Mein neuer Freund...Aggi Dressurtraining

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    Re: Mein neuer Freund...Aggi Dressurtraining

    Julia2 - 03.05.2007, 17:26

    Mein neuer Freund...Aggi Dressurtraining
    Ich hatte gestern Abend mal wieder eine dieser Tiervermittlungssendungen geguckt und dabei totales Mitleid empfunden. Nachdem mich vor einem Jahr mein treuer Border Collie Rüde Fynn verlassen hatte, der mich von klein an immer begleitet hat, traf ich abends den Entschluss ins Tierheim zu fahren und einem anderen Hund ein neues zu Hause zu geben. Bisher hatte ich dies nicht übers Herz gebracht. :cry:
    Aber obwohl ich wusste dass es nie einen Ersatz für Fynn geben würde, parkte ich morgens auf dem Parkplatz vor dem Tierheim. Ich ging an all den Hundezwingern vorbei und blickte in die traurigen, hoffnungsvollen Blicke der abgestoßenen Vierbeiner. Natürlich berührten sie mich alle irgendwo, aber DER war nicht dabei.
    Unzufrieden mit mir selbst, weil ich so wählerisch war, ging ich ins Katzenhaus um die kleinen Tiger anzuschauen. Dabei fiel mir ein kleiner rot-weißer Kater ins Auge, der schüchtern in der Ecke lag. Ich setzte mich an das Gitter und schaute ihn an. Nach einer Minute kam er vorsichtig an. Nachdem er meine Hand beschnuppert hatte, begann ich ihn zu kraulen. Er genoss es und schnurrte.
    „Jaja, das ist unser Cäsar.“ Sagte eine kräftige Stimme hinter mir.
    Es war einer der Tierpfleger.
    „Der ist ja total süß. Warum kam er hierher?“
    „Er wurde von einer Familie hier her gebracht. Sie hatten sich ein süßes Katzenbaby geholt und die kleinen Kinder wollten mit ihm spielen. Als er keine Lust mehr hatte ist er gegangen die Kinder haben weitergemacht bis er gekratzt und gebissen hat. Sie gaben ihn also ab, weil er bösartig ist.“
    „Und wie verhält er sich hier?“
    „Sehr lieb und verspielt. Wie gesagt wenn er keine Lust mehr auf Kuscheln, spielen usw. hat dann deutet er das vorsichtig an. Kratzen oder so macht er nur wenn’s gar nich mehr geht. Cäsar ist auf jeden Fall ein reiner Stubenkater“
    Für mich war alles klar: Cäsar sollte zu mir. :D
    Wir gingen ins Büro und nachdem er sich von meinen Lebensbedingungen überzeugt hatte, unterschrieb ich den Schutzvertrag.
    Wir lockten den Kater in eine Transportbox. Ich kaufte alles nötige Zubehör gleich dazu.
    Zu Hause erkundete der rot-weiße erst einmal seine neue Umgebung. Mit jeder Minute wurde er sicherer. Als ich mir dann sicher sein konnte dass Cäsar gut angekommen war und sich auch nicht mehr unsicher und verlassen fühlte, fuhr ich zum Hof. Nicht ohne dem Kater vorher Futter und Wasser zur Verfügung zu stellen.
    Im Stall holte ich mir Agent aus dem Stall und putzte ihn auf dem Hof gut durch. Als die Hufe ausgekratzt, Schweif und Mähne gepflegt hatte, machte ich ihn zum reiten fertig. Ich wollte heute mal wieder aufs Dressurviereck gehen. Ich setzte mir meine Kappe auf und saß auf der Mittellinie auf. Nach der ersten Runde schritt, bog ich Agent auf dem Zirkel und Volten. Ich wechselte ein paar Mal die Hand und verlangte dann Schulterherein und Schenkelweichen. Dabei musste ich vor allem links aufpassen denn dort überbiegt sich der Hengst schon mal gerne und dabei setzt er dann die Hinterhand auch nicht ehr genügend ein. Aber es klappte ganz gut. Ich trabte nach der Erwärmungsphase an und ließ Aggi erstmal sein Tempo zum lösen gehen. Später nahm ich ihn mehr auf und ritt im Arbeitstempo verschiedene Hufschlagfiguren, bevor ich dann vermehrt auf dem Zirkel ritt und mal Innen- und mal Außenstellung verlangte. Mein Hengst arbeitete wieder mal hervorragend mit und versuchte alles richtig zu machen. Ich ritt dann wieder ganze Bahn und nahm Agent an den langen Seiten jedes Mal für eine kurze Zeit zum versammelten Trab auf. Das erste Mal drückte er noch ein wenig gegen das Gebiss, woraufhin ich ihn auf dem Zirkel und durch Paraden vermehrt auf die Hinterhand brachte. Dann klappte es auch schon viel besser und der Trakehner konnte sich selber tragen. Ich wiederholte die Übung auf beiden Händen. Dann blieb ich eine Runde im versammelten Trab, wechselte durch die ganze Bahn und verstärkte Agent auf der Diagonalen bis zu starken Trab. Ich dachte ich fliege. Auch dis wiederholte ich auf beiden Händen zweimal. Eine Runde versammelter Trab, wechseln, verstärken und wieder versammelter Trab.
    Ich beschränkte mich heute auf die Trabarbeit, denn dies war ja unser größtes Problem. Nachdem letzten Verstärken, kam ich wieder zum Arbeitstrab. Nun ritt ich durch die Länge der Bahn und nahm mir vor genau bei X zum halten zu kommen. Dabei gab es bei mir und Aggi jedes Mal Abzüge weil wir entweder zu früh oder zu spät stehen. :roll:
    So auch dieses Mal bereitete ich Agent mit halben Paraden auf die ganze vor. Der Hengst reagiert aber meistens so sensibel, dass er sofort zum Stehen kommt. Als ich ihn beim nächsten Mal mehr trieb, standen wir zu spät. So ging es immer weiter bis ich irgendwann den Dreh raus hatte.
    Ich ritt noch ein wenig Schritt und ging dann ins Gelände zum See. Es war heut wieder mal so heiß, dass Aggi und ich froh über die Abkühlung waren. Der Rappe planschte mit den Vorderbeinen im Wasser und steckte auch seine Nase ins kühle Nass.
    Zurück auf dem Hof sattelte ich mein Pferd ab und bürstete das vom Schweiß verkrustete Fell glatt, bevor ich Agent auf die Koppel brachte.
    Dort sühlte er sich natürlich und schnaubte entspannt.
    Ich konnte die Sonne nicht weiter genießen und ging Agents Box ausmisten. Dreckiges Stroh raus, ausfegen und neues Stroh rein. Kraftfutter in den Trog. Abendportion Heu hinlegen. Kontrolle der Selbsttränke.
    Als ich fertig war setzte ich mich nur kurz zu den anderen. Ich musste schließlich zurück zu meinem Neuzugang. Ich bat also Carina mir Agent heute ausnahmsweise in die Box zu stellen. Sie sagte freundlicherweise „ja“ und so konnte ich in aller Ruhe nach Hause fahren. Vorher ging ich noch zur Weide und gab Agent einen Apfel zum Abschied.
    Zu Hause angekommen, sah ich wie Cäsar zusammen gekuschelt auf der Couch lag. Er blickte auf als ich das Zimmer betrat.
    „Na hübscher…darf ich dich grad streicheln??“
    Ich ging langsam auf ihn zu und streichelte ihn über den Rücken. Er war erst ein wenig unsicher und zeigte keinerlei Reaktion bis er sich dann wieder hinlegte.
    „Ich deute das mal als ja“ flüsterte ich und setzte ich neben ihn.



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