Ein verhängnisvolles Missverständnis

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    Re: Ein verhängnisvolles Missverständnis

    Gina117 - 01.04.2007, 14:20

    Ein verhängnisvolles Missverständnis
    Ein verhängnisvolles Missverständnis

    „ Ja, sie sind schwanger.“ lautete die Antwort ihrer Ärztin. Die junge Frau auf dem Stuhl lächelte glücklich. Dann wurde die Untersuchung abgeschlossen und ein Termin für die nächste Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung abgemacht. Dann verließ sie überglücklich die Praxis. Sie überlegte hin und her, wie sie es ihrem Freund, der gleichzeitig ein Arbeitskollege für sie war mitteilen sollte. „ Arbeitskollegen! Den Arbeitskollegen und meinem Chef muss ich es ja auch noch sagen!“ schoss es ihr plötzlich durch den Kopf. Aber ihr Freund war erst mal wichtiger. Sie schlenderte durch die Gehstraße und beschloss dann, ein paar Babysachen zu kaufen, die sie ganz zufällig im Flur stehen lassen wollte. Also betrat sie eine Boutique für Baby- und Kinderkleidung. Sie stöberte durch den Laden und kaufte schließlich zwei Strampler und ein Mützchen. Dann ging sie zum Parkplatz, stieg in ihr Auto und fuhr nach Hause. Sie ging die Treppen rauf und betrat dann die Wohnung, die sie mit ihrem Freund bewohnte. Dort stellte sie die Einkaufstüte im Flur ab und ging ins Wohnzimmer. Ihr Freund schlief auf dem Sofa, der Fernseher lief. Sie stellte sich vors Sofa und betrachtete ihn und lächelte. „ Ob er sich wohl freut, dass er Vater wird?“ dachte sie sich. Dann beschloss sie, ihn zu wecken. „ Hallo Ralf! Ich bin wieder zurück.“ Sie gab ihm einen sanften Kuss auf die Wange. Da wachte er auf. „ Hi Gabi, na, wie wars in der Stadt?“ „ Schön. Ich geh uns mal einen Kaffee kochen. Kommst du gleich?“ damit wollte sie ihn durch den Flur locken, denn sie konnte es kaum noch erwarten, ihm endlich von dem freudigen Ereignis zu erzählen und da sie genau wusste, wie neugierig Ralf ist, war sie sich ziemlich sicher, dass ihr Plan klappen würde. Und so war es auch. Während Gabriele den Kaffeetisch deckte, ging Ralf erst ins Bad und wollte dann in die Küche kommen, als er die Tüte entdeckte. Er rief Gabi zu: „ Na, was hast du schönes gekauft?“ Gabi grinste und antwortete: „ Schau doch nach, dann weißt du es!“ . Ralf sah nach und kam dann in die Küche. Er umarmte Gabi, die an der Spüle stand, von hinten und fragte: „ Ist das wirklich wahr, Schatz? Werde ich wirklich Vater?“ Gabi drehte sich um, lächelte glücklich und sagte dann: „ Ja, Ralf. Wir werden Eltern! Freust du dich?“ Ralf gab Gabi einen Kuss und sagte: „ Da fragst du noch? Du kannst gar nicht glauben, wie sehr ich mich freue.“ Er war total aus dem Häuschen. „ Weißt du was, Gabi, wir zwei, tschuldigung, ich meinte natürlich wir drei, gehen heute Abend schön romantisch essen, na, was hälst du davon?“ Gabi lächelte: „ Super!“ Dann tranken die beiden zusammen Kaffee und aßen den Kuchen, den Ralf vom Bäcker geholt hatte.
    Später am Abend zogen sich die beiden schick an und fuhren in die Stadt in ein schönes griechisches Restaurant. Sie setzten sich an einen Tisch für zwei Personen und studierten die Karte. „ Na, schon was leckeres gefunden?“ fragte Ralf. Gabi blickte kurz von der Karte auf und antwortete: „ Ach, ich denke, ich nehme die Nr. 62, die Adria- Platte. Und du?“ „ Ich nehme den großen Gyros – Teller.“ Dann kam der Kellner. Er holte seinen kleinen Schreibblock aus seiner Tasche hervor und begrüßte sie dann mit einem leichten griechischen Akzent in der Stimme: „ Einen schönen guten Abend. Was darf ich ihnen denn bringen?“ Ralf sagte: „ Wir hätten gerne die Nr. 62 und die Nr. 56.“ „ Gerne. Darf ich ihnen schon mal was zum Trinken bringen?“ Ralf bestellte sich eine Cola und Gabriele bestellte ein Wasser. Ein paar Minuten später bekamen sie ihre Getränke, dazu brachte der Kellner noch einen Apperetiv, den Gabi jedoch ablehnte: „ Danke, für mich bitte nicht.“ Ralf nahm seinen entgegen und grinste: „ Sie ist schwanger. Und ich werde Vater!“ Der Kellner sagte: „ Meinen herzlichen Glückwunsch.“ Dann ging er wieder. Gabriele sah Ralf an und fragte: „ Musste das jetzt sein?“ „ Was denn? Ich darf doch wohl erzählen, dass ich Vater werde. Das würde ich am liebsten der ganzen Welt erzählen!“ „ Ralf, der kennt uns doch gar nicht. Und außerdem braucht es doch nicht jeder wissen.“ „ Reg dich doch nicht so auf. Wir wollen doch jetzt nicht streiten, oder?“ „ Nein, natürlich nicht. Ist schon ok.“ Eine Weile später kam das Essen. Gabi und Ralf waren voll und ganz zufrieden und fuhren mit einem vollen, ja fast zu vollen Magen nach Hause und verbrachten eine wunderschöne Nacht miteinander.
    Am nächsten Morgen gings dann wieder zur Arbeit. Biggi war auch schon da. Als alle drei im Aufenthaltsraum saßen und sich unterhielten, fiel Biggi etwas auf: „ Sagt mal, was habt ihr bloß gestern gegessen? Ihr riecht beide meilenweit nach Knoblauch!“ Gabi erschrak: „ Ist es wirklich immer noch so schlimm? Ich habe schon alles versucht, um den Geruch los zu werden. Ich habe schon zig mal meine Zähne geputzt und selbst das alte Hausmittel Petersilie kauen habe ich schon ausprobiert. Hat aber anscheinend alles nicht geholfen! So ein Mist! Ich schau mal nach, ob ich noch Kaugummis in der Tasche habe.“ Damit verschwand sie in der Umkleide. Ralf nahm wie immer alles mit Gelassenheit. Er erklärte: „ Wir waren gestern Abend essen, griechisch.“ „ Mmh, riecht man, aber Ralf, wir haben Donnerstag. Seit wann geht man denn mitten in der Woche essen? Gibt es irgendwas zu feiern?“ langsam wurde Biggis Neugierde geweckt. Ralf grinste verschmitzt: „ Allerdings, das gibt es. Gabi und ich, wir werden nämlich Eltern!“ Biggi freute sich total für die beiden. Sie fiel Ralf um den Hals und sagte: „ Hey, das ist ja super! Aber ich werde doch bestimmt die Patentante, oder?“ Da kam Gabi wieder: „ Hier, ich hab sie. Wollt ihr auch?“ Biggi stürmte auf Gabi zu und sagte: „ Herzlichen Glückwunsch! Hey, Gabi, ich freu mich so für euch! Das ist so schön!“ Gabi lächelte und war einfach nur glücklich. In den folgenden Tagen erfuhren auch die anderen von der freudigen Erwartung.
    Und so vergingen die Monate. Gabrieles Bauch und Ralfs Vorfreude auf das Baby wuchsen zusehends.
    Jetzt war Gabriele schon im achten Monat. Auch wussten die beiden schon seit einiger Zeit, das sie ein Mädchen erwarten. Gabi wollte eigentlich, dass nur Ralf vor der Geburt erfährt, was es denn wird, weil er viel zu neugierig war und ihr keine Ruhe mehr lies, aber sie selbst wollte sich überraschen lassen und wollte auch, dass Ralf es keinem anderen erzählt, aber Ralf hatte sich mal wieder verplappert und es ihr doch erzählt. Aber sie war ihm nicht wirklich böse, weil sie sich zu sehr auf das Baby freute. Und einen bestimmten Vorteil hatte es ja doch, dass sie jetzt Gewissheit hatte, was es werden würde: Sie konnte sich jetzt beim Kauf der Babysachen mehr auf die Ansprüche eines Mädchens einstellen.
    Ralf und Gabi erreichten gerade den Baumarkt in der Stadt. Sie wollten heute die Tapeten für das Kinderzimmer aussuchen. Gabi fand es zwar reichlich spät, um damit anzufangen, aber Ralf hatte die Ruhe weg und die Renovierung so weit wie möglich hinausgezögert, da das Tapezieren von Räumen nicht gerade zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählte. Aber es musste ja sein, also betraten sie den Baumarkt und steuerten direkt die Tapetenabteilung an. Gabriele war überwältigt, wie viele Farben und Muster der Markt doch für Kinderzimmer anzubieten hatte. Deshalb war das mit der Einigung doch wieder ein heikles Thema für die beiden: „ Hier, guck mal, die ist doch cool!“ meinte Ralf und zeigte auf eine Tapete mit dem Motiv Bob der Baumeister. Doch Gabi war nicht so begeistert: „ Bob der Baumeister? Ralf, das ist doch eher was für einen Jungen, wir erwarten aber ein Mädchen.“ „Ok. Aber die hier, die mit den Bärchen, die ist doch niedlich. Und das ist auch was für Mädchen, oder etwa nicht?“ Doch Gabi war wieder skeptisch: „ Ja, das schon, aber meinst du nicht, wir sollten eine etwas schlichtere nehmen, sonst müssen wir so schnell wieder tapezieren?“ „ Na, gut, hast ja Recht.“ Dann hatte er wieder eine gefunden. Diesmal war es eine gelbe Tapete, zu der eine dunkelblaue Bordüre mit Sonne, Mond und Sterne gehörte. Von der waren beide begeistert. Also wurde sie gekauft. Dann gingen sie in die Abteilung für Kinderbetten und sonstiges Zubehör. Sie entschieden sich für ein kieferfarbendes Gitterbettchen, eine gleichfarbige Wickelkommode und den dazugehörigen Kleiderschrank. Dann fuhren sie nach Hause und fingen an, das Zimmer zu tapezieren. Natürlich passte Ralf genau auf, dass Gabi nur das machte, was für Hochschwangere gerade noch so zumutbar war. Eigentlich hätte er es lieber, wenn sie sich ins Wohnzimmer setzte und fern sah, aber sie wollte ja unbedingt was machen, also durfte sie dann die Tapeten einkleistern, die Ralf dann anschließend an die Wand brachte. Nach ein paar fehlgeschlagenden Tapetenbahnen, die wieder abgerissen werden mussten, einigen Wutausbrüchen von Ralf und endlos vielen Tassen Kaffee war das Zimmer dann doch noch fast um Mitternacht fertig, und eine total erschöpfte Gabi und ein todmüder Ralf fielen erleichtert ins Bett. Am nächsten Morgen ging es gleich weiter mit dem Möbelaufbau, was sich trotz umfangreicher Montageanleitung als ziemlich schwierig erwies. So waren die beiden froh, als sie auch diese Aufgabe erfolgreich gemeistert hatten. „ Ich finde jetzt haben wir uns echt erst mal eine Kaffee- und Kuchenpause verdient.“ meinte Gabi. Ralf stimmte zu: „ Ja, aber danach muss ich auch gleich los. Meine Schicht beginnt gleich.“ Einen Augenblick später fuhr Ralf dann los.
    Später am Nachmittag holte Gabi die Post rein. Neben ein paar Briefen befand sich auch eine Postkarte im Briefkasten, die an sie, Gabriele Kollmann addressiert war. Sie wunderte sich, denn es war ein Text mit einer Liebeserklärung draufgeschrieben, jedoch ohne Absender. Gabi wunderte sich von wem die kommen könnte. Sie wusste nur, dass sie nicht von Ralf kam und das derjenige, der sie geschrieben hatte, sie von früher her kennen musste, denn das ging aus dem Text hervor. Doch dann kam ihr plötzlich die Lösung in den Sinn. Die Karte war von Björn, mit dem sie, als sie sich mit Ralf gestritten hatte und die beiden eine Weile auseinander waren eine kurze Beziehung hatte. Er machte sich also immer noch Hoffnungen, obwohl Gabriele ihm klipp und klar gesagt hatte, dass es aus war. Eigentlich hatte sie auch geglaubt, dass er es kapiert hatte, aber anscheinend ja nicht. Dann legte sie die Karte zur Seite und öffnete ihre zwei anderen Briefe. Das waren jedoch nur Rechnungen.
    Später am Abend sah Gabriele gerade fern, als plötzlich das Telefon klingelte. Es war eine alte Freundin von ihr, mit der sie zusammen studiert hatte. Sie telefonierten eine ganze Weile über die Schwangerschaft und so. Dann erzählte Gabi ihr von der Postkarte, als Ralf nach Hause kam. Er hatte Kuchen mitgebracht und sagte deshalb nichts, als er sich im Flur umzog. Er bekam von Gabis Gespräch etwas mit. Er hörte sie sagen: „ Ja, aber sie ist nicht von ihm...ja, aus einer anderen Beziehung...nein, Ralf weiß nichts davon...er glaubt...“ Gabi erblickte Ralf, der im Türrahmen stand. Doch dem hatten die Satzteile schon gereicht. Er ließ den Kuchenteller fallen, schnappte sich seine Jacke und den Autoschlüssel und verließ mit den Worten: „ Ach so ist das also. Wenn man einmal glücklich ist!“ wütend die Wohnung. Gabi wusste gar nicht, was los war, schließlich hatte sie nur über die Karte von Björn geredet. „ Du, hör mal, ich glaube, Ralf hat da was völlig missverstanden. Er kam gerade nach Hause und jetzt ist er wutentbrannt raus. Ich ruf dich vielleicht später nochmal an, ja?...gut, bis dann! Tschüß!“ Dann stand sie auf und eilte ins Treppenhaus: „ Ralf! Ralf!“ Doch er war schon weg. Traurig setzte sich Gabi in die Küche, streichelte über ihren dicken Babybauch und sagte: „ Was soll ich jetzt bloß machen, hmmh?“ Ralf kam die ganze Nacht nicht nach Hause. Am nächsten Vormittag klingelte es an der Wohnungstür. Gabriele hoffte, dass es Ralf war und stürmte zur Tür. Doch dort standen zwei Polizisten vor ihr. „ Grüß Gott. Jacobs, das ist mein Kollege Nehrling. Sind sie Frau Doktor Gabriele Kollmann, die Lebensgefährtin von Herrn Ralf Staller?“ „ Ja, die bin ich, warum? Ist irgendetwas passiert?“ „ Dürfen wir bitte kurz reinkommen?“ „ Ja, ja natürlich, aber was ist denn los?“ „ Setzen sie sich doch bitte erstmal, in ihrem Zustand.“ Damit zeigte er auf Gabis Bauch. Gabriele führte die Polizisten ins Wohnzimmer und bat sie, dort Platz zu nehmen. „ Frau Kollmann, wir müssen ihnen leider mitteilen, dass Herr Staller heute Nacht einen schweren Autounfall hatte, den er wahrscheinlich im betrunkenen Zustand verursacht hat.“ Gabi erschrak: „ Oh, mein Gott! Ist er...ich meine...“ sie bekam kein Wort mehr raus. „ Nein, aber er schwebt noch in Lebensgefahr.“ „ Ich will sofort zu ihm!“ „ Wir werden sie hinbringen.“ „ Gut. Vielen Dank.“ Dann wurde Gabriele von den Polizisten mit dem Streifenwagen ins Krankenhaus gefahren. Sie rannte die Treppen hinauf und den Flur entlang und musste einige male stehen bleiben, weil sie keine Ausdauer mehr hatte und weil sie ein paar mal stechende Schmerzen im Bauch spürte, wohl durch die Aufregung, dachte sie sich. Als sie endlich auf dem Flur der Intensivstation angekommen war, sah sie Michael, Peter und Thomas. „ Was...was macht ihr denn hier? Ah!“ Sie griff sich wieder an den Bauch und nahm eine leicht gekrümmte Haltung ein. Michael fiel das sofort auf: „ Wir hatten doch heut morgen den Einsatz. Gabi, was ist los?“ „ Ich weiß nicht, ich hab manchmal so ein Stechen im Bauch. Aber was ist mit Ralf?“ „ Gabi, Ralf ist eben aus dem OP gekommen, er hat eine schwere Kopfverletzung und sein linkes Bein ist gebrochen. Er wird es schaffen, aber wir müssen jetzt nur hoffen, dass er so schnell wie möglich wieder aufwacht.“ „ Was meinst du damit? Er wird doch keine Schäden behalten, oder?“ Michael schaute besorgt. „ Das kann man jetzt noch nicht sagen, aber umso schneller er aufwacht, desto besser für seinen Zustand.“ Gabi wollte sich gerade wieder etwas aufrichten und sich auf einen der Stühle setzen, als die Schmerzen noch schlimmer wurden. „ Ah, Michael...“ Sie brach zusammen und krümmte sich vor Schmerzen: „ Michael...ah!...helf mir!.. mein Baby! Ah!...“ Michael kniete sich neben Gabi und checkte die Lage kurz ab. „ Thomas, sag den Ärzten bescheid! Die sollen mit einer Trage hier her kommen! Peter, komm du hier her zu mir. Gabriele, dein Baby kommt! Es geht los!“ „ Aber ich...ich bin doch erst in drei Wochen fällig...“ „ Das ist nicht so schlimm. Mach dir keine Sorgen! Das ist durch den Stress.“ Dann kam ein Arzt und eine Hebamme mit der Trage. Sie brachten Gabi in den Kreissaal. Es dauerte dann doch noch eine Weile, bis das Baby das Licht der Welt erblickte. Michael sagte zu Gabi: „ Herzlichen Glückwunsch zum stolzen Sohnemann!“ „ Was... aber...meine Ärztin hat doch gesagt es ist ein Mädchen?“ „ Tja, da hat sie sich wohl geirrt! Ralf und du, ihr habt einen Jungen! Unverkennbar! Jetzt kann man sich nicht mehr täuschen. Da werdet ihr euch wohl dran gewöhnen müssen!“ damit legte Michael ihr das kleine Baby auf den Bauch. Gabriele war überglücklich: „ Wahnsinn! Ich kann es noch gar nicht fassen, dass das wirklich mein Kind ist! Michael, ich bin so glücklich!“ Michael lächelte zufrieden. Am nächsten Tag ging Gabi mit ihrem Sohn zu Ralf, denn der wusste ja noch gar nicht, dass er jetzt schon Vater geworden war und denn noch von einem Sohn. Sie setzte sich zu ihm ans Bett und sagte: „ Ralf. Ralf bitte, du musst wieder aufwachen. Hier will dich jemand begrüßen. Sie legte das Baby zu ihm ran. Da schlug er ganz langsam die Augen auf. „ Gabriele?“ „ Ja, Ralf, ich bin hier und dein Sohn auch.“ „ Sohn? Meiner?“ „ Ja, dein Sohn.“ „ Aber ich dachte du kriegst eine Tochter, die noch nicht mal von mir ist sondern aus irgendeiner anderen Beziehung.“ „ Ralf, das hast du ja wohl nicht wirklich geglaubt, dass das Kind nicht von dir ist, oder? Ich habe mit einer Freundin über eine Postkarte gesprochen, die gestern für mich angekommen ist. Mit dem Typen läuft aber nichts und das will er nicht akzeptieren. Er kapiert es nicht, dass ich keinen anderen Mann außer dir liebe. Und mit dem Mädchen da muss sich die Ärztin geirrt haben. Ich war doch genau so überrascht wie du. Ich bin nur froh, dass alles gut gegangen ist und dass du auch wieder wach bist.“ „ Gottseidank haben wir kaum Sachen in rosa gekauft. Du sag mal, wie soll er eigentlich heißen, unser Sohn?“ „ Was gefällt dir denn am besten: Patrick, Christoph oder Leon?“ „ Also ich bin für Christoph, wenn du nichts dagegen hast.“ „ Nein, ganz und gar nicht. Ich liebe dich Ralf!“ „ Ich dich auch Gabi und unseren Christoph auch.“
    Die folgenden Tage besuchten Gabriele und Christoph Ralf jeden Tag. Und nach etwas mehr als einer Woche durfte er dann auch nach Hause. Sie einigten sich, niemandem von diesem verhängnisvollen Missgeschick zu erzählen und es so weit es geht aus dem Gedächtnis zu streichen. Doch Björn gab nicht auf. Er schickte Gabi noch per Blumenkurier einen Blumenstrauß, den sie gleich in die Mülltonne werfen wollte. Aber Ralf hielt sie davon ab, warf nur die beiliegende Karte in den Müll und stellte die Blumen auf den Küchentisch. Zu Gabi sagte er: „ Stell dir einfach vor, der Blumenstrauß wäre von mir.“ Und als Björn an einem Tag selbst vor der Tür stand, erkannte Gabi ihn durch den Türspion und wollte nicht öffnen. Ralf beschloss, selbst die Tür zu öffnen und erzählte Björn dann, er sei Gabrieles Ehemann.“ Björn verlies daraufhin sofort wütend das Haus und gab dann die Hoffnung auf.
    So wurde es dann doch noch ein Missverständnis mit Happy End!



    by Gina117



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