Der job des Bounty Hunters

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    Re: Der job des Bounty Hunters

    Angel - 07.04.2007, 19:07

    Der job des Bounty Hunters
    Dead or Alive
    Beim Begriff Kopfgeldjäger fallen den meisten Menschen jene verwegenen Typen ein, die in den Zeiten des Wilden Westens, auf einem Pferd reitend, von Stadt zu Stadt zogen, in ihren Satteltaschen Dutzende von Fahndungsplakaten verstaut hatten und den schußbereiten Colt immer in Griffhöhe ihrer Hände hatten.
    Den brauchten sie auch, denn in der Regel lautete der Text auf den Fahndungsplakaten stets "Dead or Alive".

    Jenen Männern war es vollkommen egal, wie sie die Flüchtigen den zu ständigen Justizbehörden wieder zuführten.
    Es ist anzunehmen, dass viele von ihnen nach der Devise - nur ein toter Flüchtling macht keine Probleme mehr - handelten.
    Der Kopfgeldjäger war in jenen Tagen -und daran hat sich bis heute nichts geändert- nur an den Belohnungen interessiert, die für die Flüchtigen ausgelobt waren.

    Kaution

    Heutzutage treten Kopfgeldjäger oder wie sie in Amerika genannt werden: "Bounty Hunters" nur noch im Auftrag von "Bail Bondsmen" in Erscheinung.
    Aber der Reihe nach. Als erstes betritt der Bail Bondsman die Bühne: das sind Männer, Frauen oder Agenturen, die Kautionen stellen und zwar nur dann, wenn der verhaftete Tatverdächtige selbst keine finanziellen Möglichkeiten hat, durch das Hinterlegen einer Kaution von der Untersuchungshaft befreit zu werden. Der Tatverdächtige verpflichtet sich hierbei, die Kaution plus Zinsen zurückzubezahlen und zu seinem Gerichtstermin pünktlich zu erscheinen. Ist es absehbar, das der mutmaßliche Täter nicht zu seinem Gerichtstermin erscheinen wird, droht die hinterlegte Kaution zu verfallen.

    Es ist verständlich das die Bail Bondsmen nur die sogenannten "guten und zuverlässigen" Beschuldigten als Kunden haben möchten. Aber bei der Menge an mutmaßlichen Tätern und Konkurrenten ist es sehr oft nicht möglich, sich eben die "Guten" heraus zu picken. Meistens geht das Spiel für den Bail Bondsmen gut aus; wenn der Tatverdächtige aber nicht zu dem angesetzten Termin erscheint, werden die Bail Bond Agenturen nervös. Schließlich sind Bürgschaften in Höhe von 50.000 US Dollar und höher im amerikanischen Justitzsystem keine Seltenheit. Um sich gegen solche finanziellen Risiken abzusichern, versuchen viele Bail Bondsmen die geleistete Bürgschaft auf die Familienangehörigen der Beschuldigten zu übertragen. Wenn dies gelingt, dann ist im Falle einer Flucht klar, das die Familienmitglieder mit den Bail Bondsmen zusammenarbeiten. Denn die Kautionssumme, wie hoch sie auch immer sein mag, droht binnen einer Frist, die bei einigen Bundesstaaten bei 30 Tagen und bei anderen Staaten bis zu zwei Jahren liegen kann, zu verfallen, wenn der Beschuldigte nicht zum festgelegten Termin vor dem Richter erscheint.

    Bounty Hunter

    Ist dieser 'worst case' erst einmal eingetreten, d.h. der Beschuldigte ist geflohen, dann beauftragen die Bail Bondsmen die Bounty Hunter, um den Flüchtigen ausfindig zu machen und ihn der Justiz zum vorgegebenen Zeitpunkt zu überstellen. Dies allerdings nicht wie vor gut 100 Jahren mit der Order "Dead or Alive", sondern "Bring'em back alive" gemacht... eine zeitgemässere Parole.

    Bounty Hunter kann in den USA jeder werden, sogar Kriminelle dürfen sich auf die Jagd nach Ihresgleichen machen. Zwar agieren die Kriminellen unter den Bounty Huntern zum Teil sehr erfolgreich im Unterweltsmilieu, aber leider missachten sie dabei auch nur allzuoft die bestehenden Gesetze und bringen dadurch das Renommee der Berufsgruppe in Mißkredit.

    Oft, sehr oft auch, steckt die pure Abenteuerlust hinter dem Berufswunsch. Aber für diese Gruppe von Bounty Huntern gilt, dass sie zuviel ferngesehen haben. Es braucht eine Menge an Erfahrung, Fingerspitzengefühl, psychologisches Einfühlungsvermögen, exzellenten Spürsinn und last but not least auch physisches Durchsetzungsvermögen, um diesen Beruf erfolgreich ausführen zu können. So sind es auch nur wenige, die erfolgreich in diesem Metier arbeiten. Für die Tätigkeit erhält der Kopfgeldjäger meist 10 Prozent der Kaution als Prämie. Oft sind das nur ein paar hundert lausige Dollar. Die Prämie kann aber je nach Schwierigkeitsgrat des "Falls" auch wesentlich höher sein.

    Zimperlich verhalten sich die Prämienjäger auch nicht gerade, wenn es darum geht, den oder die Verdächtigen zu stellen. Es kommt nicht selten vor, dass es während der Jagd zu körperlicher Gewalt und zum Einsatz von Schußwaffen kommt. Der große Vorteil der Bounty Hunter im Vergleich zu den Staatsorganen besteht darin, dass sich die privaten Kopfgeldjäger nicht so streng an die Auflagen halten müssen, die für die staatlichen Verfolgungsorgane gelten, z.B. dürfen sie die Verdächtigen auch über Staats- und Landesgrenzen hinweg verfolgen und festnehmen.

    Gesetzesgrundlage

    Grundlage hierfür ist ein Gesetz aus dem Jahr 1872, das vom Supreme Court erlassen wurde und auf den Fall Taylor vs. Taintor begründet ist. Das Gesetz besagt, dass sowohl der Bail Bondsman als auch der Bounty Hunter, wann immer er beschließt einen Flüchtigen zu verfolgen, berechtigt ist, diesen eben auch zu verfolgen und ihn den Justizbehörden zu überstellen. Ist eine Auslieferung nicht möglich, so darf er diesen arrestieren - solange, bis es möglich ist, ihn dem Sheriff zu überstellen.
    Der Bail Bondman/Bounty Hunter darf ihn (den Flüchtling) über Grenzen hinweg verfolgen, ihn sogar am Wochenende festnehmen und wenn es nötig ist, sogar dessen Tür einschlagen, bzw. in dessen Haus eindringen. Ein Haftbefehl oder gar Durchsuchungsbescheid ist nicht erforderlich.
    Das Gesetz hat bis zum heutigen Tag bestand.

    Verhältnis zur Polizei

    Dennoch wird das Recht, das sich aus dem oben erwähnten Gesetz ableitet und den Bail Bondsmen und/oder deren Vertretern besondere Rechte in der Verfolgung von flüchtigen, mutmaßlichen Straftätern einräumt, von den zuständigen Polizeibehörden häufig in der irrigen Annahme, dass dies nicht den Gesetzen entspräche, abgelehnt und führt oft zu Missverständnissen. So wurden beispielsweise zwei Kopfgeldjäger 1984 -kurz nachdem sie einen Flüchtigen gefasst hatten- wegen Kidnapping verhaftet und zwei Jahre zuvor kam es zwischen dem amerikanischen Außenministerium und dem Staat Kanada zu Spannungen, weil ein Bounty Hunter einen Flüchtigen von Kanada nach Florida deportiert hatte. Auch dieser Kopfgeldjäger wurde wegen Kidnapping verhaftet.
    Um solche unliebsamen Begegnungen mit den Behörden zu umgehen und um Mißverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen, haben viele Bounty Hunter gleich mehere Schriftstücke dabei, die die Rechtmäßigeit ihrer Arbeit bestätigen.


    So ist auf jeden Fall eine Kopie der Entscheidung des Supreme Court von 1872 darunter, ferner haben sie ein Schreiben des Rechtsanwalts vom Bail Bondman und einen Brief von der Bail Bond Agentur, aus der hervorgeht, dass es bei dem Gesuchten um einen Kautionsflüchtling handelt.

    Kundschaft finden

    Wie akquiriert ein Bounty Hunter, der keine Verbindungen zu einer Bail Bond Agentur hat, seine "Kunden"?
    Nun er braucht bloß in ein Gerichtsgebäude gehen und anhand der Unterlagen, die für jedermann zugänglich sind, nach den Aktenzeichen suchen und somit eine Verbindung zu den Bail Bond Agenturen herzustellen.
    Eine andere Möglichkeit ist, sich im Internet die Police Department Seiten aufzurufen. Fast jedes Department veröffentlicht die "meist gesuchten Verbrecher" der Stadt (siehe in unserer Box unten die Webadressen).

    In aller Regel haben die Bail Bond Agenturen nichts dagegen, wenn sich freischaffende Bounty Hunter auf die Suche nach den Flüchtigen begeben. Meist sind dann die Prämien bei einem Erfolg geringer oder sogar ganz kostenfrei, denn nicht wenige "Freie" bieten ihren Service die ersten Male kostenlos an, um dann bei erfolreicher Arbeit in Zukunft mit den Bail Bondsmen zusammen arbeiten zu können.
    Bei dieser Art von Akquirierung können die Agenturen das Engagement und die Fähigkeiten der Bounty Hunter ohne jedes Risiko testen. Haben die Bounty Hunter ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt, so ergibt sich in der Folge eine oft jahrelange Zusammenarbeit. Die Bounty Hunter werden dann, wie zu Zeiten des Wilden Westens, regelmäßig mit den Fahndungsplakaten (Wanted Persons Posters) versorgt bzw. erhalten sie heute eMails mit Listen ihrer "Klienten".

    Es erübrigt sich wohl zu erwähnen, dass dieser Job nichts für "Weicheier" ist. Es ist eine gefährliche Arbeit, denn die meisten "Kunden" sind keine Lämmer, sondern gefährliche Straftäter, die sich im Drogen,- Rotlichtmilieu bewegen und/oder anderer schwerer krimineller Sraftaten beschuldigt werden. Die Kunden die "nur" wegen zivilrechtlicher Vergehen gesucht werden und eher als harmlos eingestuft werden, sind selten.
    Eine Statistik besagt das die Bounty Hunter jährlich zwischen 26.000 und 30.000 Kautionsflüchtlinge einfangen und sie wieder der Justiz überstellen.



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