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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Infamous Forum: Die Nordland Saga - Drachenbergen II Forenbeschreibung: Foren zum NWN-RPG-Freeshard-Projekt «Die Nordland Saga - Drachenbergen II» aus dem Unterforum: Rezessionen Antworten: 1 Forum gestartet am: Freitag 23.03.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Bastion der gebrochenen Seelen Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 6 Tagen, 12 Stunden, 15 Minuten
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Re: Bastion der gebrochenen Seelen
Infamous - 23.03.2007, 19:09Bastion der gebrochenen Seelen
Uralte Schlachten, Ströme von Blut
"Ein äonenalter Krieg neigt sich dem Ende zu und bedroht das Gleichgewicht der Schöpfung. Im Zentrum dieser chaotischen Fehde lauert ein legendärer Schrecken, der nach Unsterblichkeit giert, koste sie, was sie wolle. Nur die mächtigsten Helden dürfen hoffen, einer Macht trotzden zu können, auf die selbst Götter keinen Einfluß haben."
Titel: Bastion der gebrochenen Seelen
Autor: Bruce R. Cordell
Publisher: Dungeons & Dragons / Feder & Schwert
Genre: Standalone Abenteuer
Setting: D&D 3.0
Preis: ca. 14 € (DIN-A4 proschürt, 48 Seiten)
Als ein niedergeschriebenes D&D-Abenteuer ausgelegt für Charaktere der 18. Stufe (die im Laufe des Abenteuers episch werden können) präsentiert sich die Bastion der gebrochenen Seelen auf beeindruckende Art und Weise. Neben der spektakulären Einbeziehung der SCs durch die Haupteinstiegsmöglichkeit besteht die Option durch weitere kreative Nebeneinsteigsmöglichkeiten die Spieler in dieses Abenteuer einzubinden. Planares Reisen, extraordinäre Verbündete, sagenumwobene Feinde (Demogorgon, Cathezar, Drachen, Dämonen etc.), zahlreiche Schauplätze und herausfordernde Rätsel machen dieses Abenteuer, online als auch auf dem Deck, zu einem fortwährend spannenden Abenteuer, das je nach Findigkeit der Spieler und Hilfestellung des Spielleiters gut 20 bis 25 Stunden unterhaltsam ausfüllen kann.
Besonders gut gefällt mir die Umsetzung und die Handlungsmöglichkeiten der Spielercharaktere, nach dem Prinzip, alles kann nichts muss. Dank dieser Flexibilität führen viele Wege zum (Etappen-)Ziel und überlassen die Umstände und die Schwierigkeit ganz der Kreativität und dem Engagement der Spieler. Straight-Ahead Abenteuer können schnell langweilig wirken da die nötige Integration und Bezugnahme der Spieler fehlt. Wurde hier meiner Meinung nach toll gelöst.
Ein weiteres Plus kassiert dieses Abenteuer in der Bereitstellung, Beschreibung und Glaubwürdigkeit der dutzenden NSC und Schauplätze. Je nach Entwicklung des Spielverlaufs können bestimmte Orte aufgesucht und unterschiedliche NSCs kennengelernt werden. Die Bastion selbst ist eine Art transdimensionelle Ebene die große Herausforderungen an die Spieler stellt und zugleich mit neuen Gegnertypen wie Energonen, Kristallkreischern, aufgestiegenen und Traumgeborenen Kreaturen die Spieler auf eine unkonventionelle und bisweilen unbekannte Art fordert. Die Artefakte, die im Laufe des Spiels gefunden werden können, finde ich persönlich etwas zu stark geraten. Andererseits ist die Anforderung an das kämpferische Können der Spieler recht hoch angesetzt, was durch diese Artefakte wieder kompensiert wird, vorausgesetzt, sie werden gefunden. Interessant finde ich auch, das es Artefakte gibt (wie das Seelentotem), das aus zwei oder mehr Bruchstücken zusammengesetzt werden kann, und erst wenn alle Bruchstücke verfügbar sind, seine wahre Macht entfalltet.
Vom Storyverlauf möchte ich nicht viel preisgeben, außer das sie fortweg spannend bleibt und durch vielerlei Umstände beeinflusst werden kann. Intrigen, Verrat und Täuschung sind ein immer wahrzunehmender Bestandteil. Das Böse ist jede Methode recht, den Nachkomme Dydds zu finden, gefangen zu nehmen und das Blut des Auserwählten zu missbrauchen, um das eigene Ziel zu erreichen. Besonders gut gelungen ist hierbei auch der Umstand, das selbst unter den bösen Mächten Konflikte entstehen und bereits entstanden sind, so haben die Spieler die Möglichkeit, andere Kräfte gegen die von ihnen augenscheinlich größte Bedrohung auszuspielen. Der Abschluss des Abenteuers ist so variabel wie das Abenteuer selbst, und selbst beim Scheitern der Spieler eröffnen sich neue Abenteuer und Möglichkeiten, orientiert nach dem Fortschritt der Spieler im Abenteuer.
Sehr ansprechend fand ich den NSC und möglichen Begleiter Nurn
(Todesslaad, Diener Hethradiahs) bei dem man auf Grund seiner mysteriösen und nicht gerade offenen Art und Geheimniskrämerei nie genau weiß, woran man bei ihm ist, und ob er nicht ganz andere Ziele verfolgt, und die Spieler nur dafür benutzt. Etwas ärgerlich ist es, wenn die Wahl des Nachfahre Dydds auf einen Druiden fällt, da auf Grund seiner Fähigkeiten einige Teile des Abenteuers aufwandslos übersprungen werden können, was den Spielverlauf ungemein kürzt. Ebenso ein Minus, was man jedoch oft in den deutschen Übersetzungen findet, ist nur ausreichende Übersetzung des Abenteuers in die deutsche Sprache, die ab und an vereinzelnt Fragen offen lässt.
Für Abenteuerlustige Spieler und Spielleiter, die ein Abenteuer auf einer ganzen neuen Ebene des Multiversums erleben möchten, Freunde von bekannten D&D-Dämonen und Ebenen sind, Wert auf authentische Spielfiguren legen und ihre Freude an ausgepfeilten Rätseln und mächtigen Artefakten haben, kann man dieses Abenteuer allerwärmstens empfehlen.
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