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Re: Kränkungen bewältigen
TouchofLove - 06.04.2007, 23:30Kränkungen bewältigen
Hier habe ich ein tolles Buch gefunden mit einem Thema das uns sicher schon mindestens einmal im Leben begegnet ist..... nicht nur bei Liebeskummer einzusetzen ... einfach mal reinlesen und die Essenzen für sich rausholen ...ich wünsche Euch viel Spass dabei und tiefe Erkenntnisse damit Euer Leben wieder fröhlich und bunt verläuft
Kränkungen bewältigen
Fühlen Sie sich häufig verletzt und gekränkt, gedemütigt, herabgesetzt, zurückgewiesen, nicht verstanden und nicht wichtig genommen? Fühlen Sie sich manchmal wehr- und sprachlos? Fällt es Ihnen schwer, mit Kritik und Zurückweisung umzugehen? Fühlen Sie sich durch Kritik persönlich angegriffen?
Dann machen Sie sich mit dem neuen Buch von Dr. Doris Wolf immun gegen Kränkungen und Verletzungen dieser Art. 101 Power-Strategien, um Zurückweisung und Kritik nicht mehr persönlich zu nehmen.
Das Buch ist in 2 Teile gegliedert. In Teil I erfahren Sie, was Kränkung ist und warum manche Menschen empfindlicher reagieren als andere. Mit Hilfe eines Tests finden Sie die wunden Punkte Ihrer Seele, an denen Sie verletzbar sind und Sie lernen die Vor- und Nachteile Ihrer Empfindlichkeit kennen.
In Teil 2 lernen Sie vielfältige Möglichkeiten und Strategien kennen, um auf Kränkungen durch andere zu reagieren. Sie lernen sich gegen Kränkungen und Verletzungen zu wehren und sich ein dickeres Fell zuzulegen. Sie lernen, Gefühle wie Ärger, Groll, Scham und Verletztsein zu verstehen und positiv zu beeinflussen. Und Sie lernen die wirksamsten psychologischen und verbalen Strategien kennen, mit Zurückweisung und Kritik so umzugehen, dass Sie sich nicht mehr persönlich angegriffen und gekränkt fühlen.
Gekränkt fühlt sich, wer sich als gesamte Person in Frage stellt, zurückgewiesen und abgelehnt fühlt. Jeder von uns kann lernen, sich weniger schnell, weniger
Doris Wolf
Ab heute kränkt mich niemand mehr
ISBN 978-3-923614-79-0
248 Seiten, EURO 14,80
Leseproben aus der Einleitung des Ratgebers
Ab heute Kränkt mich niemand mehr
Herzlich willkommen, liebe Leserin, lieber Leser,
es freut mich, dass wir uns heute begegnen dürfen. Der Anlaß unserer Begegnung mag für Sie zunächst wenig erfreulich erscheinen. Wer will sich letztlich schon gerne mit dem Gefühl der Kränkung beschäftigen? Wer gibt schon gerne zu, verletzt worden zu sein? Wer möchte sich schon freiwillig mit seinen Gefühlen, nicht angenommen oder nicht wertgeschätzt zu werden, befassen?
Doch es lohnt sich für Sie, sich mit diesen Gefühlen bewußt auseinanderzusetzen. Sie werden sehen, es gibt sehr viel Hilfreiches für Sie in diesem Buch zu entdecken.
Sie können sich aus Ihrer Opferrolle befreien. Sie werden erleben, dass der Kontakt zu anderen Menschen Ihnen (wieder mehr) Spaß machen kann. Sie können sich selbst mehr innere Stärke verschaffen. Wir treffen uns wegen Ihrer Verwundbarkeit und werden uns trennen, wenn Sie das Gefühl haben, weniger angreifbar zu sein.
Viele Gründe gibt es, weshalb Sie zu meinem Ratgeber gegriffen haben könnten. Führte Sie einfach die Neugierde zu meinem Buch? Oder möchten Sie generell gerne ein dickeres Fell und mehr Souveränität? Leiden Sie stark darunter, schnell gekränkt zu sein und aus der Fassung zu geraten? Oder gibt es vielleicht traumatische Erfahrungen mit anderen Menschen in ihrem Leben, die bis heute an Ihnen nagen? Waren diese Verletzungen vielleicht so stark, dass es Sie vollkommen aus der Bahn geworfen hat, Sie den Kontakt zu dieser einen Person oder sogar den meisten Menschen abgebrochen haben? Leiden Sie heute noch unter Schlafstörungen, Kopf- oder Magenschmerzen, weil Sie die Erfahrung von damals einfach nicht wegstecken und ablegen können? Haben Sie möglicherweise das Vertrauen in andere Menschen im allgemeinen verloren und sich voller Selbstmitleid in eine innere Höhle zurückgezogen? Denken Sie, dass Sie zu gut für diese Welt sind und andere Sie immer nur mit Füßen treten werden? Sind Sie von Menschen umgeben, die es anscheinend darauf abgesehen haben, Sie klein zu machen und zu demütigen?
Möchten Sie an sich arbeiten, weil sich wegen Ihrer starken Wutausbrüche und Ihrer scheinbaren Arroganz schon alle Freunde von Ihnen zurückgezogen haben - und in Wirklichkeit steht dahinter eine große Verletzlichkeit? Leiden Sie unter Schuldgefühlen, weil Sie den Eindruck haben, andere zu häufig zu kränken? Oder haben Sie leicht kränkbare Menschen im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis, deren Reaktionen Sie besser verstehen wollen? Wollen Sie wissen, wie man trotz ihrer großen Empfindlichkeit eine gute und stabile Beziehung mit ihnen aufbauen kann? Oftmals gelangen wir ja sehr leicht in einen Kreislauf von Kränkung und "Gegenkränkung". Der andere fühlt sich verletzt und schlägt zurück, woraufhin wir uns verletzt fühlen.
Was auch immer Sie zu mir führte, ich möchte Ihnen Wege aufzeigen, auf denen Sie wieder zu Selbstsicherheit gelangen, Ihr Gleichgewicht finden und es auch den überwiegenden Teil der Zeit behalten können. Sie können lernen, sich nicht durch den negativen Sog anderer hinabziehen zu lassen. Sie können wieder Freude dabei empfinden, mit anderen Menschen zusammen zu sein.
Was erwartet Sie in diesem Buch?
Der wichtigste Leitsatz meines Buches lautet: Sie haben Einflußmöglichkeiten. Sie sind nicht das hilflose Opfer anderer Menschen.
Wann immer Sie sich seelisch verletzt fühlen, tragen Sie auch selbst etwas dazu bei. Ihr Gegenüber wirft den Stein und Sie fangen ihn bereitwillig auf. Nur weil Sie an dem gesamten Vorgang des Verletzt-Werdens aktiv beteiligt sind, können Sie auch aus dem Spiel aussteigen. Das ist Ihre große Chance.
Mein Buch ist in zwei Teile gegliedert.
In Teil I werden wir herausfinden, was Kränkung überhaupt ist und warum manche Menschen empfindlicher reagieren als andere. Sie werden in einem Fragebogen die Chance haben, Ihre wunden Punkte - dort, wo die "feindlichen Pfeile" Ihre Seele treffen - genau zu lokalisieren. Wir werden Vorteile und Nachteile unserer Empfindlichkeit ergründen. Außerdem werden wir uns mit den Motiven, weshalb sich andere Menschen in einer Weise verhalten, die uns kränken kann, beschäftigen.
In Teil II geht es darum, welche vielfältigen Möglichkeiten Sie haben, auf das Verhalten Ihres Gegenübers zu reagieren. Die Verletzung spüren Sie in Ihrem Körper und in Ihrer Psyche, meist zeigt sie sich auch in Ihrem Verhalten. Zum einen können Sie deshalb an Ihren körperlichen Reaktionen ansetzen und lernen, sich zu entspannen. Zum anderen können Sie Ihre Gefühle beeinflussen, indem Sie Ihren Blickwinkel und die Bewertung verändern. Mag sein, dass der andere nur eine Pflaume wirft und Sie diese als Stein mißdeuten. Sie verspüren infolgedessen übertrieben starke Angst oder Wut oder verspüren heftigere Schmerzen, wenn Sie getroffen werden. Es könnte aber auch sein, dass Ihr Gegenüber tatsächlich immer wieder einmal einen Stein wirft und Sie lernen müssen, auszuweichen. Haben Sie es mit einem chronischen Steine-Werfer oder Kritiker zu tun, dann ist es vielleicht an der Zeit zu überlegen, wie Sie sich generell schützen und diesem aus dem Weg gehen können.
Sie werden in Teil II viele hochwirksame Wege kennenlernen, wie Sie Ihren Körper, Ihre Gedanken und Ihr Verhalten beeinflussen können. Sie können in Zukunft auswählen, welcher Weg für Sie in welcher Situation die besten Resultate bringt, so dass Sie sich seltener, weniger tief und weniger lange gekränkt fühlen.
Wenn Sie schon alleine bei dem Gedanken an manche Menschen, die Sie einmal verletzt haben, noch immer den Schmerz und Groll, die Scham und die Trauer verspüren, dann können Sie sich nun entscheiden, ob Sie die Verletzung überwinden möchten oder nicht. Sie werden ganz bewußt abwägen können, was Sie gewinnen und verlieren, wenn Sie die Vergangenheit loslassen. Ich werde Ihnen Strategien vorschlagen, mit denen Sie Ihre Wunden schließen und dem anderen verzeihen können.
Leseprobe aus Kapitel 3 des Ratgebers
Ab heute Kränkt mich niemand mehr
Warum bin ich verwundbar?
Ursachen für die Empfindlichkeit
Ist Ihnen der Vorwurf wohlvertraut, dass Sie einfach zu empfindlich oder gar hysterisch seien? Sie würden alles gleich in den falschen Hals bekommen, jedes Wort auf die Goldwaage legen, sofort alles persönlich nehmen und aus jeder Mücke einen Elefanten machen? Kennen Sie den coolen Kommentar Ihres Gegenübers: "Jetzt hab dich nicht so. Da muß man doch nicht gleich die beleidigte Leberwurst spielen"?
Wie soll man auf solche Kommentare reagieren?
Ich selbst habe reichlich Erfahrung mit solchen Vorwürfen und lasse mich zu den unterschiedlichsten Reaktionen hinreißen. Manchmal streite ich es ab, überhaupt verletzt und beleidigt zu sein. Manchmal gehe ich zum Angriff über, gebe meinem Gegenüber die Schuld und lasse mich auf Diskussionen ein: Hätte er in einem anderen Tonfall mit mir gesprochen, dann wäre ich auch nicht verletzt. Überhaupt ist er derjenige, der taktlos und herzlos ist. Er muß doch wissen, dass so ein Verhalten kränkt. Er muß sich ändern, dann geht es mir wieder gut. Wenn er sich nicht mehr so rücksichtslos verhält, dann werde ich auch nicht mehr getroffen und empfindlich reagieren. Manchmal ziehe ich mich aber auch trotzig in mich zurück begleitet von dem Selbstvorwurf, zu empfindlich zu sein. In mir nagt der Zweifel, dass mit mir doch grundsätzlich etwas nicht stimme. Ich gehe mit mir ins Gericht, warum ich denn immer gleich so überreagieren müsse, und schäme mich für mein Verhalten.
Ist unsere Empfindlichkeit vererbt?
Sie haben zu diesem Buch gegriffen und zählen sich wahrscheinlich auch nicht zu den beneidenswerten "dickhäutigen" Menschen, die in sich ruhen und nur schwer aus dem Gleichgewicht zu bringen sind. Aber Vorsicht mit Neidgefühlen, nicht jeder, der dickhäutig wirkt, ist auch wirklich dickhäutig. Manche Menschen wirken nach außen hin nur so und können sich gut tarnen. Sie reißen sich zusammen, weil sie glauben, wenn sie auch noch zugeben würden, dass sie sich getroffen fühlen, dann wären sie noch verwundbarer. Da wir nicht in sie hineinsehen können, erliegen wir der Illusion, dass sie durch nichts zu erschüttern sind. Doch gibt es in der Tat Menschen, die wenig verwundbar sind und wie ein Fels in der Brandung stehen. An ihnen prallt nahezu jede Kritik und jede Nichtbeachtung ab wie ein fetter Regentropfen an einer dichten Regenhaut.
Manchmal bewundern wir auch die Menschen, die sofort schlagfertig reagieren und "sich nichts einschenken" lassen - Menschen, die dem anderen gleich ordentlich den Zahn ziehen und sagen, wo es lang geht und was ihnen nicht paßt. Doch auch dieses aggressive Verhalten ist kein sicheres Zeichen für eine geringe Verwundbarkeit. Im Gegenteil, wer sich heftig verteidigt, fühlt sich zuvor in bestimmter Weise angegriffen.
Woher kommt nun aber unsere Empfindlichkeit?
In den letzten Jahren mehren sich die Hinweise darauf, dass ein dickes Fell zum Teil auch angeboren ist. Manche Menschen werden mit einer erhöhten Reaktionsbereitschaft geboren werden, andere wiederum nicht. Menschen mit einer erhöhten Reaktionsbereitschaft reagieren schneller und heftiger auf Stress und Veränderungen. Sie haben gleichzeitig mehr Schwierigkeiten, sich an neue Situationen anzupassen. Auch beim Erlernen von Bewältigungsstrategien tun sie sich schwerer. Sie reagieren zudem schneller mit körperlichen Symptomen wie Herzrasen oder Muskelanspannung.
Nun können wir nichts dafür, - und leider auch nichts daran ändern - welche genetische Ausstattung wir mitbekommen haben. Doch bedeutet dies auf gar keinen Fall, dass wir damit leben müssen, "eine Mimose " oder "ein unerschütterlicher Eichbaum" zu sein. Auch Mimosen können gut gedeihen, wenn man ihnen optimale Bedingungen gibt. Außerdem besitzt die Mimose ein großartiges Schutzsystem: Sie zieht bei Gefahr ihre Blätter zusammen, macht sich kleiner. Ist die Gefahr vorbei, entfaltet sie ihre Blätter wieder. Und Mimosen erbringen darüber hinaus einen einzigartigen Beitrag zu der Vielfalt der Pflanzenwelt!
Lassen Sie uns deshalb danach suchen, wie Mimosen sich optimal entfalten können. Es gibt Wege, wie wir uns als Mimosen daran erfreuen können, sensibel für unsere Umwelt zu sein, und uns nicht wegen unserer Empfindlichkeit unsere Daseinsberechtigung absprechen müssen. Es gibt Wege, wie wir uns schützen und auch einem kräftigen Sturm überstehen können. Ja, es kann uns sogar gelingen, etwas Positives im Sturm zu entdecken - z.B. dass er uns dabei hilft, geschmeidig zu bleiben und uns zu stärken.
Was tragen wir zu unserer Verwundbarkeit bei?
Gott sei Dank, sind wir Menschen so geschaffen und konstruiert, dass wir kein Opfer unserer Vererbung sind. Die Natur hat es so eingerichtet, dass es auch für uns Wege gibt, unseren "Trainingspartnern" und vermeintlichen Feinden zu trotzen.
Wir können unser seelisches und körperliches Gleichgewicht auf vielfältige Weise beeinflussen. Wir können unsere Gedanken, unsere Gefühle, viele unserer Körperreaktionen und unser Verhalten steuern. Auch wenn wir bisher immer wieder in denselben Situationen an unserem wunden Punkt getroffen wurden und verletzt reagiert haben, ist dies kein Beweis dafür, dass wir in der Zukunft immer so reagieren müssen. Auch wenn wir gewöhnt sind, uns in ganz bestimmter Art und Weise zu verhalten, können wir neue hilfreichere Gewohnheiten entwickeln. Wie wir unsere Verwundbarkeit überhaupt beeinflussen, damit wollen wir uns nun befassen.
Sie haben im Fragebogen von Kap. 2 zusammengetragen, in welchen Situationen Sie gekränkt reagiert haben oder immer wieder reagieren. Ich hoffe, dass Sie einige wichtige "Schlüssel" gefunden haben, die bisher in Ihr Schloß gepaßt haben. Im Grunde genommen können wir auf jede Situation gekränkt reagieren. Um dies zu erreichen, benötigen wir zwei Dinge:
1. ein Ereignis und
2. eine ganz bestimmte Einstellung diesem Ereignis gegenüber.
Nehmen wir einmal an, Sie wollten sich von Ihrem Partner gekränkt fühlen. (Zugegeben als Vorsatz formuliert, klingt dies schon merkwürdig, zur Verdeutlichung ist diese Vorstellung jedoch sinnvoll.) Dann müßte Ihr Partner etwas tun oder nicht tun und Sie müßten ihm das krumm nehmen. Dies könnte zum Beispiel sein, dass er Ihren Geburtstag vergißt oder Ihren Eltern voll und ganz beipflichtet, als diese Sie als schwierigen Menschen bezeichnen. Um sich gekränkt zu fühlen, würde das Verhalten Ihres Partners alleine jedoch nicht genügen. Sie müßten sein Verhalten ernst nehmen und als negativ für Ihre gesamte Person bewerten. Beispielsweise könnten Sie denken: "Ich bin ihm nicht wichtig. Ich mache mir immer so viel Mühe mit den Geschenken und er vergißt meinen Geburtstag ganz und gar". Oder: "Als mein Partner darf er mir auf gar keinen Fall vor meinen Eltern in den Rücken fallen. Das ist gemein und hinterhältig. Dies beweist nur ein weiteres Mal, dass er mich nicht wirklich liebt." Bei solchen Gedanken würden Sie sich verletzt, traurig und auch wütend fühlen und der ganze Vorfall würde so richtig an Ihnen nagen. Ihre Kränkung wäre die logische Folge aus den beiden Teilen: dem Verhalten Ihres Partners und Ihrer persönlichen Bewertung dieses Verhaltens.
Leseprobe aus Kapitel 11 des Ratgebers
Ab heute Kränkt mich niemand mehr
Wie schütze ich mich vor "giftigen" Menschen und vor Kritik?
Wie Sie Steine-Werfern begegnen können
Wir alle begegnen immer einmal wieder Menschen, die uns aus vielerlei Gründen an den Karren fahren und uns klein machen wollen - Menschen, die uns nicht leiden mögen oder sogar hassen. Mit ihren Nadelstichen und Provokationen machen sie uns das Leben schwer. Sie wollen uns mit ihren Bemerkungen und Kommentaren beleidigen, verletzen und fertig machen. Sie neiden uns unsere Zufriedenheit und unser körperliches Wohlbefinden, mißgönnen uns unseren Erfolg. Sie legen es darauf an, uns in unserem Tun zu sabotieren. Sie wollen unsere Selbstachtung zerstören. Ihr Ziel ist es, ihr eigenes Selbstwertgefühl zu stärken und sich ein Gefühl von Kontrolle und Macht zu verschaffen. Sie wollen unsere Aufmerksamkeit gewinnen, weil sie sich nie genügend geachtet gefühlt haben. Sie wollen ihren Willen durchsetzen oder uns auch mit Angst und Schuldgefühlen manipulieren.
Im Umgang mit diesen Menschen benötigen wir andere Strategien als bei Menschen, die uns ganz unbeabsichtigt auf die Füße treten. Wenn wir auf ihr Verhalten hin nämlich die Reaktionen zeigen, die sie sich wünschen, werden sie belohnt und in ihrem feindseligen, abschätzigen und manipulierenden Verhalten bestärkt. Bei diesen Menschen macht es wenig Sinn, sich zu öffnen und sich über deren Gefühle den Kopf zu zerbrechen. Wollen wir den Kontakt nicht unmittelbar abbrechen, weil wir aus irgendwelchen Gründen weiterhin mit diesen zusammen sein müssen, dann empfiehlt es sich, deutliche Grenzen zu setzen oder aus dem Spiel auszusteigen.
Im folgenden werde ich Ihnen einige Strategien vorschlagen, die sich bei Steine-Werfern bewährt haben:
- Übergehen Sie die Bemerkung kommentarlos
Manchmal ist es sinnvoll, unangemessenen verletzenden Bemerkungen überhaupt keine Beachtung zu schenken. Wenn wir darauf eingehen, belohnen wir den Steinewerfer nämlich nur, er hat sein Ziel erreicht, uns zum Re-Agieren zu bringen. Am besten ist es, stattdessen wieder auf die sachliche Ebene zurückzukehren, auf ein neutrales Thema umzulenken oder unsere Aktivität fortzusetzen, die der Kommentar des Stänkerers unterbrochen hat. So verlieren wir die wenigste Energie beim meist aussichtslosen Kämpfen.
- Senden Sie deutlich ein Stopp-Zeichen
Wenn Ihr Gesprächspartner beginnt, unsachlich zu werden, können Sie ihn auch unmittelbar auf sein Verhalten ansprechen:
"Ich möchte das Thema gerne sachlich mit dir besprechen. Deine Bemerkung erlebe ich als Kränkung".
"Laß uns bitte sachlich bleiben. Eine solche Unterstellung beleidigt mich".
"Hör sofort damit ....... auf, das bringt uns beide nicht weiter".
- Bringen Sie das Gespräch auf eine sachliche Ebene zurück
Sie können Beleidigungen wieder auf eine sachliche Ebene zurückbringen, indem Sie beschreiben, wie Ihr Gegenüber sich fühlt. Gleichzeitig halten Sie Ihrem Gesprächspartner eine Art Spiegel vor Augen.
Angreifer: Mit dir blamiert man sich nur.
Betroffener: Du machst dir Gedanken, wie du bei anderen ankommst.
Angreifer: Ich habe mich in Ihnen gewaltig getäuscht. Wie kann man eine Arbeit nur so hirnlos erledigen.
Betroffener: Sie sind ärgerlich auf mich.
- Bringen Sie sich auf Distanz
Wir können uns auch davon abhalten, sehr emotional zu reagieren, indem wir uns vorstellen, dass wir uns außerhalb des "Schlachtfeldes " befinden und unser Doppelgänger sich mit dem Gegenüber unterhält (siehe auch Kap. 9).
- Setzen Sie Humor ein.
Wenn Sie Ihre wunden Punkte kennen und auch wissen, dass Ihr Gegenüber immer wieder in derselben Art und Weise darin bohrt, können Sie sich auch zuhause in aller Ruhe eine humorvolle Erwiderung überlegen und damit die Wirkung entkräften. Ich habe beispielsweise Jahrzehnte unter meiner kleinen Größe (1,58 cm) gelitten. Andere fühlen sich immer einmal wieder berufen, mich einfach unter den Armen zu packen und in die Luft zu heben oder Kommentare wie "Dich sieht man ja gar nicht" oder "Die Kleine will auch was sagen" loszulassen. Als Jugendliche und junge Erwachsene habe ich mich sehr darüber aufgeregt. Mittlerweile gebe ich meine Größe "als klein und stapelbar" aus und genieße es auch (meist), hochgehoben zu werden.
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