem unglaublich tollen grün schreibe ;)
    diese unglaublich tolle grün kommt jedoch nich nur anähernd an deine story dran.. weißt ja was für n fan ich davon bin 8] ^^

    also schnell weitterr
    Rabea



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