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Re: Huanchaco, 28/04/07
Conny - 08.05.2007, 21:50Huanchaco, 28/04/07
Huanchaco, 28/04/07
Melle´s grosser Wunsch surfen zu lernen trieb uns zurueck ins Paradies, da hier, wie wir wussten, niedrige Preise, schoene Wellen und sowohl in unserer Unterkunft als auch im Dorf eine ruhige, angenehme Atmosphaere herrschen. Weil wir quasi mitten in der Nacht ankamen, machten wir es uns mit all unsern Klamotten am Strand gemuetlich, um zwecks Einsparen der Unterkunftskosten den naechsten Morgen abzuwarten. Als wir dann kurz nach dem Hellwerden an unserem Heim von vor drei Wochen anklingelten, wurden wir Gott sei Dank wiedererkannt und nur deswegen nicht abgewiesen, da der Campingplatz eigentlich durch eine grosse Reisegruppe ziemlich ausgelastet war. Extrem dankbar bauten wir unser Zelt auf und konnten am naechsten Tag unser Glueck kaum fassen. Alle riesigen Expeditionszelte der Gruppe voller merkwuerdiger Amis und komischer anderer Leute waren verschwunden und wir hatten quasi einen wunderschoenen Garten inklusive Feuerstelle und diverser Haengematten, ein Bad, eine Kueche und eine Terrasse fuer uns alleine. Waehrend des folgenden Tages breitete sich langsam aber sicher ein intensives Gefuehl der Gluecklichkeit in uns aus und drei Tage kang rannten wir eigentlich nur mit einem bloeden Grinsen im Gesicht rum und verschwendeten keinen Gedanken, geschweige denn eine Unterhaltung, daran, wie lange wir bleiben wuerden. Man muss wirklich sagen, dass wir schon sehr daran gewoehnt sind uns schnell irgendwo "zu Hause" zu fuehlen. Da, wo unsere Rucksaecke sind, da wohnen wir halt. Trotzdem stellte sich hier schnell ein irgendwie anderes Gefuehl von "Heimat" ein und wir liessen es uns richtig gut gehen. Fuerstliche, ausgedehnte Fruehstuecke auf der Terrasse, Entspannung pur in der Haengematte oder vor der Haustuer am Strand, gemuetliche Spaziergaenge und gutes Essen. Und alles ununterbrochen untermalt vom Rauschen des Meeres. Was will man mehr? Noch dazu trafen wir Bekannte wieder und lernten viele neue Verrueckte kennen, die zwar alle ihren eigenen Schlag weg haben, aber durchaus unterhaltsam sind. So endeten die Naechte meist in unterschiedlicher Gesellschaft trinkend am Strand, was unseren Hostel-Papa mehr als einmal in verstaendnisloses Kopfschuetteln versetzte. Sein Aufgabenbereich im Hostel war offenbar nicht sehr umfangreich (wobei wir nie wirklich verstanden haben, worin der ueberhaupt bestand.....keine Ahnung, ob die ihn nur aus Mitleid da halten.....), wodurch er viel Zeit hatte uns vollzuquatschen oder auf uns aufzupassen. Er wusste immer genau wann wir gingen, was wir machten, mit wem wir gesprochen hatten, und falls wir mal vergessen hatten, wann wir nach Hause gekommen sind, wussten wir ebenfalls, wen wir fragen konnten. Wir liessen uns davon nicht weiter stoeren, verschoben unsere Abreise immer wieder und hatten richtig viel Spass, so dass der geplant 2-3-taegige Aufenthalt aufgrund akuter Zufriedenheit immer wieder verlaengert wurde.
Zwischendurch fuehlten wir uns dennoch wie Ausserirdische, als wildfremde Menschen Fotos mit uns haben wollten, oder wenn man hoert, dass einige blaue Augen bisher nur aus dem Fernseh kannten, was einen vor allem an einem im Sommer sehr beliebten Touri-Ort doch sehr verwundert.
Die Surfstunde - der eigentliche Rueckkehrgrund nach Huanchaco - rueckte uebrigens schnell in den Hintergrund und Melle's beinah traumatische Erfahrung des Einfach-Nicht-Hinkriegens wurde in unserem persoenlichen Paradies unmittelbar vergessen.
Als wir uns endlich dazu durchgerungen hatten einen Tag festzusetzen, an dem wir tatsaechlich weiter fahren wollten, lernten wir ein paar Deutsche kennen, von denen uns ein Maedel, Julia, einen willkommenden Vorwand bot noch mal 2 Tage dranzuhaengen. Wir verstanden uns auf Anhieb so gut, dass sie ueberlegte eine Weile mit uns mitzureisen. Gleichzeitig wollte sie aber gerne noch ein wenig das Meer sowie die Ruhe und Gemuetlichkeit Huanchacos geniessen, woraufhin wir uns natuerlich gleich bereit erklaerten auf sie zu warten. Also bekommen wir ab jetzt ein wenig frischen Wind in unsere langsam von Routine gepraegte Zweisamkeit. Jetzt sind wir drei deutsche Maedels, die planlos (Was gibt es noch in der Stadt zu sehen, in die wir grade fahren und wie heisst sie noch???), aber durchaus flexibel (Ruehrei kann man auch im Topf machen und Milch wird auch in der Pfanne heiss bei den super-ausgestatteten Kuechen hier) durch Peru und ein bisschen von Bolivien reisen.
Nach einem schoenen letzten Abend mit Lagerfeuer am Strand hatten wir zwei Wochen voll und schafften es dann doch tatsaechlich irgendwie uns loszureissen und machten uns mit Julia im Gepaeck auf den Weg nach Lima, von wo aus es hoffentlich direkt weiter nach Arequipa geht.
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