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Re: Belenus – Krieger des Lichts
Anonymous - 15.04.2007, 15:46Belenus – Krieger des Lichts
Dies ist die Geschichte von Belenus, der aus einer Verschmelzung keltisch-germanischer Stämme seine Prägung genoss. Den göttlichen Namen Belenus, Gott des Lichts, sollte er erst im Laufe seines Lebens, während der territorialen Kriege mit Rom um 5 nach Christus erhalten. Er wurde ungefähr im Jahr 15 vor Christus in einem kleinen, relativ friedlichen cheruskischen Dorf, im Nordwesten Germaniens gelegen, als Sohn des Dorfschmieds unter dem Namen Benus geboren.
Seine Vorfahren kamen ursprünglich aus dem Süden. Es waren Kelten deren Lebensbedingungen sich nordöstlich der Alpen rapide verschlechtert hatten. Der Druide bat deshalb die Götter in einem Ritual um Rat. Während der Zeremonie erschienen zwei Schlangen, die wieder in Richtung Süden verschwanden. Für den Druiden war dies das unmissverständliche Zeichen der Göttin Sirona, die Alpen zu überqueren, um noch weiter im Süden neue Siedlungsgebiete zu erschließen.
Sirona ist die Göttin der Quellen, der Heilung und der Fruchtbarkeit. Sie wird dargestellt als junge Frau mit zwei Schlangen in den Händen. Auf den Rat der Göttin zu hören sollte sich als weise Entscheidung herausstellen, denn jenseits der Alpen fanden die Vorfahren von Benus ideale Lebensbedingungen vor. Dort trafen sie auf die Etrusker, eine uralte Hochkultur und vermischten sich schnell mit diesen Menschen, weil sie sich kulturell gut verstanden und ergänzten.
Es erging den Kelten gut in der neuen Heimat und sie dehnten ihre Siedlungsgebiete rasch aus, was kämpferische Auseinandersetzungen mit anderen Stämmen oder Völkern nach sich zog. Auch wenn sie gewiss keine Barbaren waren, so waren kriegerische Auseinandersetzungen nichts Ungewöhnliches für sie. Die mündliche Überlieferung, dass sie in einem übermütigen Feldzug, etwa 387 vor Christus, gegen den Stadtstaat Rom, diesen fast dem Erdboden gleich gemacht haben und die Römer um ihre Existenz zittern mussten, wird noch immer heroisch und stolz an festlichen Gelagen am Leben erhalten.
Als sich Rom jedoch im Laufe der Jahrhunderte zu einem mächtigen, expansiven und rachsüchtigen Imperium entwickelte, sahen sich die Vorfahren von Benus gezwungen wieder über die Alpen in den Norden zu ziehen.
Nordöstlich des Rheins konnten sie sich glücklicherweise mit dem germanischen Stamm der Cherusker verbünden und schließlich wieder vermischen. Die heldenhaften Geschichten wurden nun seltener erzählt, geschweige denn die des Rückzuges. Jedoch war dieses eigenwillige Volk nicht gewillt, dem römischen Imperium, das um 100 vor Christus auch jenseits der Alpen in den Norden vorstieß, die Vorherrschaft einfach zu überlassen.
Wir schreiben das Jahr 5 nach Christus, die Römer errichten seit einiger Zeit längs des Rheins und der Donau Stützpunkte. Diese Kastelle waren von Nöten, um das schnell gewachsene Imperium zu stabilisieren, und um besser in die noch zu erobernden dunklen, von Urwäldern überwuchernden Gebiete vordringen zu können.
Benus ist ein Krieger, der in kleineren Scharmützeln mit den Römern Erfahrungen in der Kampfkunst gesammelt hat. Er trägt ein keltisches Kreuz um den Hals und hat eine germanische Eiche auf der linken Brust tätowiert. Sein Haar ist lang, dunkelblond und mit Kalkresten durchzogen. Er trägt einen rotblonden Bart, denn er immer wieder mit einem Rasiergerät aus Bronze stutzt. Das selbst geschmiedete Schwert ist eine Kreation aus römischem Gladius und gallischem Zweihänder, welche ihm erlaubt auch einen Schild zu tragen. Der Griff des Schwertes ist mit Runen verziert, das leichte Holzschild ist mit Leder bespannt, bestickt mit einer Sonne, bestehend aus einer mit Ginster gelb gefärbten Hanffaser. Bekleidet ist Benus mit einer Hose und einem Oberrock. Der Stoff ist in einem feinen Muster, in den Farben blau (Blaubeere), rot (Malve) und gelb (Ginster), nicht grell, aber auch nicht blass wirkend, gewebt. Gemustert. Ein Gürtel gibt Hose und Rock halt. Die liebevoll verzierte Gürtelschnalle ist das Geschenk eines Freundes. Am Gürtel befestigt trägt er meistens einige Utensilien, wie Holzlöffel und Trinkhorn, damit er jederzeit an einem Gelage mit Met oder Bier und Hafergrütze teilnehmen kann. Dazu gehört auch ein mit Siedesalz gefüllter Beutel. Das Salz stammt aus den Solequellen in der Nähe des Dorfes und ist nicht nur für den Eigenbedarf gedacht. So kann er jederzeit die Qualität des Salzes für einen möglichen Handel demonstrieren. Am Gürtel hängt auch ein Dolch und ein Beutelchen mit verschiedenen Kräutern, die er vom Dorfdruiden mit auf den Weg bekommt, wenn er längere Zeit unterwegs ist. Damit kann er auch kleinere Verletzungen selber behandeln oder mit einer Kräutersalzmischung das Essen schmackhafter bereiten.
Eines Tages an einem wechselhaften Frühlingstag, kommt es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Römer und dem Dorf von Benus. Die Römer haben es auf die Solequelle abgesehen und wollen das zugehörige Dorf unterwerfen. Da der römische Kaiser Augustus angekündigt hat Germanien nun endgültig zu erobern, sind die römischen Vorposten wieder mutiger geworden und terrorisieren die Dörfer in der Nähe der Kastelle. ( Augustus (Octavius) ist der Großneffe und ein aus römischer Sicht würdiger Nachfolger Caesars, da er Mark Anton besiegt und dem betörenden Engagement Kleopatras nicht erlegen ist. )
Am besagten Tag rücken die Römer mit zwei Einheiten von jeweils 200 Legionären vor. Die erste Truppe ist Kampferprobt und wird von einem Präfekten mit dem Namen Lucius Vurenus angeführt, die andere unerfahren von einem Centurio befehligt, soll als Reserve und zu Übungszwecken dienen. Der Präfekt ist als einziger zu Pferd und lässt, seiner vermeintlichen Übermacht gewiss, die Truppen in Richtung Barbarendorf marschieren.
Unterdessen bereiten sich ungefähr 150 Krieger, zu denen auch Benus zählt, auf ihren vielleicht letzten Kampf vor. Unter ihnen sind auch einige Frauen und alle sind sich der Übermacht des Feindes bewusst.
Sie färben und formen sich die Haare mit Kalk zu skurrilen Frisuren, verzieren mit blauer Farbe ihre stämmigen, muskulösen Körper, viele gehen mit freiem Oberkörper und barfuß, manche sogar, wie ihre Vorfahren, nackt in den Kampf. Der Dorfdruide gibt jedem Krieger einen individuellen mystischen Spruch mit auf den Weg.
Als der Druide zu Benus kommt, nimmt er ihn bei Seite und schaut ihn ernst und prüfend mit seinen dunklen Augen an. Benus wiederum blickt, vor Spannung geladen, fiebrig auf das Ritual wartend, in das alte sympathische Gesicht des Druiden. „Für dich habe ich eine andere Aufgabe“, sagt der Druide bestimmend. „Aber . . . , aber . . ., ich will, ich muss unser Dorf verteidigen“, entgegnet der junge Krieger verunsichert. „Du musst zum nächsten Dorf und gib dem Stammesfürsten diesen Armreif, dann wird er dich anhören. Du musst es schaffen, mit der Verstärkung wieder hier zu sein, wenn die Sonne am höchsten steht“, fordert ihn der Druide auf, der ihm einen Armreif mit Gravierungen übergibt, die Benus noch nie zuvor gesehen hat. Doch ihm scheint dieses Unterfangen sinnlos, zumal es einen Zwist mit dem Nachbarstamm gibt und selbst wenn alles klappen würde, wie es der Druide beschrieben hat, wären er und die Hilfstruppen von der Hetzerei zu erschöpft, um richtig kämpfen zu können. Aber eine innere Stimme überzeigt ihn, auf den weisen Magier zu hören.
Als sich Benus auf den Weg begibt, hört er noch aus der Ferne eine schrille Trillerpfeife und darauf den Präfekten der Römer brüllen: „Legionäre halt! Formation Schildkröte!. Legionäre marsch!
Es geschieht alles, wie es der Druide vorhersieht, gegen Mittag kommt Benus mit einer kleinen Verstärkung von gut 100 Kriegern zum Schlachtfeld, doch sind sie, wie befürchtet ziemlich erschöpft. Während sie versuchen wieder Kräfte zusammeln bietet sich ihnen ein recht erschütterndes Bild. Sie sehen wie der Stammesfürst unter dem Schatten einer dicken Wolkendecke, mit einer wohl letzten Angriffswelle versucht, die Formation der Römer zu durchbrechen. In jenem Augenblick, als dieser Versuch scheitert ist es so dunkel, dass man meint es würde Nacht werden, oder das Ende der Welt sei nahe.
Doch urplötzlich bricht die düstere Wolkenfront auseinander und das Schlachtfeld wird mit unglaublich grellem sonnenlicht überflutet. Benus, wie in Trance und von einem Geistesblitz getroffen, ruft, so laut er kann: „Belenus ist mit uns!“ Innerhalb des Bruchteils einer Sekunde erkennt auch die Verstärkung das mystische Geschehen und Adrenalin schießt durch ihre Adern. Die Müdigkeit schwindet schlagartig.
Benus rennt auf die Römer zu, der wild gewordenen Haufen Krieger folgt ihm, vorwärts stürmend mit lautem Getöse ins Licht. Viele vom bisherigen Kampf zerstreute Männer werden mitgerissen. Die Römer vom Licht geblendet, verwirrt vom aufbrausenden Kampflärm, können ihre Formation nicht halten und werden regelrecht überrannt.
Benus sieht, wie das Pferd des Präfekten scheut und ihn abwirft. Gedemütigt und beeindruckt vom Geschehen, weiß der zuvor so siegessichere Vurenus nicht, ob er seine Reserve einsetzen, oder den Rückzug befehlen soll. In diesem Moment kämpft sich Benus zu ihm durch, stürzt sich auf ihn und drückt den nun wie Schlachtvieh zappelnden Soldaten zu Boden. Benus lässt sein Schwert fallen, zieht den Dolch und sticht an der empfindlichsten Stelle des Feindes, seitlich am Brustpanzer zu. Der Präfekt bäumt sich auf und bleibt schließlich regungslos liegen. Daraufhin bläst der Centurio, der alles mit ansieht, geschockt zum Rückzug und die Römer weichen unter schweren Verlusten zurück. Aber auch die Germanen keltischen Ursprungs haben Verluste zu beklagen, jedoch überwiegt die Freude über den Sieg und die Gewissheit, dass ihre Götter verlässlicher als die der Römer sind. Schließlich hat einer aus ihren Reihen offensichtlich einen Bund mit dem Gott Belenus geschlossen und so zum Sieg verholfen.
Am Abend feiern die beiden Stämme ihre Verbrüderung bei einem mächtigen Gelage.
Benus wird nun Belenus, Krieger des Lichts genannt und je später der Abend wird, umso deutlicher rückt eine Prophezeiung in den Vordergrund: viele keltisch-germanisch-gallische Stämme würden sich vereinigen, um sich von der römischen Unterwerfung zu befreien.
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