Der Clown [NGT]

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    Re: Der Clown [NGT]

    audrey - 26.03.2007, 18:06

    Der Clown [NGT]
    Öhm ja... ich fang einfach mal mit na Kurzfic an

    Titel: Der Clown
    Genre: Drama, Oneshot
    Bands: NGT
    Hauptpersonen: Christus

    Die Lichter gehen an und ich betrete die Bühne. Die Leute starren zu mir auf und erwarten, dass ich lächle. Sie erwarten, dass ich mein bestes gebe, ich darf mir keine Blöße geben. Ich muss ihnen das zeigen was sie sehen wollen. Ganz gleich ob es dem entspricht, was in mir vorgeht. Also lege ich meine unsichtbare Maske an und beginne mit meinem Schauspiel. Ich bin fröhlich, ausgelassen, entspannt, mache Witze, mache einfach meinen Job. Die Leute sind begeistert, sie applaudieren mir und jubeln mir zu. Mir, dem Clown mit der Maske. Ich höre sie über mich reden: „Er ist großartig. Er lächelt und ist gut drauf! Genauso wollen wir ihn, so und nicht anders!“ Innerlich beginnt es in mir zu brodeln, am liebsten hätte ich ihnen die harte Wahrheit ins Gesicht geschrieen. Ihnen allen entgegen gebrüllt das sie sich irren und ich nicht der bin, der sie sich wünschen. Das es nur Fassade ist, nur gespielt. Nicht echt, nicht ich. Aber diese Wahrheit würden sie nicht verkraften, sie wollte sie gar nicht wissen. Sie würden es nicht verstehen, sich abwenden und den Kopf schütteln, mich vielleicht sogar auslachen.
    Die Lichter gehen aus, ich verlasse die Bühne und bin ich selbst.
    Ich war wieder für mich alleine. Keine Leute, keine Kollegen, keinen Freunde die irgendetwas von mir erwarteten. Nicht mal diese so genannten Freunde wussten wer ich war. Ich konnte die Maske behutsam bei Seite legen, wieder ich sein. Nicht die selbstbewusste, immer lachende und provozierende Person, die ich der Welt vorgaukelte. Sie hätten sich sicherlich furchtbar gewundert wenn sie mich so sehen würden. Aber so war das im Leben, man eignet sich eine Rolle an, in der man sich wohl fühlt, sich verstecken kann. In der man sich in seiner Unsicherheit flüchten kann. Aber die Unsicherheit bleibt, egal wie geübt man ist. Leise wandern Tränen über meine Wangen, ich kann sie nicht aufhalten, ich will es gar nicht. Denn das bin ich. Nicht der Spaßvogel, nicht der Aufreißer. Nein, das Häufleich Elend, was da zusammengekauert auf dem Fußboden saß, in sich hineinweinte und zitternd seinen Leib umklammerte, verzweifelt war. Es gab mir Erleichterung, aber keine Genugtuung. Ich wollte dieses Leben nicht mehr leben. Ich wollte so sein wie ich bin. Aber mit dieser Rolle, die ich in meinem Leben vertreten musste, ging das nicht. Ich würde diese Maske, diese Bürde immer bei mir tragen, so lange ich lebe.
    Die Kälte zog mir durch den Körper und ich war mir darüber bewusst, dass es eine andauernde Kälte war.
    Ich verließ das dunkle meiner Wohnung und betrat die offene Straße. Es war Nacht und kaum eine Menschenseele unterwegs. Ich hatte das Stück Stoff, welches mich heute Abend begleiten würde, in meiner Tasche und vergewisserte mich, dass es noch dort war, wo ich es hingeräumt hatte. Erleichtert stellte ich fest, dass dem so war. Weiter zog ich durch die Straßen, weg aus der Stadt, auf einen verlassenen Weg. Unter einer Eiche, die weite, dunkle Schatten auf die Wiese davor warf, bot mir Schutz und Einsamkeit, die ich mir jetzt wünschte und die mir Begleiter sein würde.
    Ich ließ mich auf das weiche grün nieder. Sachte glitt ich mit meinen Fingern durch die Grashalme, die sich leicht im Wind wiegten. Ein letzten mal dieses Gefühl genießen. Ein letzten mal den Duft der Natur in mich aufnehmen.
    Ich sah die kleine Klinge in meiner Hand glitzern, vom Mondlicht reflektiert. Sie lachte mir entgegen, verhöhnte mich. Aber heute würde ich keine Furcht mehr zeigen. Heute würde ich dem ein Ende setzen. Vorsichtig, aber zielstrebig ließ ich die Klinge zu meinen Unterarm gleiten…
    Ich zog das Stück Stoff, was dem Gesicht eines Clownes ähnelte, über mein Gesicht und starrte durch die ausgeschnittenen Löchern hinauf zu den Sternen, die da oben um die Wette strahlten. Ich lächelte, das einzig wahre Lächeln, das sich endlich nach so langer Zeit wieder auf meinen Lippen bilden konnte. Ich war glücklich. Ich hatte den Kampf mit mir selbst verloren, aber den Kampf gegen die Welt gewonnen. Ich entspannte mich, schloss die Augen und meine Gedanken verloren sich in endlosen Träumen.

    ~Ende~



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