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Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
chungas revenge - 01.04.2007, 10:36Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
Hallo,
ich möchte euch einen kniffeligen Fall aus dem Bereich TT vorstellen und nachfragen, wie Ihr in dieser Siuation handeln würdet oder vielleicht schon mal gehandelt habt.
Ein Spieler, 25, sportlicher Leistungsträger, fällt häufiger durch Eskalationen, wüste Selbstbeschimpfungen unterhalb der Gürtellinie, Wutattacken mit Tritten gegen Wände und Tische auf, flucht, dass Eltern ihre Kinder aus der Halle bringen und sich Zuschauer beschweren und beschimpft zuletzt Mannschaftskollegen "haltet die Fresse oder ich hau euch aufs Maul". Die Mannschaft hat ihn nicht provoziert. Er kommt mit sich selbst nicht klar und wird immer aggressiver, macht aber ansonsten zu.
Aus sportlichen Gründen wird er zur Halbserie vom Sportwart, der zugleich Mannschafsführer ist, ohne Zwang von Pos.2 auf 3 umgestellt, kündigt an, "zu Null" durchzugehen, startet aber mit Niederlagen und rastet völlig aus, was psychologisch vorhersehbar war und von mir vor der Umstellung als Einwand vorgebracht wurde. Danach wollen der Mannschaftsführer (Sportwart im Verein) und 1 weiteres Mitglied der Mannschaft nicht mehr mit ihm zusammenspielen. 2 Mitglieder plädierten darauf, ihm nochmals eine Chance zu geben, was aber nach einer Mannschaftsbesprechung verworfen wurde. Nach einer internen Sitzung wird beschlossen, ihn aus der Mannschaft auszuschließen, weil dieses Verhalten nicht mehr zu tolerieren sei und auch den Verein schädige. Dieser Beschluß wurde vom Vorstand unterstützt. Allen ist bewußt, dass dies eine sportliche Schwächung und evtl. den Abstieg bedeuten würde. Man war sich aber darin einig, lieber sportlich und mit Anstand abzusteigen als sich dieses Verhalten weiter gefallen zu lassen.
Hinterher und bei jeder passenden Gelegenheit hat sich der ausgeschlossene Spieler negativ und despektierlich gegenüber der Mannschaft und dem Verein ausgelassen, entsprechende Kommentare auf seiner Homepage verfasst und provoziert, wo er nur konnte. Sein Link auf der Vereinshomepage wurde mittlerweile gelöscht. Zu einem Mannschaftsmitglied hat er noch Kontakt und es herrschte Mailaustausch.
Im Kampf um den Abstieg stand gestern das vorentscheidende Spiel gegen den Abstieg an. Mittlerweile hatten wir einen ehemaligen Spieler aus dem Ausland dazu bekommen, der sich beim Joggen unter der Woche eine Fußverletzung zugezogen hatte. Es war geplant und bestätigt, den stärksten Spieler aus der unteren Mannschaft hochzuziehen, der sportlich in dieses Team gehört hätte. Da sich einige Spieler bei einem Abstieg wahrscheinlich vom Verein trennen würden und Neuzugänge es von der Zusammensetzung der Mannschaft und der Spielklasse abhängig machen, ob sie bleiben, kam einer der Spieler, der sich seinerzeit vehement für den Rausschmiß ausgesprochen hatte, auf die Idee, den "Ausgestossenen" für das wichtige Spiel einzusetzen und hatte schon alles organisiert, fragte aber zuvor die anderen Spieler.
Unser Sportwart, stärkster Verfechter des Rauswurfs, wußte zuerst nichts davon, war dann aber von der Idee hellauf begeistert. Randbemerkung: Er hatte bereits vor einem Monat bei einem neuen Verein unterschrieben und steht als langjährige und überragende Nr.1 nicht mehr zur Verfügung. Sogar der 1.Vorsitzende, der sich damals gegen den Verbleib ausgesprochen hatte, meinte plötzlich "man solle über seinen Schatten springen".
Ich habe mich aus "ethisch-moralischen Gründen" gegen einen Einsatz des Spielers ausgesprochen. Dennoch wurde er für das Spiel aus der Verbannung geholt und dem bereits eingeplanten Ersatzspieler ein Platz im Doppel eingeräumt, was dieser dann auch ablehnte. Er wurde mehr oder minder durch die Hintertür ausgeladen, zumal der Kranke dann doch spielte, aber zur tragischen Figur wurde.
Aufgrund meiner Position innerhalb der Mannschaft hätte ich spielen können, habe jedoch darauf verzichtet. Da unser Brett 6 in guter Form ist und es sportlich im Prinzip keinen Unterschied machte, ließ ich ihn spielen. Durch die Dikussion zuvor fehlte mir am Ende auch die Motivation. Mit ihm, dem einzigen Vernünftigem im Team, habe ich das ausdiskutiert und mitgeteilt, für die neue Spielzeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen, was er bedauerte.
Das Heimspiel habe ich mir bewußt nicht angeschaut, es endete mit 8:8. Der Rausgeschmissene holte nur 1 Punkt und es hängt jetzt von den Mitkonkurrenten ab, ob dies für den Klassenerhalt ausreicht.
Ich bin kein Umfaller und habe deshalb kein Interesse mehr, in solch einer charakterlosen Mannschaft zu spielen. Bei der Schwere der Vorfälle in der Vergangenheit, wir reden hier nicht von kleineren Verstimmungen, den ganzen Diskussionen und der entstandenen Negativstimmung, ist es für mich ein Armutszeugnis für den Verein und dessen Verantwortlichen, so inkonsequent gehandelt zu haben und vor einem Spieler, der berechtigterweise mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt wurde, so zu Kreuze zu kriechen. Gerade die schlimmsten Gegner mutierten wegen des eigenen Vorteils zu den größten Befürwortern. Was schert mich mein Geschwätz von gestern. Dieses Verhalten ist für mich nicht zu tolerieren. Doch scheinbar sind die Aufrechten heutzutage leider in der Minderheit.
Wie hättet Ihr in dieser Situation entschieden?
Gruß Chunga
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
Fuddler - 01.04.2007, 10:55
Hi Udo!
Ich finde deine Entscheidung richtg und konsequent! Hut ab!
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
gode - 01.04.2007, 11:22
Hallo Udo,
als sportlicher Leiter unserer TT-Abteilung weiß ich um die Problematik solcher Situationen.
Ich weiß auch, wie leicht man versucht ist zum Zwecke des sportlichen Erfolgs bestimmte Wertvorstellungen einfach mal über Bord zu werfen (insbesondere auch dann, wenn, wie in deinem Fall, bei einem drohenden Abstieg, ein sportlicher Kollaps zu drohen scheint).
So wie du jedoch diese Situation beschrieben hast, handelte es sich aber nicht nur um kleine sondern bereits um extreme verhaltensmäßige Verfehlungen des "Verbannten".
Nachdem ja wohl auch beim Betroffenen überhaupt keine Einsicht erkennbar war, war es sicherlich von dir die richtige Entscheidung, hier konsequent zu bleiben. Ob es die richtige Entscheidung ist, daraufhin konsequent einen Schlussstrich zu ziehen ... das kann ich von der Ferne natürlich nicht beurteilen.
Da ich dich aber als durchaus rational und nicht emotional entscheidenden Menschen kennengelernt habe, wird es wohl die richtige Entscheidung sein!
Gode 8) 8) 8) (der gerne einen heimatlosen Spieler bei sich im Verein aufnehmne würde ... nur über die Fahrtkostenerstattung müssten wir nochmal reden :D )
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
thebakerman - 01.04.2007, 11:24
Ich hätte an deiner Stelle genauso gehandelt.
Wir hatten auch mal so einen Spieler in unseren Reihen. Der wurde zwar nicht aus dem Verein geworfen, hat bei uns aber keine 5 Leute mehr, die mit ihm in einer Mannschaft spielen möchten. Dennoch sucht er uns manchmal im Training heim und fällt dann meist schon nach kurzer Zeit negativ auf. Er macht sich aber, trotz deutlicher Worte, immernoch Hoffnung, irgendwann einmal bei uns spielen zu dürfen. :lol:
Die sportliche Seite sieht folgendermaßen aus: rein aus diesem Blickwinkel wäre er durchaus ein Mann für das hintere PK der 1. Mannschaft. Würde er in der 2. Mannschaft spielen, könnte diese sicher ohne große Probleme den Meistertitel einfahren.
Da bei uns aber der Spaß im Vordergrund steht, wird er wohl keine Chance mehr erhalten. In der 1. Mannschaft schon gar nicht, weil ich nämlich dort spiele. :D Lieber ein Klasse tiefer spielen und sich dafür nicht Samstag für Samstag ärgern und blamieren. :wink:
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
kafir - 01.04.2007, 11:47
"haltet die Fresse oder ich hau euch aufs Maul"
:n32: :flush
In meinem Verein wäre ein solcher Spruch der letzte zu hörende Ton eines solchen Lümmels.
:roll:
Wir haben regelmässig 35 bis 45 Jugendliche im Alter von etwa 8 bis 16 Jahren im Training. Wie sollte im Hinblick auf ihre Entwicklung solches toleriert werden können? Der negativen Verhaltensmuster gibt es genug in Film, Funk und Fernsehen!
Wie sollten wir Eltern gegenüber, die diese Bezeichnung im Sinne von Sorgfalt bei der Erziehung mit Recht in Anspruch nehmen können, eine solche "Toleranz" begründen?
:smilemp5_1ani
Ganz abgesehen von der Beispielwirkung ist solches Verhalten ruf- und vereinsschädigend. Wer kann sich das leisten?
:n123:
Erich
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
Moloch - 01.04.2007, 12:00
So einen Knaben boykotieren ist das einzig Richtige. Die lernen es sonst sowiso nie. Ich hätte auch keine Lust mit so einem in einer Mannschaft zu spielen. Ich für meinen Teil hätte sicherlich auch gesagt, er oder ich, beides geht nicht. Da kann man besser eine Klasse tiefer spielen ohne solche Knalltüten.
Das sich einige Spieler bei euch vom Verein trennen wollen ist aber mal wieder typisch. Das hört man sehr häufig. Oft sind es Spieler, die am Abstieg maßgeblich beteiligt waren. Wie ist das bei euch ?
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
chungas revenge - 01.04.2007, 13:41
Das ist bei uns unterschiedlich. Unsere Nr.1 ist seit Jahren überragend und stand sowohl in der 1.VL/2.VL und jetzt stets unter den besten Spielern im oberen Paarkreuz. Er hat früher OL gespielt und sich letztlich sogar bei den Ü40 für die Südwestdeutschen Meisterschaften qualifiziert und dort in der Gruppe gegen OL/RL-Spieler knapp verloren. Er wechselt von der BZL in die OL, was sportlich gesehen o.K. ist. Für sich selbst sieht er dauerhaft keine Perspektive in unserem Verein, höher zu spielen und sucht noch einmal die sportliche Herausforderung. Leider hat er in den entscheidenden Spielen auch geschwächelt und gestern sogar ein entscheidendes Spiel gegen einen schlagbaren Gegner verloren, was wohl den Sieg gebracht hätte.
Ein Nachwuchsspieler, 15, der sechsmal in der Woche trainiert, träumt von der Oberliga, steht trotz ansteigender Formkurve im mittleren Paarkreuz der BZL deutlich negativ und unten ausgeglichen. Er möchte aber mindestens im vorderen Paarkreuz spielen, wo er einen fürchterlichen Abschuß bekommen würde. Sein Vater ist übereifrig und sieht für seinen nicht untalentierten Sohn überzogene sportliche Perspektiven. Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander.
Die aktuelle Nr.2 hat sich innerhalb eines Jahres von der 1.KK Mitte-über das mittlere Paarkreuz der BZL nach oben gespielt und steht dort knapp negativ. Das er aus sportlichen Gründen gerne höher spielen möchte, ist aufgrund seiner Entwicklung nachzuvollziehen. Da bei uns Bezirksklasse aber so stark ist, dass wir ohne Verstärkung und ohne Nr.1 evtl. durchgereicht werden könnten, ist diese Klasse für ihn noch hoch genug. Auch unser Youngster würde dort mächtig Haue bekommen. Da er aber in den nächsten Tagen ein Probetraining in der Schweiz absolviert, ist die sportliche und berufliche Entwicklung nach dem Abi auch noch offen.
Ein potentieller Neuzugang ist mit ihm befreundet, spielt zurzeit KL 1.PK (höchstens ausgeglichen), möchte aber BZL im vorderen Paarkreuz spielen. Bezirksklasse ist zu niedrig. Er hat das Zeug um höher zu spielen, aber nicht im vorderen Paarkreuz, das müsste er erst einmal beweisen. Seine Entscheidung macht er von der Entscheidung seines Kumpels abhängig.
Unser zweiter Nachwuchsspieler, 19, der wegen einer 2:20-Bilanz im unteren Paarkreuz zuletzt aus taktischen Gründen nicht mehr eingesetzt wurde, zieht lieber die Ersatzbank vor als sich zur Rückrunde als Nr.1 in die 2.Mannschaft in die Kreisliga melden zu lassen (wo er auch fast nichts gewinnen würde) und Spielpraxis zu sammeln. Wenn er keine 1. spielen kann, würde er lieber aufhören. Er verliert aber gegen jeden Spieler aus der 2.Mannschaft und seine Leistungsfähigkeit wurde vom Sportwart völlig falsch eingestuft, der Knabe zu früh zu sehr hofiert und hochgejubelt, um ihn hinterher auch schnell wieder fallen zu lassen. Auf diese Art und Weise sind in der Vergangenheit schon mehrfach Jugendliche verheizt worden.
Ein weiterer Spieler ist von einem Auslandsstudienaufenthalt zurückgekehrt, schreibt seine Diplomarbeit und macht seine Spielbereitschaft von der Mannschaft (will auch Spaß) und Job ab. Evtl. kehrt er wieder ins Ausland zurück, weil man ihm dort einen Job reserviert. Das ist nachvollziehbar.
Es bleibt von der gestrigen Mannschaft derzeit eigentlich nur 1 Spieler übrig, der ohne Einschränkung auch tiefer spielen würde.
Insofern trifft deine Feststellung auch bei uns größtenteils zu.
Gruß Chunga
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
Moloch - 01.04.2007, 14:38
Das eure Nr.1 noch mal eine höhere Liga reizt, kann ich wohl verstehen. Zum Rest, naja. Ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber bei uns bekommt man Jugendliche die schon (schwache) Bilanzen gespielt haben nicht mal eben so in das obere Paarkreuz einer Mannschaft, die zwei Klassen höher gespielt hat, denn das macht bei uns kein Staffelleiter mit.
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
chungas revenge - 01.04.2007, 14:56
Bei uns im TTVR gibt es da kaum Probleme, Jugendliche direkt aus der Jugend in die höchste Mannschaft zu setzen - auch wenn sie in der Jugend nicht überragend waren. Wir hatten im letzten Jahr einen Neuzugang, der aus der Bezirksliga Jugend WTTV sofort in die Bezirksliga Herren durfte und dessen Vater, der aus der 3.KK Mitte WTTV (ohne Sperrvermerk) zur Aufrechterhaltung der Sollstärke ebenfalls in diesem Team spielen durfte, obwohl wir 3 Mannschaften von der 2.KK-Bezirksklasse dazwischen hatten. Glück für uns, niemand musste damals aufrücken. Das wäre im WTTV so nicht gelaufen.
Gruß Chunga
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
kafir - 01.04.2007, 15:22
Irgendwie denke ich, kommen wir da vom eigentlichen Thema ab...
:n21: :n137:
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
Zappa - 01.04.2007, 18:40
es geht doch hier um ethisch-moralische dinge: und um leute, die eine entscheidung treffen, oder?
ich bin auch konsequent - und zwar drastisch:
ich war 14 jahre im gleichen verein, habe mich von ganz unten (nur 2 jugendliche wurden richtig gefördert) nach "oben" durch viel fleiß und wenig talent hochgearbeitet. ich durfte dann in der zweiten mannschaft spielen...erst 4, dann 2, dann 1, bin damit aufgestiegen in die 1.KK und dort seit 4 jahren die klasse gehalten.
was habe ich jugendliche kommen und gehen sehen, die laut unserem jugendwart "das größte talent" waren...und dann jämmerlich versagten bzw. nicht mehr TT spielen. als realist war ich immer der meinung, dass jeder seine leistung bringen muss und dann wird weiter entschieden.
ich war 10 jahre mannschaftsführer und 4 jahre pressewart, habe die homepage und alles alleine aufgebaut und geführt (bei 8 mannschaften ist das schon ein wenig arbeit)
nun habe ich schon mehrmals einen rückzieher gemacht, bei besserer bilanz; ich kam ebeb nicht in die erste mannschaft (zur zeit saarlandliga), damals noch BZL: der 6er (gegen den ich locker 3:0 gewinne) meinte auch bei nachfrage im training (O-Ton: " warum soll ich gegen solche leute wie dich spielen??") - das dürfte alles aussagen. dazu kam meine verletzung, weswegen ich unters messer musste und ich dann später verantwortlich wegen unstimmigkeiten gemacht wurde: nur, weil meine OP (knorpelschaden) nicht wie geplant geklappt hatte konnte ich früher spielen. anstatt in der ersten mannschaft mit 6 leuten zu spielen, wurde mit 7 gespielt, damit der ehem. 6er (weil miese bilanz) noch in der mannschaft spielen konnte...die zweite war dann wohl egal (weiter 1.KK): dazu kamen dann noch überzogene ansprüche von jugendlichen (die bis dato 0:14 hinten 1.KK stehen) und wiederum vorwürfe, dass doch der 7er der ersten mannschaft ja nur wegen mir nur 5 einsätze hat. weil ich doch in der zweiten spielen wollte (war ja gesund) - soviel zum vereinsdenken.
hier hatte jeder nur an sich gedacht, die erste mannschaft ist alles (dabei besteht sie aus 2 vereinsmenschen, der rest ist "zugekauft" - die zweite stieg nach meinem wechsel fast ab, die dritte ist abgestiegen, die vierte nicht aufgestiegen...
was ich damit ausdrücken will: mit jugendlichen emporkömmlingen, denen man das blaue vom himmel verspricht ist ebensowenig zu gewinnen, wie wenn man altgediente hasen rausekelt. sowas schadet jedem verein. aber scheinbar ist der einzelne wichtiger als die gemeinschaft. ich habe mich in meinem neuen verein mit 13:1 vorne in der 1.KK beweisen sollen, darf nun aufgrund meiner LEISTUNG nächstes jahr BZL mitte spielen und mal sehen, ob man den BÄCKER etwas ärgern kann.
ich finde es auf jeden fall richtig, irgendwann mal einen schlusstrich zu ziehen, und sich nicht auf der nase rumtanzen zu lassen. denn umfaller gibt es leider viel zu viele....
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
thebakerman - 01.04.2007, 18:55
Zappa hat folgendes geschrieben: ... und wenig talent ...
Volle Zustimmung. :D
Zappa hat folgendes geschrieben: ... darf nun aufgrund meiner LEISTUNG nächstes jahr BZL mitte spielen und mal sehen, ob man den BÄCKER etwas ärgern kann.
Um das versuchen zu drüfen, müsstest du aber dann schon VORNE spielen. :D
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
Zappa - 01.04.2007, 19:11
natürlich im doppel...mal sehen, wenn alles gut geht, dann spiel ich mit abwehrmann auf doppel 2 (der spiel FAKIR) :-)
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
kafir - 01.04.2007, 19:36
Sportlichkeit beginnt – oder endet – nicht mit dem zugegebenen Kantenball. :-(
Talente fördern, sie aufzubauen und dann RICHTIG einzusetzen ist eine Kunst, die mehr Feingefühl und Psychologie, ja manchmal persönliches Verzichtdenken voraussetzt, als anscheinend angenommen wird.
:-D
Solange ich selber zu Gunsten eines Nachwuchstalents zurücktreten, ihm vielleicht noch betreuend zur Seite stehen kann, ist das rein persönlich und Charaktersache. Hat auch mit Verständnis und sportlicher Haltung zu tun.
:n11:
Komplizierter, viel komplizierter! wird es, wenn EIN Verantwortlicher über den Einsatz/Ersatz eines Spielers entscheiden muss. Da prallen oftmals Selbst- und Fremdeinschätzung peinlich aufeinander.
Vor Jahren erlebt: Kaum und neu im Verein, nach einer leistungsmässig lamentablen Leistung zu Meisterschaftsbeginn die Mannschaft radikal umgeformt. Personalmässig jeweils flexibel geblieben, Club attraktiv gemacht. Drei Jahre Durchmarsch aus der zweiten Liga in die oberste Spielklasse, dort in Serie den Cupsieger und Schweizer Meister gestellt.
:n2:
Wenn man sich nicht zu schade ist, kann man auch "unten" Freude am Sport haben, Freude an den Erfolgen jener, die nach einem gekommen sind...
In meinem jetzigen Verein setzen wir uns vor Saisonbeginn zusammen, klären Spielerwünsche und Einsatzbereiche ab, planen auch die "Ersatz"positionen, die sich aus verschiedenen Überlegungen als wünschbar erweisen können. Wir haben keine Probleme, weder mit Rabauken, noch mit Selbstbeweihräucherern.
:b4
Erich
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
Moloch - 01.04.2007, 20:17
Bei uns in der Liga haben wir auch ein paar Härtefälle. Meistens wird es ja geduldet, aber einen hat man auch auf Eis gelegt, allerdings war es kein Jugendlicher mehr.
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
Egbert - 06.04.2007, 23:59
Auch ich bin der Meinung, das Chunga völlig richtig gehandelt hat.
Ich spiele Tischtennis zum Spass. Ich will bei den Spielen Spass haben und mich in der Mannschaft wohlfühlen.
Lieber spiele ich eine Mannschaft tiefer oder wechsele gar den Verein, als mit "Chaoten" zusammen in einer Mannschaft zu spielen.
Nicht das wir uns falsch verstehen, auch in einer "guten" Mannschaft darf es durchaus den einen oder anderen schrägen Charakter geben! Das gehört dazu! Ausfallend oder beleidigend darf aber niemand werden.
Grüsse
Egbert
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
Otterbock - 07.04.2007, 09:00
Ich hätte mich gegen die Reaktivierung dieses Typen entschieden, klar wie Klosbrühe.
Einen ähnlichen Fall gab es diese Serie in unserer 3. Mannschaft, nur nicht ganz so krass. Wenn man zu seinen eigenen Entscheidungen nicht steht (gemeint ist der Rauswurf als Mehrheitsentscheid), wird man unglaubwürdig (eine Art Reaktivierung hatten wir in unserer 1. auch als ein Kumpel nach Düsseldorf zog und ein anderer was ernsthaftes am Magen bekam; Meldung des "Paria des letztes Jahres" zur RR an 7).
Wenn ich nun schon wieder höre, dass der eine nächste Saison nicht mit dem einen oder anderen spielen will, dann kann ich auch nur sagen: Leute, ich spiele zum Ausgleich, aus Spaß, TT ist mein Hobby, nicht mein Beruf - dafür reichts leider nicht :D Dann nicken zwar immer alle, aber die Sticheleien gehen sofort unvermindert weiter. Ich hoffe, wir haben nächste Saison eine nette, gut aufgelegte und kumpelhafte Truppe. Wenn man dann auch noch sportlich in der Liga mithalten kann, dann machts am meisten Spaß :lol:
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
chungas revenge - 07.04.2007, 10:19
Mittlerweile hat diese Entscheidung im Kreis und auf Bezirksebene natürlich die Runde gemacht, nicht zuletzt dank Click-TT, und einige Vereinskollegen wurden darauf persönlich angesprochen. Ich selbst erhielt zwei Mails von befreundeten Spielern aus anderen Vereinen, die fragten, was denn bei uns los sei. Bis jetzt hat weder ein Vereinsmitglied, das nicht in unserer Mannschaft spielt noch ein Außenstehender Verständnis für diese Entscheidung gezeigt. Der Gegner hat es sich auf seiner Homepage auch nicht nehmen lassen, beim Spielbericht auf den "überraschenden Einsatz eines eigentlich suspendierten Spielers" hinzuweisen. Der Kommentar fiel moderat aus, aber man konnte zwischen den Zeilen ein wenig Schadenfreude herauslesen, zumal es für uns ja trotzdem nicht zum Sieg gereicht hatte. Für das Image des Vereins haben sich also bereits leichtere "Lackschäden" ergeben.
Für den Verein selbst ist es insofern ganz gut, dass die Osterpause Zeit für eine Beruhigung bietet. Da in 3 Wochen Neuwahlen anstehen und der 1.Vorsitzende und der Sportwart neu gewählt werden müssen, könnte eine lang andauernde und zu heftige Kritik an den Verantwortlichen zu Panikreaktionen führen. Ein Chaot ist es nun wirklich nicht wert, eine Führungskrise heraufzubeschwören. Aber ich gehe davon aus, dass der alte SPD-Wahlslogan, "Wir haben verstanden", seine Wirkung nicht verfehlt haben dürfte.
Angebote aus unserem Kreis/Bezirk habe ich auch bereits, muss aber wegen meiner beruflichen Neuorientierung erst einmal abwarten, wohin die Reise geht. Vielleicht bitte ich ja auch im Saarland, Mainz, der Pfalz oder im Schwabenländle um sportliches Asyl :wink:
Gruß Chunga
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
Fozzi - 10.04.2007, 10:17
chungas revenge hat folgendes geschrieben: ...
Vielleicht bitte ich ja auch im Saarland, Mainz, der Pfalz oder im Schwabenländle um sportliches Asyl :wink:
Gruß Chunga
Trotz dieser bedauerlichen Vorfälle solltest Du Dich bemühen, nicht sooooo tief zu sinken :-D
PS Das Dein Verhalten richtig ist, braucht man Dir ja nicht sagen. Trotzdem Respekt! Ob ich auch so reagiert hätte ... ? :dontknow:
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
thebakerman - 10.04.2007, 11:29
Die Hässe hat er ja von vornherein schon ausgeklammert. Dort spielt man ohnehin nur, wenn man eh keine andere Wahl hat. :D
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
chungas revenge - 10.04.2007, 13:01
Von den Hessen hat mir aber auch niemand "Asyl" angeboten. :wink:
Ich möchte hier aber keine Landsmannschaft in irgendeiner Form diskriminieren. :-D
Gruß Chunga
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
thebakerman - 10.04.2007, 13:44
chungas revenge hat folgendes geschrieben: Von den Hessen hat mir aber auch niemand "Asyl" angeboten. :wink:
Das wundert mich nicht. Das nimmt erfahrungsgemäß ohnehin keiner an. :D
chungas revenge hat folgendes geschrieben: Ich möchte hier aber keine Landsmannschaft in irgendeiner Form diskriminieren. :-D
Das brauchst du ja auch nicht. Das erledigen die sowieso selbst. :D
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
uli - 10.04.2007, 14:00
Ich finde das du da eine Konsequente Haltung einnimmst und zu den Entscheidungen stehst, was wohl andere im Verein nicht machen, RESPEKT!
Gruß
Uli
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
Clipper_Wood - 11.04.2007, 12:38
thebakerman hat folgendes geschrieben: Die Hässe hat er ja von vornherein schon ausgeklammert. Dort spielt man ohnehin nur, wenn man eh keine andere Wahl hat. :D ..oder nach Gegnern und nicht nach Opfern sucht.... :D
Re: Sportlicher Erfolg oder Ethik und Moral
thebakerman - 11.04.2007, 13:56
uli hat folgendes geschrieben: Ich finde das du da eine Konsequente Haltung einnimmst und zu den Entscheidungen stehst, was wohl andere im Verein nicht machen, RESPEKT!
Gruß
Uli
Danke, Uli. Danke! :D
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