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Re: High School Love
uglymuffin - 18.04.2007, 18:54High School Love
1) The Beauty in Ugly
“Nun steig schon aus dem Wagen, Schnattchen! Passiert schon nix! Mein Boss meint, das wäre die beste Schule weit und breit. Die Schüler sind zwar etwas abgehoben, dafür gab es noch keine Morde und Vergewaltigungen.”
“Wie beruhigend, Paps!”
Lisa Plenske, eigentlich liebend gern wohnhaft in Berlin/Deutschland schauderte es vor dieser Schule. Gerade mal hat sie sich an dieses fremde Land gewöhnt und nun sollte sie auch noch so eine fürchterliche Elite High School besuchen. Ihr Vater hätte sich das sonst nie leisten können, aber seitdem er für diesen komischen neuen Arbeitgeber, auch ein Deutscher, einige Hausmeistertätigkeiten verrichtet und diese sich prächtig verstanden, wollte der gute Bernd Plenske, dass aus seiner Tochter mal was Besseres würde.
Als ob diese aufgetakelten Tussis je einmal richtig gearbeitet hätten. Und wie diese sie schon anstarrten, als sie aus dem Auto stieg. Lisa passte so ganz und gar nicht in diese von Schönheit geblendete Gesellschaft. Einige Pfiffe von Jungs erntete sie wohl, aber Lisa wusste inzwischen sehr gut von Ernst und Spott zu unterscheiden. Und sie erntete meistens immer letzteres.
“Papa, warte doch!”
Aber dieser brauste auch schon davon, schließlich wollte er noch ein morgendliches Bier mit seinem Chef trinken, ehe dieser wieder zu seiner Firma musste. Dieser Chef hieß Friedrich Seidel und leitete seit einigen Jahren erfolgreich zusammen mit seinem Freund Claus von Brahmberg einen großen Mode-Verlag in Beverly Hills. Die “Chiqueria” - dämlicher Name, kam aber gut an.
Mit verschränkten Armen und langsamen Schritten tastete sich Lisa langsam ins Schulgebäude, wo die Mädchen, allen voran eine dralle Rothaarige, sie noch mehr verspotten.
Nun ja, Lisa war auch eine Ausnahmeerscheinung in ihren alten Jeans, die ihre molligen Hüften nicht verbargen und dem kindischen Minnie-Mouse-T-Shirt.
Ihre strubbeligen Haare gehörten ebenso zu ihrem Markenzeichen wie die uralte Hornbrille, die sie noch von ihrer Oma vererbt bekommen hatte. Lisa traute sich erst gar nicht, den Mund aufzumachen, gut mit 16 war es nicht einmal so außergewöhnlich, trotzdem schämte sie sich für ihre Zahnspange.
“Hallo, bist du auch neu hier?”
So einen nette Begrüßung hatte Lisa selten erlebt und sie sah in das Gesicht des hübschen Mädchens, mit der zartbraunen Hautfarbe und den wahnsinnig schönen schwarzen und ellenlangen Haaren.
“Ja, und ich bin furchtbar aufgeregt. Ich heiße Lisa... Lisa Plenske.”
Das nette Mädchen, das so in ihrem Alter war, lachte sie so strahlend an, dass Lisa sofort wusste, dass sie endlich eine beste Freundin bekommen würde.
“Das ist ja irre! Ich heiße genauso... Ah, fast... Natürlich nicht Plenske, aber ich heiße Lisa Morris!”
Die beiden Mädchen fühlten sich sofort wohler und bei einem ersten Gespräch erfuhr Lisa Plenske, dass auch Lisa Morris eine Außenseiterin hier an der Beverly Hills High war. Als Lakota, sprich Indianerin, war man hier auch nicht gerne gesehen und besonders Titten-Tracy, die Lisa schon vorher kennen lernen durfte, machte hier allen Neulingen das Leben schwer. Aber gemeinsam würden sie das schon packen!
Sie bemerkten nicht die Blicke zweier 17jähriger Jungs, die beide besonders eine Person im Visier hatten: Lisa Morris, die für ihr Alter schon eine richtige Schönheit war.
Einer der Jungs, der Sportliche von den beiden und der Stillere, war sofort hingerissen von der Faszination, die von Lisa Morris ausging. Der andere dagegen, der schlaksige Junge mit den markanten Augenbrauen, der erst vor fünf Jahren von Deutschland in die USA gezogen war, wollte das neue “Opfer” nur flachlegen.
David Seidel hatte im Gegensatz zu seinem Kumpel Matthew Wheeler schon bedeutend mehr Erfahrung mit Mädchen. Sein erstes Mal hatte er mit 15, für ihn durchaus befriedigender als für Mariella, mit der offiziell zusammen war und mit der er sich nach Willen seiner Eltern auch verloben sollte. Aber von Treue hielt der High School Casanova nicht viel.
“Die hat geile Titten, man!”
“Red nicht wieder so ordinär daher, David Seidel. Wen meinst du eigentlich von den beiden?”
David schüttelte ungläubig den Kopf, Matt konnte doch nicht ernsthaft denken, dass er das lächerliche Etwas neben der schönen Indianerin beachten würde.
“Ich mein natürlich diese strubbelige Karikatur... Mensch, bist du blind?”
Nein, das war Matt Wheeler wirklich nicht, und auch wenn er nicht so oberflächlich war wie sein Freund, so gefiel ihm auch Lisa Morris besser, allerdings eher von ihrer Ausstrahlung her.
Konnte es wirklich so etwas wie Liebe auf den ersten Blick geben? Der sonst so nüchterne Predigersohn hatte dies immer verneint, aber nun spielten auch seine Hormone verrückt.
“David, halt dich bitte bei diesem Mädchen zurück, ich...”
“Klar, mach ich das! Du kannst gerne mit diesem Wischmob ausgehen!”
David grinste seinen Freund süffisant an, aber dieser mochte diese arroganten Reden so gar nicht. Gut, er hatte sich jetzt auch nicht in dieses unscheinbare andere Mädchen verliebt, aber sie mochte doch durchaus ein netter Mensch sein. Sicherlich viel lieber als Titten-Tracy oder Sue.
“David, sei nicht so gemein. Dieses Mädchen hat doch auch etwas an sich. Du musst doch mal das Schöne IN ihr sehen!”
“Das Schöne im Hässlichen? Hä, wie soll das denn gehen? Du spinnst ja!”
Beide Jungs schüttelten nun jeweils den Kopf über die Meinung des anderen.
Wenig später saßen die Jungs schon im Biologie-Kurs von Dr. Rice und waren hoch erfreut, dass auch Lisa Morris zu den Kursteilnehmerinnen zählte. Diese lächelte vor allem Matt leicht an, was David leicht eifersüchtig werden ließ. So einfach würde er sich nicht seine “Beute” wegschnappen lassen, erst recht nicht von seinem besten Freund.
Alle Jugendlichen lachten, als auch Lisa Plenske in den Kurs gestürmt kam und über den Rucksack von Matt fiel.
“Autsch!”
Zu Lisas Verwunderung hob der nette Junge sie noch hoch und fragte sie, ob sie sich wehgetan hatte.
Lisa Plenske verachtete diesen Kerl, der neben Matt saß und seine dichten Augenbrauen hochzog. Er lachte noch lauter als die anderen, sogar noch stärker als der widerliche Ron, der fürchterliche Grimassen schnitt und sie so nachäffen wollte.
“Geht schon, danke!” Lisa lächelte den attraktiven Jungen an, der ihr so hilfreich beistand und sie nicht auslachte. Plötzlich wurde ihr flau im Magen - was das wohl war? Lisa vermutete eine Magen-Darm-Grippe - denn Schmetterlinge im Bauch waren ihr bis dato unbekannt.
Lisa war froh, dass neben ihrer Freundin Lisa Morris noch ein Platz frei war und nachdem Dr. Rice sie zur Begrüßung nur angrunzte - wie passend für Biologie - widmeten sich alle mehr oder weniger aufmerksam dem Unterricht zu.
Matt drückte David einen zerknüllten Zettel in die Hand und flüsterte ihm zu: “Kannst du das an Lisa weiterleiten...die dunkelhaarige mein ich!”
David hätte den Zettel am Liebsten weggeschmissen, aber zu seinem Glück besann er sich anders.
Er reichte den Zettel tatsächlich weiter, flüsterte aber zu Ron: “Der hier ist für Lisa... Diese dicke Minnie Maus!”
Ron grinste nur und es dauerte nur wenige Sekunden, bis der Zettel bei Lisa ankam. Sie dachte erst an einen furchtbaren Scherz, aber trotzdem öffnete sie das zerknüllte Papier.
“Liebe Lisa, ich finde dich sehr interessant. Willst du nachher mit mir in den Imbiss? Matt Wheeler!”
Auch Lisa kannte inzwischen so einige Namen und sie ordnete ihn sofort zu. Lisa Morris war ein wenig eifersüchtig, als ihre Freundin nach hinten blickte. Immerhin gefiel ihr Matt auch ganz gut, aber dieser schien wohl Lisa Plenske mehr zu mögen - was sie ihrer Freundin auch gönnte, so schwer es ihr fiel.
Matt dagegen war völlig entsetzt, als die “falsche” Lisa nun ihm ihr schönstes Zahnspangen-Lächeln entgegenwarf und ihre Augen glänzten voller Dankbarkeit. Lisa Plenske hatte ihr erstes Date - kaum zu fassen. Für ihren Date-Partner war dies allerdings noch unfassbarer und frech stieß David seinen Freund mit dem Ellenbogen an.
“Na, dann. Viel Spaß euch Turteltauben. Und vergiss nie, das Hübsche im Hässlichen zu sehen!”
Da wurde Matt endlich auch bewusst, dass er David diese ungewollte Verabredung zu verdanken hatte.
Sollte er nun Lisa Plenske wirklich das Herz brechen? Wie gerne würde Matt mit der süßen Lisa Morris ausgehen, aber sollte der anderen Lisa das antun? Matt seufzte schwer und redete sich ein, dass die Angelegenheit mit einem kurzen Treffen erledigt sein würde. Was allerdings nur Wunschdenken war...
Re: High School Love
uglymuffin - 18.04.2007, 18:55
2) Perhaps, perhaps, perhaps...
Lisa kam sich unglaublich schön vor in dem umwerfenden weißen Ballkleid mit dem tiefen Dekolletee und den unzähligen Rüschen. Noch viel schöner war das Gefühl, als ihr Traummann ihr die die goldene Kette um den Hals legte. Lisa hielt die rote Rose hoch, die sie zum alljährlichen Schulball von ihrem Kavalier erhalten hatte und atmete den Duft tief ein.
Heute hatte sie sich wirklich hübsch gemacht, ihr Hüftgold war fast verschwunden und sie richtete noch einmal ihre modische Hochsteckfrisur. Die Kontaktlinsen machten auch keine Anstalten herauszufallen und ihre strahlend weißen Zähne waren dank der längst vergangenen Zahnspange in toller Form.
“Lisa, du bist so bezaubernd, ich liebe dich!”
Das hübsche Mädchen drehte sich um und blickte in das strahlende Gesicht von Matt, der sie sogar küssen wollte, aber auf einmal verschwamm sein Gesicht und zu Lisas Entsetzen stand auf einmal der grinsende David Seidel vor ihr. Dieser nutzte die Gelegenheit und küsste sie so leidenschaftlich, dass ihr der Atem wegblieb... Was für ein Mann!
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KLATSCH!
Die Schüler und auch Dr. Rice starrten das wundersame Mädchen an, das sich gerade selbst geohrfeigt hatte. Lisa Plenske war wütend über sich selbst und diesen verdammten Tagtraum. Jetzt konnte sie nicht mal diese mehr steuern, dabei wollte sie doch lieber von Matt geküsst werden anstatt von diesem schuftigen Macho David, der jetzt natürlich wieder am lautesten lachen musste. Lisa wurde nun nicht nur anhand ihrer eigenen Ohrfeige knallrot...
“Miss Plenske. Ich weiß ja, dass die Berliner alle ein wenig crazy sind, aber Sie scheinen alle zu übertreffen. Könnten Sie bitte wiederholen, was ich gerade gesagt habe?”
“Das wir alle ein wenig crazy sind...”
Lisas Mitschüler lachten nur noch mehr und sogar Lisas Freundin konnte sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen. Aber natürlich tat sie ihr auch leid.
“Das WIR will ich überhört haben, Miss Plenske! Und nun kommen sie mal an die Tafel und zeigen mir anhand des Schaubilds, welche anatomischen Merkmale des Mannes sie schon kennen.”
Verächtlich blickte er auf das eingeschüchterte Mädchen herab.
“Falls sie überhaupt schon jemals einen Mann näher betrachten durften...”
Wieder stimmen fast alle in ein schallendes Gelächter ein, bis auf die zwei Lisas und Matthew Wheeler, der diesen arroganten Lehrer sowieso nicht mochte.
“Dr. Rice, bei allem Respekt. Aber halten Sie sich mal bitte zurück. Lisa durfte jetzt SIE schon näher betrachten und das war wohl grad der größte Schock ihres Lebens!”
Diesmal lachte nur Lisa Plenske, aber auch nur für wenige Sekunden, da sie zu ihrem Erstaunen bemerkte, wie still es um sie herum wurde. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch beobachtete sie den fürchterlich hässlichen Lehrer mit den gegelten Haaren, der sich nun von ihr abwandte und ihrem amerikanischen Schwarm bedrohlich näher kam.
“Mr. Wheeler, da Sie mich ja genauso sehr mögen wie ich Sie, wird es für Sie sicher ein Vergnügen sein...”
“...heute bei Ihnen nachzusitzen. Ich weiß!” Matt gähnte herzhaft, während die anderen wieder leicht schüchtern anfingen zu kichern. Aber ein böser Blick von Rice in die Runde genügte, um alle wieder zum Schweigen zu bringen.
“Und denken Sie bloß nicht, dass es langweilig wird, Wheeler”, knurrte der missmutige Lehrer und schlug wieder sein Buch auf.
Lisa war überwältigt, wie gelassen Matt diese Strafe in Kauf nahm, nicht ahnend, dass dieser eigentlich recht froh war - ausnahmsweise dankte er Dr. Rice im Stillen sogar - dass er nicht mit Lisa ausgehen musste. Sicher, sie war ganz bestimmt ein liebes Mädchen, aber er wollte ihr keine Hoffnungen machen, die er nicht erfüllen konnte. Das hatte sie nicht verdient, auch wenn sein Freund David da wohl weniger Skrupel hätte. Obwohl dieser ihm inzwischen wieder beteuern musste, dass er diese “Witzfigur” von Plenske nicht einmal mit der Kneifzange anfassen würde...
Matt hatte nach seinen Kursen nur kurz Zeit, sich ein wenig auszuruhen, denn bald darauf musste er sich wieder die elenden Predigten von Dr. Rice anhören - langweiliger waren nur die Predigten seines eigenen Vaters in der Kirche.
Zu seinem Erstaunen war auch Lisa Plenske noch in der High und kam ihm entgegen.
“Lisa? Hast du heute noch einen Kurs?”
“Nee, aber ich warte auf dich. Keine Angst, ich hab ein Buch dabei, ich langweile mich nicht.”
Etwas verwirrt starrte Matt auf den dicken Atlas unter ihrem Arm.
‘Das müsste genauso interessant sein wie ein Telefonbuch. Was ist das nur für ein komisches Girl?’
“Lisa, du brauchst nicht auf mich zu warten...”
“Ach, das mache ich doch gerne für dich...mein Held!”
Mit Erschrecken nahm Matt zur Kenntnis, dass er sich mit seinem Verhalten Rice gegenüber nicht vor Lisa gerettet hatte - im Gegenteil. Wie sollte er das nur wieder hinbiegen?
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Nach einer quälenden Stunde mit Dr. Rice musste sich der arme Junge nun auch noch mit der sonst so verspotteten Lisa Plenske im “Rosco’s” treffen, dem Stammimbiss der Schüler und wie Lisa fand, so typisch amerikanisch kitschig.
“Haben die nichts anderes als Hamburger?”
“Doch, soeben auch Berliner!”, antwortete Matt und Lisa bemerkte vor Aufregung nicht, dass dieser scherzte.
“Wo denn?”
“Na, mir gegenüber. Jetzt im Ernst, kannst du dich nicht mal entscheiden? Sorry, aber ich muss heute noch für Philosophie lernen.”
“Echt? Du hast Philosophie? Cool, kann ich das auch noch...”
Matt war froh, wenn er wenigstens einen Kurs ohne diesen kleinen Quälgeist erleben durfte und schüttelte sofort den Kopf. Wenn er je heil aus dieser Nummer rauskam, würde er David die Augenbrauen auszupfen, das schwor er beim heiligen Baseballgott.
“Na, habt ihr Spaß?”
Sowohl Lisa als auch Matt blickten zu der angenehmen Stimme hoch, die von Lisa Morris stammte und die die beiden schon länger beobachtete. Sie freute sich wirklich für Lisa, denn sonst schien sich niemand für das arme Mädchen zu interessieren, aber warum musste ausgerechnet dieser so attraktive Junge ihre Freundin auswählen?
‘Und jetzt guckt mich der braune Dackel auch noch mit seinen dunklen Augen an. Verdammt, guck doch lieber deine Lisa Plenske an!’
“Hi, Lisa. Ich würd dich ja gerne bitten, dich zu uns zu setzen, aber...” Lisa Plenske wollte wirklich nicht unhöflich sein, aber dies war ihr erstes Date, und das wollte sie gerne alleine mit IHREM Matt genießen.
Ihre Freundin bemerkte das, aber nicht die flehendlichen und sehnsuchtsvollen Blicke des dunkelhaarigen jungen Mannes, dessen Hormone verrückt spielten, beim Anblick dieses hübschen Lakota-Mädchens.
“Kein Problem. Ich sitze sowieso lieber gerne etwas abseits. Wir können ja gemeinsam nach Hause gehen, Lisa!”
Diese nickte ihrer Freundin, die zu Matts Enttäuschung wirklich wieder wegging, zu. So sehr Lisa den sportlichen jungen Mann auch mochte, aber nach Hause bringen durfte er sie noch nicht. Sie hatte ja noch nicht einmal eine Briefmarkensammlung. Und überhaupt wusste sie gar nicht, was man nach einem Küsschen so alles anstellte. Matt dagegen machte sich keine Gedanken darüber, was er mit ihr anstellen, bzw. nicht anstellen wollte.
Wenig später kamen die beiden stockend ins Gespräch und Matt erzählte ein wenig von seinem Leben.
Sein Vater war als Priester tätig und seine Mutter als Journalistin, wobei er partout nicht den Namen ihrer TV-Sendung erwähnen wollte, aber Lisa würde das sicher schon rausfinden. Am Liebsten unterhielt er sich aber über seinen Lieblingssport Baseball. Lisa hatte schon gehört, dass Matt als Captain der Mannschaft für zahlreiche Siege der Beverly Hills High verantwortlich war - und auch deshalb von allen Mädchen sehr umschwärmt wurde.
Lisa zeigte ihm wieder glücklich ihr Zahnspangenlächeln, während der Imbiss-Chef Brosco Matt wieder leise necken musste, aber auch der ältere Mann war insgeheim doch angetan von der inneren Schönheit dieses außergewöhnlichen Mädchens.
Diese wollte ihrem Schwarm zeigen, dass sie auch die Begeisterung für seinen Sport teilte und erzählte ihm:
“Ich war in Göberitz in unserer kleinen Girls-Baseballmannschaft auch Catcherin!”
“Bitte was?” Ungläubig starrte Matt das grinsende Mädchen an, das so ganz anders als die anderen war und vielleicht deshalb einen so besonderen Reiz ausstrahlte. Für diesen Moment vergaß er sogar seine wirklich Angebetete Lisa Morris.
“Ja, da staunst du, was? Ich kann dir gerne zeigen, wie ich die Bälle fange.”
Nun musste Matt doch noch lächeln, irgendwie wurde das Mädchen mit dem zerzausten Haaren und der urkomischen Brille ihm immer sympathischer.
“Ok, morgen ab vier trainiert meine Mannschaft wieder. Nach dem Training kannst du mir ja deine Künste vorführen!”
“Gerne!” Und wieder strahlte Lisa ihn mit ihrer Zahnspange an, die ihn plötzlich gar nicht mehr so störte. Selten hatte er sich so gut mit einem Mädchen unterhalten können wie mit dieser besonderen Person. Eigentlich sollte er ihr ja keine Hoffnungen machen, aber andererseits war er auch neugierig, was hinter dieser eigentümlichen Fassade steckte. Damit meinte er natürlich ihre innere Fassade, er hatte nicht vor, ihr an die Wäsche zu gehen. Was nicht einmal an ihrem Aussehen lag, sondern einfach daran, dass Matt von jeher in solchen Sachen sehr zurückhaltend war.
Nach diesem nun doch für beide sehr nettem Date schwebte Lisa Plenske wie auf Wolken neben ihrer nachdenklichen Freundin.
In ihrer Verliebtheit bemerkte Lisa nicht, dass sie ihrer Freundin damit das Herz brach. Aber sie hätte sich auch schwer gewundert, wenn ein Junge, vor allem so ein beliebter junger Mann wie Matthew Wheeler, ein armes Lakota-Mädchen lieben könnte. So freute sie sich eben schweren Herzens mit Lisa Plenske, die vorher ja auch kein leichtes Leben hatte.
“Hey, pass doch auf!”
David Seidel, der gerade seinen Freund aus dem Imbiss kommen sah, rannte die wieder tagträumende Lisa Plenske um, so dass ihre dicke Brille zu Boden fiel und zerbrach.
“Mensch, du Tussi, kannst du nicht...”
Aber David stockte und blickte irritiert in die blauen Augen von Lisa Plenske, die sich fast blind vorkam und nicht einmal mehr den Mut zum Schimpfen fand.
Davids Herz rutschte fast in die Hose, so ein tiefes und wunderschönes Blau hatte er noch nie gesehen - und ausgerechnet die Augen dieser “Vogelscheuche” mussten ihn so faszinieren.
“Hast du ausgetrottelt? Du könntest dich wenigstens entschuldigen!”
Lisa Morris’ scharfe Zunge riss David wieder in die Wirklichkeit zurück. Hatte er sich sekundenlang ernsthaft in die Plenske... Fast hätte ER sich nun geohrfeigt.
“Sorry!”, erwiderte er knapp und eilte schnell zu Matt, dem er natürlich nichts von diesem außergewöhnlichen Erlebnis erzählen wollte.
“Was mach ich denn jetzt?” Lisa Plenske stützte sich hilfesuchend an ihre Freundin, während sie ihre Brille untersuchte.
“Jetzt gehen wir erst mal zu mir nach Hause. Und dann schauen wir mal nach Kontaktlinsen für dich. Ist ungefährlicher hier im wilden Beverly Hills!”
Lisa lächelte ihre Freundin wieder dankbar an und ging mit ihr. Während sie über eine gemeinsame Zukunft mit IHREM Matt träumte, wunderte sich dieser über die Einsilbigkeit des sonst so überheblichen David Seidels, der sich dafür verdammte, dass er immer nur an diese verdammt blauen Augen dieser Plenske dachte...
Vielleicht, vielleicht würden die Träume der Freunde Wirklichkeit, und vielleicht, vielleicht ganz anders, als sie sich das vorstellten...
Re: High School Love
uglymuffin - 18.04.2007, 18:55
3) What makes you different?
Am nächsten Morgen brachte Bernd sein “Schnattchen” wieder zur High School und er schimpfte schon den ganzen Weg lang.
“Konntest du nicht besser aufpassen? Und wie ist das überhaupt passiert mit der Brille? Und warum trägst du jetzt diese komischen Linsen? Omas Brille steht dir doch so gut. Und was sind das für neue Klamotten. Du siehst so ... anders aus!”
“Danke, Paps, das war das schönste Kompliment, dass du mir machen konntest!”
Das meinte Lisa ehrlich, denn wenn ihr Papa von ihrem neuen Outfit entsetzt war, konnten die anderen, vor allem ihr heißgeliebter Matt, sie doch nur bewundern. Schnell drückte sie dem zerknirschten Vater ein Küsschen auf die Wange, ehe sie in die Schule eilte. Sie musste sich bei ihrer Freundin Lisa noch für das Styling bedanken. Und auch die Haarkur schien geholfen zu haben, zumindest konnte sie ihre langen, blonden Haare bändigen.
Vergnügt bemerkte Lisa die Blicke der anderen Mitschüler, die zwar noch tuschelten, sich aber mit dem Lachen zurückhielten. Etwas unsicher fühlte sie sich zwar schon noch, aber die neuen Jeans und das tolle Oberteil gaben ihr eine neue Art der Freiheit, früher lag ihre Kleidung etwas enger und aufgrund ihrer nicht gerade vorteilhaften Figur sah das meistens lächerlich aus.
“Wo hat die denn ihre Klobrille gelassen?”
Lisa ärgerte dieses Gerede wieder, aber sie nahm sich vor, sich darüber nicht weiter aufzuregen. Und sie hatte sich eh nur für eine Person hübsch machen lassen - für Matt, der gerade an seinem Spind stand und ihr den Rücken zuwandte.
“Morgen, Matt!”
“Guten Morgen, Lisa!”
‘Will sich der Kerl nicht endlich mal umdrehen? Wie unhöflich...’
Aber Lisa hatte mehr Geduld mit den Männern als diese mit ihr. Matt bereute es an dem Morgen wieder, dass er mit Lisa “trainieren” wollte. Sicher würde das ganz lustig werden, aber es war einfach nicht richtig, vor allem da er immer noch nur an Lisa Morris dachte, die ihn zu seinem Leidwesen wie Luft behandelte.
Irgendwann platzte auch Lisa mal der Kragen und sie packte ihren amerikanischen Freund an die Schulter. Und es funktionierte, genervt drehte sich Matt wirklich um.
“Was ist denn, Lisa? Ich habe gleich Kunst bei Mr. Parker...”
“Nicht nur du! Aber hallo, fällt dir an mir nichts auf?”
‘Typisch, Mann!’
“Nette ... Frisur!”
Das ihm ausgerechnet ihre eigene “Idee” gefiel, die zwei langen Zöpfe, die seitlich an ihr runterhingen. Lisa Morris hatte zwar vorgeschlagen, dass sie ihre Haare zu einem Pferdeschwanz zusammenbinden sollte, aber so sah sie doch viel süßer aus - fand sie jedenfalls selbst. Allerdings hätte es ihr zu denken geben sollen, dass auch ihr Vater sie damit entzückend fand...
“Danke, Matt. Deine ist auch nett!”
Irritiert fuhr sich Matt über sein dichtes, schwarzes Haar.
“Bitte? Ich seh aus wie immer!”
“Eben drum!”
Lisa strahlte ihn an und zeigte Matt so, dass sie zumindest ein Original-Lisa-Plenske-Teil behalten hatte: Die Zahnspange. Der dunkelhäutige Junge neben Matt lachte herzhaft.
“Süße Freundin hast du da, Matt!”
“Das ist nicht meine Freundin, Bob!”
Das hatte gesessen und ehe Matt sich auf die Zunge beißen konnte, brach Lisa schon in Tränen aus. War sie für ihn etwa nur ein “One-Imbiss-Stand” gewesen? Ohne nennenswerte Bedeutung? Ein Mädchen, deren man sich schämen musste, obwohl sie sich so verändert hatte? Scheinbar hatte dieser Obermacho David Seidel doch mehr Einfluss auf seinen Freund, als sie wahrhaben wollte.
“Tut mir leid, Lisa. Aber...”
“Ich hab schon verstanden! Bin zwar hässlich, aber längst nicht so dumm wie die meisten Tussis, die hier rumlaufen! Tschüss!”
Matt ärgerte sich noch lange darüber, dass er Lisa so verletzt hatte. Allerdings war ein Ende mit Schrecken doch leichter zu verdauen als ein Schrecken ohne Ende. Er ahnte aber noch nicht, dass Lisa viel Schrecken aushalten konnte...
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Nur mühevoll konnte Lisa Morris ihre Freundin beruhigen, die neben ihr saß und sich auf ihrer Schulter ausheulte. Allerdings war es Lisa unangenehm, dass Lisa Plenske sich ausgerechnet im Kunstunterricht so gehen lassen musste.
Sämtliche Mitschüler lachten, allen voran natürlich Titten-Tracy und Ron. Matthew Wheeler warf schuldbewusste Blicke zu den beiden Mädchen hin, aber von Lisa Plenske wurde er erst gar nicht beachtete und von Lisa Morris bekam er nur noch verächtliche Blicke zugeworfen. So hatte er sich das Ganze wirklich nicht vorgestellt.
Was ihn aber am Meisten verwunderte, war die außergewöhnliche Ruhe von David Seidel.
“Was ist? Sonst lachst du doch immer als Erster?”
“Ich hab andere Sorgen als diese Planschkuh! Mariella betrügt mich!”
Als ob das eine Neuigkeit wäre. Die ganze Schule wusste schon von der kleinen Liebelei zwischen Mariella von Brahmberg und dem reichen Architekten-Sohn Lars van der Lohe, der schon aufs College ging. Aber klar, dass diese Tatsache David sauer aufstoßen musste, denn immerhin erwarteten seine Eltern eine baldige Hochzeit von den beiden. Mal abgesehen davon, hatte Davids Ego jetzt wohl einen gewaltigen Knicks bekommen, denn einen David Seidel betrog man nicht, nur ER durfte betrügen...
“Sorry, aber mein Mitleid hält sich in Grenzen.”
“Meins auch - mit dir und diesem Dorftrampel!”
David verdrängte seine verwirrten Gefühle, die er seit dem gestrigen Zusammenstoß mit dem blauäugigen Trampel nicht mehr loswurde. Andererseits musste er auch zugeben, dass diese heute zumindest ein wenig besser aussah, mal sehen, ob er sich nicht für eine Nacht mit ihr über Mariella hinwegtrösten könnte. Aber eine Frau wie Mariella konnte so ein Tollpatsch natürlich nicht ersetzen...
Matt war selbst über seinen Gefühlsausbruch überrascht, als er auf den harten Tisch schlug.
“Hör auf, David! Lisa ist kein Trampel, sie ist die wundervollste Person, die ich je kennen lernen durfte!”
‘Ups, hab ich das jetzt tatsächlich laut gesagt?”
Matts Gesicht wurde immer bleicher, als er sich umsah. Ihn störte das Gelächter der anderen gar nicht und auch nicht das empörte und zugleich belustigte Gesicht vom Lehrer Mr. Starks. Was ihn so richtig entsetzte, war wieder Lisas hoffnungsvolles und dankbares Strahlen im gegenüber und er wusste, dass sie von nun an wieder wie eine Klette an ihn hängen würde.
‘Gut gemacht, Matthew Wheeler! Kriegst den Orden für außerordentliche Dämlichkeit!’
“Wie ritterlich, Mr. Wheeler”. Natürlich musste natürlich auch Mr. Starks seinen Senf dazugeben, auch wenn die Schüler den netten Lehrer wesentlich lieber mochten als den gehässigen Dr. Rice.
“Wäre nur sehr freundlich, wenn Sie Ihre Liebesbezeugungen in der Pause tätigen würden. Apropos, ich entlasse Sie gleich in selbige. Das nächste Mal entspannen wir uns beim Aktzeichnen. Über Freiwillige freu ich mich sehr... Auch über männliche!”
Matt errötete zutiefst, zumal er nicht nur Davids Gelächter ertragen musste, sondern auch noch die vielsagenden und frechen Blicke der beiden Lisas.
Leider waren die Pausen in der High School immer sehr kurz bemessen und so musste Matt wohl oder übel doch das Training mit Lisa abwarten, um ihr endlich schonend beizubringen, dass er sie als Mensch sehr schätzte, und auch gerne mit ihr befreundet war, aber sein Herz schlug halt nur für ihre Freundin Lisa Morris. Es würde keine leichte Aufgabe werden, das wusste er.
Lisa tanzte in der Zwischenzeit den hellen und mit Schülern überfüllten Flur entlang. Was für ein schönes Gefühl war es doch, Schmetterlinge im Bauch zu haben. Sie dachte schon, dass sie noch mit 26 Jungfrau... Stop...
‘Lisa Plenske, an was denkst du da gerade? Ich will doch noch nicht mit Matt... Aber er ist ein Mann und will sicher mehr als Kindergartenküsschen. Aber wie zum Teufel soll ich mich dann verhalten? Lisa muss mir unbedingt alles erklären!’
“Wie süß, ein Frosch mit Zahnspange!”
Natürlich musste ausgerechnet der Widerling Seidel sie auf den Boden der Tatsachen zurückbringen. Aber ihre gute Laune konnte selbst dieser Samenzwerg nicht verderben.
“Und wie doppelt süß, ein Macho mit geknicktem Selbstbewusstsein. Komisch, ich seh schon seit Stunden kein Mädchen neben dir...”
Lisa schnupperte spielerisch an seinen Nacken, was ihn fürchterlich nervös machte. Dieses Kribbeln, was diese seltsame Person in ihm verursachte, was war das? Sicher nur eine Zöpfchen-Allergie verbunden mit einer Zahnspangen-Phopie, diagnostizierte er selbst.
“Ah, ich weiß es endlich. Dieser Geruch... Igitt! Penetranter Narzissmus-Gestank, da muss es einem ja übel werden!”
“Funny, Miss Planschke. Aber...”
Beinahe wollte er dieser überheblichen Person schon erzählen, dass nicht SIE Matts Traumfrau war, aber zu seinem Pech und ihrem (Un)Glück begannen auch schon ihre nächsten Kurse, die sie zum Glück nicht zusammen verbrachten.
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Das Baseballspiel am Nachmittag brachte Lisa Plenske immer mehr aus ihrer grauen und sonst so ruhigen Schale.
Begeistert jubelte sie ihrem Star zu, obwohl sie von dem Spiel so gar nichts verstand. Lisa Morris saß neben ihr auf der Zuschauertribüne und gähnte herzhaft. Selten so etwas langweiliges erlebt, allerdings kam auch sie zu Ende des Spiels ins Schwitzen, als Matt noch auf dem Feld sein T-Shirt auszog und sein athletischer Oberkörper zum Vorschein kam.
“Gell, der sieht gut aus. Und der gehört nur MIR, mir, Lisa Plenske!”
Lisa strahlte ihre Freundin so glücklich an, dass diese sich gezwungenermaßen mitfreuen musste. Warum konnte es nicht zwei von Matts Sorte geben? Diesen dümmlichen Seidel, der nicht einmal die einfachsten Bälle halten konnte, dafür lieber auf die “Bälle” der Mädchen starrte, konnte man doch auf den Mond schießen.
Aber ausgerechnet er baggerte sie wieder an, während Lisa zu Matt eilte, und sich sofort den Catch-Handschuh überzog.
“Jetzt werfe halt endlich!”
Matt grinste und in dem Moment, als Lisa Plenske ihn so sportlich und liebevoll zugleich anstrahlte, fand er sie auch immer süßer. Auch wenn er doch immer noch öfters auf die Tribüne schauen musste und er sich darüber ärgerte, dass David so ungeniert mit Lisa Morris flirtete.
Voller Wut warf Matt den Ball und zu seinem Erstaunen fing Lisa diesen mit Leichtigkeit.
“War das alles, Wheeler? Da musst du schon mehr zeigen!”
Matt lachte auf und warf nun alles Mitleid weg und bemühte sich, seine besten Wurftechniken anzuwenden. Allerdings waren diese auf einmal vergebliche Liebesmüh - Lisa hielt zu seinem Erstaunen wirklich jeden Ball.
“Alle Achtung, dich müsste man in unsere Mannschaft einschmuggeln. Da könnte David noch was lernen. Aber gib mir mal wieder den Ball, bitte!”
Lisa jedoch wurde immer übermütiger, ihr gefiel das Spiel sehr und wollte nun nach IHREN Regeln spielen.
“Nee, erst einen Kuss!” Sie verschränkte ihre Arme nach hinten und hielt den Ball vor dem jungen Mann versteckt, während sie doch immer nervöser wurde, angesichts seiner nackten Brust.
“Dann hol ich ihn mir eben...”
“Nein, bitte...”
Lisa lachte laut auf, als Matt anfing, sie zu kitzeln, dennoch hielt sie den Ball immer noch fest in ihren Händen. Auch Matt verfiel in eine für ihn völlig neue Fröhlichkeit und gewann Lisa in seinem Herzen richtig lieb.
Den beiden restlichen Zuschauern auf der Tribüne, David Seidel und Lisa Morris, gefiel das muntere Treiben ihrer Freunde aber immer weniger. Während David sich wunderte, worauf er eigentlich eifersüchtig war, wusste es Lisa nur allzu gut. Matt hatte sich also wirklich für Lisa Plenske entschieden, das freute sie zwar für ihre Freundin, aber ihr versetzte es einen fürchterlichen Stich.
Eigentlich hasste sie diesen David Seidel, aber in dem Moment war sie einfach so in Rage, dass sie sich einfach “trostküssen” musste. Und so zerrte sie den doch recht verblüfften David Seidel an sich und drückte ihre Lippen auf die seinigen. Das ließ den Frauenhelden natürlich nicht kalt und auch er erwiderte den Kuss heftigst.
“Guck mal, was Lisa nur an diesen Idioten findet?”
Lisa Seidel zeigte auf die Küssenden und abrupt drehte sich nun auch Matt um und sein Herz zerbrach sinnbildlich in sämtliche Teile, als er seine Traumfrau mit diesem Dandy rumknutschen sah.
‘Toll, du lässt dich ja auch schnell rumkriegen, Lisa Morris. Aber bitte, wenn du auf solche Matschbirnen stehst!’
Matt verzog nur einmal sein attraktives Gesicht und wandte sich dann lieber SEINER Lisa zu, die er sowieso gerade “neu entdeckt” hatte. Lisa war so anders als die anderen und irgendwie war gerade das so anziehend. Matt lächelte das unschuldige Mädchen an und strich ihr sanft über das Gesicht.
‘Was für schöne Augen sie doch hat. Ein reiner Engel...”
Lisa machte sich nun auch so ihre Gedanken, angesichts der überraschenden Nähe zu ihrem Schwarm.
‘Der wird mich jetzt doch nicht... Obwohl, warum nicht. Oh, Matt, tu es bitte. Will auch wissen, wie...’
Weiter konnte sie nicht denken, da spürte sie auch schon seine weichen und doch stürmischen Lippen und ihr Herz tanzte im Dreivierteltakt. Aber da spürte sie noch etwas...
‘Was will der denn jetzt mit seiner Zunge? Ieeh... Will er mir das Frühstück rauskitzeln, oder was?’
Lisa konnte sich nicht mehr fragen, was sie nun eigentlich mit ihrer Zunge machen sollte, da zuckte Matt auch schon zusammen - da er automatisch ihre Zähne berührt hatte, die leider mit einer Art Stacheldraht beschützt wurden.
“Autsch!”
Schnell zog Matt seine Zunge wieder heraus und der vorher so süße Kuss endete abrupt beim Schularzt.
Lisa hielt derweil tapfer sein Händchen und nahm sich fest vor, ihren Kieferorthopäden an die Wand zu klatschen, wenn er ihr nicht wenigstens eine “Nur-Nachts”-Spange verschreiben würde...
Aber Lisa Plenske konnte im Gegensatz zum armen Matt gerade nicht klagen. Sie hatte endlich einen festen Freund und war glücklich. Im Gegensatz zu ihrer Freundin Lisa Wheeler, die unglücklich in Matt verliebt war und nun unbedingt diesen lästigen David von ihrer Backe kriegen wollte. David dagegen wollte Lisa Morris unbedingt flachlegen, sich aber dennoch mit Mariella verloben und irgendwie wollte er auch Matt und Lisa Plenske entzweien. Aus welchem Grund auch immer... Und Matt hatte sich inzwischen zwar leicht in Lisa Plenske verliebt, aber immer noch saß die Enttäuschung tief, dass die tolle Lisa Morris sich mit seinem Freund David einließ.
Und es sollte noch viel verzwickter kommen...
Re: High School Love
uglymuffin - 18.04.2007, 18:56
4) Good Girl - Bad Boy
Eine Woche später...
Inzwischen hatten sich die beiden unterschiedlichen Freundinnen einigermaßen gut in der High School eingelebt, auch wenn beide noch keine anderen Freundinnen gefunden hatte. Aber Lisa Plenske hatte immerhin “ihren” Matt, mit dem sie schon eine Woche Händchen halten durfte.
Gemeinsam mit ihrer wieder so schweigsamen Freundin ging Lisa Plenske wie immer durch den Park zur Schule und strahlte vor Glück.
Dabei merkte sie nicht, wie schlecht es Lisa Morris mit der Tatsache ging, das Lisa ihr ausgerechnet ihren heimlichen Schwarm weggeschnappt hatte.
“Ich bin so froh, dass ich die Spange nur noch nachts tragen muss. Matt wird sicher begeistert sein!”
Lisa Morris blickte wieder neidisch zu ihrer Freundin, die dank ihrer Hilfe immer besser aussah. Das Einzige, was noch an dem alten Mauerblümchen erinnerte, waren ihre noch breiten Hüften und die Tollpatschigkeit. Natürlich auch diese übernatürliche Liebenswürdigkeit, weswegen Lisa mit ihr befreundet war.
“Dann werdet ihr euch sicher wieder küssen, oder? Ohne Verletzungsgefahr...”
Lisa Plenske errötete leicht und kicherte wie ein kleines Mädchen, während ihre Freundin trotz allem ernst blieb. Noch einen Kuss der beiden wollte sie nicht beobachten.
Aber nun wurde auch Lisa Plenske ernst, so sehr sie sich auch über ihre erste Liebe freute, so unsicher war sie auch. Und Matt war sicher schon viel erfahrener als sie, so dachte sie jedenfalls.
“Du, ehrlich gesagt, war ich letztens auch froh über den kleinen Unfall. Er hat mir tatsächlich seine Zunge reingeschoben. Was soll ich denn davon halten?”
Lisa Morris musste nun doch ein wenig schmunzeln, auch wenn sie selbst noch nie geküsst hatte, so wusste sie doch aus diversen Zeitschriften und TV-Sendungen, was man theoretisch dabei machen musste. Auf einmal kam sie auf eine völlig verrückte Idee...
“Lisa, das ist doch nur natürlich. Zungenküsse sollen sehr scharf sein!”
“Wie Peperoni hat er grad nicht geschmeckt!”
Beide Mädchen lachten laut auf über Lisas kleinen Scherz. Aber Lisa Morris blieb auf einmal stehen und zog die perplexe Lisa Plenske an sich.
“Üben wir doch mal. Dann wissen wir, was wir mit unseren Zungen so alles anstellen können!”
Lisa standen die blonden Haare fast wieder wie früher zu Berge. Diesen Vorschlag konnte ihre Freundin doch unglaublich ernst meinen. Aber diese kam nun mit ihren Lippen immer näher...
“Lisa, was soll das? Wir sind doch nicht...”
“Natürlich nicht! Aber willst du vielleicht lieber mit dem ekligen Seidel üben? Siehste... Und es sieht uns ja keiner.”
Lisa zögerte immer noch ein wenig, aber da drückte ihr ihre Freundin schon einen Kuss auf die Lippen.
Irgendwie war das ja schon recht kommen, aber dann öffnete Lisa doch leicht den Mund. Ein wenig Praxis würde ja nicht schaden, ehe sie endlich mit ihrem Dreamboy küssen würde.
Lisa kicherte innerlich, als sich ihre Zungen berührten. So langsam bekam sie doch den Trick raus.
Dummerweise waren sie doch nicht die Einzigen im Park, und ehe sie sich auseinanderreißen konnten, stand vor ihnen auch schon Matts afroamerikanischer Freund Bob, der die beiden angrinste.
“Hi, Schwestern! Na, da bin ich aber platt. Hätte nie gedacht, dass ihr auch Homos seid. Ihr könnt ja nächstens mit in den Club...”
Als erstes fuhr Lisa Morris herum und zischte den lachenden Jungen gleich an:
“Da kannst du allein hingehen. Wir sind nicht lesbisch. Das sah nur so aus... Ähm...”
Dummerweise fielen Lisa auch keine Ausreden mehr ein, für Außenstehende musste der Kuss wirklich bedeutungsvoll ausgesehen haben.
“Klar doch, ihr Süßen!”
Mit diesen Worten joggte Bob weiter und lachte wohl noch bis zur High School.
“Na, toll. Der wird das jetzt sicher Matt erzählen. Was hat er eigentlich gemeint mit Club?”
Lisa wusste zwar, dass Bob eng mit Matt befreundet war, aber sonst kannte sie diesen dunkelhäutigen Typ kaum.
“Na, Bob ist doch wirklich schwul. Aber er wird hoffentlich sein Maul halten, sonst stopf ich ihm es persönlich.”
Lisa Plenske war darüber weniger besorgt, als über die Tatsache, dass Bob wirklich auf Männer stand.
Ob dieser auch mit Matt... Lisa erschauderte es. Aber Matt war ja ein Mann durch und durch und trotz Sorge um Bob beruhigte sie sich wieder ein wenig.
“Vielleicht kann Mutti ja für Bob einen Termin bei Dr. Smith machen...”
Lisa Plenske war ja Spezialistin in Sachen Undurchschaubarkeit, aber diesmal konnte sich selbst ihre Freundin keinen Reim auf ihre Worte machen.
“Hä? Sieht er etwa krank aus?”
“Na, meine Mutti sagt immer, dass die armen Leute, die ihre eigenen ähm Geschlechtsgenossen küssen, dringend in Behandlung müssen.”
“Ich glaube eher, deine Mutter muss in Behandlung! Homosexualität ist keine Krankheit, Bob ist genauso normal wie wir. Ich meine, nur, dass wir auf Männer stehen. Ähm...”
Nun mussten beide lachen und Lisa Plenske ergänzte noch:
“So wie er auch auf Männer steht!”
“Eben! Und nun beeilen wir uns lieber, sonst weiß schon die ganze Schule über unseren Übungskuss Bescheid.”
Beide Mädchen grinsten in sich hinein und eilten zur High School. Lisa Plenske freute sich nun riesig darauf, endlich einen Jungen, IHREN Jungen, küssen zu dürfen. Er wird sicher erstaunt sein...
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Matt stand gerade wieder vor seinem Spind und holte seine Sachen für den Geschichtskurs heraus.
Er dachte an Lisa, aber immer wieder ertappte er sich dabei, dass er eigentlich mehr an Lisa Morris dachte, die ihn mit ihrem Kuss mit David Seidel schwer verletzt hatte. Was fand so eine tolle Frau nur an so einem kleinen Casanova? Aber vielleicht spielten beide ja in der selben Liga. Matt wurde immer mürrischer und ausgerechnet da, tippte Lisa Plenske ihm an die Schulter.
“Huhu, Matt.”
Wieder drehte er sich nicht um, Lisa hatte ihm jetzt gerade noch gefehlt. So süß sie auch war, aber irgendetwas fehlte an seinen Gefühlen für sie. Aber wie sollte er das nun noch rückgängig machen?
“Ja, huhu!”, erwiderte er knapp, aber Lisa ließ ihm keine Ruhe, sie wollte ihn noch vor Unterrichtsbeginn einen Kuss aufdrücken. Und ihre Zunge natürlich auch...
Fast gewaltsam packte sie ihn an die Schultern und drehte ihn um. Was Matt wiederum noch mehr nervte.
“Lisa, was soll das?”
Diese zeigte ihm ihr schönstes Lächeln mit ihren strahlend weißen Zähnen - ohne Spange. Das müsste er doch bemerken...
Aber Matt war in Gedanken längst woanders und schob Lisa einfach beiseite.
“Können wir uns später unterhalten? Ich möchte nicht zu spät...”
Nun wurde Lisa Plenske aber auch recht sauer. Waren alle Männer so blind oder nur dieser Maulwurf ihr gegenüber.
“Fällt dir denn gar nichts an mir auf?”
“Ja, nette Frisur. Und jetzt lass mich doch vorbei...”
“Die Frisur hab ich schon seit einer Woche!”
Lisa kamen die Tränen, aber es läutete nun schon zum zweiten Mal und Matt ließ sie einfach stehen.
“Na, habt ihr schon Ehekrach?”
Der gemeine David Seidel hatte ihr zu ihrem Unglück gerade noch gefehlt. Diesmal konnte Lisa ihm aber keine Frechheiten entgegenschleudern, sie schluchzte einfach nur noch vor Enttäuschung.
David wollte ihr schon wieder eine Gemeinheit an den Kopf werfen, aber dieses Mädchen tat ihn auf einmal wirklich leid. Warum konnte er nun auf einmal nicht mehr böse sein?
Zu seinem eigenen Verwundern strich der attraktive junge Mann ihr einfach über den Arm und tröstete sie.
“Mach dir nix draus. Matt ist halt ein kleiner Streber. Aber nach dem Unterricht wird er sicher wieder lockerer. Er hat dich doch lieb!”
Völlig verwirrt blickte Lisa dem seltsamen Jungen in die Augen, die plötzlich so warm waren und sein süßer Blick mit diesen braunen Knopfaugen erinnerten sie sehr an ihren geliebten Teddy auf ihrem Bett, der sie auch immer, jedoch ohne Worte, tröstete.
So einfühlsam kannte sie den Kerl gar nicht und dankbar lächelte sie ihn an, woraufhin David fast aus den Schuhen kippte.
“Wow, du hast ja wundervolle Zähne! So schön weiß und gerade...”
Lisa wäre nun fast mit ihm gekippt, hatte doch ausgerechnet der sonst so oberflächliche Seidel ihre Veränderung bemerkt - und ihr sogar ein süßes Kompliment gemacht. Sie war zu verwirrt um zu verhindern, dass er ihr Gesicht sanft zu sich zog.
‘Mein Gott, diese blauen Augen und dieses unglaublich schöne Gesicht. Was macht dieses irre Mädchen nur aus mir? So was hab ich noch nie gefühlt...’
‘David wird mich doch jetzt nicht... Obwohl... Gott, ich liebe Teddys und er sieht auf einmal so knuffig aus. Vorsicht, Lisa...’
Aber da war es auch schon zu spät, sie spürte schon seine weichen und erstaunlich sanften Lippen auf ihrem Mund. Zu seinem Erstaunen öffnete sie diesen leicht und ihre Zungen verschmolzen regelrecht miteinander. Lisa saugte sogar sanft an seiner Zunge und er war erstaunt über ihre Erfahrung. Und Lisa war erstaunt, was für einen großen Schritt er plötzlich bekam. Sie fragte sich - unschuldig wie sie nun einmal war, ob sie ihn gerade aufblasen würde. Wenn sie ihn noch länger küsste, würde er wohl wie Ballon platzen, der Arme. Aber es fühlte sich so schön an...
Gerade in dem Moment kam Matt aus dem gegenüberliegenden Kursraum, da er ein wichtiges Buch vergessen hatte. Was er da sah, verschlug ihm gewaltig die Sprache.
“Na, schmeckt es?”
Lisa und David rissen sich nur widerwillig los, aber Lisa vergaß ihre Gefühle sofort, angesichts des enttäuschten Gesichtsausdrucks ihres Freundes Matt. Was war nur in sie gefahren, einfach dessen besten Freund zu küssen?
“Matt, bitte! Das hatte nichts zu ...”
Matt winkte nur bitter ab. “Lass gut sein, David scheint ja wirklich jede rumzukriegen. Aber das sogar selbst du so dumm bist!”
“Hey, Lisa ist nicht dumm!” David ballte die Fäuste und war selbst erstaunt, wie er dieses Mädchen verteidigte.
Der sonst so zurückhaltende Matt kam seinem Freund bedrohlich näher und packte ihm am Kragen.
“Klar, der richtig Dumme bist ja nur du! Küss du noch einmal meine Freundin, dann lernst du mich mal von einer anderen Seite kennen.”
Lisa war irgendwie gerührt von Matts Eifersucht und dachte sich, dass er dann doch etwas für sie empfinden musste. Ihre eigenen Gefühle angesichts des Kusses mit David verdrängte sie rasch, denn dieser wollte sie wohl wirklich nur flachlegen. Sie konnte nicht glauben, dass sich so ein Macho wirklich ändern konnte.
“Mr. Wheeler, kommen Sie endlich wieder zum Unterricht oder soll ich die Polizei rufen?”
Inzwischen war der Geschichtslehrer auch aus dem Zimmer gestürmt und riss Matt von dem nun doch recht verängstigten anderen Jungen weg. Und Lisa trottete ihrem Freund auch noch hinterher und versicherte ihm dauernd ihre Liebe. David war mehr als enttäuscht von diesem Mädchen, das ihn gerade noch so innig geküsst hatte und ihn nun einfach fallen ließ. Für ihn war dies eine ganz neue Erfahrung, mal ausgenommen von Mariella, aber die liebte er eh nicht so richtig.
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In der kurzen Mittagspausen hatten sich Lisa und Matt wieder versöhnt, und während dieser Lisa einen zarten Kuss auf die Lippen gab - nicht ohne einen triumphierenden Blick zum zerknirschten David zu werfen, wollte dieser sich wieder anderen Mädchen zuwenden. Diese Planschke konnte ihm doch gestohlen bleiben...
Und Lisa Morris, die genauso wie ihre Freundin, immer noch mit langem Rock und hochgeschlossener Bluse an ihm vorbeiging, sollte ein willkommenes Opfer für ihn werden.
Mit seiner Schulter lehnte er sich an ihrem Spind, was ihm aber nur einen verächtlichen Blick einbrachte.
“Soll ich dich da drin aufhängen, oder was? Ich knüll dich gerne zusammen und dann kannste mein Maskottchen spielen.”
Frech und schnell wie der Wind zog David das Mädchen an sich und küsste diese. Aber im Gegensatz zu Lisa Plenske war diese so gar nicht erfreut über so eine Attacke.
Fast hätte sie ihm eine gescheuert, da musste ausgerechnet Bob vorbeikommen und David aufklären.
“Junge, das wird nix! Die wehrt sich nur, weil sie auf Weiber steht. Sie hat ja heute schon eine geknuscht!”
Das wirkte gewaltig und sofort riss sich David von der nun doch auch recht verwirrten Lisa Morris los.
Während sich David angeekelt wegwandte, war Lisa einerseits froh über diese unerwartete Rettung, andererseits fürchtete sie nun wirklich um ihren Ruf. Es würde wohl nicht lange dauern, bis dieser Kerl auch Matt von ihrem Kuss mit Lisa erzählt hatte. Na, toll... DAS hatte ihr gerade noch gefehlt.
Andererseits war ihre Freundin gerade wieder so mit diesem schnuffigen Kerl glücklich, das sie wohl nie eine Chance haben würde. Vielleicht sollte sie wirklich das Ufer wechseln...
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Am späten Abend trafen sich viele Schüler wie so oft zu einer großen Strandparty.
Gerade das liebte Lisa Plenske an Beverly Hills so sehr und zusammen mit ihrer Freundin Lisa Morris führte sie ihren neuen Badeanzug aus, während die anderen Mädchen sie auslachten, da alle Bikinis trugen. Aber gerade die mollige Titten-Tracy sah im Bikini äußerst lächerlich aus, so dass diese nun von den beiden Lisas ausgelacht wurden.
“Lässt du dir das bieten?”, fragte Sue ihre Freundin.
“Natürlich nicht! Und gerade die Planschkuh wird noch die gnadenlose Tracy kennen lernen. So einfach lass ich mir MEINEN Matt nicht wegschnappen, erst recht nicht von so einer hässlichen...”
“So hässlich ist die gar nicht mehr...”
Sue bekam eine gehörige Ohrfeige von ihrer aufgebrachten Freundin, die sie anzischte:
“Überleg dir genau, auf wessen Seite du stehst!”
Während diese jungen Zicklein noch stritten, lagen sowohl Bob, Matt und David nebeneinander auf dem gelben Sand und ließen es sich gut gehen - auch wenn die Sonne schon unterging.
Schüchtern warf Lisa Plenske den Jungs einen Blick zu, besonders Matt...und zu ihrem eigenen Ärger auch David, der durchaus körperliche Reaktionen zeigte, als er die Mädels bemerkte.
Matt dagegen zog seine Sonnenbrille ins Gesicht, Lisa Morris sollte seine feuchten Augen nicht bemerken, die er wieder aus Enttäuschung bekam, da Bob ihm natürlich von ihrer angeblichen sexuellen Orientierung erzählen musste.
Lisa war nun umso enttäuschter von dessen Abneigung gegen sie und wandte sich lieber wieder an Lisa Plenske, die zu auffällig auf Davids wachsende Männlichkeit unter der schwarzen und sehr knappen Badehose starrte.
Schnell wollte Lisa Morris ihre Freundin ablenken, da der Widerling David ihre Freundin frech angrinsen musste.
“Und Miss Chandler hat dich tatsächlich auch gefragt, ob du Cheerleader werden willst?”
Lisa nickte, wandte aber ihren Blick nicht von David ab. Zum Glück döste Matt gerade vor sich hin und irgendwie war es lustig, zu beobachten, wie dessen Kopf bald an Bobs Schulter fiel. Wieder ein “süßes Pärchen”...
“Ja, Miss Chandler ist echt nett. Aber ich glaube nicht, dass ich Tollpatsch dafür geeignet wäre.”
Lisa Morris grinste auch, als sie Matt so vertraut neben Bob liegen sah.
“Aber dafür kannst du deinen Freund immer anfeuern.”
Lisa nickte stumm und erwiderte Davids unverschämtes Grinsen mit einer ausgestreckten Zunge.
Bald darauf wurden alle zum Barbecue gerufen und zu Davids und Lisa Morris’ bitterer Enttäuschung fielen sich Lisa Plenske und Matt Wheeler wieder in die Arme. Missmutig beobachteten die beiden, wie Matt seine Lisa mit Würstchen fütterte und diese zart seine Finger anknabberte. Zu Lisa Plenskes Enttäuschung war dieser aber am Schritt immer noch ganz flach und auch durch ihren wirklich bemüht zärtlichen Kuss konnte sie ihn nicht so “aufblasen” wie David. Sie lehnte sich an Matts Schulter und warf einen sehnsüchtigen Blick auf David, der sich nun ausgerechnet mit der Tracy vergnügen musste. Wie kompliziert das Leben manchmal doch war... Denn auf einmal merkte das gute Mädchen, dass sie ausgerechnet für diesen bösen Jungen Gefühle hegte, die sie eigentlich für Matt reservieren wollte...
Re: High School Love
uglymuffin - 18.04.2007, 18:56
5) Love hurts
Zwei Wochen später...
Lisa war nicht gerade unzufrieden mit ihrem Leben. Sie schrieb immer noch die besten Noten, hatte in Lisa Morris die allerbeste Freundin aller Zeiten, die sie immer vor den anderen verteidigte und vor allem genoss sie die wenigen, aber schönen Stunden mit ihrem Freund Matt. Es freute sie ungemein, dass die Küsse immer zahlreicher wurden, aber ein wenig fürchtete sie sich schon davor, dass er eines Tages mehr haben wollte.
Gestern hatte sie ihre Freundin gefragt, wie das so ist beim ersten Mal. Dummerweise konnte diese ihr das auch nicht erklären, noch dazu war Lisa komischerweise so zugeknöpft in letzter Zeit. Zumindest, immer wenn sie von Matt schwärmte, merkte sie, dass ihre Freundin immer stiller wurde. Wahrscheinlich sehnte sich die Ärmste auch nach einem Freund. Lisa verstand nicht, warum alle das wirklich bildhübsche Mädchen verspotteten, nur weil sie eine Indianerin, uns, Lisa schalt sich selbst für den Ausdruck, nur weil sie eine Lakota war.
Aber auch Lisa Plenske war jetzt nicht gerade hundertprozentig glücklich, was sie rasend ärgerte. Warum konnte sie diesen Kuss mit diesem buchstäblich aufgeblasenen Seidel nicht vergessen? Die Küsse mit Matt waren doch viel schöner. Nein, waren sie nicht... Lisa musste zugeben, dass Matt irgendwie nicht genug Leidenschaft reinlegte, während der Kuss mit David einfach überirdisch war.
Vielleicht war Matt doch nicht der Richtige für sie? Vielleicht konnte Lisa Plenske sogar so einen Chauvie wie David Seidel rundum erneuern? Sie liebte Herausforderungen, das musste sie sich eingestehen.
In der großen Pause wollte sie unbedingt noch einmal mit David über diesen Granaten-Kuss reden, ehe sie mit dem armen Matt Klartext sprach. Schon irre, dass ausgerechnet das Mauerblümchen Lisa Plenske nun die Wahl zwischen zwei umschwärmten Jungs hatte. Irgendwie war das ein tolles Gefühl...
Weniger toll war nun das, was sie zwischen David und einer dunkelhaarigen Schönheit beobachten musste.
Dieser Casanova küsste diese aufgemotzte Tussi tatsächlich noch viel leidenschaftlicher als sie und Lisas Welt brach zusammen, als David wenig später seinen Freunden verkündete.
“Hey, alles aufgepasst: Mariella und ich haben uns soeben verlobt!”
Während die anderen Jungs mehr oder weniger begeistert klatschten, suchte Lisa verzweifelt ihr Herz, das ihr wohl gerade rausgerutscht war und wohl in den nächsten Gully floss.
Zerknirscht blickte das verzweifelte Mädchen wieder hoch und hätte David an die Wand klatschen können, als er Mariella auch noch frech in den zugegebenermaßen knackigen und schlanken Po kniff.
‘Mein Po würde dir wesentlich mehr Kneiffläche bieten. Aber bitte, dann verlob dich doch mit dieser hochnäsigen Göre!’
Lisa konnte das schlanke und modisch gekleidete Mädchen mit den dunklen und großzügigen Locken fast noch weniger leiden als Titten-Tracy - was schon was heißen musste. Mariella von Brahmberg behandelte alle weniger begüterten Mitschüler wie den letzten Dreck und ihre verächtlichen Blicke bekam Lisa immer wieder zu spüren. Und ausgerechnet mit so einer musste David... Jetzt erst bemerkte sie, wie David sich umdrehte und ihre Blicke verfingen sich.
David selbst war es sehr unangenehm, dass Lisa ihn mit seiner Zwangsverlobten erwischen musste, aber das ahnte Lisa ja nicht. Er zwinkerte ihr aufmunternd zu, was Lisa als Verhöhnung verstand und sie verfluchte sich dafür, dass sie ihren lieben Matt für kurze Zeit gegen so einen triebgesteuerten Widerling austauschen wollte.
“Ich dachte, du wärst mit Matt befreundet? Na ja, einige Blicke auf fremde Birnen können ja nicht schaden.”
Erschrocken drehte sich Lisa um und blickte in das spitzbübische Gesicht der jungen Sportlehrerin Miss Chandler. Sie mochte die nette Person überaus, denn sie traute ihr immerhin eine Menge zu.
“Ähm, ich habe nur Mariellas neue Klamotten bewundert.”
‘Selten dämliche Ausrede. So wie die grinst, glaubt die mir doch kein Wort.’
“Schon gut, Lisa. Ich sage Matt bestimmt nichts. Hast du dir endlich überlegt, ob du in unserem Cheerleader-Team mitmischen willst?”
“Ich glaube nicht, dass ich dafür geeignet wäre.”
“Sicher wärst du das. Glaub mir, ich habe einen Blick dafür, und auch, dass dich David Seidel gerade wieder beobachtet.”
“Der kann mir gestohlen bleiben!”
“Hattet ihr schon was miteinander?”
Solche neugierigen Fragen waren der zurückhaltenden Lisa Plenske sonst eher unangenehm, aber zu der netten blonden Lehrerin hatte sie schon viel Vertrauen und in letzter Zeit konnte man mit dieser besser reden als mit der melancholischen Lisa Morris.
Etwas schüchtern, aber dennoch mit ein wenig Stolz erfüllt, platzte Lisa heraus:
“Ich habe ihn schon aufgeblasen!”
Lisa kicherte wie ein fünfjähriges Mädchen, aber die forsche Lehrerin verstand das unschuldige Mädchen völlig falsch. So eine Triebhaftigkeit hätte sie diesem Girl gar nicht zugetraut.
“Wie bitte? Das hast du dich getraut?”
“Jaaa, und er hat wahnsinnig gut geschmeckt!”
Lisa kam aus ihrer Begeisterung gar nicht mehr heraus, erst recht nicht, als sie Miss Chandlers völlig erstaunte Blicke entgegennahm. Ja, damit hatte diese wohl nicht gerechnet. Sie ahnte ja nicht, dass Miss Chandler unter “aufblasen” etwas ganz anderes verstand.
“Ui...ähm, ja, das kann ich mir lebhaft vorstellen.”
“Sie machen das sicher schon lange!” Lisas Worte waren durchaus ehrlich gemeint, erschraken die sonst so toughe Lehrerin aber schon etwas.
“Nun ja...doch, ich mag das auch ganz gerne. Wie schmeckt er denn?”
Liz Chandler liebte diese Art von Erotik und schloss nun dieses unglaubliche Mädchen noch mehr in ihr Herz - scheinbar waren sie Seelen-und Sex-Verwandte.
Lisa dagegen dachte immer noch an Davids weiche und zarte Lippen und lächelte in sich hinein.
“So...süß. Ja, es hat wirklich sehr süß geschmeckt!”
Miss Chandler musste sich wirklich zusammenreißen, aber das Mädchen weckte wieder Phantasien in ihr, die sie sonst nur mit dem alten Mr. Wheeler auslebte. Ob Lisa davon wusste? Bestimmt nicht, auch wenn der verfluchte Matt sie einmal in flagranti ertappt hatte. Nur sein Vater konnte ihn davon abhalten, sie bei Direktor Chong zu verpetzen. Aber seit diesem Tag hasste dieser sie... Und auf einmal kam Liz eine Idee, wie sie Matt etwas ablenken konnte...
“Lisa, das freut mich für dich. Aber du siehst ja, dass David anderweitig vergeben ist. Willst du es nicht mal mit Matt probieren?”
“Hab ich doch schon längst...Ist Ihnen schlecht?”
Miss Chandler musste sich aufgrund Lisas Geständnis leicht an die Wand lehnen. Sie konnte sich gar nicht vorstellen, dass Wills so verklemmter Sohn zu solchen Spielchen bereit war.
“Ähm, nein. Geht schon wieder. Du hast ihn tatsächlich auch geblasen?”
Naiv, wie Lisa war, merkte sie immer noch nicht, dass ihre Vertrauenslehrerin etwas ganz anderes meinte. Sie zuckte enttäuscht mit den Schultern.
“Ich hab es zumindest versucht. Aber bei David war das Ergebnis wesentlich größer...”
“Ähm, so genau will ich das eigentlich nicht wissen. Aber komm doch nach Unterrichtsschluss zu mir, dann gebe ich dir was mit, was Matt sicher auch sehr gefallen wird.”
Lisa strahlte vor Glück und freute sich, dass Miss Chandler ihr helfen wollte, mit Matt auch solch süße Küsse zu erleben. Miss Chandler dagegen wollte nur, dass diese den Sohn ihres Sexpartners zur Ruhe bringen würde... Während die beiden ihr Vergnügen haben würde, wollte Liz endlich wieder den Geschmack von Will Wheelers Glied genießen. Und Matt dürfte ihr dann wirklich keine Vorwürfe mehr machen...
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Lisa beäugte Stunden später neugierig die kleine Wohnung der Lehrerin. Nur ins Schlafzimmer ließ diese ihre Lieblingsschülerin nicht hinein, Liz hatte keine Lust, dass die scheinbar so lüsterne Lisa ihr auch noch das letzte Sexspielzeug wegnahm...
“Miss Chandler, dauert es noch lange?”, rief Lisa in die Küche, während sie sich fragte, was ihre Lehrerin dort so lange machte.
Diese kam gerade heraus mit einer Schüssel flüssiger Schokolade. Mhm, da würde Lisa bald wieder schwach werden, dabei hatte sie sich doch fest vorgenommen, für Matti ein paar Pfunde zu verlieren.
“Nenn mich doch Liz! Und hier, das ist für dich und Matt!”
“Ui, danke! Das wird uns schmecken!”
Liz lachte laut auf, was Lisa etwas verwunderte.
“Na ja, eigentlich soll es nur dir schmecken. Damit wird sein Lümmel auch etwas süßer.”
“Lümmel? Wusste gar nicht, dass Matt einen Bruder hat?”
Etwas irritiert schaute Liz Chandler dieses so fragwürdige junge Mädchen an. Spielte sie wirklich so genial die Unschuld vom Lande?
“Mensch, du weißt genau, was ich meine. Gieß es einfach über sein Glied, dann geht er ab wie eine Kanone!”
Nun war es Lisa, die ihre Lehrerin irritiert anstarrte. Irgendwie redete diese gerade in Rätseln.
“Was für ein Glied?”
“Lisa, so langsam kannst du aufhören. Ich bin ja schon längst aufgeklärt. Nimm die Schokolode und dann viel Spaß beim Blasen!”
Das Mädchen verstand immer noch nicht richtig, was ihr die Lehrerin, die inzwischen schon recht nervös auf die Uhr blickte, ihr sagen wollte.
“Aber wenn er den Mund voll hat, kann ich ihn doch nicht aufblasen.”
“Was für ein Mund? Du willst mir jetzt nicht sagen, dass du ihn auf den Mund bläst!”
“Natürlich, wo denn sonst. David hab ich auch auf den Mund geküsst und dann ist er wie ein Hefeteig aufgegangen...”
‘War das jetzt zu offen? Ist Miss Chandler jetzt entsetzt über meine ungezähmte Lust?’
Diese begriff so langsam, dass sie die ganze Zeit einander vorbeigeredet hatten und dass Lisa Plenske noch unschuldiger war als die Schokolade, die sie gerade in der Hand hielt.
“Lisa, du hast mit ihm nur geknutscht?”
“Was dachten sie denn? Wie kann man denn einen Jungen sonst noch aufblasen?”
Liz Chandler hielt sich die Stirn und schüttelte den Kopf. Müsste sie jetzt die Stunden, die sie für Will reserviert hatte, damit verbringen, Lisa aufzuklären? Das würde eine Ewigkeit dauern.
So flüsterte sie dieser nur kurz und knapp zu, was sie wirklich mit der Schokolade machen sollte.
Zu Miss Chandlers leichtem Vergnügen kamen Lisas Gesichtzüge deutlich durcheinander.
“Igitt... Das war jetzt ein Scherz oder?”
“Nein! Lisa, Matt erwartet schon ein wenig mehr von dir als nur Baby-Küsschen. Oder merkst du nicht, dass er sich langsam von dir zurückzieht?”
Lisa musste zugeben, dass da etwas Wahres dran war, irgendwie fand sie noch nicht den richtigen Draht zu ihrem Freund. Aber deshalb gleich seinen... Lisa bekam solch eine Gänsehaut, dass sie sich fast selbst geschlachtet hätte.
“Aber ich kann doch nicht...”
Liz Chandler strich der aufgewühlten Schülerin beruhigend über den zitternden Arm.
“Doch, du kannst. Und im Gegensatz zu richtigem Sex tut das dir nicht einmal weh. Also, geh schon. Matt wird danach sicher ganz anders reagieren und dich endlich als Frau sehen.”
Nun, das war eigentlich genau das, was Lisa wollte. Und durch die Schokolade würde sein “Lümmel” wohl auch besser schmecken. Da fiel ihr ein, dass sie noch nicht einmal weiß, wie so ein Ding überhaupt aussah...
Aber bevor sie Miss Chandler auch noch das fragen konnte, schob diese sie schon sanft aus der Türe.
Und nun stand Lisa noch eine Weile mit dem Schüsselchen Schokolade da und fragte sich, ob sie wirklich so weit gehen sollte. Aber wenn Matt so etwas wirklich gefiel... Lisa nahm all ihren Mut zusammen und ging zur nächsten Bushaltestelle.
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Lisa Plenske fühlte sich etwas unwohl in dieser vornehmen Villengegend, aber nun stand sie schon mal vor dem Haus der Wheelers - und hoffte, dass seine Eltern nicht zuhause waren.
‘Oh, Lisa. Du bist wirklich schamlos! Aber ich muss Matt schon zeigen, dass ich auf seine Bedürfnisse eingehe. Männer sind schon komisch... Na ja, stell ich mir einfach einen großen Schokolutscher vor, dann geht das schon!’
Nach mehrmaligen Klingeln öffnete Matt persönlich die Tür und wunderte sich nicht schlecht über den überraschenden Besuch.
“Hi, Matt. Darf ich reinkommen? Sind deine Eltern daheim?”
“Nein, sie sind beide wie immer unterwegs. Schön, dich zu sehen, Lisa. Willst du mit hochkommen? Ich lerne gerade für Bio!”
Na, das Thema passte ja hervorragend. Ob Dr. Rice auch begeistert sein würde, wenn Lisa das nächste Mal in Anatomie besser Bescheid wusste? Lisa musste zugeben, dass ihr Vorhaben durchaus auch schulische Vorteile haben könnte. Und so wurde sie doch immer ungehemmter, als Matt sie erst kurz durchs großzügige Haus führte und schließlich in sein Zimmer.
Lisa begutachtete die vielen Sportler-Poster und war beruhigt, dass er keine nackten Mädchen auf der Wand hängen hatte. Wie das klang...Lisa musste über sich selbst grinsen.
“Hast du uns was zum Naschen mitgebracht?”
Matt blickte verwundert auf die Schokolade, die Lisa wie ein Heiligtum in ihren Händen hielt.
“Ja, genauer gesagt, will ich DICH vernaschen!”
‘Hab ich das jetzt wirklich laut gesagt? Lisa Plenske, was bist du nur für eine durchtriebene Person!’
Aber irgendwie gefiel Lisa auch ihre neue Art und während Matts Augen sich vor Entsetzen immer mehr weiteten, lächelte sie ihn vielsagend an.
‘Was ist denn mit der los? Die will mich doch nicht... Vergewaltigen?”
“Lisa, was hast du denn vor?”
“Na ja, wir sind doch schon drei Wochen zusammen und da wird es doch an der Zeit...”
‘Die geht aber ran! Wie komm ich da jetzt nur raus? Muss ich jetzt mitmachen?’
“Lisa, ich glaub, du musst etwas wissen...”
Lisa aber kicherte nur vergnügt, sie wusste längst von Bob, dass Matt auch noch Jungfrau war. Und das war ein Grund, warum sie noch so ruhig war - trotz ihres gewagten Plans. Richtig süß war er, wenn er so schüchtern spielte...
“Schon gut, Matt. Ich ... Wir haben ja viel Zeit. Wir können uns ja zuerst ... Ausziehen!”
“Hast du irgendwelche Drogen genommen, Lisa?”
Matt hoffte sehr, dass sie bejahen würde und er sie schnell in die Entzugsklinik bringen könnte. So langsam wurde dieses Mädchen ihm unheimlich. Auch Lisa bekam so langsam doch Angst vor der eigenen Courage. Aber zu ihrer Verwunderung zog Matt dann doch noch sein T-Shirt aus.
“Zufrieden?”
“Deine Brust ist mir ja schon bekannt. Hi, Brust, schön, dich wiederzusehen. Willst du mir auch deinen Lümmel vorstellen?”
‘Lisa!!! Ich glaub, ich stehe tatsächlich unter Drogen. Was rede ich denn da? Und wie entgeistert mich Matt anstarrt... O God...’
In dem Moment wusste Matt, dass er dringend einiges klar stellen musste. So sehr er sich nämlich auch bemühte, richtige Gefühle kamen ihm mit Lisa immer noch nicht auf. Und es war nicht fair, sie so lange hinzuhalten. Noch dazu, wo sie gerade so ... wilde Bedürfnisse ausleben wollte. Er aber war dazu nicht in der Lage.
“Lisa, setz dich mal aufs Bett, bitte!”
‘Ui, jetzt wird es ernst. Aber muss er nicht noch seine Hose ausziehen? Oder soll ich ihm die Schoko noch drüber schütten? Die schöne Jeans...’
Langsam gehorchte Lisa und setzte sich neben Matt, der ihre zittrigen Finger bemerkte, die die Schokolade kaum noch halten konnten.
“Willst du das Zeugs nicht langsam auf den Tisch legen?”
“Nee, das brauchen wir doch noch! Li...”
Sie biss sich auf die Zunge, denn sie musst Miss Chandler noch versprechen, Matt nicht zu verraten, wer ihr die ‘heißen Tipps’ gegeben hatte.
“Lisa meinte, dass du es sicher magst, wenn ich dich damit überschütte und dann ... ablutsche!”
Nun verlor Matt fast völlig die Fassung, erst mal über Lisas Vorhaben, dass er so gar nicht züchtig fand und dann natürlich über die Tatsache, dass ausgerechnet Lisa Morris ihr diesen Floh ins Ohr gesetzt hatte.
“Was soll das? Lisa ist doch lesbisch...Wieso mischt sie sich da ein?”
“Lisa ist nicht lesbisch. Ron hat uns nur beim Übungskuss erwischt, weil wir beide ja noch keine Ahnung hatten, wie das mit der Zunge geht. Aber...”
In dem Moment fiel ein so großer Stein von Matts Herzen, dass er fast Angst hatte, dass Lisa dies hören konnte. Aber immer noch blickte die Ärmste ihn voller Liebe an. Aber gerade jetzt musste er mit der Wahrheit herausrücken, länger konnte er es Lisa nicht mehr verschweigen.
“Lisa, bitte, du musst mir jetzt zuhören. Ich...Ich liebe dich nicht.”
Endlich war es raus und Matt wunderte sich, wie leicht ihm diese grausamen Worte über die Lippen gingen. Er würde sich nicht wundern, wenn er jetzt von Lisa eine wohlverdiente Ohrfeige bekam.
Diese sah ihn aber nur ungläubig an.
“Du, Matt, wenn du Angst vor dem ... Lutschen hast. Lassen wir das doch bleiben, ich find das eigentlich auch eklig. Aber deshalb brauchst du mir nicht zu sagen...”
Lisa spürte Matts warme Hand auf den Arm und blickte in die braune Masse in der Schüssel. Sie wollte es wirklich nicht wahrhaben, was ihr ihr Freund gerade schonend beibringen wollte.
“Lisa, darum geht es doch gar nicht. Aber... Du erinnerst dich noch an den Zettel, den du damals in Bio erhalten hast?”
Lisa strahlte ihn darauf wieder so herzerwärmend an, dass Matt kurz Zweifel bekam, ob er das Richtige tat. Aber er konnte doch nichts für seine Gefühle und sein Herz schlug einmal mehr für Lisa Morris - obwohl diese ihrer Freundin so komische Tipps gegeben hatte.
“Lisa, der war eigentlich nicht für dich bestimmt, sondern für Lisa Morris. Ich...Ich habe mich gleich auf den ersten Blick in sie verliebt. Aber David und die anderen haben den Zettel einfach dir weitergeleitet... Und so... Ich wollte dich nicht enttäuschen. Und ich hab dich auch wirklich lieb gewonnen... Aber ... Aber eben auf eine ganz andere Art. Deine Küsse waren schön, aber irgendwie fehlt da was. Du hast was Besseres verdient, Süße. Für mich bist du einfach... wie eine kleine Schwester!”
Rumms, das hatte gesessen. Auf solche Sprüche konnte Lisa Plenske wirklich verzichten. Kleine Schwester, wie sich das schon anhörte.
“Ach, gib es doch zu! Ich bin dir einfach zu dick und zu hässlich!”
Lisa stand schnell auf und wandte Matt ihren Rücken zu, da er ihre Tränen nicht sehen sollte.
Aber auch er stand auf und packte Lisa an der Schulter, die sie aber schnell von ihm zog.
“Lisa, du bist wirklich eine ganz Hübsche, aber...”
“Aber eben nicht so hübsch wie die andere Lisa, ne? Und das konntest du mir nicht vorher sagen? Drei ganze Wochen lang hast du mich zum Narren gehalten!”
Lisa drehte sich abrupt um und blickte dem zerknirschten Jungen hasserfüllt in die Augen. Wie sie sich doch in ihm getäuscht hatte! Er schien um keinen Deut besser zu sein als sein Freund David. Vielleicht war er sogar noch schlimmer...
“Lisa, ich weiß, es war falsch, aber...”
Lisa jedoch ließ keine weiteren Erklärungen mehr zu und nutzte einen kleinen Überraschungsaugenblick, um Matt an der Hose zu packen, worauf dieser leicht entsetzt war, aber noch entsetzter wurde er, als sie ihm tatsächlich die flüssige Schokolade in den Schritt schüttete.
“Lisaaaaaaa!”
“Wohl bekomms! Du kannst dich jetzt selber lecken!”
Lisa rannte zur Zimmertüre und Matt eilte hinterher, was angesichts der klebrigen Masse um seinen Unterleib herum nicht gerade einfach war.
Er packte sie am Arm, aber Lisa keifte ihn an:
“Lass mich sofort los! Ich liebe Schokolade, und ich beiß dir sofort was ab, wenn du mich nicht gehen lässt!”
Das hatte gesessen und ängstlich wich Matt mehrere Schritte zurück und hielt sich besorgt den Schritt.
Lisa aber hatte kein Mitleid mehr mit diesem Schuft und verabschiedete sich nur noch mit den Worten:
“Sei froh, dass sie nicht mehr heiß war!”
Matt war richtig erleichtert, als sie endlich aus dem Haus war und schlich sich beschämt unter die Dusche...
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Lisa war noch so in Rage, dass sie dringend eine Stärkung brauchte und so fuhr sie mit dem nächsten Bus wieder in die Stadt und saß sich einsam an einem Tisch im “Rosco’s”.
Sie blickte nach links und zu ihrem Entsetzen saßen am gegenüberliegenden Tisch ausgerechnet David und Mariella, die sich laut unterhielten.
Lisa wollte nicht, dass die beiden sie bemerkten und zog so die Speisekarte vor ihr Gesicht.
“Willst du nicht langsam etwas bestellen?”
Rosco war etwas zu laut für ihren Geschmack und so flüsterte Lisa ihm zu:
“Psssst... Nicht so laut, ich bin in Geheimmission hier!”
Der alte Geschäftsführer des netten Lokals war ja schon einiges gewohnt, aber diese Lisa Plenske schlug wirklich alle.
Aber er spielte gerne mit und flüsterte zurück.
“Ok, darfst dann ein geschüttelter und nicht gerührter mexikanischer Salat sein?”
“Ja, aber lass dir Zeit, vieel Zeit!”
“Ich werde meinen Angestellten sagen, dass sie die Salatblätter in Zeitlupe rupfen sollen...”
“Ja, und am Besten direkt aus Mexiko bestellen!”
Der ältere Mann schüttelte grinsend den Kopf und ließ die “Agentin mit Artischockenherz” wieder allein, so dass diese weiter spionieren konnte.
“David, so langsam wird es ernst. Da wir nun einmal verlobt sind, will ich nicht, dass du dich mit anderen Weibern vergnügtst, damit das klar ist.”
“Ach ja? Und was ist mir dir und diesem Van der Klohe?”
“Van der Lohe, du Idiot! Ich... Wir haben Schluss gemacht. Die Partnerschaft innerhalb der Seidels und den von Brahmbergs ist mir sehr wichtig! Ich hoffe, dir auch!”
“Klar...”
“Und ich hoffe, du knutscht auch nicht mehr mit der Brechstange Plenske herum!”
Lisa verschluckte sich fast an ihrer Cola.
“Lisa ist keine Brechstange. Und woher weißt du...”
“Ach komm, jeder weiß doch von diesem Zwischenfall mit dir und Matt und auch der Auslöser ist bekannt. Aber mich wundert es schon, dass dein Geschmack jetzt so gesunken ist, dass du schon wandelnde Mülltonnen mitnehmen musst!”
“Lisa ist keine Mülltonne, ich verbiete dir, so über sie zu reden!”
Lisa Plenske strahlte hinter der Speisekarte wie ein Honigkuchenpferd. Dass David so ritterlich sein konnte, wer hätte das gedacht? Hoffentlich lässt er diese Mariella trotz Verlobung wieder sausen, er hatte viel Besseres verdient - nämlich sie, Lisa 007 Plenske!
“Komm, David. Du willst mir nicht weismachen, dass du jetzt auf solche Mauerblümchen, das war jetzt mal keine Beleidigung, stehst. Diese frigide Kuh, oh, das war jetzt eine Beleidigung, kannst du nicht mal in dein Bett zerren!”
“Wetten, dass doch?”
Lisa glaubte gerade, nicht richtig zu hören und spitzte ihre Ohren wie Mr. Spock.
“Oh, der Herr will wetten? Ok... Wenn du es tatsächlich schaffst, diese alte Planschkuh zu entjungfern, lass ich dir trotz Verlobung all deine Freiheiten. Und wenn nicht, was ich nur allzu gern glaube, darf ich dann trotz Verlobung mich weiterhin mit Lars treffen.”
Nun wurde Davids Ehrgeiz geweckt und er merkte nicht, was er mit seiner Zustimmung anrichtete, zumal das Wettobjekt in unmittelbarer Nähe war.
“Wette angenommen! Dein Lars darf schon mal den Schwanz einziehen. In weniger als einer Woche hab ich die Plenske...”
Er konnte nicht weiterreden, da zu seinem Entsetzen und Mariellas Vergnügen gerade diese Plenske neben ihm stand und verächtlich auf ihn herunterblickte.
“Du elendes Schwein!”
Lisa war fertig mit allen Männern dieser Welt und wollte nun auch schleunigst das Lokal verlassen.
Aber David stand sofort auf und wieder einmal wurde sie von einem Jungen am Arm gepackt. Wie erbärmlich diese Wichte doch alle waren!
“Lisa, du musst mir zuhören, ich...”
Aber da erblickte Lisa schon den alten Brosco, der einen Kübel voller Eiswürfel in der Hand hielt.
Sie riss dem völlig perplexen Mann den Kübel aus Hand, zog - schon sehr erfahren in solchen Dingen - Davids Hose zu sich und schüttete mehrere Eiswürfel in seinen Schritt.
David jaulte auf, so kaltes Eis war um einiges unangenehmer als warme Schokolade.
“Wetten dass, dass dein kleiner Freund jetzt genug von deinen Wetten hat? Brosco, heute kannst du Eis am Stiel auf die Karte setzen!”
Mit diesen Worten überließ die aufgebrachte Lisa Plenske auch diesen jungen Mann seinem Schicksal und eilte davon.
Und während David fluchend und kreischend in das nächste WC rannte, lachten sich Mariella und Brosco die Seele aus dem Leib.
Zur gleichen Zeit etwa bekam der arme Matt von seiner Angebeteten Lisa Morris eine schallende Ohrfeige, als er ihr erklärte, dass er mit Lisa Schluss gemacht hatte. Diese war so ganz und gar nicht erbaut darüber, dass er ihre Freundin so verletzen musste. Auch, wenn sie ihn selbst liebte, aber dieses Verhalten konnte sie gar nicht leiden, es erinnerte verdammt an David Seidel, der die Mädels auch nur reihenweise für seine Zwecke missbrauchte.
Und so war wieder jeder der vier Jugendlichen unglücklich...
Re: High School Love
uglymuffin - 18.04.2007, 18:57
6) What is love?
Nach der ganzen Aufregung wollte Lisa nur allzu gerne den Sonntag mit ihren Eltern im schönen Garten genießen. Heute wollte Bernd wieder grillen, während Lisa ihm dauernd erklären musste, dass dies hierzulande Barbecue hieß.
“Ob Barbekuh oder Barbamama ist mir janz egal - Hauptsache, endlich wieder richtiges Fleisch!”
“Schon ok, Paps. Und danke, dass du die Seidels wieder ausgeladen hast.”
“Was nicht gerade nett gegenüber meinen Arbeitsgebern war. Warum denn eigentlich?”
Sollte sie ihrem Vater das wirklich erklären? Aber sie hatte zu dem liebenswürdigen Berliner Kauz eh ein sehr vertrautes Verhältnis.
“Ach, der David Seidel ist so bescheuert. Der hat schon die halbe Schule flachgelegt!”
“Will er ins Baugeschäft einsteigen?”
“Papa!”
Bernd liebte es, seine Tochter zu ärgern. Andererseits war er wirklich froh, dass diese so ein helles Köpfchen war und sich nicht von dem schnöseligen Seidel einwickeln ließ. Sein Papa und auch Laura Seidel waren ganz in Ordnung, aber dieser Junge musste noch viel vom Leben lernen und erst recht von den Frauen.
“Schon jut, Schnattchen. Machen wir uns eenen schönen Tach im Grünen! Janz ohne Bagage!”
Lisa lachte auf, aber da wurde sie schon von ihrer Mutter ans Telefon gerufen. Hoffentlich war es nicht Matt, auf den hatte sie gerade noch weniger Lust als auf dieses Augenbrauen-Gummibärchen.
Aber es war ausgerechnet das Gummibärchen...
“Was willst du, Seidel? Das Wettbüro hat geschlossen!”
“Lisa, bitte! Gib mir nur zwei Minuten, um dir was zu erklären.”
“In deutscher Zeit wäre das eine Minute. Die Zeit läuft!”
“Lisa, es tut mir so leid. Diese Wette war nicht ernst gemeint. Mariella hat mich einfach provoziert.”
“Klar, immer diese bösen Weiber. War ja schon bei Adam und Eva so?”
“Muss ich die kennen?”
Lisa rollte mit ihren blauen Augen, wollte der Kerl sie auch noch veräppeln?
“Seidel, deine Zeit ist fast abgelaufen!”
“Wie das klingt. Nein, im Ernst. Lisa, ich mag dich wirklich. Und will, dass wir zumindest Freunde sein können. Du bist so anders als die anderen Mädchen...”
“Klar, viel hässlicher! Doing, die Zeit ist um, der Kandidat hat 0 Punkte und darf den Schwanz einziehen. Bye!”
“Lisa, leg bitte nicht auf. Ich möchte...dich gern zu ‘Rosco’s’ einladen. Bevor du gleich ablehnst. Matt und Lisa kommen auch mit. Das hat eh schon Stunden gedauert, bis ich sie überredet habe.”
“Und was soll das bringen? Mit Matt bin ich genauso fertig wie mit dir!”
“Lisa, kannst du nicht wenigstens Matt verzeihen? ICH war es, der dieses Chaos geschaffen hat. Und ich will es endlich wieder soweit richten, damit wir vier wenigstens wieder normal miteinander umgehen können.”
Lisa staunte nicht schlecht über diese wirklich erwachsenen Worte. Das hätte er diesem scheinbar so oberflächlichen Schnösel gar nicht zugetraut. Und wenn sie zu viert waren, konnte er sie zumindest nicht anbaggern.
“Was ist mit Mariella? Ist sie damit einverstanden?”
“Die liegt doch mit ihrem Lars am Beach. Wette gewonnen sozusagen...”
“Du darfst dich trotzdem mit mir treffen?”
“Wir sind ja nicht alleine. Juhuu, wir reden schon drei Minuten miteinander. Darf ich das jetzt so verstehen, dass ich dich abholen darf?”
“Wenn’s sein muss. Aber keine Dummheiten, Seidel!”
“Geht klar, Chefin!”
Lisa lachte auf, beendete das Gespräch und lächelte verträumt vor sich hin. Irgendwie konnte dieser Teddybär doch ganz süß sein. Den Berliner Bären neben ihr bemerkte sie erst, als dieser seine brummige Stimme erhob.
“Du jehst doch nich mit dieser halben Unterhose aus?”
Lisa fuhr leicht zusammen, fasste sich dann aber bald wieder. Sie war alt genug, um solche Entscheidungen selbst treffen zu können. Sie wunderte sich etwas, dass sie inzwischen so selbstbewusst geworden war.
“Paps, David ist keine halbe Unterhose. Höchstens eine eiskalte, aber das verstehst du jetzt nicht. Ich pass schon auf mich auf!”
Ehe Bernd sich beschweren konnte, rannte Lisa auch schon in ihr Zimmer und machte sich hübsch. Es war zwar kein richtiges Date, da sie zu viert waren, aber trotzdem wollte sie dem Seidel zeigen, dass auch sie inzwischen modischen Geschmack bewies.
Ihr Vater dagegen schüttelte nur seinen Kopf und stand noch relativ verloren neben dem Telefon da mit seiner Grillschürze, auf dem der Eisbär Knut aufgedruckt war.
“Jut, dann ess ich heut halt ne doppelte Portion Fleisch! Und wehe, der Seidel geht DIR ans Fleisch, dann verarbeite ich ihn zu Steak, recht blutig!”
Seine Frau rief ihn wieder nach draußen und während Bernd und Helga Plenske das Grillgut genossen wurde Lisa von David ins Zentrum gefahren. Die Fahrt in seinem roten Sportwagen war relativ schweigsam, aber Lisa freute sich diebisch über die mehrmaligen verstohlenen Blicke von David zu ihr rüber. Vielleicht gefiel sie ihm ja doch... Mariella, die blöde , hatte sie längst verdrängt.
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Im Imbiss saßen die vier Freunde zuerst noch ziemlich angespannt gegenüber. Lisa Plenske durfte ausgerechnet Matt in die Augen blicken, während Lisa Morris die unzähligen Augenbrauenhärchen von David Seidel zählen durfte.
“Wie hat die Schoko geschmeckt?” Mit dieser frechen Frage begann Lisa Plenske das Gespräch mit ihrem Exfreund, der nur nervös mit dem Fingern herum spielte.
“Meinst du, ich hätte mich noch wirklich... “ Matt verzog das Gesicht und wollte schon mit David den Platz tauschen. Er hatte sich schon längst bei Lisa entschuldigt, aber ihr Verhalten war auch nicht gerade damenhaft.
Lisa räusperte sich entschuldigend und blickte nun beide Jungs an.
“Nun ja, vergessen wir das Ganze. Sorry für die Schokolade und das Eis. Aber ihr habt es mir wirklich nicht leicht gemacht.”
“Auf unsere stürmische Lisa!” Zu deren Erleichterung hob ausgerechnet David sein Cola-Glas und prostete ihr zu. Auch Lisa Morris lachte und gemeinsam mit ihrer Freundin hob sie die Gläser.
Nur Matt spielte noch die beleidigte Leberwurst und David musste ihn mehrmals anstoßen, ehe auch er leicht sein Glas erhob.
Matt taute erst auf, als Lisa Morris ihn anlächelte und sich bei ihm entschuldigte.
“Tut mir auch leid für die Ohrfeige, Matt. Ich weiß ja, dass du Lisa nicht verletzen wolltest. Ich hoffe, du bist mir nicht mehr böse.”
David und Lisa Plenske kicherten, als Matt daraufhin errötete und seine Lisa mit einem dankbaren Lächeln beglückte. Die beiden merkten zuerst, was sich da zwischen den beiden Freunden anbahnte und so schlecht schienen diese nicht zusammenzupassen. Lisa Plenske war irgendwie froh über diese Entwicklung, sie selbst fühlte inzwischen, dass zwischen Matt und ihr einfach nicht die Funken sprühen wollten. Ganz im Gegensatz zu Lisa Morris und dem jungen Amerikaner, irgendwie waren die beiden süß, wie schüchtern sie sich immer sehnsuchtsvolle Blicke zuwarfen.
Apropos Blicke... Diese warf sie gerade ihrer Mitschülerin Jess zu, die ihrem Freund gerade mit dem Fuß ins Hosenbein fuhr. Und Lisas scharfen Blicken entging nicht die Wirkung auf den jungen Mann.
‘Ui, so kann man einen Jungen also auch aufblasen.’
Zu dumm, dass David so weit weg war, aber wenn sie etwas nach runterrutschte, musste sie eigentlich sein Bein erreichen können. Zur gleichen Zeit hatte Lisa auch dieselbe Idee und war froh über ihre langen Beine - damit müsste sie doch zu Matt hingelangen können.
Die Jungs dachten sich zuerst, dass es sich die Mädchen möglichst bequem auf ihrer gemütlichen Lederbank machen wollten.
Matt spürte zuerst einen weiblichen Fuß unter seiner Hose und er hatte alle Mühe, nicht gleich laut aufzuschreien. Aber im nächsten Moment genoss er es, denn er sah die frechen Blicke seiner Lisa.
Und David wunderte sich nicht schlecht, über den Fuß in seinem Hosenbein, mhm, das kribbelte so schön.
‘Diese Lisa Plenske ist ja eine ganz Forsche! Und was für zarte Zehen sie hat. Ui, ich werde gleich steif wie Schlagsahne.’
Lisa wurde immer mutiger und kitzelte mit ihrem Fuß das männliche Bein.
‘Ui, das gefällt ihm, er guckt schon so aufgeblasen!’
Ausgerechnet der alte Rosco beobachtete amüsiert die Szene und wagte einen Blick unter dem Tisch. Und so bemerkte er auch als Erster wessen Füße da in wessen Hosenbeine geschlüpft waren.
Mit einem dicken Grinsen im Gesicht flüsterte er Lisa Plenske zu:
“Schön, dass du dich wieder mit Matt versöhnt hast!”
Lisa wunderte sich nur kurz, dann zog sie schnell ihren Fuß aus Matts Bein, der dadurch auch noch von einem ihrer Zehennägel gekratzt wurde.
“Au, kannst du nicht aufpassen?” rief er ausgerechnet Lisa Morris zu, die natürlich gar nichts verstand.
“Wieso, ich bin doch ganz sanft.”
“Hey, du bist an MEINEM Bein!”, David merkte es endlich auch und stieß den Fuß von Lisa Morris leicht von sich.
“Ich glaube, da haben wir uns wohl ganz schön ...verpasst.”, erklärte Lisa Plenske mit knallrotem Gesicht.
Es dauerte aber nicht lange, ehe die vier Freunde über ihr kleines Missgeschick herzlich lachen konnten. Und Rosco spendierte den Unglücksraben noch ... Vier mal Eis am Stiel. So wurde es doch noch ein sehr fröhlicher Nachmittag und die vier Freunde lernten sich so noch besser kennen. Vor allem über David Seidel war jeder erstaunt, sogar er selbst. Irgendwie wurde er gerade so richtig erwachsen und er wusste, dass er dies dieser erstaunlichen Lisa Plenske zu verdanken hatte. Lisa Plenske, die ihn gerade wieder so ein unwiderstehlich süßes Lächeln schenkte...
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Am nächsten Tag...
Nach einem ewig dauernden Unterrichtstag freuten sich die Jungs auf das nächste Baseballtraining und Lisa freute sich über ihre erste Cheerleader-Stunde, die sie aufgrund des schönen Wetters neben den Spielern abhielten.
Liz Chandler feuerte die Girls an und Lisa versuchte ihr Bestes, in dem kurzen Röckchen so hoch wie möglich zu hüpfen. Der Sprung an sich gelang noch recht gut, aber als sie wieder auf dem Boden ankam, stolperte sie über ihr eigenes Bein, fiel zur Seite und riss somit die anderen Mädchen wie Dominosteine mit sich.
Die Jungs, bis auf Matt und David, lachten über die neue, tollpatschige Cheerleaderin. Ron musste natürlich wieder einen bissigen Kommentar abgeben.
“Tja, ihr Iron Wheelers... Wenn ihr so gut spielt, wie dieser kleine Troll da springt, dann könnt ihr die Saison gleich vergessen!”
Matt hatte dafür aber nur ein Schulterzucken übrig.
“Ich glaube, wir haben noch den Film im Schularchiv, wie DU dich bei deinem ersten Spiel aufgeführt hast. Das war vielleicht trollig.”
Murrend zog sich Ron zurück, während David sich ein wenig ärgerte, dass wieder Matt SEINE Lisa verteidigen musste.
Während Lisa Morris und Liz Chandler sich alle Mühe gaben, die weinende und an sich selbst zweifelnde Lisa Plenske zu trösten, widmeten sich die Jungs wieder ihrem Spiel.
Sowohl Matt als auch David hatten denselben Gedanken: Lisa trotz der strengen Regeln in ihre Mannschaft als Catcher zu holen, denn darin war sie wesentlich begabter.
Lisa Morris indes kam nach dem Training mit einer ungewöhnlichen Bitte zu ihrer Freundin.
“Süße, kannst du mich kurz zur Dusche begleiten?”
Die anderen waren längst vom Platz und David winkte Lisa noch zu - die beiden wollten eigentlich noch etwas unternehmen.
“Ich hab mich schon geduscht, du doch auch, oder?”
“Ja schon, aber ich ... Ich hab was vergessen.”
Lisa Plenske seufzte auf, entschuldigte sich kurz bei David und begleitete ihre Freundin zur Dusche. Diese hielt aber nicht bei der Mädchendusche, sondern horchte an der Tür für das andere Geschlecht.
“Spinnst du jetzt?” Lisa war entsetzt über diese ungeahnten Neigungen ihrer Freundin.
“Kscht... Ich weiß, dass Matt da gerade der Letzte ist, der duscht. Gott, Lisa, ich bin so neugierig.”
Lisa schüttelte erst wie ihre eigene Großmutter streng den Kopf, grübelte aber dann doch noch nach. Matt interessierte sie inzwischen wenig, aber sie musste zugeben, dass sie auch neugierig wäre, wenn David da unter der Dusche stehen würde.
“Dann geh doch rein!” Lisa hielt sich sofort den Mund zu und wunderte sich über ihre offene Aufforderung. Und zu ihrem Entsetzen und gleichzeitiger Bewunderung fasste ihre Freundin dadurch auch gewaltigen Mut und öffnete die Tür.
Lisa Plenske wandte sich lieber den schönen Bildern auf der gegenüberliegenden Wand zu, während Lisa Morris den nackten Matt anlächelte, der ihr gerade ungewollt den knackigen Hintern präsentierte.
“Geiler Po!”, entfuhr es dem frechen Lakota-Mädchen, während Matt zusammenzuckte und sich automatisch umdrehte, was ungeahnte anatomische Wunder freilegte.
Nun wurde Lisa doch etwas röter angesichts seiner doch nicht zu übersehenden Männlichkeit, die auch noch steil emporschoss, je länger Matt Lisa entsetzt betrachtet.
“Was zum Teufel machst du hier?”
“Wollte nur sehen, ob von Lisas Schoko noch was übrig ist”, antwortete Lisa frech, wohl auch, um ihre eigene Verlegenheit zu verbergen. Gott, was war das nur für ein attraktiver junger Mann...
Lisa Plenske indes wollte nicht mehr länger auf ihr Date mit David warten und beschloss, den beiden Freunden etwas “nachzuhelfen”. Sie schloss einfach die Tür und sperrte diese auch noch mit dem Schlüssel zu.
“Was soll das?” Matt geriet komischerweise ziemlich in Panik, was Lisa Morris zuerst etwas amüsierte.
Während dieser an die Tür hämmerte, strich diese ihm sanft über den glänzenden Po.
“Lisa will uns nur ungestörte Stunden schenken. Wir könnten ja...” Lisa war selbst erstaunt, wie wagemutig sie wurde. War sie wirklich schon soweit?
Aber Matt ließ sie erst gar nicht auf dumme Gedanken kommen. Inzwischen standen im Schweißperlen im Gesicht und er schrie die nun doch ängstliche Lisa fürchterlich an:
“Was könnten wir? Bist du jetzt auch schon so verdorben wie dieses Luder von Chander?”
“Matt, wie redest du denn?”
Aber Matt packte die zierliche und nun fast um ihr Leben bangende junge Frau an den Schultern und schüttelte sie. Sein Gesicht wurde knallrot und er zitterte gewaltig, so hatte sie ihn ja noch nie erlebt.
“Lasst mich hier sofort raus!!! Ich will raus hier!!! Ich will das nicht!!! Nicht auf diese Tour!”
Lisa fuhr erschrocken zusammen und konnte gerade noch verhindern, wie der völlig panische junge Mann zusammenbrach. Was war nur mit ihm los? Litt er etwa unter Klaustrophobie? Aber was hatte Miss Chandler damit zu tun?
Lisa wusste nicht mehr wie lange sie um Hilfe schrie und gegen die Tür klopfte, aber sie hatte fürchterliche Angst um Matt, der inzwischen wie ein Embryo auf den Boden lag und bitterlich heulte.
Zum Glück kamen dann doch noch Lisa und David und gemeinsam mit Lisa Morris halfen sie Matt beim Anziehen und schleppten ihn endlich aus der Dusche.
Sie brachten ihm zum Schulpsychologen, der aber auch vergeblich versuchte, an Matt heranzukommen.
Lisa Morris versuchte es dennoch und als sie alleine waren, erzählte Matt ihr langsam und leise von seinem Erlebnis vor knapp einem halben Jahr, als er Miss Chandler mit seinem Vater unter der Schuldusche erwischte. Diese hatte ihn gerade oral befriedigt und seit dem war die früher fast heile Familienwelt von Matt zusammengebrochen.
Lisa strich dem verstörten Jungen über das weiche Haar und fühlte mit ihm.
“Mein armer Matt. Das tut mir so leid für dich. Aber ich, ich bin immer für dich ja. Ich verspreche es dir!”
Matt schämte sich ein wenig angesichts seines Zusammenbruchs, blickte diesem liebevollen Mädchen aber gleich darauf dankbar in die großen braunen Augen. Zart berührte Lisa seine Lippen und wenig später versanken sie in ihren ersten lieblichen Kuss.
In der Zwischenzeit wollte David ein ernstes Wort mit Miss Chandler reden, während Lisa noch beim Psychologen war und sich erkundigte, wie die Freunde Matt helfen konnten.
“Du bist ja immer noch hier, Seidel. Tut mir leid, die anderen Girls sind schon längst zuhause. Musst dich also mit deiner Lisa zufrieden geben.”
David erkannte auf einmal, dass diese scheinbar so nette Lehrerin der Teufel in Person war und mit verschränkten Armen stellte er sich vor die etwas verwunderte Person.
“Hast du ein Problem?”
“Ja, SIE sind ein Problem! Wie konnten Sie nur so schamlos Matts Familie zerstören?”
Zu seinem großen Ärger lachte diese gewissenlose Person ihn auch noch aus.
“Gottchen, ausgerechnet der Möchtegern-Macho David Seidel will hier den Moralapostel spielen? Komm, lass mich in Ruhe! Oder soll ich dich auch noch lutschen? Aber das Eis soll ja inzwischen geschmolzen sein...”
David wunderte sich nur kurz, warum Miss Chandler darüber Bescheid wusste. Es war ihm auch egal, aber diese Lehrerin sollte man endlich zur Rechenschaft ziehen.
“Matt ist mein bester Freund und was Sie ihm da angetan haben, geht auch mich etwas an. Ich werde Sie bei Direktor Chong...”
David bemerkte den festen Griff von Liz Chandler auf seinen Arm. Diese zog ihn gewaltsam zu sich und zischte ihn an:
“Das wirst du schön bleiben lassen, ich hab da schon meine Mittel!”
Und zu ihrem Vergnügen blickte sie über Davids Schulter und sah Lisa Plenske auf sie zueilen.
Miss Chandler nutzte diese einmalige Gelegenheit und riss Davids Gesicht zu sich. Ehe er sich wehren konnte, küsste sie ihn leidenschaftlich.
Und ebenso leidenschaftlich brach gerade das Herz von Lisa Seidel wie die Berliner Mauer in sich zusammen.
Lisa konnte nicht mehr schreien, sie drehte sich einfach um und rannte davon. Mit diesem Kerl wollte sie nie wieder etwas zu tun haben. Ausgerechnet mit der schamlosen Miss Chandler musste er sich vergnügen...
Zu ihrem und Davids Pech bekam sie aufgrund ihrer Flucht nicht mit, wie er sich kurz darauf von der frechen Lehrerin riss und diese fürchterlich beschimpfte. Aber diese war sich ganz sicher, dass David nun ganz andere Probleme haben würde als sie beim Direktor anzuschwärzen.
Ein neuer aufregender Trubel würde nun beginnen...
Re: High School Love
uglymuffin - 18.04.2007, 18:57
7) Two boys, two girls - two babies
Am nächsten Tag wollte David, der immer noch nicht ahnte, dass Lisa diese verhängnisvolle Szene vo gestern beobachtet hatte, Lisa wieder zur Schule abholen.
Er klingelte Sturm bei den Plenskes und wunderte sich über Lisas Unpünktlichkeit.
Plötzlich erschrak er fürchterlich, als die Tür aufgerissen wurde und ihm Geronimo, Häuptling der Apachen -sprich der aufgebrachte Bernd Plenske - gegenüberstand.
“Du? Ick klopp dir zu Schnitzel, klopp ick dir!”
“Pardon?”
Nach fünf Jahren Amerika verstand David nicht mehr so viel Berliner Kauderwelsch und erst recht nicht dieses zornige Gebrabbel.
Was David aber verstand, war die Tatsache, dass Lisas Vater ihn - aus welchen Gründen auch immer - ans Leder wollte. Und so wich er doch mehrere Schritte zurück.
“Ich wollte doch nur Lisa abholen!”
“Ack nee, erst diesen wandelnden Blondinenwitz aufreißen und nu meen Schnattchen? Wart, Jung’, dir helf ick!”
Bernd ballte die Fäuste, was angesichts seiner Knut-Grillschürze, die er heute für Helgas Liebesspielchen (einmal im Monat konnte man ja ruhig Eisbär spielen) anhatte, recht grotesk wirkte.
David eilte dann doch lieber in sein sicheres Auto und rief dem wohl irre gewordenen Vater zu:
“Ich weiß wirklich nicht, was Sie meinen. Mit Mariella will ich mich entloben und die ist auch nicht blond!”
Bevor Bernd aus dem ehemaligen Berliner einen Hamburger machen konnte, kam auch schon Lisa aus dem Haus gestürzt und schrie den völlig perplexen jungen Mann an:
“Verzieh dich! Ich hab dich gestern ausgerechnet mit Miss Chandler gesehen. Pfui Deibel, nicht einmal Geschmack hast du!”
“Ja, du Deibel, du! Ver...piss - darf ick dat sagen? Verpiss dick einfach!”
David wurde endlich schlagartig klar, dass Lisa diesen recht einseitigen Kuss gestern bemerkt haben musste und wusste aber auch gleichzeitig, dass sie ihm in dem Moment nicht glauben würde. Und ehe Geronimo Plenske aus seinem Vater und aus David selbst Hackfleisch machen konnte, startete er lieber den Motor und brauste davon.
Und während Bernd sich wie der strahlende Held vorkam, sich Knut auf der Schürze deshalb schamhaft zerknitterte - heulte Lisa bitterlich. Dass dieser Kerl noch die Nerven hatte, hier vorbeizuschauen. Nun ja, für die Zukunft war sie gewarnt. Und scheinbar durfte eine Lisa Plenske nicht Glück in der Liebe haben.
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David dagegen wollte sich Unterstützung von seinen Freunden holen - wozu hatte man denn welche?
Fast regelrecht neidisch beobachtete er, wie Matt und Lisa frischverliebt und Händchen haltend den Schulflur betraten und an nichts anderes als an sich selbst dachten.
Jäh riss David Seidel die beiden Liebestrunkenen aus den Träumen.
“Hey, ihr müsst mir unbedingt helfen!”
Lisa Morris aber hatte nur abschätzige Blicke für ihn übrig, war ja klar, dass seine Lisa zuerst mit ihrer Freundin darüber sprechen musste.
“Seidel, dir kann keiner mehr helfen! Und ich sag dir, wenn du Lisa noch einmal zu nahe trittst, dann schütte ICH dir Eis in den Schritt!”
“Und von mir gibt es dann gleich darauf HEISSE Schokolade!”
Schlimm genug, dass sich Matt auch noch einmischen musste, aber dieses widerliche Grinsen könnte er sich ruhig verkneifen. David war auf 180, versuchte aber, ruhig zu bleiben.
“Ihr denkt doch nicht, dass ich wirklich was mit dieser wasserstoffblonden Schnabeltasse was anfangen würde?”
Nun musste Lisa Morris doch leicht lachen, während Davids Freund ernst blieb. Matt konnte so ein treuloses Verhalten nicht tolerieren, erinnerte ihn dies doch nur allzu schmerzhaft an seinen Vater.
“David, du besteigst doch alles, was lange Beine hat und Röcke trägt!”
“Unsinn, unseren schottischen Austauschschüler Bart McCoy hab ich auch nicht...”
Lisa Morris musste sich wirklich sehr zusammenreißen. Ziemlich gerissen von David, wieder seinen Humor spielen zu lassen, um so von seiner Triebhaftigkeit abzulenken.
“Vergiss es, David. Morgen ist ja die Kuss-Olympiade, dort kannst du Miss Chandler hoffentlich bis zu ihrem Herzstillstand knutschen!”
“Wird schwer gehen, Süße! Miss Chandler hat ja kein Herz und auch Gehirntod ist schwer möglich...”
Die beiden Freunde schienen David nicht ernst zu nehmen und helfen wollten sie ihm wohl erst Recht nicht. Wie schön, dass man in Zeiten der Not total auf sich selbst gestellt war... David war mehr als enttäuscht und ließ diese elenden Turteltauben wieder allein.
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Dummerweise hatten die vier Freunde oder auch Halbfreunde den nächsten Kurs wieder gemeinsam.
Spanisch bei der netten Miss Moralez war angesagt, die schon hochschwanger war und trotzdem noch unterrichtete.
“Das werden bestimmt mindestens zehn kleine Mexikaner”, witzelte Matt und seine Lisa kicherte neben ihm. Für David war diese Situation schier unerträglich. Mit der Ignoranz seiner “Freunde” konnte er ja noch fertig werden, aber nicht mit der Ablehnung der tollen Lisa Plenske. Wie gerne würde er wieder ihre azurblauen Augen sehen wollen, aber sie beachtete ihn gar nicht mehr.
David warf einen zerknüllten Zettel zu Matt, der empört hochschrak. “Leite das bitte an Lisa weiter.”
“Das kommt mir so bekannt vor... Lass stecken, David!”
“Wenn du das nicht machst, küss ich DICH vor versammelter Mannschaft und dann kannst du dich vor Heiratsanträgen von Bob und seinen Friends kaum mehr retten.”
Diese Drohung wirkte dann doch und mit einem gezielten Fingerschnipsen von Matt landete das Papierkügelchen zur verwunderten Lisa. Aber auch sie hatte von solchen Botschaften die Nase voll und dachte nicht mehr an die Lehrerin, als sie das Papier einfach in den Abfallkorb kickte.
Diesmal riss der schwangeren Lehrerin entgültig der Geduldsfaden und als es endlich läutete, rief Miss Moralez die vier “Sünder” zu sich.
“Wollt ihr unbedingt nachsitzen? Hola, David, jemand zu Hause?”
Miss Moralez klopfte zum Vergnügen der anderen Freunde an die Stirn des nachdenklichen jungen Mannes. Zu deren Verwunderung kamen diesem sonst so coolen Jungen die Tränen.
“Wissen Sie, wie das ist, unschuldig verdächtig zu werden? Mein Leben lang, gut es ist noch relativ kurz, aber trotzdem... Mein Leben lang war ich zugeben ein Hallodri und habe jedem Rock hinterher geschaut. Aber seit diese blonde Lisa hier, ja diese megahübsche Intelligenzbestie hier...”
Lisa wurde auf einmal knallrot und ihr Vorsatz, diesen Stinkstiefel nie wieder anzuschauen, geriet gehörig ins Wanken.
“Nun ja, seit ich Lisa eben kenne und sie vor allem näher kennen lernen durfte, weiß ich endlich, was wahre Liebe bedeutet. Leider hat ein einziges Biest das alles zerstört und ich, der luftige David Seidel bin halt weniger glaubwürdig als eine Zicke, die ganze Familien zerstört.”
Nur seine Freunde wussten, wen er damit gemeint hatte, Miss Moralez sollte nichts von ihrer schamlosen Kollegin erfahren, erst recht nicht in ihrem Zustand.
“David...”
Lisa Plenskes feuchte blauen Augen und ihre bebenden Gesichtszüge zeigten dem Jungen deutlich, dass sie ihm womöglich doch Glauben schenkte. Und er war der glücklichste Teenager auf Erden, nun, zumindest an der Beverly High, als Lisa ihm in die Arme fiel. Freudig nahmen die beiden auch den ernstgemeinten Applaus von Matt und Lisa entgegen. Sogar die mexikanische Lehrerin freute sich mit dem erstaunlichen Liebespaar und entließ die Freunde dann doch noch allesamt in ihre wohlverdiente Pause.
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Als kleines Schmankerl nach dem Kunstunterricht erklärte der heute sichtlich vergnügte Mr. Starks den Schülern genau, was es mit dieser “Kuss-Olympiade” auf sich hatte. Vor allem die beiden Lisas waren höchst erstaunt - sie hatten so ein Ereignis noch nie mitmachen dürfen.
Und Lisa schlug in ihrer neuen Euphorie sogar eine neue Disziplin vor: Das Aufblasen (wofür sie von Matt wieder scharfe Blicke erntete, aber sie meinte eh eine etwas entschärfte Version).
Mr. Starks war begeistert und entließ die Schüler dann endlich in ihre Freizeit, nicht ohne zu erwähnen, dass die Schüler noch für den morgigen Tag “üben” sollten.
Lisa und David fingen ohne große Worte an zu üben. Ihren ersten Kuss hatten sie ja schon längst hinter sich und vergnügt bemerkte Lisa Plenske, dass das Aufblasen immer noch gut hinhaute. Wenn das morgen keine Goldmedaille geben würde...
Matt dagegen entschuldigte sich bei Lisa, da dieser noch zum Film-Kurs wollte. Als künftiger Schauspieler konnte er sich doch solch lehrreichen Stunden nicht entgehen lassen.
“Ah, und ich üb dann mit meinem Spiegelbild, oder wie?”
Matt betrachtete seine bildhübsche Freundin liebevoll und strich ihr über das lange schwarze Haar.
“Nee, aber du kannst ja mit Tracy üben.” Frech zwinkerte er seiner Lisa zu, nur zu gerne würde er mit ihr üben, aber er konnte seinen Kurs nicht so einfach sausen lassen.
“Witzig, dann kannst du mit Bob...”
In dem Moment verschloss Matt einfach ihre sinnlichen Lippen mit den seinigen und beide küssten sich mit brennender Leidenschaft.
“Wozu noch üben? Wir sind schon Weltmeister!” Matt lächelte seiner Lisa zu und die wollte ihm schon zustimmen, da hörten plötzlich alle einen furchtbaren Schrei aus einem der Unterrichtszimmer.
Die vier waren die Einzigen, die noch in der Schule waren und Matt wollte sofort auch die Flucht ergreifen, aber seine Lisa packte ihn am Kragen und schliff ihn buchstäblich mit.
Die Freunde eilten in das Zimmer und bemerkten mit Entsetzen, dass sich Miss Moralez am Boden vor Schmerzen krümmte.
“Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah, bitte...helft mir... Jesus! Ich habe.... Hab die Wehen!”
Lisa Morris musste ihren Freund fast einmeißeln, damit der nicht gleich wieder davonlaufen konnte.
Die Freundinnen jedoch behielten klaren Kopf und während Lisa Plenske zum Schularzt Dr. Parker eilte, zog Lisa Morris die beiden Jungs mit sich in den Raum und zusammen kümmerten sie sich um die Gebärende.
“Warum kann sie das nicht zuhause erledigen?” So langsam lief die Panik auch zu David Seidel über, der solche Szenen nur aus billigen Serien kannte. Mit so einem Weiberkram wollte er eigentlich nichts zu tun haben. Bis seine Lisa schwanger werden würde, dürfte es ruhig noch eine Weile dauern.
“Geht es noch?” Lisa Morris kniete sich zu der armen Frau nieder und bemerkte erschrocken, wie oft die Wehen nun schon kamen.
Diese nickte schweißüberströmt und betete, dass endlich der Arzt kam. Da erbarmte sich endlich auch David ihrer und kniete sich auch hin. Er strich über ihren gewaltigen Bauch und sang:
“Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu...”
“Hör auf, du Mondkalb, damit erschrickst du den Kleinen, äh, den Großen nur!”
“Danke, Matt! Sing du doch besser. Aber halt, ich kann noch was: Über sieben Brücken musst du gehen...”
“Ich habe aber nur eine!”
Alle lachten über den gut gemeinten Witz der werdenden Mutter, die auf einmal wieder wie eine Wahnsinnige schrie. Und da bemerkte sie auch, wie ernst die Lage doch schon war.
“Meine Frucht...”
“Wollen Sie Obst haben?”
Matt wollte nur noch raus hier, und das wäre eine gute Gelegenheit gewesen, aus dieser Hölle zu entkommen. Aber aus den rollenden Augen seiner Freundin konnte er erkennen, dass er wieder irgend etwas falsch gemacht oder gesagt hatte.
“Meine Blaseee... Verdammt!”
“Inkontinenz?” David stellte genau wie sein Freund die männliche Intelligenz in Frage. Lisa Morris schüttelte entnervt den Kopf und nahm sich fest vor, die beiden mal so richtig aufzuklären.
“Ihr Dummies, sie meint, dass ihre Fruchtblase geplatzt ist! Schaut, wie nass...”
“Dann schwimmt es vielleicht besser raus?”
Hätte dies nicht David sagen können, nein zu Lisas Entsetzen war Matt mindestens genauso naiv. Hoffentlich würde die arme Miss Moralez keinen Jungen bekommen, allein die beiden “Geburtshelfer” in ihrer Nähe würden für erheblichen geistigen Schaden sorgen...
Aber alle atmeten auf, als Lisa endlich mit Dr. Parker im Schlepptau ins Zimmer gerast kam.
Lisa hatte gleich mit einem Kübel warmen Wasser und gewärmte Handtücher vorgesorgt.
“Willst du das Kind gleich taufen?”
Angesichts Davids dummer Frage blickte Lisa verwirrt zu ihrer Freundin, die ihr verriet:
“Diese Frage war noch harmlos, ignoriert diese Witzfiguren lieber!”
Das tat Lisa doch liebend gerne, während Dr. Parker die gebärende Mutter beruhigte und diese immer noch laut aufschrie.
“Ganz ruhig, Miss Moralez. Aber warum zum Teufel unterrichten Sie in Ihrem Zustand noch?”
Als Antwort auf diese für die Lehrerin dümmste Fragen überhaupt, bekam der arme Arzt ihre Fußsohle ins Gesicht zu spüren.
“Autsch, der Doktor ist gerade rechtzeitig gekommen. Stell dir vor, einer von uns...”
Matt brauchte die schmerzhafte Vorstellung nicht zu Ende äußern, David nickte sogleich zustimmend.
Die Jungs wurden aber nicht entlassen, sie mussten tatsächlich noch bei der Entbindung zusehen.
Lisa Plenske quietschte vor Vergnügen auf, als sie das Köpfchen des Babys herauslugen sah.
“Guck mal, David! So geht das!”
Bleicher als die Schulwand gab dieser seiner Freundin zur Antwort:
“Guck du lieber! ICH werde mich so einer Qual bestimmt nie aussetzen.”
Nun mussten doch alle lachen, bis auf Dr. Parker, der fast wieder einen Fußtritt von Miss Moralez bekam und glücklich war, dass der Winzling bald darauf doch das Licht der Schulwelt erblickte.
“Das wird sicher mal ein Streber!”, waren Davids Begrüßungsworte. Dr. Parker wollte die Jungs aber endlich zum Schweigen bringen und fragte keck in die Runde:
“Wer von den Herrschaften will jetzt die Nabelschnur durchschneiden?”
Während David laut aufkeuchte, musste Matt würgen und war froh, dass er sein Frühstück noch bei sich behalten konnte. Lisa und Dr. Parker lachten sich an und als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt, schnitt die junge Frau die Schnur wirklich durch. Lisa war überaus stolz und glücklich, bei so einem schönen Moment dabei zu sein.
“Die Frau ist eiskalt!” David wunderte sich nicht schlecht über die Courage seiner Freundin und erinnerte sich an Mariella, die zur Geburt seiner kleinen Schwester nur “Bäääh” sagen konnte. David selbst konnte sich an die Hausgeburt seiner 7jährigen Schwester Kim kaum noch erinnern, nur noch an seine tiefe Ohnmacht damals. Aber jetzt stand er seinem Mann, trotz leichter Übelkeit stand er immerhin noch auf den Beinen.
Fast professionell wusch Lisa, während die Jungs sie neugierig beobachteten, das winzige Baby, das nach einem kleinen Klapser nun auch schrie, in dem Wasser und trocknete es zärtlich ab.
“Was ist es denn?”, fragte Matt neugierig.
“Dem kleinen Pimmel zu urteilen, ein kleiner Matt...”, antwortete seine Freundin kess, was ihren Freund leicht entsetzte. Ehe er noch versammelter Mannschaft “seine” Größe überprüfen konnte, lachte Lisa ihn an. “Lass mal, das war ein Scherz, Schnucki. Aber es ist echt ein kleiner Mexi...”
“Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!”
Die junge Lehrerin schrie wieder auf und alle ahnten schon, was auf sie zukommen würde.
“Will die gleich einen ganzen Staat gründen?” Matt war entsetzt und David machte ernsthaft den Vorschlag, das man vielleicht die “Öffnung” zunähen sollte, bevor ihnen eine wahre Invasion bevorstand. Dr. Parker schüttelte den Kopf, solche Clowns kannte er nicht einmal von seinem Lieblingszirkus.
Aber die Geburt des zweiten kleinen Mexikaners verlief schon wesentlich einfacher und wenig später hielt die stolze Mutter ausgerechnet in ihrem Unterrichtsraum ihre beiden süßen Kinder - ein Junge und ein Mädchen - in den Armen, die sie David und Leticia nannte.
Die beiden Lisas wurden von Dr. Parker für ihr verantwortungsvolles Verhalten gelobt und die Jungs - für gelungenes Geburts-Entertainment.
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Nach der ganzen Aufregung unternahmen die Freunde noch am späten Abend einen Ausflug ins Grüne.
Die Sonne ging unter, wenig später funkelten die Sterne und auf einem Felsvorsprung konnten die Freunde vergnügt über ganz Beverly Hills blicken.
Die Jungs nahmen liebevoll ihre Freundinnen in die Arme und während Matt und Lisa schon für die morgige Kuss-Olympiade übten, flüsterte Lisa ihrem David leise zu.
“Ob wir auch mal Kinder kriegen werden? Du sahst so süß aus mit der kleinen Leticia im Arm!”
David grinste, auch wenn er anfangs noch scheu war, so war es doch kein unangenehmes Gefühl gewesen, so einen kleinen Wurm in den Armen zu halten.
“Du wärst sicher eine gute Mami! Und ich werde schon mal das Schneiden üben!”
Lisa lachte auf und küsste nun ihren Freund endlich auch zärtlich. Und dieser schwor ihr.
Am Wochenende stelle ich dich meinen Eltern vor. Da gibt es das übliche Dinner und dort werden Mariella und ich auch endlich unsere Entlobung bekannt geben. Sie ist mit Lars eh viel glücklicher... Und ich kann eh nur noch an dich denken, du kleine Hexe!”
Lisa lachte wieder über das ungewöhnliche Kompliment, wusste aber, dass es David wirklich ernst meinte. Und in dem Moment dachten alle vier, dass nichts und niemand sie mehr auseinander bringen könnte.
Re: High School Love
uglymuffin - 18.04.2007, 18:58
8) Kisses and Dinner for you
Am nächsten Morgen trafen sich die vier Freunde aufgeregt vor der High School. Heute wollten sie ihre wohlverdienten Medaillen ernten und David und Matt stritten sich jetzt schon, wer wohl die “Goldene” erhalten würde.
“Ganz klar, dass ICH in allen drei Disziplinen siegen werde!”, meinte David triumphierend.
Lisa entgegnete daraufhin nur trocken:
“Ist mir ja ganz neu, dass du dich selbst küsst. WIR werden siegen, damit das klar ist. Ohne mich bläst sich bei dir doch nix auf...”
“Lisa!” So langsam wurde es David schon unangenehm, Lisa dürft ja inzwischen schon wissen (hoffentlich), dass er kein knallrotes Gummiboot war, das man nach Belieben aufblasen konnte.
Ehe Matt sich wieder selbst in Szene setzen konnte, kam ihm ausgerechnet Titten-Tracy entgegen, ihr Hängebusen bewegte sich gleich einem Wackeldackel.
“Mattilein, mit dieser Squaw wirst du nie eine Medaille holen. Aber mit mir...”
“Mit dir hol ich mir höchstens Lippenherpes. Zieh Leine!”
Das hatte gewirkt und Tracy zog samt ihrer schadenfreudigen Freundin Sue von dannen, nicht ohne Lisa Morris, ihrer neuen Erzfeindin, einen rachsüchtigen Blick zuzuwerfen. Diese hakte sich aber munter bei ihrem Schatz ein, es war schon ein großartiges Gefühl, die erste große Liebe. Sie merkte auch, dass ihre Freundin sie ein wenig beneidete, denn aufgrund Matts eigener sexueller Unerfahrenheit hatte sie noch eine kleine “Galgenfrist”, bis es ernst wurde. Lisa Plenske dagegen befürchtete, dass David bald auf eine ganz andere Art und Weise aufgeblasen werden wollte. Apropos... In der letzten Nacht durfte Lisa Morris bei den Plenskes schlafen und in Lisas Zimmer spielten die beiden vergnügt mit den lustigen Gummidingern rum, die Lisa in Bernd Plenskes Nachtkästchen gefunden hatte.
Die beiden bliesen die Kondome zum Spaß auf und wollten daraus sogar noch Wasserbomben basteln - was aber an den aufgebrachten Papa Plenske scheiterte, der Lisa fast schon den Umgang mit ihrer Freundin verbieten wollte. Aber seine Tochter erklärte ihm nur vorlaut, dass ER ja dieses Blasgummi besorgt hatte und ehe er seiner Tochter noch verraten musste, was man nun genau damit anstellen musste, ergriff dieser doch lieber die Flucht.
Wie dem auch sei, die beiden jungen Freundinnen hatten noch einen Heidenspaß miteinander, schworen sich aber gegenseitig, dass sie den Jungs nichts davon erzählen wollten. Einen aufgeblasenen Gummiballon hatte aber Lisa noch (zum Entsetzen ihrer Eltern) an die Decke gehängt und ihm sogar noch schwarze Augenbrauen draufgemalt...
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Nach einigen langweiligen Kursen durften sich die zahlreichen Schüler endlich auf dem Sportplatz versammeln und ihre Plätze einnehmen.
Anschließend folgte die üblichen Nationalhymne, die Lisa fast trompetete, stellten sich die Paare gegenüber und wurden von der “fachkundigen” Jury scharf beobachtet.
Ausgerechnet Miss Chandler saß mittendrin und warf gerade Matt und David freche Blicke zu, welche diese zu ignorieren versuchten.
Immerhin bewerteten auch noch Direktor Chong, der für die noch im Krankenhaus liegenden Mutter Moralez eingesprungen war und der allseits beliebte Mr. Starks. Dr. Rice machte bei so einem Kinderkram eh nicht mit, wie er sich auszudrücken pflegte, lieber stahl er sich davon zu seiner aufblasbaren Gummipuppe, die ihn weitaus mehr befriedigte als seine entfaltete Frau.
Gerade Mr. Starks freute sich sehr über den alljährlichen Spaß, der die Schüler wieder ein wenig lockerer werden ließ.
Dieses Jahr gab es drei Disziplinen: Der zärtlichste Kuss, der längste Kuss und das Aufblasen (Copyright bei Lisa Plenske)
Neben den zwei schon bekannten Traumpaaren waren auch Mariella und Lars van der Lohe anwesend, dieser musste durch harte Überzeugungsarbeit von Mariella eingeschleust werden, ausnahmsweise dürfte eben auch ein Fremder an dem Spiel mitmachen. Sogar Bob wollte endlich mitmachen und trotz der Proteste einiger scheinheiliger Lehrer durfte er seinen Freund Garry knutschen. Tracy dagegen blieb nichts anderes übrig, als mit dem Grabscher Ron ein Paar aufzustellen. Das würde sie dieser von Morris bestimmt bald heimzahlen...
Es ging los, nachdem Starks einen Luftballon platzen ließ - woraufhin die beiden Lisas zu aller Verwunderung laut loslachen mussten.
David zog nur allzu gerne das immer schöner werdenden Gesicht (wozu die Liebe alles fähig war) von Lisa zu sich und ihre Lippen benetzten sich mit tiefer Zärtlichkeit. Lisas Herz tobte und auf einmal bemerkte sie so ein komisches Ziehen im Unterleib und erschrak ein wenig.
Ob sie jetzt schon von diesem süßen Kuss schwanger werden würde? Ging das? Na, bei diesem Traumtypen ihr gegenüber schien alles möglich zu sein...
Auch Lisa und Matt verfielen in einen leidenschaftlichen Kuss, wobei Lisa merkte, dass sie sich immer mehr verkrampfte. Es war eigentlich gegen ihre Natur, solch intime Liebesbeweise so öffentlich zur Schau zu stellen. Matt dagegen hängte sich wirklich rein, im wahrsten Sinnes des Wortes. Lisa war froh, dass Starks wieder zur alten Position rief, sonst hätten sich ihre Zungen wohl noch zu einer roten Fliege verknotet.
Direktor Chong verkündete die Zwischenergebnisse: David und Lisa kamen auf den ersten Platz, Lisa und Matt auf den zweiten und zu aller Überraschung waren Bob und Garry die lachenden Dritten.
Während Lisa und David lauthals jubelten (und sich Lisa dabei unwillkürlich an den Bauch fassen musste, wenn sie wirklich jetzt schwanger geworden war, dürfte sie doch nicht so rumhüpfen), knirschte Matt ein wenig mit den Zähnen. Seiner Lisa dagegen war es egal, sie freute sich aufrichtig für ihre Freunde.
Nun ging es an die zweite Disziplin: Der längste Kuss. David und Lisa gaben sich wirklich alle Mühe, aber irgendwie verfielen sie nach wenigen Sekunden in einen Lachanfall. Und Lisa war froh, dass ihr “Kuss-Baby” wohl nicht unter Sauerstoffmangel leiden müsste.
Lars van der Lohe machte schon nach zwei Sekunden schlapp, woraufhin die erboste Mariella ihn an den Schritt boxen musste. Er jaulte auf und wenig später war die Olympiade für die beiden gelaufen.
Und während Bob und Garry immer noch vergnügt knutschten, drückte Matt seine Lisa so fest an sich, dass diese keine Luft mehr bekam und kurz bevor sie wie Käpt’n Blaubär aussah, riss sie sich von ihrem Freund.
“Spinnst du?” keiften sie sich gegenseitig an. Bevor sie noch auf dem Platz streiten konnten, wurden wieder die Ergebnisse verkündet.
“1. Platz: Bob und Garry, 2. Platz: Lisa und David, 3. Platz: Lisa und Matt”
Jetzt wurde es ernst und während Lisa Morris noch immer nach Luft schnappte, wurde ihr Freund langsam zapplig. Das konnte doch nicht sein, dass ausgerechnet sie so schlecht abschnitten. Die Enttäuschung stand dem Jungen deutlich ins Gesicht geschrieben.
Nun war das “Aufblasen” dran, sprich, welches Mädchen den Schritt ihres Freundes am weitesten “aufblies” hatte gewonnen...
Lisa und David hatten ja schon gewaltige Übung darin und Lisa freute sich schon fast auf Zwillinge, als sie bemerkte, dass Davids Turbogeschoss innerhalb weniger Sekunden in die Höhe eilte.
Lisa und Matt taten ihr Bestes, aber sie war einfach schon zu genervt von dem ganzen unnötigen Rummel und er setzte sich zu sehr unter Druck. Nun ja, immerhin gelang ihnen ein “Teilerfolg”.
Diesmal durfte ausgerechnet Miss Chandler das Ergebnis verkünden und sie fing zu gerne diesmal von hinten an.
“3. Platz geht an Matt und Lisa - netter Versuch.” Sie zwinkerte dem Sohn ihres Lovers, der weit mehr Erfolge vorweisen konnte, frech an, woraufhin dieser fast ausflippte. Nur mit Mühe konnte Lisa ihn daran hindern, sich auf die Sportlehrerin zu stürzen.
“2. Platz - Bob und Garry. Gratuliere, ihr zeigt allen, wo der Hammer hängt!” Und wieder warf sie einen unverschämten Blick zu Matt, der ihm signalisieren sollte, dass selbst Schwule ihm in diesem Gebiet überlegen waren. Die reinste Demütigung für einen jungen Mann...
Nun wurde Liz Chandler ernster, aber immerhin hatten ihre Kollegen so entschieden, auch wenn sie die beiden Sieger ebenfalls nicht leiden konnte.
“1. Platz: David und Lisa. Gratulation!”
Die Zuschauer tobten vor Begeisterung, Tracy tobte vor Wut und erschlug Ron fast mit ihren Titten, und die jungen Sieger durften auf das Treppchen.
Die “Silbernen” Bob und Garry gratulierten den “Goldenen” David und Lisa aufs Herzlichste, nur die kalifornische Sonne strahlte an diesem Tag noch kräftiger als die beiden. Auch Lisa Morris beglückwünschte ihre Freunde mit zahlreichen Küsschen und musste ihrer Freundin versichern, dass diese doch nicht schwanger war. Es waren wohl die Muffins, die ihr so schwer im Magen lagen.
‘Schade, noch kein Krümelchen! Aber beim nächsten Versuch...’
Nur Matt saß noch lange einsam auf der Bank und starrte auf die elende Bronzemedaille. Schließlich erbarmte sich Lisa seiner und umarmte ihren grimmigen Freund.
“Schatz, wir haben doch viel erreicht. Und dabei ist alles!”
“Ja, und du hast die Haare schön! Mensch, wieso hast du mich nicht richtig geküsst?”
“Bitte? Hab ich doch! Aber mal ehrlich, bei diesem ganzen Trubel kann man doch nicht...”
“Aber David und Lisa konnten es! Und sogar Bob! Toll, ich hätte vielleicht mit ihm...”
“Ja, dann werde doch schwul, du Hammel! Man küsst sich aus Liebe und nicht wegen dämlicher Medaillen.”
“Aber ich wollte doch nur, dass WIR das Traumpaar der High sind. Jetzt jubeln alle David und Lisa zu. Das ist nicht fair!”
Lisa riss so langsam der Geduldsfaden und sie zweifelte inzwischen fast an Matts aufrichtiger Liebe.
“Matt, wenn es dir nur um den Jubel geht, dann solltest du wirklich lieber mit Tracy oder gar Bob knutschen. Gott, ich überreich dir gerne eine Goldmedaille in Sachen Selbstmitleid und Egoismus.
Willst du mich nur als Vorzeigeobjekt missbrauchen? Da bist du an die Falsche geraten, Wheeler!”
Wütend rauschte Lisa ab, da hilf auch kein verzweifeltes Hinterherrufen ihres Freundes mehr. Oder war er schon ihr Ex? Warum musste er sie so enttäuschen? War er doch nicht anders als die anderen Jungs? Selbst David Seidel war in ihren Augen schon reifer, wie sehr sie ihre Freundin doch beneidete. Tränenüberflutet lief Lisa Morris den weiten Weg nach Hause.
Erst sehr spät konnte Lisa Plenske ihre Freundin per Telefon erreichen und nur mit Mühe konnte Lisa sie davon abhalten, sich von Matt zu trennen. Die Bitte ihrer Freundin, ihr doch bald etwas vornehme Manieren - immerhin war sie am Sonntag bei Seidels zu Gast - beizubringen, brachte Lisa Morris dann doch noch auf eine Idee, wie sie es Matt zumindest ein wenig heimzahlen konnte.
Die unzähligen Liebesschwüre per SMS und die zugeschickten roten Rosen reichten da lange nicht aus...
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Am nächsten Abend fühlten sich sowohl Lisa Plenske als auch Matthew Wheeler sehr unwohl in ihrer Haut.
Lisa durfte ihr neues Kleid “Gassi führen” - und das ausgerechnet im nobelsten Restaurant der Stadt - dem “Golden Dinner”. Lisa Morris lies sich vorher noch von Matt eine umwerfende Abendgarderobe schenken und genoss es, seine Kreditkarte leiden zu sehen.
Und wie Matt schon befürchtete, das Leiden begann erst.
“Warum können wir nicht bei Rosco üben?”, fragte Lisa, die sich inmitten dieser vornehmen Gesellschaft wie eine Raupe im Salat vorkam.
“Meinst du, die Seidels verzehren Hamburger zum Dinner? Nee, da musst du jetzt durch!”, antwortete ihre Freundin mühsam gelassen, auch sie fühlte sich hier so fremd, versuchte sich aber nichts anmerken zu lassen.
Matt wusste, dass er jetzt da auch durch musste und wollte den wohl sehr kostspieligen Abend schnell hinter sich bringen. Er klappte die Speisekarte auf und fragte: “Womit fangen wir an?”
“Am besten mit dem Besteck!”, antwortete Lisa knapp und Matt war froh, dass dies immer noch recht kostengünstig war.
“Kann man das etwa auch essen?” Lisa Plenske war manchmal wirklich niedlich naiv, aber nicht alles war eben so “einfach” wie eine Schulgeburt.
“Unsinn, Lisa. Aber wie du siehst, gibt es hier ein wenig mehr als nur Messer und Gabel. Am Besten, du arbeitest dich von außen nach innen vor.”
“Soviel will ich eigentlich gar nicht essen...”
Nicht einmal kurz vor ihrer Blinddarm-OP in Berlin sah sie so viel Besteck auf einmal...
Matt wollte das ganze Übel etwas verkürzen und bestellte bei dem Ober als Erstes Weinbergschnecken.
Lisa Morris musste sich auch zusammenreißen, aber das Gesicht von Lisa Plenske fiel dieser fast auf den Teller.
“Bitte was? Ich esse keine Tiere, die ich nicht einmal in die Wohnung lassen würde!”
“Du lässt doch auch keine Kühe in die Wohnung, beherrsch dich mal bitte!”
“Gefrorene Kühe schon!”
Lisas Logik war unschlagbar, allerdings konnte sie sich trotzdem nicht gegen ihre Freunde durchsetzen und wenig später durften sie das Schneckenmahl in Schneckentempo genießen.
“Hoffentlich schleimen die nicht auch noch...”
“Iss einfach, Lisa! Augen zu und durch!” Matt konnte manchmal richtig dominant sein. Während dieser seine Lisa für ihre Tapferkeit bewunderte, die diese “Dinger” einfach schleunigst runterschlang, gerieten die Gesichtszüge von Lisa Plenske fast völlig außer Kontrolle und sie würgte mehrmals auf.
Da dies nicht gerade von feinen Manieren zeugte, beschloss Matt, sie doch lieber von den armen Tierchen zu befreien - oder diese von der grünen Lisa - und bestellte das nächste Mahl: Austern, was auch nicht gerade zu Lisas Hochgefühl betrug.
“Dieses wabbelige Zeug esse ich bestimmt nicht!”
Lisa verschränkte trotzig die Arme und wünschte sich, dass Rosco mit Engelsflügeln und vor allem einer großen Portion Pommes Frites hineinschweben möge. Den Gefallen tat er ihr aber nicht und nachdem ihr ihre Freunde versichert hatten, dass Austern eindeutig zu der Leibspeise der Seidels gehörten und sie eine Verweigerung glatt als Verletzung der Familienehre ansehen würden, kämpfte sie sich schlürfend durch den “Wabbel”.
Lisa verzog so sehr das Gesicht, dass das ältere Ehepaar am Nebentisch glaubte, dass das Lokal alte Austern anbot und sich sobald beim Ober beschwerten.
“Lisa, mach uns hier bitte nicht lächerlich! Du kommst hier nicht eher raus, bis du eine Auster mit einem seligen Lächeln auf deinem Gesicht zu Ende geschlürft hast!”
‘Und bis mein Taschengeld für die nächsten sechs Monate verbraucht ist’, fügte Matt in Gedanken noch hinzu.
So musste Lisa gute Miene zur bösen Auster machen und nach einer längeren Qual lächelte sie dann doch - aber nur, weil ihr der Champagner so gut mundete und sie schon regelrecht beschwipst war. Vor allem erinnerten die Eiswürfel in dem Kübel sie an ein bestimmtes Ereignis, dass ihr mehr Spaß bereitet hatte als Klein David.
Nachdem Matt die beiden Lisas auch noch daran hindern musste, das Wasser in den Fingerschalen, die eigentlich zur Säuberung dienten, auszutrinken, und nachdem wenigstens der wirklich göttliche Nachtisch reibungslos in alle Mägen flutschte, präsentierte der leicht genervte Ober dann doch grinsend dem jungen Mann die Rechnung.
Ja, Lisa Morris’ Rache konnte bitterlich sein, das spürte er soeben. Er zog seine Kreditkarte heraus und würde sich nicht wundern, wenn diese am nächsten Morgen von seinem Vater gesperrt werden würde.
Was tat man nicht alles, um seine Traumfrau wieder zu besänftigen und um einer kleine “Pretty Woman” etwas Tischmanieren beizubringen.
Während nun die beiden Lisas beschwipst nach Hause fuhren und sich schworen, niemals ein Kondom mit Austerngeschmack aufzublasen, fuhr Matt mit seinem Wagen nach Hause und fragte sich, ob dieser anstrengende und geldverzerrende Abend für Lisa wirklich nützlich gewesen war. Zumindest aber hatten alle diese mehr oder weniger dumme Olympiade vergessen und dachten nur noch an das wirkliche Glück. Und Matt war überaus froh, dass der letzte Kuss von Lisa, bevor sie in den Kuss stieg, ihn doch noch so weit “aufgeblasen” hatte, dass seine Hose schier am Platzen gewesen war.
Lisa Plenske dagegen platzte voller Aufregung (und voller Angst, dass die Weinbergschnecken in ihrem Magen für Nachwuchs sorgten) - immerhin würde sie bald Davids Eltern gegenüberstehen und endlich würde er auch ihnen gegenüber seine Liebe zu Lisa beteuern.
Lisa ahnte nicht, dass der heutige Abend fürs Erste umsonst gewesen war - denn ausgerechnet Matts Mutter sollte mit ihrer Talkshow dazwischenfunken. Erst in letzter Minute sozusagen hatte sie sich für neue Gäste entschieden. Morgen sollten die Seidels und die von Brahmbergs gemeinsam in der “Wheeler-Show” auftreten und dort von den Zukunftsplänen der “Chiqueria” berichten - und auch die Verlobung ihrer Kinder endlich öffentlich machen.
David selbst würde erst in letzter Minute eingeweiht werden...
Re: High School Love
uglymuffin - 19.04.2007, 20:57
9) I can be your hero
Am nächsten Tag ...
Nach einer ziemlich unruhigen Nacht, in der Lisa Plenske verdächtig oft zur Toilette rennen musste (die liebesdollen Austern trieben wohl die Schnecken gewaltig an) saß sie auffällig still am Frühstückstisch und beobachtete ihren Vater, wie dieser schon seit fünftes Donut verschlang. Ja, die amerikanische Esskultur machte auch von den sonst so konservativen Plenskes nicht halt.
“Bernd, nun schling nicht so. Lisa wird es ja schon richtig schlecht, sie ist schon ganz grün im Gesicht!”
Helga ahnte ja nichts von Lisas außergewöhnlichem Dinner gestern.
“Nee, Helgamäuschen! Das Schnattchen is so grün, weil se immer noch mit diesem Kermit ausgeht!”
“David ist kein Kermit, du Knut! Und ich muss jetzt zur Schule!”
Ehe sie sich wirklich noch übergeben musste, packte Lisa ihre Sachen und eilte zum Bus. David ließ sich heute mal entschuldigen. Am Telefon war er recht kurz angebunden, hoffentlich hatte er keinen Streit mit seinen Eltern. Aber damit lag Lisa gar nicht mal so schief...
Denn David wurde noch vor dem Frühstück in die Pläne seiner Eltern eingeweiht. Natürlich war er so ganz und gar nicht begeistert, zusammen mit seinen Eltern und den von Brahmbergs in diese langweilige TV-Show gezerrt zu werden. Allerdings wusste er noch nicht einmal, was genau ihn in dieser Sendung erwartete. David dachte nur an die üblichen Interviews, die er schon so oft miterlebt und mitgegähnt hatte und wollte dies nur noch schnell hinter sich bringen.
Inzwischen hatte Mariella einen heftigen Streit mit ihren Eltern Claus und Sophie.
“Nein, ich werde in dieser peinlichen Show nicht meine Verlobung bekannt geben. Bis jetzt wusste es ja nur die Schule, allerdings weiß diese jetzt auch, dass David und ich uns nicht mehr leiden können.”
“Für eine Ehe braucht man sich auch nicht leiden zu können, du Dummerchen!”, platzte es aus der vornehmen Sophie heraus, während ihr 19jähriger Sohn Richard nur gelangweilt mit seinem Gameboy spielte, was wiederum Claus in Rage brachte, da dieser seinen Sohn eigentlich für reifer hielt, als diesen Sunnyboy von David Seidel.
Aber auch Sophies Einwand fand Claus nicht gerade witzig.
“Kannst du mich etwa auch nicht leiden, Sophie?”
“Unsinn, du zweites Dummerchen! Du hast Geld und Macht, warum soll ich dich dann nicht leiden können?”
Wie können Männer auch nur solch hirnrissigen Fragen stellen? Claus dagegen kannte seine Frau nur allzu gut und schüttelte entnervt den Kopf. Was sollte er ihr schon entgegnen können, sie war eh immer die Schlagfertigste von allen.
Mariella stand vom Tisch auf, was ihren so korrekten Eltern ziemlich missfiel und klärte sie über die neuen Verhältnisse auf.
“David und ich - das ist Vergangenheit. Er liebt so eine hässliche und trottelige Schrulle, meinetwegen.
Aber Lars van der Lohe ist einfach wunderbar, so gebildet und vor allem so erwachsen. David muss man ja schon fast die Windeln wechseln!”
Diesmal lachte ihr Bruder Richard mit dem Teufelsbärtchen so laut auf, dass seine Familie kurz erschrak. Er hasste diesen Seidelspross und jegliche Sprüche gegen ihn - auch wenn sie von seiner eingebildeten Schwester kamen - waren Balsam für seine gemeine Seele. Er wartete nur darauf, dass sich die beiden Familien zerstritten und er die Chance bekam, eine eigenen Karriere anzustreben - und die Seidels zu vernichten.
“Schön, dass du dich so amüsierst, Sohn! Aber die Lage ist mehr als ernst. Wir müssen jetzt leider in den Verlag. Ich hoffe, dass du deine Hormone wieder bis heute Abend in den Griff bekommst. Schließlich soll unsere Partnerschaft und unser Ruf nicht unter euch leiden!”
“Ach, Dad! Ist der Ruf erst ruiniert...”
“RICHARD!” Claus schüttelte den Kopf und fragte sich wie so oft, ob dieser garstige Kerl wirklich sein Sohn sein konnte. Er ahnte nicht, dass er der Wahrheit damit näher kam, als ihm lieb wäre...
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Während des doch recht langen Schultages ließ sich David seine Anspannung nicht anmerken und Lisas Heiterkeit steckte ihn dann doch noch an. Auch wenn die Freunde wie so oft wieder Ärger mit Dr. Rice bekamen, Matt und David wie so oft nachsitzen mussten und ihre Freundinnen ihnen dabei heimlich Papierkügelchen mit Liebesbotschaften durch die Fenster schossen - so war dieser Tag doch wesentlich angenehmer als es der Abend sein würde.
Und David ahnte ja noch lange nicht, wie unangenehm diese angeblich so langweilige TV-Show, bei der selbst der Sohn der Moderatorin nach wenigen Sekunden in einen komatösen Tiefschlaf fiel, noch sein würde.
Lisa dagegen war richtig aufgeregt, als David ihr dann doch noch erzählte, dass er sie heute Abend von der Mattscheibe aus grüßen würde.
“Hui, mein David, der Superstar! Aber Matt, warum hast du davon nichts erzählt?”
Eine ungemein beflügelnde Frage, zumal alle wusste, dass Matt zu seinen Eltern verständlicherweise kein gutes Verhältnis hatte. Sein Vater trieb es wild mit Miss Chandler und seine Mutter interessierte sich dafür weniger als für ihre Karriere. Und die Talkshow seiner kühlen Mom ließ ihren Sohn auch ziemlich kalt.
“Bin ich eine wandelnde Programmzeitschrift? Und ehe du mich noch mal fragst: Nein, meine Mutter erzählt mir nie was von ihren Gästen, da sind ja auch meistens elende und notgeile Langweiler... Oh, sorry, bis auf Ausnahmen!”
Die Mädchen lachten auf, als David gespielt mit Fäusten auf seinen Freund zuging und die beiden sich ein wenig rauften.
Lisa Morris kicherte. “Na, als Wrestler wärt ihr wohl deutlich ungeeignet. Als Sumoringer dagegen... Ein paar Kilo mehr und ein paar Windeln. Wow, Matt, darin würdest du sicher sehr sexy aussehen.”
Matt kniff seiner frechen Freundin in die zartbraune Wange.
“Das mache ich nicht eher, bis du und Lisa uns Schlammcatchen vorgeführt habt.”
Die vier ausgelassenen Teenager alberten noch eine ganze Weile herum, bis sie sich verabschieden mussten. David gruselte es schon vor dem Gedanken, dass er sich bald darauf wieder in diesen grässlichen Anzug zwängen musste - er zog Jeans und T-Shirt eindeutig vor, aber das konnten Geschäftsleute wie Laura und Friedrich Seidel natürlich nicht verstehen. Er beneidete seine kleine Schwester Kim, die zuhause bleiben durfte - oder musste, denn trotz ihres zarten Alters war sie schon eine kleine Diva und liebte das Rampenlicht. Dies war aber mal kein Kinder-Schönheitswettbewerb sondern nur ein langweiliges Business-Interview. Langweilig sollte es aber diesmal für keinen werden...
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“Bernd, hol doch mal die Chips, aber bitte nicht die mit Essig!”
Helga konnte ihren Mann gut herum kommandieren und Lisa beobachtete das sehr interessiert, sie wollte ihren David gern auch so gut dressieren.
Sie war ihren Eltern auch sehr dankbar, dass zu diesem besonderen Abend auch ihre Freunde Lisa und Matt eingeladen waren, die es sich nun auch auf Plenskes berühmter Fernsehcouch - die mit den vielen Löchern - bequem machten. Alle fieberten mehr oder weniger aufgeregt dem Auftritt von David Seidel und seiner Familie entgegen. Die von Brahmbergs waren weniger von Interesse - zum Glück war Bernd Weltmeister in Zappen.
“Es geht los!”, schrie Helga, während Bernd mit seinem Gewicht und in aller Eile sich so fest auf die Couch fallen ließ, dass Matt fast von dieser runterflog. Immerhin ein gutes Mittel, um wach zu bleiben...
Die rothaarige und zierliche Moderatorin Ruth Wheeler führte die Show mit ihren bekannten Floskeln ein und wenig später saßen die Seidels und die von Brahmbergs in dem riesigen Studio und erzählten von der stetig wachsenden Auflage der “Chiqueria” und den neuesten Umsatzzahlen.
Und während Matt selig vor sich hinschlummerte, verfolgten die beiden Lisas gebannt jede Reaktion - vor allem von David, der sich scheinbar auch furchtbar langweilte.
Bernd ergriff leicht genervt sein Bier und fragte sich, ob er dieses nicht auf den dösenden jungen Mann zwischen den beiden Mädchen schütten sollte. So eine kleine Bierplansch-Party wäre angesichts dieser trockenen Sendung nicht das Schlechteste. Oder eine Runde Baseball. Mit dem sportlichen und netten Jungen Matt Wheeler kam Bernd wesentlich besser zurecht als mit diesem Grinsekermit mit den verdächtigen Augenbrauen, die scheinbar das Morsealphabet kannten, denn immer wenn David diese auf eine ganz bestimmte Weise hochzog, klebte seine Lisa ihm auch schon an den Wangen. Wie tief würde sie wohl gehen, wenn er seine Augenbrauen mal runterließe? Bernd ballte die Fäuste, als er David gerade wieder in Großaufnahme erblickte.
In dem Moment, als Bernd gerade wieder in den Fernseher springen wollte, überraschte Mrs. Ruth Wheeler alle mit dieser entscheidenden Frage:
“Mr. Seidel, Ihr Sohn und Mariella von Brahmberg gelten schon lange als DAS Traumpaar der Verlagsszene. Sicherlich hat der Erfolg von “Chiqueria” auch mit dieser entzückenden Lovestory zu tun. Und Sie wollten uns heute ein kleines und süßes Geheimnis mitteilen?”
Lisa erblasste und fragte sich ernsthaft, ob Mariella von David schwanger sei. Mit ihr hatte er ja schon längst mehr als Küsse ausgetauscht. Dass man von Küssen nicht schwanger wurde, das wusste sie ja schon ewig, sie wollte bei der Kuss-Olympiade nur -gekonnt- ihre Freunde und auch sich selbst foppen. Das Leben war ja schon ernst genug. So wie gerade eben...
Zu aller Erstaunen ergriff nun David Seidel das erste Mal das Wort.
“Was meinen Sie mit süßes Geheimnis?”
Ehe David noch alles ruinieren würde, legte sein Vater beschwichtigend seine Hand auf sein Bein, was wesentlich weniger Wirkung zeigte, als wenn Lisa dies tat.
“Mein Sohn ist etwas zurückhaltend in diesen Dingen. Aber ja, ich freue mich, in Ihrer wirklich grandiosen Sendung...”
Mrs. Wheeler lächelte charmant und kreuzte ihre Beine, was Lisa Morris nur abstoßend fand, zumal die Dame auch noch Besenreißer vorzuweisen hatte. Und ihr Sohn war gerade eben auch kein Reißer, Lisa musste diesen buchstäblich aus den Schlaf rütteln.
“Wach auf, du Schnarchtüte! Jetzt wird es spannend!”
“Wäre mal ganz was Neues! Hat Sie etwa auch Miss Chandler eingeladen?”
“Ruhe jetzt!” Lisa Plenske biss sich auf die Fingernägel und wartete gespannt auf die folgenden Worte. Sie ahnte schon das Schlimmste.
“...bekannt geben zu dürfen, dass sich mein Sohn mit der zauberhaften Mariella von Brahmberg verlobt hat. Es steht uns eine rauschende Hochzeit bevor - und Fotos davon gibt es nur exklusiv in der ‘Chiqueria’”.
Während Mrs. Wheeler in ihrer kühlen und trotzdem charmanten Art gratulierte, zwinkerten sich Claus und Friedrich gegenseitig zu. Ihre Partnerschaft würde durch die Hochzeit einen neuen Aufschwung bekommen. Mariella wagte keine Widerworte, Richard knurrte nur missbilligend, wurde aber leicht munterer, als David immer nervöser wurde und schnell wieder das Wort ergriff.
Bernd wollte seinem Schnattchen schon das Riechsalz holen, aber da fing David auch schon an, sein Schicksal in ganz andere Bahnen zu lenken.
“Ich möchte hier gerne etwas klar stellen. Mariella und ich haben zwar mit dem Gedanken gespielt, aber wir beiden haben längst andere Partner mit denen wir glücklich sind, sehr glücklich sogar!”
Lisa verlangte inzwischen von ihrem Vater kein Riechsalz mehr sondern Herzmassage, dies ließ dieser aber dann doch noch lieber bleiben. Statt dessen hätte er nun gern seinen Chef, der sonst eigentlich ganz verträglich war, eine jute Massage gegönnt, dieser kippte fast vom Stuhl, während seine Frau Laura flehendlich ihren Sohn bat:
“David, bitte, komm zu dir...”
“Da bin ich schon längst. Ihr seid es doch, die aus mir einen völlig fremden Menschen formen wollen. Aber nicht mit mir. Von mir aus kann Richard, ja grins du nur weiter bis zum Gehirntod, gerne die Leitung der ‘Chiqueria’ übernehmen, ich mach mir eh nichts aus diesem lächerlichen Schnick-Schnack!”
“DAVID!” Friedrich schrie seinen Sohn so fest an, dass er richtig vergaß, wo er sich gerade befand. Mrs. Wheeler dagegen grinste vergnügt, so ein Skandal würde die Einschaltquoten so richtig in die Höhe treiben. Während Lisa Plenske fast den TV-Bildschirm geküsst hätte, beobachtete Lisa Morris besonders die Reaktion der Mutter ihres Freundes.
“Matt, deine Mom ist richtig ekelhaft, sorry!”
Ehe dieser seine Mutter verteidigen konnte, was ihm aber eh unmöglich schien, mahnte Helga zur Ruhe.
“Still jetzt, guckt mal, David wieder in Großaufnahme!”
Man hörte nur noch die Holzwürmer, die gemächlich die Beine der alten Couch anknabberten und sich so gar nichts aus dieser langweiligen TV-Sendung machten.
Gebannt folgten dagegen die mehr oder weniger menschlichen Wesen auf der Couch den folgenden, ernstgemeinten Worten von David Seidel.
“Jetzt rede ICH, Vater! Ich bin so gut wie erwachsen und lasse mich nicht in eine Zweckehe drängen. Gut, ich war nie ein Kind von Traurigkeit, aber jetzt habe ich wirklich die Liebe meines Lebens gefunden.”
“Mit 17 Jahren? Wie goldig...” Ruth Wheeler warf ihn ein verächtliches Lächeln entgegen, das David ebenso verächtlich erwiderte.
Bis eben dachte Sophie von Brahmberg noch, dass die Verlobung der beiden “Königskinder” ein Glücksfall wäre, aber nun kamen ungeahnte Chancen auf und zwinkerte ihrem Sohn Richard vergnügt zu. Dieser kramte schnell in seiner Hosentasche und holte das Bild von Lisa Plenske heraus, dass er seinem Fast-Schwager geklaut hatte. Dies war noch ein Bild von der “alten” Lisa und diesmal hätte sogar Matt seine eigene Mutter erwürgen können, als die beim Anblick dieses Fotos in ein grässliches Lachen verfiel.
“Dies ist sein Goldschatz. Ein pfundiger Wonneproppen, der zwar keine Spange mehr trägt, aber immer noch Haare auf den Zähnen hat! Sado-Maso-Liebhaber rufen nun unter folgender Nummer an...”
David fuhr Richard ins Wort und riss ihm das Foto aus der Hand.
“Lass deine kindischen Blödeleien. Ich will hier nur eins klarstellen: Wer sich für eine wirklich traumhafte Lovestory interessiert, der sollte diese heuchlerische Bande hinter mir vergessen, die nur auf ihren eigenen Ruf bedacht ist, und nicht auf das Wohl ihrer Kinder.”
“So darf der Jung aber och nich mit seenen Eltern reden, nee?” Bernd wusste kaum noch, auf wessen Seite er stehen sollte, auch wenn er den Seidelschen Gummibären doch ein wenig für seine Courage bewunderte.
David sprach nun direkt in die Kamera und damit auch zu Lisa.
“Lisa Plenske, ich liebe dich! Egal, was die anderen sagen, du bist es, die mir gezeigt hat, worauf es im Leben wirklich ankommt. Seit ich dich kenne, lache ich endlich auch mal über nicht schmutzige Witze.
Seit ich dich kenne, habe ich statt Titten lieber Baseball-Stars und vor allem deine Bilder an meinen Wänden hängen. Seit ich dich kenne, weiß ich, was es heißt, wirklich zu leben und zu lieben. Mit dir an meiner Seite fühle ich mich so unendlich stark und ich weiß, dass wir für die Ewigkeit geschaffen sind.
Ich verzichte gerne auf all das Geld, den Glamour und die scheinheilige Fassade - aber ich will nie und nimmer auf deine Liebe und dein unglaublich liebliches Lächeln und die wunderbaren blauen Augen verzichten. Lisa, ich liebe nur DICH!”
Damit riss auch bei seinem Vater der Geduldsfaden und während Claus schon seine ganzen Pläne umdachte, schrie Friedrich seinen Sohn an:
“Das reicht jetzt, du Schnulzenheld! Danke für diese Blamage vor 2 Millionen Zuschauern... “
“Zehn Millionen, Mr. Seidel, uns schauen mindestens zehn Millionen Zuschauer zu, heute aber wohl wesentlich mehr, dank Ihrem niedlichen Sohn!”
“Schnauze!” Friedrich schrie nun auch die abgebrühte Journalistin an, die aber keine Miene verzog. Matts Achtung vor seiner Mutter, sofern er noch welche gehabt hatte, sank immer weiter.
Friedrich dagegen bekam einen knallroten Kopf und er riss seinen Sohn vom Stuhl.
“Verschwinde! Verschwinde aus unserer Familie! Du bist nicht mehr länger unser Sohn!”
Nicht nur David, auch Laura Seidel war über die harten Worte von Friedrich erschüttert. Auch wenn sie ihren Sohn nicht verstehen konnte, so wollte sie ihn doch niemals verstoßen. Aber Friedrich kannte kein Erbarmen und er zwang seine Frau mit einem gezielt tödlichen Blick zum Schweigen.
Dann wandte er sich wieder eiskalt an diesem ihm nun völlig fremden Jungen.
“Noch heute packst du deine Sachen. Kannst gerne zu deiner Schlampe und ihrer erbärmlichen Familie ziehen!”
“Wat sacht der da? Du elender Schuft, elendiger, dir wird ick.. “
Aber Helga ließ es nicht zu, dass ihr Mann den Fernseher zu Schrott verarbeitete. Womit sie aber alle einig gingen: Bernd würde sich sofort eine neue Stelle suchen.
Lisa Plenske dagegen schwebte wie auf Wolken - was für ein Held ihr Freund doch wahr. Ihre Freundin musste ihr eine Menge Taschentücher reichen, bis ihre Freudentränen endlich versiegten.
Alle waren wirklich sehr beeindruckt von dem völlig veränderten David Seidel, der nun so offen zu seinen Gefühlen für Lisa stand. Und trotz des unglaublich widerlichen Verhaltens seines Vaters ging dieser immer noch stolz und aufrecht aus dem Studio.
Während Ruth Wheeler sich über die grandiosen Einschaltquoten freute und Claus von Brahmberg sich statt Wasser lieber einen doppelten Cognac wünschte, lächelten sich Sophie und Richard siegesgewiss an. Nun würde Richard nach den Abtritt der älteren Herren die Geschäftsleitung der noblen Zeitschrift übernehmen. Die Zeichen standen für Sieg - Sieg für die von Brahmbergs.
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Aber nicht nur David musste diese Nacht noch seine Koffer packen, auch Matt bekam nach dem Bekenntnis seines Freundes selbst Mut und stellte seine Freundin endlich seinen Eltern vor. Diese aber waren noch weniger begeistert von seiner Wahl und während Ruth Wheeler diese “indianische Schlampe” verächtlich auslachte, schlug Matts Vater seinen Sohn ins Gesicht, als dieser ihn vorhielt, dass er sich angesichts seiner Affäre mit Miss Chandler gefälligst nicht so scheinheilig aufführen sollte.
Zum Entsetzen beider Lisas zerbrach nun auch diese Familie und im ‘Rosco’s’ berieten sich die Freunde, wie es nun weitergehen sollte - nun, nachdem die Jungs obdachlos waren.
Der alte Rosco bekam zufällig deren Gespräch mit und konnte die jungen Leute nicht mehr länger leiden sehen.
“Warum gründet ihr vier nicht eine kleine WG?”
“Witzig, und wo? Vielleicht bei meinem Paps unter dem Bett?”
Lisa Plenske wusste, dass ihr Vater nicht begeistert sein würde, wenn sie ihre Freunde auch noch zu sich einlädt. Und das auch noch für unbestimmte Zeit...
“Nein, aber ihr könnt gerne in meinem kleinen Häuschen am Beach wohnen...”
Nun wurden die Freunde hellhörig, denn so ein Haus am Strand verhieß so einiges an Romantik. Auch wenn die Mädchen ihre Eltern noch gehörig zureden müssten, damit sie diese ausziehen ließen - aber die Idee nahm langsam richtig Form an.
Und es dauerte nicht lange, bis sie gemeinsam mit Rosco zu seinem “Häuschen” fuhren, dass sich als noble und überaus riesige Villa mit blau-weißem Anstrich entpuppte.
“Rosco, bist du verrückt? Das können wir uns doch nicht leisten. Und du...”
“Keine Sorge, Matt! Ihr werdet mir das schon abarbeiten. Von dir verlange ich, dass du das Haus in Schuss hältst, von den anderen, dass sie mir im Imbiss aushelfen!”
Die Freunde nickten ihm so eifrig und glücklich zu, dass es dem alten Mann noch wärmer ums Herz wurde. Er selbst benötigte das Haus nicht mehr, er würde nun zu seiner heimlichen Freundin ziehen - und zu ihren gemeinsamen Kindern, die noch gar nicht so alt waren. Aber das brauchten die jungen Leute noch nicht zu wissen. Auch ein fast 70jähriger alter Narr hatte ein Recht auf süße Geheimnisse...
Wenig später standen auch die Eltern der beiden Lisas am Strand und während das Meer hinter ihnen beruhigend rauschte, rauschte es auch in Bernds Gehirn.
“Schnattchen, ich lass dich nicht mit zwei aufblühenden Schwänzen alleen!”
Lisa lachte über die Wortwahl ihres Vaters und knuffte ihm leicht an die Seite.
“Keine Angst, Paps! Wir können uns gut gegen diese Schwänzlein wehren!”
Lisa Morris rollte leicht mit den Augen, sie wollte sich eigentlich nicht länger wehren. Aber ehe Matt mal in die Gänge kam, würde wohl die Freiheitsstatue von New York nach Beverly Hills schwimmen.
“Lisa, du bist erst 16! Du bist noch viel zu jung für so was. Und ich möchte mir gar nicht ausmalen, was wäre, wenn David sich...”
David hatte kaum Gelegenheit, sich selbst zu verteidigen. Lisa war inzwischen selbst ziemlich schlagfertig geworden und entgegnete ihrem Vater spitz:
“Wenn du mich mit 10 über 6, sprich S.E.X. aufgeklärt hättest, müsstest du dir mehr Sorgen machen. So aber werde ich David bestimmt noch hinhalten, bis ich weiß, was Aufblasen wirklich bedeutet.”
Während Bernds Wangen sich schon verdächtig aufbliesen, wurde Helga wieder ruhiger und beruhigte wenig später nicht nur ihren überbesorgten Mann, sondern auch noch die Eltern von Lisa Morris, die auch recht skeptisch angesichts der Partnerwahl ihrer Tochter waren.
Erst als Rosco ihnen zusicherte, jede Nacht seine mahnenden Rundgänge zu machen (was er natürlich nicht wirklich vorhatte, nachts hatte der fidele ältere Herr schon besseres zu tun...) ließen sich die Familien doch auf dieses Abenteuer ein.
Die vier Freunde winkten wenig später ihren Eltern zu, die mit mulmigen Gefühl und ohne Töchter im Gepäckraum nach Hause fuhren. Und während die Sonne am Horizont verschwand, betrachteten Lisa, David, Lisa und Matt noch sehr lange ihr neues Zuhause. Ein erster Schritt in Richtung Erwachsensein war getan... Und sie wussten, dass nicht nur Vergnügen auf sie zukam.
Nach einer längeren Hausführung war auch Rosco froh, dass er endlich wieder in sein trautes Heim konnte und ließ die jungen Leute nur allzu gerne allein. Diese fühlten sich doch etwas unwohl in so einem riesigen Haus. Brav, wie sie nun einmal NOCH waren, nahmen sich Matt und David ein Zimmer - natürlich mit getrennten Betten und die beiden Lisas zogen in ein hübsches Zimmer im Obergeschoss.
Während die Jungs schon schnarchten, lagen die Freundinnen noch lange wach und Lisa Plenske kam nicht umhin, endlich mit ihrer Freundin über ein bestimmtes Thema zu reden.
“Lisa, was meinst du: Wie ist es beim Ersten Mal? Tut das weh? Nicht, dass ich morgen schon...du verstehst. Aber irgendwann...”
“Na ja, ihr werdet sicher die Ersten von uns sein, die diesen Schritt wagen. Dein David hat zum Glück schon Erfahrung. Ich denke, er wird sicher Rücksicht auf dich nehmen.”
“Das will ich hoffen! Sonst bügelt mein Paps ihn so glatt wie seine Knut-Schürze!”
Beide Mädchen kicherten und wenig später träumten sie von der großen Leidenschaft. Nachdem Lisa Morris ihre Freundin in Sachen Theorie schon ein wenig aufklären konnte, wunderte sich Lisa Plenske nicht mehr über ihre eindeutigen Träume. Ihr Unterbewusstsein war wohl schon bereit für den nächsten Schritt, ob sie das auch selbst war - das würde die Zeit zeigen. Im Moment waren alle nur froh, dass sie zusammen sein durften.
Re: High School Love
bengisu - 19.04.2007, 21:38
hi muffin,
ich wünsch dir viel glück mit deiner Seite und hoffe, dass du ganz viele Leser haben wirst.
Die Story ging ja echt lustig weiter und meine Achtung gegenüber David ist um einiges gestiegen. Er ist echt erwachsener geworden. :D
Re: High School Love
uglymuffin - 19.04.2007, 21:42
8) Huhu, bengisu :knuffel ganz lieben Dank!
Das Glück werd ich gebrauchen können, hoffe aber, dass sich noch einige trauen, vor allem, beim Kommentare geben :wink:
Freut mich, wenn dir die Story gefällt :big_blume
Re: High School Love
uglymuffin - 20.04.2007, 18:44
10) Sexbomb
Eine Woche später...
Die vier Freunde lebten sich schnell in die neue Umgebung ein und waren stolz auf ihr “Eigenheim”. Auch wenn Matt immer noch rummoserte, dass die ganze Hausarbeit bei ihm hängen blieb. Aber seine Mitbewohner waren einfach zu geschafft - bis Nachmittag Schulstress und danach noch drei Stunden Abwasch und Kellnern bei “Rosco’s” - das war einfach zuviel und Matt mit seinem angeblich luxuriösen Job in “Cid’s Cinema” als Platzanweiser konnte da nicht mithalten.
Bald planten die Freunde eine erste Einweihungsparty an “ihrem” Beach und überlegten sich an diesem freien und schönen Samstag, wen sie alles einladen wollten.
“Bob auf jeden Fall, und Garry gleich mit!”, Matt schrieb ohne auf das Einverständnis seiner Freunde zu warten einfach die ersten Namen auf die Liste.
“Stimmt, Matt. Da kannst du gleich wieder Nachhilfe in Sachen Knutschen nehmen!”
David musste seinen Freund immer noch frotzeln, dieser ignorierte ihn aber einfach.
“Meine Eltern natürlich auch...”, fügte Lisa Plenske hinzu, was ihr entsetzte und verständnisvolle Blicke einbrachte.
“Willst du eine Senioren-Party veranstalten? Nichts gegen deine Eltern, aber...”
Lisa ließ die Einwände ihres Freundes Davids erst gar nicht zu. Immerhin war dies ihre erste Party und sie wollte sich eh noch bei ihren Eltern dafür bedanken, dass sie ihr Schnattchen einfach haben ziehen lassen. Und Bernd war sowieso eine echte Party-Kanone, auch wenn er so manche mit seiner Karaoke-Version von “Jenseits von Schweden” immer wieder für Schrecken und Tinitus sorgte. Aber ihre Freunde brauchten noch nicht alles zu wissen.
Zähneknirschend ließen sich die Jungs dann doch noch überreden. Auf die Liste kam natürlich auch noch Rosco - was wohl Ehrensache war und dieser könnte vielleicht auch noch Lisas Senioren ablenken. Lisa Morris wollte auch noch ihre neue Freundin Jess dabei haben, woraufhin Lisa Plenske wieder neidisch wurde, da sie außer Lisa noch keine andere Freundin auf der Schule hatte. Allerdings hatte sie in Lisa Morris auch wirklich die Allerbeste, die sie sich nur wünschen konnte.
Schnell wurden die Einladungen gebastelt, was in den Bereich der überaus kreativen Lisa Plenske fiel.
Sie freute sich über solche Aufgaben sehr und dachte insgeheim noch über das Angebot nach, dass ihr gestern der nette Mr. Starks unterbreitete.
Dieser beaufsichtigte die Schülerzeitung und war auf der Suche nach einer neuen Chefredakteurin. Obgleich Lisa in dieser Hinsicht noch keine Erfahrung aufweisen konnte, wusste der Lehrer doch von seinen Kollegen, wie wortgewandt und kreativ diese außergewöhnliche Schülerin war. Und Lisa reizte dieses Angebot wirklich sehr, allerdings weniger die Tatsache, dass sie mit Tracys Busenfreundin Sue zusammenarbeiten musste.
Diese war zwar etwas umgänglicher als Titten-Tracy, allerdings wollte Sue auch um jeden Preis die Auflage der “Big Beverly Post” steigern. Und sie bekam durchaus mit, dass zwischen Matt, David und Miss Chandler gewisse Spannungen herrschten. Lisa selbst fand die Idee zwar verlockend, Miss Chandler durch einen scharfen Artikel bloßzustellen und so ihre Karriere zu gefährden. Aber sollte sie dies Matt - und damit auch ihrer Freundin Lisa - antun? Noch hatte sie da sehr große Zweifel...
“Lisa, wenn du die Einladungen noch langsamer in die Umschläge steckst, können wir bald eine Altersheim-Party feiern!”
Matts bissige Beschwerde riss die träumerische Lisa wieder aus ihren Gedanken und räuspernd entschuldigte sie sich.
“Sollen wir Rosco die Einladung nicht lieber persönlich überreichen?”
Davids Frage hatte durchaus seine Berechtigung und auch wenn alle zustimmten, blieb noch eine Frage, die Lisa Morris stellte.
“Aber wo wohnt er überhaupt? Weiß das einer von euch? Er schaut ja erst nächste Woche wieder vorbei und bis dahin sollten alle ihre Einladung erhalten haben.”
Lisa, das Universalgenie, wusste sofort Rat.
“Ich kann ja bei Mr. Starks anrufen, der weiß das bestimmt. Er kennt ja Rosco schon ein wenig länger.”
Nun bekam David spitze Ohren, denn woher zum preußischen Teufel wusste Lisa nur die Telefonnummer von Mr. Starks?
“Habe ich da was nicht mitbekommen? Woher...”
Ehe David seine wildesten Verdächtigungen aussprechen konnte, fuhr ihm Lisa schnell dazwischen und erklärte:
“Immerhin ist er mein Vertrauenslehrer und außerdem sollte ich ihn anrufen, sofern ich wirklich bei der Schülerzeitung arbeiten möchte.”
“Das sind ja wieder ganz tolle News. Schülerzeitung? Du willst doch nicht etwa bei diesem Käseblatt einsteigen?”
Matt, der nebenbei noch den Abwasch erledigte, warf das Geschirrtuch über seine Schulter und blickte Lisa Plenske prüfend an. Er ahnte zwar bei weitem nichts von Lisas Überlegungen bezüglich Miss Chandler, war aber dennoch skeptisch, immerhin verbreitete dieses Blatt mehr Schund als die lächerliche Mode-Zeitschrift “Chiqueria” - von der schon bekannt war, dass diese bald unter der alleinigen Leitung der von Brahmbergs stehen würde.
“Ich liebe Käse! Außerdem liebe ich Herausforderungen, oder traut ihr mir das etwa nicht zu?”
Lisas funkenden Blicke ließen sofort jeglichen Widerstand ihrer Freunde verstummen und immerhin bekam sie noch von ihrem David ein anerkennendes Schulterklopfen.
“So, und ich ruf jetzt Mr. Starks an. Dann können wir heute Nachmittag noch bei Rosco vorbeischauen!”
Lisa Plenske, der Oberbefehlshaber der jungen WG war sofort in ihrem Element und ignorierte einfach das freche Grinsen ihrer Freunde. Wenig später zog sie sich in ihr Zimmer zurück - was natürlich wieder für Gesprächsstoff unter den Jungs führte, da Matt David damit aufziehen musste, dass Lisa sich wohl lieber einen älteren Liebhaber suchen wollte.
Auch wenn es durchaus einige Kabbeleien und Stress gab, so wollte keiner der Freunde mehr diese fröhliche WG missen, in der man durchaus noch mehr Spaß haben konnte, als sie bisher dachten.
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Am späten Nachmittag standen die vier nervös vor einem recht gemütlichen Bungalow und wunderten sich nicht schlecht, warum Rosco sein Strandhaus gegen diese “kleine Hütte” austauschte. Aber Matt ahnte nur allzu gut, weshalb. Immerhin säuberte er die gewaltige Villa allein und hielt auch die technischen Geräte in Schuss. Das war eine Heidenarbeit und erst recht für so einen alten Mann zuviel - auch wenn Rosco oft mehr Power hatte, als die vier Freunde zusammen.
Natürlich musste Lisa Plenske wieder die Initiative ergreifen und fröhlich klingelte sie Sturm.
“Lisa, nicht so dolle, sonst wird...”
Allen blieb die Spucke weg, als in dem Moment die Tür aufging und ausgerechnet Miss Moralez samt ihren Zwilligen auf den Armen nicht weniger verwundert ihre vier Schüler erblickte.
“Was sucht ihr denn hier?”
“Ups, wir scheinen uns in der Adresse geirrt zu haben. Eigentlich wollten wir zu Rosco. Aber da wir schon mal da sind ... Gott, sind die beiden Süßen gewachsen. Kennt ihr mich noch?”
Lisa blickte entzückt auf die beiden Babys, das eine war wesentlich dunkler als das andere, so dass man annehmen konnte, dass der Vater wohl nicht mexikanischer Abstammung war.
Das blonde Mädchen streichelte liebevoll das dunkle Haar von Baby David, während ihre Freunde mit Schrecken bemerkten, wer nun hinter Miss Moralez stand. Es war tatsächlich der alte Rosco, der Miss Moralez nun in seinen Arm nahm.
“So so, jetzt habt ihr tatsächlich unser Geheimnis aufgedeckt. Na, früher oder später hättet ihr es eh erfahren. Kommt doch rein, immerhin seid ihr ja die Geburtshelfer meiner süßen Freundin. Und jetzt endlich kann ich mich bei euch bedanken!”
Nun kippte auch Lisa Plenske fast aus ihren Pantoletten und ihr “großer” David musste sie schon richtig auffangen. Damit hatte niemand gerechnet und David fragte sich, was für Wundermittelchen dieser alte Herr wohl zu sich nahm. Oder hatten seine Hamburger eine aphrodisierende Wirkung? Das Rezept wollte David zu gerne haben, obwohl er sich doch sicher war, dass auch er immer noch im hohen Alter recht aktiv sein würde. Aber dann doch immer noch mit seiner einmaligen Lisa.
In der gemütlich eingerichteten Wohnung spendierte Theresa, wie die Schüler Miss Moralez nun in ihrer Freizeit nennen durften, ihren jungen Freunden wohlschmeckende Tortillas und aufmerksam hörten die jungen Leute den Worten ihres alten Bekannten zu, der von seiner nicht mehr ganz so neuen Liebe vorschwärmte.
“Wisst ihr, seit dem Tod meiner Frau Carol habe ich nicht mehr so ein wahnsinniges Flattern im Bauch gehabt. Und der Sex mit ihr ist einmalig... Guck mich bitte nicht so strafend an, Matt. Das erinnert an die strengen Blicke deines Vaters in der Kirche, und der ist ja leider nicht so unschuldig wie du.”
Matt war dieses Thema doch sehr unangenehm und er musste seine Nervosität damit verdecken, dass er 4 Tacos in einem Stück in den Mund schob, was dermaßen komisch aussah, dass Lisa Morris sich verfluchte, ihre Kamera vergessen zu haben. Und während der hypernervöse und verzweifelnd kauende Matt fast erstickte, plauderte Rosco einfach munter weiter.
“Nun ja, wie gesagt, Theresa hat aus mir eine wahre Granate gemacht - und ich sie somit zur zweifachen Mutter. Schon ein tolles Gefühl, zumal mir die gute Carol damals leider keine Kinder schenken konnte. Aber besser spät als nie. Aber bitte plappert das nicht gleich in der Schule weiter, eure Lehrerin hat ja im Gegensatz zu so einem alten Bock wie mir einen Ruf zu verlieren.”
Während Lisa Morris ihren Freund von einem Taco befreien musste, da dieser (nein nicht der Taco, sondern Matt) schon blau anlief, versprachen die Freunde hoch und heilig, dass sie dieses Geheimnis für sich behalten würden.
Und während David sich von Rosco nur allzu gerne einige heiße Liebes-Tipps geben ließ, überreichte seine noch zwillingslose Freundin Lisa Theresa die Einladung zur Beach-Party. Theresa selbst sagte leider aus bekannten Gründen ab, aber Rosco wollte gerne kommen und die langweiligen jungen Leute, wie er zu sagen pflegte, aufmischen.
Nachdem die Freunde sich noch von “ihren” Kids verabschiedeten, überreichten die Eltern ihnen noch einige mexikanischen Geschenke und vollgeladen mit diesen und einigen Sex-Tipps (wobei David da wesentlich mehr strahlte als sein schüchterner Freund) fuhren die Freunde wieder in ihr Heim. Aber nicht nur David wurde von Roscos frechen Tipps inspiriert - auch seine früher so ängstliche Freundin Lisa wurde immer neugieriger auf die Liebe. Und nachdem sie auch mit Miss Moralez, beziehungsweise mit Theresa, ein nettes kleines Gespräch über deren doch recht vergnügliches Erstes Mal führen durfte, wollte Lisa in dieser Nacht ihren David endlich zeigen, dass auch sie eine echte Frau war. Sie wusste ja, dass er mit seiner langjährigen Erfahrung gewisse Bedürfnisse hatte, und ehe er diese vielleicht wieder bei anderen Mädels stillen würde, wollte sie dann doch lieber selbst die Initiative ergreifen. Vielleicht erst mal nur ein “Probelauf”, aber das müsste ihm erst mal genügen...
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Es war schon nach Mitternacht, als David sich unruhig von einer Seite auf die andere wälzte, während sein Freund im Bett nebenan selig schlief und wie Balu, der Bär schnarchte. Sie hatten erst heute die Betten getauscht, da David lieber auf härtere Matratzen schlief. Matt konnte wohl sogar noch auf einer Hühnerstange schlafen...
Kopfschüttelnd und innerlich aufgewühlt angesichts des lockeren Lebens von Rosco, schlich David sich aus dem Bett und auch aus dem Zimmer. Er wollte jetzt nur noch eins: eine warme Milch in der Küche schlürfen. Ja, seine Bedürfnisse waren schon seit längerem bescheidener geworden. Was nicht hieß, dass er nicht gerne mit seiner Lisa mal Roscos Tipps ausprobieren wollte, aber seine Lisa war ja (seiner Meinung nach) so unschuldig und zartbesaitet, nein, da müsste er wohl noch lange Geduld haben.
Aber was tat ein junger Mann nicht alles für seine Traumfrau.
Diese Traumfrau dagegen wollte heute das Unmögliche wagen, und nachdem sie sich etwas Mut angetrunken hatte - Lisa Morris hatte von Theresa noch guten Tequila geschenkt bekommen und leerte diesen gleich am Abend mit ihrer Freundin - schlich sie sich in das Zimmer, wo sie David vermutete.
David hatte ihr vor einigen Tagen erzählt, welches Bett er belegte und beruhigend nahm sie zur Kenntnis, dass ihr “Freund” selig vor sich hin schnarchte. So konnte sie erst mal die Lage sondieren...
Matt schien scheinbar gerade außerhalb des Zimmers zu sein, womöglich grad unterwegs zu seiner Freundin. Was Lisa Plenske durchaus sehr gelegen kam und so legte sie sich -gut geschützt in ihrem rosaroten Pyjama mit Schweinchen Dick-Aufdruck neben den jungen Mann ins Bett.
‘Mhm, das fühlt sich so sanft an. Ui, das kribbelt jetzt aber auch bei mir. Lisa, du bist vielleicht eine unanständige Ente, pfui!’
Aber der Tequila ermunterte sie doch zu gewagteren Berührungen und sanft strich sie dem “Sägewerk” über die Brust.
‘Komisch, er hatte doch Haare drauf, so richtig dichte, zottelige... Ach, der Süße, die hat er sicher für mich abrasiert. Fühlt sich gut an!’
Lisa schmiegte ihre Nase an den Nacken des jungen Mannes und war zutiefst enttäuscht, dass dieser immer noch nicht aufwachte.
Und der mexikanische Alkohol weckte das Tier in ihr, sie schnurrte nicht mehr, sie knurrte fast.
‘Mhm... Er scheint Boxershorts anzuhaben. Nicht schlecht, so kann ich schon mal vorfühlen. Reintauchen trau ich mich nicht. Aber ein Überraschungsei schüttelt man ja auch zuerst, bevor man es öffnet. Mal sehen, ob in diesen Shorts ein kleiner Happy Hippo steckt...’
Frech, wie Lisa Plenske so langsam wurde, packte sie tatsächlich das ungewöhnliche “Ü-Ei” und schüttelte es gut durch. Was natürlich nicht so angenehm für einen jungen Mann war, der sich vor Sekunden noch im Tiefschlaf befand und der jetzt furchtbar aufschreckte. Erst recht, als er bemerkte, wer ihn da befummelte.
“LISAAAAAAAAAAAAAAAAA!” Matt war fürchterlich entsetzt und stieß die nicht minder erschrockene Lisa Plenske vom Bett auf den harten Boden.
Lisa rieb sich noch den Hintern, als nun ausgerechnet auch noch David und Lisa Morris in das Zimmer kamen -aufgeschreckt durch Matts Urschrei.
“Was zum Geier macht ihr denn da?”
David wunderte sich nicht schlecht über diese Szenerie. Aber noch mehr wunderte er sich über Lisas schlechten Pyjama-Geschmack. Miss Piggy hatte ja noch mehr Sexappeal als Schweinchen Dick...
“Lisa hat mich angegrabscht!” Matt konnte es immer noch nicht glauben und strich sich wehleidig über seine heiligen Eier.
“Bitte was?” Lisa Morris zog ihre torkelnde Freundin langsam hoch und wollte diese schon zur Brust nehmen, da stotterte Lisa Plenske auch schon:
“Ich...Ich...wollte doch nicht... Ich habe...hab doch gedacht, das wär David... Ich... Habe ihn nur geschüttelt, nicht gerührt!”
Das erklärte so einiges und während Matt immer noch grimmig maulte, lachten David und Lisa Morris lauthals auf. Lisa Plenske, die waghalsige Verwechslungs-Vergewaltigerin, das war einfach zum Schießen und Lisa Plenske würde ihre Freunde noch tagelang beschwören müssen, diese Story nicht an die Schülerzeitung weiterzuleiten.
Immerhin hatte sie ihre Lektion gelernt und zu Davids Leidwesen wollte sie für die nächste Zeit von nächtlichen Abenteuern und erst recht nicht vom teuflischen Tequila mehr wissen.
Und zu Lisa Morris’ Leidwesen wollte ihr Freund nun erst recht keine weiblichen Berührungen mehr zulassen. Was man ihm auch nicht verübeln konnte, immerhin war er empfindlicher als ein schüttel-gewöhntes Überraschungsei und Lisa war nicht gerade zärtlich gewesen.
Die ersten Erfahrungen wurden so etwas schmerzvoll und peinlich hinter sich gebracht, aber Lisa schwor sich, dass beim richtigen Mann alles anders werden würde.
Zumindest die nächsten Nächte wurden wieder ruhiger, auch wenn David nicht mal mehr mit warmer Milch einschlafen konnte, er musste über seine ungewohnt freche Lisa immerzu grinsen.
Anstatt sich in das Reich der Träume zu begeben, überlegte sich David lieber fieberhaft, wie er Lisa den Rest ihrer Hemmungen nehmen konnte. Auch ohne Alkohol und erst recht ohne den überängstlichen Matt, der seit diesem Vorfall die Zimmertür zweifach abschloss.
Auf jeden Fall würde es bestimmt nie langweilig werden in dieser total verrückten WG...
Re: High School Love
here_we_go - 20.04.2007, 21:30
diese wg ist wirklich der hammer :big_grins
rosco ist ja nicht wirklich ein alter mann :big_schaukelstuhl
lisa ist lisa und bleibt lisa und mehr gibt es dazu nicht zu sagen :big_hihi1
Re: High School Love
uglymuffin - 20.04.2007, 21:34
:danke:
Ja, die vier werden wohl noch jede Menge erleben :big_schweinkram :lol: Und Matt wird sich wegen Lisa wohl :big_haare :lol:
Re: High School Love
maxi - 20.04.2007, 23:02
Hallo Muffin.
Habe jetzt auch den Weg hier her gefunden.
Ich setz hier mal den gleichen Kommi rein. Wäre ja sonst Schade um die Smilies. Das ist hoffentlich OK so.
Ich krieg mich nicht mehr ein :big_hihi1 :big_haha Lisa im rosa Pyjama. Das ist doch das beste Verhütungsmittel :big_grubel Warscheinlich ein Geschenk von ihren Eltern :big_rofl1 .
Der Griff ans Ü-Ei war wirklich Spiel, Spaß und Spannung :sm_03 .
Nur nicht für Matt. Der arme muss sich doch zu Todes erschrocken haben .
An seiner Stelle würde ich die Tür jetzt auch zwei mal abschließen.
So ist das eben wenn Lieschen zu tief in die guckt.
Hoffentlich ist sie wenigstens bei ihrem ersten mit David nüchtern , sonst passiert bloß wieder was :roll: .
Ich habe es gestern schon gedacht :-k . Rosco hat es faustdick hinter den Ohren :lol: .
Miss Moralez scheint ein wahrer Jungbrunnen für ihn zu sein.
Also langweilig wird es in der WG mit Garantie nicht.
Lg maxi
Re: High School Love
uglymuffin - 20.04.2007, 23:06
Danke, maxi! Und auch hier mangelt es nicht an Smilies;))) Guck ma unter Introducing :grinundwech :dan
Re: High School Love
bengisu - 21.04.2007, 00:47
uglymuffin wrote: Danke, maxi! Und auch hier mangelt es nicht an Smilies;))) Guck ma unter Introducing :grinundwech :dan
Man hast du eine Auswahl an smiles reingestellt hast. Da bekommt man richtig Herzklopfen vor Freude.
gruss
bengisu
:sVqy9fpx :big_rofl
Re: High School Love
uglymuffin - 21.04.2007, 10:24
:41536 der hier gefällt mir besonders *lol* Für die Vampire unter uns :teufel:
Re: High School Love
uglymuffin - 21.04.2007, 14:47
11) Friends4ever
Am nächsten Montag saßen die Freunde wie gewohnt am Frühstückstisch, nur etwas hektischer als am Samstag, da sie sich bald wieder auf den Weg zur Schule machen mussten.
Lisa ärgerte sich sehr über das immer noch sehr distanzierte Verhalten von Matt, der ihr kaum noch in die Augen schauen konnte.
Man kann es schon etwas übertreiben, und dieser Mann ganz besonders. So sehr auch seine eigene Lisa auf ihn einredete, aber sowohl der kleine als auch der große Matt nahmen das Schweinchen-Dick-Attentat noch sehr übel.
Lisa schlug ihr Ei auf, woraufhin Matt leise stöhnte und David doch nicht umhin konnte, einen gewaltigen Lacher loszulassen.
“Komm schon, Matt. Sei nicht so ein WeichEI und versöhn dich endlich wieder mit Lisa!”
“David, könntest du bitte deine Spitzen unterlassen?” Lisa Morris fand beide Jungs inzwischen recht albern. Aber am meisten Sorgen bereitete ihr Matt, so langsam wollte sie ihn fast schon in die Therapie schicken.
Lisa Plenske war auch nicht gerade froh über die gespannte Stimmung in der WG. Gut, die Villa war so groß, dass man sich leicht aus dem Weg gehen konnte, aber das war wirklich nicht der Sinn ihrer Freundschaft. Wieder suchte sie den Blickkontakt zu Matt, der aber, sobald sie das Ei geöffnet hatte - sie traute sich gar nicht, den Löffel rein zu stecken - sofort hilflos zu seiner Freundin schielte.
“Matt, so geht das wirklich nicht weiter. Ich hab mich schon tausendmal entschuldigt. Und ich rühr auch nie im Leben mehr Tequila an. Mal abgesehen davon, hat ja Lisa schon die Eigentumsrechte an...”
Lisa und auch ihre anderen Freunde fuhren erschrocken zusammen, als Matt mit der flachen Hand auf den Tisch knallte.
“Keiner hat Eigentumsrechte auf mich und erst gar nicht auf gewisse Körperteile. Wer bin ich denn?”
So langsam wurde es den Freunden wirklich zu albern und während die anderen drei sich schon vom Tisch erhoben, ihre Sachen packten und schweigend zur Schule fuhren, starrte Matt immer noch auf das von Lisa geköpfte und nicht gegessene Ei.
Während die Schule schon längst begonnen hatte, räumte er immer noch artig die Küche auf und fragte sich, ob es wirklich eine gute Idee war, mit diesen leicht verrückten jungen Leuten zusammen zu ziehen. Allerdings, so verrückt diese auch waren, so gern mochte er sie auch, auch wenn er mit seiner Zurückhaltung oft noch schlimmer war als die “alte” Lisa Plenske. Matt hatte inzwischen auch Angst, dass sich seine Lisa bald von ihm abwenden würde, wenn er weiterhin so eine Panik schob.
Lisa Morris war für ihr Alter schon mehr als reif und er spürte genau, dass sie schon längst mehr als nur ein paar Küsse wollte. Ob er ihr aber wirklich das geben konnte, wonach sie verlangte - so unerfahren wie er war?
Matt merkte nicht, wie die Zeit verging...
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Inzwischen hatten seine Freunde alle Mühe, dem aufgebrachten Dr. Rice zu erklären, wo Matt abblieb.
Die sinnvollste Erklärung lieferte noch David ab, der trocken erzählte:
“Matt hatte einen kleinen Unfall mit... Schleudertrauma und liegt noch im Bett. Natürlich wird ein Attest nachgeliefert.”
Dr. Rice schüttelte verächtlich den Kopf. Würde ihn nicht wundern, wenn dieses angebliche Schleudertrauma von einem nächtlichen Erlebnis mit dieser Squaw herrührte. Dass die Freunde inzwischen eine WG gegründet hatten - eine äußerst verwerfliche Kommune sozusagen - war ja schon der ganzen Schule bekannt. Gerade seine Kollegin Miss Chandler musste wieder Gerüchte streuen, dass die 4 es jetzt rund um die Uhr und mit dauernd wechselnden Partner treiben könnten. Dr. Rice musste doch grinsen, als er sich Seidel und Wheeler gemeinsam vorstellte... Solche Perversionen traute er den Jungs durchaus zu und er musste zugeben, dass dies auch seine eigene Phantasie beflügelte.
Die Freunde atmeten erleichtert auf, als Dr. Rice nicht mehr weiter nachhakte, sondern einfach zum Biologiestoff weiterging. Natürlich kam es, wie es kommen musste - die männliche Anatomie wurde zu Lisa Plenskes Entsetzen diesmal etwas ausführlicher behandelt - aber immerhin wusste sie nach dem Unterricht nun wirklich, dass man gewisse männliche Körperteile etwas zärtlicher anfassen musste.
Während sich die Freunde wieder trennten, da sie in den folgenden Stunden unterschiedliche Kurse hatten, kam Mr. Starks auf Lisa zu.
“Miss Plenske, wie schön, dass Sie nun doch bei der BBP mitwirken. Zur Zeit herrscht ein kleines Sommerloch, aber vielleicht finden Sie ja noch ein interessantes und spannendes Thema.”
In Lisas Gehirn kreisten immer noch die Ereignisse rund um Miss Chandler im Kopf herum. Das wäre wirklich eine sehr gute Gelegenheit, ihr ihre Gemeinheiten heimzuzahlen. Und so strahlte sie den netten Lehrer an.
“Ich hab auch schon eine sehr gute Idee! Das wird die ganze Schule wachrütteln!”
Der Lehrer lachte auf, er hatte ja selbst keine Ahnung, auf was sich Lisa da bezog.
“Das lob ich mir. Gleich am ersten Tag zündende Einfälle. Hoffe nur, Sie fackeln damit nicht die ganze Schule ab.”
‘Nein, nur diese dummes Flittchen von Lehrerin, aber das brauchen Sie ja noch nicht zu wissen.’
Stolz und mit hocherhobenen Haupt stürmte Lisa regelrecht in die kleine Schülerredaktion und machte sich - zum Neid so mancher anderer Schülerinnen - gleich an die Arbeit. Der PC war zwar schon uralt, aber immer noch gut genug, um mit einem kurzen Artikel die Schandtaten einer Schulhure aufzudecken.
Lisa merkte in ihrem Eifer nicht, wie weit sie mit diesem Artikel gehen würde...
Und sie merkte auch nicht, wie wenig später ihre beste Freundin Lisa Morris hinter ihr stand und mit Entsetzen ihre Zeilen mitlas.
Blowjob unter der Dusche
Wie weit dürfen Lehrerinnen gehen?
Von Lisa Plenske - Chefredakteurin
Zwischen Kuss-Olympiade und ungewöhnlichen Geburten nach dem Spanisch-Kurs sollten wir unser Augenmerk doch mal auf wirklich brisante und unglaubliche Geschehnisse an der Beverly High richten.
Kann es wirklich angesehen, dass eine sonst sehr beliebte Sportlehrerin sich nach dem Unterricht mit dem Vater eines Schülers unter der Schuldusche trifft und diese ihn - nicht auf den Mund - aufbläst?
Miss Ch. Zerstört dadurch eine ganze Familie und den Ruf dieser Schule. Und sie hat auch die Psyche eines armen Jungen zerstört, dessen Vater in der Kirche von Moral predigt, sich selbst aber nur allzu gerne von einer jungen, triebgesteuerten Frau mit ihren Lippen befriedigen lässt.
Wacht bitte alle auf, damit meine ich besonders unseren geschätzten Direktor Mr. Chong. Handeln Sie endlich, denn so eine Person wie Miss Ch. Darf man nicht auf mehr oder weniger unschuldige Jugendliche loslassen. Sie hat auch nicht vor unzulässigen Küssen mit einem Schüler zurückgeschreckt, der sich dies natürlich nicht gefallen ließ.
Holt die Moral an die High zurück und”
Lisa konnte nicht mehr weiterschreiben, da jemand plötzlich ihren Rechner runterfahren ließ.
Sie drehte sich entsetzt um und blaffte ihre Freundin an:
“Spinnst du? Ich hab den Text doch noch gar nicht abgespeichert!”
“Na, das wär auch noch schöner! Lisa, ich bin wirklich enttäuscht von dir! Wie kannst du nur so einen Schund schreiben? Als Journalistin taugst du auch nicht mehr als Mrs. Wheeler!”
“Den Schuh ziehe ich mir nicht an! Ich wollte nur die Wahrheit ans Tageslicht bringen. Auch zu Matts Nutzen...”
Lisa Morris lachte verächtlich auf und ihre Enttäuschung wurde immer größer.
“Nutzen? Du hättest ihn durch diesen Artikel mehr als nur gedemütigt. Lisa, jeder weiß, wer damit gemeint ist. Was denkst du denn, wie Matt reagiert hätte? Er hätte eine Gegendarstellung verlangt und Miss Chandler wäre wieder fein raus gewesen.”
“Aber Matt wäre doch nie so dumm...”
“Lisa, jetzt hör mir mal zu. Diese Sache ist mehr als persönlich und versuch nicht, zugunsten deiner ach so tollen Schulreporter-Karriere einen ekelhaften Rachefeldzug zu starten. Der Schuss würde gewaltig nach hinten losgehen.”
Lisa Plenske begriff immer noch nicht richtig, was sie falsch gemacht hatte, aber mit Entsetzen nahm sie zur Kenntnis, dass ihre Freundin nun anfing, Tränen zu vergießen. Lisa stand schnell auf und legte einen Arm um das indianische Mädchen.
“Lisa, ich will doch niemanden verletzen, erst recht nicht Matt oder dich, aber...”
“Dann...dann lass diesen Artikel doch bleiben. Wenn dir wirklich noch etwas an unserer Freundschaft liegt. Matt hat mich gerade angerufen und gesagt, dass er sich dir gegenüber wirklich blöd verhalten hat. Lisa, wenn du diesen Artikel nun neu schreibst und gar veröffentlichst, dann will ich nichts mehr mit dir zu tun haben.
Matt ist sehr sensibel und dieser Artikel würde ihn noch mehr zerstören. Ich liebe ihn wirklich sehr, mehr als eine 16jährige normal empfinden könnte. Deshalb bitte ich dich nochmals, lass diese Sache endlich auf sich beruhen. Wir sind doch Freunde, oder habe ich mich so in dir geirrt?”
In dem Moment wurde Lisa klar, dass sie für diesen blöden Artikel und ihre Rachegelüste fast ihre Freundschaft aufs Spiel gesetzt hätte. Und vielleicht auch ihre Beziehung mit David, denn dieser hätte sicher auch zu seinem Freund gehalten. Wie schäbig sie sich gerade doch vorkam.
Lisa Plenske nahm ihre Freundin noch fester in den Arm und versprach ihr:
“Der Artikel ist gegessen. Es tut mir so leid. Und weißt du was? Ich hab schon eine neue Idee über ein wirklich brisantes Artikel: Rassismus an der High. Da kannst du mir ja sicher auch weiterhelfen!”
Beglückt knutschte Lisa Morris ihre Freundin regelrecht ab und gemeinsam saßen sie noch bis Nachmittag an dem neuen Artikel, zu dem auch Bob und sein Freund interviewt wurden.
Und auch wenn sich die Verkäufe dieser neuen Zeitung in Maßen hielt, so war auch Mr. Starks besonders stolz auf die neue Chef-Redakteurin.
“Lisa Plenske, aus Ihnen wird noch einmal eine ganz Große im Journalismus. Sie haben durch Ihre Story wirklich Mut bewiesen und endlich haben wir mal keine Berichterstatterin, die nur auf Skandale aus ist, nur um eben die Auflage zu steigern. Gratuliere!”
Lisa blickte beschämt zu ihrer Freundin, denn sie wusste, dass sie es nur ihr zu verdanken hatte, dass sie eben keinen Skandal gedruckt hatte. Und wenig später saßen die vier Freunde wieder an “ihrem” Strand und während Matt den versäumten Stoff nachholen musste, umarmten sich die beiden Lisas schweigend. Niemand sollte je erfahren, welchen schwerwiegenden Fehler Lisa Plenske beinahe gemacht hätte...
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Am nächsten Sonntag war der ganze Trubel eh vergessen - denn ein neuer konnte soeben beginnen - die Einweihungs-Beachparty, bei der natürlich zuallererst die Eltern von Lisa Plenske zur Stelle waren.
“Hey, dat is ma ne schnieke Sache! Huhu, halbe Unterhose!”
Bernd knuffte David leicht an die Seite und ehe dieser sich über Bernds unverschämten Spitznamen für ihn beschweren konnte, rannte dieser lieber zu seinem “Liebling” Matt.
“Ah, meen kleener Knut! Alles noch dran bei dir?”
Matt wurde zuerst von Bernd fast wie Flunder plattgedrückt, bekam aber dann doch noch seine Frage mit und schielte leicht verwirrt zu Lisa. Diese schüttelte lachend den Kopf, natürlich hatte sie ihrem Paps nichts von ihrem nächtlichen Abenteuer samt Schatzsuche erzählt.
Zum Glück kamen nun auch die Eltern von Lisa Morris und auch Rosco gleichzeitig an. Dieser brachte zu aller Überraschung doch noch seine kleine Familie mit.
“Ja, ein echter Mann steht halt zu seiner Family. Und da wir eh bald heiraten...”
Rosco konnte kaum bis drei zählen, da wurde er schon von allen Freunden umzingelt und beglückwünscht. Bernd dagegen stand ein wenig abseits und flüsterte zu seiner Helga:
“Na, dat müssen wir doch auch hinbekommen, Helgamäuschen! Noch so zwee kleene Berliner...”
“Bernd! In meinem Alter...”
“Nee, Mausepups, schlechte Ausrede! Du bist doch noch jung, biste! Und jibet Viagra nich och schon für Frauen?”
“BERND!!!”
“Scho jut, Mäuschen. War nur n Witz, n Scherz war dat!”
Während sich der ungestüme Bernd doch noch einige heiße Tipps vom wilden Rosco holte, Helga sich am Liebsten ins Meer gestürzt hätte, kamen nun auch endlich einige junge Leute an.
Bob und Garry wurden von allen aufs Herzlichste begrüßt, mussten aber wenig später mit Helga kämpfen, die beide “bekehren” wollte.
Die nette Cheerleaderin Jess befreundete sich nun auch mit der überglücklichen Lisa Plenske, während Lisa Morris doch lieber mit ihrem Matt Händchen hielt.
Es war ein traumhaft schöner Tag und die Möwen kreischten über das leicht rauschende Meer, während die Männer sich sofort aufmachten, den Grill aufzustellen. Was war auch eine Feier ohne ein anständiges Barbecue?
Helga stubste ihren Mann, der gerade emsig mit dem Steak sprach, damit dieses ja nicht anbrannte, leicht an.
“Bernd, haste nicht etwas oder besser gesagt, jemanden vergessen? Ich sag nur, dass sie noch im Auto wartet...”
“Ach Jottchen. Meen Jung, kannste dich ma um die Steaks kümmern? Und bitte immer sehr liebevoll mit ihnen sprechen, die mögen dat? Okay?”
Bernd wartete auf keine Antwort des schon etwas irritierten Matt, drückte ihm einfach die Grillzange in die Hand und düste zu seinem alten Auto, wo bereits eine lebende Überraschung für David Seidel wartete.
Und während Matt den Steaks seine ewige Liebe schwor, was Lisa Morris weniger zur Eifersucht als zum Lachen brachte, traute David seinen Augen nicht, als Bernd zusammen mit LAURA SEIDEL ihm entgegenkam.
“Na, jetzt biste platt, ne?” Bernd freute sich diebisch. Auch wenn der olle Friedrich noch ein Sturbock war und seiner dämlichen Zeitschrift hinterher trauerte, so hatte immerhin diese tolle Frau Sehnsucht nach ihrem Sohn.
“David, es freut mich wirklich, dass du hier so glücklich bist.”
Mutter und Sohn umarmten sich gleich darauf und nicht nur ihnen kamen die Tränen. Lisa Plenske musste ausgerechnet in die Knut-Schürze ihres Vaters schniefen, so überwältigt war sie von dieser rührenden Szene. Wie schön, dass wenigstens seine Mutter zu David hielt. Und auch Lisa bekam später einige wirklich aufrichtige Küsschen von ihrer Fast-Schwiegermutter.
Wenig später ergriff wieder Bernd das Wort, konnte sich aber kaum noch durchsetzen, da sich die “Bagage” wie eine wilde Meute auf das Grillgut stürzte.
Nach dem Essen war es Zeit für Sport, zumindest spielten Bob, Garry und Mädels noch eine ganze Weile vergnügt Beach-Volleyball.
Bernd dagegen hatte wieder seine Karaokemaschine parat und zu aller Entsetzen mussten auch noch seine “Lieblinge” Matt und David herhalten.
Zusammen sangen sie zuerst Bernds Lieblingshit und die Anwesenden grölten sich fast zur Ohnmacht.
Das Lied ist für alle Frühstyxradio-Hörer.
Das Lied ist über Schweden.
Und wenn ein Rentier nicht mehr rennt, wie ein Tier,
Dann sind wir jenseits von Schweden.
Wenn durch das Billiregal der Billi abfällt,
Zu Dir keiner mehr steht.
Dann kommt der Rückruf viel zu spät.
Und wenn ein Elch nicht mehr weint, wie ein Kind,
Dann sind wir jenseits von Schweden.
Und wenn der Fusel übern Öresund stinkt,
Pappa singt, Mamma schreit,
Dann ist der Schwede wieder breit
Wo der Volvo kleine Lappen überrollt,
Wo der Finne seinen Schwedentrunk verzollt,
Wo nicht Engholm, sondern Stockholm zählt,
Wo man hinterrücks so manche Palme fällt,
Wenn Erasure Appas Lieder versaut,
Dann sind wir jenseits von Schweden
Und wenn Karl Gustav unsre Silvia verhaut,
Mit dem Ikea-Lineal,
Dann ist's den Finninninninnen scheißegal.
Dann ist's den Finninnen scheiß egal.
Wo der Volvo kleine Lappen überrollt,
Wo der Finne seinen Schwedentrunk verzollt,
Wo nicht Engholm, sondern Stockholm zählt,
Wo man hinterrücks so manche Palme fällt,
Und wenn Roxette die zwölfte Single auskoppelt,
Pellt sich der Schwede ein Ei drauf.
Die tote Robbe an den Ostseestrand kriecht,
Dann ist das furchtbar gelücht.
Und es reimt sich nicht für fünft Pfennig.
Dann haben wir umsonst gesächt.
Nach diesem pädagogisch so pferdvollen Lied begannen Rosco und Theresa wieder Tequila auszuschenken und wunderten sich nicht schlecht, dass ausgerechnet die vier Freunde vehement ablehnten. Bernd dagegen war sehr stolz auf seine Kinder, wusste er ja noch nicht, welches Tier in Lisa steckte, sobald sie nur einen Schluck von dem Teufelszeug zu sich nahm.
Nach dem fünften Glas Tequila wurde Bernd wieder sangesmutig, und Matt konnte sich nicht schnell genug verstecken, da drückte Bernd auch sein “Knuddeläffchen”, wie er den empörten Jungen nun nannte, an sich und sang lautstark los:
Ein Freund, ein guter Freund,
Das ist das schönste was es gibt auf der Welt.
Ein Freund bleibt immer Freund,
Und wenn die ganze Welt zusammen fällt.
D'rum sei auch nicht betrübt,
Wenn dein Schatz dich nicht mehr liebt.
Ein Freund, ein guter Freund,
Das ist das schönste was es gibt.
Gleich nach den ersten Tönen sprang auch der von der Liebe beschwipste David mit ein und alle Anwesenden klatschten dem ungewöhnlichen Trio laut zu.
Währenddessen fand Lisa Morris unter ihren Füßen zwei traumhaft schöne Muscheln, die sie ihrer Freundin sofort zeigen musste. Die beiden wussten sogleich, was sie damit zu tun hatten und baten Rosco um etwas technische Hilfe. Dieser wusste sogleich, wie man mit möglichst wenig Schäden, Löcher in die 4 Muschelhälften bohren konnte und wenig später überreichte er den vier Freunden stolz seine Meisterwerke. Die Muschelhälften waren alle je an einem Band befestigt, dass Bernd feierlich den jungen Leuten über den jeweiligen Hals legte.
“So, jetzt seid ihr viereiige Zwillinge, oder zweieiige Vierlinge, oder... Ach wat... Ihr seid halt jute Freunde, nich jute, die allerbesten Freunde! Möge nur der olle Neptun euch trennen, und wenn der auch nur einen Zacken hochfährt, dann gnade ihm Knut!”
Nach einem erneuten herzhaften Lacher fielen sich die Freunde auch noch um den Hals und sie schworen sich ebenfalls ewige Freundschaft. Lisa Plenske war überglücklich, dass ihre Freundin sie gerade noch einmal davon abgehalten hatte, diese wunderbare Freundschaft zu zerstören. Was für ein Verlust wäre dies doch gewesen.
Und während sich die anderen Gäste noch vergnügten - Bernd konnte in seinem Vollrausch nur mit Mühe von Helga und Laura davon abgehalten werden, zusammen mit Bob und Garry einen heißen Strip hinzulegen, spazierten die vier Freunde noch eine ganze Weile einsam am langen, weißen Sandstrand entlang.
Zärtlich hielten die Jungs die Hände ihrer Mädchen und nach unendlich leidenschaftlichen Küssen spürten alle, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie sich vollends der Liebe hingeben würden. Natürlich mit den jeweils richtigen Partnern...
Es würde heute zwar zu keinem “Sex on the Beach” kommen - das würde Bernd schon mit seiner Grillzange zu verhindern wissen - aber die Villa bot ja auch unzählige Möglichkeiten für die ersten zarten Liebesspiele.
So ging wieder ein vergnügter Tag vorbei und Bernd ahnte nicht, wie weit sein Schnattchen mit Mr. Kermit bald gehen würde...
Re: High School Love
Holly - 21.04.2007, 15:13
=D> :grin
Ich lach mich scheckig. Diese Party mit Babekuh :lol: war super! Bernd ist eben der Beste. :big_prost
Da bin ich aber froh, dass Lisa M. ihre Freundin noch im letzten Moment von diesem Artikel abgehalten hat. Matt wäre sonst sicher vor Scham im Boden versunken :oops: oder auf sie losgegangen :big_wut1
Alles in allem :big_super
Re: High School Love
here_we_go - 21.04.2007, 15:20
einfach genial, ich grinse mal wieder von einem ohr zum anderen :big_grins da konnte lisa m. die plenske lisa ja gerade noch vor ihrem schwerwiegenden artikel retten :big_haue1
bernd war ja wieder zum schreien komisch :big_rofl1
Re: High School Love
uglymuffin - 21.04.2007, 15:27
:big_give5 Danke, ihr Lieben! So langsam frag ich mich, ob nich Bernd der heimliche Held dieser FF is :big_rofl
Re: High School Love
uglymuffin - 23.04.2007, 19:11
12) Crazy little Thing called Love
Fast eine Woche später...
Die Schüler der Beverly Hills High freuten sich nach einem anstrengenden Freitag auf ein hippes Wochenende, dass die einen mit lernen verbrachten - was nur die allerwenigsten taten, die anderen mit dem Suchen irgendwelcher Schandtaten, mit denen sie am Montag wieder angeben könnten - was immerhin die meisten, wie Ron und Tracy taten, und wiederum andere freuten sich einfach nur aufs Chillen mit den Freuden - und Freundinnen.
Die Lehrer der High freuten sich ihrerseits, endlich wieder ihren Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen.
Direktor Chong zum Beispiel freute sich auf seinen allwöchentlichen Auftritt im Jazzclub und war überrascht, als ihm seine bezaubernde junge Kollegin Miss Liz Chandler mitteilte, dass sie ihr Wochenende mit Blasen verbringen würde. Der ahnungslose ältere Chinese, dessen Neigung zum Jazz schon richtig exotisch klang, bewunderte die Musikalität seiner Kollegin, wunderte sich aber, dass sie ihn doch nicht bei ihren Proben dabeihaben wollte. Und öffentliche Auftritte waren wohl leider auch nicht geplant...
Und während Chong fleißig die Trompete blies, Miss Chandler lieber das Blasrohr von Prediger Wheeler in die Hand nahm und Mr. Starks vor Liebeskummer fast verging, da ausgerechnet Rosco ihm seinen heimlichen Schwarm Theresa “weggenommen” und zur zweifachen Mutter gemacht hatte, verzweifelte der gehässige Dr. Rice an seiner geliebten Gummipuppe, die aufgrund gewisser Strapazen nun einige Löcher aufwies und nicht mehr in Form kommen wollte.
So musste er angewidert doch noch mit seiner angetrunkenen Frau vorlieb nehmen, was ihm, wie immer, gründlich misslang.
Aber auch im “Big Friends” - so haben die vier Freunde ihr Beachhaus feierlich getauft - wurden fleißig Pläne in Sachen Liebe geschmiedet. Immerhin wurden die Mädels schon langsam wagemutiger als die Jungs, was man früher für undenkbar gehalten hätte.
An jenem Nachmittag wurden diese zumindest mit etwas Hausarbeit abgelenkt, die Matt nur allzu gern mal auch seinen Freunden überließ. Rosco sei dank - dieser hatte seinen Imbiss heute nur für eine kleine Familienfeier geöffnet - wobei man durchaus Mitleid mit dem älteren Herrn haben könnte, da die mexikanische Verwandtschaft von Theresa, durchaus zahlreich, katholisch und streitsüchtig war. Allerdings, wer Rosco wirklich kannte, hatte eher Mitleid mit Theresas Familie, denn der zackige alte Herr war beileibe nicht auf den Mund gefallen.
Matt und David indes studierten neugierig ein Buch, dass David von seiner Mutter “geschenkt” bekommen hatte.
Matt schüttelte ungläubig den Kopf und verdrehte diesen auch gleichzeitig, denn diese “Gymnastik”, die in diesem Buch dargeboten wurde, schien auch sehr verdreht zu sein. Da würde ja sämtliches Essen wieder hochkommen...
“Und das hat dir deine Mutter wirklich geschenkt?”
“Na ja, ich hab es mir halt ausgeliehen. Tut doch nichts zur Sache. Und ich glaube nicht, dass meine Eltern in ihrem Alter noch...”
“So alt sind sie ja auch noch nicht, allerdings kann ich mir deinen Vater schwerlich bei solchen, ähm, Tätigkeiten vorstellen. Mit seiner Masse... Sorry!”
David aber lachte nur laut auf, sein Freund hatte ja wirklich Recht. Kamasutra für Senioren... Dazu sollte gesagt sein, dass für die Teens jegliches Wesen ab 30 schon zum Friedhofsgemüse zählte.
“Für dich und Lisa empfehle ich den Wackelpeter!” Grinsend zeigte David auf eine der gewagten Stellungen im Buch und las vor:
Der Mann kniet. Sie liegt vor ihm, zieht ihre Beine an ihren Oberkörper und stemmt ihre Füße gegen seine Brust. Nun kann er tief und innig in sie kommen. Dem Partner steht frei die Tiefe, den Rhythmus und die Stärke seiner Stöße zu variieren. Heiß und kalt, die Abwechslung treibt sie und ihn zum Wahnsinn.
Für Matt reichte schon das Bild, um sofort abzulehnen. “Nichts für mich, hab ne schwache Brust.”
Erstaunlich, welche Ausreden dieser Junge doch immer parat hatte.
David keuchte auf, als er umblätterte, diese Stellung würde er nur zu gern mit Lisa ausprobieren. Aber halt, sie würde sich sicher überfordert vorkommen. Obwohl, wer im Schweinchen-Dick-Pyjama das Überraschungs-Ei von Matt schütteln konnte, wäre sicher auch zu solch kleinen Späßchen bereit.
Wesentlich interessanter war für David allerdings die Reaktion seines Freundes, der puterrot anlief und wohl gleich den nächstbesten Exorzisten anrufen würde.
“Was ist denn, Matt? Der ‘Schmetterling’ wär doch durchaus vollziehbar. Momentchen...”
Der Mann kniet auf dem Bettrand; seine Partnerin liegt mit weit geöffneten Beinen vor ihm. Er hebt leicht ihre Beine an, hält sie an den Knöcheln. Nun kann er sie beglücken und mit tiefen Stößen zum Höhepunkt bringen. Diese Position ist für beide Partner äußerst erregend. Für ihn, weil keine Regung seiner Partnerin seinem Blick entgeht. Für sie, weil sie sich vollkommen entspannen kann und die Kraft ihres Partners fühlt und sieht.
Matt hatte durchaus Mühe, sich das vorzustellen, auch wenn das Bild recht lebhaft dargestellt war. „Ich will ihr doch nicht die Beine brechen!“
„Aber das Herz, wenn du weiterhin wie ein Papstlehrling durch die Gegend läufst!“
„Interessante Methode, sich vor der Hausarbeit zu drücken!“
Angesichts dieser wohlbekannten Stimmen fuhren sowohl David als auch Matt hoch, und während David sofort das Buch fallen ließ, hätte sich Matt am Liebsten unter Davids Bett verkrochen, wenn ihn seine Freundin nicht aufgehalten hätte.
Sowohl Lisa Morris als auch Lisa Plenske waren schon seit einiger Zeit im Zimmer und amüsierten sich göttlich über die beiden Jungs, die sich so zaghaft auf ihre erste gemeinsame Nacht vorbereiteten. Immerhin war es Lisa Plenske selbst gewesen, die vorgeschlagen hatte, dass sie heute Nacht lieber in Davids Zimmer schlafen würde.
Da bot es sich nur allzu gut an, dass Matt bei seiner eigenen Liebsten schlief.
Aufgrund dieser peinlichen Situation im Moment konnte keiner der Jungs auch nur einen Pieps von sich geben, was die Mädchen besonders erheiterte. Vor allem Lisa Plenske war angenehm von ihrem David überrascht, der eigentlich so erfahren schien und trotzdem noch Hemmungen hatte. Sie dachte zwar zuerst, dass es wohl an ihrer „Hässlichkeit“ liegen würde, aber ihre Freundin konnte sie davon überzeugen, dass sie sich in letzter Zeit ganz schön gemausert hatte. Auch die Waage wollte schon nach Deutschland zurück und konnte dort Hartz IV beantragen, denn Lisa brauchte sie schon längst nicht mehr. Die paar Kilo, die sie noch zuviel hatte, standen ihr prächtig und sie wollte auch David zeigen, dass weibliche Formen ihre Daseinsberechtigung hatten.
„Ich glaub, wir lassen euch lieber mal allein. Matti, ich freu mich schon auf den Schmetterling in mir!“
Lisa Morris zwinkerte ihrem kleinen Tomatenkopf frech und liebevoll zugleich zu und lachend verließen die Mädchen wieder das Zimmer.
Während sich nun die Jungs stritten, da David das Zimmer nicht abgesperrt hatte, unterhielten sich die Freundinnen am Balkon ernsthaft über ihr bevorstehendes Erstes Mal.
„Sag mal, Lisa. Du hast dich ja wirklich erstaunlich gewandelt in letzter Zeit. Willst du wirklich schon mit 16...“
„Ich werde nächste Woche schon 17!“, platze Lisa Plenske heraus, schneller, als ihr eigentlich lieb war.
Lisa Morris zog eine Augenbraue hoch, sie hätte nie geglaubt, dass ihre Freundin einige Monate älter war als sie selbst. Sie beneidete diese gerade ein wenig, denn sie kam sich noch sehr unsicher und unreif vor. Allein der Gedanke, dass Matt noch viel unsicherer war, half ihr ungemein, sich auf die nächste Nacht einzustellen.
„Tja, und ich... Na ja, bei mir dauert es noch ein wenig. Aber immerhin habe ich gemeinsam mit Matt Geburtstag, stell dir vor!“
„Ui, nicht wahr? Wenn das mal kein gutes Omen ist! Er wird dann ja schon 18. Uralt...“
Die Mädchen grinsten sich wieder an, wohlwissend, dass männliche Wesen etwas „zurückgebliebener“ waren. Wieder einmal waren beide dankbar für ihre Freundschaft, alleine hätten sie wohl nie den Mut zu diesem gewagten Schritt gefunden.
„Lisa, morgen sind wir schon echte Frauen!“ Lisa Plenske hörte sich schon an wie Dr. Spring aus ihrer Lieblingsteenyzeitschrift.
„Ich glaube eher, dass unsere Jungs morgen endlich Männer sind!“
Der Spruch von Lisa Morris sorgte wieder für Erheiterung und wenig später gingen sie wieder in die Wohnung, um das Abendessen vorzubereiten. Und beide hofften, dass die Jungs aus Übermut nicht noch die Übungen nachmachen würden, sonst würde die Feuerwehr beim Entknoten einen gewaltigen Lachanfall bekommen...
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Einige Stunden später fing die Nacht der Entscheidung an...
Lisa Plenske kam zu Davids Erstaunen - und zu seinem „Wachstum“ zwischenbeinlich - in einem zarten, durchsichtigen und pinken (aber zum Glück ohne Schweinchen) Negligee in sein Zimmer spaziert. Nicht ohne ihre Tasche für Notfälle, in der unter anderem Taschentücher, ein Kondom (diesmal ein unbemaltes, David brauchte nicht alles zu wissen, und ungebrauchtes) gegen die männliche Vergesslichkeit und ihr Handy beheimatet waren. Letzteres würde hoffentlich stillschweigen.
Lisa, deren blondes und langes Haar engelsgleich auf die Schultern fielen und einen zauberhaften Kontrast zu dem pinkfarbenen Negligee bildeten, lachte den jungen Mann, der sie immer noch mit weitgeöffnetem Mund anstarrte, mutig an.
„Na, bleibt dir jetzt die Spucke weg? Nix mehr mit grauer Maus, ne?“
„Nee, du gleichst jetzt eher einem rosaroten Panther!“
Lisa schmunzelte und wunderte sich, wie leicht es ihr fiel, zu David ins Bett zu kriechen. Diese schwarzen Härchen auf seiner Brust... Nun, daran konnte sich Frau durchaus gewöhnen. Sanft legte sie ihre Wange auf diese und sie hörte, wie sein Herz wie ein Formel1-Weltmeister raste. Auch David genoss das irrsinnige Gefühl, so eine traumhafte junge Frau bei sich zu haben.
Er riss erstaunt die Augen auf, als Lisa ihn sanft in eine Brustwarze biss. Woher hatte sie denn das gelernt? Aber auch die Mädchen würden sich wohl schon perfekt vorbereitet haben. Was ihn aber am meisten verwunderte, war dieses Kribbeln, dass diese Mädchen ihn ihm auslöste. Bei keinem anderen Mädchen hatte er dies gespürt und während er nun selbst leicht schüchtern ihre vollen und wohlgeformten Brüste mit der Zunge untersuchte, war er sich gewiss, dass er mit diesem entzückenden Wesen alt werden wollte. Er konnte sich nicht vorstellen, dass irgendwo auf dieser Welt eine bessere Frau für David Seidel herumlief. Unvorstellbar, dass er diese Süße vor mehreren Wochen noch ausgespottet hatte.
Lisa Plenske genoss die Zärtlichkeiten ihres Freundes ebenfalls sehr, hatte aber dennoch Angst vor dem nächsten Schritt. Laut Lisa Morris und ihren fachkundigen Zeitschriften war der Sex zwar bei weitem nicht so schmerzhaft wie in den Albtraumstorys einiger Ureltern (auch wenn es wenige Ausnahmen gab) und dennoch fragte sie sich, wie dieses Gefühl äußerster Intimität wohl sein würde.
David wollte ihr dabei gern behilflich sein und zart nahm er ihre Hand und führte diese in seinen Schritt.
‚Uiuiui... Jetzt bloß nicht wieder schütteln, Lisa. Aber du hast ja den Happy Hippo schon in deiner Hand. Yummi, is das fest. Und ein wenig glitschig? Ob das auch nach Austern schmeckt? Lisa, komm nicht auf dumme Gedanken! Das schmeckt nur nach David!‘
‚Gott, wie geil ich gerade werde. Weder bei Mariella noch bei sonst einer Tussi habe ich so etwas gespürt. Und Lisa scheint das auch zu genießen, auch wenn sie grad wie Teletubby aus der Wäsche guckt. Süß... Lisa, merkst du nicht, dass ich langsam auch deine Intimzone erforschen will?‘
Gerade, als sich David zu der erwartungsvoll zitternden Lisa vorbeugte, klingelte auch schon ihr Handy. Aber dieser ungewöhnliche Klingelton verschlug David schon gehörig die Sprache...
Des "Erdinger Weißbier" des is hoid a Pracht hollara-di-riad-dei des schmeckt uns beim Tag und bei der Nacht
Lisa wurde knallrot und entschuldigte sich bei ihrem erstaunten Freund.
„Sorry, das ist das Handy von meinem Vater. Scheinbar haben wir sie verwechselt...“
Genervt ging sie ran und raunzte ihren sonst so geliebten Eisbär-Daddy an:
„Paps, was ist denn?“
„Schnattchen, du hast meen Händi!“
„Ich weiß, gerade deswegen hab ich grad so Lust auf Bier!“
„Echt? Du , ick komm rüber, dann...“
„Papa!!! Ich will jetzt ... Schlafen!“
„Oh, wie süß. Dann will ick dir nich länger stören. Biste alleen...“
Lisa wusste, dass jedes Zögern verräterisch klingen würde und so platzte sie sofort heraus:
„Natürlich bin ich das. Jetzt geh wieder knuteln mit Mama!“
„Öh ja, jute Idee. Schnattchen, aber du weest schon: Big Bernd is watching you!“
Lisa stöhnte auf, so ein Orson Wells-Verschnitt hatte ihr gerade noch gefehlt.
„Paps bitte!“
„Jut jut, bin ja schon wech! Ah, Grüß mir die halbe Unterhose und das Knuddeläffchen und die ...“
„Ja, ich grüße alle! Tschüss!“
Genervt drückte Lisa auf den Knopf, sie schaltete das Handy jetzt ganz aus, ehe noch ihre gesamte Göberitzer Sippe aus der Ferne anrief - eine Horrorvorstellung.
Mit zerknirschtem Gesicht blickte sie auf ihren Freund, dessen Schritt schon wieder gewaltig flach wurde. Ob Aufblasen noch etwas helfen würde? David dagegen verfiel erst mal in einen minutenlangen Lachanfall und bat Lisa schmunzelnd, ihrem Vater wenigstens die „Beate Uhse“-Werbung draufzuladen, das wäre beim nächsten Mal passender.
Lisa erschrak bei den Worten ‚das nächste Mal‘ - war David jetzt etwa ganz und gar abgeturnt? Zu ihrer Erleichterung beruhigte sich der Junge aber alsbald und gab ihr einen mehr als leidenschaftlichen Kuss, der sie wieder daran erinnerte, ein weibliches Wesen mit bestimmten Bedürfnissen zu sein.
David wusste, wie man mit unerfahrenen Mädchen umzugehen hatte und bei Lisa wollte er besonders zärtlich sein. Er wollte nicht gleich mit dem Rammbock ins Schloss fallen und so streichelten sich beide zuerst nur am ganzen Körper. Lisa durchlief ein wohliger Schauer, als er ihren Intimbereich mit äußerster Zärtlichkeit berührte und auch sie konnte noch ewig mit seinem kecken Genossen spielen. Nach einem erneuten langen Kuss wurde es immer ernster und mit großer Vorsicht beugte David sich über die erregte junge Frau, die sich fast schämte über ihr Verhalten.
Sie hatte soeben auch ihren Vater angelogen, aber... Schwups... Ehe sie weiter an ihre Familie denken konnte, ergriff der kleine Frechdachs von David auch schon Besitz von ihrer Weiblichkeit. Zum Glück war ihr Jungfrauhäutchen sehr zart und riss gleich, so dass sie kaum Schmerzen verspürte. Davids fragender und besorgter Blick aus diesen Teddybär-Augen rührten sie ungemein und Sekunden später spürte sie nur noch pure Lust. Lisa kicherte vergnügt auf und auch David wurde lockerer, als er sah, wie sehr sich seine Liebste ihm hingab. Während er mit seinem samenfrohlockenden Glied ihre feuchte Wärme durchforschte und sich beide immer mehr dem Liebestakt hingaben, stöhnten sie fast gleichzeitig auf. Lisa wurde auch immer wagemutiger und zog ihren kleinen Freund schon richtig in sich hinein an die richtige Stelle, wo sie nun das allergrößte Glück empfand.
Lisa und David wiederholten das Liebesspiel so oft, bis David sein triumphierendes Schwänzchen wieder einzog und sich nach noch folgenden Küsschen von Lisa einem seligen Schlaf hingab.
Auch Lisa juchzte innerlich auf, es war wirklich nicht so schlimm, eine Frau zu werden. Sicherlich würde dies auch noch mehr Pflichten mit sich bringen, aber sie wusste, dass sich die Belohnung hundertprozentig lohnen würde. Und sie hoffte auch, dass ihre Freunde eine ebenso schöne Nacht durchleben durften.
Leider machten denen ausgerechnet der fiese Ron eine Strich durch die Rechnung, der gerade in dem Moment, als Lisa Morris ihrem Süßen die Scham genommen hatte und ihn zart über seine Männlichkeit streichelte, die Zeitung von morgen durch die Fensterscheibe warf.
Diese Treffsicherheit hatte Ron wohl noch vom Baseballtraining und während Matt diesen unverschämten Kerl, der schnell das Weite suchte, verfluchte, nahm Lisa die Zeitung in die Hand, es war ausgerechnet die „Globe“, und sofort stach ihr ein markierter Text ins Auge.
Der nackte Matt ging wieder ins Bett zurück und wollte sich endlich seiner Lisa hingeben, aber ihr bleiches Gesicht, als sie die Zeitung las, bereitete ihm doch Sorgen.
„Was ist denn? Was Schlimmes?“
Sofort versteckte Lisa die Zeitung unter ihrem Kissen, was natürlich für noch mehr Argwohn bei Matt sorgte.
„Lisa, gib die Zeitung her!“
Jegliche Zärtlichkeit, die diese Nacht versprochen hatte, war verschwunden und mit einem tiefen Seufzer gehorchte das Mädchen ihrem Freund. Wie gerne hätte sie ihm das erspart.
Es stand ein kurzer Bericht über seine Eltern drin, zwar kein skandalträchtiger, aber ein kleiner Satz brachte alles zum Einsturz.
Auf eine Frage des Reporter hatten nämlich die Wheelers behauptet: „Wir sind beide kinderlos, aber...“
Das genügte, und Matt warf zornig und enttäuscht die Zeitung auf den kahlen Boden.
Lisa wusste, dass aus ihrem Ersten Mal erst mal nichts werden würde, erst recht, als sich Matt sofort zur Seite legte und sich lieber an sein Kissen als an seiner Freundin klammerte.
Lisa dagegen umarmte die nackte und zitternde Brust ihres Freundes und schmiegte ihren Kopf an seine Schulter. Worte würden jetzt nicht mehr helfen und könnten eh nicht den Schmerz und auch das Mitgefühl widerspiegeln. Lisa hoffte, dass Matt auch so wusste, dass sie immer für ihn da wäre. Wenngleich sie natürlich nicht seine Eltern ersetzen konnte. Spät in der Nacht weinten sie endlich gemeinsam, was eigentlich ein viel größerer Schritt zu einer ernsthaften Beziehung war als Sex. Und das beruhigte die beiden zumindest ein wenig.
*****************************************************************
Am Frühstückstisch dagegen herrschte am nächsten Tag geballte Spannung. Matt konnte das Grinsen des liebesdollen David nicht ertragen, der aussah wie ein beglückter Crashtest-Dummy. Und auch Lisa Plenske blühte an seiner Seite förmlich auf, gerade noch, dass sie nicht die intimsten Details ausplauderte.
„Und wie ist es bei euch gelaufen? Habt ihr etwa die „saure Zitrone“ aus meinem Buch probiert?“
David bemerkte die ausdruckslosen Blicke seiner Freunde, war aber immer noch in Hochstimmung, so dass er nicht näher auf deren Gefühle einging.
„Keine Angst, die Stellung gibt’s nicht, aber so ein langes Gesicht, wie Matt zieht...“
„Dir zieh ich gleich was anderes lang!“
Matt warf sein Messer aufs Tablett und stand auf. Während die Mädchen schon das Schlimmste befürchteten, warf dieser aber David nur einen scharfen Blick zu und verschwand aus der Tür. Er wollte nur noch alleine sein und sein tägliches Joggen am Stand kam ihm da sehr gelegen.
Inzwischen erklärte Lisa Morris ihren Freunden von dem Zeitungsartikel, woraufhin David sich fast selbst eine geklatscht hätte. Aber das konnte er doch nicht ahnen. Wie sehr müsste es Matt doch treffen, dass seine eigenen Eltern ihn öffentlich verleugneten.
Und dabei fiel ihm sein eigener Vater ein. Würde dieser seinem Sohn noch eine Chance geben? Immerhin hatte er den Rückhalt von seiner Mutter und auch von seiner kleinen Schwester Kim. Aber Matts einzige Familie waren nun seine Freunde und vor allem seine Lisa.
Und ausgerechnet diese musste jetzt mitleiden, zumal Matt ihr gerade nicht die Liebe geben konnte, die sie benötigte. Nein, mit 16 Jahren musste sie schon bereit sein, die schlimmsten Kämpfe ihres Freundes mit durchzustehen. Ja, die Liebe war schon eine verrückte Sache, äußerst verrückt...
Re: High School Love
here_we_go - 23.04.2007, 22:39
das war wieder ein super kapitel :big_applaus
bernds klingelton vom handy war ja einfach der hammer.. selten so gelacht :lol01
nur matt tut mir leid, dem seine eltern haben ja echt einen an der klatsche :big_wut1
Re: High School Love
uglymuffin - 23.04.2007, 22:54
:big_herz Dangeschön!!!
Re: High School Love
bengisu - 24.04.2007, 13:53
hi muffin,
ich finde deinen Schreibstiel echt amüsant und ich lese diese ff echt gerne. Endlich haben es David und Lisa sich getraut. Fand es nur schade dass Mat und Lisa gestört worden sind, wo es Mat schon schwer mit sich zu kämpfen hat, aber ich bin sicher, dass bei denen es auch noch klappen wird, nur halt etwas später. :D :D
schreib bitte ganz schnell weiter!
gruss
bengisu
Re: High School Love
uglymuffin - 24.04.2007, 22:23
:danke: das freut mich sehr.
Ich hoffe, dass ich morgen endlich weiter schreiben kann, hab grad wieder Trouble in der Arbeit :roll:
Ich überlege, noch jemanden in die Clique einzubringen. Ein altbekanntes Gesicht.
Ihr dürft wählen, soll es
a) Jürgen
b) Sabrina
c) Yvonne
d) Rokko
sein :wink:
Re: High School Love
here_we_go - 24.04.2007, 22:50
also ich wäre für jürgen :big_regenbogen das wäre total knorke
Re: High School Love
bengisu - 25.04.2007, 07:29
here_we_go wrote: also ich wäre für jürgen :big_regenbogen das wäre total knorke
wär auch für Jürgen
gruss
bengisu
Re: High School Love
maxi - 25.04.2007, 21:06
Der Jürgen so alleine zwischen den beiden Pärchen, ich weis nicht so recht.
Wie wäre es mit Jürgen und Sabrina. :big_kiss
Lg maxi
Re: High School Love
uglymuffin - 25.04.2007, 21:10
:lol: na, das wär ja ma was...
Ich hätt ja eigentlich eher dat freche Yvonnchen bevorzugt, aber wenn ihr meint :wink:
Morgen gehts endlich weiter. Endlich Wochenende... Ich hasse meine Arbeit und die lästernden "Kolleginnen" :roll: :evil:
Re: High School Love
maxi - 25.04.2007, 21:22
Schick die mal zu uns, wir werden ihnen .
Meine sind Gott sei Dank alle zum :big_knuddel
Im Ernst, mit lästernden Kollegen macht die beste Arbeit keinen Spaß. :big_wut
Lg maxi
Re: High School Love
uglymuffin - 25.04.2007, 21:25
Oh ja, wem sagst du das. Is so schlimm, dass man richtig krank davon wird :(
Kleiner Trost: Die lästern wirklich über JEDEN! Und wenn mal eine der drei Läster-Kolleginnen nich da is, lästern die über die... wie passend.
Wenn man sonst nix zum Lachen hat :roll: :evil:
Re: High School Love
uglymuffin - 26.04.2007, 18:32
13) Daddy cool
Am nächsten Tag, ein strahlend schöner und warmer Sonntag, genossen die vier Freunde ihre Freizeit wieder am Strand, und während David und Lisa vergnügt im Meer herumalberten und plantschten, lagen Matt und seine Lisa schweigend auf dem heißen Sand.
Lisa seufzte auf, kam sie doch immer noch schwer an das Innerste ihres Freundes heran. Sicher, er redete sich schon bei ihr aus, aber sie fühlte sich trotzdem immer noch so hilflos. Sie konnte doch nicht einfach zusehen, wie dieser tolle Junge zugrunde ging. Am liebsten würde sie sofort zu seinen Eltern oder besser gesagt Erzeugern fahren und diese zur Rechenschaft ziehen. Aber hätte das nicht alles nur noch schlimmer gemacht? Lisa Plenske riet ihrer Freundin zumindest von deren tollkühnen Vorhaben ab.
Sanft strich Lisa ihrem Matt über den nackten und gebräunten Bauch. Sie genoß sämtliche Zweisamkeit mit ihm und auch wenn sie ihre Freundin aufgrund deren neuerlicher sexuellen Erfahrungen zutiefst beneidete, so war sie trotzdem glücklich über jede Sekunde, die sie mit Matt verbringen konnte.
Dieser konnte ihre Berührungen gerade nicht so gut genießen und er fragte sich, ob Lisa wirklich nicht enttäuscht von ihm war. Er wusste ja, wie gern sie mit ihm noch mehr Intimitäten austauschen würde, aber im Moment lag einfach zuviel Kummer auf ihn. Und auch jetzt merkte er keine deutliche körperliche Erregung, auch wenn die Streicheleinheiten seiner süßen Freundin noch so zärtlich waren.
Matt zog seine Sonnenbrille hoch und drehte seinen Kopf zu seiner Freundin.
„Lisa, es tut mir so leid...“
Aber Lisa Morris kannte ihn nur zu gut und für ihr zartes Alter wies sie schon eine beträchtliche Reife auf. Gerade weil sie aus ärmlichen Verhältnissen stammte, wusste sie nur allzu gut, wie man Kämpfe durchzustehen hatte.
Sanft legte sie ihren Finger auf seine Lippen und beruhigte ihn.
„Matt, es braucht dir nichts leid zu tun. Mir tut es selbst leid, dass ich dir nicht so helfen kann, wie ich gerne möchte. Alles, was ich tun kann, ist für dich da zu sein, und das werde ich sicher mein Leben lang.“
Gerührt über ihre ernstgemeinten Worte lächelte der junge Mann seine Freundin an.
„Dein Leben lang? Wirst du vielleicht bereuen...“
Typisch Matt, nur immer recht tiefstapeln und sich selbst schlecht machen. Eigentlich hätte Lisa jetzt gerade nicht schlecht Lust, ihm mehr Selbstbewusstsein zu geben. Gerade seine melancholischen und trotzdem liebevollen Blicke reizten sie bis aufs Äußerste.
Sie schmiegte sich an sich und zu ihrer Erleichterung ließ er auch zu, dass sie ihm die Badehose vorsichtig runterzog. In dem Moment dachten beide nicht an ihre Freunde, die aus der Ferne verdutzt in ihre Richtung schauten.Während David schon neugierig zurückschwimmen wollte, hielt Lisa ihn fest. Zum einen, weil sie doch lieber einen nackten David anstatt Matts Blöße sehen wollte, zum anderen, weil sie ihren Freunden beide Daumen drückte, damit es auch endlich bei ihnen klappte.
Bevor sie in einen leidenschaftlichen Kuss verfielen, versicherte Lisa Morris ihrem niedlichen Freund noch:
„Ich werde nichts bereuen. Und du ... Hoffentlich auch nicht!“
Was dann folgte, war unvermeidbar. Matt vergaß angesichts dieser heißen Lippen und dieser fordernden Zunge alle Probleme um sich - es gab nur noch Lisa und ihn. Er hatte immer Furcht vor diesem Moment gehabt, aber auf einmal bemerkten beide, dass dies eigentlich wie automatisch ging. Sie mußten sich nur vollends ihrer Leidenschaft und ihrem Verlangen hingeben.
Lisa zuckte nur kurz auf, als er schüchtern ihre Weiblichkeit eroberte und während er sie kurz besorgt und fragend anblickte, bestätigte sie mit einem seligen Lächeln, das alles in Ordnung war. So konnten sie ihrer erotischen Liebe weiter freien Lauf lassen und nicht nur Lisa war überrascht angesichts dieser neuen, explosionsartigen Gefühle.
Der weiche Sand unter ihr prickelte bei weitem nicht so wie die Vereinigung mit ihrem Liebsten. Und Matt verlor schwitzend (nicht nur wegen der Sommerhitze) hegliche Hemmungen, vor allem, als Lisa ihn fester zu sich schob und er jodelte fast vor Glück, als sie beide fast zur selben Zeit den grandiosen Höhepunkt erreichten.
Lisas Körper vergrub sich immer mehr im Sand aufgrund Matts immer heftiger werdenden Anstrengungen. Beide verschlangen sich fast richtig und wiederholten dieses so neuartige und überaus fröhliche Spielchen mehrmals.
Das wiederum wurmte David sehr, der endlich aus dem Wasser wollte.
„Wie lange wollen sie es noch treiben? Er drückt ja Lisa durch den Sand bis ins Meer und von dort aus bis nach Australien!“
Lisa Plenske lachte auf und war froh, dass sie nicht mal mehr kurz errötete angesichts solcher Szenen und Äußerungen. Es bereitete schon auch Vergnügen, erwachsen zu werden...
Sie spritzte ihren David wieder mit Salzwasser voll und quiekte fröhlich:
„Wir können es doch auch hinter dem Felsen...“
„Lisa Plenske! Was bist du doch schamhaft! Soll ich deinen Vater holen?“
„Wieso? Willste ne Erdinger Weiße?“
Beide lachten schallend auf und vergnügten sich doch noch eine ganze Weile im Meer, bis sie nach einer Stunde doch noch leise zu ihren Freunden schlichen, die splitternackt am Strand lagen und wohl so erschöpft von ihrer Wochendsarbeit waren, dass sie glatt selig schlummerten.
Als hätte Lisa Morris geahnt, dass ihre Freunde herkommen würden, lag ihre Hand auf das Intimteil von Matt und verdeckte so - zu Lisa Plenskes Erleichterung - den ‚Happy Hippo‘ von ihrem Liebsten.
David wollte die beiden schon mit einem Eimer Wasser wecken, wovon ihn Lisa nur mit Mühe abhalten konnte. Die beiden hatten nun schon etwas Erholung verdient...
******************************************************************
Am frühen Nachmittag saßen die vier gemeinsam auf dem Balkon und David grinste, als er in die glänzenden Augen seines Freundes blickte. Diese glänzten heute endlich mal vor Glück...
„Na, ihr beiden könnt es ja auch stundenlang...“
„David Hieronymus Seidel!“ Lisa blickte ihn scharf an, aber David war sogleich wegen etwas anderem entsetzt.
„Woher kennst du meinen zweiten Namen?“
„Das sag ich dir, wenn sie endlich kommen!“
„Wer kommt?“
Lisa aber wollte schnell das Thema wechseln, immerhin sollte dies ja eine gelungene Überraschung für ihren Freund werden. Zum Glück kam ihr da ihre Freundin zu Hilfe, die doch etwas unangenehm berührt war.
„Sagt jetzt nicht, ihr hättet uns zugesehen...“
„Keine Sorge, ich habe David gekonnt abgelenkt. Aber Matt, du hast wirklich nen knackigen Po. Mehr konnte ich ja dank Lisa nicht sehen...“
Die sonst selbst so freche Lisa Morris wurde gerade bleich wie Matt, nein, er wurde immerhin noch bleicher. Wo hatte denn Lisa Plenske ihre Manieren gelassen? David schien doch ein mehr als fraglicher Umgang für die früher so brave Lisa zu sein.
Immerhin lenkte dieser seine Lisa wieder zu heimischen Gefilden.
„Hey, du guckst ab sofort nur noch meinen Po an!“
„Klar, ich drück dir nen Stempel drauf!“
Lisa küsste ihr Augenbrauen-Gummibärchen liebevoll auf die Wange - und ärgerte sich gleichzeitig, dass dieser sich einen Drei-Tage-Bart wachsen ließ, was er wohl von Matt gelernt hatte, welcher anscheinend kein guter Umgang für ihren Freund war.
Gerade als sich Lisa und Matt schon von ihren Freunden verabschieden wollten, bemerkten alle den großen BMW, der kurz vor dem Haus hielt. David kannte das Auto nur zu gut und blickte erstaunt zu Lisa, die bis über beide Ohren grinste.
„Na, jetzt biste baff, was?“
„Lisa, wie zum Tasmanischen Teufel hast du meinen Vater dazu gebracht...?“
„Na ja, das war auch ein wenig das Werk deiner tollen Mutter. Jetzt geh schon, ihr habt sicherlich eine Menge zu bereden. Und ich lasse Matt und Lisa hier eh nicht eher weg, bis sie mir das allerletzte Detail ihres ‚Sex on the Beach‘ erzählt haben.“
David ließ sich das nicht zweimal sagen, sprang auf, küsste aus Versehen fast Matt, erwischte dann doch noch seine Lisa und rannte die Treppe herunter, um seine Eltern in Empfang zu nehmen. In der Zwischenzeit mußten sich Lisa Morris und Matt verzweifelt mit der Neugier ihrer übermütigen Freundin herumschlagen.
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David bat seine Eltern herein, und während seine Mutter ihn wie immer herzlich umarmte, war sein Vater doch noch recht kühl und kurz angebunden. Aber schließlich siegte doch seine Neugierde und interessiert begutachtete dieser das geschmackvoll eingerichtete Wohnzimmer der jungen Leute.
„Na, ich hab mir das wirklich schlimmer vorgestellt.“
Während Laura über Friedrichs Bemerkung den Kopf schüttelte, war David froh über jede einzelne Silbe, die aus dem Mund seines Vaters kam. Aufgeregt wie ein kleiner Bub verschüttete David sogar das Mineralwasser. Sekt konnte er sich nicht mehr leisten und der Tequila war auch schon längst alle. Aber seine Eltern begnügten sich zum Glück auch mit einfachen Getränken.
„Mir gefällt es hier auch. So gesehen hatte dein Rausschmiss auch etwas Gutes...“
David konnte nicht mehr weitersprechen, er merkte, wie seine Augen feucht wurden, was ihm äußerst fremd vorkam, da er früher solche Gefühle immer erfolgreich unterdrücken konnte.
Auch Friedrich merkte man seine Beklommenheit an, es fiel ihm sichtlich schwer, etwas Nähe zu zeigen. Aber immerhin zeigte er guten Willen, wofür ihm sein Sohn wohl noch ewig dankbar sein würde.
„Ach, David. Es...es tut mir wirklich leid. Natürlich wollte ich dich nicht verstoßen. Ich habe gestern den Artikel in der GLOBE gelesen, den über Matthews Eltern. Da blieb sogar mir ... Wie sagst du immer so schön? ... Da blieb sogar mir die Spucke weg!“
Interessiert beobachtete David jede Reaktion seines Vaters, der gerade sein halbvolles Glas krampfhaft in den Händen hielt, so, als wolle er dieses mit aller Kraft zerbrechen.
„Vater, ich bin froh, dass du das sagst. Du kannst dir nicht vorstellen, was das für mich bedeutet.“
Nun endlich fing der alte Griesgram an zu lächeln, das erste aufrichtige Lächeln seit Jahren. Seine Frau Laura verliebte sich in dem Moment neu in ihren Mann.
„David, du kannst froh sein, so ein tolles Mädchen an deiner Seite zu haben. Die ließ uns ja keine Ruhe, bis ich meinen alten Schweinehund doch noch überwunden habe.
Und der gute Bernd Plenske kam mir sogar mit seiner berühmten Grillzange entgegen.
Zum Glück auch in dieser Eisbären-Schürze, die ihn wohl etwas sanfter gemacht hatte. Auf jeden Fall sind wir jetzt hier und ich will dir meine Hand zur Versöhnung reichen.“
Friedrich stand auf und David gleich mit. Die beiden Männer standen sich gegenüber und anstatt nur zwei Händen gab es gleich eine richtige Umarmung. David schluchzte an Friedrichs Schulter, denn es war die erste Umarmung, die er je von seinem Vater erhalten hatte. Auch Laura konnte ihre Tränen kaum noch verbergen.
„Sohn, ich muss dir noch etwas sagen. Wir ... Wir verlassen Beverly Hills. Und die USA! Wir kehren nach Berlin zurück!“
„Wie bitte?“
Auf den Schreck mußte sich David erst wieder setzen. Gerade erst hatte er endlich Vaterliebe zu spüren bekommen und dann wollten ihn seine Eltern wieder verlassen?
„Aber warum denn? Nur wegen den von Brahmbergs?“
„Nicht nur. Aber meine Freundschaft mit Claus ist eh dahin, und die Zeitschrift steht durch die Leitung von Richard eh kurz vor dem Bankrott. Ich gönne es ihnen. Aber wir haben ein neues Ziel vor Augen. Du kennst doch Hugo Haas?“
„Ah, den ausgeflippten Modedesigner?“
„Hugo ist nur etwas exzentrisch. Nun, kurze Rede, langer Sinn: Wir haben uns gemeinsam überlegt, in Berlin eigene Mode zu entwerfen. Schau nicht so ungläubig, wir kriegen das schon hin, zumal deine Mutter ja schon mal in der Branche gearbeitet hat. Wir werden unser eigenes Modeimperium gründen - mit dem Namen KERIMA MODA. Wie gefällt dir das?“
David fand den Namen und irgendwie auch den Plan unsinnig, aber das wohl doch nur, weil er seine Eltern ungern gehen lassen wollte. Allerdings war auch er längst flügge geworden, warum sollte er dies nicht auch seinen Eltern gönnen?
„Das klingt toll. Ich wünsche euch viel Erfolg. Ich für meinen Teil will für ewig mit Lisa hier glücklich sein. Und mit meinen Freunden.“
Davids Eltern nickten und erzählten ihrem Sohn wenig später noch aufgebracht von einer neuen Überraschung, die David aber weniger gefiel. Seine alte Klassenkameradin, die ärmliche, strunzdumme und trotzdem hochnäsige Sabrina Hofmann würde mit ihren Eltern auch nach Beverly Hills ziehen. So etwas hatte seiner High, mit ähnlich tumben Leuten wie Ron oder Tracy grad noch gefehlt.
Aber was sollte man sich da noch Gedanken machen? David freute sich eher auf die kommende Woche, denn seine Eltern hatten sich für eine rauschende Beach-Abschiedsparty bereit erklärt. Und ihm nochmals zugesichert, immer für ihn dazusein, egal, wie weit sie voneinander entfernt waren. David war wirklich glücklich über diese gelungene Versöhnung und ging später wieder zu seinen Freunden auf den Balkon, wo er sich bei seiner einmaligen Lisa bedanken wollte.
Erst nach dem 1001sten Kuss und nachdem ihm die nun überaus feuchte Lisa bremsen mußte, bemerkte er verwundert, dass Matt nicht mehr bei den beiden Mädchen saß.
„Hast du ihn etwa wieder begrabscht Lisa? Er kriegt ja bald schon die Schüttelitis!“
Die beiden Mädchen lachten erheitert auf, aber dann wurde Lisa Plenske wieder ernst.
„Nee, du. Das kleine Ü-Ei hat nun auch Besuch?“
David strahlte hoffnungslos, aber Lisa machte diese Hoffnung durch ein Kopfschütteln zunichte.
„Nein, leider nicht sein Vater. Dafür meiner, der gerade am Felsen mit Matt zusammen sitzt und sich um ihn kümmert. Du kennst ja meinen Vater, der hat nen Narren an Matt gefressen.“
Leichte Eifersucht überkam David, die er aber schnell wieder beiseite schob. Auch wenn er gerne der Lieblingsjung von Bernd wäre, so bräuchte doch gerade Matt jetzt eher eine starke Schulter zum Anlehnen. Er bewunderte die Plenskes für soviel Wärme und Mitgefühl und war ihnen dankbar, dass sie ihm diese ebenfalls so einmalige Lisa geschenkt haben. Und zu deren gespieltem Entsetzen fing er jetzt mit Küsschen 1002 wieder an...
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Bernd und Matt saßen am großen und dunklen Felsen und hörten fasziniert der Brandung zu. Heute war es etwas windiger als sonst und die Wellen schlugen so hoch, dass sich die beiden etwas zurückzogen.
Bernd brachte seinem „Knuddeläffchen“ sogar sein Lieblingsbier mit und die beiden prosteten sich zu.
„Oof die Liebe!“
Bernd war gerührt, dass Matt ihm erzählt hatte, wie sehr er die ersten Zärtlichkeiten mit seiner Lisa genossen hatte. Auch wenn er gleichzeitig erschauderte, er wollte gar nich erst nachhaken, ob seine Lisa auch schon... Aber das konnte er sich nicht vorstellen, obwohl sie bedenklich aufgeschlossener war als in Berlin. Diese jungen Leute konnten heutzutage gar nicht früh genug mit der Erotik anfangen.
„Habt ihr wenigstens verhütet?“
„Bitte?“
„Jung, ick hab grad hochdeutsch jesprochen. Wees leeder nich das englische Wort für... Ah, ick glob, Verhütungsmittel heeßt bei euch: Tschortsch Dabeljuh Busch!“
Matt lachte so herzhaft wie schon lange nicht mehr, dieser Mann war einfach die Wucht. Und Bernd war froh, dass er diesen zurückhaltenden Jungen endlich aufheitern konnte. Aber zurück zum Thema...
„Jung, ick meene: Habt ihrn Jummi benutzt?“
„Yummi?“
„Jottchen... Du Flitzpiepe! GUMMI! Und damit meen ick jetzt nich Bubblegum!“
„Ähm...“
Matt dachte ernsthaft darüber nach, aber wie sollte er Bernd begreifflich machen, dass beim Spontan-Sex auf dem Sand einfach kein Jummi auffindbar war? Abgesehen von dem alten Autoreifen von David, den sie einfach als außergewöhnliche Sitzgelegenheit umfunktioniert hatten. Aber diesen konnte er sich unmöglich drüber stülpen...
„Ähm klingt ja noch jefährlicher als der Dabeljuh!“
Bernd konnte es nicht fassen, wie verantwortungsvoll diese Jugend doch war. Und stellte sich selbst grad mit Grauen als Opa vor. Lisa war doch noch viel zu jung für so etwas. Und seine beiden Knuddeläffchen erst recht!
„Wird schon nichts passiert sein!“
Aufgrund dieser locker-flockigen Antwort gab Bernd seinem neuen Zögling einen Klaps auf den Hinterkopf.
„Rutscht da noch was rüber? Ick hoffe doch! Mensch, was bringen die euch in Biologie bei? Nur wie mans macht, nich was dabei rauskommen kann? Und hat dein Vater nich ma...“
Bernd biss sich auf die Zunge und hätte diese am Liebsten gleich verschluckt. Der zartbesaitete junge Mann neben ihm kämpfte wieder mit den Tränen und machte Bernd so begreifflich, dass er mit seinem Erzeuger noch nie so ein Gespräch führen konnte. Statt dessen gab es „Live-Unterricht“ in der Schuldusche...
Bernd hätte den Jungen pausenlos umarmen können, erst recht, nachdem er auch vom ollen Fritze erfahren hatte, dass dieser scheinheilige Kirchenheini und diese TV-Plaudertasche ihren eigenen Sohn verleugnet hatten. So was ging dem väterlichen Bernd wirklich auf den Keks.
„Ach, Jung. Komm ma her!“
Nur zu gerne ließ Matt sich von dem netten Bernd Plenske in den Arm nehmen. Wie gerne hätte er so einen Vater gehabt, was ihm aber wohl für immer verwehrt bleiben würde. Aber da hatte er nicht mit Bernd gerechnet, der sich nun selbst die eigenen Tränen abwischen mußte und leise erklärte:
„Vergiss bitte eins nicht, meen Sohn! Ja, juck nich so, für mich biste echt wie ein Sohn. Und Lisa braucht och nen großen Bruder, der sie vor dem Kermit beschützt. Im Ernst, ick mag dich wirklich sehr jern und bin immer für dich da, damit du dat och weest! Jummis hab ich auch noch für euch, also keene Sorche!“
Matt mußte wieder unwillkürlich grinsen, Bernd hatte wirklich eine Art, sämtliche Herzen zu gewinnen. Wie gerne wäre er auch so behütet aufgewachsen wie Lisa. Sein Angebot rührte den Jungen wirklich sehr und gemeinsam stießen sie wieder ihr Bier an.
„Oof meenen neuen Sohn, das Knuddeläffchen!“
„Matt, wenn ich bitten darf!“
„Dat darste, meen Knuddeläffchen!“
Amüsiert schüttelte Matt den Kopf und fiel mit Bernd in das laute Lachen ein. Endlich hatte er einen wirklichen Vater gefunden, dieser wollte ihn ja fast schon adoptieren.
Auch wenn die Wunden seiner Vergangenheit noch lange nicht heilen würden, er würde jetzt viel besser damit umgehen können.
Immerhin hatte er jetzt einen Ersatzdaddy, seine über alles geliebte Lisa, bei der er hoffentlich noch keinen Volltreffer gelandet hatte, so ganz ohne Dabeljuh, und er hatte seine besten Freunde David und Lisa. Damit sollte er schon zufrieden sein.
Und während sich „Vater und Sohn“ noch länger unterhielten, blicken seine Freunde gespannt zu der netten Szene am nahegelegenen Felsen.
„Unsere Daddys sind wirklich cool!“, meinte David und freute sich wirklich sehr, dass Bernd Plenske so ein toller Hecht war. Hatte er wohl von seiner Tochter geerbt.
„Ja, das sind sie wirklich!“ Mit feuchten Augen beobachtete Lisa die beiden noch ein wenig und unterhielt sich später noch länger mit ihren Freunden über ihre tolle Familie und ihre tolle Freundschaft. Gemeinsam würden sie noch die stärksten Stürme überstehen können.
Re: High School Love
maxi - 26.04.2007, 21:13
Na endlich hat es bei Matt und Lisa auch geklappt . Lange genug haben sie ja darauf hingearbeitet. .
Was für ein bösartiger Gedanke von ihm, die beiden mit einem Eimer Wasser zu wecken
War David etwa neidisch , weil sie sich so lange vergnügt haben.
Wenn die beiden noch eine Weile ihr Liebesspiel fortgesetzt hätten, wären David womöglich noch Schwimmhäute gewachsen.
Die Aussicht auf Erdinger Weißbier hat ihn dann wohl alles vergessen lassen.
Die Versöhnung mit Friedrich war wunderschön und längst überfällig .
Warscheinlich hätte Bernd ihn mit seiner Grillzange gekniffen wenn er diesen Schritt nicht getan hätte.
Bernd ist sowieso für alles zuständig. Selbst für eine Aufklärungsstunde mit Matt, seinem Knuddeläffchen
Adoptieren nee lieber nicht Matthew Plenske klingt doch ziemlich blöd.
Lg maxi
Re: High School Love
uglymuffin - 26.04.2007, 21:15
:big_rofl Danke für den geilen und smilyreichen Kommi, Süße!!! :big_kiss
Re: High School Love
here_we_go - 26.04.2007, 21:16
das war wieder ein super kapitel :big_ok
besonders schön fand ich, das matt und lisa jetzt auch ihr erstes mal 'hinter sich' haben, obwohl ich das den zweien, so in der öffentlichkeit gar nicht zugetraut hätte :n182:
lisa p. ist ja wirklich 'ne ganz liebe, dass sie friedrich überreden konnte, sich mit seinem sohn zu versöhnen, ganz großes kino :respekt_2 und david weiß das auch zu schätzen
bernd ist mal wieder super :big_ok
und matt ist ja auch total gerührt, das bernd in als ersatzsohn sieht :big_give5
Re: High School Love
uglymuffin - 26.04.2007, 21:21
:4587 Danke auch dir!!!
Am Strand waren ja "nur" noch David und Lisa anwesend und die auch nur aus der Ferne, da kann man sich schon mal vergessen *lol*
Hab das Popcorn heut recht "sauber" gehalten, damit man sich nich wieder beschwert *lol* Auch wenns schwerfiel :oops:
Es wird aber doch noch später dramatisch werden, für wen und wie, verrat ich noch nicht :wink: :(
Re: High School Love
maxi - 26.04.2007, 21:42
Hat sich bei Dir jemand beschwert?:big_wut
Ich trau mir ja kaum noch einen etwas zweideutigeren Smiele zu posten, nicht das sich noch jemand auf den Schlips getreten fühlt..:-#
Deshalb hier der etwas smiliereichere Beitrag.
Ich denke mir, du verkraftest das.:D
Lg maxi
Re: High School Love
uglymuffin - 26.04.2007, 21:45
:lol: :lol: :lol: Hier können wir ja schreiben und smilien wie wir wollen.
Zitat aus indianagirls ViBforum:
Quote: noch ne kleine kritik ( nicht böse sein) aber du schreibst im moment ziemlich "schmutzig". find ich persönlich nicht so gut.
Quote: nee, ich mein nicht die details sondern die ausdrucksweise. bitte nicht überlnehmen, weil die story an sich ist voll ok.
Re: High School Love
maxi - 26.04.2007, 22:11
Also unter schmutzig verstehe ich was anderes. :-k
Ich würde deine Geschichte als witzig :n89: , gepaart mit jeder Menge Erotik und Liebe bezeichnen.
Was gibt es bloß für verklemmte Menschen :oops: ?
Die sollen doch erst mal so was schreiben.
Ich glaube für die Kapitel brauche ich immer am längsten.
Lg maxi
Re: High School Love
uglymuffin - 26.04.2007, 22:14
:danke: dir, na ja, manche verstehen halt meine Art von Humor nicht;) Für die is "Blasrohr" wohl schon schmutzig :lol:
Oh ja, die Szenen verlangen wirklich viel ab. Zudem muss man dann ja sehen, dass man selbst trocken bleibt :sm_16
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"L-World" - gepostet von uglymuffin am Freitag 20.04.2007
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