Ein Schlag ins Gesicht

Schreiberschmiede
Verfügbare Informationen zu "Ein Schlag ins Gesicht"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: FunnyChrissy - Eaver - Svenja
  • Forum: Schreiberschmiede
  • Forenbeschreibung: Der Welt des Schreibens sind keine Grenzen gesetzt..
  • aus dem Unterforum: Kurzgeschichten
  • Antworten: 6
  • Forum gestartet am: Sonntag 11.03.2007
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Ein Schlag ins Gesicht
  • Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 11 Monaten, 2 Tagen, 17 Stunden, 21 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "Ein Schlag ins Gesicht"

    Re: Ein Schlag ins Gesicht

    FunnyChrissy - 08.04.2007, 14:28

    Ein Schlag ins Gesicht
    Es war, als hätte man die erhobene Hand direkt vor dem Gesicht. Man sah sie direkt vor sich, wie sie drohend ausholte und wusste: Gleich schlägt sie zu. Diese Geste kam so unerwartet, so schnell und war nicht zu verhindern.
    Danach fragte man sich: "WARUM"? War es vom Schicksal so gewollt? Geplant? War das eine Prüfung? Doch warum sollte man gepürft werden? Konnte nicht einmal alles glatt verlaufen? Einmal etwas gut gehen, ohne das Worte alles zerstörten?
    Lieber wäre es mir gewesen, hätte mich die Hand im Gesicht getroffen. Das wäre ein kurzer Schmerz gewesen, welcher sich nach Minuten vielleicht schon gelegt hätte. Doch den Schmerz, welchen ich meine, wird nicht durch ein Hand verursacht, sondern durch Worte. Worte, die ebenfalls ein Schlag ins Gesicht sein können. Worte, die alles zerstören was so mühselig aufgebaut wurde. Worte die auch nach Jahre noch schmerzen.
    Warum tut einem immer einer der Menschen am meisten weh, welcher doch dafür bestimmt war an meiner Seite zu sein?
    Es ist nicht zu begreifen, nicht zu verstehen....es ist die Symbolik dieser Geste, die immer bleiben wird. Bis tief ins Herz gebrannt.

    Ein Teil von
    Chrissys Gedankenwelt



    Re: Ein Schlag ins Gesicht

    Eaver - 13.04.2007, 12:59


    Ich find den Text sehr gut geschrieben, sehr nachvollziehbar und gefühlvoll. Man kann sich genau hineinversetzen und vorstellen wie sich die "ich-erwählerin" gefühlt haben muss. Toll gemacht!



    Re: Ein Schlag ins Gesicht

    Svenja - 23.04.2007, 19:43

    Re: Ein Schlag ins Gesicht
    Hallo, FunnyChrissy!
    Erstmal freue ich mich, auf ein Forum zu treffen, in dem man andere Schreibsüchtige findet wie dich. Deinen Text habe ich mir eben durchgelesen und festgestellt, dass du kein Anfänger mehr bist. Jedoch fallen mir, schließlich schreibe ich seit ich einen Bleistift halten kann, einige mehr oder weniger kleine Fehler auf. Bitte nicht wundern, ich zerpflücke deinen Text jetzt etwas, aber ich hoffe, du fasst die Kritik so auf, dass sie dir weiterhilft.

    Zitat: Es war, als hätte man die erhobene Hand direkt vor dem Gesicht. Man sah sie direkt vor sich, wie sie drohend ausholte und wusste: Gleich schlägt sie zu.

    Zwei Sätze, die im Grunde das gleiche aussagen. Würde ich zusammenfassen, auch wenn ich schon verstehe, was du mit dieser Verdoppelung bewirken wolltest. In meinen Ohren hört es sich besser an, wenn man schreibt: "Es war, als sähe mann die erhobene Hand direkt vor seinem Gesicht, wie sie drohend ausholte." Das 'und wusste:...' ist an dieser Stelle irreführend. So hört es sich nämlich so an, als wüsste die Hand irgendwas und nicht 'man', auf das sich das 'und wusste' sicher beziehen soll. Mglw. umschreiben oder ein geschicktes Komma setzen. Ansonsten solltest du, sofern dir mein Vorschlag, die beiden Sätze zusammenzuführen, nicht gefällt, das zweite 'direkt' streichen oder ersetzen. Es kommt nämlich sowohl im ersten als auch im zweiten Satz vor.

    Zitat: Diese Geste kam so unerwartet, so schnell und war nicht zu verhindern.

    Das Wort 'Geste' passt hier meiner Meinung nach nicht so richtig. Möglicherweise kann man das Ausholen mit der Hand als Geste bezeichnen, aber da ja niemand wirklich geschlagen wird, macht mich das Wort etwas skeptisch. Zudem ist hier wieder das Problem von eben. Indem man etwas doppelt und dreifach schreibt, wirkt das zwar unglaublich dramatisch, jedoch sollte dieses Stilmittel nur im Notfall gebraucht werden. Es kann nämlich passieren (und in meinen Augen ist das hier auch der Fall), dass dem Leser der Text zu bedeutungsschwanger erscheint, zumal es hier ja ledigich darum geht, wie jemand eine metaphorische Hand hebt. Mein Vorschlag: "Das alles kam so unerwartet und schnell, unmöglich es zu verhindern." Kurz und präzise. Du willst doch schließlich, dass auch Männer deine Geschichten verstehen, oder? :wink:

    Zitat: Danach fragte man sich: "WARUM"?

    Das Fragezeichen gehört in die wörtliche Rede. Außerdem würde ich, solange du die Geschichte aus der "man-Sicht" schreibst, nicht unbedingt auf dieselbige zurückgreifen. Wenn du dich allgemein ausdrückst, kann für gewöhnlich nicht plötzlich jemand anfangen zu sprechen/ bzw. zu denken. Vielleicht drückst du es so aus: "Danach begann man sich nach dem Warum zu fragen."


    Zitat: War es vom Schicksal so gewollt? Geplant? War das eine Prüfung? Doch warum sollte man gepürft werden? Konnte nicht einmal alles glatt verlaufen? Einmal etwas gut gehen, ohne das Worte alles zerstörten?

    Ehrlich gesagt, habe ich hier erstmal gar nichts verstanden. Ich kenne das aus meinen eigenen Geschichten: Man hat einen Hintergedanken und vergisst in seinem Schreibeifer, das der Leser diesen Gedanken gar nicht kennt. Bis zu dieser Stelle bin ich als Leser davon ausgegangen, dass es sich tatsächlich um jemanden handelt, der die Hand hebt, um den Protagonisten zu schlagen. Ich versetze mich in die Situation des Geschlagenen und werde dann plötzlich mit Fragen konfrontiert, die überhaupt nicht passen mögen. Wenn mich jemand schlüge (oder kurz davor wäre, es zu tun), würde ich nicht darüber nachdenken, ob das eine Prüfung des Schicksals wäre. Und über irgendwelche Worte würde ich schon gar nicht nachdenken, zumal mir vermutlich auch nicht die Zeit dazu bleibt.
    Dass sich das ganze am Ende der Geschichte aufklärt und man begreift, dass mit der Hand Worte gemeint waren, die einen auch gelegentlich ohrfeigen können (eine Metapher also), hilft an dieser Stelle nicht. Und hier liegt, denke ich, auch das Kernproblem der Geschichte: Man versteht sie nicht, bevor man den letzten Satz gelesen hat.
    Abgesehen davon: Selbst wenn man sich als Leser über die Metapher im Klaren wäre: Inwiefern haben Worte etwas mit Schicksal zu tun? Mglw. hast du in diese Szene etwas zu viel hineininterpretiert. Sollte ich mich irren, oder nur etwas überlesen haben, bitte ich um Aufklärung. Einige Rechtschreibfehler solltest du auch in diesem Absatz korrigieren. :wink:

    Zitat: Lieber wäre es mir gewesen, hätte mich die Hand im Gesicht getroffen. Das wäre ein kurzer Schmerz gewesen, welcher sich nach Minuten vielleicht schon gelegt hätte. Doch den Schmerz, welchen ich meine, wird nicht durch ein Hand verursacht, sondern durch Worte. Worte, die ebenfalls ein Schlag ins Gesicht sein können. Worte, die alles zerstören was so mühselig aufgebaut wurde. Worte die auch nach Jahre noch schmerzen.

    Okay, hier verstehe ich, was du sagen willst. Doch erstens hapert es mit dem Ausdruck, da du sehr umgangssprachlich schreibst (Umgangssprache und dazu bedeutungsschwangere Methaphern mögen einfach nicht so recht miteinander) und außerdem zu vorsichtig mit deinen Formulierungen bist. Der Satz 'Worte, die ebenfalls ein Schlag ins Gesicht sein können.' erklärt im Grunde alles, was du vorher so dramatisch zu beschreiben versuchtest und wenn du dem Leser eh irgendwann klipp und klar erklärst, was Sache ist, brauchst du vorher nicht auszuschweifen. Ich weiß, die Männerwelt wird dir diesen einen Satz danken, die Frauenwelt jedoch würde dein Buch, sofern es eines wäre, kopfschüttelnd zur Seite legen.


    Zitat: Warum tut einem immer einer der Menschen am meisten weh, welcher doch dafür bestimmt war an meiner Seite zu sein?

    Diesen Satz habe ich dreimal gelesen. Ich fasse mal zusammen. Da du 'einer der Menschen' schreibst, gibt es mehrere Menschen, die bestimmt sind, an deiner Seite zu sein. Erste Frage: Warum? Wieso sind gleich mehrere Menschen verpflichtet, an der Seite eines anderen zu sein? Zweite Frage: Weshalb plötzlich 'meiner Seite'. Du wechselst auf einmal in die Ich-Perspektive. Die Kombi "einer der Menschen" und "am meisten", liegt mir auch ein bisschen quer. Das wäre ja genauso, als würde ich dich fragen: Wieso macht immer einer der Bäume, die im Wald umfallen, am meisten Krach?

    Zitat: Es ist nicht zu begreifen, nicht zu verstehen....es ist die Symbolik dieser Geste, die immer bleiben wird. Bis tief ins Herz gebrannt.

    Und wieder die Doppelei einschränken. Die Sätze wirken am Ende unbeholfen. Du versuchst, mit starken Begriffen wie 'Symbolik', 'Geste' und 'Herz' Dramatik aufkommen zu lassen, jedoch machst du es dem Leser damit unnötig schwer. Ein Buch zu lesen, bedeutet, sich zu erholen und in eine andere Welt einzutauchen und nicht verbissen und konzentriert einen Satz nach dem anderen abzuarbeiten, bis man ihn endlich verstanden hat oder in der Lage ist, sich einen Sinn hinzuzudichten.

    Liebe, FunnyChrissy, ich hoffe, meine Kritik trifft dich nicht allzu schwer. Ich bewundere jeden Schreiberling und probierst alles aus, damit du dazulernst. Ich habe meine Worte mit Absicht ziemlich scharf gewählt, da ein Lyrikforum meiner Meinung dazu genutzt werden sollte, sich weiterzubilden und das funktioniert mit Direktheit am besten. Ich spreche dir ein großes Lob aus, dass du die Geduld aufbringst zu schreiben und dich bemühst, ganz so euphorisch wie meine Vorrednerin bin ich jedoch nicht. Dein Text ist okay, aber nicht sehr gut, zumindest aus meiner Sicht. Aber wenn du so weiter machst, dir Kritik zu Herzen nimmst und nicht aufgibst zu schreiben, bin ich optimistisch, dass es die zukünftigen Texte von dir sein werden.

    Ganz herzliche Grüße, Svenja



    Re: Ein Schlag ins Gesicht

    FunnyChrissy - 25.04.2007, 12:42


    Hallo Svenja!
    Öhm...ist lieb von dir das du meinen Text unter die Lupe nimmst. :D Aber eigentlich kam es mir bei diesem gar nicht auf Rechtschreibung oder so an. Er spiegelt einfach ein persönliches Erlebnis wider. Etwas, dass mich sehr mitgenommen hat. Das mir nahe ging und mich verletzt hat. Ich hab darin einfach nur meine Gefühle heraus gelassen. Mir gings dabei nicht um das Schreiben an sich...ich wollte mich ein bisschen austoben. Ich war sehr aufgewühlt, als ich diesen schrieb. Normalerweise achte ich bei meinen Texten genauer auf Ausdrucksweise, etc. Ich wollte keine Geschichte schreiben, sondern meine Gefühle heraus lassen. Daher auch meine Erklärung zum Text an dieser Stelle.
    Ich schreibe, seid ich in der Grundschule bin. Hab in Deutsch meine Prüfung abgelegt und immer mit 1 abgeschlossen. Möglich, dass im Text manche Stellen nicht passen, bzw. im Sinne der Ausdrucksweise etc. nicht perfekt sind. Aber wie gesagt - bei diesem Text kams nicht drauf an.
    Es waren nur ein paar Gedanken von mir - sie sollen zum philosophieren anregen. Es ist wichtig, dass man erst drüber nachdenkt und dabei in sich hinein hört. Gefühle sind oft nicht gleich entwirrt, offen und klar...diese Zerrissenheit meiner selbst sollte mit dem Text rüber kommen. Also ich denke, du warst hier einfach nur etwas zu eifrig. *lach*

    Chrissy



    Re: Ein Schlag ins Gesicht

    Svenja - 25.04.2007, 14:16


    Hallo, Chrissy!
    Nun, ich war ganz bestimmt nicht eifrig, einen ellenlangen Text zu verfassen und Fehler zu korrigieren.
    Ich bin nunmal davon ausgegangen, dass in einem Forum übers kreative Schreiben auch kreativ geschrieben wird. Und wenn ich aufgewühlt bin, schreibe ich für gewöhnlich nicht in irgendein Forum.
    Ich werde jetzt nicht über meine Noten, Schreiberfahrungen oder sonstwas sprechen, um klarzumachen, dass ich mich auskenne, ich denke mir meinen Teil dabei, du dir einfach auch und dann ist gut. *lach*

    Svenja



    Re: Ein Schlag ins Gesicht

    FunnyChrissy - 25.04.2007, 21:15


    Sorry! Wir haben einfach nur total aneinander vorbei geredet!

    Mir gings einfach nicht gut, als ich dies schrieb. Und da kann ich sehr poetisch werden! Da schreib ich dann so, wies mir durch den Kopf geht. Es kam mir hierbei nicht auf Grammtik oder so an. Da ist halt jeder anders. Bei meinen Büchern, sonstigen Texten, Gedichten, Storys, etc. achte ich natürlich darauf. Aber hier wars nicht wichtig. Ich wollte einfach nur alles mal raus lassen.

    Also - Hand schüttel und auf einen Neuanfang!

    Chrissy



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum Schreiberschmiede

    Eavers Gedichtesammlung - gepostet von Eaver am Montag 19.03.2007



    Ähnliche Beiträge wie "Ein Schlag ins Gesicht"

    Flensburg geht ins Ausland - MOD (Montag 20.08.2007)
    Musik die sich ins Hirn brennt - VOR (Freitag 20.04.2007)
    Songtexte ins deutsche übersetzt - Angel (Freitag 17.08.2007)
    Bilder vom PC ins Internet hochladen - Skillox (Dienstag 06.03.2007)
    schlag den raab - eazyberny (Sonntag 28.01.2007)
    Ausflug ins Gymenta! - koenkuh (Sonntag 11.02.2007)
    Wer darf ins Forum? - Usakura (Sonntag 09.05.2004)
    hab lil ins kartell geholt - drugman (Donnerstag 14.06.2007)
    Mehr Post ins Forum - mägi (Donnerstag 27.07.2006)
    23.08.08 POPCORN Festival @ Moritzburg - rkaheadquarter (Donnerstag 24.07.2008)