Steppenträume

Willkommen im Feenkreis
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    Re: Steppenträume

    CaraFaye - 09.05.2007, 12:19

    Steppenträume
    Ein seltener Erguss meinerseits, wo ich mir mal die Zeit gönnte zu schreiben, vor etwa einem Jahr und immer wieder schön es zu fühlen und zu lesen. Vielleicht bekommt es eine Fortsetzung, ich hätte zumindest viel Verbindung und Ideen dazu:

    Steppenträume

    Lange brannte die Sonne erbarmungslos auf ihn nieder. Gefesselt stand Mobatu da, den Kopf schon seit Stunden auf die Brust gesenkt. Die Augen geschlossen. Seine Hände fühlten sich taub an, da alles Blut daraus geflossen war. Dass es so endete, damit hatte er nicht gerechnet. Aber immerhin war sie geflohen. Sie war befreit, durch seine Hand. Was mit ihm geschah war ihm in dem Moment unwichtig. Er erinnerte sich an ihren verstörten Blick, als er ihre Fesseln durchschnitt und sie drängte zu fliehen. Mit den näherkommenden wütenden Stimmen der Soldaten im Nacken, hauchte er ihr zu: „du hast die Macht alles zu ändern, lauf und gib den Menschen ihren Sinn zum Leben“ und sanft fügte er hinzu „ich liebe dich Sanya – auf ewig.“ Es fiel ihm schwer sie loszulassen, würde er sie wohl nie wieder sehen. Ein flüchtiger Kuss, dann war sie im Dickicht verschwunden und er versuchte die Männer abzulenken.
    Seine geschundenen Gliedmaßen schmerzten und dort wo seine Kleidung zerschlissen war, trieb die Sonne ohne Unterlass Schweißperlen hervor und verbrannte seine helle Haut.
    Die Soldaten waren bis auf einen Wachposten schon vor langer Zeit aufgebrochen. Zu seiner Erleichterung konnten sie Sanyas Spur nicht folgen. Das war das einzige was zählte. Langsam und gequält hob er den Kopf und versuchte durch seine geschwollenen Augen etwas von seinem Bewacher zu erkennen. Dieser lag verkrümmt an dem Baum gegenüber, an dem er vorher die meiste Zeit über stand. Mobatu konnte sich dieses Bild nicht erklären, bis er sich auf sein Gehör konzentrierte, was durch das Pulsieren seines Blutes nicht einfach war. Da war es wieder, dieses Fauchen das ihm durch Mark und Knochen ging.

    Vor ihm tauchte er auf. Mit majestätisch erhobenem Kopf und wissenden Augen. Bereit zum Sprung. Ein fast ausgewachsener Gepard, dessen Schönheit ihm schier den Atem raubte. Mobatu hatte keine Angst, in seiner Situation hatte er nichts mehr zu verlieren. Das Tier schlich um ihn herum und löste mit geschickten und vorsichtigen Bissen seine Fesseln an den Armen, so dass er die übrigen Fesseln öffnen konnte. Geschwächt fiel Mobatu auf sein Knie und sah sich Aug in Aug mit seinem Befreier. Ein Gedanke wurde wach.
    „Folge dem Pfad der alten Weisheit ins Land der Ahnen. Ich werde dich begleiten“. Und wie ein Blitz schoss ihm die Kraft des Tieres in jede Zelle seines Körpers und er lief los.

    Er riss sich das blutverklebte Hemd vom Leib und rannte unter der brennenden Sonne dahin. Immer in der Gewissheit, dass ihn der Gepard einige Meter entfernt begleiten würde. Sein Atem bebte, er schloss die Augen und konzentrierte sich vollkommen auf die Bewegung seiner angespannten Muskeln. Weiter immer weiter rannte er hinein in seine Freiheit. Dort würde ihm keiner mehr sagen, was er zu tun habe. Dort wäre er vollkommen frei. Vor ihm eröffnete sich die unendliche Weite der Steppe. Er spürte die Kraft des Tieres in seiner Nähe. Sie pulsierte durch seinen Körper. Und verhalf ihm dazu weiterzulaufen. Schließlich erreichte er sein Ziel. Er breitete die Hände aus und schrie sich all seine Last von der Seele. Die Welt schien sich um ihn zu drehen. An seinen Beinen spürte er den Gepard, der zu ihm aufgeschlossen hatte. Gemeinsam setzten sie ihren Weg fort. In ein neues Leben.

    Fortsetzung folgt...



    http://www.naturbilder.de/Layer/



    Re: Steppenträume

    Anonymous - 09.05.2007, 12:43




    Re: Steppenträume

    Staunend - 11.05.2007, 08:33


    :big_cry

    Liebe CaraFaye, eben erst wahr-genommen ... :oops:



    Re: Steppenträume

    CaraFaye - 11.05.2007, 08:47


    und warum so traurig?

    :wink:



    Re: Steppenträume

    Staunend - 11.05.2007, 10:07


    Das sind doch die Tränen der Rührung!
    Was sonst.

    :cry:



    Re: Steppenträume

    Anonymous - 11.05.2007, 10:26


    :big_faulenz
    *träum*



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