Die andere Seite des Spiegels II

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    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    Siska - 31.03.2007, 19:52

    Die andere Seite des Spiegels II
    Langsam öffnete die junge bleiche Trill ihre Augen, die Schmerzen hatten nachgelassen, trotz allem war ihr Blick noch unscharf.
    „F...“
    „Scht...“ Nr 1 legte ihr den Zeigefinger auf die Lippen.
    Siska verstummte, eine Schweißperle bahnte sich ihren Weg auf das Laken. Ihre Augen waren leer.
    „Tiger...“ stammelte sie leise.
    „Ja, es war ein Teil des Gegengifts..“ beantwortete die hochgewachsene Terranerin die Frage der Trill.
    Langsam erhob die ehemalige Attentäterin ihren Oberkörper und lehnte diesen an die Wand. Sie atmete tief durch.
    „Du hast mich an ihn verkauft.“ nuschelte sie und warf Fiona einen allessagenden Blick zu, diese nur zur Antwort nickte.
    Von Minute zu Minute merkte Siska eine Besserung ihres Zustandes. Zufrieden rückte sie ihre Beine Richtung Bettkante und setzte diese auf den Boden auf. Sie griff nach ihrer Kleidung, die ihr Fiona jedoch verwehrte.
    „Gib mir meine Kleidung.“ knurrte die Trill.
    „Du bist nicht in der Position Befehle zu erteilen.“ stellte die Anführerin fest, während Siska sich neben ihr erhob.
    Zielstrebig ging sie auf den Tisch zu auf dem ihre alte Allianz Uniform lag. Langsam zog sie sich diese an und schloss sie, ließ jedoch den Stehkragen geöffnet und klappte ihn um. Kalter Schweiß rann von ihrer Stirn. Sie tastetet ihre Brust ab und fand das was sie suchte, verließ dann das Zimmer.
    „Wo willst du hin?“ zischte sie Fiona an.
    „Ich werde dich heut abend wieder besuchen. Keine Angst. Aber bis dahin will ich den Kampf gegen die Droge alleine ausfechten.
    „Du kannst keine 100 Meter gehen ohne dass deine Knie weich werden...“
    „Sollte ich sterben, haben Tiger und du eine Sorge weniger.“ zischte die leichenblasse Trill.
    Siska`s Eltern standen hinter der Anführerin, deutlich besorgt. Ihre Mutter weinte bitter.

    Die Trill stand auf einem großen Steinvorsprung und schaute auf die größere Höhle herab die die Rebbelion als Hauptplatz nutzte. Sie griff in das Innere ihrer Jacke und holte einer der drei Ampullen heraus die für den Notfall in ihrer Uniform eingenäht waren. Mit einem Ruck entfernte sie diese aus dem Innenfutter und nahm sie heraus. Die grüne Flüssigkeit wiegte sie in ihrer zittrigen Hand hin und her, dann schloss sie sie zu einer Faust und schloss die Augen.
    „Es tut mir leid ...“ flüsterte sie leise vor sich hin und dachte an die Worte ihres Adoptivvaters.
    Das Gegengift schien nicht lange anzuhalten, denn ihre Knie wurden weich und zwangen Siska auf den Boden. Ihre Schienbeinmuskulatur schien zu krampfen, genauso wie ihre Oberschenkel. Ihr Oberkörper fiel nach vorne und langsam verschwamm Siska`s Blick. Angst machte sich in ihr breit, sie wollte sich nicht ihrem „Feind“ unterwerfen wie eine Sklavin. Sie nahm den Combo Pen zwischen ihre Zähen und nahm die Kappe ab, setzte diesen an den Hals und schoss die Flüssigkeit in ihre Adern. Wie Feuer begann sich die Flüssigkeit in ihren Adern zu verbreiten und anzufühlen. Ein Keuchen drang aus dem Mund der Allianz Soldatin.
    Langsam erlosch das Brennen und ihr Blick wurde wieder klarer. Zufrieden richtete sie sich langsam auf und warf den Pen zur Seite, ihre Muskeln schienen sich von dem Krampf langsam zu erholen, ihre Sinne schärften sich und in ihren Augen breitete sich ein schwarzer Schleier aus. Ihr Brustkorb hob und senkte sich schnell, beruhigte sich jedoch langsam wieder. Ein lang eingeprägter Instinkt wurde von der Droge freigelegt ... ihr Überlebungsdrang.
    Sie ging ein paar Schritte zurück, ihre Sinne wurden wieder schärfer und schnellen Laufschrittes bahnte sie sich ihren Weg durch die Gänge. Du kennst dein Zuhause... mahnte sie eine Stimme im Inneren und erinnerte sich an ihre Aufgabe. Du wurdest belogen.. doch dieser Gedanke wurde schnell von der Droge gelöscht. Die Adern und Sehnen an ihrem Hals traten vor Anstrengung hervor, Schweiß rann von ihrer Stirn, ihr Gesicht hatte wieder eine gesunde Farbe. Meter für Meter bahnte sie sich ihren Weg wie ein fliehendes Raubtier....

    Garren hob den Combo Pen auf und berachtete die leere Hülse.
    „Verdammt nochmal Siska!“ schrie dieser so laut es seine Stimme zu ließ. Nick und Arso näherten sich dem Arzt und schauten ihn fragend an, beiden hielt er die Ampulle hin.
    „Ich weiß nicht wo sie diesen Combo Pen herhatte.... ich weiß nur eines. Sie befindet sich nun irgendwo hier auf der lauer wie ein Raubtier das auf seine Beute wartet. Ich weiß wie sie ausgebildet wurde, ich weiß wie sie reagiert ... aber wenn müssen wir sie finden bevor sie von Tiger gefunden wird.“ er schaute die beiden Männer an. Auch Nr. 1 hatte sich zu dem Trio gesellt und näherte sich ihnen langsam.
    „Ich werde sie suchen...“ war das einzige das Fiona sagte.
    „Aber...“
    „Nein Doktor.“ ihr Blick sprach Bände.
    Garren nickte.
    „Ich hoffe sie wissen was sie tun, Nr.1“....

    Während ihrer Flucht spielte sich ein Film vor ihren Augen ab. Wie ein Film spielten sich Szenen immer wieder vor ihr ab. Wie ihr Adoptivvater ihr über die Wange strich ... wie sie ihre Kennzeichnung bekam... die ersten Erfahrungen mit der Droge.... ihr „Gewissen“ und „Pflichtbewusstsein“ als Allianzsoldatin kam wieder hervor.
    In einer kleinen Höhle rastete sie sich kurz und versuchte sich zu erholen, keuchend hob sich ihr Brustkorb auf und ab. Ihre Sinne warnten sie, doch es war bereits zu spät. Ein Arm legte sich um ihren Hals und drückte zu, sie wehrte sich, jedoch bekam sie eine Injektion.
    „Haben wir dich...“ vernahm sie eine bekannte Stimme, bevor ihre Augen sich schlossen.



    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    Django - 02.04.2007, 19:46


    Er brachte Siska in ein Versteck. Er hatte sich erst vor kurzer Zeit hier einschleichen können. Er galt als Doppelagent und treuer Freund der Rebellion. Aber in Wirklichkeit war er einer der treuesten Soldaten der Allianz. Damals war er mit Siska eine Weile ausgebildet worden und er wunderte sich wieso sie so einfach als Gefangene hier war. In einem Versteck scannte er sie und sah das in ihrem Körper nur eine minimalst Dosis des Impfstoffes war, den sie und er immer brauchten.

    Da er Hilfe gebrauchen konnte verabreichte er Siska weitere Dosen des Mittels, bis sie wieder auf dem üblichen Level war. Erst dann gab er ihr das Gegenmittel zu dem Betäubungs- und Beruhigungsmittel das er ihr verabreicht hatte. Aber noch war er äußerst Vorsichtig.

    Sie hatten fast eine Stunde geredet, bis er im Bilde war. Und was er hörte war noch besser als er zu hoffen gewagt hatte, als er herkam. Endlich bestand die Chance, 2 der gefährlichsten Gegner der Allianz auszuschalten. Zum einen Nr.1, von dem die Allianz immer noch nichts näheres wusste. Und zum andern diesen verräterischen Halbvulkanier, Tiger. Sie planten schnell und doch effektiv, wie sie diese beiden in eine Falle locken konnten und würden. Siska stimmte ja auch seiner Meinung zu, das Tiger wie blind in ihre Falle laufen würde, wenn nach einer längeren Jagd er Siska scheinbar wehrlos am Boden liegen sehen würde. Also würde Siska sich so jagen lassen das sie Tiger hinter sich herlockte um ihn an einer günstigen Stelle in der Höhle in die Falle zu locken.



    Tiger erfuhr sehr schnell das Siska abgehauen war, und fast ebenso schnell das sie wieder die Droge genommen hatte. Er erhob sich geschmeidig und locker, ganz wie das Tier nachdem er benannt war, von seinem Lager. Mit einem wilden und fast freudigen Lächeln zog er sich vollständig an und hängte sich seien Waffen um. Diese Jagd würde ihm gefallen, da sie zudem in seinem Revier stattfand.

    Als er in die Höhle trat und sah wie man gerade anfing Suchtrupps zusammenzustellen wurde seine Miene wieder Glatt, wie ein trügerischer See. Aber er bekam auch seien Gefühle in den Zaum und spürte sich nur kalt und gnadenlos. Diese Jagd war seine, denn es gab kaum jemand der ihm im Kampf ebenbürtig war. Und zudem hatte er ja noch die eine oder andere kleine Überraschung für Siska. Man ließ es, ihn einer Gruppe zuteilen zu wollen, als einen Moment in seinen Augen seine ganze Urtümliche Wildheit erkennen ließ. Das einzige was er ein wenig Schade fand, war die Ausdrückliche Anweisung, Siska lebend einzubringen. Was ihn nicht wunderte war die Bitte von Siskas Familie, sie zu schonen und nur Nr.1 die Strafe zu überlassen.

    Doch als die erste Meldung von Toten kam, denn eine unter Drogenstehende Siska und die Siska, die ein treuer Allianz Soldat war, ließen keine Lebenden zurück. Da viele nun Siskas Tod forderten musste Nr. 1 nachgeben und würde sie ihm, überlassen. Unter der Auflage sie lebend einzubringen und am leben zu lassen. Tiger nickte nur Wortlos und ging dann los, auf die Jagd. Viele Rebellen verschanzten sich in ihren Häusern, da von den Anwesenden kaum welche sich eine Chance ausrechneten gegen Siska bestehen zu können. Die wenigen die es sich zutrauten blieben in der Siedlung und patrouillierten durch die Straße.

    Sein Instinkt sagte ihm aber das Siska irgendwo in den weiten der Basis war und auf ihn warten würde. Langsam ging er herum, bis er einen seiner Freunde fand der ihm sagte in welche Richtung sie gelaufen war, wo er sie aber dann auch verloren hatte. Lautlos und wie ein Schatten bewegte er sich, bis er sie sehen konnte. Ein Lächeln umspielte seine Lippen, aber er lief weiter und zeigte sich erst dann. Sie bemerkte ihn und schoß auch mit einer erbeuteten Waffe auf ihn, sie schoß daneben.

    Da Tiger ein wenig Spaß wollte, ließ er sie laufen und zeigte sich nur immer wieder. Und jedes Mal schoß sie knapp neben ihn, so das es zwar knapp war, aber ihr Schuß immer daneben oder direkt auf die Deckung, hinter der Tiger wartete ging. Da sie schnell und gut war, konnte er ihr nicht so leicht folgen. Und erst nach Stunden fiel ihm auf das sie immer eine ähnliche Richtung einschlug und sie sich schlechter gab, als er wusste das sie war. Auch schien sie immer nur mit voller Kraft und Schnelligkeit zu laufen, wenn er sich zeigte oder gezeigt hatte. Dieses Verhalten irritierte ihn und so blieb er lange in einer sicheren Deckung sitzen und dachte nach. Und diesmal ließ er sich noch mehr Zeit. Er war zu einem Raubtier geworden, mit unendlicher Jagdgeduld und Ausdauer. Entkommen konnte sie so nicht, aber ihr Verhalten bezweckte etwas. Also beschloss er sie zu testen und tauchte direkt in ihrer Fluchtrichtung auf. Er nahm keine Rücksicht und schoß so das Siska von Gesteinssplitter, die aufspritzten wenn er neben sie schoß oder über ihr die Decke traf, sie verletzten. Nach einigen solchen Aktionen war er sicher das sie ihn irgendwohin haben wollte und so begann er sich zu Fragen wohin.

    Und vorerst ignorierte er sie, aber schien nun hinter ihr zu Folgen. Und richtig, in einer abgelegeneren Höhle verschanzte sie sich in einer Deckung. Misstrauisch sah er sich um und begann die Höhle abzusuchen. Mehr durch Zufall sah er eine Bewegung wo Siska gar nicht sein konnte und pirschte sich langsam voran. Er schoß dann mehrmals vom Zugang aus, auf Siskas Deckung und schien sich vorzuarbeiten, aber es täuschte. Als er im Schatten eines Felsens war verschwand er und begann die Höhle zu umrunden. Immer auf die Bewegung zu. Irgendwann sah er nur eine Allianzuniform hinter einem Felsen. Kurz gönnte er sich einen Moment der Verwunderung, bevor er wieder vorging.

    Gnadenlos schoß er nun von schräg Seitlich auf diese Deckung und trieb die Uniform vor sich her. Als er den Mann ins Bein getroffen hatte, wusste er das er von jetzt an einige Vorteile hatte. Da Siska den Moment genutzt hatte und sich in eine Position nahe ihm vorgearbeitet hatte, hielt er sie mit einem wilden Sperrfeuer jetzt unten. Jetzt begann der Spaß, denn von dem Kerl vor ihm hatte niemand was gesagt und es war fast etwas wie eine sadistische Freude wie er diesen Allianzler nun gezielt mit Schüssen in die Gliedmaßen außer Gefecht setzte.

    Ruhig ging er dann auf diesen zu und zwar so, das er keine Chance hatte etwas gegen Tiger zu tun. Und ruhig und fast Selbstverständlich fing er an sich einen seiner Späße zu gönnen. Er begann diesen Soldaten zu quälen, das seine Schreie bald die ganze Höhle ausfüllten. Aus kalten und toten Augen beobachtete er den Bereich aus dem Siska kommen musste. Und wirklich, sie kam ihm näher und wollte ihn ausschalten, aber gerade als Siska auftauchte, lächelte Tiger sie fast freundlich an und hob die Hände, hatte aber eine Fernbedienung in der Hand. Er wusste das er mit seinem Leben spielte, aber Siska würde genau zielen denn sie wusste das sein Kampfanzug, den er wie immer trug, ihn schützen würde und zumindest solange am Leben halten das er sich zur wehr setzen konnte.

    Er beobachtete sie genau, und als Siska das Gewehr gehoben hatte und ihn fast voll im Ziel, drückte er einen Knopf auf der Fernbedienung der bei Siska den Schmerzinduktor auf voller Stufe aktivierte. Fast sofort warf er sich zur Seite und nicht zu spät. Siska schaffte es noch abzudrücken, bevor sie sich vor Schmerzen am Boden wand. In aller ruhe betäubte er den Allianzsoldaten und schlenderte fast gemütlich zu Siska, stellte aber den Induktor etwas schwächer. Ruhig entwaffnete und durchsuchte er Siska, nachdem er kurzzeitig den Induktor abgestellt hatte und ihre Arme und Beine gefesselt hatte.

    Als das geschehen war, verabreichte er ihr ein Mittel das sie still hielt, aber ihr Bewusstsein mitbekam was er tat. Zuerst löste er ihre Fesseln und entkleidete sie vollständig. Danach fesselte er sie, mithilfe schnell und sicher angebrachter Ösen, als menschliches X an 2 Stalaktiten und ihren Stalagmiten. Erst jetzt gab er ihr das Gegenmittel und er sah wie sie gegen die Fesseln antobte. Da auch Stimmen zu hören waren band er ihr schnell ein Tuch, das er in einem Haufen in der Nähe fand so um, das ihre Blößen bedeckt waren. Und als sie ihn ansah begann er mit seinem Werk. Er nahm sich mit aller Ruhe und sehr gründlich ihren Kollegen vor und zeigte ihr, an diesem, was mit seinen Leuten geschehen war. Und er zeigte einige Dinge mehr, bis er nicht mehr schrie und den letzten Atem aushauchte.

    Erst als es ruhig war trauten sich die anderen in die Höhle und es war ihm egal was man nun von ihm dachte. Er hatte sich die Rache geholt, die er eigentlich Siska zugedacht hatte. Aber da ihm auch ihre Bestrafung überlassen wurde begann sich langsam in ihm eine Idee zu regen.



    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    Siska - 02.04.2007, 22:46


    „Michael..“ flüsterte Siska leise hasserfüllt, als dieser seinen letzten Atemzug machte und dabei zu ihr blickte.
    Ihr war egal, dass sie nackt war, denn unter Einfluss der Droge merkte sie selbst eine Schnittwunde kaum. Vor ihrem Auge spielte sich das ganze Szenario noch einmal ab. Hass erfüllte ihren Blick und sie zerrte an den Fesseln, Strähnen hingen ihr ins Gesicht. Völlig verschwitzt und geschafft gab sie nach einigen Versuchen keuchend auf.
    Der Halbvulkanier griff an die Halsschlagader des toten Allianz Soldaten und lächelte zufrieden, stieß ihn kalt zur Seite, blickte dann zu Siska. Diese erwiderte diesen Blick.
    „Operation Skorpion.“ ein kaltes Lächeln breitete sich auf ihren Lippen aus.
    Tiger kam langsam näher und packte sie am Hals.
    „Was willst du mir damit sagen?“ herrschte er sie an.
    „Du hast glück du Bastard. Du hast gerade den richtigen Soldaten getötet. Michael war der Soldat der deine Zelle ausgelöscht hat.“ gab die Trill ihm schmunzelnd bekannt.
    Kurz war eine Reaktion in seinem Gesicht zu erkennen, diese jedoch Sekunden später wieder vorbei war.
    „Ich dachte eure Operationen sind geheim?“
    „Du vergisst, wir waren ein Trio. Und als das haben wir die meiste Zeit auch gearbeitet.“ kurz ließ sie die Worte auf ihn wirken. „Michelle hat sich gut entwickelt als Kommandantin seit ich sie das letzte Mal gesehen habe...“ zischte die Trill.
    „Du warst,...“ er kam näher, der Druck auf ihr Kiefer wurde größer.
    „Ja.. das war ich.“
    Eine schallende Ohrfeige war Tigers Antwort. Kurz flog ihr Kopf zur Seite, langsam drehte sie diesen wieder zurück, doch kurze Zeit später schrie sie auf. Der Schmerzinduktor kam wieder zur Wirkung. Ihre Knie knickten ein, doch sie blickte Tiger mit einem kalten Grinsen im Gesicht an.
    „Lieber stehend sterben als knieend leben.“
    Tiger lächelte wissend. „Diesen Gefallen werde ich dir nicht tun.“
    Siska`s Schmunzeln verschwand, als sie Michael hinter Tiger sah und Erinnerungen in ihr aufkamen. Sie widmete ihre Aufmerksamkeit nun nur noch ihren ehemaligen Kameraden.
    „Michael...“ flüsterte sie leise und blickte dann erneut kühl zu Tiger.

    Garren war als einer der ersten in der Höhle. Der Anblick der sich ihm bat ließ ihn kurz schlucken. Nicht nur einmal hatte er Siska in diesem Zustand erlebt, nicht nur einmal hatte er sich selbst dafür gehasst dass er ihr dieses Mittel verabreicht hatte. Nicht weit weg von dem Halbvulkanier und Siska lag jemand der Garren ebenso bekannt war. Der Trill Arzt schluckte erneut.
    „Michael.“ flüsterte er leise. So wie Siska hatte er sich um den jungen Bajoraner gekümmert, erst als dessen Arzt wegen Dienstverfehlung eleminiert wurde übernahm Sanders wieder die Sorge um ihn.
    „Lasst uns alleine.“ herrschte Tiger die Rebbelen an.
    Die meisten folgten, bis auf Garren. Dieser blieb. Es war nur eine Frage der Zeit bis Nr. 1 hier auftauchen würde, dessen war sich der Trill bewusst, und dann hoffte er konnte er Siska mitnehmen, wenn auch betäubt.

    Der Halbvulkanier ignorierte den Arzt und begann Siska erneut unter Druck zu setzen.
    „Sei dir eines bewusst, dich werde ich nicht erlösen wie ihn.“ er erhöhte den Level des Induktors. Siska jaulte mit schmerzverzerrten Gesicht auf.
    „Du wirst mich nicht brechen. Niemals.“ zischte sie. Der Schmerz erhöhte sich jedoch und nach einer gewissen Zeit kippte sie benommen zur Seite .
    Garren ballte die Fäuste.
    „Ganz ruhig Doktor.. Sie werden sie noch früh genug versorgen dürfen. Wielange hält die Droge sie in diesem Zustand?“ fragte er und blickte auf die bewusstlose Trill.
    Er näherte sich ihr und scannte sie. „Die Dosis war nur eine Haltemenge. In ein paar Stunden schwächt die Wirkung wieder ab. In 24 – 36 Stunden bräuchte sie die nächste Dosis, ansonsten treten die ersten Entzugserscheinungen auf.“ er schloss den Scanner.
    Tiger strich fast schon zärtlich über Siska`s Wange.
    „Sehr gut ...“
    Siska blickte keuchend auf, die Benommenheit war ihr immer noch anzuerkennen, ebenso der Einfluss der Droge der ihre Augen trübte.
    „Garren...“
    „Nein, Siska. Ich werde dir nicht helfen. An diesem Zustand bist du einzig und alleine schuld. Meine Aufgabe ist es dich am Leben zu erhalten, aber mehr werde ich nicht tun... nicht nach dieser Aktion?“ er hielt ihr die leere Ampulle vor die Augen.
    Die Trill senkte den Kopf.
    „Wo ist ihre Uniform?“ fragte der Arzt.
    Tiger bedeutete auf einen Haufen in ihrer Nähe, diesen der Arzt sofort durchsuchte und ihre Jacke nahm. Der Trill riss die beiden Ampullen aus dem Stoff und ging zurück, zerbrach die Ampullen direkt vor Siska`s Gesicht diese die Prozedur ruhig beobachtete.
    „Ich werde es nicht mehr unterstützen.“
    Die beiden Trills schauten sich gegenseitig an. Der ehemalige Arzt der Allianz hasste es sie in diesem Zustand zu wissen, doch spätestens in drei Tagen, so wusste er, würde sie sich besinnen können und es galt einen anderen Kampf zu führen.
    Tiger betätigte erneut den Induktor. Die Aliianzsoldatin jaulte auf, ihre Kniee wurden weich.



    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    archantael - 03.04.2007, 05:03


    Nicklaas lief vor. Er hörte die Schreie und befürchtete das schlimmste. Als er an der Höhle ankam sah er Garren ruhig im Höhleneingang stehen. er wollte den freundlichen trill schon fragen was hier los sei, als er Tiger sah. Und im nächsten Moment sah er Siska. Ein unmenschlicher Schrei entrang seiner Kehle als er sah wie Siska "behandelt" wurde.

    In seiner Erinnerung sah Nick sich selbst wieder als Sklaven. Das Katzenwesen Trimacula schnurrte als Sie einem Gefangenem Rebellen schmerzen zufügte. Sie hielt einen Induktor in der Hand mit dessen Hilfe sie die Schmerzgrade steuern konnte.
    "Ah Alpha 98362," gurrte das Katzenwesen. "Ich hatte mich schon gefragt wann du Neugierig wirst. Weißt du das du nun der Einzige bist der diesem Terraner helfen kann?" Die Katze erwartete natürlich keine Antwort. ihre Pfoten griffen nach der Angsterfüllten Hand Alpha 98362s. Mit einer Kralle strich Sie über die frische Operationsnarbe, an Nicks Hand.
    "Du besitzt ebenfalls einen Schmerzinduktor. Aber einen ganz besonderen. Du kannst diesem menschen die Schmerzen nehmen und Sie in deinen Körper leiten. Du mußt nur in seine Nähe treten." Das Maul der Katze verbreitete sich zu einer Fratze die wohl ein Grinsen immitieren sollte.
    "Du brauchst nur in seine Nähe gehen."
    Alpha 98362 hatte Angst. Er kauerte sich in eine Ecke des Labors und sah dem Katzenwesen zu wie Sie den Menschen schließlich zu tode quälte.

    Nicklaas schrie auf und lief auf Tiger zu. er wollte das der Vulkanier damit aufhörte. Doch dieser schleuderte Nick ohne Anstrengung zur Seite. Wieder kauerte Nick in einer Ecke und sah die Qualen eines anderen. Er hörte immer noch das Gutturale Echo des Katzenwesens. "Du brauchst nur in seine Nähe gehen."

    Nr.1 und einige ihrer Soldaten betraten nun ebenfalls die Höhle. Fiona konnte nicht leiden was Sie sah. Sie hätte den anderen allianzsoldaten gerne ausgefragt. Doch diesen hatte Tiger offensichtlich getötet. Mißbiligend sah Sie die Prozedur des Schmerzinduktors.
    "Hör damit auf Tiger. Sofort! Ich brauche Sie noch." sagte Sie mit befehlender Stimme.
    Tiger sah zu Nummer eins. 5 Waffen waren auf ihn gerichtet.
    "Lass mir noch etwas Zeit mit ihr." sagte der Vulkanier.

    Nicks Erinnerungen plagten ihn. Doch er war nun nicht mehr Alpha 98362. Sein Blick richtete sich kurz auf Chow. den einzigen Rebellen, den er mitlerweile als Freund ansah. Damit stand sein Entschluß fest. Er blickte kurz zu Tiger und sah das dessen Aufmerksamkeit gerade auf Nr1 gerichtet war.
    Nicklaas nutzte die Chance. Er lief zu Siska. Wohlwissend das ihn das töten könnte, nahm er es dennoch in Kauf. Er erreichte Sie nicht, da der Schmerz seines eigenen Induktors ihn übermannte. Doch er konnte sehen das die Trill aufgehört hatte sich im Schmerz zu winden. Nicklaas Welt wurde rot, als allesaußer dem Schmerz an Bedeutung verlor.

    Chow sah entsetzt zu Nicklaas und dann zu den restlichen Anwesenden. Lediglich Garren schien nicht überrascht zu sein.



    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    Django - 03.04.2007, 14:10


    Als Tiger sah wie sich Nick immer mehr unter Schmerzen krümmte, während siech dieser Siska näherte, wölbte er nur interessiert eine Augenbraue. Als er Siska ansah, sah er das sie kaum noch Schmerzen zu spüren schien. „Interessant. Mal sehen was passiert wenn...“ Er veränderte die Einstellung, aber Siska blieb weiterhin recht ruhig stehen und Nick wand sich mehr oder weniger, je nach Einstellung des Steuergeräts. Während ihn Nr. 1 nun anfuhr lächelte Tiger seltsam und stellte den Regler auf 0.

    „Interessant. Und ich denke der Doc hier“ er zeigte auf Garren „kann euch das sicher erklären.“ Wandte er sich an Nr. 1 während er auf Siska zuging. „Glück gehabt Soldat.“ Sagte er leise zu ihr, bevor er sich wieder umdrehte und zu Nr. 1 kam. „Du hast mir ihre Bestrafung überlassen. Nun befrage sie. Ihre Strafe bekommt sie später. Nur eines, sie steht wieder unter der Droge und somit bleibt sie wo und wie sie ist. So zu hängen wird ein Teil ihrer Strafe sein. Und wehe dem der sie losmacht...“ Völlig Gefühllos sagte er das, aber seien Augen blitzten bei den letzten Worten gefährlich, und es war eine Eindeutige Warnung. Selbst die immer noch auf ihn gerichteten Waffen interessierten ihn scheinbar nicht, oder schüchterten ihn in keinster Weise ein.

    Erst Stunden später ging er zurück in die Höhle und sah Siska, wie er sie verlassen hatte, hängen. Misstrauisch und vorsichtig näherte er sich ihrem Rücken und verabreichte ihr das Gegenmittel zur Droge. Er gab es ihr in einer entsprechenden Menge und trat dann zurück in den Schatten und installierte nur eine Kamera und verschwand dann im Dunkel. Er wollte sehen wie sie erwachte und sich allem wieder bewusst wurde. Vielleicht würde er sie dann noch mal foltern, vielleicht auch nicht. Aber auf jeden Fall würde sie ihrer Strafe nicht entgehen.



    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    Siska - 03.04.2007, 19:59


    Siska wusste nicht wie spät oder wievielen Stunden vergangen waren seid dem sie bewusstlos geworden war. Kurz hatte sie bemerkt wie ihr jemand eine Dosis verabreicht hatte, doch wer oder was das war konnte sie nun langsam erahnen.
    Langsam öffnete sie ihre Augen und spürte ihre schmerzenden Gliedmaßen. Ein leises stöhnen drang aus ihrem Mund und sie begann sich langsam wieder aufzurichten. Mit zittrigen Beinen hob sie langsam ihren Kopf. Sie sah an sich noch einmal kurz herab, sah zu Michaels Leiche und sah die zerbrochenen Ampullen am Boden. Erst jetzt begann sie zu realisieren was passiert war.
    Der Schmerz in ihren Armen war enorm. Sie versuchte sich mehr aufzurichten, jedoch schmerzte bereits ihr gesamter Körper und jede Bewegung verschlimmerte den Schmerz noch mehr. Sie biss die Zähne zusammen und schrie trotz allem leise auf. Unter ihren kurzen Haarsträhnen schaute sie kurz hervor und blickte sich um, niemand war zu sehen. Man hatte sie alleine gelassen.
    Erinnerungen an die letzten Stunden und Tage kamen in ihr auf.
    „Was hab ich getan..“ flüsterte sie leise und ballte die Hände zu einer Faust als eine Schmerzenswelle durch ihren Körper fuhr als sie sich bewegte.
    „Das was du immer getan hast, Siska.“ Garren trat aus dem Höhlenausgang heraus, einen Scanner in der Hand diesen er aktivierte.
    Er nickte zufrieden. „Du hast getötet.. wie immer... und wolltest zu deinem Ziehvater. Michael wollte dich dabei unterstützen, doch Tiger war klüger wie es scheint.“ er trat an sie heran und musterte die bleiche Trill.
    „Ich erinnere mich ...“sagte sie leise und stöhnte auf als erneut ein leichter Schmerz ihre Beine wegknicken ließ.
    Garren näherte sich ihr.
    „Dieses eine Mal warst du selbst dafür verantwortlich dass du unter dieser Droge standest, und dieses eine Mal gebe ich dir für deine Tat volle Schuld. Ich hoffe du vergisst das Gesicht des jungen Rebellen nie den du getötet hast.“ er packte hart ihr Kinn so dass sie in seine Augen schauen musste.
    Siska schluckte hart und ließ ihren Kopf hängen, als Garren sie losließ.
    „Lassen sie uns alleine Doktor.“ hörte sie plötzlich eine Stimme aus einer der dunklen Ecke.
    Siska begann zu zittern, ihr Körper bebte . Die Trill erkannte die Stimme und mit ihr erweckte es Erinnerungen an die Schmerzen die sie erfahren hatte bevor sie bewusstlos wurde.
    „Die große Attentäterin... ohweh ohweh...“ langsam näherte sich der Halbvulkanier der Trill.
    Siska`s Zittern wurde stärker, sie merkte ein Gefühl dass sie bisher nur gegenüber ihren Ziehvater gekannt hatte. Angst. Diese spiegelte sich in ihren Augen wieder.
    Garren trat zur Seite und verließ die Höhle, Tiger stellte sich ihr gegenüber und blickte auf sie herab, hob sanft ihr Kinn und schaute in ihre Augen, lächelte erkennend.
    „Wie ich sehe hat die Droge ihrer Wirkung entsagt.“
    Die Allianz Soldatin brachte kein Wort über die Lippen. Sie wollte sich aufrichten, stöhnte dabei leise auf als eine Schmerzenswelle ihren Körper durchfuhr.
    Tiger schmunzelte und fuhr sanft mit der anderen Hand ihre Flecken vom S tirnansatz bist zur Brust wo das Tuch sie gerade noch bedeckte nach, das Zittern der Trill wurde stärker.
    Plötzlich merkte sie wie Kälte ihren Körper noch stärker erzittern ließ und ihr Blick sich langsam begann zu trüben. Tiger näherte sich ihr bis auf ein paar Zentimeter, so dass sich sein Kopf direkt neben ihren Ohr befand.
    „Verlangt dann Körper nach etwas?“ hauchte er ihr ins Ohr.
    Siska funkelte ihn an.
    „Vergiss es du Bastard.“ zischte sie ihn an.
    Tiger lachte kalt packte sie hart am Kinn.
    „Ich habe dir ein Mittel verabreicht dass die Wirkung der Droge neutralisiert, jedoch die Entzugserscheinung nicht unterdrückt. In einigen Stunden wirst du mich darum betteln... betteln wie ein kleines Mädchen.“
    „Niemals“ antwortete Siska kalt.
    Tiger ging einige wenige Schritte rückwärts und lächelte kühl, entfernte sich dann von ihr.
    Siska senkte den Kopf . Eine Träne rollte über ihre Wange und tropfte auf den Boden.
    Was habe ich nur getan... fragte sie sich leise eindringlich. Ihr Körper ging schlaff an den Seilen und jeglicher Muskel zitterte, ihr Blick wurde von Stunde zu Stunde drüber.



    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    archantael - 04.04.2007, 04:51


    Die Schmerzwellen waren lang abgeebbt. Doch immer noch schien Nick jeden Nerv seines Körpers zu fühlen. Fühlen... Irgendwie war Nicklaas im Moment sehr sensibilisiert aufs Fühlen. Er spürte eine weiche Unterlage, eine Matratze und darunter ein echtes Bett. Das Bett stand in einem größeren Raum und Licht umspülte ihn wie Wärme...
    Langsam öffnete der erwachende die Augenlieder. Grelles brennendes Lichtstach in seine Pupillen. Nick stöhnte.
    "Er kommt zu sich." Die Stimme von Chow.
    "Gib ihm etwas Wasser." Der Befehlston von Nummer 1.
    Nicklaas spürte etwas flüssiges an seinen Lippen. Gierig saugte er es auf.
    "Nicht so hastig." Garrens Stimme.
    Nun öffnete Nick endgültig seine Augen. Sie blickten Feindselig zu dem Trill.
    "Ich möchte Sie sehen." sagte eine fremde krächszende Stimme. Es dauerte einen Moment bis er erkannte, das es seine eigene gewesen war.

    Siska hing noch immer So wie Nick Sie vorhin gefunden hatte. Wann auch immer Vorhin war. Chow war als einziger an Nicks Seite. Angeblich damit Tiger ihm nichts tat. Doch Nick war davon überzeugt, das Nummer 1 den Chinesen mitgeschickt hatte, damit er Siska nicht befreite. Den das würde offensichtlich die Pläne dieser eiskalten Frau durchbrechen.
    "Siska..." Nicks Stimme hörte sich wieder mehr wie seine eigene an.
    Sie hing bewußtlos dort.
    "Kann er Sie nicht wenigstens am Boden fesseln?" fragte Nick. Doch Chow gab keine Antwort. Er sah verbissen aus, aber er schwieg.

    Nummer 1 sah auf das Nachbild des Monitors. Sie hatte gerade eben entweder die Rebellion riskiert oder Sie womöglich von einem schlimmen Feind befreit. Es war Notwendig Vorbereitungen zu treffen. Sie sah zu Michelle hoch.
    "Side B." sagte Sie nur. Doch Michelle verstand und nickte. Ohne ein Wort verließ die Kommandantin der Pandorra das Büro ihrer Führerin.
    Der unerwartete Rückfall Siskas ergab neue Möglichkeiten, die sich nur langsam vor Nummer 1 ausbreiteten. Doch Sie konnte ihren eigenen Plan nun vielleicht sogar schneller und einfacher Ausführen. Sie lächelte und sah dabei auf ein Foto von Tigers alter Zelle. Ihr Augenmerk blieb dabei an einem jungen Mädchen haften. Dieser Michael war unnachgiebig und grausam gewesen, als er Tigers Zelle auslöschte. Doch auch er war nicht unfehlbar gewesen. Eine weitere Person hatte überlebt.



    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    Siska - 04.04.2007, 20:20


    Einige Stunden war Siska geistesabwesend dagehangen, ohne eine Rührung. Schweißperlen , kalte, tropften von ihrer Stirn, ihre Wimpern zuckten als hätte sie einen Alptraum.
    Nr. 1 nahm sanft das Kinn der jungen Trill und strich ihr die Strähnen aus dem blassen Gesicht. Ihre Flecken waren rot umrandet. Der Entzug hatte eingesetzt und Fiona wusste, das dies der beste Moment war aus Siska Informationen zu bekommen.
    Kurz blies sie die Trill an, worauf diese deutlich schwach ihre Augen öffnete und aufstöhnte, ihre Augen wurden von einem trüben Schleier eingehüllt.
    „F..Fiona.“ stammelte die Allianz Soldatin leise, stöhnte erneut auf als sie sich versuchte aufzurichten.
    „Scht.“ beruhigte die Rebellenanführerin die deutlich kleinere Trill und strich über ihre Wange.
    „Du musst mir helfen Kleines.“ flüsterte sie ihr zu.
    Siska schluckte. „W-Wie?“ sie sah Fiona kaum, ihr Körper begann zu zittern, Schweiß rann seitlich an ihren Flecken zu ihrem Kinn. Die Trill hatte kaum noch Kraft.
    „Es geht um den General. Der Dritte im Bunde wurde nun auf uns angesetzt. Wer ist es....?“ Fiona schaute Siska in die Augen, packte dabei hart ihr Kinn. Die Trill verstummte. Im Moment verstand sie ihren Ziehvater immer mehr warum er die Rebellion hasste. Die Art und Weise wie sie selbst Justiz ausübte war eiskalt und bestialisch.
    „Siska... hilf uns. Hilf mir. Hilf Nick. Hilf deinem Garren.“ auch sie begann ein wenig zu zittern.
    Die Trill blieb weiterhin stumm. Der Druck auf ihr Kinn wurde stärker und plötzlich begann eine Schmerzenswelle ihren Körper zu durchfließen. Siska schrie gequält auf. Tiger trat aus dem Höhlenausgang und ging auf die Beiden zu.
    Jeder Muskel in ihrem Körper begann sich anzuspannen und der Schmerz wuchs von Sekunde zu Sekunde.
    „Sein Name ist Kelby.“ schrie Siska. Die Schmerzenswelle schwoll ab.
    „Erzähl mit mehr über ihn.“ Nr 1 ließ sie los, die Trill senkte gedemütigt ihren Kopf. Sie versuchte sich zu sammeln, der Entzug schien sie langsam zu übermahnen.
    „Kelby ist ein Halbtrill. Er ist der Sohn des Sektorkommandanten Alpha. Wie Michael und ich wird auch er auf eine gewisse Dosis gehalten. Nur aufgrund der Tatsache, dass er ein Halbterraner ist verträgt sein Körper die Droge anders. Garren hatte damals seine Dosis falsch eingesetzt ... er benötigt eine höhere Dosis und das alle 6-8 h.“
    Siska erzählte Nr 1 und Tiger alles was sie über ihren Kameraden wusste, ebenso wie er aussah.
    Die Kraft der Trill ging langsam zu ende und das Zittern ihres Körpers wurde stärker, sie atmete schwer und ihr Brustkorb hob sich schnell und intensiv.
    Nr 1 blickte auf Siska herab. Tiger lächelte kalt.
    „Sollte er sich hier her verirren, wird er zwei seiner Kameraden als Vorwarnung hier tot oder hängen sehen.“ meldete sich Tiger kurz kalt zu Wort.
    „Er wird nicht hier her kommen. Er macht nicht den gleichen...“ Siska biss die Zähne aufeinander und das Fieber das ihren warmen Körper blagte riss sie in die Bewusstlosigkeit.



    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    Django - 05.04.2007, 14:47


    Tiger sah kalt auf Siska und mit demselben Blick sah er Nr. 1 an. Er sah auch das Nr. 1 mit seinem Vorgehen nicht einverstanden war. Aber das war ihm egal. Seit kurzer Zeit war er sich im klaren das er sich verändert hatte. Aus irgendeinem Grund kannte er keine Gefühle mehr. Früher, das wusste er, hatte er geliebt, gehasst und Freude empfunden, auch Freude am quälen. Aber jetzt... jetzt fühlte er nichts dabei, auch wenn andere etwas wie Freude in seinem Gesicht lesen würden wenn er etwas tat. Er fragte sich nur ob er nichts mehr fühlte weil er alles an Gefühlen immer verdrängte, oder ob es war, weil seien Gefühle einfach abgestorben waren. Andere würden sicher fragen, wieso er Siska dann weiterquälte, wenn er keine Freude daran hatte, aber das war etwas das er sich versprochen hatte. Zudem hatte er sein Wort, den toten Kameraden gegeben, ihre Mörder ein ähnliches Schlimmes Schicksal erleben zu lassen, wie sie es hatten.

    Wortlos drehte er sich um und ging zum Zugang. Wieder einmal kamen Chow und Nick herein und Tiger erkannte in Nicks Augen den Haß. Ganz normal, und ohne sich seien volle Bereitschaft anmerken zu lassen, ging er an ihnen vorbei. „Na du, verkappter Held. Du kannst sie losmachen und zum Doc bringen, sie kann etwas Ruhe vertragen. Und du sollst auch was von ihr haben. Bevor ich sie mir wieder vornehme.“ Tiger sprach so leise das ihn gerade nur die 2 hören konnten und den letzten Satz sagte er mit einer leichten Warnung und gefühlloser Stimme.

    Warum er das tat? Er wusste es selbst nicht, aber es war ihm egal. Es fühlte sich richtig an, denn noch sollte Siska nicht sterben, denn ihre Qual und das Büßen ihrer Taten hatte erst angefangen und sollte nicht so schnell enden. Und unter dem langsam voll einsetzenden Entzug würde weitere Folter sie immer näher an den Tod bringen. Und das wollte er noch nicht. Auch wenn er dafür sorgen würde das sie ständig der Qual bewusst war.



    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    Nerfertiry nha Aoife - 05.04.2007, 18:22


    Chow hielt Nick am Arm fest.
    "Tu's Nicht. Du hättest keine Chance."
    Nick sah Chow schmerzverzerrt an.
    "Warum tut Er das? Warum erlaubt ihr es ihm? Sie wollte mich nur Retten und jetzt bestraft ihr Sie dafür."
    "Wir bestrafen Sie nicht dafür das Sie dich retten wollte. Im Gegenteil, hätte Sie dich nicht retten wollen, wäre Sie bereits tot. Tiger hat eine alte Rechnung mit ihr offen und würde Sie liebendgerne töten. Das einzige das Sie noch am Leben hält ist Nummer 1. Aus irgendeinem Grunde will Nummer 1 Siska retten. Nur ist Sie ebenfalls an ihr Wort zu Tiger gebunden."
    Nick seufzte und sah betrübt zu Boden. Chow holte ein Messer hervor.
    "Hilf mir Sie abzunehmen." sagte Chow.
    Nick hielt den Körper der Trill fest während Chow die Fesseln löste.

    Nummer 1 schloß ihr Terminal. Vor ihr stand eine junge Frau. Sie hatte das Kommando über ein Schiff der Rebellion. Es war eines der Defiant Klasse Schiffe, die die Rebellion gebaut hatte, seit Sie die Pläne der USS Defiant aus dem Spiegeluniversum kopiert hatten. Dieses Schiff war direkt der Side B unterstellt. Einer geheimen Basis der Rebellion, das bisher kaum jemanden bekannt war. Side B war im Inneren eines toten Planeten erschaffen worden. Eine 60 km dicke Mantelschicht schützte Side B vor der Entdeckung. Es gab nur zwei Stellen an denen man in diese Tiefe beamen konnte. Ein Projekt aus dem 23. Jahrhundert, dem Genesis Torpedo, hatte diese Höhle erschaffen. Somit war sie vollkommen Unabhängig. Unteridische Felder, sorgten für Nahrung. Es gab Flüsse und sogar Seen mit Wasser. Und es existierte sogar eine Art Mikrosonne als Energieversorgung, man hatte den Kern des Planeten angezapft.
    "Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Die letzten Bewohner dieser Kolonie werden in knapp einer Stunde ebenfalls hochgebeamt. Wir haben alle nach der Person die Sie suchen gescannt. Der dritte Attentäter befindet sich noch immer hier." sagte die junge Frau und beendete damit ihren Bericht.
    "Danke Tara. Habt ihr das Mädchen?"
    "Da, sie wird auf dein Zeichen zu euch gebeamt." sagte die junge Russin noch.
    "Gut das ist alles." sagte Nummer 1 und drehte dann ihren Stuhl außerhalb des Gesichtsfeldes der Russischen Kommandantin.
    "Daßwidanja!" sagte die Russin und verschwand in einem Flimmern als sich der Holoprojector ausschaltete.

    Nicklaas stand direkt neben dem Bett wo Siska lag. Er hielt ihre Hand und tupfte ihr Wasser über der stirn.
    "Warum könnt ihr Sie nicht gesund machen? Ihr hattet doch das Gegengift." fragte Er.
    "Das geht nicht. Wir haben nichts mehr von dem Gegengift und Nummer 1 würde es nicht zulassen." sagte der Trillarzt.
    "Die Straßen sind leer. Es ist keiner mehr da." sagte Chow als er zu Garren, Nick und Siska stieß. "Der dritte kann sicht verstecken. Wir brauchen nachher nur nach seinen Lebenszeichen zu suchen."
    "Wo sind alle hin?" fragte Garren.
    "Side B. Das erfahrt ihr später. Ich weiß auch nicht wo das ist und was."
    Nick tauschte die Tücher aus und nahm neue.



    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    Siska - 08.04.2007, 22:16


    Siska lag auf einer Barre in der Unterkunft ihrer Eltern, Garren Sanders ihr Arzt war bei ihr und überprüfte regelmäßig die Werte der Trill die sich mit Stunde zu Stunde verschlechterten. Betrübt hob er ihre Hand.
    „Freut mich dich wieder zu sehen Garren.“ eine bekannte Stimme weckte ihn aus seiner Trauer.
    „Kelby. Du bist also auch hier.“ der Trill seufzte leise und erhob sich, drehte sich zu seinem alten Bekannten.
    „Ich wusste dieser Tag würde kommen, Garren. Du warst noch nie ein Freund unserer Sache und wirst es auch nie sein.“ er ging langsam mit verschrenkten Armen auf den Arzt zu.
    Als Sanders versuchte auf sein Gewehr zu greifen, kam Kelby ihm jedoch zuvor.
    „Lass es besser sein alter Freund.“ bemerkte er kurz und bedeutete mit einem Kopfnicken auf Siska.
    „Überlass sie mir, ich bringe sie nach hause.“
    „Nein. Gerade kämpfe ich darum sie von der Droge zu befreiene und dieses Mal werde ich es durchziehen.“ der Trill Arzt stellte sich demonstrativ vor die Barre.
    Kelby schmunzelte wissend.
    „Die Rebellion hat bereits Michael auf den Gewissen, Siska zur Rebellin zu bekehren wäre einer der schlimmsten Fehler.“ er spielte mit dem Finger am Abzug und strich sanft über diesen.
    „Das hast nicht du zu entscheiden.“ zischte der Arzt.
    „Doch, das habe ich. Und nun lass mich zu ihr.“ Kelby ging auf die Beiden zu, das Gewehr immer noch im Hüftanschlag.
    „Niemals. Und auch für dich ist jetzt hier Entstadtion.“ der Trill lächelte.
    Wenige Sekunden später traf ihm ein Phaser Strahl. Chow klopfte Nick auf die Schulter.
    „Das Schießtraining hatte doch etwas genützt.“ ermunterte der Chinese den ehemaligen Sklaven.

    Der General schlug auf den Tisch. Der jüngere Offizier vor hin sprang erschrocken ein paar Meter zurück.
    „Ich will meine Tochter wieder haben. Koste es was es wolle. Ich brauche sie noch. Und SIE sind dafür verantwortlich dass sie sich in wenigen Tagen hier in diesem Büro befindet.“
    „Ja Sir.“ der Commander salutierte auf und machte eine Kehrtwendung, verschwand aus dem Büro.
    Kain lehnte sich gemütlich in seinem Sessel zurück und faltete die Hände, starrte auf den Monitor vor sich. Noch war sein Plan noch nicht ganz durchgedacht, doch er nahm Züge an die dem General gefielen und in dem Siska eine wichtige Rolle spielen würde. Doch dazu brauchte er sie.
    Erneut wurde der Summer betätigt.
    „Herein!“ brummte der Bajoranger.
    Michaels Vater betrat das Büro.
    „Gibt es Neuigkeiten von meinem Sohn?“ fragte dieser nur kurz.
    Kain schüttelte den Kopf.
    „Ich habe nun Kelby beauftragt dem Ganzen nachzugehen. Ich habe einen Plan, Sirain. Sollte dieser aufgehenm haben wir eine Sorge weniger.“
    „Was hast du vor?“ fragte der eher kleingewachsene Bajoraner und setzte sich seinem alten Freund gegenüber.
    „Wir werden die Rebellion mit ihren eigenen Waffen schlagen.“ Kain schmunzelte.

    Siska schwitze sehr stark und der Fieberwahn raubte ihr die letzte Kraft die sie noch besaß. Garren machte sich Sorgen. Der Zustand der Trill hatte sich stark verschlechtert. Er erschrak als er eine schwache zarte Hand an seinem Handgelenk spürte.
    „Siska..“ er schaute sie an.
    Ihre blutunterlaufenen Augen blickten zu dem Arzt auf, dann zu Nick.
    „Ich werde nicht sterben. Den Gefallen ...“ sie stockte kurz, „ werde ich Tiger nicht tun.“ sie lächelte gequält.
    „Kelby ist hier.“
    „Ich habe es mir fast gedacht. Wo ist er...“
    „Er liegt bewusstlos in einer Arrestzelle. Aber nun sschlaf wieder und spar deine Kraft. Wir werden bald au0er Gefahr sein.“
    Siska schloss wieder ihre Augen und hoffte das Garren die Wahrheit gesagt hatte.



    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    archantael - 12.04.2007, 12:14


    Es mochte sein das Tiger, sich an Siska rächen durfte. Solange er Sie nicht tötete, hieß das. Aber Kelby war ein anderes Blatt. Nummer 1 sah auf den Trill hinab. Sie war von ihm durch einer 9cm starken Platte aus transparentem Aluminium getrennt. Chow hingegen befand sich im gleichen Raum wie der Attentäter.
    Chow intensivierte den Schmerz.
    "Sie könnten ihn umbringen, wenn Sie so weiter machen." sagte Garren.
    Man sah das der Arzt mit Kelby mitfühlte. Auch wenn Garren andere Ziele hatte, wie sein Artgenosse. Sie waren immer noch beide Trill.
    Nummer 1 sah den Arzt abschätzend an.
    "Im Gegensatz zu Siska, brauche ich diesen Attentäter nicht. Daher ist es egal was wir mit ihm machen. Auch besitzt er keine Geheimnisse, die wir gerade Benötigen. Wenn er gebrochen ist und den Verstand eines kleinen Kindes besitzt, lasse ich ihn wieder frei. Bis dahin, darf Chow mit ihm spielen."

    Theresa sah auf ein Anzeigenfeld und las die Daten ab. Die Daten waren verbesserungen ihres ersten Maats. Die Genesis hatte wie auch andere Schiffe der Defiant Klasse eine Tarnvorrichtung. Und genau diese galt es anzupassen. Immerhin wollten Sie auch weiterhin vor der Allianz unsichtbar sein.
    Tara betätigte eine Ruftaste. Sie sagte nichts, aber Sie wußte das ihr erster Maat bald kommen würde. In der zwichenzeit ging Sie nochmals die Verbesserungen durch.
    Keine 5 Minuten später, öffnete Sich die Tür zu ihrem Quartier. Und herein kam ein etwas bulliger Kerl. Daher nannte man ihn auch Rhino. Er hieß Donovan. Der Rest des Namens blieb ein Geheimnis. Tara bezweifelte Manchmal sogar das Nummer 1 ihn kannte.
    "Ich hab mir deine Verbesserungen angesehen. Ich denke mit ein paar kleinen Modifikationen, können wir die einbauen. Gute Arbeit. Berat dich mit Big Freeze über den Einbau."
    Rhino grinste.
    "Hab ich schon Kapitan. Die Modifikationen sind in einer Stunde fertig."
    Die Russin grinste nun auch.
    "Gut wir bekommen wahrscheinlich nen Auftrag von Nummer Adin. Bis dahin muß die Genesis einsatzbereit sein."
    Rhino verbeugte sich kurz und verließ dann das Quartier der Russin wieder.

    Nummer 1 betrat das Quartier von Siskas Eltern. Sie hatte einiges mit der Attentäterin zu bereden.
    Und sie hatte ein Angebot, von dem Sie hoffte das Siska es freiwillig annahm. Wenn es zum Zwang kam, würde es das Ziel nicht ändern. Aber Sie bevorzugte nunmal den einfacheren Weg. Gerade eben hatte Sie dafür gesorgt, das Tiger eine Nachricht bekam. Wenn Sie Richtig lag. Würde diese Nachricht, Tiger ein wenig besänftigen. Vielleicht ließ er auch ganz von seiner Rache ab. Aber das war eher unwahrscheinlich.
    Nr 1 winkte Nick zu, er solle das Quartier verlassen. Er tat es, wenn man auch sah das er es unfreiwillig tat.

    Nicklaas verließ Siska. Er hatte Sie bewacht, damit Tiger ihr nicht schon wieder Schmerzen zufügte. Es hatte sich viel geändert seit Siska ihn von dem anderen Trill, diesem Tarses bekommen hatte. Er war aus der Sklaverei befreit worden. Und wurde nun von Chow ausgebildet. Der Chinese war ein echter Freund geworden. Und doch hatte Nicklaas immer noch Probleme Nummer 1 zu vertrauen. Die Frau war so undurchsichtig, das wahrscheinlich selbst ein Telepath, ihre Gedanken nicht hätte lesen können. Nicklaas wartete vor dem Haus.



    Re: Die andere Seite des Spiegels II

    Siska - 08.12.2007, 00:02


    Siska saß aufrecht im Bett, jedoch angelehnt mit dem Rücken zur Wand und ihre Hände krallten sich in die Decke ein. Ihre Knöchel waren weiß vor Anstrengung. Sie sah zu Nummer Eins die in der Türe stand und auf die Trill herab blickte. „Ich sehe dir geht es besser…“ sie lächelte sanft bei ihren Worten und schloss die Türe hinter sich, ging langsam auf das Bett zu. Die Trill blickte zur Seite, ihre Augen wurden glasig. „Ich bin nicht hier um dich für dein Vergehen zu bestrafen oder anderes. Ich bin hier um dir ein Angebot zu unterbreiten.“ Fiona setzte sich dabei an die Bettkante und legte ihre Hand auf die der Trill, diese sofort ihren Blick anhob. „Ich biete dir ein Leben in der Rebellion mit allen Freiheiten, dafür fordere ich jedoch eine Gegenleistung …“ sie unterbrach ihre Ausführung kurz. Siska`s Augen wurden größer und man erkannte die Überraschung die ihr in diesem Moment ins Gesicht geschrieben war. „Dafür verlange ich jedoch, dass du deine Tätigkeit als Killerin weiter durchführen wirst.“ Fionas Hand drückte die der Trill fest, die diese zurückziehen wollte. „Ja, ich will dass du dein Können weiterhin einsetzt, nur ohne die Drogen und für die Rebellion.“ Siska atmete tief durch, tat sich schwer die eben gehörten Sätze zu realisieren. „ Das würde bedeuten dass du mich ausnüchtern lässt nun?“ „Das dürfte eine logische Konsequenz dessen sein.“ Antwortete die Rebellenanführerin sofort und blickte in die Augen ihrer Gegenüber. „Du willst dass ich meinen Ziehvater töte.“ Warf die Trill sofort ein und ihr Blick wurde schärfer. „Ja, das will ich. Doch dafür gebe ich dir deine Freiheit, ein neues zuhause mit deiner wirklichen Familie und noch etwas…“ Fiona lehnte sich nach vor und küsste die Trill sanft, doch diese zögerte, erwiderte den Kuss dann jedoch ebenso sanft.


    Nummer Eins löste sich von der Trill und stand auf. „Ich gebe dir Zeit bis heute Abend 1800 Uhr . Dann will ich eine Entscheidung,“ Die Terranerin drehte sich um und ging zur Türe. „Warte.“ Sagte Siska fest. Fiona blieb stehen. „Wenn ich meinen Ziehvater töten muss, bedeutet dass ich zu ihm zurückkehren muss, was wiederum bedeutet dass ich früher oder später wieder der Droge ausgesetzt werde. Wie willst du verhindern dass ich mich der Droge wieder hingebe… das wäre ein Risiko.“ Die Stimme der Trill war fest, ihre Sinne schienen klar im Moment. Nummer Eins lächelte. „ Daran habe ich bereits gedacht. Wir können die Allianz mit ihren eigenen Mitteln schlagen. So wie die Allianz dir Ampullen in die Uniform eingenäht hat für den Notfall werden wir dir ebenso Ampullen einnähen nur mit einem Blocker der das Gift neutralisiert. Sozusagen ein starkes Gegengift. Es ist keine Absicherung, … doch.“ „Dieses Risiko werde ich eingehen.“ Antwortet Siska sofort. „Du nimmst also das Angebot an?“ fragte die Anführerin ruhig. Die Trill nickte. „Doch dafür habe ich noch eine Bitte…“ Fiona bedeutete fordernd eine Weiterführung ihres Satzes. „ Ich will Kelby noch einmal sehen.“ Die Terranerin nickte nur.


    Siska lag eingerollt wie ein Embyro in der Wandecke auf ihrem Bett. Knappe 24h waren seit Fiona`s Angebot vergangen. „Siska…“ sie hörte die Stimme Nicklass die sie begrüßte als sie die Augen öffnete und seufzte. Ihr Körper schmerzte noch immer. Ihre Hand zitterte als sie sich langsam aufsetzte und die Decke über ihren nackten Körper zog. „Ist alles ok mit dir?“ fragte er und blickte sie besorgt an. Die Trill nickte nur. Die Tür öffnete sich und Garren trat ein, sein Blick war streng und sein Ärger war deutlich für Siska zu spüren. „Wie ich sehe bist du eindeutig wieder bei Sinnen …“ er verschränkte die Hände und ging langsam auf das Bett zu. „Ja, es geht mir den Umständen entsprechend …“ antwortete diese nur ruhig. „Nummer Eins hat mir von ihrem Angebot an dich erzählt, und auch mir hat sie ein Angebot gemacht das ich ebenso wie du angenommen habe. Und ich werde dich dabei unterstützen …“ er warf ihr eine frische Uniformjacke der Allianz zu. Siska blickte diese verwirrt an. „Es sind Ampullen darin…“ „… nur darin ist der Blocker.“ „So ist es. Der Blocker löst den gleichen Anzeigeeffekt wie die Droge am Scanner aus, um deinen genauen Stand zu erhalten müssen sie dir jedoch Blut abzapfen. Versuche dies wenn möglich zu verhindern, wenn nicht, dann…“ Siska nickte nur verstehend. „Und nun zieh dich an.. ich soll dich zu Kerby bringen.“ Die Trill schob sich an die Bettkante und setzte ihre Beine auf den Boden. Sie knickte kurz ein, fing sich dann jedoch und begann sich ihre Uniform anzuziehen, legte jedoch den Kragen um. Garren trat an sie heran und setzte den Injektor an, dabei blickten sich beide in die Augen. Nicklass erhob und räusperte sich. „Gehen wir…“


    Als Siska den Verhörraum Kerbys betrat schien es diesem nicht besser zu gehen. Seine wässrigen Augen sagten mehr als tausend Worte. Er lag auf einer Matratze am Boden in der Ecke. Garren ließ sie los und sie kniete sich vor die Matratze nieder, legte ihre Hand auf Kerbys Schulter. Er drehte sich um und blickte nun tief in Siska`s Augen. „Es tut mir leid.“ Sagte er leise zitternd. „Was ..?“ fragte sie ruhig. „Ich konnte dich nicht zu deinem Vater zurück bringen.“ Die Trill schaute ihn ruhig an und legte die Hand auf seine Wange. „Ich komme schon zurück Kleiner, mach dir da mal keine sorgen.“ Kerby hob seine Hand und legte diese in Siska`s Nacken, drückte sie zu sich herunter und flüsterte ihr leise etwas ins Ohr. Die Augen der Trill wurden größer, ihre Hände ballten sich zu Fäusten. Sie löste sich von ihm und tat etwas bzw zeigte etwas, dass der Rebellion bisher fremd war an ihr. Sie gab den Trill einen Kuss auf die Stirn, deckte ihn zu und streichelte ihn kurz, erhob sich dann um zu gehen. Nachdem die Türe geschlossen war schauten sich die beiden befleckten Wesen an. „Er leidet stark unter dem Entzug…“ Garren nickte nur. „Was hat er dir gesagt?“ fragte er interessiert. „Ein Schiff wartet bereits auf ihn und mich. Sollten wir beide bis morgen abend nicht am Schiff sein wird dieses sich auf der Suche nach uns begeben. Ich muss zu Fiona und mit ihr reden. Die Chance muss ich nutzen…ich will diese Sache so schnell wie möglich hinter mich bringen…“



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