Tauben und Papageien

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    Re: Tauben und Papageien

    Wüstenbussard - 29.03.2007, 17:35

    Tauben und Papageien
    Tauben und Papageien.



    Re: Tauben und Papageien

    Wüstenbussard - 10.04.2007, 09:34



    Das ist ein Papagei, welcher weiß ich leider nicht genau :oops: .



    Re: Tauben und Papageien

    Weißkopf-Seeadler - 02.06.2007, 15:00


    @Buntspecht: Das ist ein hellroter Ara



    Re: Tauben und Papageien

    Wüstenbussard - 03.06.2007, 10:26


    Oh, äh, danke.



    Re: Tauben und Papageien

    Anonymous - 03.06.2007, 19:53


    hy,
    der helrote ara is eckt tol!
    @Weißkopf-Seeadler und Buntspecht:
    wi waers wen ir ein par steckbrife macht, won papagein hab ich nämlich keine anunk!



    Re: Tauben und Papageien

    Wüstenbussard - 04.06.2007, 09:30


    Der Gelbbrustara




    Der Gelbbrustara (Ara ararauna) ist eine Papageienart der Gattung der Eigentlichen Aras (Ara).

    Merkmale

    Der Gelbbrustara erreicht Größen von bis zu 90 cm. Sein Gefieder ist an der Oberseite blau, an der Brust und am Bauch goldgelb gefärbt. Diese Farbe verläuft über den Kopf bis zum Nacken in ein türkises Blau. Die unbefiederten Wangen sind weiß und besitzen einige kleine, schwarz gestrichelte Federn. Die Wachshaut ist rosa und unbefiedert, während die Kehle schwarz ist und eine schwarz-grüne Abgrenzungslinie zum Rest des Körpers hat. Die Flügelunterseite ist grün bis gelblich. Der Papagei hat eine blaue Schwanzober- und gelbliche Schwanzunterseite. Sein Schnabel ist schwarz, die Füße sind dunkelgrau und die Iris elfenbeinfarben.



    Verbreitung

    Gelbbrustaras sind auf dem südamerikanischen Kontinent weit verbreitet. Sie leben in Brasilien, ausgenommen der äußerste Süden und Osten, sowie in Nordparaguay, Ost-Bolivien, Ost-Peru, Ost-Kolumbien, im Norden bis Panama, Süd-Venezuela, Trinidad, Guyana, Surinam und Französisch-Guayana.

    Wie bei fast allen Papageienarten befindet sich auch der Bestand der Gelbbrustara in einigen Teilen seines Verbreitungsgebietes auf dem Rückzug. Der Hauptgrund ist die Zerstörung seiner Umwelt durch menschliche Siedler.


    Habitat

    Die Lebensräume der Gelbbrustaras stellen tropische bis subtropische Wälder entlang der Flussläufe, und offene Halbsavannen dar.

    Ernährung

    Die Ernährung ist vielfältig und reicht über verschiedene Früchte, Nüsse und Beeren. Ganz besonders gerne fressen sie Palmfrüchte von Inaja (Maximiliana regia) und Tucuma (Astrocaryum). Außerdem sucht er regelmäßig die sogenannten Lehmlecken auf, die nach neueren Forschungen nicht der Mineralaufnahme sondern der Neutralisierung von Pflanzengiften dienen.

    Fortpflanzung

    Der Beginn der Brutzeit variiert von Dezember, im südlichen Teil des Verbreitungsgebietes, bis Februar oder März im Norden. Die Nisthöhle befindet sich häufig in abgebrochenen Palmstämmen in bis zu 30 m über dem Boden. Bevorzugt werden Höhlen, die von bestimmten Insekten angelegt wurden. Diese sind oft nach oben geöffnet. Dies kann ein großes Risiko für die Brut in sehr regenreichen Jahren bergen. Das Gelege besteht aus bis zu vier Eiern, allerdings wird meist nur ein Junges aufgezogen.




    Quelle: Wikipedia



    Re: Tauben und Papageien

    Pinguin - 04.06.2007, 19:31


    Echt tolles Bild. (großes Lob)



    Re: Tauben und Papageien

    Wüstenbussard - 04.06.2007, 19:42


    @Pinguin: Danke, das ist aber auch nur von Wikipedia. :wink:



    Re: Tauben und Papageien

    Weißkopf-Seeadler - 05.06.2007, 10:09


    Der Hellrote Ara



    Nahrung

    Aras bevorzugen Samen und Früchte, besonders Sandbuchsbaum- und Paradiesnussbaumsamen und die Früchte der Balsampflanze. Dank des besonders angelegten Schnabels ist es für Papageien sehr leicht, die Schalen von Nüssen und hartschaligen Früchten zu knacken. Der Oberschnabel des Aras ist stark gebogen mit einem spitzen Haken, mit dem sie Körnchen aus großen Früchten herausangeln können. Die Vielseitigkeit des Schnabels wird auch durch die raue muskulöse Zunge unterstützt. Wissenschaftler fanden auch heraus, dass es unter Papageien, wie bei Menschen, Rechts- und Linkshänder gibt.

    Vorkommen

    Der Ara lebt meist verbreitet in Nord- und Südamerika. Er schätz das tropischen Klimaverhältnis sehr.

    Sozialverhalten
    Aras sind äußerst gesellige Vögel, die fast nur in Gruppen, meist zu zwanzigst, aufzufinden sind. Nur während der Fortpflanzungszeit entfernen sich Aras paarweise von ihren Gruppen. Aras begeben sich zusammen auf Futtersuche und kehren abends zu einem gemeinsamen Schlafplatz zurück. Bei Mitgliedern bestimmter Familien ist zu beobachten, dass sie immer ganz besonders nah aneinander fliegen und Körperkontakt suchen, wenn sie schlafen.

    Bisher konnten Forscher bei Aras noch keine Hierarchie feststellen, da sie nicht von einem Leittier angeführt zu werden scheinen. Trotz all dem lassen jüngere Tiere den Älteren grundsätzlich den Vortritt bei der Nahrungsaufnahme und erst wenn die alten Tiere fertig sind, beginnen die Jungen zu fressen. Dies hat jedoch eher praktischen Hintergrund als echte Höflichkeit. Die älteren Tiere sind erfahrener und wissen daher, wo es gutes Futter zu holen gibt. Durch Beobachtung und Nachahmung lernen dann die Jüngeren von den Älteren, um selbst später ein Vorbild zu werden.

    Aras besitzen kein festes Revier, durchstreifen jedoch regelmäßig ein weites Gebiet, das sie nicht gegen andere Aras verteidigen. So sammeln sich auf manchen Bäumen verschiedene Aragruppen. Weshalb die Aras ihr Revier nicht gegen Eindringlinge verteidigen, ist einfach zu erklären: Der Überfluss an pflanzlicher Nahrung macht jeden Futterneid absolut sinnlos. (Vor allem in üppigen Wäldern Süd-Amerika zutreffend).

    Wenn sich die verschiedenen Gruppen auf einem Baum treffen, achten sie strengstens darauf, sich keinesfalls zu vermischen. Zu bestimmten Zeiten treten alle Gruppen den Abflug an, um Schlafplätze zu suchen (gegen Mittag für die Mittagsruhe und nachts). Bei Aras gibt es auch keine Kämpfe um bestimmte Geschlechtspartner; wenn ein Pärchen sich zusammengefunden hat, bleibt es ein Leben lang zusammen.Ein naher Verwandter des hellroten Aras ist der größte, uns bekannte Ara, der Hyazinthara. Er misst einschließlich seines eindrucksvollen, herrlich blauen Schwanzes bis zu einen Meter. Mit dieser Größe ist er natürlich ein starker Futterkonkurrent des zierlicheren Vetters. Daher meiden die Arten die Gesellschaft des anderen und fliegen sich aus dem Wege.

    Diese Rufe haben sicherlich für den Zusammenhalt des Paares und Schwarms im dichten Blätterwald eine wichtige Funktion. Da es bei Papageien um gesellige Vögel handelt und sie zumeist in kleinen Flügen (Gruppen)oder auch in großen Schwärmen zusammenleben, sind ihre Rufe nicht bloßes Schreien (wie von unseren Ohren registriert), sondern stellen differenzierte Laute mit verschiedener Bedeutung für die Artgenossen dar. Manche haben sogar recht leise und melodische Lautäußerungen in ihrem Repertoire.

    Tagesablauf der Aras

    Der Tagesablauf der Aras folgt einem genau festgelegten Schema. Bei Sonnenaufgang verlassen alle ihre Schlafplätze, um Nahrung zu suchen, und erst bei Sonnenuntergang kehrt man zurück.

    Trotz ihres Gewichts sind Aras gewandte Flieger. Mit ihren großen Flügeln kommen sie zügig an ihr Ziel. Legen sie große Distanzen zurück, fliegen sie oberhalb der Baumkronen und bei kurzen fliegen sie zwischen Bäumen hindurch. Direkte Tiefflüge geschehen jedoch nur über Wasserläufen.

    Während ihrer Streifzüge entfernen sich die Aras nicht weiter als 10 km von ihrem Schlafplatz. In regelmäßigen Abständen wird ein neuer Schlafplatz bestimmt. Während Aras fressen, bleiben sie möglichst ruhig, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Sobald jedoch ein Vogel Gefahr zu erkennen meint, gibt er sofort lautstark Alarm an alle Mitglieder der Gruppe. So werden alle rechtzeitig gewarnt und kleinere Gefahren durch den Lärm sogar verscheucht.

    Partner für das ganze Leben

    Aras sind wie fast alle Papageien monogam und die Gemeinschaft besteht, bis einer der Partner stirbt. Männchen, die noch kein Weibchen gefunden haben, suchen sich spätestens zu Beginn der Fortpflanzungszeit ein Weibchen. Die Vorgänge des Balzverhaltens sind noch nicht ganz geklärt.

    Hat sich ein Paar gefunden, schnäbeln sie zuerst ausgiebig und putzen sich gegenseitig. Ist die Brutzeit nahe, löst sich das Pärchen von der Gruppe und sucht sich einen Brutplatz. (Meistens benutzen sie das selbe Baumloch mehrere Jahre hintereinander). Das Weibchen legt zwei oder drei weiße Eier auf den Boden, der mit Holzspänen gepolstert wurde, und brütet 4-5 Wochen. Es wird dabei nur selten abgelöst, da das Männchen sich auf Nahrungssuche macht.

    Frühe Lebensphase

    Beim Schlüpfen sind die jungen Aras völlig nackt, wachsen jedoch schnell und bekommen ihre Federn nach vier Wochen. Nach zehn Wochen sind sie dann vollständig befiedert. Drei bis vier Monate bleiben die Jungen im Nest und erhalten in unregelmäßigen Abständen vorgekauten Nahrungsbrei. Sowohl Männchen als auch Weibchen sorgen nun für Futter. Wenn das Nest verlassen wurde, werden die jungen Vögel noch von ihren Eltern ernährt, bis sie in der Lage sind, selbst für sich zu sorgen. Gesellschaften bleiben zusammen bis zur nächsten Brut, manchmal sogar länger.

    Natürliche Feinde

    Raubtiere wie der Jaguar können den Aras nur selten gefährlich werden, da diese nur am Boden nach Beute suchen können. Ihre Hauptfeinde sind Greifvögel, die tagsüber im Wald jagen.

    Quelle: Wikipedia



    Re: Tauben und Papageien

    Wüstenbussard - 05.06.2007, 14:49


    DER WELLENSITTICH





    Der Wellensittich (Melopsittacus undulatus) hat seinen Namen von dem wellenförmigen Muster seines Gefieders und ist eine Vogelart, die zur Ordnung der Papageien (Psittaciformes) und zur Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) gehört. Seine taxonomische Stellung innerhalb der Familie ist umstritten.

    Aussehen

    Das ursprüngliche Erscheinungsbild des Wellensittichs ist grün mit gelbem Gesicht. Eine schwarze Querbänderung beginnt am Vorkopf und zieht sich über den Rücken und über die Flügeldecken. Das Gefieder ist bei beiden Geschlechtern gleich. Männchen haben eine intensiv blaue (in der Jugend rosaviolette) Wachshaut (= Bereich über dem Schnabelanfang). Männliche Albinos (weißer Vogel mit roten Augen) und Lutinos (gelber Vogel mit roten Augen) und viele Schecken haben jedoch eine rosa Wachshaut wie Jungvögel. Die Wachshaut von Weibchen ist eher rau und variiert bei allen Farbschlägen zwischen weißlich-hellbraun bis dunkelbraun. Bei rauer brauner Wachshaut befindet sich die Henne in Brutstimmung; Bei glatter hellblauer oder sogar weißer Färbung ist das Weibchen jedoch überhaupt nicht brutlustig. Eine helle Wachshaut bei Weibchen könnte auch auf eine Erkrankung hinweisen. Jungvögel unterscheiden sich von den ausgewachsenen Wellensittichen neben der Wachshaut durch die vollkommen schwarzen Augen (die weiße Iris ist noch nicht zu sehen). Bei ganz jungen Vögeln reicht die schwarze Zeichnung über den Kopf bis zur Wachshaut und der Schnabel ist schwärzlich gefärbt. Wellensittiche mit rotem oder schwarzem Gefieder sind nicht bekannt. Kreuzungsversuche mit Bourkesittichen zur Züchtung roter Wellensittiche blieben erfolglos.

    Verbreitung

    Der Wellensittich kommt natürlicherweise auf dem australischen Kontinent vor. In Florida ist er einst in großer Zahl verwildert. Aus ungeklärten Gründen ging der Bestand dieser verwilderten, standortfremden Tiere jedoch drastisch zurück. In Deutschland findet man manchmal Gefangenschaftsflüchtlinge, die jedoch kaum den Winter überleben.

    Lebensraum

    Ursprungsgebiet der Wellensittiche: fast überall in Australien,Wellensittiche meiden aber Küstenregionen. Nomadengleich ziehen sie von Wasserstelle zu Wasserstelle Regenfällen hinterher. Tagsüber sind die in großen Schwärmen lebenden Vögel mit der Futtersuche am Boden beschäftigt. Mittags ziehen sie sich zum Schutz vor der meist großen Hitze in Baumkronen zurück, wo sie auch nachts zu finden sind.

    Zur Brutzeit besiedeln Elterntiere alte, ausgehöhlte Bäume. Das Weibchen bebrütet ein Gelege von ca. vier Eiern etwa 18 Tage lang, während es vom Männchen versorgt wird. Junge Wellensittiche sind Nesthocker und werden mit etwa vier bis fünf Wochen flügge.

    Geschichte

    Der Wellensittich wurde angeblich von dem Strafgefangenen und Künstler Thomas Watling entdeckt, der wegen des Fälschens von Banknoten 1792 in die Strafkolonie Australien deportiert worden war. 1831 gelangte das erste Mal ein ausgestopfter Wellensittich nach Europa.

    1794 erwähnt George Shaw den Vogel erstmals in dem Buch Zoology of New Holland (Neuholland war ein vorläufiger Name Australiens), die dafür verwendeten Exemplare erhielt er von einem der frühen Siedler, der sie in der Umgebung von Parramatta gesammelt hatte. 1805 beschrieb Shaw den Wellensittich erstmalig wissenschaftlich in The Naturalist's Miscellany unter dem Namen Psittacus undulatus, darin findet sich auch die älteste wissenschaftliche Darstellung der Art von R. P. Nodder. Im Jahre 1840 gab der Zoologe John Gould, der zugleich ein erstrangiger Zeichner insbesondere von Vogeldarstellungen war, in seinem siebenbändigen Werk The Birds of Australia dem Wellensittich seinen noch heute gültigen wissenschaftlichen Namen.

    John Gould war es auch, der im gleichen Jahr vermutlich erstmals lebende Exemplare nach England einführte. Durch eine Vogelausstellung in Antwerpen im Jahre 1850 wurde der Vogel in ganz Europa bekannt. Kurz darauf wurden große Wildfänge nach Europa importiert, wo sich später erste Zuchterfolge einstellten. In den folgenden Jahren nahm der Export von Wellensittichen so stark zu, dass 1884 von der australischen Regierung ein Exportverbot erlassen wurde. Dieses Gesetz gilt bis heute, obwohl der Wellensittich in Australien nicht zu den bedrohten Arten zählt.
    Mittlerweile wird der Vogel in zahlreichen Farbschlägen (blau, gelb, grau, weiß ...) gezüchtet. 1872 tauchten erstmals gelbe Tiere auf. Um 1900 kamen blaue hinzu, 1920 die ersten weißen Wellensittiche. Heute gibt es rund 100 Standard-Farbschläge, die von den Zuchtverbänden anerkannt werden. Auf Vogelschauen wird der so genannte Standardwellensittlich zur Schau gestellt. Er ist deutlich größer als der normale Wellensittich, welcher bei den Züchtern als Hansi-Bubi bezeichnet wird.

    Lebenserwartung

    Freilebende Wellensittiche werden selten älter als drei oder vier Jahre.

    In Gefangenschaft gehaltene Tiere können durchaus zehn bis sechzehn Jahre alt werden, vereinzelt wird sogar von noch älteren Exemplaren berichtet. Andererseits sterben auch relativ viele Zuchtwellensittiche trotz sorgsamer Haltung bereits nach Monaten oder wenigen Jahren durch Krankheiten.

    Haltung

    Aufgrund seiner relativ leichten Züchtung war der Weg zur Haustierwerdung vorprogrammiert. Anfangs standen Wellensittich-Ornithologen jedoch vor dem Rätsel, warum sich die Vögel in Gefangenschaft einfach nicht vermehren wollten. Erst als durch Zufall herausgefunden wurde, dass Wellensittiche ihre Eier in Hohlräumen oder eben in den schon erwähnten hohlen Baumstämmen ablegen, stellten sich Zuchterfolge ein.

    Der Hormonzyklus des Weibchens und damit die Produktion von Eiern wird erst ausgelöst, wenn sich das Weibchen längere Zeit ungestört in einer dunklen und ruhigen Nisthöhle aufhält. Findet das Weibchen keine solche Nistmöglichkeit, wird es nicht anfangen zu brüten. Häufig brütet ein allein gehaltenes Wellensittichpärchen trotz Nistmöglichkeit nicht. Um in solchen Fällen das Brutverhalten auszulösen, kann das junge Wellensittichpärchen mit älteren Pärchen, die selbst brüten, zusammengebracht werden. Weibchen legen in seltenen Fällen - auch wenn keine Nistmöglichkeit vorhanden ist oder wenn sie tierschutzwidrig einzeln gehalten werden - trotzdem Eier. Bruterfolg wird sich in der Regel nicht einstellen, jedoch dürfen diese Eier nicht sofort entfernt werden sondern müssen ein paar Tage im Käfig gelassen werden. Ein sofortiges Entfernen würde das Weibchen zwingen, neue Eier zu legen, was zu Legenot führt. Um Bruterfolg sicher auszuschließen, können die Eier mit einer Nadel punktiert werden.

    Wellensittiche sind Schwarmvögel. Allein gehalten verkümmern sie seelisch und körperlich. Eine gemeinsame Haltung von mindestens zwei Wellensittichen ist angebracht. Einzelhaltung ist Tierquälerei. Ein Spiegel oder ein Plastikvogel ist nie ein Ersatz für einen echten Wellensttich, da diese nicht auf den Wellensittich natürlich reagieren können und dieser, so auf Dauer einen seelischen Schaden nimmt. Der Mensch und andere Tiere wie z.B. Nymphensittiche können keinen Ersatz für einen Artgenossen leisten. Mindestens einer der gehaltenen Wellensittiche sollte ein Männchen sein. Zwei Weibchen rivalisieren im Allgemeinen. Zwei Männchen können zusammen gehalten werden.

    Wellensittiche legen in freier Wildbahn täglich bis zu einhundert Kilometer fliegend zurück. Eine tatsächlich artgerechte Haltung ist nicht möglich. Werden Wellensittiche dennoch gehalten, sollte der verwendete Käfig breiter als hoch sein und für ein Paar jeweils in der Höhe 100 cm nicht unterschreiten und mindestens 50 cm tief sein. Bei der Haltung einer kleinen Gruppe kommt nur eine Zimmervoliere in Frage, die mindestens 1 m² Grundfläche für 4 bis höchstens 6 Tiere hat. Für mehr Wellensittiche sollte man auf eine „richtige“ Zimmervoliere von 2 m² zurückgreifen. Hier können bis zu 12 Tiere gehalten werden. Käfige von etwa 40 cm x 20 cm x 30 cm und Rundkäfige sind Tierquälerei. Der Rundkäfig erschwert Wellensittichen die Orientierung und ermöglicht es ihnen nicht, sich in eine Ecke zurückzuziehen.

    Der Wellensittichkäfig muss stabil und vor Zugluft geschützt mindestens auf Tischhöhe aufgestellt werden. Der tägliche Freiflug ist unverzichtbar. Da Wellensittiche in Gefangenschaft nicht Strecken wie in freier Wildbahn zurücklegen können, müssen zur Kompensation ausreichend Klettermöglichkeiten im Käfig vorhanden sein. Auch im Freien können Wellensittiche gehalten werden, wenn ihnen ein entsprechendes Schutzhaus zur Verfügung steht, das sie jederzeit aufsuchen können. Im übrigen sollte ein Teil der Außenvoliere durch ein Dach vor Regen geschützt sein (was ein Schutzhaus natürlich nicht ersetzt).

    Zu beachten ist hier auch, dass die Wellensittiche im Freien keinen Freiflug genießen können. Aus diesen Gründen ist hier für zwei bis vier Tiere eine Außenvolière von mindestens 2 m² Fläche notwendig. Nach oben sind selbstverständlich keine Grenzen gesetzt. Für bis 30 Tiere sollten es nach Möglichkeit 10 m² Grundfläche; am besten 5 m x 2 m sein. Es kommt vor allem auf die Länge der Voliere an. Zwei mittellange Seiten helfen den Vögeln nicht annähernd so viel wie eine ganz lange und eine relativ kurze, da sie nur auf einer längeren Strecke wirklich fliegen können.

    Das Grundfutter besteht aus einer im Fachhandel erhältlichen ausgewogenen Körnermischung. Allerlei Sorten von Rispenhirse und tägliche Gaben von Obst, wie Äpfel und Birnen, oder Gemüse, beispielsweise Gurke oder Karotte, runden den Speiseplan ab. Wellensittiche vertragen jedoch nicht alle Obst- und Gemüsesorten. Sehr beliebt bei Wellensittichen ist Kolbenhirse. Quark und Eigelb von gekochten Hühnereiern bieten Abwechslung von der sonst rein vegatarischen Kost. Der Vogelhalter ist dabei in der Pflicht, auf eine ausgewogene Ernährung der Vögel zu achten. Als Getränke eignen sich für Wellensittische Wasser und - im Krankheitsfall - schwacher Pfefferminze- oder Kräutertee. Das Wasser kann bei Bedarf mit einem Vitaminpräparat wohldosiert versetzt werden. Das Getränk muss mindestens einmal täglich erneuert werden. Reines Wasser kann den Wellensittichen auch in einer Badestelle angeboten werden. Wellensittiche müssen von kohlensäurehaltigen Getränken, Süßspeisen, gekochten oder gegarten Lebensmitteln und Spirituosen ferngehalten werden, da sie der Gesundheit des Vogels schaden. Einmaliges Naschen ist im Allgemeinen nicht kritisch.

    Als Einstreu eignet sich grober Sand. Von Zeitungspapier, Küchenrolle und Sandpapierteppichen ist abzuraten, da Wellensittiche davon Stücke abreißen können. Verschlucken sie diese Stücke, kann dies zu Kropfreizungen/-entzündungen, Verdauungsstörungen oder zur Erstickung führen.

    Wichtig ist, falls nicht mit Muschelgrit versetzter Sand benutzt wird, Grit in einer eigenen Schale anzubieten – er ist für die Verdauung unabdingbar. Die Einstreu muss mindestens einmal wöchentlich gewechselt werden. Bei starker Verschmutzung muss sie sofort ausgetauscht werden, da die Vögel ansonsten schnell krank werden können.

    Wellensittichen muss eine Sepiaschale oder ein Mineralstein zum Abwetzen des Schnabels zur Verfügung stehen. Statt der handelsüblichen Plastiksitzstangen oder Glattholzstangen, die schwere Fußleiden verursachen, sind Naturäste von Obstbäumen in verschiedenen Durchmessern (nicht direkt vom Straßenrand) anzubringen. Auf Sandpapierüberzüge ist auch hier zu verzichten.

    Mit Spielsachen aus Kunststoff sollte eher gespart werden, jedoch spricht nichts gegen Zweige, an denen die Vögel auch nagen können. Plastikwellensittiche und Spiegel sind inzwischen als tierschutzwidriges Zubehör klassifiziert. Bei Einzelhaltung ist dieses Spielzeug zusätzlich schädlich, da dem Vogel ein Partner vorgegaukelt wird, der aber Annäherungsversuche nicht erwidert und somit eine Frustration beim Einzelvogel auslöst, die in Aggression z.B. einschlagen auf den Spiegel oder Plastikvogel und Verhaltensstörungen wie z.B. Federrupfen umschlägt.

    Grundausstattung eines Wellensittichkäfigs
    Folgende Dinge sollten in jedem Käfig vorhanden sein:

    Behälter für das Vogelfutter
    Wassertränke
    Stangen, möglichst aus Holz und in unterschiedlichen Durchmessern, da bei Plastikstangen sich die Krallen nicht richtig abnutzen und sie die Fußmuskulatur nicht sehr fördern. Von Stangen mit Sandüberzug ist abzuraten, da die Wellensittiche dann wie auf Schleifpapier sitzen.
    Sepiaschale, dient der Schnabelabwetzung.
    Mineralstein, da so der Vogel wichtige Mineralien aufnehmen kann, die insbesondere während der Mauser und für das Knochenwachstum unentbehrlich sind.
    Badehaus, da Wellensittiche von Natur aus öfter ein Bad zur Erfrischung nehmen.
    Einstreu, im Normalfall der für Wellensittiche angebotene Vogelsand.
    Tageslichtlampen, sogenannte Bird Lamps. Das mitteleuropäische Tageslicht enthält im Vergleich zu Australien viel weniger UV-Licht. Dieses UV-Defizit kann mit solchen Lampen ausgeglichen werden, die im gut sortierten Fachhandel zu erwerben sind.

    Erkrankungen und Entstellungen

    Krankheiten
    Aspergillose
    Französische Mauser
    Legenot
    Papageienkrankheit
    Psittacine Beak and Feather Disease (PBFD)
    Megabakteriose

    Entstellungen und Behinderungen
    Featherduster
    Federbalgzysten
    Federmissbildungen
    Federrupfen

    Parasiten
    Rote Vogelmilbe
    Grabmilben (Erreger der Sittichräude)
    Federlinge






    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wellensittich



    Re: Tauben und Papageien

    Kolibri - 11.06.2008, 18:12


    Mir fällt auf, schon lange hat keiner mehr einen Steckbrief gemacht:

    DER ALLFARBLORI



    Der Allfarblori oder Keilschwanzlori
    (Trichoglossus haematodus) ist eine Art aus der Familie der Lories (häufig auch Loris geschrieben). Es handelt sich um farbig gefiederte Vögel mit orangerotem Schnabel, gelbem Nackenband und grünen Flügeloberdecken. Sie erreichen eine Körpergröße zwischen 25 und 30 cm.

    Ernährung

    Wie alle Loris besitzt auch der Allfarblori eine lange, schmale Zunge, deren Spitze dicht mit Papillen besetzt ist. Wenn ein Lori seine Zunge in eine Blüte steckt, richten sich diese Papillen auf. Wie ein Schwamm wird dadurch der Nektar aufgesogen. Zieht der Vogel die Zunge zurück in den Schnabel, wird der Nektar an Hautfalten im Gaumen ausgedrückt.

    Fortpflanzung

    Allfarbloris sind Höhlenbrüter. Das Weibchen legt 2 bis 3 Eier, die 25 Tage bebrütet werden.

    Verbreitungsgebiet

    Allfarbloris sind auf der Insel Bali, Neuguinea, dem Bismarck-Archipel und den Salomonen bis nach Neukaledonien und den Neuen Hebriden sowie in Teilen Australiens verbreitet.

    Haltung als Ziervogel

    Allfarbloris werden sehr häufig als Ziervogel gehalten. Als Ersatz für den Nektar erhalten sie ein spezielles Futter, die sogenannte Lori-Suppe, die im Handel erhältlich ist. Sie erhalten zusätzlich Pollen, Obst, stärkehaltige Samen und Zweige mit Knospen.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Allfarblori



    Re: Tauben und Papageien

    Rotkehlchen - 15.06.2008, 12:55


    Tolle Steckbriefe! Nur ziemlich lang!



    Re: Tauben und Papageien

    Wüstenbussard - 15.06.2008, 21:31


    Das Wissen kann eben nie genügen... :wink:



    Re: Tauben und Papageien

    Weißkopf-Seeadler - 16.06.2008, 15:07


    Als lang würde ich den letzten nicht bezeichnen. Aber ansonsten habt ihr Recht. Sie sind wirklich ziemlich lang, aber dafür ausführlich.



    Re: Tauben und Papageien

    Wüstenbussard - 16.06.2008, 17:04


    Ein richtiges Meisterwerk steckt da aber auch nicht hinter. Nur die hohe Kunst des Kopierens. :mrgreen:



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