Gefahren des World wide Web...

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    Re: Gefahren des World wide Web...

    alesja79 - 30.04.2007, 22:18

    Gefahren des World wide Web...
    Ich habe eine Bitte an dich:
    Nimm dir einige Minuten Zeit und lies' diese Geschichte!!!
    Nimm sie dir zu Herzen, sie könnte auch dich betreffen.
    Du kannst anderen davon erzählen, indem du sie auf deine HP kopierst.

    Shannon konnte die Fußtritte hinter sich hören, als sie nach Hause ging.
    Der Gedanke, daß sie verfolgt wird, ließ ihr Herz schneller schlagen.
    Du bist lächerlich, sagte sie sich selbst, niemand verfolgt dich.
    Um sicher zu gehen, beschleunigte sie ihr Schrittempo,
    doch die Schritte glichen sich den ihren an.
    Sie hatte Angst nach hinten zu sehen und sie war froh,
    daß sie fast zu Hause war.
    Shannon sagte ein schnelles Gebet,
    Gott, bitte laß' mich sicher nach Hause kommen.

    Sie sah das Außenlicht brennen und rannte den Rest des Weges, bis zum Haus.
    Erst mal drinnen, lehnte sie sich einen Moment gegen die Tür,
    erleichtert, in den sicheren vier Wänden ihres Zuhauses zu sein.
    Sie sah aus dem Fenster um nachzusehen, ob jemand da draußen war.
    Der Gehweg war leer.
    Nach dem Durchblättern ihrer Bücher, entschloß sie sich
    einen Snack zu sich zu nehmen
    und online zu gehen.

    Sie loggte sich unter ihrem Nicknamen
    ByAngel213 ein.
    Sie sah in ihre Buddyliste und stellte fest,
    daß GoTo123 online ist.
    Sie schickte ihm eine Nachricht.
    ByAngel213: Hi, ich bin froh, daß du online bist!
    Ich hab' geglaubt, daß mich jemand nach Haus' verfolgt hat.
    Es war total komisch!
    GoTo123: Du guckst zu viel Fernsehen. Wieso sollte dich jemand verfolgen?
    Wohnst du nicht in einer sicheren Gegend?
    ByAngel213: Natürlich wohne ich in einer sicheren Gegend. Ich nehme an,
    daß ich mir das nur eingebildet habe,
    denn ich hab' niemanden gesehen, als ich rausgeschaut habe.
    GoTo123: Es sei denn, du hast deinen Namen über's Internet rausgegeben.
    Das hast du doch nicht gemacht, oder?
    ByAngel213: Natürlich nicht. Ich bin doch nicht doof, weißt du?
    GoTo123: Hattest du ein Softballspiel nach der Schule heute?
    ByAngel213: Ja und wir haben gewonnen!
    GoTo123: Das ist klasse! Gegen wen habt ihr gespielt?
    ByAngel213: Wir haben gegen die Hornets gespielt.
    Die irren Uniformen sind total schrecklich.
    Sie sehen aus wie Bienen.
    GoTo123: In welchem Team spielst du?
    ByAngel213: Wir sind die Canton Cats.
    Wir haben Tigerpfoten auf unseren Uniformen.
    Die sind total cool.
    GoTo123: Hast du gepitched?
    ByAngel213: Nein, ich spiele second base.
    Ich muß weg. Meine Hausaufgaben müssen fertig sein,
    bevor meine Eltern nach Hause kommen.
    Ich will sie nicht verärgern. CU.
    GoTo123: Bis dann. CU.

    Währenddessen...

    GoTo123 ging zum Mitgliedsmenü und begann die Suche nach ihrem Profil.
    Als er es fand, markierte er es und druckte es aus.
    Er holte einen Stift heraus und begann aufzuschreiben,
    was er bis jetzt über Angel wußte.
    Ihr Name: Shannon
    Geburtsdatum: 3. Januar 1985 - Alter: 13
    Staat, in dem sie wohnt: North Carolina
    Hobbies: Softball, Chore, Skating und Shoppen.
    Neben dieser Information wußte er, daß sie in Canton wohnt,
    weil sie es ihm gerade gesagt hatte.
    Er weiß, daß sie bis 18.30 Uhr alleine war und das jeden Nachmittag,
    bis ihre Eltern von der Arbeit kommen.
    Er wußte, daß sie im Schulteam Donnerstagnachmittag Softball spielt
    und daß sich ihr Team Canton Cats nennt.
    Ihre Glückszahl 7 ist auf dem Rücken ihrer Uniform gedruckt.
    Er wußte, daß sie im siebten Schuljahr der Canton-Junior-High-School war.
    Das hat sie ihm erzählt.
    All dies in einer Unterhaltung, die sie online hatten.
    Er hatte jetzt genug Informationen um sie zu finden.
    Shannon erzählte ihren Eltern nicht von dem Geschehen
    auf dem Weg nach Hause.
    Sie wollte nicht, daß sie ihr eine Szene machen und ihr verbieten,
    zu Fuß nach Hause zu gehen nach dem Softballspiel.
    Eltern übertreiben immer maßlos und ihre waren die Schlimmsten.
    Sie wünschte, sie wäre kein Einzelkind.
    wenn sie doch nur einen Bruder oder eine Schwester hätte,
    dann wären ihre Eltern nicht so übertrieben beschützerisch.

    Bis Donnerstag hatte Shannon die Fußschritte längst vergessen.
    Sie war gerade mitten im Spiel als sie merkte, daß jemand sie anstarrte.
    In dem Moment fielen ihr auch wieder die Schritte ein.
    Sie sah von ihrem second base nach oben, um festzustellen,
    daß ein Mann sie genau beobachtete.
    Er lehnte sich gegen den Zaun und lächelte, als sie ihn ansah.
    Er sah überhaupt nicht angsteinflößend aus
    und sie vergaß schnell wieder ihre Bedenken.
    Nach dem Spiel saß er auf einer Bank in ihrer Nähe,
    als sie noch kurz mit dem Trainer sprach.
    Sie bemerkte sein Lächeln auf's Neue und ging an ihm vorbei.
    Er nickte und sie lächelte zurück.
    Ihm fiel der Name auf dem Rücken ihres Trikots auf und er wußte,
    daß er sie gefunden hatte.
    Er ging in einem sicheren Abstand hinter ihr her.
    Sie waren nur ein paar Häuser von Shannons zu Hause entfernt.
    und als er wußte, wo sie wohnt, ging er schnell zurück zum Park
    um sein Auto zu holen.
    Jetzt mußte er warten.
    Er entschloß sich etwas zu essen, bis die Zeit gekommen ist
    zu Shannons Haus zu gehen.
    Er fuhr zu einem Schnellrestaurant und blieb dort, bis es Zeit war,
    seinen Schritt zu machen.
    Shannon war in ihrem Zimmer, als sie Stimmen im Wohnzimmer hörte.
    Shannon, komm her, ihr Vater rief.
    Er hörte sich besorgt an und sie konnte sich keineswegs vorstellen, warum.
    Sie ging ins Zimmer, als sie den Mann vom Spielfeld auf dem Sofa sitzen sah.
    Setz dich, fing ihr Vater an,
    dieser Mann hat uns gerade
    eine sehr interessante Geschichte über dich erzählt.
    Shannon ging zu einem Stuhl gegenüber im Raum.
    Wie konnte er ihren Eltern überhaupt irgend etwas erzählen?
    Sie hatte ihn bis heute noch nie zuvor gesehen!
    Weißt du, wer ich bin, Shannon?, fragte der Mann sie.
    Nein, antwortete Shannon.
    Ich bin Polizist und dein Onlinefreund GoTo123.
    Shannon war erstaunt.
    Das ist nicht möglich!
    GoTo ist ein Kind in meinem Alter!
    Er ist 14 und wohnt in Michigan!
    Der Mann lächelte.
    Ich weiß, daß ich dir das erzählt habe, aber es war nicht wahr.
    Siehst du, Shannon, es gibt Menschen online,
    die nur so tun, als ob sie Kinder wären.
    Ich war einer von denen.
    Doch während andere es machen, um Kinder zu finden um ihnen weh zu tun,
    gehöre ich zu der Gruppe die es machen, um Kinder zu schützen.
    Ich bin hergekommen, um dich zu finden
    und um dir beizubringen wie gefährlich es sein kann,
    zu viele Informationen rauszugeben,
    an Menschen, über's Internet.
    Du hast mir genug erzählt, um es mir leicht zu machen, dich zu finden.
    Dein Name, die Schule die du besuchst, der Name deines Ballteams
    und die Position, in der du spielt.
    Die Nummer und der Name auf deinem Trikot
    machte das Finden nur noch einfacher.
    Shannon war immer noch erstaunt.
    Du wohnst nicht in Michigan?
    Er lachte.
    Nein, ich wohne in Raleigh.
    Es hat dir ein sicheres Gefühl gegeben zu glauben,
    daß ich so weit weg wohne, nicht wahr?
    Sie nickte.
    Ich hatte Freunde, deren Tochter war genau wie du,
    nur hatte sie nicht so viel Glück.
    Der Mann fand sie und tötete sie, während sie alleine zu Hause war.
    Kindern wird beigebracht,
    nie jemandem zu sagen wenn sie alleine daheim sind,
    jedoch tun sie es ständig, online.
    Sie tricksen dich aus, Informationen rauszugeben, ein wenig hier, ein wenig da.
    Bevor du es weißt, hast du ihnen genug erzählt damit sie dich finden können,
    ohne daß du es überhaupt bemerkt hast.
    Ich hoffe, daß du daraus etwas gelernt hast und demnächst vorsichtiger bist.
    Das werd' ich, versprach Shannon.
    Wirst du anderen davon erzählen, damit sie auch sicher sind?
    Das verspreche ich!
    --------------------------------------------------------
    ... und noch etwas zum Thema chatten!

    Wo wird sehr gern und viel gelogen?
    Wo sind die Leute super nett?
    Wo bist Du oft schon rausgeflogen?
    Ja richtig, ganz genau - im Chat!

    Der Chat ist sehr oft Anlaufstelle, von einsamen Gestalten.
    Im Vordergrund das Virtuelle, hier kann ein jeder sich entfalten.

    Wer sich hier jemals hat verliebt, wird wissen, was ich meine.
    Hier zählen Worte, keine Taten, wer ist schon gern alleine?
    Die Anonymität, die schützt Dich, solange Du verborgen bist.
    Doch wehe dem - Du machst `nen Fehler,
    schon mancher bös' geendet ist.
    Am schlimmsten aber sind all jene, die unehrlich und feige sind.
    Die Dich belügen stets und ständig, vertraue ihnen niemals blind!
    Ein schönes Bild, meist nicht das eig`ne, dazu `ne tolle Stimme,
    verdrehen Dir ruckzuck den Kopf, genau das ist das Schlimme.

    Denn ohne jemanden zu kennen, verfällt man sehr leicht der Gefahr,
    sich dann in etwas zu verrennen, am Ende sieht man nicht mehr klar.

    Bleib ganz Du selbst, vor allem ehrlich!
    Sag nie zu viel, bleib Realist.
    Dann ist es weniger gefährlich
    und geht auch ohne Hinterlist.

    Das Schlusswort spricht:
    „Komm, laß' Dir Zeit, verlieb Dich nicht zu schnell.
    Was nutzen Dir selbst "schönste Worte"?
    Sie sind ja doch nur "virtuell"!

    (© fändi)




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