Die Ilias

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    Re: Die Ilias

    Das Pantheon - 10.04.2007, 00:26

    Die Ilias
    Nacherzählung der Geschehnisse in der Ilias

    Wie der Feldzug der Achäer gegen Troja ausgelöst wurde

    Rund 3200 Jahre vor unserer Zeit befand sich am Hellespont eine blühende Stadt namens Troja, die von König Priamos und seiner Frau Hekabe regiert wurde. Die Einwohner waren vor allem durch den Handel mit den Nachbarn reich geworden, betrieben Fischerei und Landwirtschaft, gingen auf die Jagd und widmeten sich der Pferdezucht, der Baukunst und dem Handwerk.
    Da die Götter den Troern ihr Glück neideten, ersannen sie eine Intrige. Hekabe, die Königin, hatte eines Nachts einen schlechten Traum, den sie deuten ließ. Der nächste Königssohn, so lautete die Deutung, würde für die Zerstörung der Stadt verantwortlich sein und so wurde jener, als er auf die Welt kam, einem Troer mitgegeben, der ihn unverzüglich töten sollte. Dieser aber hatte Mitleid mit dem jungen Paris und setzte ihn im Idagebirge aus, wo er von einem Schäfer gefunden und aufgezogen wurde.

    Einige Jahre nach dieser Begebenheit bereiteten Peleus und Thetis, eine Wassernymphe, ihre Heirat vor und luden alle Götter zu sich ein. Nur Eris, die Göttin der Zwietracht, durfte nicht erscheinen, weil man die Störung der Festlichkeiten fürchtete. Aus Rache für diese Unverfrorenheit warf sie einen Goldenen Apfel in die Mitte der Versammelten, welcher die Aufschrift "Der Schönsten" trug.
    Lange wogte der Streit unter den Göttinnen hin und her, doch schließlich blieben drei übrig: Athene, Aphrodite und Hera. Zeus weigerte sich die Entscheidung für die drei zu treffen und sandte sie zu Paris, der inzwischen zu einem begehrenswerten jungen Mann herangewachsen war.
    Athene versprach ihm Weisheit, Hera versprach ihm Macht, Aphrodite versprach, dass die schönste sterbliche Frau sein werden würde.
    Und Paris entschied sich für Aphrodite.

    Nun war die schönste Frau der Sterblichen Helena von Sparta, die Frau von König Menelaos. Als Paris an dessen Hof kam und freundlich aufgenommen wude, nutzte er die Gelegenheit von Menelaos' Abwesenheit, die Frau zu rauben und zu entführen- nach Troja, dessen Sohn, wie er erfahren hatte, er war.

    Ein Ruf ging durch die mykenische Welt und es gab kaum jemanden, der sich ihm entziehen konnte. Der König der Könige, Agamemnon, rief dazu auf, die verlogenen Troer in ihre Schranken zu weisen und Helena zurück zu erorbern. Nur zwei wollten sich diesem Ruf widersetzen: Odysseus von Ithaka und Achilles, dem prophezeit worden war, dass er den Fall der Stadt nicht mehr erleben würde. Beide wurden durch stichhaltige Argumente und politischen Druck zur Einwilligung überzeugt.


    Der Aufbruch der Achäer nach Troja- die Belagerung der Stadt beginnt

    Oberbefehlshaber der Flotte, die sich bei Aulis in Böotien sammelte, war Agamemnon. Ein zu starker Nordwind aber, der stetig anhielt, hinderte die Flotte daran auszulaufen. Der Seher Kalchas wurde nach der Ursache befragt und erklärte, die Göttin Artemis zürne den Griechen, weil diese eine ihr heilige Hirschkuh bei der Jagd getötet hätten. Erst, wenn Agamemnon seine Tochter Iphigenie geopfert hätte, werde sich der Wind legen und das Blut der Tochter wurde vergossen.

    1086 Schiffe mit 120000 Mann brachen nach Troja auf und errichteten, als sie es erreichten, dort ihr Lager. Sie verweilten in der sandigen Ebene, wo Skamander und Simois mündeten und begannen die Stadt zu belagern.
    Den Griechen entgegen stellte sich die wehrhafte Stadt Troja mit fünfzehn Kontingenten, die sich aus den umliegenden Dörfen und wilden Küstenregionen rekrutierten.
    Das Heer der Griechen war stark und gut besetzt, doch die Mauern Troias uneinnehmbar und ebenso gut verteidigt.
    Die Götter griffen immer wieder in die Schlacht ein. Auf Seiten der Griechen Athene und Hera, sowie Poseidon. Unter anderem. Auf Seiten der Troer Aphrodite, Apollon, Artemis und Ares. Unter anderem.

    Zehn Jahre dauerte die Belagerung und unzählige Schlachten wurden in der Ebene geschlagen, doch keiner Seite wollte ein Sieg gelingen.


    Der Streit zwischen Agamemnon und Achilles

    Agamemnon erbeutete auf einem der Raubzüge im Umland die schöne Chryseis, die Tochter des Apollon- Priesters Chryses war. Dieser erschien im Lager der Griechen und versuchte verzweifelt seine Tochter auszulösen, doch Agamemnon zeigte sich unbarmherzig. Als Tod und Krankheit über ihr Lager hereinbrach, erhob sich Achilles und versuchte den König zur Räson zu bringen, der schließlich nachgeben musste- doch nahm er dem Griechen aus Wut über seine Niederlage das Ehrengeschenk Briseis, welches er ihm gemacht hatte, erneut ab.
    Ein heftiger Streit entbrannte, doch schließlich fügte Achilles sich und ließ Briseis ziehen. Er schwor bei den Göttern, dass seine Verbündeten teuer dafür bezahlen müssten und hielt sich fortan aus dem Kampf heraus.
    Es hieß, dass erst wenn er wieder in die Schlacht eingreifen würde, der Sieg für die Griechen in Aussicht käme.


    Der Zweikampf zwischen Menelaos und Paris um Helena

    Um den Krieg ein für alle Male zu beenden, stellte sich Paris einem Zweikampf mit Menelaos um die schöne Helena. Er trat diesen Zweikampf auch an und obwohl ihm der erste Speerwurf zustand, fügte er Menelaos doch kein Leid zu, verlor seine Waffen, ließ seinen Schild zerbrechen. Es war Aphrodite, die ihn in eine Wolke aus Nebel hüllte und vor den Augen der Griechen verbarg, bis er wieder hinter den Stadtmauern war. Sein Bruder Hektor schmähte ihn und willigte ein, Menelaos als Sieger zu erklären, doch noch während die Griechen darauf warteten, dass Helena ihnen ausgeliefert werden würde, ersann sich Athene, die wie Hera auch, die Stadt brennen sehen wollte eine List. So schleuderte einer der Troer einen Speer auf die wartenden Griechen und jene sahen den Vertrag als gebrochen an, woraufhin der Kampf erneut entflammte.


    Hektor tötet Patroklos

    Unerbittlich drangen die Troer immer wieder gegen die Griechen vor und schließlich ging Patroklos in seiner Not zu dem immer noch passiven Achilles und flehte ihn an, für die Griechen in das Kampfgeschehen einzugreifen, doch er weigerte sich weiterhin standhaft, noch immer verletzt über das Vorgehen Agamemnons. Doch seine Rüstung, die wolle er den Griechen wohl zur Verfügung stellen und so kam es, dass es Patroklos war, der sie trug, während die Troer in Angst und Schrecken vor ihm zurückwichen in dem Glauben, Achilles sei zurückgekehrt.
    Hektor aber ließ sich nicht schrecken- ein Fehler wie er selbst eingestehen musste, denn er tötete den vermeintlichen Achilles und sorgte damit letztendlich dafür, dass der griechische Held wieder in den Kampf eingriff und das Ende der Stadt einleitete.


    Achilles rächt Patroklos und schleift den toten Hektor

    Achilles, zornig und verletzt, über die Tat des Troers, griff wieder zugunsten der Griechen in die Schlacht ein (und erhielt dafür Briseis zurück). Er forderte den Mörder Patroklos zu einem Zweikampf heraus und Hektor erwartete ihn vor den hohen Mauern der stolzen Stadt. Als er den Griechen herannahmen sah, floh Hektor vor ihm- doch nicht zurück in die Stadt, sondern dreimal darum herum, bis ihm klar wurde, dass er diesem, seinen Schicksal nicht entkommen konnte.
    Er bat darum, dass wer auch immer den Tod finden möge, von seinem Gegner mit dem Respekt behandelt werden sollte, der ihm zustand, doch Achilles spuckte auf seine Worte und verweigerte ihm sein Einverständnis.

    So verließ Apollon seinen Schützling und beugte sich der Entscheidung Zeus', der von dem Versprechen gegenüber Thetis, ihrem Sohn wieder eine wichtige Rolle in dem Kampf zu geben, gebunden war. Achilles erschlug Hektor, band die Leiche an seinen Wagen und schleifte sie dreimal um das stolze Troja, bevor er sie mit in das griechische Lager nahm und dort unbestattet den Hunden zum Fraß liegen ließ.

    Erst die Bitten des alten Priamos, König von Troja, veranlassten ihn dazu den Sohn freizugeben und zu einem Waffenstillstand von neun Tagen aufzurufen, damit der Prinz begraben werden konnte.


    Achilles' Tod

    Dem Helden war prophezeit worden, dass er noch vor der Stadt fallen würde. So kam es, dass nach dem Waffenstillstand der Kampf erneut aufgenommen wurde und Paris, der andere Sohn Priamos, mit einem vergifteten Pfeil aus dem Hinterhalt zielgenau die Ferse des Achilles traf- die einzige Stelle, an der der Grieche verwundbar war, nachdem er als Kind in den Wassern des Stynx' gebadet worden war.
    Wie seine Mutter ihm vorausgesagt hatte, verschied Achilles, bevor die Stadt Troja fiel.


    Der Untergang Troias

    Nach zehn Jahren erbitterten Kampfes und dem Tod unzähliger guter Männer, begriffen die Griechen, dass den Mauern Troias mit purer Gewalt nicht beizukommen war.
    Unter ihnen aber befand sich Odysseus, der klügste aller Griechen. Er ersann die List ein hölzernes Pferd zu bauen, in dessen Hohlraum sich die Heerführer der Griechen verstecken sollten.
    Einer der Soldaten würde zurückbleiben und erläutern, dass man glaube, Athene zürne den Griechen und sie hätten sich zurückgezogen, das Pferd eine Opfergabe.
    Der Plan wurde in die Tat umgesetzt- die Flotte der Griechen zog ab, das Pferd blieb zurück.
    Kassandra und Lakoon, beides Seher auf ihre Weise, warnten davor, das Pferd in die Stadt zu holen, doch die Erläuterungen des zeternden und weinenden Soldaten, sowie eine List der Göttin Athene, ließen die Troer glauben, dass wenn sie das Pferd innerhalb ihrer Mauern hätten, Athene ihnen fortan wohlgesonnen sei.
    Sie holten es in ihre Stadt.
    Und ließen sie damit untergehen.
    In einer einzigen Nacht brannte die Stadt nieder, wurden alle Männer erschlagen, der einzige königliche Nachkomme minderen Alters vom Turm geworfen, die Frauen in die Sklaverei getrieben.
    Nach zehn Jahren war der troianische Krieg mit dem Untergang der Stadt beendet.

    Und Helena kehrte nach Sparta zurück, wo Menelaos erneut in unsterblicher Liebe zu ihr entbrannte.



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