Das Leben der Anderen - Die Geschichten eines Heilers

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    Re: Das Leben der Anderen - Die Geschichten eines Heilers

    Therador - 03.04.2007, 11:52

    Das Leben der Anderen - Die Geschichten eines Heilers
    Das Leben der Anderen
    oder Erfahrungen eines Heilers in World of Warcraft

    "HAEL PLZT !!!!111!!1!!"

    tönt es mir aus Kurzens Truppenlager entgegen. Ein Schurke kommt aus der Höhle vor mir gelaufen... Sprinten und Entschwinden vermutlich auf Abklingzeit. Im Schlepptau hat er mindestens 20 von Kurzens Handlangern, die ihm wütend alles hinterherschicken, was sie in ihrem Repertoire noch finden können: Messer, Pets, Zauber... kurz bevor er bei mir ist, trifft ihn ein Wurfdolch im Rücken und der Schurke sinkt erschöpft zu Boden. Noch bevor ich den Wiederbelebungszauber ansetzen kann, les ich pink auf schwarz in meinem Chatlog: "warum healst du nich kaknub".

    Heiler sind selten. Heiler sind wichtig. Heiler sind arrogant.

    Flashback: Fünf Minuten vorher.

    Ich stehe hier im Lager und kämpfe mit so einem dämlichen Kerl von Kurzens Heilern. Seit ewigen drei Minuten schon. Es war ein Add... mein Mana ist irgendwo zwischen 10% und 0% und mein Zauberstab leistet mir gute Dienste..... kaum hab ich den Kerl jedoch fast am Boden setzt der zur Heilung an.

    Gegenzauber? Wäre schön, aber ich bin kein Magier.
    Tritt? Wäre toll, aber ich bin kein Schurke.
    Schildhieb? Wäre wundervoll, aber ich bin kein Krieger.
    Erdschock? Ja, klasse, wenn ich ein Schamane wäre.
    Stille? Da ich eigentlich ein Gruppenspieler bin, habe ich natürlich keinen Talentpunkt im Schattenbaum vergeben.
    Psychischer Schrei? Die ideale Alternative. Ich schau mich vorsichtig um: Links patroillieren zwei Dschungelkämpfer, rechts steht das Haus, wenn er da um die Ecke läuft, kommt er mit mindestens drei weiteren Leuten zurück. Das Risiko ist zu hoch.

    Es hilft nichts, ich muss weiterkämpfen. Manabrand, Zauberstab, Hochheilen und weiter....

    In fünfzehn Metern Entfernung läuft ein Schurke vorbei, er scheint mich nicht zu sehen. Noch bevor ich irgendetwas rufen kann, ist er schon in einer nahen Höhle verschwunden. Also geht es weiter... Manabrand, Zauberstab, Hochheilen....

    Nach weiteren zwei Minuten hab ich den Kerl endlich soweit: Zum hochheilen fehlt ihm das Mana, er dreht sich um und läuft.... mit letzten Kräften suche ich mir das Mana für einen Gedankenschlag zusammen und habe Glück: kritisch getroffen. Kurz bevor es die Patroille auf der rechten Seite erreichen konnte, sinkt mein Kontrahent zu Boden.

    Leider hat er wieder keine Dschungelarznei dabei, von der ich noch die vollständigen sieben für meinen Quest brauche. Gerade als ich mir das nächste einzelne Opfer suche, dass ich von der Herde entfernen kann, dringt ein Schrei an mein Ohr:

    "HAEL PLZT !!!!111!!1!!"

    Es sind diese kleinen Situationen, die ich außerhalb der Instanzen so mag. Es kommt hier nicht oft vor, dass andere auf mich angewiesen sind. Es kommt nicht häufig vor, dass ich auf Leute treffe, die sich ein bisschen übernommen haben. Und meistens spende ich, freundlich wie ich bin, eine Heilung auf den Notleidenden. Denn das ist es, was ich kann. Das ist es, warum ich so verrückt bin und meine Talentpunkte im Heiligbaum untergebracht habe. Und dies hat mir auch schon das ein oder andere mal eine freundliche Gruppeneinladung gebracht, inklusive der Frage, was für Quests ich noch machen muss, sowie der anschliessenden Hilfe bei diesen.

    Doch heute ist es anders: Schmunzelnd nehme ich zur Kenntnis, dass der Schurke es nicht schaffen wird. Vor meinen Füßen bricht er zusammen.

    Der Mauszeiger hängt schon auf dem Icon für die Wiederbelebung, als ich seine Worte vernehme: "warum healst du nich kaknub"

    Heiler sind selten. Heiler sind wichtig. Heiler sind arrogant.


    Ich drehe mich um und gehe wortlos von dannen. Den Namen des Schurken werde ich mir merken, damit ich mich freuen kann, falls er irgendwann einmal vergeblich versucht einen Heiler für eine Instanz zu finden.



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