Das Stadttor und Wege aus der Stadt hinaus

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    Re: Das Stadttor und Wege aus der Stadt hinaus

    Das Pantheon - 18.04.2007, 23:38

    Das Stadttor und Wege aus der Stadt hinaus
    Das große Tor zur Unterstadt (eines davon) wird Tag und Nacht bewacht. Tagsüber die Stadt zu verlassen stellt kein Problem dar. Nachts sieht das schon wieder ganz anders aus...



    Re: Das Stadttor und Wege aus der Stadt hinaus

    Hektor von Troja - 18.04.2007, 23:48


    pp & Paris: Korridore Palast

    Hektor beantwortete Paris' Frage nicht. Er wusste, dass sein Bruder auch ohne seine Hilfe die Antwort kannte. Der unterschwellige, aggressive Tonfall aber gefiel ihm nicht wirklich. Er wusste, dass Paris, auch wenn er es nicht wollte, keine Achtung für eine derartige Handlungsweise aufbringen konnte und das ließ ihn unruhig werden.

    Man mochte Hektors Verhalten "kuschen" nennen, aber würde man das in seiner Gegenwart tun, würde er den Betreffenden vermutlich erst eine Lektion im Ring und dann eine in einem der kühlen Studierzimmer erteilen und dabei viel Freude haben.
    Immer mit dem Kopf durch die Wand zu wollen und seinen Willen zu bekommen, konnte sich kein Mensch in der Politik leisten ohne dabei zu versagen.
    Hektor empfand sein Verhalten nicht als demütig. Er machte sich selbst nur das Leben so einfach wie es eben ging und das bedeutete bei einer Person wie Menelaos so vorsichtig wie möglich zu sein.
    Es war nicht angebracht, sich in dem Feld der Etikette zu steiten- zumal die Troer auf ihre formvollendeten Manieren sehr stolz waren. Viel wichtiger war es, ihm in politischen Dingen die Stirn zu bieten und das würde Hektor tun.
    Es war immer gut beständig sein zu können.

    Er lächelte seinem jüngeren Bruder zu, als er dessen Worte hörte und nickte beifällig und bestätigend. Zumindest versuchte Paris seine Enttäuschung zu vergessen und das rechnete er ihm hoch an. Wenn Hektor ehrlich war, wäre er natürlich auch lieber alleine unterwegs. Aber er hatte eben auch andere Funktionen als die des Privatmenschen Hektor zu erfüllen.

    "Nach Taaaaaaaaaagen des Eingesperrtseins... was glaubst du wohl wie wir das Umland erkunden werden, mh? Marathon muss sich warm anziehen, wenn es seine Sieger behalten will."
    Der Prinz lächelte kurz und wurde dann langsamer, als das imposante Stadttor in Sicht kam, welches die Mauer der Stadt durchbrach.
    Zwar konnten die Befestigungsanlagen keinem Vergleich mit Troja standhalten, aber ansehnlich waren sie trotzdem.
    Nur half ansehnlich einem Verteidiger vermutlich herzlich wenig... daher also lieber immer Angreifer sein.

    Großartige Politik.

    Bäh.



    Re: Das Stadttor und Wege aus der Stadt hinaus

    Paris von Troja - 19.04.2007, 19:58


    Paris lächelte verschlagen.
    "Zu Fuß." Entgegnete er, obwohl er wusste, dass Hektors Frage so wohl nicht gemeint gewesen war.
    "Ich muss zugeben, ich bin auf das Land gespannt. Weniger Sand als Troja wird es wohl hier geben, nehme ich an." Mutmaßte er, und ließ zu, dass der sanfte Wind mit seinen Haaren spielt.
    "Was Marathon betrifft... so haben die sich noch nie mit Männern Trojas gemessen..." Erklärte er selbstbewusst und grinste breiter.
    "Und kein Grieche weit und breit...." Stellte er schließlich mit einem Blick auf Stadt und Palast fest.
    "Vielleicht... sollten wir einfach schon mal aufbrechen nein? So ohne Führer, aber auch ohne fremden König?" Schlug er vor, hob dabei eine Augenbraue, nahm aber nicht wirklich ernst was er da sagte.
    "Gut, dann halt nicht." Er zuckte leicht mit der Schulter und lächelte wieder.
    Ein wenig unruhig trat er von einem Bein auf das andere.
    Der Führer war unpünktlich. Das war selten ein gutes Zeichen.

    Wo blieb der nur?

    Er sah Hektor an, und runzelte die Stirn.
    Es war ihm unangenehm, dass ihr Aufbruch mit einer Verzögerung dadurch begann, dass der Mann, den er gefunden hatte, um ihnen das Land zu zeigen, nicht oder zu spät auftauchte.
    Dann, plötzlich spürte er etwas, ein unbestimmtes Gefühl, und als er herumwirbelte stand tatsächlich ein Mann vor ihm, aber es war nicht der, den er erwartet hatte.
    Erstaunt sah er ihn an.
    Er war recht klein und schlank, mit dunklen Augen, die listig dreinblickten, ebenso rabenscharzem Haar und wettergegerbtem, sonnengebräuntem Gesicht.
    Er trug eine sandfarbene Tunika aus einfachem Leinen, aber Paris fiel auf, dass sie trotzdem ziemlich neuwertig wirkte, da die Farbe noch kräftig und der Stoff kaum zerschlissen war.

    "Seid gegrüßt edle Herren. Ihr kennt mich nicht, doch bin in Agidones Namen ich hier." Brachte er hervor und verneigte sich tief.
    "Mein guter Freund wurde von ärgster Krankheit überrascht, und schickte mich, Teiresion an seiner Stelle, euch werte Prinzen durch Lakonien zu führen."

    Paris sah zu Hektor, sagte aber nichts, da es die Mühe nicht wert war, auszusprechen, dass Agidones der Mann gewesen war, den er erwartet hatte. Das schloss sein Bruder bereits aus dem Gespräch.

    "Ich hoffe, Euch ebenso zu Diensten sein zu können." Fügte er hinzu, und verneigte sich tief.
    Tief genug, damit Paris den Knauf des silbernen Dolches aufblitzen sehen konnte, den er unter seiner Kleidung verbarg.
    Liefen alle Führer in Lakonien bewaffnet umher?
    "Wozu den Dolch?" Fragte er daher ohne umschweife, und zunächst schien Teiresion überrascht, dann allerdings lächelte er mit seinen dünnen Lippen.
    "Kein Grund zur Sorge Herr. Ein jeder tut das hier, wenn er die Stadt verlässt. Obgleich es nur wenige wilde Tiere hier in Lakonien gibt, und um die Stadt herum noch weniger, ist Vorsicht geboten, sollte man einem von ihnen begegnen, daher trage ich zu meiner und zu Eurer Sicherheit dieses kleine Unterpfand." Wieder verneigte er sich tief.
    "Nun denn, wollen wir?"

    Paris zögerte einen Moment, doch gerade als er antworten wollte, sah er bereits von der Stadt her eine Gestalt sich ihnen nähern, mit der selben dunkelroten Tunika, die er am Mittag bereits gesehen hatte.
    "Einen Moment noch, guter Teiresion." Erwiderte er, und deutete in die Richtung, aus welcher sich Ithakas König näherte.
    "Wir erwarten noch einen Begleiter."
    Der Führer nickte, und verharrte stumm, während Minuten verstrichen, ehe Odysseus sie erreichte.
    Wie schon am Nachmittag, so lächelte er auch jetzt, und in den braunen Augen schimmerte es freundlich und warm.
    In seiner Hand hielt der Grieche einen langen Stock, der seine eigene Größe sogar übermaß.
    Ein Wanderstab, wie Paris annahm, und in der Tat dünkte ihm der Stab eine gute Idee zu sein, wenngleich er selbst nicht daran gedacht hatte, einen mitzunehmen.
    Blieb abzuwarten, wer wem zeigen würde, wie man das Land erkundete.
    "Nun, Teiresion, da wir komplett sind, geht voran." Forderte der junge Prinz den Mann auf, nachdem sie sich gegenseitig begrüßt hatten, und schon setzte sich der kleine Tross mit Teiresion an der Spitze in Bewegung.



    Re: Das Stadttor und Wege aus der Stadt hinaus

    Hektor von Troja - 19.04.2007, 21:16


    Okay, die Ausrede mit den wilden Tieren war die unglaubwürdigste, die er je gehört hatte. Hektor lächelte nicht, aber in seinem Inneren schlug der jahrelang trainierte und wildniserfahrene Teil der Prinzenpersönlichkeit Purzelbäume.

    Wilden Tieren begegnete man mit kurzen oder langen Speeren, Pfeil und Bogen, vielleicht sogar einem Wanderstab wie jenen des Odysseus, aber nicht mit einem götterverdammten Dolch, der wohl zulassen konnte, dass die Tiere sich soweit näherten dem Verteidiger den Arm mitsamt Dolch abbeißen zu können.
    Haps.

    Aber gut, Hektor nahm sich vor, sich einfach nach außen hin so dämlich zu stellen, wie er im Allgemeinen gehalten wurde. Sie würden wahrscheinlich in das besiedelte Umland Spartas gehen.
    Ja, klar.
    Und da würden die Menschen noch einen solchen Einfluss auf ihre Umwelt haben, dass es keine großen wilden Tiere gab.
    Sicher doch.
    Und außerdem gab es in Lakonien wahrscheinlich überhaupt keine großen Tiere...
    Logo!

    "Wohin," fragte der Prinz höflich und seinen Sarkasmus verbrgend. "Wird es denn gehen?"
    Es war immer nett ein kleines Gespräch zu beginnen und den anderen glauben zu lassen, dass man partout keine Ahnung hatte. Es war nicht so, dass Hektor das Umland bereits gesehen hätte. Er kannte nur das, was er sich als Vorbereitung für die Verhandlungen angelesen hatte. Aber ein wenig wusste er von der Topographie der Stadt und fragen kostete ja bekanntlich nichts.

    Die Sonne stand hoch am Himmel und brannte auf sie herab, doch jemand, der ihre Reflektion durch Sand und Meer gewöhnt war, kümmerte das nicht. Hektors Schritte blieben leicht und unbeschwert, auch das lange Gewand behinderte ihn kaum und verbarg vielmehr von welcher Beschaffenheit sein Träger war.
    Seine weichen, oftmals als filigran bezeichneten Züge mochten den flüchtigen Beobachter wohl täuschen.
    Hektor war sowohl kräftig, als auch wendig, schöngeistig, als auch Krieger. Er sorgte allerdings nur selten dafür, dass das eine mit dem anderen bekannt wurde. In einer diplomatischen Beziehung wollte man kein Schwerterrasseln. Auf dem Schlachtfeld keine Gedichte schreiben- zumindest nicht, wenn man der Heerführer war.



    Re: Das Stadttor und Wege aus der Stadt hinaus

    Odysseus von Ithaka - 21.04.2007, 10:50


    Teiresion wandte Hektor seinen Blick zu, und kniff die dunklen Augen ein wenig mehr zusammen.
    "Wohin Ihr zu gehen wünscht, werter Herr." Entgegnete er, streifte Paris kurz, und ließ die Augen dann auf Odysseus ruhen.
    Es war ihm nicht ganz recht, dass er nicht, wie verabredet nur die zwei Prinzen führen sollten, aber seine Anweisungen von König Menelaos waren eindeutig.
    Und er würde danach handeln.

    "Wenn Ihr das Land kennenzulernen wünscht, dann würde ich empfehlen, dass wir uns zu den Hügeln dort begeben." Er hob den Arm und deutete damit auf eine Hügelkette in einiger Entfernung.
    "Von dort aus habt ihr einen ersten Überblick über Lakonien, und es wird Euch leichter fallen, zu entscheiden, welches Gebiet Ihr als erstes zu erkunden wünscht." Er verneigte sich leicht, und ging auf Paris' Nicken hin voran.
    Teiresion legte ein recht zügiges Tempo vor, und Paris überraschte dies ein wenig.
    Er hatte gedacht, dass sie selbst das Tempo vorgeben würde, aber nein, es sah nicht so aus.
    Beinahe konnte man meinen, dass Teiresion es eilig hatte, aber hier mochte er sich auch irren.
    Vielleicht war das ja einfach normal für spartanische Führer.
    Paris warf einen Blick über die Schulter und sah, dass Odysseus das Schlußlicht ihrer kleinen Truppe bildete.
    Der Grieche war schweigsam und wirkte nachdenklich, was Paris ein wenig komisch vorkam.
    Er kannte den Mann zwar weder gut, noch lange, aber irgendwie glaubte er trotzdem, dass er eher selten schwieg, und ein gepflegtes Gespräch dem Schweigen vorzog.
    Er warf Hektor einen kurzen, fragenden Blick zu, sagte jedoch nichts, und lief einfach weiter voran.



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