Kapitel 3: Sing it, Baby!

DIE FABELHAFTE WELT DER KINDER VOM SÜDERHOF....
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  • Forum: DIE FABELHAFTE WELT DER KINDER VOM SÜDERHOF....
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    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 30.03.2007, 10:13

    Kapitel 3: Sing it, Baby!
    "I hate this Croissantes!", fluchte Anne lauthals los.
    Die Fünf hatten sich in einem Café niedergelassen und nahmen dort ihr Frühstück zu sich. "Okay, also wir müssen nach London...", bemerkte Michl. "Jahh.. aber wie kommen wir rüber?!"



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 05.04.2007, 21:08


    "Die Sachlage sieht so aus.", began Tom. "Es gibt zwei Möglichkeiten von hieraus nach England zu kommen: Mit dem Flugzeug oder per Schiff. Da wir mit dem Auto unterwegs sind und uns außerdem 5 Flugtickets nicht unbedingt leisten können, kommt für uns nur eine Schifffahrt in Frage. Ich hab letztens gelesen, dass man von ´Le Havre´, in nur knapp 6 Stunden, direkt nach Portsmouth rüber fahren kann."
    "Wow, du bist aber ziemlich gut informiert.", lobte Josefin anerkenned, woraufhin sich ein geschmeicheltes Lächeln auf Tom's Gesicht bemerkbar machte.
    "Jaja, schon gut Romeo. Aber du scheinst was zu vergessen. So wenig Geld wir für Flugtickets haben, genauso wenig Geld haben wir für eine Schiffsüberfahrt!", trübte Felicitas aprupt die Stimmung, die nach Tom's Rede gerade so gut gewesen war.
    "Hmm..." seufzte Michl, und auch Josefin schloss sich ihm ratlos an.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 09.04.2007, 21:09


    "Okay", erholte sich Michl rasch aus seiner kurzen Schweigsamkeit, "unser Problem ist: Wir haben kein Geld!"
    "Ach, sieh an,...das hast du echt gut kombiniert.", sagte Tom sarkastisch, "Aber die Frage, Weichbirne, ist: Wie kommen wir an Geld?"
    "Vielleicht können wir ja unsere Eltern anrufen und sie fragen, ob sie uns etwas schicken können.", versuchte Josefin sich sogut wie möglich in die 'Krisen-Sitzung' mit ein zu bringen, doch stieß dabei leider auf wenig Zustimmung.
    "Ja, na klar! Warum denn nicht? Und dabei sagen wir ihnen einfach, dass wir gar nicht auf Klassenfahrt sind, sondern die Schule schwänzen, von der wir, nebenbei erwähnt, wahrscheilich alle fliegen werden, um in Frankreich einer Schatzkarte hinterher zu laufen, die wir wahrscheinlich eh nie finden werden...". Felicitas schien wie immer sofort in ihrem Element zu sein.
    "Naja, wenigstens wissen wir jetzt woher die Behauptung kam, du hättest ne' negative Weltanschauung.", erwiederte Tom matt, immernoch etwas erschlagen von Felicitas allgegenwärtigem Optimismus.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 09.04.2007, 21:17


    Auf dieser Worte hin machte Felicitas eine, für sie sehr ungewöhnliche, Geste, und streckte Tom die Zunge entgegen. "Bääh", sagte sie, und nachdem keiner etwas entgegen setzte, wandte sie sich wieder Michl zu. "Also, Schätzchen, ich weiß ja nicht, wie du das siehst, aber normale Kinder - untschuldige diese Ausdrucksweise - ARBEITEN um Geld zu verdienen! Das beudeutet?!", sagte sie und stellte dabei diese geschickte rhetorische Frage. "Wir gehen arbeiten!", seufzte Michl und Felicitas nickte übertrieben freudig. "Hey, fast richtig! ERSTMAL müssen wir uns dazu einen Job suchen, aber du warst nah dran... hast du gestern Colambo geschaut, oder woher kommt dieses plötzliche, überaus intelligente Gespür für mysteriöse und unlösbare Fälle?"



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 09.04.2007, 21:37


    "Wie soll ich das denn bitte geguckt haben? Wir waren doch im Park...mensch....". Michl schien, wie öfters, mal wieder eine lange Leitung zu haben, was ihm prompt ein "Vollidiot!" von Tom einbrachte.
    "Jetzt lasst doch mal Michl in Ruhe. Wir müssen uns um wichtigere Dinge kümmern!". Josefin spielte wieder einmal den Samariter und rettet Michl aus seiner 'missligen' Lage.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 09.04.2007, 22:34


    Nachdem sie alle zuende gefrühstückt hatten, machten sie sich auf die Suche nach netten und gut-bezahlten Aushilfsarbeiten - oder wie sie's offiziell nannten: Ferienjobs!
    Es wurde viel gesucht, geblättert und gefragt, doch so einfach wie die Fünf es sich vorgestellt hatten, schien es nicht zu werden. Die meisten Franzosen waren sofort abgeneigt, als sie merkten, dass die jungen Arbeitsuchenden Ausländer waren, und zu allem Übel sogar noch Deutsche. Und wenn ihnen jemand tatsächlich mal nicht die Tür vor der Nase zu schlug, dann hatte er meist nur eine Stelle frei. So würden sie nie an genug Geld ran kommen...
    Der Tag näherte sich seinem Ende entgegen und die letze Station auf ihrer, bis hierhin fruchtlosern Suche, war eine kleine Nacht-Bar, im Zentrum von Paris.
    So standen sie also an der Theke und hofften darauf, hier ihr Glück zu finden.
    "Qu'est-ce que peut-il être?", fragte der Bar-Keeper, der wie aus dem Nichts auf einmal hinter dem Thresen stand.
    "Na los, Michl", stubste Felicitas Michael an, dem es vor Schreck kurz die Sprache verschlagen hatte.
    "Oh..jaja..klar..hmm", räusperte sich Michl, bevor er dann began. "Nous sommes pour la visite en France et en ce moment à la recherche de quelques travaux. Ainsi, nous voulions demander s'ils n'avaient pas, peut-être, un peu travail pour nous?"
    "M'est dommage, mais actuellement nous ne pouvons utiliser personne ici. Au contraire : A présent nous devons licencier même des gens!
    Mais je peux vous donner un tuyau si vous voulez. Dans les villes de côtes on cherche toujours des serveurs ou les autres aides de café. Maintenant en été le plus. Beaucoup de succès!"
    "Okay, das war mal wieder ein Schuss in den Ofen.", sagte Tom zähneknirschend.
    "Vielleicht sollten wir einfach auf ihn hören. Ich mein, wir müssen sowieso irgendwann an die Küste, wenn wir mit dem Schiff von Le Havre nach England rüber wollen. Lasst uns doch jetzt sofort hinfahren und dort unser Glück versuchen.", schlug Josefin vor und Michl war sofort von dieser Idee mehr als begeistert: "AUF NACH LE HAVRE!"



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 10.04.2007, 15:17


    Mit dem Auto dauerte es gut 2 Stunden von Paris nach Le Havre und auch wenn jede Autofahrt mit Michl ein kleines Abenteuer war, waren sie den Umständen entsprechend gut gelaunt.
    Josefin hatte sich von der Seine gefangen nehmen lassen, und schien nichts anderes als den Fluss zu registrieren.
    Als Tom nach links abbog, und man die Seine nicht mehr sehen konnte, hörte man ein leises Seufzen vom Beifahrersitz, auf dem Josefin saß, allerdings sagte niemand was.
    Sie fuhren so weit es ging an den Strand heran, dann stiegen sie aus und sahen sich um. "Wohin wollen wir gehen?", fragte Tom an die andern gewandt und sah in alle Himmelsrichtungen. "Hey, look! Thats a cafe, isnt it?", fragte Anne in die Runde und die andern sahen in die Richtung, in die ihr Finger zeigte.
    "Ja.. ich glaube auch!", stimmte Felicitas ihr nickend zu und so machten sie sich auf den Weg.
    Doch auch hier sollten sie kein Glück haben. Allerdings erzählte ein Kellner ihnen, dass in der Nähe in einer Bucht eine kleine Bar aufgemacht hatte, und sie dort sicherlich noch jemanden suchten.
    Also suchten die 5 erst einmal die Bucht. Die fanden sie dann auch, und kletterten nach unten. "Wir hätten auch einfach da lang gehen können", meckerte Felicitas. "Jahh.. aber es hätte länger gedauert!"
    "Bäh, Tom, als wenn uns jemand den Job klauen wollte!"
    Unten angelangt reichte Tom Josefin die Hand um ihr herunter zu helfen. "Warum trägst du sie nicht gleich?", kam prompt die Frage von Felicitas, die Tom aber nur mit einem Schnauben quittierte.
    "Wow.. ist das schön hier", merkte Josefin an und auch die andern waren einige Minuten still um den Ausblick zu genießen. Die Bucht hatte in der Mitte eine große steinernde Plattform, um die herum türkis-blaues Wasser hin und her floss. Die Sonne hüllte alles in orange-rotes Licht.
    Auf der Plattform war die Bar, die sie suchten, und eine Brücke, die hinüber führte.
    Sie gingen hinüber und sahen sich nach jemandem um.
    "Qu'est-ce que vous faites déjà ici? Est-il déjà si tard?", fragte ein Mann, der gerade auf sie zu gelaufen kam hektisch.
    "Ces't huit heures et demi."
    "Déjà?", sagte er und seufzte, "M'est dommage, mais je n'ai pas de temps. J'ouvre déjà à 10 heures, et je dois encore préparer beaucoup. Vient, pourtant, plus tard encore!", mit diesen Worten wollte er schon an ihnen vorbeiflitzen, doch Michl sprach einfach weiter und der Mann blieb stehen. "Avez-vous peut-être besoin de l'aide? Nous sommes de toute façon à la recherche de quelques travaux!"
    Die Augen des Mannes wurden groß und er nickte heftig. "Oui, je peux bien utiliser votre aide!"
    Und so teilte er Ihnen die Jobs zu, für die sie ihm geeignet erschienen. Josefin und Anne durften sich als Kellner/innen beweisen, Tom durfte sich dank seiner Erfahrungen an der Bar seiner Vaters als Barkeeper nützlich machen und Felicitas und Michl wurden in die Küche geschickt. Felicitas schnaubte, beschwerte sich aber nicht.
    "Wie wollte er das denn alles alleine schaffen?", fragte Tom grinsend, aber obwohl der Mann ihn nicht verstand, lieferte er gerade die Antwort.
    "Ainsi beaucoup de gens s'arrêtent, à cause de la maladie.
    En outre," sagte er und seufzte, "C'est le premier jour auquel j'ouvre, et jusqu'à présent, je simplement n'ai pas trouvé beaucoup de gens. C'est bien que vous pouvez remplacer!"



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 12.04.2007, 15:12


    Da alle fleißig mit angepackt hatten, um die letzten Vorbereitungen zu treffen, gelang es Ihnen die Strandbar pünktlich um 10.00 Uhr zu öffnen.
    "Damn, we're looking like...what is it called?...oh, yeah: Das doppelte Lottchen!", beklagte sich Anne, als sie Josefin und sich selbst begut achtete. Monsieur Ludo, der neue Chef der Bande, legte sehr viel Wert auf das Erscheinungsbild seiner Mitarbeiter, so erhielt jeder der Fünf die passende "Arbeitskleidung". Anne und Josefin, Kellnerinnen ihrerseits, waren beide in schwarze Röcke und weiße Blusen eingekleidet. Als Krönung hing jeweils eine schicke schwarze Krawatte um ihren Hals. Bei Tom sah das ganze sehr ähnlich aus, außer das er Anstellle des Rocks eine schwarze Stoffhose trug.
    Doch nur Michl und Felicitas hatte es wirklich schlecht getroffen. Michl stand an der Schwingtür, die zur Küche hineinführte, und zupfte leicht verunsichert an seiner Kleidung herum. Er trug eine weiße Hose kombiniert mit einem weißen Hemd, was beides viel zu groß für ihn war, und hatte einen kleines rotes Tuch um den Hals gebunden. Auf seinem Kopf ragte ein riesengroßer weißer Hut, der ihn mehr wie einen Konditor ausehen ließ, als einen Küchenjungen.
    "Haha...du siehst echt zum wegschmeißen aus", sagte Tom unter Lachern.
    "Ach, hör nicht auf ihn. Du siehtst super-süß aus!", grinste Josefin freundlig.
    "Sagt mal,...where is Felicitas? She didn't come out, yet...".
    Wie auf Kommando, schwang (schwung? xD..kp^^) mit einem lauten Knall die Tür auf, und Michl konnte sich nur haarscharf in Sicherheit bringen. Eine fluchende Felicitas, genauso gekleidet wie Michl, kam zum Vorschein.
    "Ich fass es nicht, ich seh aus wie ein Clown. Jetzt fehlten nur noch die riesigen Schuhe und eine Blume aus der Wasser spritzt. Welcher Idiot lässt sich denn sowas einfallen?, sagte sie wütend, "Und ich dachte nur Tom hat einen Geschmack wie ein Wildschwein...Jetzt seh ich ja genauso aus wie er..."
    "Tja, willkommen im Club!", schnaubte Tom und schenkte ihr einen vernichtenden Blick.
    Doch eher wieder einer von Tom's und Felicitas' berühmten Schlagabtauschen beginne konnte, hörte man die ersten Gäste kommen. Eine Gruppe junger Franzosen machte es sich auf der Terasse gemütlich, und gab so den Schatzsuchern den Anpfiff mit ihrer Arbeit zu beginnen.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 12.04.2007, 16:11


    Es war nun gut eine Woche vergangen, seitdem die Fünf in der Strandbar angefangen hatten. Alles lief ziemlich super für sie. Der Job machte ihnen Spaß und das sie, bis auf Michl, alle nicht wirklich gut französisch sprachen, stellte auch kein Problem dar, denn viele Franzosen konnten einigermaßen gut englisch, und selbst wenn nicht: Es waren zur Not immernoch die Hände und Füße da.
    Zu ihrem Glück war hinten im Lagerraum viel Platz, sodass sie es geschafften hatten, mit ein bisschen Charme und Überredungskunst, ihren Chef davon zu überzeugen, dass es das beste wäre, wenn sie dort schlafen könnten.
    Monsieur Ludo war am Anfang etwas skeptisch gewesen, doch dachte daran, dass so ständig jemand die Bar im Auge hatte. Wenn es tatsächlich einen Notfall geben sollte, so wären sie sofort zur Stelle. Außerdem würden sie so morgens nie zu spät zur Arbeit kommen.
    Für die Fünf war der Hauptgedanke gewesen, dass sie so keine Kosten für eine Herberge hatten und somit schneller das Geld für die Reise zusammensparen konnten.
    Der Laden war zwar erst neu eröffnet worden, doch boomte er sofort. Je wärmer es von Tag zu Tag wurde, desto voller wurde die Bar. Denn was sie anderen normalen Cafe's vorraus hatte war, dass hier die Möglichkeit bestand, sich im kristallklaren Wasser von der Hitze abzukühlen, oder sich einfach am Strand zu vergnügen.
    Und auch heute war wieder ein sehr warmer Tag gewesen.
    "Zwei Sex on the Beach für Tisch 7 und einen Virgin Strawberry für Tisch 11.", schnaufte Josefin. Ja, heute war definitiv wieder ein sehr anstrengender Tag.
    "Ich bin noch nicht mal mit der letzten Bestellung fertig!", sagte Tom und klang dabei ziemlich panisch.
    "5 Coke's, 1 Mai Tai, 2 Ice-Tea's and 4 beer!". Anne stand am Thresen und guckte Tom erwartungsvoll an.
    "Warum guckst du denn so? Ich kann das doch nicht sofort schon fertig haben?!"
    "Nope, but the drinks I ordered 10 minutes ago!". Tom's Gesichtsfarbe wechselte zu einem matten weiß und der Schweiß der sich auf seiner Stirn bildete war ein sicheres Zeichen dafür, dass er sichtlich überfordet war.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 12.04.2007, 18:57


    "Hee", machte Felicitas dumpf und stubste Tom an. "Was ist? Was machst du hier draußen? Du darfst dich mit diesen Klamotten doch nicht vor den Gästen blicken lassen", sagte er und grinste endlich mal wieder. "Ha. Witzig, wirklich witzig. Aber es scheint, als habe heute keiner Hunger. Kein Wunder, es ist so heiß, da wollen die lieber was trinken. Kannst du mir ´ne Cola machen?"
    "Wie du eben selbst gemerkt hast, wollen alle was trinken!", schnaubte Tom und Felicitas sah Josefin und Anne heftig nicken. "Moment", seufzte sie und lief wieder zurück in die Küche. "Michl - dreh - dich - um!", war das einzige was Tom von draußen hören konnte. Kurze 5 Minuten später stand Felicitas fertig umgezogen vor ihm.
    "Ich helf dir!", kam es von ihr und sofort wiederholte Anne "ihre" Bestellung: "5 Coke's, 1 Mai Tai, 2 Ice-Tea's and 4 beer!"
    Felicitas bemühte sich, Tom zur Hand zu gehen und gemeinsam waren sie um einiges schneller.
    "Also.. was willst du?", fragte Tom nach einer Weile und musterte Felicitas spitzbübisch.
    "Huh?"
    "Na.. du hilfst mir. Du hilfst nie Menschen, wenn sie Hilfe brauchen. Du würdest nicht mal einer alten Dame über die Straße helfen, selbst wenns deine eigenen Oma wäre!" Tom grinste sie an und wartete auf Feli´s Konter.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 18.04.2007, 20:25


    Feli, wie Michael sie getauft hatte, (Sie konnte es eigentlich nie ausstehen wenn sie gemand so nannte, doch bei Michael machte sie eine kleine Ausnahme, obwohl sie es nie wirklich zugebe wollte...) sah ihn an.
    Sie legte ihre "typisch-Felicitas" - Miene auf, blinzelte kurz und setzte gerade zum Sprechen an, als ein lautes Poltern ihre Absichten verhinderte. (haha....haha...haha xD)
    "Nachher", flüsterte sie missmutig zu Tom, sichtlich sauer das sie nicht ihre Gelegenheit bekam den Kommentar, der ihr gerade so schön auf der Zunge lag, zu äußern.
    Monsieur Ludo hatte krachend eine riesen Kiste auf dem Thresen abgeladen und stand nun an die Bar gelehnt, bemüht, den Schweiß der ihm wie aus Eimern von der Stirn lief, weg zu wischen.
    Josefin schaute in den Karton und stellte fest, dass er, neben anderen Utensilien, mit Flyern, CD's und Mikros gefüllt war. Auch Tom, der einen kurzen Blick erhaschen konnte, schaute sichtlich verwundert.
    "Est-ce que vous avez....äh...äh", stotterte er, ratlos, vor sich her.
    "Na, hat's dir die Sprache verschlagen? Also, ich würd' dir ja echt gerne helfen, aber du weißt doch: Ich helf nicht mal meiner eigenen Oma über die Straße!", grinste Felicitas schadenfroh.
    Selbst wenn sie wollte, könnte sie ihm nicht helfen, denn die Französische Sprache war für sie, genau wie für die anderen, einfach eine Nummer zu hoch. Doch das musste sie Tom ja nicht unbedingt auf die Nase binden.
    "MICHAEL!", schrie dieser nun frustriert und eine Milli-Sekunde später lugte ein Kopf aus der Küchentür, der nach etwas genauerem Hinschauen dann schließlich doch Michl zu zuordnen war.
    "Du bist doch hier der Französisch Experte. Frag ihn mal was er mit dem Zeug in der Kiste vor hat!"
    "Oh, ich soll dir helfen? Das mach ich doch gern..", erwiedert Michl, und Tom konnte das Gefühl nicht loswerden, dass in dem Tonfall ein kleiner Seitenhieb steckte.
    "Monsieur, wozu sind die Sachen in der Kiste?"
    "Die Sachen", antwortet Ludo, der die ganze Zeit gebannt zu den 5 Jugendlichen geschaut hatte, "sind für einen Singwettbewerb der in 3 Tagen hier statt finden wird. Der Laden läuft zwar gut, aber ich dachte mir so eine kleine Showeinlage würde bestimmt noch mehr Gäste anlocken. Außerdem macht es auch einfach tierisch Spaß!", beendete er mit einem Zwinkern.
    Nachdem Michl den Übersetzer gespielte hatte, machten viele Aufschreie die Runde. Josefin, Anne und Michl freuten sich wie ein Flitzebogen, während Tom und Felicitas eher seufzten, ihr Schicksal für Besiegelt haltend.
    Monsieur Ludo beauftragte Michl, doch schon mal erste Vorbereitung zu treffen und bei ihrem Getränkelieferanten gleich die dreifache Menge zu bestellen. Josefin und Anne sollten dafür sorgen, dass die Flyer unter die Leute kamen.
    Nachdem er die Aufgaben erteilt hatte, machte sich Ludo, mit seinem permanent klingenden Telefon auf dem Weg zu seinen nächsten Terminen.
    "Wie cool!", sagte Josefin plötzlich. Sie hatte gerade begonnen die Flyer aus der Kiste zu holen.
    "Was denn?", fragten alle neugierig.
    "Die ersten 3 Plätze bekomme als Gewinn einen Geldpreis!"
    "Auch wenn man mir eine Millionen bieten würde: Ich würd so einen Schwachsinn nie mitmachen!", sagte Felicitas, leicht angewiedert. "Also los, lasst uns weitermachen."
    Und so gingen alle wieder an ihre Arbeit und Josefin und Anne machten sich auf den Weg zu ihren Gästen, mit den Flyern bewaffnet.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 20.04.2007, 20:35


    Nachdem der harte Arbeitstag zuende gegangen war, beschlossen die 5 Amigos ihren verdienten Feierabend in dem nächst gelegenen Club zu verbringen.
    Der war auch nicht weit entfernt und trug den Namen "Downtown Diamonds".
    Die 5 setzten sich an einen der freien Tische in der Nähe der Tanzfläche. Nachdem sie ein paar Bier intus hatten, war dann auch die Stimmung sehr ausgelassen.
    "Diese Bier ist grausam!", sagte Anne nach einer Weile und rümpfte die Nase. "Was hab ich auch von einem französischem Club erwartet".
    "Schau mal, Michl, das braunhaarige Mädl da vorne schaut die ganze Zeit zu dir rüber!", grinste Felicitas, Annes Kommetar geschickt ignorierend.
    "Welche?", fragte er begeistert und sah sich schnell um, wobei er sein Bier umwarf und es klirrend auf dem Boden landete.
    "Die, die sich jetzt angewiedert wegdreht!", stellte Tom mit Vergnügen fest.
    Michl schob die Unterlippe nach vorne und schmollte. "Ohhh", ging durch die Runde, bis es bei Michl angelangte, der sofort zu grinsen begann.
    "Michl kuschelt eh lieber mit blonden Mädels!", fügte Tom noch hinzu und warf einen provozierenden Blick in Felicitas Richtung.
    Noch bevor Felicitas ihm eine vernichtende Antwort geben konnte, sprang Josefin auf. "Ich auf Toilette!", teilte sie den andern mit, und sah die Mädels auffordern an.
    Die Zwei erhoben sich auch direkt und folgten ihr in Richtung Toilette.
    Zu dritt blockierten sie schließlich die Spiegel auf der Toilette und Anne ergriff die Situation um nach Neuigkeiten zu fragen. "Und, läuft da was zwischen euch?", fragte sie an Felicitas gewandt und die zuckte mit den Schultern. "Mit mir und wem?", fragte sie verständnislos.
    "Mit dir und Michl natürlich!", antwortete Josefin und Felicitas tat erschrocken. "Nein, wie kommt ihr denn da drauf? Das ist doch völliger blödsinn!"
    "Wirklich?"
    "Da läuft nichts!"
    Doch als Felicitas merkte, das die andern beiden ihr nicht glaubten, suchte sie schnell den Weg zurück an den sicheren, vor Ausfragungen befreiten, Tisch.
    Sie kam als erste wieder bei Tom und Michl an und sah, das die beiden gerade neue Getränke für sich bestellt hatten.
    Einige Sekunden später kamen Josefin und Anne grinsend auf den Tisch zu, jedoch wurde Josefin von einer fremden Hand aufgehalten.
    Er lallte sie auf Franzözisch zu und zog sie dann mit sich. "Hee!", rief sie und versuchte ihren Arm loszureißen. "Hör auf damit!", sagte sie, doch der Franzose schien sie nicht zu verstehen und es interessierte ihn auch nicht so Recht.
    "Hey!". Nun sprang Tom von seinem Stuhl und kam Josefin zu Hilfe geeilt.
    "Lass sie los!"
    Der Franzose verstärkte nur seinen Griff und ging weiter.
    Tom hielt in an der Schlulter fest und drehte ihn zu sich um.
    Wütend holte der Franzose mit seiner freien Hand aus und zielte in Toms Gesicht. Er traf Toms Nase, aber Tom schien es nicht sonderlich weh zutun Er verzog bloß sein Gesicht zu einer wütenden Fraze und Felicitas sichtete das unangetastete Getränk von ihm. "Jetzt wirds blutig!", sagte sie grinsend an Michl gewandt und zog Tom´s Getränk zu sich. Dann beobachtete sie das Geschehen weiter.
    Tom holte nun seinerseits zum Schlag aus und traf den betrunkenen Franzosen direkt im Gesicht.
    Dieser taumelte bei der Kraft dieses Schlages einige Schritte nach hinten und lies Josefin los - die direkt an Toms Seite flüchtete.
    Der Franzose rief etwas, was keiner von ihnen verstand und kurz darauf standen mehrere wütende, großgebaute Männer vor Tom.
    Freunde des Franzosens.
    "Weg hier!", sagte Anne und alle drehten sich zur Tür. Nur von Felicitas hörte man ein "Momentchen!" Sie schlurfte den letzten Rest "ihres" Getränks und nickte dann. "Jetzt können wir!"
    Mit diesen Worten verließen die Fünf den Club und die Freunde des Franzosens bekamen sie nicht in die Finger.
    "Felicitas!", rief Tom wütend. "Was sollte das?" Felicitas grinste dümmlich. "Wasn?"
    "Sie hat zu viel getrunken!", beschwichtigte Michl Tom und dieser schnaubte nur.
    Schweigend machten sie sich auf den Weg zurück zu ihrem Schlafplatz.


    Erschöpft setzten sie sich auf ihre Matrazen. Tom, dessen Nase mittlerweile stark blutete, fuhr sich mit einem Taschentuch über diese.
    Als er merkte, das es nicht wirklich etwas brachte, seufzte er und ignorierte das Blut sowie den Schmerz.
    "Oh Gott, Tom!", quitschte Josefin und kam zu ihm gelaufen.
    "Gehts dir gut?!", fragte sie und er nickte nur. "Ich frag mich", beginn Felicitas irre grinsend, "wies dem Franzosen jetzt geht!", und entlockte Tom damit ein kleines Lächeln.
    "Das ist nicht witzig!", meinte Josefin und schickte sie los, um warmes Wasser und einen Waschlappen zu suchen.
    "Lass ihn doch verbluten!", sagte Felicitas, wurde aber ignoriert!
    "Mir gehts gut!", wiederholte Tom, aber sie störte sich nicht daran.
    Kurz darauf kam Felicitas wieder und reichte Josefin Wasser und Waschlappen. "Du musste den Kopf nach hinten legen, damit die Blutung aufhört!"
    Tom tat wie ihm geheißen und so begann Josefin mit der Verarztung. Die Blutung stoppte bald und Josefin entfernte das alte Blut.
    "Danke", nuschelte Tom und Josefin strubbelte ihm durchs Haar.
    "Eigentlich muss ich dir ja danken!", sagte sie und schenkte ihm ein Lächeln. "Jaja, wir müssen alle irgendwem danken! Vor allen Dingen Gott, weil er uns zusammen gebracht hat!", rief Felicitas müde und warf sich auf die Kissen. "Lasst uns doch endlich schlafen!"



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 22.04.2007, 15:27


    Doch Felicitas' Wunsch war nicht von all zu langer Dauer gewesen, denn schon mit dem ersten Wecker-Klingeln war es Zeit zum Aufstehen.
    Ein neuer, langer Arbeitstag war nun offiziell angebrochen.
    "Halt doch endlich deine große, fette Klappe!", hörte man Felicitas wehleidig sagen, als sie den Wecker auf den Boden schmiss.
    Der gestrige Ausflug hatte bei allen Fünf deutliche Spuren hinterlassen.
    Tom's Nase konnte sich nicht ganz entscheiden und hatte so ihre Farbe über Nacht zu einem Gemisch aus Blau, Gelb, Violet und noch etwas anderem, undefinierbarem, gewechselt. Felicitas war, wie man sehr schnell merkte, stark verkatert und somit noch unberechenbarer als sonst.
    Und der Rest der Truppe war, wie die anderen beiden auch, einfach nur hundemüde.
    "Sagt mal, können wir heut' nicht blau machen?", fragte Tom, fast schon flüsternd vor Erschöpfung.
    "GOTT! Jetzt hör doch auf so zu schreien!", beklagte sich Felicitas und presste sich ihr Kopfkissen gegen die Ohren.
    Tom guckte verwirrt und sah abwechselnd zwischen Felicitas und den anderen hin und her, entschied sich dann aber letztendlich doch dafür, Felicitas zu ignorieren.
    "Wir müssen auf jeden Fall arbeiten gehen. Wir dürfen unser Ziel nicht aus den Augen verlieren!", sagte Josefin bestimmend, "Und ich bin mir sicher, dass es bestimmt lustig wird."
    Das sahen die anderen zwar ganz anders, aber was sollte man Josefin's positiver Art schon entgegen bringen.


    Ich weiß nicht ..ich hab einfach mal was geschrieben ^^....naja...blaaa



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 27.04.2007, 13:24


    So mussten sie Gläser wegräumen, wischen, ausschenken, Flyer verteilen, Bestellungen annehmen und manchmal etwas zu Essen zubereiten.
    Trotz ihrer Müdigkeit bekamen sie das alles ziemlich gut hin, doch trotzdem trat der Chef irgendwann ins Geschäft und wunk er sie alle an den Tresen. Er betrachtete sie alle unheilvoll.
    "Meine Kellner sind wieder gesund geworden. In der Küche, das schaff ich jetzt wieder alleine. Und es hat sich ein professioneller Barkeeper gemeldet. Es tut mir Leid, Kids, aber ich kann euch nicht länger beschäftigen. Heute noch, aber morgen müsst ihr nicht mehr kommen"
    Michl sah ihn geschockt an, und übersetzte es dann auf Deutsch. Nach ein paar Minuten begann Tom zu reden: "Können wir denn dann immer noch hier schlafen?", fragte er und wartete. Felicitas stubste Michl in die Rippen und der begriff, und übersetzte. "BLABLABLA" (xD sry^^)
    Der Bar-Besitzer schüttelte verneinend den Kopf.
    Nachdem sie der Entschuldigung vom Besitzer zugehört hatten, meckerten sie den restlichen Tag und auch noch am Abend, über die neuen Geschehnisse.
    Bei der Arbeit zu meckern machte sie auch wieder ein wenig wacher, und als sie endlich fertig waren, liefen sie an den Strand - völlig munter.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 28.04.2007, 17:52


    Es war ein sehr schöner vollmondiger Abend, man hörte das einschläfernde Rauschen des Meeres und so wurden sie nach einer halben Stunde doch endlich wieder schläfrig.
    Ihr Auto hatten sie nicht weit von dem Strand entfernt auf einem Hügel geparkt, und so machten sie sich auf den Weg dorthin.
    Nur Anne war schon so müde, das sie wieder schlafen wollte und sie legte sie auf den Rücksitz und war in kurzer Zeit eingeschlafen. Josi und Tom machten es sich auf der Motorhaube bequem und Felicitas setzte sich aufs Dach. "Was los, heulst du den Mond an?", fragte Tom sie und grinste sie an. Felicitas starrte ihn eine Sekunde an, dann stand sie auf und begann laut zu heulen.
    Tom besah sich die Himbeere in seiner Hand, mit der er eigentlich gerade Josi füttern wollte, besann sich dann jedoch anders und warf sie gegen Felicitas Kopf.
    "Hey! Hör ma auf!", sagte Felicitas, grinste aber heimlich.
    "Wo ist eigentlich Michl?", fragte Josi um die Situation zu beschwichtigen.
    "Ich bin hier!", hörten sie Michl unterhalb des Hügels rufen. Er kam herauf und grinste sie schief an.
    "Was hast du gemacht?", fragte Tom.
    "Ich sammel Muscheln!", sagte er begeistert und hielt ein paar davon nach oben.
    "Wow die sind aber schön", sagte Josi und Michl kam stolz auf sie zu, um ihr eine davon zu schenken.
    Begeistert umarmte Josi ihn und Michl wurde leicht rot um die Nase.
    "Das sind doch nur so blöde Muscheln! Jedes Kind kann die sammeln!", sagte Tom genervt, woraufhin Felicitas zu lachen begann. "Is ja etwa wer eifersüchtig?!", fragte sie grinsend und Tom wurde ebenfalls rot, schüttelte aber böse den Kopf.
    "Ich kann auch Muscheln sammeln!", sagte er und Felicitas hob die Augenbraun.
    "HATSCHI!"
    "Gesundheit!", murmelte Felicitas und Josefin reichte ihm ein Taschentuch. "He.. was is das?", fragte Michl interessiert und wollte weitersprechen, aber Tom unterbrach ihn. "Ein Taschentuch, Saftbirne!"
    Michl ignorierte ihn und hob den Zettel, der Josefin aus der Tasche geglitten war vom Rasen auf.
    "Das ist nur der Flyer für den Wettbewerb", meinte sie gleichgültig.
    "Ich kann immernoch nicht fassen, das er uns einfach rauswirft!", sagte Tom in einem Anflug von Wut.
    "Was machen wir denn jetzt wegen dem Geld? Ich mein, dass was wir bisher verdient haben reicht noch nicht. Und wir haben nicht mal mehr eine Unterkunft!", fragte Josi.
    "Wir verkaufen Tom einfach als Call-Boy", kam es von oben. "Obwohl... den kauft doch eh keiner! Wir können ihn aber auch verkaufen, wenn ihr wollt... dann müssen wir für Einen weniger zahlen!"
    "Oder wir verkaufen einfach Felicitas", versuchte Tom zu kontern, bekam aber von allen umstehenden und umsitzenden nur ein "Ohhh" und "Wie kreativ" und "Wie schlagfertig!".
    Er wollte seinen ersten Gag erst verbessern, entschied sich dann aber anders und streckte Felicitas einfach die Zunge heraus.
    Nach einer Weile grinste Michl. "Oder...", begann er und wedelte mit dem Flyer vor den Augen der Andern.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 08.05.2007, 17:23


    "NIEMALS!", winkte Tom, der gleich geschnallt hatte worauf Michl hinaus wollte prompt ab.
    "Ich kann kaum fassen das ich das jetzt sage, aber 'Mr. Schlagfertig' hat Recht". Felicitas schloss sich sofort Tom' Aussage an, was wirklich nicht oft passierte. "Ich mache auf keinen Fall bei so einem lächerlichen Wettbewerb mit! Eher lass ich mich wirklich verkaufen".
    Bei dem letzen Satz grinste sie provozierend in Tom's Richtung, was dieser nur mit einem bösen Blick quittierte.
    Josefin, die nach erster Unklarheit endlich verstanden hatte worum es ging, schien ganz begeistert von Michl's Idee.
    "Ach kommt schon, das wird bestimmt toll. So können wir vielleicht an Geld kommen - und außerdem macht's unheimlich Spaß!"
    Michl nickte aufgeregt, froh das ihm endlich jemand zustimmte.
    "What's gonna be fun?", kam es von hinten und die 4 drehten sich ruckartig um. Anne, die in der Zeit wieder wachgeworden war, machte sich gerade darauf vom Rücksitz zu klettern und sich zu den Anderen zu gesellen.
    "Ich dachte du würdest schlafen? Du warst doch so müde?", fragte Josefin verwundert.
    "Yeah, but I couldn't...it smells! Diese fränzösische Luft is terrible! The air in the USA is so much better..."
    Felicitas verdrehte nur genervt die Augen. Manchmal war Anne's Affinität echt anstrengend.
    Doch Anne schien Feli's "Kommentar" nicht mitbekommen zu haben, so kam sie einfach zu ihrer ersten Frage zurück: "So, again...What's gonna be fun?"
    "Ich hatte die Idee das wir an dem Karaoke-Wettbewerb in der Bar teilnehmen, um uns das noch fehlende Geld zu besorgen."
    "No way!"
    "Hah!", rief Feli aufgebracht von oben. "Seht ihr, ich sag's euch doch. Ich wusste doch immer das Anne ein kluges, nettes, anständiges junges Mädchen ist", hing sie in einem zuckersüßen Ton an, welcher schnell Früchte trug, denn Anne schenkte ihr ein kleines, geschmeicheltes Lächeln, während Tom sie von unten nur breit angrinste.
    "Okay, warum stimmen wir nicht einfach demokratisch ab?", fragte Josefin, immernoch nicht die Hoffnung aufgebend das jemand vielleicht noch seine Meinung ändern würde. "Ich fang an: Dafür! Michl? Dafür oder Dagegen?"
    "Dafür!", kam es sofort zurück.
    "Anne?"
    "Against!"
    "Feli?"
    "Definitiv dagegen! Du kannst dir gar nicht vorstellen WIE dagegen!"
    "Also, das macht 2:2....heißt: Tom's Entscheidung zählt"
    "Na, dann müssen wir uns ja keine Sorgen machen, nicht wahr", scherzte Josi.
    Tom war sich absolut sicher wofür er stimmen würde, doch gerade als er 'Dagegen' sagen wollte traf er Josefins Blick. Sie schaute ihn mit ihren braunen Rehaugen fast schon flehend an, sodass er schließlich keine andere Wahl hatte als 'Dafür' zu sagen.
    "WAS?", empörte sich Feli. "Ist dir eigentlich klar, dass ich vorhin vor original 4 Leuten gestanden habe das du Recht hast? Und nun sowas?"
    "Naja...", nuschelte Tom nervös, "Es...es ist nicht so das mir das Spaß machen würde, aber das ist der leichteste Weg an Geld zu kommen..."
    Zum Ende hin hatte Tom es tatsächlich geschafft sich ein wenig selbstbewusst und entschlossen an zu hören, vermied aber trotzdem jeglichen Blick in Felicitas' Richtung.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 11.05.2007, 19:56


    "Also ich find's super toll" entgegnete Josefin überglücklich und schenkte Tom in ihrer Heiterkeit einen kleinen Kuss auf die Wange.
    Überflügelt von der Vorfreude schmiedeten sie und Michl schon die ersten Plänen für ihren großen Auftritt, während ein sichtlich verdatterter Tom auf der Haube saß und immernoch seine glühende Wange betastete.
    "Tom...?"
    Josefin hatte vorgeschlagen das es vielleicht besser wäre, wenn sie jetzt alle erstmal 'ne Runde schlafen würden, um für morgen wieder fit zu sein, doch anscheinend war Tom gerade am Träumen, denn er zeigte keine Regung.
    "Tom...Tom!"
    "Hmm?" Er schrak auf, doch bevor er noch etwas sagen konnte, spürte er einen harten Tritt gegen seinen Rücken, so dass er mit Müh' und Not einem Sturz gerade noch so ausweichen konnte.
    "HEY! Was sollte das? Ich wär beinah' runtergefallen!"
    "Du warst so in Gedanken, also wollte ich dich nur ein bisschen...anstupsen...damit du wieder wach wirst", sagte Felicitas, die für den "Unfall" verantwortlich gewesen war.
    "Aber ich hatte doch schon längst geantwortet!"
    "Tatsächlich? Ups, da hab ich wohl 'was nicht mitbekommen. Muss am Meeresrauschen liegen", lächelte sie ihn unschuldig an.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 18.05.2007, 13:28


    Josefin, Michl und Anne machten es sich schon im Auto bequem, während Feli und Tom sich erst ihren Weg vom Auto runter bahnen mussten.
    "Von wegen Meeresrauschen. Das hast du doch mit Absicht gemacht!"
    "Hey, Einstein, woher weißt du das?", fragte sie sarktastisch und Tom rollte bei diesem Satz mit den Augen. "Pass auf du Schwächling, dein kleiner Verrat von vorhin wird noch ein Nachspiel haben!", sagte sie und schubste ihn aus ihrem Weg zum Auto.
    Als sie alle im Auto "verfrachtet" waren und das Licht aus war, schafften sie es trotz der schweren Umstände tatsächlich zu schlafen.



    Der Morgen des nächsten Tages verlief ziemlich friedlich. Sie standen gegen 12 Uhr auf und gingen in einem französisches Café in der Nähe frühstücken. Tom wurde damit beauftragt, sich schonmal um die Anmeldung zu kümmern.
    So machte er sich schließlich um 14.00 Uhr auf den Weg zu seinem alten Arbeitsplatz, wo die anderen sich dann ungefähr 2 Stunden später zu ihm gesellen sollte. Er erreichte die Bar und erblickte auch sofort Monsieur Ludo, der sichtlich erschöpft an seinem Tresen stand.
    In der Bar herrschte viel Betrieb und jeder hatte bestimmte Aufgaben zu erfüllen, um den Abend so erfolgreich wie möglich zu gestalten.
    Gerade als Tom zur Anmeldung gehen wollte, sah er wie eine junge Französin die Bar betrat.
    Sie schritt an ihm vorbei zur Anmeldung und warf ihm ein Lächeln zu, als sie bemerkte, wie er sie beobachtete.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 19.05.2007, 18:33


    Schnell folgte er ihr, obwohl er mittlerweile mehr das Mädchen als den eigentlichen Auftrag im Kopf hatte: die Anmeldung.
    "Tu t'inscris aussi?", fragte sie, und da er kein Wort französisch sprach lächelte er einfach.
    Sie sah ihn erst verwirrt an und nickte dann. "Maybe.. english?", fragte sie mit einem starken französischem Akzent und er musste daraufhin lächeln. Er nickte tatkräftig mit dem Kopf und sie wiederholte ihre Frage auf englisch.
    "Do you share the competition?"
    Dieses Mal schüttelte er den Kopf, und nach einigem zögern schaffte er es auch zu antworten. "No... I´m not as good as you are".
    Einige charmante Lächeln und zwei Gläser Cola später trafen Toms eigentliche Freunde ein.
    "Tom!", rief Josefin erfreut und umarmte ihn zur Begrüßung. Feli nickte ihm zu und Anne und Michl standen schon am Tresen und bestellten etwas zu trinken.
    Erst nach ihrer Begrüßung fiel den beiden Mädchen die Französin auf, die mit Tom an einem Tisch saß.
    "Oh...", begann Tom. "This is Chantal" Chantal reichte Feli und Josefin ihre Hand und nickte bei Josefin begeistert. "Is this your girlfriend?"
    Josefin sah Tom mit großen Augen an, aber dieser machte schnell eine abwehrende Geste mit seinen Händen. "No.. never! She´s just... just.. she´s just Josefin, you know?!", sagte Tom und stotterte ein wenig dabei.
    Felicitas hob ihre rechte Augenbraun fast bis zu ihrem Haaransatz und schnaubte. Josefin sah eher ein wenig beleidigt aus.
    "Yea... sure", sagte Chantal, aber sie sah so aus, als würde sie nicht wirklich was verstehen.
    "Du hast uns schon angemeldet, oder?", fragte Josefin einfach, als wäre nichts gewesen und Tom öffnete ein paar Mal den Mund, um was zusagen und schloss ihn dann wieder.
    "Na komm, ´just Josefin`, wir gehen uns anmelden!", sagte Felicitas und zog Josefin an ihrem Arm mit sich, jedoch nicht ohne Tom noch einen vernichtenden Blick zuzuwerfen.
    Auch Anne und Michl gesellten sich zu den beiden an der Anmeldung und so trugen sich alle ein, außer Tom.
    "Was macht ihr denn? Ich mein, es ist ja schon heute Abend.. lernen können wir nichts mehr!", meinte Josefin, als sie sich an einen Tisch am anderen Ende der Bar niederließen.
    "I will sing the american hymn!", sagte Anne stolz und Feli verdrehte die Augen. "Ich werd `Mal sehen´ von Fettes Brot singen!"
    "Du magst Fettes Brot?", fragte Michl und Feli nickte. "Cool", war sein Kommentar daraufhin, und er beobachtete sie weiterhin stumm.
    "Was willst du denn machen?", fragte sie ihn grinsend und er schüttelte den Kopf. "Das sag ich doch noch nicht! Lasst euch überraschen!"
    "Ui, das wird bestimmt toll!", sagte Josefin und strahlte ihn an, woraufhin er ein wenig rot um die Nase wurde.
    "Und du? Pack aus, Josefin, was machst du?"
    "Ich.. singe!"
    "Ahjaa... und was?"
    "Kennt ihr das Lied `Aurelié´ von den Helden?"
    Feli prustete los, während Michl und Anne hin und her schauten und wissen wollten, was so lustig war.
    "Ich weiß auch nicht wieso sie so lacht", sagte Josefin und schmunzelte ein wenig.
    "Ich hätte nie gedacht, das du.. das du gemein sein kannst, Josefin!.. du bist tatsächlich.. du bist ein Mensch!"



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 21.05.2007, 15:08


    Grinsend antwortete Josefin: "Ich weiß gar nicht was du meinst, Feli... ich mag einfach das Lied!"
    "Natürlich!"


    Als das Spektakel gegen 20.00 seinen Lauf nahm, hatten sich tatsächlich unglaublich viele Leute eingeschrieben. Die Bandbreite war groß, denn die Teilnehmerliste reichte von jung bis alt und eigentlich quer durch die Mitte.
    In dem ganzen Gewusel und Getuschel ging plötzlich das Licht aus und die Scheinwerfer traten in Aktion und sorgten mit ihren grell strahleden Lichtern für die richtige Atmospäre.
    "Monsieurs et Madames...bienvenue zu unserem ersten, originalen, oft kopierten aber selten erreichte Amateur-Gesangcontest", stimmte der gutgelaunten MC an, den M. Ludo gerade noch im letzen Augenblick aufgetrieben hatte. "Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und unterhaltsamen Abend und somit legen wird gleich mal los!"
    Jeder Tellnehmer hatte bei der Anmeldung ein Nummernschild bekommen, so dass es eine fetsgelegte Reihenfolge gab.
    Anne, Feli, Josi und Michl standen in der Nähe der Bühne und machten sich für ihre bevorstehenden Auftritte bereit.
    Tom, der nicht am Wettbewerb teilnahm, saß an einem kleinen Tisch direkt vor dem Podest und warf verstohlene Blicke in eine ganz bestimmte Richtung.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 26.05.2007, 09:24


    Die Show wurde von einem kleinen Mädchen mit greller Stimme eröffnet, das ein französisches Kinderlied ins Mikrofon trällerte.
    Da sich die meisten Teilnehmer schon die Tage zuvor eingetragen hatten, waren Josi, Feli, Michl und Anne erst später am Abend dran.
    So setzten sie sich an einen freien Tisch in der Nähe und, aufgeregt wie sie alle waren, redeten sie über ihre Auftritte.
    "Was ist jetzt denn eigentlich mit Tom?", fragte Michl und suchte den Raum mit seinen Blicken ab.
    "Ich weiß nicht!", meinte Josefin und Feli sah sich ebenfalls um. "Ich hab ihn gesichtet!", sagte sie und nickte zu seinem Tisch hinüber.
    "He is sitting alone over there!", fiel Anne auf und Michl stand auf, um herüber zu gehen, jedoch zog Feli ihn wieder auf ihren Stuhl zurück. "Was denn?"
    "Ich denke... er ist gar nicht so allein, wie du denkst!", sagte sie, und sah zu dem heftigen Blickeaustausch von Chantal und ihm.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 26.05.2007, 11:10


    "Wieso? Wer ist bei ihm? Ich seh gar keinen!", war der überaus clevere Kommentar von Michl.
    Feli seufzte nur und Michl war nun vollends verwirrt.
    Sie saßen noch eine Weile schweigend auf ihren Plätzen, als Chantal plötzlich die Bühne betrat, zusammen mit ihrem Bruder.
    Sie stellten sich erst vor, und sagen dann ein Lied das den Namen "What I've Been Looking For".
    Sie und ihr Bruder lieferten tätschlich eine wahnsinnig gute Show ab, was den drei Mädchen am Tisch nicht wirklich gut bekam.
    "Hey, sie ist ja wirklich gut!", sagte Michl und bekam direkt Feli´s Ellenbogen in die Rippen. "Wasn?" (so ein auf den bei der Werbung "Papa.. wenn ich groß bin will ich auch mal Spießer werden" "Wasn?" xD)
    "Was meint ihr, sind wir bald dran?", fragte Feli und gleich darauf wurde ihr Name genannt.
    "Oh..", sagte sie und sprang von ihrem Stuhl, nur um dann betont langsam auf die Bühne zu gehen.
    Auch sie stellte sich vor und als die Musik zu spielen begann, bekam sie doch ein ungutes Gefühl im Magen. Aber sie riss sich zusammen und begann:

    "Auf die Plätze, arbeitslos!
    Prost, ein Toast auf den Spaß - das war´s?
    Jetzt lernst du den Ernst kenn´ mein Lütter,
    denn Mütter und Väter mahnen,
    du mußt für später planen. Peter Pan werd erwachsen!
    Du hast ja nur Faxen im Kopp,
    such dir schnurstracks `n Job.
    Mach was sicheres Kind,
    denn noch ist nicht alles hin - hopphopp!
    Ach, die Nachbarn reden nur über deine Frisur
    und all das fällt dann zurück auf deine Eltern. Mein Jung,
    deine Weltanschauung ist zwar modern,
    aber wir beide hätten´s gern,
    würd´st du ersteinmal was lern´.
    Hey, bleibt mal lässig, weil ich es nicht stressig mag.
    Keine Panik, wir sind nicht im Jurassic Parc!
    Ich frag mich echt, was ihr wollt?
    Das Glück ist mir hold.
    Ich bin gesund und hab den Mund voller Gold,
    und jetzt seid bitte still, denn ich weiß was ich will
    WE GOTS TO CHILL !!!"

    Sie beendete die erste Strophe, und ihr anfängliches Unbehagen löste sich in Luft auf. Die anwesenden deutsprachigen (die sich auf Feli, Anne, Michl und zwei Jungs in der hintersten Reihe beschränkten) waren sichtlich begeistert, der Rest, der fast ausschließlich aus Franzosen bestand, feierte ebenso sehr mit, wie bei dem kleinen Mädchen, das die Show begonnen hatte.
    Es störte Feli aber nicht im geringsten, und so ging es weiter:

    "Werden wir denn mal sehen...
    Kein Problem - Wir sind ja nicht blind!

    Jeder Held bellt nach Geld,
    und Geld brauch ich auch.
    Leb ich von der Hand in den Mund
    für `nen vollen Bauch?
    Sagt man mir, spar dein Geld für schlechte Zeiten!
    Leg was zurück, du brauchst Sicherheiten - Toll!
    Wollen wir Sicherheit
    und haben drei Wünsche frei,
    wählen wir 1 1 0 und holen die Polizei - Aight!
    Tut mir leid, ich kann deinen Rat nicht gebrauchen.
    Du darfst in zerbröselt in der Pfeife rauchen.
    Werd ich einer von den Pfeffersäcken sein
    oder verdien ich meine Mäuse mit Freibeutereien?
    Wer weiß es, wer weiß es?
    Aufstehen - Setzen!
    Maulhalten auf den billigen Plätzen!
    Wart´s ab - What´s up?
    Abwarten ihr Klappspaten!
    Euch Kandidaten kann man knicken wie Pappkarten.
    Denn wenn wir es eher realistisch angehen,
    kann das alles keiner wissen,
    wir werden es erst sehen !"

    Langsam wurde auch ihr Mund etwas trocken, aber soviel Spaß wie sie gerade auf der Bühne hatte, ignorierte sie das.

    "Werden wir denn mal sehen...
    Kein Problem - Wir sind ja nicht blind!

    Hiermit bewerb´ ich mich bei ihnen als Chef, denn
    ich möcht `ne Sekretärin und immer `n heißes Käffchen.
    Ich seh mich ja schon in hohen Positionen.
    Meine Qualifikation? - Papas Sohn!
    Von einem, der sich auszog, um Mijonen zu verdienen.
    Na, was soll´s, jetzt bin ich halt im Pornomagazin.
    Ach, Unsinn, ich war jung und brauchte die Penunzen.
    Leichtverdientes Geld nur für´s Bumsen.
    Doch ich werd wie Ebby Tust Manager,
    wie Boris Bäcker oder Tennistar
    wie Maffay Rockstar,
    wie Henry Maske Boxer.
    Geh´ ich zu Ferrari, dann fährt Schumi wieder Kettcar!
    Ich werd reich wie der Dokter - Renz ? - Nein Oetker!
    Ich loch ein wie Bernhard Langer!
    Und ich werd dabei schwanger.
    Ja, tu´s für die Quote, wie Gaby, die Pfote.
    Sadomaso ehrlich, uns stehen alle Türen offen,
    und daß was aus uns wird,
    das wommadomma hoffen !!!

    Werden wir denn mal sehen...
    Kein Problem - Wir sind ja nicht blind!"

    Und mit dieser Phrase beendete sie das Lied. Es gab mehr oder minder viel Applaus, und Michl pfiff ihr zu, als sie von der Bühne hinunter kam.
    "Wow! Das war toll!", rief er begeistert, und klatschte noch immer in die Hände. "Michl, du kannst jetzt aufhören zu klatschen", sagte Feli und versuchte ein wenig gemein zu klingen, man konnte jedoch ihren peinlich berührten und doch fröhlichen Unterton genau hören.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 28.05.2007, 23:52


    Nach diesem Lied hatten die "Künstler" ein paar Minuten verschnauf Pause. In diesen Minuten ruckelte Michl ganz aufgeregt auf seinem Stuhl herum, bis Feli ihn schmerzhaft das Handgelenk zerdrückte.
    "Was ist denn los?", fragte sie und er ruckelte, dank der Schmerzen, nun noch ein wenig mehr herum.
    "Bald bin ich dran!", sagte er und kaum hatte er es vollends ausgesprochen, trat der MC auf die Bühne. Außer Michl verstand keiner ein weiteres Wort als "Aurélie", was Josefin aufspringen ließ.
    "Ich!", rief sie erschrocken und sprang auf.
    Sie lief also auf die Bühne und ließ die Musik erklingen. Den ersten Vers leierte sie nur hinunter, was Feli dazu brachte aufzustehen, sich Toms Tisch zu nähern und ihn - in dem Moment, in dem er mal wieder in den Augen einer gewissen Franzosin versank - bis zur Bühne vor zu schubsen; direkt vor Josefins Augen.
    Mit dieser Aktion kam auch der Refrain und Josefin packte neue Wut, als sie bemerkte, das Tom sie gar nicht wahrnahm. "Was soll das denn? Was soll ich hier?", fragte er.
    Feli setzte sich nur wieder hin und der Refrain und der zweite Verse, die Josefin Tom nun verpasste, brachte nun auch Anne dazu, die Situation zu verstehen; der einzige, der noch dumm aus der Wäsche schaute, war Michl.

    "Aurélie so klappt das nie
    Du erwartest viel zu viel
    Die Deutschen flirten sehr subtil

    Aurélie so klappt das nie
    Du erwartest viel zu viel
    Die Deutschen flirten sehr subtil

    Aurélie die Männer mögen dich hier sehr
    Schau auf der Straße schaut dir jeder hinterher
    Doch du merkst nichts weil sie nicht pfeiffen
    Und pfeiffst du selbst die Flucht ergreifen
    Du musst wissen hier ist weniger oft mehr

    Ach Aurélie in Deutschland braucht die Liebe Zeit
    Hier ist man nach Tagen erst zum ersten Schritt bereit
    Die nächsten Wochen wird gesprochen
    Sich auf's Gründlichste berochen
    Und erst dann trifft man sich irgendwo zu zweit

    Aurélie so klappt das nie
    Du erwartest viel zu viel
    Die Deutschen flirten sehr subtil"

    An dieser Stelle hatte ungefähr 78% aller Anwesenden des Lokals verstanden, das Josefin ein oder zwei Dinge mit Tom zu klären hatte, und das nun auf der Bühne tat.
    Darunter auch Chantal, sowie alle anderen Mädchen. Von den Jungen verstand jedoch fast keiner, worum es eigentlich ging. Genau genommen wusste es nur einer: Chantal´s Bruder. Und der auch nur, weil Chantal ihn darauf hingewiesen hatte.

    Um ihre Message ein wenig zu verstärken, trat Josi von der Bühne herunter und stellte sich genau vor Tom:

    "Aurélie so einfach ist das eben nicht
    Hier haben andre Worte ein ganz anderes Gewicht
    All die Jungs zu deinen Füßen wolln sie küssen auch die Süßen
    Aber du merkst das nicht
    Weil er dabei von Fussball spricht

    Ach Aurelie du sagst ich solle dir erklärn
    Wie in aller Welt sich die Deutschen dann vermehren
    Wenn die Blumen und die Bienen in Berlin nichts tun als grienen
    Und sich nen Teufel um die Bestäubungsfrage schern

    Aurélie so klappt das nie
    Du erwartest viel zu viel
    Die Deutschen flirten sehr subtil"

    Nach der Hälfte des letzten Verses hatte Josefin sich jedoch von Tom abgewandt, und war wieder auf die Bühne "getänzelt". Es gab ziemlich viel Beifall und als sich Josefin wieder auf ihren Platz setzte, hatten sie, Feli und Anne ein breites Grinsen auf dem Gesicht.
    Einen Moment sagte keiner an ihrem Tisch etwas, dann schüttelte Michl den Kopf. "Tut mir Leid.. aber ich versteh´s nicht!"
    "Ohh, Michl! Fast alle hier sind Franzosen, sprechen NUR Französisch UND SELBST DIE HABEN DAS VERSTANDEN!"
    "Das sind ja auch Mädchen!"



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Tilia - 01.06.2007, 16:24


    Doch bevor ihm noch irgendwer etwas entgegenbringen konnte, war er auch schon an der Reihe.
    Hibbelig stand er auf und torkelte auf die Bühne. Er räusperte sich, sah sich sein Publikum einem in der Runde an und dann erklang auch schon die erste Melodie. Zu diesem Zeitpunkt war jeder Franzose bereits hellauf begeistert und sprang von seinem Stuhl, um mit zu gröhlen.

    "Frère Jacques,
    Frère Jacques,
    Dormez vous?
    Dormez vous?
    Sonnez les matines,
    Sonnez les matines,
    Din, din, don!
    Din, din, don!"

    Alle versuchten mit Michl im Kanon zu singen, und da es so gut ankam, sang Michl einfach noch eine Runde:


    "Frère Jacques,
    Frère Jacques,
    Dormez vous?
    Dormez vous?
    Sonnez les matines,
    Sonnez les matines,
    Din, din, don!
    Din, din, don!"


    Er bekam eine Menge besoffenen Applause und rief hyperaktiv: "VIELEN DANK FREUNDE, DANKE SCHÖN!". Er war gerade dabei die Bühne zu verlassen und das Mikro wieder abzugeben, da besann er sich eines besseren und rannte noch einmal nach oben. "ROCK´N´ROLL", rief er und formte mit seinen Händen das Rock´n´Roll Zeichen.
    Urplötzlich hörten alle auf zu klatschen und setzten sich wieder stumm auf ihre Plätze.
    Daraufhin fing Feli aber lauthals an zu lachen und so war es nicht vollends still in dem Raum.
    Zerknirscht schlirfte Michl zurück an seinen Platz und löste so Anne ab, die sogleich aufgerufen wurde.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 04.06.2007, 18:34


    "Hey, das war aber ein stilsicherer Auftritt!", sagte Feli und klopfte Michl sarkastisch auf die Schulter. Der wiederum legte seinen Kopf auf den Tisch und guckte noch zerknirschter als zuvor.
    Da hörte man auch schon Anne: "Good evening, my name is Anne."
    Sie klang im Gegensatz zu den anderen Amateur-Superstars eher genervt und machte auch nicht die leiseste Anstalt ihr Publikum zu animieren. Als ihr Titel zu spielen begann, stellt sie sich gerade hin, legte ihr rechte Hand auf die Brust und begann voller Stolz zu singen:


    "Oh, say!
    can you see by the dawn's early light."


    Tom, der es tatsächlich geschafft hatte seinen Blick kurz von seiner heißen Franzosin zu wenden, schaute mit geweiteten Augen zu Anne und auch das restliche Publikum schloss sich ihm an.


    "What so proudly we hailed at the twilight's last gleaming;
    Whose broad stripes and bright stars, through the perilous fight,
    O'er the ramparts we watched were so gallantly streaming?"


    Nachdem ersten Schock begann das Publikum zu realisieren was gerade passierte und so ging ein Raunen im Saal umher.
    Feli und Michl sahen sich an und wandten sich dann wieder beide Anne zu. "Ich fass es nicht! Sie tut es wirklich", nuschelte Feli und Michl, der als einziger von der Truppe französisch konnte, hätte schwören können vom Nachbartisch ein "unglaublich" und "wie unverschämt" wahrzunehmen.
    Doch Anne ließ sich von dem ganzen Getuschel und Genuschel nicht beeindrucken und fuhr unbeirrt weiter.


    "And the rocket's red glare, the bombs bursting in air,
    Gave proof through the night that our flag was still there:"


    Ihre Songauswahl hatte nicht nur etwas mit ihrem "Leben als Amerikanerin" zu tun, nein, es war auch einfach ihre subtile Art zu sagen: Ich hasse Franzosen!


    "Oh, say! does that star-spangled banner yet wave
    O'er the land of the free and the home of the brave?"


    Mit der letzen hohen Note erklang das Lied und Anne löste sich aus ihrer Position und schritt ohne jeglichen Kommentar die Stufen hinunter. Sie wartete nicht einmal auf den Applaus oder die Reaktion des Publikums, sondern setze sich direkt an den Tisch und verschrenkte die Arme vor ihrer Brust, so wie sie es schon vor ihrem Auftritt getan hatte.

    Der MC bestieg etwas zaghaft die Bühne und kündigte den nächsten Interpreten und dessen Song an und der Saal schenkte wie immer aus Höflichkeit Beifall.
    Alles ging in seinem normalem Ablauf weiter. Es war so als wäre nie etwas passiert, als hätte Anne nie auf der Bühne gestanden und gesungen, als wäre sie sogar nie in diesem Raum gewesen.



    Re: Kapitel 3: Sing it, Baby!

    Salvia - 16.06.2007, 14:29


    Da es schon spät am Abend war, und die meisten schon gesungen hatten, dauerte es nicht mehr lange, bis die Sieger verkündet wurden.
    "Sur le premier PLATZ est..... CHANTAL ET LUC!"
    Chantal und ihr Bruder kamen grinsend auf die Bühne, und man hörte laute Pfiffe von Tom.
    "Sur le second PLATZ est... JOSEFIN!"
    Josi stand strahlend auf und Feli und Michl begannen eine Lobeshymne auf sie zu singen. "Josefin, Josefin, sie gehört zu unserm Team! Josi, Josi", kurz stoppten die beiden, dann rief Michl erfreut: "du bist total famosi!" und Feli sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen schief an.
    Er zuckte mit den Schultern und Josi betrat mit rosanem Kopf die Bühne.
    Monsieur Ludo überreichte ihr fröhlich ihre Trophäe und einen kleinen Check über 1000 Euro.



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