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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Karuhmaus - -Bloody_Valentine- Forum: Dreamstory Forenbeschreibung: Your Dream ~ Your Story aus dem Unterforum: Eigene FFs Antworten: 2 Forum gestartet am: Montag 09.04.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Shy girl Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 11 Monaten, 13 Tagen, 22 Minuten
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Re: Shy girl
Karuhmaus - 09.04.2007, 15:54Shy girl
So, jetzt stell ich auch mal eine FF rein. Ich hab sie vor ca. 2 Jahren geschrieben...
Ach ja, wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
Es war doch alles nur ein Spiel
(für mich...)
Widmung: Für meine Freundin Kristina, die in dieser Geschichte ihren verschollenen Kater Tom wieder findet.
Shy girl´s Geschichte, erzählt von dem Menschen, der sie am meisten verletzt hat.
Ich werde nie den Tag vergessen, an dem du zu uns in die Klasse kamst. Niemand brachte dir besondere Aufmerksamkeit entgegen, nicht einmal die Lehrer und wir Schüler schon gar nicht. Du warst eine kleine, graue Maus, die ihr sicheres Nest verlassen und sich in die wirkliche Welt hinaus gewagt hatte. Niemand zeigte dir an deinem ersten Tag die Schule, keiner gab dir seine Unterlagen zum Nachschreiben, niemand wechselte auch nur ein Wort mit dir. Kurz gesagt, du wurdest zum Außenseiter abgestempelt, noch bevor wir dich richtig kannten und kennen lernen wollten wir dich schon gar nicht. Wir waren eine fest zusammengeschweißte Gemeinschaft und du warst, wenn auch unbeabsichtig, ein Eindringling. Wir haben dich gewaltsam draußen gehalten.
Es vergingen Tage, Wochen und Monate, doch deine Stellung in unserer Klasse besserte sich nicht. Du hattest stets einen Einzeltisch, während wir anderen zu zweit saßen. Nah am Fenster saßt du immer und ließt deinen sorgenvollen Blick über den Himmel schweifen. Irgendwie wirktest du immer so verloren in unserer Klasse. Sobald jemand, egal ob Lehrer oder Schüler, das Wort an dich richtete, wurden deine Augen groß, so groß vor Verwunderung. Geantwortet hast du nur sehr zögerlich, doch wer hätte sich auch für deine Antworten interessiert?
In den Pausen saßt du alleine auf deinem Platz, ein Buch vor dir liegend. Nie habe ich einen Menschen kennen gelernt, der so viel las wie du. Ja, Lesen war dein Hobby und niemand konnte es darin mit dir aufnehmen, du warst einfach unschlagbar. Du warst unglaublich klug, doch oft zeigest du das nicht. Deine Noten waren mittelmäßig, aber in ein paar Fächern, die du sehr mochtest, warst du Klassenbeste. Eine Streberin, nein, das warst du ganz sicher nicht. Dein Gedächtnis war besser als das der meisten anderen, das ist alles. Im Unterricht hast du nie mitgearbeitet, denn dafür hättest du sprechen müssen, mit uns und mit den Lehrern. Deine Hausaufgaben hast du immer gemacht, egal wie schwer sie auch waren, du hattest sie immer. Es war so üblich bei uns, dass sie einer von dem anderen abschrieb. Dich hat nie jemand um deine Aufgaben gebeten.
Oft warst du Ziel verschiedener Streiche, aber du nahmst alles gelassen, fast gleichgültig hin, mit einer Ruhe, die so bewundernswert war. Wie habe ich dich um diese innere Kraft beneidet. Wir konnten dich demütigen, so viel wir auch wollten, doch du ignoriertest uns stets. Für dich waren wir alle nur dumme Jugendliche, die keine Ahnung vom wirklichen Leben hatten. Doch du wusstest was sich dort draußen abspielte, oh ja, du kanntest vor allem die Schattenseiten des Lebens. Du standest weit über uns, doch niemand hat es je bemerkt.
Ich selbst bin ein Einzelgänger, damals so wie heute. Zwischen den verschiedenen Cliquen bewegte ich mich hin und her, doch dazu gehört habe ich nirgendwo. So war ich ganz zufrieden, bis ich lernte was Freundschaft wirklich bedeutete.
Alles fing mit einer einzigen kindischen Wette an. Niemand glaubte, dass du je einem Jungen dein Vertrauen schenken würdest und nie jemanden von uns lieben könntest, denn du warst die Unnahbare, die Unberührbare, du warst shy girl, ja das war dein zweiter Spitzname an der Schule. Eigentlich warst du die graue Maus, doch wir erwiesen dir die Ehre zwei Spitznamen besitzen zu dürfen. Es war die einzige Ehre, die wir dir je erwiesen.
Zuerst ging es bei unserer Wette nur darum dein Vertrauen zu gewinnen und dich zu verletzen, später auch darum dich zu verführen. Wir waren alle betrunken, doch das ist natürlich keine Entschuldigung. Durch das Los entschieden wir, wer der arme Kerl sein sollte, der sich an dich heran machen müsste. Eine dumme Art, so etwas Wichtiges zu entscheiden, wie ich finde, vor allem weil das Los aufgerechnet mich traf. Ich sollte mir also dein Vertrauen erschleichen und dich vor allen anderen bloßstellen. Vielleicht war es auch gut so, denn da ich nie bei den Streichen gegen dich dabei war, war deine Abneigung mir gegenüber nicht so groß. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, merke ich erst wie grausam wir damals waren. Man sagt doch, kleine Kinder können oft grausam sein, es ist etwas Wahres daran. Doch können Jugendliche und vor allem Erwachsene nicht noch grausamer sein? Ich denke jeder Mensch, angefangen bei den unschuldig aussehenden Säuglingen bis hin zu den hundertjährigen Frauen mit ihren Gehhilfen, ist ab einem gewissen Punkt grausam. Auch ich bilde da keine Ausnahme, doch vielleicht du. Nie habe ich erlebt, dass du gegen einen Menschen böse Gedanken hegtest, nicht einmal gegen uns. Du warst einfach nur enttäuscht. Auch, wenn es dir jetzt nicht mehr hilft, mein shy girl, solltest du wissen: Ich wollte das alles nicht wirklich, für mich war es nur ein Spiel. Ich wollte dich niemals so verletzen. Es tut mir Leid.
Langsam, mit unendlich viel Geduld näherte ich mich dir. Ich versuchte oft dich in Gespräche zu verwickeln, in der Hoffnung so dein Vertrauen zu gewinnen. Leicht machtest du es mir nicht. Über Popstars, Filme, Alkohol und Drogen wolltest du nicht sprechen. Themen, die jedes Mädchen in deinem Alter interessierten, waren dir völlig egal. Du warst mir gegenüber sehr misstrauisch und stelltest mich oft auf die Probe. Nur sehr langsam zerstörst du die Mauer, die uns trennte. Es dauerte lange bis wir Gesprächsthemen fanden, doch dann warst du für mich umso verblüffender. Deine Ansichten und deine Meinungen entsprachen überhaupt nicht einem Jugendlichen in unserem Alter. Obwohl du fast um ein Jahr jünger warst als ich, waren deine Überlegungen viel reifer als die meinigen. Du überraschtest mich immer und immer wieder. Oh ja, shy girl, du warst voller Überraschungen. Doch nie hat das jemand bemerkt.
Ich kann mich noch gut an unser erstes Treffen erinnern. Es dauerte unendlich lange bis du zustimmtest dich mit mir zu treffen und selbst da warst du noch misstrauisch. Wir gingen zusammen in den Park, du wolltest es so. Es war ein herrlicher Tag, die Sonne strahlte auf uns herab, wärmte uns und es war einfach nur schön, neben dir durch den Park zu spazieren. Das Sonnenlicht malte helle Muster auf dein dunkelbraunes, langes Haar und ließen es leuchten. Deine blauen Augen strahlten mit jenen der kleinen Kinder, welche rund um uns herum im Park spielten, um die Wette. Ganz entgegen deiner sonstigen Gewohnheit sprachst du viel, vom Krieg, vom Frieden, vom Umweltschutz. Einfach über alle Themen, die dich interessierten und diese Liste war lang, sehr lang. Du wirktest an diesem Tag so lebhaft, nicht so verschreckt wie sonst. Überschäumend vor Energie zerrtest du mich kreuz und quer durch den Park. Nie, egal wie oft wir uns noch trafen, warst du schöner als an diesem Tag. Du warst ganz anders, als wir alles dachten.
An diesem Tag begriff ich, wie falsch wir doch alle lagen. Du warst keine graue Maus, die sich versteckte. Nein, du wagtest dich mutig in die Welt hinaus, doch wir versperrten dir den Weg. Deine Seele war nicht grau, sondern sie schimmerte in allen Farben, wie ein Regenbogen, der sich nach langem Gewitter am Horizont zeigt. Nur blieben diese wunderschönen Farben für alle deine Mitmenschen unsichtbar. Selbst mir zeigtest du nur einen kleinen Teil deiner Farbenvielfalt. Wie gern hätte ich alles gesehen, jedes einzelne Stück deiner verletzten Seele.
Shy girl, oh ja, dieser Name passte zu dir, besser als zu irgendjemandem sonst. Schüchtern, so kannten dich alle, nur ich kannte dich wirklich oder glaubte zumindest dich zu kennen. Scheu, zurückhaltend, ängstlich, so warst du allen gegenüber, die dich auf irgendeine Weise verletzen konnten. Du dachtest nie, dass ich das auch konnte. Warum dachtest du nie daran?
Wir trafen uns noch oft und bei jedem Treffen öffnetest du dich mir ein bisschen weiter. Du warst eine zierliche Blume, die jeden Tag mehr erblühte, um irgendwann voller Pracht dazustehen. Doch bevor es soweit kam, nahm ich dir dein Licht, und du verdorrtest. Du hast Blumen immer geliebt, alle Pflanzen. Ich glaube irgendwann einmal von dir gehört zu haben, du liebtest besonders Rosen. Wie gern hätte ich dir einmal eine rote Rose geschenkt, doch ich kam nicht mehr dazu.
Ich wusste nicht, wie ich dich verletzen, vor den anderen bloßstellen sollte. Es war mir einfach unbegreiflich, wie ich nur einwilligen konnte, dir, sanftes Geschöpf, auf jede erdenkliche Weise wehzutun. eine Zeit lang konnten wir miteinander glücklich sein, doch hinter jeder Ecke lauerten die Schatten, die dir dein Leben zur Hölle machten. Wie oft wollte ich es dir erzählen, dich in mein dunkles Geheimnis einweihen, schreckte aber jedes Mal davor zurück. Ich hatte Angst. Angst davor, dich zu verlieren.
Ich glaube, mit der Zeit fing ich an dich zu lieben. Es war keine von diesen Jugendlieben, die in diesem Alter so häufig ist. Ich liebte dich wirklich, shy girl, doch ich konnte es dir nie gestehen. Ob du ähnliche Gefühle für mich hegtest, konnte ich nie erfahren. Dem einzigen Wesen, welches du wirklich liebtest, war dein Kater Tom. Für andere Menschen war er ein einfach Kater, doch dir bedeutete er die ganze Welt. Sein Fell war braun getigert, seine Brust, sein Bauch und seine Beine waren weiß wie Schnee. Am Bauch hatte er einen kleinen hellbraunen Fleck. Er war dick, oh ja, und obwohl die regelmäßig Abnehmtraining mit ihm machtest, blieb er doch immer die dickste Katze, die ich je gesehen habe. So lange ich ihn kannte, strahlte Tom die Ruhe aus, die auch dir so eigen war. Dieser Kater war all die Jahre dein bester Freund, dein einziger. Es muss schwer für dich gewesen sein, ihn einfach so zurück zu lassen.
Der entscheidende Schlag, er kam viel zu schnell für mich. Inzwischen hatte ich mich daran gewöhnt eine Freundin wie dich zu haben. Wie fast jeden Tag waren wir zusammen im Park unterwegs, nur du und ich, und der Rest der Welt. Unerwartet kam ein Junge aus unserer Klasse auf mich zu und sprach mich auf dich und mich an. Ich fing an zu lügen, davon wie sehr du mich nerven würdest, und wie gern ich dich endlich los wäre. Ich log mir die Seele aus dem Leib und dabei brach mein Herz. Du bist geflohen, bis in den Tod. Es war das einzige Mal, dass du vor etwas davon gelaufen bist.
Deine Augen, sie waren so wunderschön. Deine blauen Augen, sie waren so wie der Ozean, das Meer. So unglaublich tief und unergründlich, so weit wie der Himmel über unseren Köpfen. Schon allein deiner Augen wegen, hätte ich dich lieben können. Wenn du fröhlich warst, leuchteten deine Augen nur noch blauer als sonst. Azurblau, wenn du lachtest und taubengrau, wenn du weintest. Wie gern würde ich diese Augen, dich, noch einmal sehen.
Selbstmord, so sah das Ende deines kurzen Lebens aus. Das war traurig. Ich dachte damals nicht, dass du dein Leben so schnell beenden würdest. Vielleicht wäre es eindrucksvoller gewesen, hättest du mich oder jemand anders, der dir jeden Tag deines Lebens zur Hölle gemacht hat, mit in den Tod genommen. Doch du wolltest niemanden quälen, nicht einmal mich, du wolltest nur nicht mehr leiden. Anfangs dachte ich, es wäre besser gewesen, du hättest ein sichtbares Zeichen gesetzt, aber dein Zeichen war unsichtbar, für alle, nur nicht für mich.
Es war der Tag, nachdem du alles erfahren hattest. Als du erfahren hattest, dass alles nur ein Spiel war. Für mich war es das nicht mehr, doch für Erklärungen ist es nun zu spät. Du kamst am nächsten Tag nicht mehr in die Schule, nicht dass es jemandem aufgefallen wäre, du konntest auch nicht mehr kommen, denn zu diesem Zeitpunkt warst du schon tot. Eine handvoll Schlaftabletten ließen dich nie mehr aufwachen. Wieder ein Leben weniger.
Es heißt doch, Selbstmord sei nur eine andere Art von Flucht, von Davonlaufen. Bist du geflohen, shy girl? Nein, so lange ich dich kannte, bist du nie vor irgendetwas davon gelaufen, hast dich allem mutig in den Weg gestellt. Am Schluss war deine Kraft verbraucht, du warst müde. Ich hatte dich zu sehr verletzt, von diesem Schlag konntest du dich nicht mehr erholen. Du bist, ohne auch nur zurück zu blicken, in den Tod gegangen, denn Angst vor dem endgültigen Ende kanntest du nicht. Warum nicht? Vielleicht erschien dir der Tod besser als alles, was dir noch bevor stand. Vielleicht war es so, doch ich wünschte mir, mich wenigstens bei dir entschuldigen zu können, für den Schmerz und all das Leid. Doch vielleicht war es leichter so für dich und auch für mich. Durch deinen Tod hast du mich verändert. Danke, shy girl.
In unserer Klasse blieb alles beim Alten. Dein Tisch wurde klamm heimlich weggeräumt und so erinnerte nichts mehr an dich. Es war, als wärst du niemals Wirklichkeit gewesen, sondern nur ein Traum. Doch für einen Traum ist mein Schmerz durch den vorzeitiges Ableben viel zu groß. Es wäre schon gewesen, hätten sie auf dem Fahnenmast vor unserer Schule eine schwarze Flagge für dich hochgezogen, doch niemand dachte daran, niemand hielt eine Schweigeminute für dich ab. Ich hoffte so sehr, dein Tod hätte alles verändert, doch dem war nicht so. Alles ging seinen gewohnten Gang und du gerietst in Vergessenheit. Warum vergessen die Menschen nur so leicht? Ist es wirklich so einfach zu vergessen? Hat denn niemand etwas aus deinem Tod gelernt? Ich denke doch, dass ich gelernt habe, nur du hättest nicht sterben müssen. Irgendwann hätte ich meine Lektion auch so gelernt. Ich wollte deinen Tod nicht. Ich wollte es wirklich nicht.
Deine Beerdigung war trostlos, es war einfach nur schrecklich. Dein Sarg war schlicht und einfach, genauso wie alles bei deinem Begräbnis. Außer mir war noch ein Pfarrer anwesend und natürlich die Frau, bei der du fast ein Jahr lebtest, deine Tante, so nannte sie sich jedenfalls. Am Anfang warf sie mir empörte Blicke zu, doch ich glaube am Ende war sie froh, dass ich da war und dich diesen letzten Weg nicht alleine gehen ließ. Bei den Worten des Pfarrers wurde ich wütend. Er sprach einfach von dir, dabei kannte er dich überhaupt nicht. Er redete von deinem guten Leben und von Freundschaft. Doch du hattest nie Freunde, der Mensch, den du für deinen Freund hieltest, hat dich in den Selbstmord getrieben. Ohne mich, wäre es nie so gekommen.
Ich blieb dort bis zum Ende und als dein Sarg in die Erde gelassen wurde, tauchte dein lachendes Gesicht vor meinen Augen auf. Nie wieder konnte ich dein seltenes Lachen hören und es war meine eigene Schuld. Ich war der Auslöser für alles gewesen, eine Schuld mit der ich leben musste und glaub mir, sie wird mich bis an mein Lebensende verfolgen. Nie werde ich dich vergessen, shy girl. Du hast gelebt, bist zu uns gekommen und hast uns so schnell wieder verlassen. Warum nur? Ich denke, du wolltest uns zeigen, wie wichtig das Leben wirklich ist. Für uns alle war es damals nur ein Spiel, doch für dich war alles bitterer Ernst. Durch deinen Tod bin ich gewachsen und habe ich gelernt und ich denke, auf der ganzen Welt gibt es shy girls, nur heißen sie eben anderes. Ich hoffe sehr, dass nicht jede ihr Leben lassen muss, um uns zu zeigen, wie kostbar ein Leben doch ist.
Und nun stehe ich hier, bei deiner letzten Ruhestätte, deinen marmornen Grabstein vor mir. Seit du diese Welt verlassen hast, sind nun fünf Jahre vergangen und ich bin erwachsen geworden, zumindest denke ich das. Was hättest du mit deinem Leben angefangen, wenn du noch leben würdest? Hättest du Psychologie studiert und würdest verletzten Kindern ihre Würde zurückgeben? Wärst du nach Brasilien geflogen und hättest du dich an einen Baum gekettet, nur damit er nicht gefällt wird? Wärst du Sozialarbeiterin geworden oder hättest du doch lieber mit behinderten Kindern und Pferden gearbeitet? Ich denke, egal welche deiner Träume du auch verwirklichst hättest, du wärst glücklich dabei gewesen. Deine Träume, sie waren dir immer so wichtig, sie waren dein Leben. Jetzt lebe ich deine Träume für dich. Ich lebe das Leben, das eigentlich dir gehören sollte.
Oh ja, deine Träume bestimmen mein Leben. Viele sehen das vielleicht als falsch an, doch mir hilft es, um alles, was ich dir angetan habe, wieder gutzumachen. Ich studiere Psychologie und habe vor mich auf Kinder zu spezialisieren. Das war doch immer dein Traum, shy girl. Vielleicht werde ich einem meiner kleinen Patienten von dir erzählen, denn bisher warst du mein Geheimnis. Ich habe es bis jetzt noch nicht wirklich geschafft deinen Tod zu verarbeiten. Sorry, dass ich nie so stark sein werde, wie du.
Ich lebe jetzt in einem kleinen Häuschen mit Garten. Dein geliebter Tom ist im stolzen Alter von neunzehn Jahren friedlich eingeschlafen. Bis zu seinem Tod habe ich ihn, gemäß deines letzten Willens, gepflegt. Jetzt ist er endlich bei dir, nun bist du nicht mehr alleine. Ich hoffe er beschützt dich, wo immer ihre auch seid. Wenn ich mehr Geld gespart habe, fliege ich nach Brasilien und versuche die Abholzung des Regenwaldes zu verhindern. In meiner Freizeit arbeite ich in einer Kinderbehindertenstätte. Die Arbeit mit den Kindern ist schön und so langsam begreife ich, warum du davon träumtest. Ich fühle mich schwermütig, so alleine, wie immer wenn ich an deinem Grab stehe.
Hast du mir je verziehen? Wenn du irgendwo dort oben bist, gib mir doch bitte ein Zeichen, wenn du mir für das Leid, das ich dir angetan habe, vergeben hast. Ich bitte dich so darum. Selber habe ich mir nie vergeben und werde es auch nie können, doch was ist mit dir?
Doch, wieder kein Zeichen. Alles rund um mich herum ist wie immer, nicht einmal einen kleinen Sonnenstrahl hast du mir geschickt. Als ich mich umdrehe um zu gehen, und mein Blick zufällig noch einmal zurück auf dein Grab fällt, sehe ich es, dein Zeichen für mich. Der kleine Rosenstrauch, den ich vor zwei Jahren auf den Grab gepflanzt habe, trägt eine Blüte. Eine Blüte, wie sie farbenprächtiger nicht sein könnte. Wie schön sie wirkt, in all dem Grau um mich herum. Du hast mir vergeben, shy girl, danke.
Du hast mir mein Leben zurückgegeben, durch eine schlichte rote Rose.
Danke, shy girl.
Re: Shy girl
-Bloody_Valentine- - 15.04.2007, 13:53
OH MEIN GOTT WAR DAS SCHÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖN
*schnief*
*heul*
*flenn*
*ein taschentuch nehm*
*wimmer*
das war soooo schöööön traurig...
:cry: :cry: :cry:
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