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Re: Neuer Bismarckturm-Verein Gießen / Hessen
Webmaster - 29.03.2007, 10:11Neuer Bismarckturm-Verein Gießen / Hessen
Auch in Gießen soll ein neuer Bismarckturm-Verein gegründet werden. Mehr dazu ist der heutigen Online-Ausgabe des Gießener Anzeigers (Do., 29.03.2007) zu entnehmen:
Letzter Rettungsversuch für Bismarckturm
Bernhard Höpfner plant Gründung eines Fördervereins - 1906 feierlich eingeweiht - Seit Jahren dem Verfall preisgegeben
GIESSEN (Äat). "Im Namen der Stadt übernahm Oberbürgermeister Mecum das Denkmal mit herzlichem Danke an die Studentenschaft, die das schöne Denkmal deutscher Einheit errichtet habe, und gelobte, es heilig zu halten für alle Zeiten." Nachzulesen ist dieser Satz im Gießener Anzeiger vom 19. Juli 1906 in einem ausführlichen Bericht über die Einweihung des Bismarckturms auf der Hardthöhe. Gehalten hat die Stadt ihr Versprechen nicht, denn der Turm, von dem aus man einen einzigartigen Blick über Gießen hat, steht kurz vor dem endgültigen Verfall. Einen letzten Rettungsversuch startet jetzt Dr. Bernhard Höpfner, der mit der Gründung eines Fördervereins die Grundlage für den Erhalt des historischen Turms legen will, denn dazu werden rund 80000 Euro benötigt. "Hier setzt sich der Privatmann Höpfner für den Erhalt von Zeugnissen Gießener Geschichte ein, nicht der CDU-Stadtrat", stellte er zu Beginn einer Pressekonferenz fest. Und er erläuterte auch gleich, warum er das tut: "Seit 400 Jahren lebt meine Familie in dieser Stadt, deren direkte Linie heute noch nachvollziehbar ist. Als Kind musste ich selbst erleben, wie am 6. Dezember 1944 diese schöne Stadt in Schutt und Asche fiel. Nur wenig konnte erhalten werden. Dazu gehört der Bismarckturm. Doch der verfällt mehr und mehr." 1989 scheiterte ein letzter Versuch im Stadtparlament, den Turm wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, an der rot-grünen Mehrheit. Höpfner betont jedoch, dass es hier nicht um Parteipolitik gehe, sondern schlicht um Geschichte.
Dabei gibt es sogar einen Vertrag, den die damalige Gießener Studentenschaft mit der Stadt im August 1906 geschlossen hat. Schwarz auf weiß ist hier festgehalten, dass sich die Stadt verpflichtet, "Die Säule dauernd in gutem baulichen Zustand zu halten, die unmittelbare Umgebung der Säule in angemessener Weise herzurichten". "Juristen haben mir allerdings versichert, dass dieser Vertrag längst verjährt ist", beklagt Höpfner die Situation. Deshalb wolle er einen anderen Weg, nämlich den über den Förderverein, beschreiten, um das Denkmal zu retten.
Die Geschichte des Turms ist voller Begebenheiten, die teilweise heute als Anekdoten gewertet werden können. So wird in der Urkunde, die bei der Grundsteinlegung eingemauert wurde, allen Stiftern der "Säule" - so wurde der Turm damals genannt - herzlichst gedankt. Doch es gab eine Ausnahme: "Weniger entgegenkommend waret Ihr, Ihr Bauern von Heuchelheim, die Ihr uns 1 Mark heutigen Geldes für den Geviertmeter Ackers verlangtet, der doch sonst nur 15 Pfennig gilt." Ein Großereignis war die Einweihung der Säule, die mit einem Fackelzug begann. Viele vaterländische Reden wurden gehalten, Bismarck als Architekt der deutschen Einheit gerühmt.
"Man muss das in Zusammenhang mit dem damaligen Zeitgeist sehen", mein Höpfner heute. Immerhin waren es die Studenten der damaligen Ludoviciana selbst, die diesen Turm finanziert haben, indem jeder mehrere Semester lang jeweils zwei Mark für den Turm zahlte. Die Studentenverbindungen spielten damals eine große Rolle. So wurde die Einweihung mit einem Kommers unter dem Turm gefeiert. Im Laufe der Jahre aber verfiel er. 1954 wurde er zuletzt renoviert, war damals noch begehbar. Verschiedene Versuche der Bürgervereinigung Sachsenhausen und der Gießener Fünfziger-Vereinigung, den Turm wieder zum Leben zu erwecken, misslangen. 1972 wurde die Tür zugemauert und das Bauwerk seinem Schicksal überlassen.
"Es ist eine Schande, dass dieser schöne Aussichtsturm, von dem man einen fantastischen Blick über die Universitätsstadt und das Umland wie von keinem anderen Punkt in der Umgebung Gießens hat, der Bevölkerung vorenthalten wird. Was für andere Städte wie Marburg eine Selbstverständlichkeit ist, muss auch für Gießen möglich sein", gibt sich Höpfner kämpferisch und hofft, durch die Gründung eines Fördervereins "Bismarckturm-Gießen" auf breite Resonanz in der Bevölkerung. Die Vorbereitungen für die Gründung sind bereits getroffen worden. In etwa vier Wochen soll der Verein aus der Taufe gehoben werden.
Re: Neuer Bismarckturm-Verein Gießen / Hessen
Webmaster - 20.06.2007, 15:56Förderverein Bismarckturm Gießen gegründet
Am 29.05.2007 wurde in Gießen ein Förderverein zur Rettung des Bismarckturmes gegründet.
Näheres dazu im Presseartikel des Gießener Anzeigers vom 20.06.2007:
Großes Interesse an Rettung des Bismarck-Turms
Förderverein gegründet - Wegen des baufälligen Zustands Eile geboten - Höpfner: Positive Signale der Landesdenkmalpflege
GIESSEN (Äat). Er bröckelt vor sich hin, droht ganz in sich zusammenzufallen. Die Tage des Bismarck-Turms über dem Hardthof scheinen gezählt. Dem will Dr. Bernhard Höpfner nicht tatenlos zusehen. Er möchte dieses als Kulturdenkmal eingestufte Gebäude hoch über Gießen retten. Wie berichtet, beabsichtigte er zu diesem Zweck einen Förderverein "Bismarckturm Gießen" zu gründen. Bei der Absicht ist es nicht geblieben, denn am 29. Mai ging im Sitzungssaal der Stadtwerke die Gründungsversammlung über die Bühne, wurde ein Vorstand gewählt, eine Satzung verabschiedet. Jetzt müssen nur noch ein paar Formalien beim Amtsgericht erledigt, vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit bestätigt werden, dann kann es losgehen mit der aktiven Arbeit des Vereins.
Der will nämlich die rund 80 000 Euro zusammenbringen, die für eine Sanierung des Turms gebraucht werden.
Weiterer Text hier:
http://www.giessener-anzeiger.de/sixcms/detail.php?template=d_artikel_import&id=2831588&_zeitungstitel=1133842&_resort=1103635&_adtag=localnews&_dpa=
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