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Re: Berichte aus dem Kölner Express

Hennes - 29.04.2007, 20:42
Berichte aus dem Kölner Express
Daums Abschiedsgedanken
VON FRANK NÄGELE, 29.04.07, 16:00h, AKTUALISIERT 29.04.07, 20:02h




Köln - Am Ende eines grauenhaften Nachmittags sitzt Christoph Daum im Rhein-Energie-Stadion vor dem Mikrofon und rechnet ab. Mit der Mannschaft, mit dem 1. FC Köln und ein wenig auch mit sich selbst. „Das Schlimmste, was im Fußball passieren kann, ist heute passiert“, sagt er nach der 0:2-Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth, „du wirst nur noch belächelt und verhöhnt. Das geht gegen mein Empfinden.“ Es musste offenbar der 31. Spieltag kommen, bis Daum den Zustand ermessen konnte, in dem sich der Verein mit ihm mittendrin befindet. „Ich sehe hier keinen Grund zu übertriebenem Optimismus. Man sollte nicht glauben, es genügt, im Sommer ein, zwei neue Spieler zu holen und dann klappt das schon“, erklärt er mit versteinerter Miene.
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Der Trainer, der bei seiner Rückkehr im November wie ein Messias gefeiert wurde, als Fleisch gewordene Lösung aller Probleme, stellt dem Klub ein vernichtendes Zeugnis aus. „Ich bin gekommen, um zu helfen. Aber davon, dass ich das geschafft habe, sehe ich nichts. Man hätte hier die besten Trainer der Welt holen können, Rafael Benitez, José Mourinho als Assistenten und vielleicht noch Ottmar Hitzfeld und Arsène Wenger als Berater - der Klub würde heute genau da stehen, wo er jetzt steht.“ Deutlicher kann man einerseits nicht sagen, dass der FC ein unschlagbares Umfeld für Erfolglosigkeit geschaffen hat und sich andererseits vom kollektiven Versagen freisprechen. Es ist nicht mehr länger zu übersehen, dass der Trainer seine Entscheidung bereut, dem angeschlagenen Klub, in dem er einst begann, zu helfen. „Ich werde jetzt zwei, drei Tage freinehmen, um den Kopf freizubekommen“, kündigte er an, „ich bin selbst so von den negativen Dingen angesteckt, dass ich erst einmal die Emotionalität herausbekommen und die Dinge pragmatischer sehen will. Ich hab schon mal emotional entschieden. Dann werde ich mit dem Präsidium einige ganz wichtige Diskussionen führen, wie man den 1. FC Köln neu aufstellen kann.“ So redet einer, der trotz eines Vertrags bis 2010 an Abschied denkt.

Das Präsidium führte nach dem Spiel auf der Ehrentribüne routiniert seine Pantomime aus Betroffenheit, Ratlosigkeit und Entsetzen auf. Gesagt haben die Herren aber nichts. Der Trainer hat dem Team um Präsident Wolfgang Overath und Manager Michael Meier immerhin voraus, dass er jetzt erwägt, persönliche Konsequenzen zu ziehen. „Das ist die schwierigste und enttäuschendste Phase meiner 22-jhrigen Cheftrainertätigkeit“, erklärt der 53-Jährige, „das tut verdammt weh, so etwas habe ich noch nie erlebt.“

Daums Ausbruch ist nachvollziehbar, er kam aber nach einem Spiel, das keinerlei neue Erkenntnisse lieferte. Eine zerrissene, zweifelnde, zusammengestückelte Mannschaft taumelt vor einer apathisch gewordenen Kulisse dem Ende einer Saison entgegen, die schon seit Wochen verloren ist. Gestern wurden besonders misslungene Aktionen von FC-Anhängern beklatscht und besungen, was der Szenerie etwas besonders Bizarres verlieh. In der 22. Minute erzielte Andreasen nach einer Verkettung von Abwehrfehlern auf Zuspiel von Reisinger aus kurzer Distanz das 1:0. Danach verpasste es der Aufstiegskandidat, ein zweites Tor zu erzielen, und Köln hatte in der zweiten Halbzeit zwei gute Ausgleichschancen durch Novakovic. Zehn Minuten vor Schluss machteder eingewechselte Brasilianer Cidimar mit einem Kopfball alles klar.

Christoph Daum wohnte dem Treiben weitgehend ohne sichtbare Emotionen bei. „Mir fällt jetzt nicht mehr besonders viel ein“, gab er nach dem Spiel zu. „Man kann den Spielern nicht einmal das Bemühen absprechen, aber es fehlt einfach an der Qualität.“ Dann sagte er noch: „Es ist richtig, dass wir kritisiert werden, aber ich würde gerne mal wieder etwas Positives über den 1. FC Köln lesen.“ Vielleicht kann er das ja irgendwann wieder tun. Als Außenstehender.

Re: Berichte aus dem Kölner Express

Wolfgang Overath - 30.04.2007, 09:06

Das verheißt nichts gutes. Ist Christoph Daum mit seinem Latein am Ende, oha, was wird die Zukunft bringen.
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