Grumborghs Geschichte

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    Re: Grumborghs Geschichte

    Grumborgh - 27.04.2007, 02:59

    Grumborghs Geschichte
    Schon immer brachte der Skullclan hervorragende Krieger hervor, die in den anderen Clans berüchtigte Schlachten schlugen und große Siege für die Orken davon trugen.
    Man war derart stolz, dass es im Skullclan verboten war Goblins an die Front zu schicken. Doch wer sollte die minderwertige Truppen ersetzen?

    Anders als in anderen Clans, in denen auf dem Schlachtfeld erst herausgefunden wurde welcher Ork als Elitekrieger zu sehen ist, gab es beim Skull-Clan bereits in Friedenszeiten eine blutige Auslese:
    Man warf stets zwei junge Orks, die gerade erst zum Mann wurden in eine Arena und sah zu, wie sie sich gegenseitig beharkten. Derjenige der zum Schluss des Kampfes noch aufrecht stehen konnte, wurde zum Waffenmeister des Clans gesandt um eine harte, gute Ausbildung zu genießen. Die Verlierer jedoch, egal ob mit gebrochenen Gliedern oder blutüberströmten Leib, wurden erneut in die Arena geworfen um eine weitere Auswahl zu treffen:
    Jeder Ork gab alles dafür diese zweite Auslese zu bestehen, sodass es nicht selten vorkam, das nur noch einer aus der Arena treten konnte.
    Der bemitleidenswerte Rest, der den Kampf als unterlegenste noch überlebt hatten, erhielten nur eine minderwertige Ausbildung in der sie mehr Übungsobjekt als Schüler waren. Sie wurden nicht besser behandelt als die minderwertigen, hinterlistigen Goblins und mussten in jeder Schlacht die Vorhut bilden, da ihr Leben am wenigsten wert war.

    Jenes harte los erfuhr auch Grimb, der als Lanzenträger die Front sichern musste und viele, tiefe wunden davon trug.
    Sie waren die, an denen die Klingen des Feindes zuerst gewetzt wurden, ehe die Elite vorstürmte um dem Skull-Clan Ehre zu bringen.


    Grimb hatte das zweifelhafte Glück viele Schlachten überlebt zu haben.
    Denn anders als die Veteranen, die dafür gefeiert und gepriesen wurden, musste die mindere Auslese sich eher mit Schimpf und Schande begnügen, dass sie den Menschen nicht umgebracht haben, ehe er einen wertvolleren Orken erschlug.
    Grimb war dies alles schon gewohnt und sehnte sich nur noch danach in seiner Erdhöhle zu weilen um dort in seinem engen Familienkreis allein zu sein. Er fand ein Weib, die sich ihm anschloss, weil sie von ihrer Familie verstoßen wurde und bekam sogar einen Sohn geschenkt.
    Jener, mit dem Namen Grumborgh, war nun selbst bald soweit, dass er die Weihe erleben würde.

    Grumborgh war ein ungestümer Ork, der öfter schon einen Kampf provozierte mit jenen, die öffentlich im Clan seinen Vater beschimpften. Ohne Zweifel schaffte er dadurch einige Mäuler des Schweigens zu verweisen, was dem Clanführer nicht sonderlich gut gefiel. Selten wagte es ein Angehöriger eines Ausgesonderten, wie man die minderen Krieger nannte, derart großmäulig und aufmüpfig zu sein. Noch seltener war es, dass dieser auch noch Erfolg damit hatte.

    Doch damit werde nun Schluss sein:
    Der Clanführer sorgte für die Ausführung der Weihe und er wusste, gegen wen dieser aufmüpfige Aussonderlings-Spross antreten wird. Es war sein eigener Sohn, ein stämmiger, scheinbar nur zum Kampf existierender Ork. Wie es brauch war im Skull-Clan, sollte stets der stärkste Ork den Clan führen und der derzeitige Führer war darauf bedacht, dass der Clan in der Hand seiner Nachkommen bleibt.


    Mit riesigen Trommeln, die den ganzen Tag schon die wildesten Rhythmen komponierten, wurde das Fest eingeleitet. Die Orks die zur Weihe schreiten mussten, wurden in Reih und Glied aufgestellt und begutachtet, ehe entschieden wurde, wer gegen wen kämpfen musste. Am einen Ende stand Grumborgh, am anderen Ende der Sohn des Clanführers, Trigoz.
    Nach und nach verschwanden die Orks aus der Mitte, wodurch die Reihe immer kleiner wurde und zusammenrückte. Ganz zum Schluss waren es nur noch Grumborgh und Trigoz, die da standen, vor den Augen des aussuchenden Orken. Ein Grinsen huschte über dessen vernarbte Miene, als er zu Grumborgh blickte: “Viel Spaß, Aussonderling”.

    Worte, die sich wie Säure in Grumborghs Kopf brannten und seine Wut schürten. Am liebsten hätte er den Aussucher dafür einen kräftigen Hieb verpasst, ehe er sich wieder besann. Denn Grumborgh wusste: er wird alle Kraft der Welt brauchen um den Ork zu bezwingen, der schon jetzt gefürchtet wurde.

    Es gingen einige Kämpfe voran, ehe sich die beiden im Ring wiedersahen.
    Anspannung floss durch Grumborghs Leib, denn eines wusste er genau: würde er diesen Kampf verlieren, würde er nicht lebend aus der Arena kommen. Es war nicht selten das zwei verhasste Orks die aufeinander trafen dort ihren ganzen Hass fließen ließen und einer blutig liegen blieb. Wie wird erst der Hass des Clanführers sein, wenn er durch seinen Sohn in den Ring fließt und auf Grumborgh niederprasselt wie ein tosendes Gewitter?

    Noch ehe er sich Gedanken darum machten konnte, ertönte der Gong und Trigoz stürmte in Rage auf Grumborgh zu und riss ihn mit einem Fausthieb in die Magengrube von den Beinen.
    Grumborgh, der sich die Lunge aus dem Leib hustete, fühlte sich als sei ein wild gewordener Bulle auf ihn zugestürmt. Er war gerade dabei sich aufzurappeln, als der nächste Hieb folgte und ihn am linken Auge traf. Durch die Wucht riss die Haut über dem Auge auf und gab einem Schwall Blut den Weg frei.
    Grumborgh brüllte vor Wut und machte sich gar nicht erst die Mühe sich wieder aufzurappeln. Durch die Balken der Arena fühlte er, wie Trigoz wie ein wildgewordener Eber erneut auf ihn zustürmte. Wie Donner gingen dessen eilende Schritte durch seinen Leib, ehe er plötzlich geduckt auf Trigoz zustürmte.
    Jener erhob schützend die Hände vor seinen Bauch und blockte Grumborghs Kopf gekonnt ab, versuchend ihn wieder fort zu drücken. Doch Grumborgh war schneller und riss die Faust seitlich auf die Rippen Trigoz’. So wuchtig war sein Hieb aus blanker Wut und Zorn, dass man selbst außerhalb der Arena die Rippen brechen hörte.
    Grumborghs Kontrahenten blieb die Luft weg, während sich Grumborgh selbst aufrichtete. Sein Blick voller Wut und Hass harrte auf Trigoz, ehe er in Rage brüllte und seine Fäuste auf dessen Schädel einhämmern ließ. Blutig rissen immer mehr stellen an Trigoz’ Kopf auf, der nicht mehr von den Knien aufstehen konnte, sondern nach einer Weile leblos zur Seite fiel.
    Der Clanführer senkte sein Haupt, jedoch ohne die Miene zu verziehen. Innerlich mag er um seinen Sohn getrauert haben, doch durfte er jene Schwäche nicht zeigen. Er wusste, das Ende seiner Blutslinie ist mit diesem verdammten gekommen und er hatte sich an die Ehre zu halten, die den Clan ausmachte.

    Die Jahre gingen ins Land und Grumborgh brachte seiner einst verachteten Familie Ehre, indem er sich auszeichnete durch so manche Schlacht. Grimb und seine Frau waren nicht länger den Goblins gleich gestellt, sondern berüchtigt als Eltern eines der stärksten Krieger.
    Alles schien bestens, bis zu einer verfluchten Nacht:
    Nach einigen Raubzügen ins Menschengebiet schien alles wie immer: Die Beute war reich und das Blut floss regelrecht von den Äxten und Schwertern. Doch haben die Orks diesmal einen Fehler begangen: Sie Griffen einen Vorposten einer hohen Baronie an, die wichtige Dokumente bei sich trugen und auf dem Weg einer in der Nähe weilenden Hauptstreitmacht waren. Als der Vorposten keine Meldung an die Streitmacht sandte wie weit jene in ihre Heimat vorrücken konnten ohne böse Überraschungen, gingen Späher in die Richtung des Postens, wo sie das verwüstete Schlachtfeld erwartete.
    Eine Streitmacht von Tausenden von Rittern brach daraufhin auf der Spur zum Clan zu folgen, ehe sie in der Nacht vor dessen Mauern standen.


    Die Katapulte Trommelten im kriegerischen Klang gegen die Mauern, die darunter rissen und in Stücke brachen, die unendlich wirkende Flut von Männern stürmte auf die Heimat des Clans zu.
    Die Orks hielten eisern den hereinstürmenden Rittern stand und metzelten so viele nieder, dass sie bald knöcheltief im Blut wateten. Alles war bereit, die erste Furt wurde durch die Reihen der Menschen geschlagen, nu n mussten nur noch die Elitekämpfer vorbrechen.
    Doch die Welle der Orken zu denen Grumborgh gehörte, blieb aus:
    Die besten Krieger waren zu einem anderen Clan gesandt worden, um gegen die Baronie vorzugehen, zu der die Armee auf dem Weg war. Eine Nacht später standen die Orken vor den Toren jener Festung um jeden Menschen darin mit der Axt zu spalten. Gleich als die Mauern fielen, stürmten die ersten Orks vor, jedoch diesmal nicht die Lanzenträger und Ausgesonderten: Grumborgh war es, der mit der Elite des Skull-Clans die Festung erstürmte und seine Axt in das Fleisch der gegnerischen Mannen stieß. Wie ein vom Damm befreiter Fluss drangen die Wellen der Orks in die Festung und hinterließen Ströhme aus Blut und Fleisch.
    Als Grumborgh seine Axt aus der letzten Wache hievte und die Festung nur noch von Leichen und orkischen Kriegern gepflastert war, ertönte der Siegesruf der Masse.

    Eine voreilige Freude, wie die letzten Krieger des Skull-Clans nach Tagen des Feierns und der Beute feststellen mussten: Die Armee der sie zuvor gekommen waren hinterließ nichts vom einstigen Ruhm des Skull-Clans. Vor den zerstörten Mauern reihten die Köpfe der besiegten Orken, aufgespießt auf hölzernen Pfählen. Der abgeschlagene Kopf eines greisen, faltigen Orken fiel Grumborgh sofort auf: es war sein Vater, der ihn dort ungebrochen, jedoch aus leeren, toten Augen anstarrte, während sich der Rest seiner Lunge um den hölzernen Pfahl schlang.

    “was sollen wir tun, Hauptmann?”

    Grumborgh wandte den Blick um zum Orken, der ihn angesprochen hatte.

    “Hauptmann Grumborgh, nichts mehr hier! Unser Clan ist zerstört, während wir waren fort!”

    Kurz schnaufte Grumborgh ob der Worte, ehe er mit seiner tief grollenden Stimme sprach:
    “nichts ist zerstört! Alle, nehmt was Ihr tragen könnt! Wir reisen, weit Weg von hier... Skull-Clan wird Leben, mächtiger noch als zuvor!”



    Re: Grumborghs Geschichte

    Sareth - 27.04.2007, 13:52


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    daumen hoch! ;)



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