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Re: Stellungnahme der UE
Thomas - 29.04.2007, 11:53Stellungnahme der UE
Stellungnahme der Ultras Essen zum Verkauf des „Anti-Abstiegs-Shirts“ durch den Verein Rot-Weiss Essen:
Schon in der letzten Zweitligasaison, die unglücklicherweise mit dem erneuten Abstieg unseres Vereins in die Regionalliga endete, hatten wir uns ein Motto ausgedacht, um unseren Kampf um den Klassenerhalt zu symbolisieren: Auf zwei großen Transparenten, die in der Endphase der Saison bei jedem Auswärts- und Heimspiel hingen, waren die Worte „Absteigen?“ und „Arschlecken!“ angebracht worden. Wir hatten uns damals bewusst für diese etwas flapsige Wortwahl entschieden, weil sie unseres Erachtens nach sehr gut zu der Art der Menschen in Essen passt: Manchmal sind wir Essener vielleicht nicht so höflich, wie man es anderswo kennt, dafür aber ehrlich und direkt. Die Aktion war schon in der letzten Saison – bis auf den sportlichen Ausgang selbiger – ein Erfolg, das Motto wurde von vielen RWE-Fans angenommen.
In der laufenden Zweitligasaison entschieden wir uns, diese Aktion wieder aufleben zu lassen. Die Mannschaft hat sich in den letzten Spielen – etwa seit dem Spiel gegen den 1.FC Köln, in dessen Vorfeld das Abschlusstraining von Fans mit verschiedener Gruppenzugehörigkeit besucht worden war – sportlich und kämpferisch enorm gesteigert und zum Teil von einer neuen Seite gezeigt. In der Folge kam innerhalb unserer Gruppe die Idee auf, T-Shirts mit Bezug zu oben genanntem Motto zu entwerfen. Im Endeffekt entschieden wir uns, schlichte rote T-Shirts herzustellen, die auf der Vorderseite mit der Frage „Absteigen?“ und auf der Rückseite mit der passenden Antwort, „Arschlecken!“ bedruckt waren. Wir wollten die T-Shirts vor dem Spiel gegen 1860 München an unserem Stand, der vor der Osttribüne, unserem Standort im Stadion, aufgebaut ist, zu einem Preis von 8 Euro verkaufen. Gleichzeitig hatten wir überlegt, der Mannschaft einen Satz der T-Shirts zu überreichen, damit sie beim Spiel damit auflaufen konnten – für uns sollte dies ein Ausdruck des erneuerten Schulterschlusses von Fans und Mannschaft sein und noch einmal deutlich machen, dass alle zusammen an einem Ziel arbeiten, dem Klassenerhalt.
Um die T-Shirts würdig zu überreichen, fuhren einige Mitglieder unserer Gruppe am Samstag vor dem Spiel gegen 1860 München zum Stadion, wo die Mannschaft ihr Abschlusstraining abhielt. Da sich die Information, dass wir vorbeikommen wollten, in der Mannschaft herumgesprochen hatte, ergriff diese eine für uns völlig unverständliche Maßnahme: Man schloss sich im Stadion ein und verwehrte uns auf diese Weise den Zugang und die Möglichkeit, unser Anliegen kund zu tun und die T-Shirts zu übergeben. Wir fühlten uns vor den Kopf gestoßen und waren enttäuscht, hatten wir doch lediglich noch einmal bekräftigen wollen, dass wir alle dasselbe Ziel verfolgen. Unverrichteter Dinge mussten wir wieder abreisen – das die Verärgerung groß war, kann man sich vorstellen. Eines unserer Mitglieder hatte sogar extra noch am Freitag Abend eine Autotour auf sich genommen, um die T-Shirts persönlich abzuholen, weil es uns wichtig war, am Samstag mit den T-Shirts im Gepäck beim Training zu erscheinen.
Am nächsten Tag verlor die Mannschaft das Heimspiel gegen 1860 München deutlich mit 0 zu 2. Die Ultras Essen taten ihren Unmut über die Geschehnisse des Vortags jedoch nicht kund, sondern unterstützten die Mannschaft in ganz normaler Weise. Gleichzeitig verkauften wir an unserem Stand die T-Shirts, die reißenden Absatz fanden. Als wir 30 Minuten vor Spielbeginn unseren Stand abbauten, waren von den 300 T-Shirts nur noch etwa 20 vorhanden. Die Aktion kam also, das kann man sicherlich festhalten, bei den Fans sehr gut an.
Einige Tage nach dem Spiel gegen 1860 München erschien beim bekannten RWE-Internetportal „jawattdenn.de“ ein Interview mit dem Kapitän der Mannschaft, Thomas Kläsener. Neben etlichen Fragen zur sportlichen Situation wurde er dabei auch auf unsere Aktion mit den T-Shirts angesprochen. Kläsener erklärte, dass man die T-Shirts aus dem Grund nicht angenommen habe, dass der Klassenerhalt noch nicht erreicht sei. Im Falle eines Klassenerhaltes werde die Mannschaft die T-Shirts „sicherlich [...] annehmen“ und sich „gemeinsam freuen“. Viele Mitglieder unserer Gruppe werteten bereits diese Äußerungen als einen Schlag ins Gesicht, hatte der Kapitän doch offenkundig nicht wirklich verstanden, was die Intention hinter dieser Aktion war.
Nichtsdestotrotz begleiteten wir unseren Verein – genau wie viele andere RWE-Fans – zu den folgenden Auswärtsspielen und organisierten weiter die akustische und optische Unterstützung bei Heim- und Auswärtsspielen, wie wir es seit Jahren tun. Die Aktion geriet auch deshalb wieder stärker in Vergessenheit, weil wir uns als Ultras Essen eben auch mit vielen anderen Aspekten des Fanlebens beschäftigen.
Im Vorfeld des nächsten Heimspiels am Montag gegen Hansa Rostock tauchte nun am Dienstag, den 25.4.2007, ein neues T-Shirt im offiziellen Fanshop von Rot-Weiss Essen auf. Auf dem roten T-Shirt ist vorne das Logo unseres Vereins abgebildet, welches wir aus urheberrechtlichen Gründen nicht verwenden dürfen. Über dem Logo steht das Wort „Ultrastark“, darunter die Frage „Absteigen?“, auf der Rückseite ist die Antwort „Du kannst mich mal!“ aufgedruckt. Das T-Shirt wird für 5 Euro im Fanshop an der Hafenstrasse verkauft.
Es braucht nun an dieser Stelle nicht näher darauf eingegangen zu werden, dass dieses T-Shirt sich gleich auf mehrere Arten sehr direkt auf unser T-Shirt bezieht, da dies eine kaum abzustreitende Tatsache darstellt. Auch über das ziemlich dilettantische Design möchten wir keine weiteren Worte verlieren, wir möchten stattdessen unsere Haltung bezüglich dieser Aktion klar und deutlich formulieren:
Wir sind als Gruppe Ultras Essen tief enttäuscht vom Verein, der sich offenkundig nicht schämt, einen T-Shirt Entwurf, der von Fans auf nichtkommerzieller Basis hergestellt wurde, nahezu 1:1 zu kopieren. Wir haben lange darüber diskutiert, was die Gründe für ein solches Verhalten sein könnten. Im Folgenden möchten wir Erklärungsmodelle liefern, die das Ergebnis dieser Diskussionen sind, wobei auch innerhalb unserer Gruppe kein Konsens darüber herrscht, welche dieser Möglichkeiten die wahrscheinlichste ist.
Verantwortlicher für die Produktion von jeglichem RWE-Merchandise ist D.J.. Ohne zu viele Interna preisgeben zu wollen, lässt sich ganz ohne Zweifel feststellen, dass Herr J. ein notorischer Gegner der Essener Ultra-Bewegung im Allgemeinen und der Ultras Essen im Besonderen ist. Schon mehrfach hat uns Herr J. bei der Ausführung von Aktionen massiv behindert oder dies zumindest versucht. Das Wort „Ultrastark“ auf dem „offiziellen“ T-Shirt könnte man also in Kombination mit der sonstigen Ähnlichkeit zu unserem T-Shirt als eine Provokation gegenüber den Ultras Essen bzw. allen Ultras in Essen verstehen. Warum man in der jetzigen Situation, wo das Schicksal des Vereins mal wieder auf der Kippe steht und ein Abstieg katastrophale Folgen für die weitere Zukunft haben dürfte, eine derartige Aktion lancieren sollte, entzieht sich unserer Kenntnis, für ausgeschlossen halten wir dies aber auf Grund unserer Erfahrungen mit Herrn J. nicht.
Eine andere Erklärungsmöglichkeit wäre es, dass das T-Shirt nur ein weiterer Ausdruck der Naivität und Einfallslosigkeit der Verantwortlichen darstellt. Vielleicht hat man sich beim Design des Shirts nicht viel gedacht und gehofft, das Produkt käme bei den Fans gut an, weil es kostengünstig ist und von der Aussage unserem T-Shirt ähnelt. Sollte dies Ausgangspunkt der Überlegungen gewesen sein, dürfte diese Aktion allerdings ins Gegenteil umschlagen, da es einfach zu offensichtlich ist, dass hier eine Idee auf dreiste Art und Weise kopiert wurde. Viele Fans, die keine Mitglieder unserer Gruppe sind, haben bereits im inoffiziellen RWE-Internetforum ihren Unmut über die T-Shirts geäußert. Das Design der Shirts passt allerdings sehr gut zum dilettantischen und ideenlosen Design, das auch die meisten anderen Produkte aus dem RWE-Fanshop kennzeichnet.
Eine dritte Möglichkeit scheint es auch noch zu geben: Die T-Shirts sollten erst im Fall des erreichten Klassenerhalts unter die Fans gebracht werden, da man in der allgemeinen Euphorie darauf hoffte, dass diese Aktion dann gut ankommt. Es ist davon auszugehen, dass dies auch der Fall gewesen wäre, jedoch verlief der letzte Spieltag sehr schlecht für RWE und mittlerweile befindet sich die Mannschaft wieder auf einem Abstiegsplatz. Es wäre also möglich, dass man in einer allgemeinen „Torschlusspanik“ nun versucht, diese T-Shirts noch zu verkaufen, bevor ein eventueller Abstieg feststeht und sie zum Ladenhüter mutieren.
Von allen drei Möglichkeiten wären wir in gleichem Maße enttäuscht, zeigen sie doch alle, dass bei RWE in einigen Bereichen immer noch keine zweitligareifen Bedingungen herrschen. Von der Dreistigkeit, unsere Idee zu verwenden, ohne zumindest einmal anzufragen, ob dies in Ordnung geht, zeigen wir uns in gleichem Maße überrascht wie verärgert. Sicherlich geht es hier nicht um juristisch verwertbare Tatbestände, allerdings waren wir bisher immer davon ausgegangen, dass zwischen den Fans eines Vereins und seinen Verantwortlichen ein Verhältnis herrscht, das von einem ganz anderen Charakter ist als das zwischen normalen Vertragspartnern im öffentlichen Leben. Mit der zunehmenden Charakterisierung von Fans als „Kunden“ des Vereins geht allerdings auch eine Distanzierung von Verein und Fans einher, die uns traurig und betroffen macht.
Wir fordern vom Verein eine Stellungnahme, in der vor allem auch die Motivation, derartige T-Shirts anfertigen zu lassen, genau erklärt werden soll. Weiterhin verlangen wir, dass die Verantwortlichen benannt werden. Vermutungen, wir würden als Reaktion auf diese Angelegenheit die Unterstützung einstellen, möchten wir bereits im Vorfeld aus dem Weg räumen. Unkommentiert werden wir das Ganze selbstverständlich auch nicht lassen.
Ultras Essen 2oo2
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