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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Bushrescue - Reanimator - Reggae Sani Forum: Rettungsdienst-Forum-4u Forenbeschreibung: Das Forum rund um den Rettungsdienst und die BOS! aus dem Unterforum: Lustige Einsätze Antworten: 4 Forum gestartet am: Dienstag 03.04.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Die verrücktesten Einsätze Letzte Antwort: vor 15 Jahren, 8 Monaten, 3 Tagen, 27 Minuten
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Re: Die verrücktesten Einsätze
Bushrescue - 06.04.2007, 21:40Die verrücktesten Einsätze
alle miteinander und jetzt zum Thema.
Was hattet Ihr für lustige, chaotische oder verrückte Einsätze.
Ich leg mal vor. Einsatz von heute!!!
Wir fahren zu einem Herz-Kreislauf in einer beliebten Einkaufspassage, Patient ca. 28Jahre alt (Morbus M.), der über Brustschmerz klagt.
Wir erst einmal eine Standardbewegung gemacht, einmal auf die Schmerzende Stelle draufgedrückt. Es kam wie es kommen musste, er schreit laut auf und heult los. Erster Gedanke: war klar, Depp, wir brauchen ne Chirurgie. Patient mit hängen und würgen ins Auto überredet gekriegt, dort stellte sich nach einem sich sehr kompliziert gestaltendem Gespräch die Lösung heraus. Der Kumpel, hat nach dem Patient über Atemnot geklagt hat und schreiend am Boden Lag, sofort den Notruf abgesetzt (lobenswert!!!), dabei hat er Gedacht, mein Kumpel braucht Hilfe und hat angefangen Ihn zu reanimieren!!!.
Manche mögen meinen, wenn sich der Patient dagegen wert und laut schreit, hört er auf mit dem reanimieren, aber nein, er brauchte ja Hilfe. Aber noch nicht genug, schließlich war er ja am telefonieren und hatte keine Hand frei. Was nimmt man stattdessen?!? Logisch den Fuß!!!
:wand:
Mit dem Hinweis, konnten wir, mit unserer speziellen Fortbildung "Profiler in 2Tagen", die Rötung als Fußabdruck identifizieren. (Wäre dafür mal einen Darwins-Award für den "besten" Ersthelfer auszustellen)
So, Transport in die Klinik, verlief ohne Probleme, dann im KH angekommen, wir fahren ihn rein, melden ihn an, springt er auf, lacht wie blöd los und rennt raus. Wir total baff, Versichertenkarte und Personalien in der Hand und er weg.
:twisted: hätte er wenn er schon abhauen möchte auch liebend gern vorher machen können und nicht erst dann wenn ich meinen nicht unterschriebenen Transportschein in der Hand halt.
So das war einer von vielen und jetzt kommt Ihr!!!
Re: Die verrücktesten Einsätze
Reanimator - 06.04.2007, 21:51Rauchen ist ungesund
@Bushrescue
Der Patient kann froh sein, dass da kein Defi oder Stromkabel in der Nähe war... :wand:
Dann mach' ich doch gleich mal weiter und zwar mit der original Pressemitteilung der Polizei und einem original Bericht aus einer großen Tageszeitung:
• Pressemitteilung der Polizei:
In Automaten eingeklemmt
xxx-Nord:
Ein 27 Jahre alter Wachmann hat sich in der Nacht zum Montag (25.07.2005) in einem Zigarettenautomaten in der Kantine eines Dienstleistungsunternehmens an der abc-straße die linke Hand eingeklemmt. Erst nach knapp zwei Stunden gelang es alarmierten Feuerwehrleuten, den Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien. Er wurde anschließend mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Nach dem Ende eines Kontrollganges gegen 03.20 Uhr wollte der 27-Jährige, der mit einem Kollegen unterwegs war, aus dem Automaten eine Packung Zigaretten herauslassen. Nachdem er das Geld eingeworfen und die Sorte gewählt hatte, verkantete die Schachtel offenbar auf Grund eines technischen Defekts im Auswurfschacht. Der 27-Jährige griff in den Schacht, um die Schachtel zu lösen. Dadurch setzte er vermutlich die Mechanik in Gang, so dass er mit dem Mittelfinger hängen blieb. Es gelang dem jungen Mann trotz Unterstützung seines Kollegen nicht, sich zu befreien. Schließlich verständigte sein Streifenpartner die Rettungskräfte. Die Feuerwehr musste den Automaten komplett zerstören, um die Hand aus dem Schacht zu ziehen. Polizeibeamte stellten die Zigaretten und das Bargeld sicher.
• Zeitungsbericht:
Als ein Zigarettenautomat einen Wachmann verhaftete
Rauchen ist halt ungesund: Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz auf dem Post-Areal an der Ehmannstraße
Es ist nicht nur das Nikotin, das für die Gesundheit von Rauchern brandgefährlich wird. Manchmal kann auch die Technik eines Zigarettenautomaten zum Verhängnis werden, wie ein 27-jähriger Wachmann am frühen Montagmorgen im Bereich des xxxbahnhofs feststellen musste. Er geriet gewissermaßen in Untersuchungshaft.
Der Sicherheitsmann war in der Nacht zum Montag mit seinem Kollegen auf dem großen Post-Areal an der abcstraße auf Streife, als es ihm in der Kantine des Dienstleistungsunternehmens nach einer Zigarette gelüstete. Der Kontrollgang war gegen 3.20 Uhr beendet, ein Zigarettenautomat lockte mit einem großen Angebot prall gefüllter Packungen. Doch nachdem der 27-jährige die entsprechenden Geldmünzen eingeworfen hatte, verkantete sich die Schachtel im Auswurfschacht. Offenbar ein technischer Defekt.
Der verhinderte Raucher untersuchte den Schacht, versuchte die Packung zu befreien - und saß nun erst richtig in der Klemme. Der Mittelfinger, den man auch Automaten nicht zeigen sollte, blieb hängen, als sich plötzlich die Automatenmechanik in Gang setzte. Versuche, sich aus dem Gewahrsam zu befreien, scheiterten kläglich. Der Streifenpartner musste letztlich die Rettungskräfte alarmieren.
Reiner Zufall natürlich, dass sich im Gebäudetrakt auch ein Zentrum für Arbeitsmedizin und Gesundheitsschutz befindet, wo sich Betriebsärzte womöglich über die Vorbeugungsmaßnahme des Automaten gefreut hätten. Kein Zufall dagegen, dass die betriebseigenen Handwerker nicht zu Hilfe eilen konnten - für die hatte der Arbeitstag in diesen frühen Morgenstunden noch nicht begonnen.
Also musste die Feuerwehr den Fall lösen - und den Automaten komplett zerstören, um die Hand aus dem Schacht zu bekommen. Die xyz Wehrmänner haben da einige Erfahrung: In der Vergangenheit haben sie schon Kinderzungen aus Glasflaschenöffnungen oder Kinderfinger aus Metallsitzbänken befreien können.
3793 technische Hilfeleistungen gab es im vergangenen Jahr - vom umsturzgefährdeten Baugerüst bis hin zur Personenrettung aus verbeulten Autowracks. Da spielen die Brandeinsätze mit 833 Fällen fast schon eine untergeordnete Rolle. Freilich: Die Übung als Automatenknacker fehlt noch, die Hand war letztlich erst um 5.15 Uhr befreit. Nach zwei Stunden Haft.
Nicht überliefert ist, ob der Wachmann auf den Schreck hin erst mal eine rauchen musste. Die EU-Gesundheitsminister aber haben jetzt eine Vorlage für einen neuartigen Verpackungs-Warnhinweis:
Sieh deine Hand, verbeult und wund! / Rauchen ist halt ungesund...
Übrigens: Der Wachmann musste danach nicht nur eine rauchen.
Re: Die verrücktesten Einsätze
Reggae Sani - 07.04.2007, 17:28
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Re: Die verrücktesten Einsätze
Bushrescue - 25.07.2007, 14:45
Da hätte ich doch fast noch unseren TT-Unfall vergessen, ein sehr kurioser Einsatz :lol:
Stuttgart im Frühling, es ist dunkel und draußen war es mal wieder kälter als Nachts. Da ereilt uns ein Notruf, "schnell" nehmen wir ihn entgegen und fahren unmittelbar nach erhalt in den Stuttgarter Westen, zur Verbrennung. Allerdings das ganze ohne Sonderrechte! In der Wohnung der Patientin angekommen, liegt eine unter Decken Verpackte Studentin am Boden und um Sie herum sitzen die WG-Kolleginnen die Sie vehement auslachen.
Nach einer ersten orientierenden Anamnese erschließt sich uns ein Bild, wie wir es während unserer Rätseltour auf der Anfahrt niemals hätten erahnen können. Diese junge 19-Jährige Studentin, sehr hellen Hauttyps, wollte sich ein wenig Bräunen und hat daraufhin ein Sonnenstudio Ihres Vertrauens aufgesucht. Dumm nur, das es in dem Sonnenstudio keine gute Beratung gab und ein Münzautomat, indem man Unmengen an Kleingeld platzieren kann. Nachdem Sie Ihr Geldbeutel in dem Münzautomat entleert hatte, standen nun 45min auf der Digitaluhr des Turbobräuner!!!
Nach diesen 45min ununterbrochenen toasten, hatte sich Ihre Hautfarbe von weiß in rot geändert und fing an unangenehm zu brennen. 8Stunden und 3 Packungen Schmand später kamen wir.
Nach anfänglichen ungläubigen Scherzens, kam nun unsere Arbeitsdiagnose: 19-Jährige Patientin, ohne Vorerkrankungen, mit 100% Großteils I°-Verbrennungen, vital noch stabil.
Mit einem Verbrennungsbett im Hintergrund, traten wir nun den für Sie recht Schmerzhaften Weg in die Klinik an. Während der Fahrt viel der Blutdruck auf 70, mit Schocklage gerade noch 80, Patientin fror wie verrückt (kein Muskelzittern vorhanden) trotz 2 Rettungsdecken, 1 Einmaldecke und voll laufender Heizung. In der Chirurgie angekommen wurde Sie gleich unter Wärmedecken verpackt und auf die Intensivstation gelegt.
45min Turbobräuner, ein nicht zu unterschätzender Einsatz!!! :oops:
P.S.: TT-Unfall = Tussi-Toaster-Unfall
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