Über das Loslassen

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    Re: Über das Loslassen

    Jo - 17.04.2007, 08:27

    Über das Loslassen
    Zitat: „Wir brauchen nicht zu lernen, wie wir Dinge loslassen können; wir müssen einfach nur lernen, es zu erkennen, wenn sie schon fort sind.“

    -- Suzuki Roshi

    Das Thema „Loslassen“ beschäftigt viele von uns immer wieder. Wir haben wohl alle eine gute Vorstellung davon, wie viel Erlösung möglich wäre, wenn wir mehr loslassen würden. Und gleichzeitig tun wir uns oft auch so schwer damit...

    Nun haben sich schon viele Menschen Gedanken dazu gemacht, wie uns das Loslassen leichter fallen kann und es ist auch viel darüber geschrieben wurden. Manches erweist sich als hilfreich, aber ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir fällt das Loslassen oft noch immer sehr schwer.

    Als ich nun dieses Zitat von Suzuki Roshi las, war ich mehr als verblüfft.

    Was für eine schon regelrecht freche Aussage das ist! Es geht seiner Ansicht nach gar nicht ums Loslassen, sondern nur darum, zu erkennen, was schon nicht mehr da ist.

    Lassen Sie diesen Gedanken einmal auf sich wirken.

    Spüren Sie dieser Idee einmal bewusst nach.

    Vielleicht ist es tatsächlich so einfach?





    Quelle: www.zeitzuleben.de



    Re: Über das Loslassen

    Jo - 17.04.2007, 08:57


    mir gefällt ja das scheinbar Paradoxe oft sehr :-D

    Die Worte von Suzuki Roshi lassen auch gleich mal ein Bild vor mir erscheinen...

    da läuft jemand wie wild Richtung Freiheit, immer weiter....immer weiter...ohne zu bemerken, daß er schon längst frei IST.

    Der Mensch ist halt eben auch ein Gewohnheitstier. Und gewohnt zu sein, in etwas verfangen zu sein...ist eben auch Gewohnheit, mein ich.

    ouuhhh....und plötzlich ist etwas weg...nicht mehr da...wirklich ?

    sich der neuen Freiheit stellen....

    ...oder doch lieber nach Indizien suchen, die vielleicht auf wenigstens ein kleines Bisschen Verfangenheit noch deuten könnten...so der Gewohnheit und Sicherheit halber :wink:

    weil was tun jetzt mit der neuen Situation ?

    vielleicht freudig über die Wiesen gehn, sich bewusst der vielen, noch ungeahnten Möglichkeiten ?

    oder vielleicht doch lieber....öhm... :D

    :sunny: Jo



    Re: Über das Loslassen

    Reinfriede - 24.04.2007, 09:04


    In Bezug auf Menschen tu ich mir absolut schwer *gestehe*

    Meiner Mutter gehts nicht gut, sie ist im Krankenhaus und es sieht nicht so dolle aus.....möglicherweise stehe ich bald vor der Situation, loslassen zu müssen......da wirken solche Sätze und Aussagen, so wahr sie sein mögen, fast unmenschlich auf mich.

    Vielleicht nur dann, wenn man das Gefühl hat, dass der Mensch dann wirklch "weg" ist? *grübel*

    Liebe Grüße
    Reinfriede



    Re: Über das Loslassen

    Mara - 24.04.2007, 09:11


    In der "Esoterik" gibt es ja viele "Anleitungen" für solche Fälle, die das loslassen propagandieren und sagen: Wenn es keinen Tod gibt, wozu dann die Trauer.

    Ich sehe das differenzierter - der Mensch, seine menschliche Hülle ist einmalig und wenn er geht, geht etwas einmaliges, das eben so in dieser Form dann nicht mehr da ist und nicht wiederkehrt.

    Da ist Trauer mE völlig angebracht. Trauer hat für mich nichts mit festhalten zu tun, Reinfriede, sondern mit Liebe ;) ...

    Ich drück dich mal und wünsch dir Kraft.
    Als Menschen sind wir endlich :-( - aber noch ist sie ja da. Vergiß das nicht ! ;)



    Re: Über das Loslassen

    Mara - 24.04.2007, 09:16


    Zitat: "Wir brauchen nicht zu lernen, wie wir Dinge loslassen können; wir müssen einfach nur lernen, es zu erkennen, wenn sie schon fort sind.“

    -- Suzuki Roshi



    Das hatte ich noch gar nicht gelesen - das finde ich genial. Klau ich mir und nehm ich mit nach "Haus" :D - danke Jo *bussi*



    Re: Über das Loslassen

    Reinfriede - 24.04.2007, 10:28


    Liebe Mara!

    Ein schnelles Danke! Mein Boss ist wieder da...später mehr!

    Liebe Grüße
    Reinfriede



    Re: Über das Loslassen

    Jo - 24.04.2007, 11:07


    Reinfriede hat folgendes geschrieben: In Bezug auf Menschen tu ich mir absolut schwer *gestehe*

    Meiner Mutter gehts nicht gut, sie ist im Krankenhaus und es sieht nicht so dolle aus.....möglicherweise stehe ich bald vor der Situation, loslassen zu müssen......da wirken solche Sätze und Aussagen, so wahr sie sein mögen, fast unmenschlich auf mich.

    Vielleicht nur dann, wenn man das Gefühl hat, dass der Mensch dann wirklch "weg" ist? *grübel*

    Liebe Grüße
    Reinfriede

    hallo Reinfriede !

    Das sehe ich ähnlich wie Mara. Die Liebe zu deiner Mama wirst du auch nicht los lassen...wozu denn auch.

    Und alle anderen Gefühle wie Trauer, Wut...so Vieles....die sind finde ich auch nicht dazu da, um sie mit "Gewalt weg machen zu wollen", aus irgend einem Anspruch heraus.

    Was wünscht du dir für den Moment....für dich und die Situation mit deiner Mama ?

    Mag dich (wenn ich darf) auch mal drücken und dir viel Kraft schicken

    :knuddel Jo



    Re: Über das Loslassen

    Reinfriede - 02.05.2007, 20:44


    Schönen guten Abend!

    So wie es aussieht, hat sich die Situation mit meiner Mutter momentan ein wenig entspannt, möglicherweise kriegen die Ärzte alles in Griff und sie wird wieder so, wie sie früher mal war :-D

    Wisst Ihr, wir Kinder machen uns seit Jahren Sorgen um unseren Vater, aber meine Mutter war immer so gesund und tüchtig wie eine 20-jährige. Dass sie auf einmal todkrank wurde, hat uns alle am falschen Fuß erwischt....damit hatten wir nicht gerechnet, wir waren alle total geschockt.

    Ich bin froh, wenns gut ausgeht. Ich möchte so gerne auch noch "Kind" sein dürfen - klingt jetzt blöd, aber das beschreibt das ganz gut - mein Exmann wurde, als seine Eltern starben, ein völlig anderer Mensch. Es setzte ihm unheimlich zu, niemandes Kind mehr zu sein, die Verantwortung nun alleine tragen zu müssen, endgültig "erwachsen" zu sein.... davor habe ich auch Angst *egoistbin*

    Liebe Grüße
    Reinfriede, heute jammernd.... 8)



    Re: Über das Loslassen

    Jo - 03.05.2007, 08:03


    Guten Morgen ! :-D

    Zitat: So wie es aussieht, hat sich die Situation mit meiner Mutter momentan ein wenig entspannt, möglicherweise kriegen die Ärzte alles in Griff und sie wird wieder so, wie sie früher mal war


    da drück ich fest die Daumen....

    Zitat: Ich bin froh, wenns gut ausgeht. Ich möchte so gerne auch noch "Kind" sein dürfen - klingt jetzt blöd, aber das beschreibt das ganz gut - mein Exmann wurde, als seine Eltern starben, ein völlig anderer Mensch. Es setzte ihm unheimlich zu, niemandes Kind mehr zu sein, die Verantwortung nun alleine tragen zu müssen, endgültig "erwachsen" zu sein.... davor habe ich auch Angst *egoistbin*

    das kann ich gut nachvollziehen.

    meine Oma ist jetzt 92 Jahre alt. Sie war sehr stark beteiligt, mich groß zu ziehen. Mein Verstand kann momentan schon gut zulassen, daß sie gehen wird....mit dem Wunsch, daß sie das in Frieden und in dem Gefühl von Sicherheit kann.

    dennoch...ich habe das Gefühl, wenn es mal wirklich soweit ist....wird es trotz aller Vorbereitung darauf noch mal anders sein.

    Die Mutter einer sehr lieben Freundin von mir ist vor einigen Tagen gestorben. Es ist irgendwie nie der "richtige" Zeitpunkt...

    Mit meiner Mutter hab ich immer besseren Kontakt bekommen, umso erwachsener ich wurde. Da ist es auch so: ich mag nicht mal dran denken,......

    Zitat: ....damit hatten wir nicht gerechnet, wir waren alle total geschockt.


    ...und sowas reisst plötzlich aus einem Sicherheitsgefühl heraus....

    Mir fällt es (auch) schwer, mich damit auseinander zu setzen....

    Ganz liebe Grüße !

    :flower: Jo



    Re: Über das Loslassen

    Reinfriede - 03.05.2007, 10:20


    Ja, es ein Thema, mit dem wir uns irgendwann mal auseinander setzen müssen, so oder so. :roll:

    Meine Oma ist vor zwei Jahren gestorben, mit 94. War für meinen Vater ganz schlimm, obwohl er selbst schon 70 damals war.

    Abschied - ein trauriges Thema, tut immer irgendwie weh. Loslassen - frei werden für Neues, aber da?

    Liebe Grüße
    Reinfriede



    Re: Über das Loslassen

    Jo - 03.05.2007, 16:28


    Zitat: Abschied - ein trauriges Thema, tut immer irgendwie weh. Loslassen - frei werden für Neues, aber da?

    da klingt das "frei Werden für Neues" zynisch...finde ich auch.

    Manches passiert eben wie es passiert und "man" kann es mit der Zeit akzeptieren oder auch nicht....



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