Vom Umgang mit Kritik.....

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    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    Jo - 25.03.2007, 15:45

    Vom Umgang mit Kritik.....
    ich habe bemerkt, daß es mir gut tut, dieses Thema wieder mal genauer an zu schauen. Manches zu diesem Thema wieder bewußter wahr zu nehmen und bewußter darauf zu reagieren.
    Weshalb ?

    Ganz einfach, weil sich mittlerweile wieder mal "automatische Reaktionsmuster" in mir "eingeschlichen" haben, die mir gar nicht gut tun, wie ich bemerkt habe.

    Eine Zeit lang war es mir ganz klar, wie für mich damit umgehen. ich hab ganz klar auch unterschieden, ob was "loving confrontation" war in meinem Gefühl, oder einfach etwas, was sich nach "rauf-und runterheben/treten" anspürt. Zweiteres hab ich ganz einfach nicht angenommen, so.

    Damits gings mir gut, nur scheine ich das irgendwann in den letzten Monaten irgendwo "verloren" zu haben. Höchste Zeit, es mir wieder hervor zu holen. :-D

    Ich lass Kritik und Anregungen ja sehr wohl auch wirken, teste es auf Brauchbarkeit, etc. Aber eben, die Fragestellung: WAS soll sie bewirken ? ist jetzt wieder klarer vor mir.
    Und die Antwort dann sehr relevant, wie weiter dann damit umgehen.

    Momentan bin ich froh, mich wieder zu erinnern...bzw. erinnert zu werden...und ich möchte da erst mal "am Ball" bleiben, bis ich mich auch da wieder gut auf der Linie spür, ..auf einer, die sich gut anspürt für mich.

    Die "ich trete dich in den Dreck, damit ich mich besser fühl-Nummer"...tut mir halt nun mal nicht gut und ich möcht mich so selten als mir möglich dafür "her geben". Wenns geht, gar nimmer. :-D

    Mönsch, ich "Esel" schon wieder drauf "rein gefallen"....also noch mal raus klettern :P :-D
    Wie oft denn bitte noch ? Na, so oft als es eben nötig ist *lach*

    Auch, wenns nicht bös gemeint ist und menschlich ist ....so ist es doch wichtig, mir für mich an zu schaun, ob mir etwas so gut tut oder eben so gar nicht.


    :sunny: Jo



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    Jo - 25.03.2007, 22:16


    Zitat: ob mir etwas so gut tut oder eben so gar nicht.

    das ist die relevante Fragestellung dabei.

    Wenn mir jemand ganz lieb gemeint Gutes tun will....und für mich ist es aber nicht gut....dann ist das weder gut noch böse, sondern so...

    ...und ich werde die liebe Absicht schätzen und "nein " sagen.

    Und wenn jemand es nicht böse meint und glaubt, mich "nach den eigenen Vorstellungen perfekt hin biegen zu müssen" um mich an nehmen zu können...z.B. nicht aushält, wenn ich Senf statt Ketchup nehme ....dann werde ich es hoffentlich wieder vermehrt sein/ihr Problem sein lassen, anstatt mich mit Ketchup zu bekleckern, obwohl ich grade Senf will. :wink:

    Übertriebenes Beispiel zwar jetzt, aber es kommt hin :-D Karikaturen machen manches einfach auch klarer....

    ;) Jo



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    ChrisTina - 21.06.2007, 20:56


    Hi Jo,

    grad auch über diesen Thread gestolpert - ja, das mit *loving confrontation* find ich als guten Ansatzpunkt - womit ich auch gut umgehen kann.

    Praktisches Beispiel - natürlich wieder mal von meiner Maßnahme:

    Vorige Woche fragte ich eine Teilnehmerin, wem sie gemeldet hatte, dass sie zum Arzt muss, bevor sies tat - sie meinte, sie hätte ja eh die Bestätigung abgegeben - nachdem sies aber *vorher* auch sagen müssen, damit sie nicht als *nicht entschuldigt* eingetragen werden, fragte ich nochmal nach.

    Daraufhin explodierte sie und warf mit vor, immer auf ihr rum zu hacken und sie zu piesacken. Das war eindeutig sowas wie *Angriff ist die beste Verteidigung*. Damit kann ich zwar auch umgehen, aber da werd ich dann stur und laß auch mal die Maßnahmenleiterin raus hängen ;-)

    Oder auch WC im Esoforum - die hackt immer so von hinten - nicht nur auf mich - ein - so ne Art sticheln - das mag ich nicht - da bin ich nicht mal stur, sondern mach einfach dicht und block ab.

    Und dann gabs vorgestern eine Situation im Kurs, wo danach dann einer der Teilnehmer zu mir sagt "Sag, spinnst jetzt?" Und er sprach voll das aus, was ich mir grad selbst gedacht hatte - und wir lachten beide schallend drüber, obwohl uns die Teilnehmer aus anderen Kursen verständnislos angeschaut hatten und auf irgend eine heftige Reaktion meinerseits gewartet hatten.

    Was ich damit sagen will - ich vertrag schon auch Kritik - allerdings nicht von jedem und auch nicht immer - und stimme in dieser Hinsicht sehr mit dir überein - eben, wenns um ein liebevolles und konstruktives Feedback geht, nehm ichs eigentlich immer auch gerne und dankend an.

    Wenn ich mir selbst grad Stress mach - und dann kommt noch wer und gibt mir ungefragt Feedback - dann werd ich manchmal giftig.

    Und wenns jemand eben tut, um *mich nieder zu machen* oder sich selbst *auf zu werten*, dann kanns passieren, dass ich sie/ihr auch mal heftig *drüber fahr* - das hab ich aber auch erst mühsam lernen müssen, dass ich das nicht einfach in mich reinfress und mich gifte - sondern es eben auch mal zurück spiele.



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    Jo - 08.07.2007, 08:35


    Zitat: Und dann gabs vorgestern eine Situation im Kurs, wo danach dann einer der Teilnehmer zu mir sagt "Sag, spinnst jetzt?" Und er sprach voll das aus, was ich mir grad selbst gedacht hatte - und wir lachten beide schallend drüber

    eben....denk mir, man spürt schon die Basis und da kann schon auch viel gesagt werden.

    Zitat: Wenn ich mir selbst grad Stress mach - und dann kommt noch wer und gibt mir ungefragt Feedback - dann werd ich manchmal giftig.


    *lol* oh, ja...das kenn ich. :-D So nach dem Motto: wer sich selbst grad eine Grube gräbt...und wer mag noch ein Schauferl nachlegen *grins*

    Was ich so gar nicht leiden kann, sind die "du bist so und so" Nummern.
    Gleich mal ein Schachterl rundum und das ist so, basta. *brrr* Wie ein Käfig, in dem man keine Arme mehr aus strecken kann. Aber den muss man zum Glück ja so nicht an nehmen.

    :-D Jo



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    Reinfriede - 08.07.2007, 19:13


    Ich weiß von mir, dass ich auf Kritik, überhaupt wenn sie unerwartet kommt, ziemlich heftig reagieren kann.

    Wenn ich mir einer Sache bewusst bin und Kritik eh schon erwarte, dann isses halb so wild.

    Aber wenn mich jemand plötzlich niedermacht, dann bin ich oft sprachlos. Und furchtbar gekränkt. :roll:

    Das trifft mich dann wie ein Keulenschlag und ich kann überhaupt nicht damit umgehen. In der Beziehung bin ich nicht gerade erwachsen. :oops:

    Liebe Grüße
    Reinfriede



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    ChrisTina - 08.07.2007, 19:20


    Na super - und jetzt zieh ich gleich Kritik an - oder wie?

    War am Dienstag im Sekretariat, weil ich Handy vergessen hatte und telefonieren wollte - meint der Wifi-Chef - bleibst bitte kurz da, ich muss mit dir reden

    Ups - klang dienstlich - ich also Fritz angerufen - gesagt, dass er sich nicht wundern soll, wenn er mich anruft - und neben ihm mein Handy läutet - und bin dann im Chefbüro geblieben.

    Macht der doch glatt die Tür zu - denk ich mir *sch...e* - klingt jetzt wenig gut - und gibt mir zwei Bewertungen zu lesen - vom letzten PC-User - da war einer Abends und einer immer am Samstag - und die haben jetzt eben am Ende alle Trainer bewertet - und ich hab heftig schlecht abgeschnitten - und bin daher aus der Statistik aufgefallen - und er hat Auftrag bekommen, mich *ins Gebet zu nehmen*.

    Naja, was soll ich sagen - ich hab gemeint *was ist die Konsequenz?* Er meinte, dass sie mir keinen derartigen Kurs mehr geben - hab ich gesagt *sollen sie halt* - aber meinte, nachdem derartige Kurs im Herbst eh selten stattfinden, schreibt er zurück, dass sie den nächsten anchauen sollen - und falls der wieder schlecht bewertet wird können sie ja noch immer die Konsequenzen ziehen.

    Denn 2 Wochen nach den beiden hatte ich nen anderen, wo ich eine durchschnittliche Bewertung von 1,4 bekam - bei den beiden kam ich auf 3,4 bzw. 3,7.

    Wobei der mit 3,7 war überhaupt lustig, weil da stand ein ganzer Roman dabei, von wegen, ich sollte straffer unterrichten, habe überhaupt kein Konzept, könne viele Fragen nicht beantworten, habe nachschauen müssen, wo ich bestimmte Menüpunkte finde, wäre vollkommen ungeeignet für diesen Job, hätte keine Struktur - und und und.

    Mein Chef meinte - was war da vorgefallen? Ich mußte ihm sagen *Nichts* Es gab zwar einige Fragen, aber ich habe alle beantwortet - und klar, ich kenne nicht alle Menüpunkte in Outlook und Powerpoint auswendig - ist ja auch nicht nötig, weil ich halt einfach 2 Menüpunkte weiter fahr, wenn ichs dort nicht find, wo ich zuerst nachschau.

    Im Endeffekt hat sich auch während des Kurses keiner beschwert, oder auch nur andeutungsweise erwähnt, dass ihr/ihm etwas nicht paßt.

    Naja, hatte halt auch heftigen Frust die/der Gute - ist ja sicher einfacher - im Nachhinein jemanden negativ zu bewerten als direkt im Kurs an zu sprechen, was einem nicht paßt.

    Das ist zwar auch was, was mir aufn Keks geht - dieses negative hinten rum - aber ich lass es gerne bei demjenigen, der dachte, es nötig zu haben, auf jemanden rum zu hacken, der sich im Endeffekt nicht wehren kann - schon sehr mutig das Wesen.

    Dacht mir, lass ich euch teilhaben dran ;-)



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    Reinfriede - 08.07.2007, 23:29


    Boah - da wäre ich wahrscheinlich in Tränen ausgebrochen. Das ist schon hammermäßig, vor allem weil es "hinterrücks" war, die Aktion. *schluck*

    Muss irgendwie auch ein komisches Gefühl sein, wenn man "benotet" wird. Ich mein, das wird man ja indirekt in jedem Job, ständig - aber dass man tatsächlich "Noten" kassiert, empfinde ich schon als befremdend.

    Lg
    Reinfriede



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    ChrisTina - 09.07.2007, 07:19


    Hi Reinfriede,

    ist sowohl im Wifi als auch im bfi so - da wird immer benotet - also der Trainer - damit muss frau leben, wenn sie diesen Job macht.

    Witzig wirds, wenn einem dann Langzeitarbeitslose bewerten, welche die meiste Zeit krank waren - und dann schreiben, dass man eigentlich unfähig ist - soll alles schon vorgekommen sein.

    Also die Benotung an sich ist nicht wirklich mein Problem - damit leb ich seit der Jahrtausendwende - das anonyme stört mich - also grad bei solchen Zusatzeintragungen - hät mir ide/der ja auch direkt sagen können, dass sie/er mich sch....e findet.

    Andererseits wars ein voll super Gespräch mit meinem *Chef*, jetzt ist er ganz neugierig auf das 4. Buch, weil wir eigentlich die meiste Zeit eher darüber geredet haben in den 1,5 Stunden, in denen ich bei ihm war *lach*

    Du siehst, auch diese Bewertung hatte was Gutes - sonst wären wir nie auf die Thematiken des Bewerten und Beurteilen und die Entwicklungsstufen nach Clare Graves gekommen - und im Endeffekt weiß ich jetzt sicher, dass er voll hinter mir steht.

    Und jetzt geh ich meine Langzeitarbeitslosen mit Gesprächen über Beziehungen quälen - heut kann ichs ihnen nicht ersparen ;-) also nur, falls wer da ist.



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    Jo - 09.07.2007, 09:08


    Hi ChrisTina !

    gestern hab ich ja eher mehr nur rein gelesen....und hier ist mir momentan mal echt nix eingefallen...ausser, drüber schlafen. :-D

    Da gibts ja die Teilnehmer, die gerne viel selbst erarbeiten wollen...und auch die, die am Liebsten alles schriftlich haben wollen....zum vorlesen, nachlesen...und sicher ist sicher. Und auch alles "vorgekaut".
    Die brauchen zum Teil sehr viel Struktur.
    Eher so die Art Vorlesungen und Unmengen an Skripten, wenns geht.

    Schade find ich´s auch, daß im Kurs keine Rückmeldungen gekommen sind.
    Andererseits finde ich es gut, wenn jemand seinen Frust im Detail begründet. Weil einfach nur irgendwelche Noten da stehen haben....damit lässt sich ja rein gar nichts anfangen.

    So kannst ja schaun, ob trotz "Tonfall" noch was Verwertbares drin ist.

    Hatte mal eine Jugendgruppe.....da hab ich mich um alle gekümmert, klar...doch eine, die hätt ich wohl mit heim nehmen sollen...so intensiv wollte sie Aufmerksamkeit für sich haben. Klar hat sie die auch bekommen...aber eben nicht für sich allein mehr als für die ganze Gruppe.

    Gerade Jugendliche öffnen sich ja eher (Liebeskummer, Probleme daheim,...) ...und in den Pausen hab ich teilweise auch Therapiestunden vereinbart, Schlafmöglichkeiten eruiert ...da ist viel schon vorgekommen.

    Und ausgerechnet sie hat mir bei dem Punkt "Eingehen auf Teilnehmer" als Einzige eine "schlechte Note verpasst". Sie hat es nicht ertragen können, daß ich mich um die anderen eben auch gekümmert habe. War wie ein "Fass ohne Boden".....
    Was ich ja auch bis zu einem gewissen Grad nach vollziehn kann. Dennoch kann´s nicht meins sein, es zu füllen. Das sprengt einfach realistische Erwartungshaltungen in so einem Rahmen.

    Deshalb mach ich das gerne....zu Beginn die Erwartungshaltungen besprechen und dann schaun, wie weit die realistisch umsetzbar sind in dem Rahmen. Und so wird auch gleich mal klarer, daß es auch an den Teilnehmer.innen liegt, sich das zu holen, was sie brauchen.
    Einfach zurück lehnen, bedienen lassen...gilt nicht :wink:

    Und so lässt sich am Ende auch viel besser besprechen, wie weit Erwartungshaltungen auch erfüllt wurden.

    Trotzdem werden wohl nie alle immer zufrieden sein. Is halt so....


    Zitat: Du siehst, auch diese Bewertung hatte was Gutes - sonst wären wir nie auf die Thematiken des Bewerten und Beurteilen und die Entwicklungsstufen nach Clare Graves gekommen - und im Endeffekt weiß ich jetzt sicher, dass er voll hinter mir steht.



    das ist mir auch wichtig. Zu wissen, dass jemand mich gesamt sieht und nicht nur aufgrund vereinzelter Beurteilungen.
    Auch hinter mir steht, wenn´s drauf an kommt.....weil mich eben ausreichend kennt.

    Weil perfekt ist niemand....

    liebe Morgengrüße !

    ....und einen klasse Tag heute !

    :-D Jo/Karin



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    Reinfriede - 09.07.2007, 13:44


    Den Vorschlag von Jo mit dem Gespräch, wer welche Erwartungen hat, finde ich gut.

    Da lässt sich vielleicht im Vorfeld bereits abchecken, wer wie gestrickt ist.

    Dass im Endeffekt doch was Positives dabei rausgekommen ist, finde ich klasse. *applaudier*

    Liebe Grüße
    Reinfriede



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    ChrisTina - 09.07.2007, 17:37


    Nö - kann die Erwartungshaltung nicht vorab eruieren, weil hab genau 3 Abende Zeit für Internet und Outlook und 3 Abende für PowerPoint - und danch sollten sie die Prüfung für den ECDL schaffen - wenn ich da auch noch Erwartungshaltung checke kommen wir zu gar nichts - das hatte ich schon vor einigen Jahren abgehandelt gehabt :-)

    Aber macht ja nix - jedem kann ichs sowieso nicht recht machen. Mal sehen, wie der nächste Kurs läuft.



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    Jo - 09.07.2007, 18:42


    Also ein Crashkurs und dann gleich Prüfung. Naja, das macht manchen vielleicht auch viel Druck. Sechs Abende sind dann für manche vielleicht doch nicht so viel.
    Gerade, wenn jemand mehr Schablone braucht und nicht nach eigenem Sinnverständnis lernt.

    Jedem immer Recht getan, ist eine Kunst die keiner kann *lach*

    Zitat: Mal sehen, wie der nächste Kurs läuft.

    ...würde ich auch mal so sehen. Schliesslich sind diese zwei ja nicht die Einzigen, die du bisher gemacht hast. Und über die Jahre hast schon so viele Arten von Kursteilnehmern gesehen....da kriegst die möglichen Perfektionisten die im Kurs (leider) nichts sagen auch noch in den Griff.

    :-D Jo



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    Jo - 10.07.2007, 11:42


    Zitat: Jedem immer Recht getan, ist eine Kunst die keiner kann *lach*

    was mir trotz Lacher zum grundsätzlichen Thema "allen recht machen" im Magen liegt....

    ...hier ist es ja so, daß es zum Teil drastische Konsequenzen gibt. Bei privaten Querelen kann "man" ja auch leichter den Rückzug suchen....

    Nur hier ....wenn du keinen solchen Kurs mehr bekommen solltest, dann ist das schon eine schwerere Auswirkung als mal eine Meinungsverschiedenheit.

    Ob es jetzt sinnvoll ist oder nicht, stark strukturiert vorgekaut zu lernen oder nicht.....das ist die eine Frage.

    So lange aber Kursmitglieder das so glauben und wollen....so lange werden sie sich vielleicht beschweren, wenns für sie anders ist.

    Das ist denke ich Fakt. Und dann bleibt nur mehr (denk ich) die möglicherweise etwas ärgerliche Entscheidung....wie weit du ihnen da entgegen kommen kannst und magst, ohne das Gefühl für sinnvolles Lernen zu verlieren.

    Bei mir ist es so....müsste ich mich jetzt so nur a la Vortrag hinstellen (friss oder stirb :-D )....NUR so.....mit Einheitsvortrag (unabhängig vom aktuell verschiedenen Wissensstand der einzelnen Mitglieder)....dann wär das zwar sehr, sehr stark strukturiert :-D aber ich würde bald das Handtuch werfen, glaub ich.

    Ausser mir könnte jemand den Sinn richtig glaubhaft machen, warum die einen sich anfangs mega langweilen sollen, während die "blutigen Anfänger " sich in dem Druck dann überfordert fühlen.
    Und ich glaube nicht, daß das jemandem so rasch gelingt. :-D

    Was ich damit sagen will....für mich geht´s darum (um ins allgemeine Thema wieder zu kommen)....welche Anregungen für mich "Futter" sind um kreativ zu werden....und wo ich mich schlicht und ergreifend meinem Gefühl nach zu sehr verleugnen würde und deshalb eine aktuelle Grenze ziehe.

    :-D Jo



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    Reinfriede - 10.07.2007, 16:40


    Zu dem Thema fällt mir noch was ein, aus der Zeit, in der ich auch unterrichtet habe:

    Ich war stets frustriert, wenn Schüler (und das waren Erwachsene, die viel Geld dafür hingelegt hatten) nicht mitarbeiteten, sondern sich bloß berieseln lassen wollten.

    Oder ich sie gebeten hatte, Ausarbeitungen bzw. Vorbereitungen für die nächste Unterrichtseinheit zu machen und dann saßen sie da und hatten keine Ahnung....*grmpf*

    Meine Vorgesetzte hat mir damals vorgeworfen, einige Schüler hätten sich beschwert, weil ich zuviel von ihnen verlangen würde. :shock:

    Manchmal hatte ich das Gefühl, manche Schüler meinten, wenn sie dafür bezahlen, würde ich auch für sie lernen. Alles inklusive.

    Waren Gott sei Dank nicht alle so - aber die, die so waren, waren dann auch die, die sich beschwerten - hinterrücks.

    Meine ganz persönliche Genugtuung in der Beziehung war der Gedanke, dass sies so wahrscheinlich auch nicht weit bringen werden. :D

    Liebe Grüße
    Reinfriede



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    Jo - 10.07.2007, 19:12


    Zitat: Waren Gott sei Dank nicht alle so - aber die, die so waren, waren dann auch die, die sich beschwerten - hinterrücks.



    ...statt erst mal das persönliche Gespräch zu suchen. *grr* sowas kann ich auch nicht leiden.
    Weil es einer guten und versöhnlichen gemeinsamen Klärung erst mal den Boden entzieht.

    :? :-D Jo



    Re: Vom Umgang mit Kritik.....

    Reinfriede - 10.07.2007, 19:28


    Jo hat folgendes geschrieben: Zitat: Waren Gott sei Dank nicht alle so - aber die, die so waren, waren dann auch die, die sich beschwerten - hinterrücks.



    ...statt erst mal das persönliche Gespräch zu suchen. *grr* sowas kann ich auch nicht leiden.
    Weil es einer guten und versöhnlichen gemeinsamen Klärung erst mal den Boden entzieht.

    :? :-D Jo

    Da hab ich mich seinerzeit natürlich auch gefragt, warum sie nichts zu mir gesagt hatten.

    Die möglichen Erklärungen wie: Sie hatten Angst vor mir etc. waren allesamt nicht gerade schmeichelhaft für mich :oops: Darum hab ich es dann gelassen, nach Ursachen zu suchen. Weil eben nicht alle so waren, sondern nur einige wenige. Damit konnte (musste) man halt leben.

    Liebe Grüße
    Reinfriede



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