Unterschiedliche Bezahlung für Sänger und Pianist

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    Re: Unterschiedliche Bezahlung für Sänger und Pianist

    Anonymous - 30.03.2007, 10:41

    Unterschiedliche Bezahlung für Sänger und Pianist
    Was haltet ihr davon, wenn Sänger und Pianisten im selben Konzert/Auftritt unterschiedlich bezahlt werden?
    Konkreter Fall: eine Profi-Sängerin hier singt auf Einer grossen Hochzeit und ihr werden 450 euro Gage angeboten. Der dazugehörige Begleiter soll nur 300 bekommen.
    Angeblcih sei das keine Seltenheit. So nach dem Motto: die Sängerin als Diva....... :pfeif:
    Umgekehrt hat mir schonmmal ein Pianist, der drei verschiedene Musiker in ienem Konzert begleiten musste, gesagt es sei ja wohl klar, dass er mehr Geld bekommen müsse als die Anderen.
    Ich selbst habe bisher IMMER Halbe/Halbe gemacht, egal ob mit Klavier, Akkordeon, egal ob ein Sänger oder Zwei oder Drei. Ob Hochzeit, Beerdigung , Liederabend oder Chanson-Auftritt.
    Jeder der Beteiligten bekam gleich viel Geld und basta.
    Wie sehen Andere das?
    Canti :hearts:



    Re: Unterschiedliche Bezahlung für Sänger und Pianist

    Anonymous - 30.03.2007, 11:18


    Zum Thema Pianist/Sänger kann ich nicht sagen - aber ich weiß, dass Orchestermusiker nie das bezahlt bekommen, was die Gesangssolisten bekommen. Und die Orchestermusiker haben viel mehr zu tun bei einem Oratorium.
    Wenn ich selbst ein Konzert mit mir als Sängerin und einem Pianisten machen würde, würde ich wohl auch 50/50 teilen.

    LG
    mezzo



    Re: Unterschiedliche Bezahlung für Sänger und Pianist

    musika - 30.03.2007, 11:26


    Hallo Canti,

    es kommt drauf an was ich mache. Singe ich in der Kirche eine Hochzeit, habe ich mit der Begleitung nichts zu tun. Der Organist wird von der Kirche bezahlt, es ist sein Amt.

    Bei Konzerten, Liederabende habe ich es immer mit dem Pianisten geteilt. ich denke, wir beide haben gleich viel Zeit geopfert und es muss auch so honoriert werden.

    LG



    Re: Unterschiedliche Bezahlung für Sänger und Pianist

    Anonymous - 30.03.2007, 12:29


    Ich kann da nur musika zustimmen. Man muss unterscheiden, ob man sozusagen Teil eines kammermusikalischen Ensembles ist (auch in der Kombination Saenger/Pianist ist das ja der Fall), gemeinsam Programme entwirft und auch probt und dann sozusagen gemeinschaftlich das "Endprodukt" verkauft. Da bekommt natuerlich jedes Ensemblemitglied die gleiche Gage bzw. die Profite werden geteilt. In Profikreisen setzt man fuer sowas auch Vertraege auf, entweder fuer das Ensemble selbst oder eben die einzelne Veranstaltung.

    Auf Hochzeiten etc. liegt der Fall aber anders. Wenn das Brautpaar eine Saengerin engagiert, muss meist noch ein Begleiter "dazu" gefunden werden. In der Kirche ist das oft der Organist, den man als Saengerin vielleicht nicht mal kennt. Und der verhandelt auch seine Gage allein oder wird eben schon von vornherin als Hausorganist bezahlt, da habe ich Null mit zu tun.
    Singt man auf dem Empfang, kann es natuerlich wieder anders aussehen. Da ich ich hier in GB noch keinen festen Begleiter habe, rufe ich normalerweise die ortsansaessigen Begleiter an (nach und nach lernt man sie ja dann auch kennen und ruft die einen vielleicht oefter an als die anderen :lol: ), so das Brautpaar niemanden kennt, und stelle den Kontakt her. Die Gage verhandelt aber der Begleiter selbst (ich kenne nur die Groessenordnung), und wenn er einen Vertrag mit dem Brautpaar macht, tut er das auch selbst, genauso wie ich meinen eigenen Vertrag habe.

    Die Rechnung ist denkbar einfach:

    Festes Ensemble = geteilte Profite
    Gelegentliches Musizieren zusammen (sozusagen Zweckgemeinschaft fuer eine bestimtme Gelegenheit) = jeder verhandelt seine Gage selbst

    In dem von cantilene geschilderten Fall kann ich dazu nur Folgendes sagen: Wenn der Begleiter damit nicht einverstanden ist, sollte er das Engagement nicht annehmen. Wenn aber ein Veranstalter oder Brautpaar oder wer auch immer eben nur einen bestimmten Betrag bietet, ist da oft nicht sehr viel Verhandlungsspielraum, und wenn man es ablehnt, steht der naechste schon in der Tuer.
    Das ist nicht fair, aber es ist nunmal ein Haifischbecken, und fuer die Verhandlung seiner Gagen ist in dem Fall, wo man nicht als festes Ensemble auftritt, wirklich jeder Musiker selbst zustaendig ...



    Re: Unterschiedliche Bezahlung für Sänger und Pianist

    LaCastafiore - 30.03.2007, 12:36


    Liebe Epo,

    ich denke, Du hast es auf den Punkt gebracht:

    Festes Ensemble und gemeinsames Projekt sind etwas anderes als
    ein Engagement für eine Hochzeit o.ä.

    Ich habe jahrelang als Bassistin Kirchenmuggen gemacht (eine Probe am Samstagnachmittag und dann am Sonntag im Gottesdienst oder nach dem Gottesdienst das "Konzert") Da waren die Umschläge für die Leute im Orchester auch kleiner als die der Solisten. Andererseits war der Aufwand für die Gemeinde doch erheblich (im Orchester sind einfach mehr Leute).

    Liebe Canti, wie ist dieses Ensemble denn zusammengestellt - sind dieser Pianist und diese Sängerin ein Duo, oder ist es eine Gelegenheitskombination ? Wird der Pianist ggf. fürs Proben von der Sängerin bezahlt ? (Auch das soll ja vorkommen)

    Liebe Grüsse von Casta



    Re: Unterschiedliche Bezahlung für Sänger und Pianist

    Anonymous - 30.03.2007, 12:47


    Bei Liederabenden, um die es in meinem Fall meist geht : Selbstverständlich Halbe / Halbe !

    Ciao. Gioachino :dafür:



    Re: Unterschiedliche Bezahlung für Sänger und Pianist

    Anonymous - 30.03.2007, 13:04


    Die Sängerin ist für die Hochzeit engagiert und sollte sich um ienen Begleiter kümmern und den mitbringen. Sie arbeitet mit vielen Pianisten und ist selbst empört über dieses unterschiedliche Angebot von Seiten der Hochzeiter.
    Hier in Frankreich gibt es nur in wenigen Kirchen feste Organisten und sie müssen für alles einzeln bezahlt werden. Das läuft ganz anders als in Deutschland und kann damit nciht verglichen werden, da die Kirchen keine Steuer-Gelder bekommen und es nur in grossen Gemeinden feste Kirchenmusik gibt.
    Sie sucht also selbst den Begleiter aus, probt vorher mit ihm und bringt ihn mit. Dafür muss sie ihn nciht bezahlen, das sind Profis unter sich und nciht Korrep mit Schülerin. Ich selbst bezahle meinen Korrep für die Proben,aber noch nie einen Pianisten, mit dem ich Konzerte mache. Das sehe ich als musikalische Zusammenarbeit und nciht als bezahlte Unterrcihtsstunde. Es sei denn: ich mache ein bezahltes Konzert mit meinem eigenen Korrep oder ich kenne jemanden gar nciht, brauche dringend einen Pianisten und engagiere ihn fremd für ein Konzert. Dann wird Probe und Konzert bezahlt,aber das ist eher die Ausnahme, die ich bisher nur einmal hatte, weil meine eigene Pianistin nciht iene weitere Sängerin, mit der sie nur zweimal proben konnte, begleiten wollte und ich ganz kurzfristig ienen zweiten Pianisten engagieren musste. Sowas werde ich aber in Zukunft vorher besser durchplanen und klären. Entweder man nimmt Unterrciht oder man konzertiert gemeinsam, das sollte schon klar getrennt sein, denke ich. Ausnahmen wie immer .

    An ihrer Stelle würde ich nun das Geld nehmen und durch zwei teilen, ohne dass die Veranstalter das wissen. Immerhin ist das ja keine kleine Gage für vier oder fûnf Stücke.
    Aber das habe ich ihr nicht so gesagt, so gut kennen wir uns noch nciht, dass ich da in heikllen Gelddingen so offen bin. Wie ich sie einschätze, kommt sie evtl auch selbst auf diese Idee :n2:
    Ansonsten bin ich voll eurer Meinung und habe es auch immer so gehalten. Partnerschaft ist Partnerschaft und das wird alles geteilt und basta. :n2:
    Canti :hearts:



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