§20 StGB

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    Re: §20 StGB

    Abe Pi - 08.05.2007, 17:12

    §20 StGB
    Für mich ein vollkommen unverständlicher Paragraph... Helft mir.



    Re: §20 StGB

    Batland - 08.05.2007, 18:26


    Ja da bin ich doch dabei...

    §20 StGB:
    "Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewußtseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln. "



    Re: §20 StGB

    Hunter S. Thompson - 08.05.2007, 20:20


    Was dann Auslegungssache ist. Eigentlich passt in diese Umschreibung so ziemlich alles, aber das ist nunmal der Fehler der Sprache. Mich würde mal interessieren wie das denn dann in der Praxis abgewogen wird..



    Re: §20 StGB

    Mr.Linux - 08.05.2007, 22:11


    mal ehrlich, wie könnte man es denn sonst formulieren? davon abgesehen ist schuldunfähigkeit nicht gleich freispruch... die definition einer "seelischen abartigkeit" würde mich aber auch interessieren. übrigens, wenn eins auslegungssache ist, dann gesetze. sie können immer nur eine annäherung an die "perfekten" theoretischen begriffe wie moral und ethik sein, allein dadurch, dass sie in worten fixiert sind.

    die größten ungerechtigkeiten der welt bestehen völlig gesetzeskonform. was also bringen uns gesetze, wenn sie unfähig sind, eine umfassende gerechtigkeit zu schaffen? sind sie nicht auch ein erbärmlicher akt der angst derjenigen, die sie als grundlage für ihre ungerechtigkeiten geformt haben? und welche aspekte waren anlass für die menschen, ein rechtssystem zu schaffen? ist gerechtigkeit nicht etwas intuitives? ich denke, jeder kann durch kurzes nachdenken eine gerechte lösung für nahezu jede situation erdenken. womit wir der lösung ein stück nähergekommen sind...

    für mich resultiert aus den oben genannten überlegungen, dass gesetze dafür da sind, dem einzelnen eine näherung von gerechtigkeit aufzuzwingen, aber leider mit zunehmender größe der betroffenen struktur immer machtloser werden. macht steht eben doch über dem gesetz, und unsere gewaltenteilung ist eine korrumpierte illusion.



    Re: §20 StGB

    --,,--,,-°°<{...Brüll! - 14.05.2007, 14:24


    Schon lustig - da schafft der Mensch Gesetzt um eine Grobe orientierung über unrecht und recht zu verbreiten und alles was passiert ist das die Gesellschaft sie so eng sieht dass man so Gesetze wie dieses hier machen muss. Was dann dazu führt dass dieses wieder viel zu generell ist und völlig überinterpretiert werden könnte. Wenn ich meine Mutter erschlage und völlig überzeugt bin dass ich im recht bin – hab ich dann schuld? Müsste man mich erst für verrückt erklären damit ich schuldlos bin? Bin ich nicht automatisch verrückt wenn ich grundlos meine Mutter erschlage und meine ich wär im recht? Ich möchte echt kein Deutscher Richter sein…
    Ich weiß nicht – irgendwie erinnert mich dass an eine Diskussion über die Bibel die ich mal mit einem Theologiestudenten hatte. Er meinte die Bibel sein eigentlich nur eine Reihe von Handouts die Jesus seinen Zuhörern mitgegeben hätte (im Metaphorischen Sinne…). Sie sei also nicht dazu da sie 1 zu 1 für bare Münze zu nehmen sondern solle nur daran erinnern was Jesus so erzählt hat – als reminder. – Eine gewagte These – aber sie führt zu einem guten Bild der Bibel – nicht als non plus ultra sondern als Richtungsweisung um selbst drüber nachzudenken wo man wie was besser machen könnte.
    Wurden mehr Leute die Gesetze in ihrem Land oder die Regeln ihrer Religion so – als Anleitung zum selbst denken - interpretieren kämen wir alle ein gutes stück voran – vorausgesetzt man bekäme die festgefahrene Verstocktheit einiger Menschen vorher aus ihren Köpfen. Das ist hier Wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe - Alle Versuche in dieser Richtung haben bisher nur eine andere Verstocktheit hervorbracht

    ..langer Post ich hör jetzt auf….



    Re: §20 StGB

    Mr.Linux - 14.05.2007, 17:31


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