Der Flyer

Anti-Bundeswehr-AG
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    Re: Der Flyer

    cubert - 23.03.2007, 20:29

    Der Flyer
    Hier kann alles rund um den Flyer besprochen werden.



    Re: Der Flyer

    Anonymous - 24.03.2007, 17:41

    Erster Abschnitt fertig... wird wohl doch eher ein A4 Flyer
    IRAKKRIEG+ KONGO-EINSATZ 2003


    Ganz Deutschland war sich dieser Tage einig: „Krieg ist keine Lösung“. Ganze 85% der Bevölkerung waren gegen den Irakkrieg. Eine halbe Millionen Menschen demonstrierten für den Frieden. Mit ihnen demonstrierten auch PolitikerInnen von rot- grün. Wenn MitgliederInnnen der Regierungsparteien für ihre eigene Politik auf die Straße gehen, dann ist das nicht nur absurd, sondern hat dann auch immer seine speziellen Gründe. Welches Interesse nämlich wirklich hinter der deutschen „Friedenspolitik“ steckt, wird verschwiegen. Die deutsch- irakischen Wirtschaftsbeziehungen sind traditionell eng und sollen nicht gefährdet werden, denn Deutschland ist einer der Hauptexporteure in die Länder des Nahen Ostens. Somit kann sich eine politische Neuordnung der Region nur negativ für Deutschland auswirken. Hinter der Parole „Kein Blut für Öl“ verbirgt sich unausgesprochen der Gedanke „Frieden für deutsche Wirtschaftsprofite“. Noch erschreckender zeigt die Dreistigkeit der Regierung, 6 Tage nach der größten Friedensdemonstration seit über 20 Jahren unter ihrer Mitwirkung und in deren Windschatten, neue so genannte verteidigungspolitische Richtlinien zu erlassen, welche den Aus- und Umbau der deutschen Bundeswehr zur internationalen Kampftruppe zu besiegeln und zeigen, wo die Reise wirklich hingeht. Denn das Ziel der europäischen und deutschen Außenpolitik ist es, schnell und möglichst Flexibel dort eingreifen, wo eigene Einflusssphären bedroht sind oder ausgebaut werden können. So verwundert es auch nicht, wenn aus einem Papier des Außenministeriums zur „Außenpolitischen Strategie für Zentralafrika“ 2003 hervorgeht, dass das Sichern eines deutschen bzw. deutsch- europäischen Machtbereichs in Afrika im Interesse deutscher Außenpolitik liegt. Um diese eigenen Vorgaben dann auch zu erfüllen, beteiligte sich die Bundeswehr- ohne jegliche öffentliche Diskussion- dann auch am ersten Kampfeinsatz der EU- Eingreiftruppe im Kongo. Dies zeigt deutlich, dass die Ablehnung des Irakkrieges und der Kriegseinsatz im Kongo keinesfalls zwei widersprüchliche Fakten sind sondern, dass sich vielmehr bei beiden jeweils wirtschaftliche Interessen mit dem Bedürfnis nach internationaler Profilierung verbinden lassen.



    Re: Der Flyer

    Anonymous - 24.03.2007, 18:42


    Erstmal ein großes Danke an momo für den Flyertext. Er ist doch recht gelungen, aber einige Kritikpunkte bzw. Vorschläge habe ich dennoch.

    Gibt es das Wort "MitgliederIn"? Ich schreibe ja sonst ebenso wie du bewusst antisexistisch mit der "In" -Form, aber "Mitglied" ist neutral und daher ist das hier nicht nötig.

    Zitat: Welches Interesse nämlich wirklich hinter der deutschen „Friedenspolitik“ steckt, wird verschwiegen.


    Das "nämlich" einfach vors "verschwiegen" setzen. Klingt besser.

    Zitat: Somit kann sich eine politische Neuordnung der Region nur negativ für Deutschland auswirken. Hinter der Parole „Kein Blut für Öl“ verbirgt sich unausgesprochen der Gedanke „Frieden für deutsche Wirtschaftsprofite“

    Ich weiß, was du meinst, aber die Aussage ist zu pauschal und absolut. Auch wirkliche FriedensaktivistInnen und NGOs haben diese Parole skandiert und taten dies völlig uneigennützig.
    Besser vielleicht sowas wie "Hinter der Anti-Kriegs-Haltung der Bundesregierung verbarg sich also lediglich der unausgesprochene Gedanke "Frieden für deutsche Wirtschaftsprofite".

    Zitat: Noch erschreckender zeigt die Dreistigkeit der Regierung, 6 Tage nach der größten Friedensdemonstration seit über 20 Jahren unter ihrer Mitwirkung und in deren Windschatten, neue so genannte verteidigungspolitische Richtlinien zu erlassen, welche den Aus- und Umbau der deutschen Bundeswehr zur internationalen Kampftruppe zu besiegeln und zeigen, wo die Reise wirklich hingeht.

    Die "6" als Zahlwort ausschreiben und das "zu" vor dem "besiegeln" muss weg.


    Zitat: So verwundert es auch nicht, wenn aus einem Papier des Außenministeriums zur „Außenpolitischen Strategie für Zentralafrika“ 2003 hervorgeht, dass das Sichern eines deutschen bzw. deutsch- europäischen Machtbereichs in Afrika im Interesse deutscher Außenpolitik liegt.

    Wie wäre es mit einem konkreten Zitat? Jung hat sich im Weißbuch der Bundeswehr 2005 folgendermaßen geäßert: „Hierbei gilt es wegen der Export- und Rohstoffabhängigkeit Deutschlands, sich besonders den Regionen, in denen kritische Rohstoffe und Energieträger gefördert werden, zuzuwenden.“

    Da hat man gleich einen Fakt auf dem Flyer und es klingt nicht so schwammig.

    Zitat: Um diese eigenen Vorgaben dann auch zu erfüllen, beteiligte sich die Bundeswehr- ohne jegliche öffentliche Diskussion- dann auch am ersten Kampfeinsatz der EU- Eingreiftruppe im Kongo.

    Und laut dem Meinungsforschungsinstitut forsa sprachen sich etwa 63% der Deutschen gegen den Einsatz aus. 77% der Deutschen sind gegen den Tornadoeinsatz in Afghanistan und 57% sind sogar für einen sofortigen Abzug aller deutschen Truppen vom Hindukusch. Wir sollten mindestens einen dieser Umfragewerte nehmen, um auch den undemokratischen Charakter der Entscheidungsfindung zu thematisieren.

    Ansonsten gefällt mir der Flyer aber sehr gut. Jetzt sollten sich mal noch einige andere zu Wort melden.

    liebe Grüße
    Philipp



    Re: Der Flyer

    Anonymous - 24.03.2007, 19:02


    also ist ja auch erst der erste teil... aber tolle verbesserungsvorschläge! danke

    kümmer mich drum



    Re: Der Flyer

    Anonymous - 25.03.2007, 21:53


    hoi,

    mit dem entwurd des info-blattes bin ich zufrieden (va die konkreten fakten: authentisch!) - wie auch mit den kritiken. hätte jedoch einen verbesserungsvorschlag vorschlag bezüglich der überschrift:
    > Deutsche wieder im Krieg <

    bis dienstag - marcel



    Re: Der Flyer

    Anonymous - 26.03.2007, 14:12


    @Solid: reicht es, wenn ich euch den Flyer am Donnerstag Nachmittag überreiche und wir /ihr den dann druckt?
    ist es auch ok, wenn der dann A4 ist?

    mAg

    momo



    Re: Der Flyer

    Anonymous - 26.03.2007, 19:20


    hi leute,

    momo, könntest du den Flyer bis Mi fertig schreiben, damit wir ihn dann auch nochmal diskutieren und gegebenfalls ändern können?
    Kopieren müssen wir dann Donnerstag.

    liebe Grüße
    Philipp

    PS: A4? Einseitig, beidseitig? Ich wäre für beidseitige Beschriftung, falls dann trotzdem A4 dabei rauskommen würde, wäre ich dafür, noch bisschen zu kürzen. Soviel liest sich denke ich kaum jemand durch.



    Re: Der Flyer

    cubert - 26.03.2007, 20:54


    ich bin auch dagegen, einen A4-Flyer daraus zu machen. Hab heute sogar schon eine Reaktion gehört, von einer Person, die sogar den ersten Abschnitt oben schon als zu lang empfand.
    Falls wir deinen Text kürzen müssen (und davon gehe ich mal aus), können wir die vollständige Version immernoch online veröffentlichen.

    apropos: wollen wir behelfsmäßig noch einen Blog einrichten, bei auf dem wir noch ein paar Hintergrundinfos und Links angeben? Oder wir verweisen auf dieses Forum und richten einen 'öffentlichen' Bereich ein, in den wir die Sachen stellen.
    Irgendwas in der Richtung halte ich jedenfalls für notwendig, damit die Leute was haben, wo sie sich weiterinformieren können.

    MfG, Dustin



    Re: Der Flyer

    cubert - 26.03.2007, 22:47


    übrigens hab ich beim beginn des flyertextes gedacht, das wäre ne quelle, die du hier reinkopiert hast. (@momo)
    Da ich die Überschrift nicht so übernehmen würde, müsste noch ein einleitender Satz her (oder eine Änderung des vorhandenen).
    Sonst ist nicht gleich ersichtlich, worauf sich 'dieser tage' bezieht.



    Re: Der Flyer

    Anonymous - 27.03.2007, 16:52

    Plus
    wow...bin beeindruckt.
    Guter Flyer inklusive Kritiken... muss zwar zugeben, nicht ganz so der held in Wirtschaft zu sein, aber auch ich hab den Flyer kapiert. - heißt er ist bürgertauglich ^^
    Jedenfalls beführworte ich, dass sich der text auf die wirtschaflichen Interessen stützt und keine Aussagen über moralische Ansichten drin enthalten sind.
    Top!



    Re: Der Flyer

    cubert - 27.03.2007, 22:24


    damit es auch im Forum steht, hier der aktuellste Entwurf von Momo:

    ------------------------ Zitat:

    hier jetzt weitere Textteile!!! bitte nochmal um ein sorgfältiges durchlesen und Verbesserungen, denn ich denke, da gibt es wlche zu machen!!

    2 teile fehlen jetzt noch mindestens... am ende dann auswahlverfahren fürd en Flyer!!!

    außerdem sind die Überschriften schrecklich und alles muss noch ordentlich zusammengesetzt werden!!!


    Ob eine Armee nun gebraucht wird, um Bündnisaufgaben, Auslandseinsätze oder „humanitär zu intervenieren“. Was bleibt, scheint immer die Notwendigkeit einer Armee. Diese „Notwendigkeit“ liegt jedoch einzig in der Wahrnehmung ökonomische und machtpolitischen Verhältnisse und der Sicherung bzw. Vereinnahmung wirtschaftlicher Interessen(-gebiete) national und international. Es geht immer um die Sicherung des auf dem Konstrukt von Blut und Boden geschaffenen Staates und seiner Interessen. Bedrohungen werden jedoch nicht nur in kriegerischen Handlungen anderer Staaten oder Gruppen(wie z.B. dem „internationalen Terrorismus“) gesehen, sondern auch in Menschen, die sich, aus welchen Gründen auch immer, entschieden haben, in Deutschland leben zu wollen. So war nicht zuletzt die Angst vor einer Flüchtlingswelle, welche über deutsche Grenzen schwappt, ein zentraler Grund für den Kriegseinsatz in Bosnien und im Kosovo.

    Migrationbekämpfung im Rahmen der EU

    Zunehmendes Thema der europäischen Außenpolitik wird, neben Bedrohungen, wie dem „internationalen Terrorismus“ oder der „international operierenden organisierten Kriminalität“, immer mehr die Verhinderung von Einwanderung. Die verteidigungspolitischen Richtlinien stellen fest, dass die „zunehmenden Migrationsbewegungen [sich] unmittelbar auf die deutsche und europäische Sicherheit auswirken“. Es gilt, die „westliche Leitkultur“ zu schützen und vor allem Sicher zu stellen, dass die EuropäerInnen nicht von Flüchtlingen „gestört“ werden. 1992 diskutierten die Staats- und Regierungschefs der EU erstmals über Möglichkeiten der „Regionalisierung der Flüchtlingsaufnahme“. Zuerst wurde versucht, MigrantInnen an die Ränder der EU abzudrängen später, ging es um Auffanglager außerhalb der europäischen Grenzen bis hin zur Einrichtung so genannter „Schutzzonen“ in den Flüchtlingsländern selbst. Die Einrichtung solcher „Auffanglager“ und Schutzzonen wurde von der Bundesregierung forciert, damit die vom Tod bedrohten Menschen dort bleiben, wo sie hingehören und auf keinen Fall dort hin gehen können, wo es ihnen besser gehen könnte. Eine Hauptrolle bei der Verhinderung von Flucht bzw. der direkten Bekämpfung vor Ort übernimmt die Bundeswehr, damit die Festung Europa weiter aufrüsten kann, wo sie ihre Grenzen vor den Folgen ihrer eigenen Politik schon mit Hilfe von Armeen verteidigen muss.

    Durchsetzung einer Weltordnung

    „Der Auftrag der Bundeswehr ist eingebettet in die gesamtstaatliche Vorsorgepflicht für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes und unseres Wertesystems sowie für die Wahrung unserer Interessen im europäischen und transatlantischen Zusammenhang“(www.bundeswehr.de). Den untereinander in Beziehung stehenden westlichen Staaten ist eins gemein: Das Kapitalistische Wertesystem und die sich daraus ableitende Konkurrenz und das Profitstreben. Das bedeutet, dass der Kapitalismus expandieren muss, um neue Absatzmärkte zu erschließen, ebenso, wie er es nicht zulassen kann, bereits vorhandene Absatzmärkte zu verlieren. Nationale Interessen sollen durch Einsätze gesichert werden, genauso, wie der nationale politische Machteinfluss gestärkt werden soll. Kriege sind nur eine logische Konsequenz aus nationalen kapitalistischen Interessen. Alle internationalen Interventionen, sowie internationale Bündnisse sind in diesem Sinne zu verstehen. Es bringt somit augenscheinlich auch nichts, für den Frieden zu demonstrieren, wenn man keine Kritik an der Logik des kapitalistischen Systems mit sich bringt.

    ------------------------ Zitat-Ende.

    Abseits vom Inhalt kann man schonmal sagen: für einen A5-Flyer wird das definitv zu lang. Ich bin immernoch dafür, morgen gemeinsam zu entscheiden, welche Teile rausfliegen und den Text so zu kürzen, dass wir ihn auf eine A5-Doppelseite bekommen.



    Re: Der Flyer

    cubert - 28.03.2007, 20:19


    ach, ich hasse es echt, dass man bei solchen Aktionen IMMER zu wenig Zeit hat... schrecklich. dabei findet man mit ein klien wenig Suchaufwand soooo viele Sachen, die gegen die Bundeswehr sprechen. (Nur passen die leider nicht alle auf ein einziges verständliches Flugblatt)
    Außerdem findet man auch einiges an Material von Leuten, die schon zigmal ähnliche Aktionen gegen die Bundeswehr gestartet haben.

    So zum Beispiel auf dieser Seite (die auch Markus schonmal rumgeschickt hat):
    www.bundeswehr-wegtreten.de

    diese Gruppe hat schon mehrfach gegen Werbeaktionen der Bundeswehr protestiert und Aufklärungsarbeit geleistet.
    Unter anderem wurde auch dieses Flugblatt für angehende Rekruten verwendet: http://bundeswehr-wegtreten.125mb.com/2007_01_25/30112006.pdf



    Re: Der Flyer

    cubert - 28.03.2007, 21:40


    So. Hier ist der gekürzte Text von Momo. Ich werd ihn jetzt nochmal ein wenig überarbeiten. Ich hoffe, mir nimmt dann keiner das Ergebnis übel. Ich werde auch versuchen mich zu beeilen. Trotzdem bleibt das Problem, dass es wahrscheinlich keine Gelegenheit mehr geben wird, Kritik an meiner Version zu üben und was zu ändern. Es wird dank des Zeitdrucks wohl wieder reichlich undemokratisch....
    ich hoffe, wir können am Ende trotzdem alle mit dem Ergebnis zufrieden sein.

    --- Zitat Momo:
    FRIEDEN FÜR DEUTSCHE WIRTSCHAFTSPROFITE

    Ganz Deutschland war sich dieser Tage einig: „Krieg ist keine Lösung“. Ganze 85% der Bevölkerung waren gegen den Irakkrieg. Eine halbe Millionen Menschen demonstrierten für den Frieden und mit ihnen unter anderem auch PolitikerInnen von rot- grün. Wenn Mitglieder der Regierungsparteien für ihre eigene Politik auf die Straße gehen, dann ist das nicht nur absurd, sondern hat dann auch immer seine speziellen Gründe. Das Anliegen, welches hinter der deutschen „Friedenspolitik“ wirklich steckt: Die deutsch- irakischen Wirtschaftsbeziehungen sind traditionell eng und sollen nicht gefährdet werden, denn Deutschland ist einer der Hauptexporteure in die Länder des Nahen Ostens. Somit kann sich eine politische Neuordnung der Region nur negativ für Deutschland auswirken. Hinter der Anti- Kriegs Haltung der Bundesregierung verbarg sich also lediglich der Gedanke „Frieden für deutsche Wirtschaftsprofite“. Noch erschreckender zeigt die Dreistigkeit der Regierung, sechs Tage nach der größten Friedensdemonstration seit über 20 Jahren unter ihrer Mitwirkung und in deren Windschatten, neue so genannte verteidigungspolitische Richtlinien zu erlassen, welche den Aus- und Umbau der deutschen Bundeswehr zur internationalen Kampftruppe besiegelten und ganz Allgemein zeigen, wo die Reise wirklich hingeht. Denn das Ziel der europäischen und deutschen Außenpolitik ist es, schnell und möglichst Flexibel dort einzugreifen, wo eigene Einflusssphären bedroht sind oder ausgebaut werden können. So verwundert es auch nicht, wenn aus einem Papier des Außenministeriums zur „Außenpolitischen Strategie für Zentralafrika“ 2003 hervorgeht, dass das Sichern eines deutschen bzw. deutsch- europäischen Machtbereichs in Afrika im Interesse deutscher Außenpolitik liegt. Um diese eigenen Vorgaben dann auch zu erfüllen, beteiligte sich die Bundeswehr- ohne jegliche öffentliche Diskussion- dann auch am ersten Kampfeinsatz der EU- Eingreiftruppe im Kongo. Dies zeigt deutlich, dass die Ablehnung des Irakkrieges und der Kriegseinsatz im Kongo keinesfalls zwei widersprüchliche Fakten sind sondern, dass sich vielmehr bei beiden jeweils wirtschaftliche Interessen mit dem Bedürfnis nach internationaler Profilierung verbinden lassen.


    WOZU KRIEGE GUT SIND

    „Der Auftrag der Bundeswehr ist eingebettet in die gesamtstaatliche Vorsorgepflicht für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes und unseres Wertesystems sowie für die Wahrung unserer Interessen im europäischen und transatlantischen Zusammenhang“(www.bundeswehr.de). Den untereinander in Beziehung stehenden westlichen Staaten ist eins gemein: Das Kapitalistische Wertesystem und die sich daraus ableitende Konkurrenz und das Profitstreben. Das bedeutet, dass der Kapitalismus expandieren muss, um neue Absatzmärkte zu erschließen, ebenso, wie er es nicht zulassen kann, bereits vorhandene Absatzmärkte zu verlieren. Nationale Interessen sollen durch Einsätze gesichert werden, genauso, wie der nationale politische Machteinfluss gestärkt werden soll. Kriege sind nur eine logische Konsequenz aus nationalen kapitalistischen Interessen. Alle internationalen Interventionen, sowie internationale Bündnisse sind in diesem Sinne zu verstehen. Es bringt somit augenscheinlich auch nichts, für den Frieden zu demonstrieren, wenn man keine Kritik an der Logik des kapitalistischen Systems mit sich bringt. Ob eine Armee nun gebraucht wird, um Bündnisaufgaben, Auslandseinsätze oder „humanitär zu intervenieren“. Was bleibt, scheint immer die Notwendigkeit einer Armee. Diese „Notwendigkeit“ liegt jedoch einzig in der Wahrnehmung ökonomische und machtpolitischen Verhältnisse und der Sicherung bzw. Vereinnahmung wirtschaftlicher Interessen(-gebiete) national und international.
    Aus diesen Positionen heraus, präsentiert sich nun die Bundeswehr als vermeintlich „normaler Arbeitgeber“ an der Jobbörse. Aber nicht nur hier, sondern auch mit vielfältigen Kampagnen wie z.B. eigens organisierten Beachvolleyball- Turnieren wird versucht, Jugendlichen das „Abenteuer Bundeswehr“ schmackhaft zu machen. Es geht darum, Militarismus in der Mitte der Gesellschaft zu etablieren, als scheinbar völlig normales Mittel, um nationale Interessen zu sichern und Konflikte zu lösen.

    Deshalb fordern WIR: Bundeswehr runter von den Schulen!!!

    Für weitere Infos schaut unter:
    www.NoBundeswehr.Blogsport.de
    --- Zitat-Ende.



    Re: Der Flyer

    micha.core - 17.02.2008, 16:18


    Sry ^^



    Re: Der Flyer

    cubert - 17.02.2008, 16:53


    der Flyer da oben im Post vom 28.03.2007 ist natürlich der alte. Und es war auch nicht ganz die fertige Version. Ich hatte den Flyer nochmal ein kleinwenig überarbeitet.
    Danach waren zwar nicht alle Kritikpunkte beseitigt aber er war meiner Meinung nach noch etwas lesbarer bzw. verständlicher:

    Zitat: FRIEDEN FÜR DEUTSCHE WIRTSCHAFTSPROFITE

    Ganz Deutschland war sich im März 2003 einig: „Krieg ist keine Lösung“. Ganze 85% der Bevölkerung waren gegen den Irak-Krieg. Eine halbe Millionen Menschen demonstrierten für den Frieden und mit ihnen unter anderem auch PolitikerInnen von Rot- Grün. Wenn Mitglieder der Regierungsparteien für ihre eigene Politik auf die Straße gehen, dann ist das nicht nur absurd, sondern hat dann auch immer ganz spezielle Gründe. Das Anliegen, welches hinter der deutschen „Friedenspolitik“ wirklich steckt: Die deutsch- irakischen Wirtschaftsbeziehungen sind traditionell eng und sollen nicht gefährdet werden, denn Deutschland ist einer der Hauptexporteure in die Länder des Nahen Ostens. Somit konnte sich eine politische Neuordnung der Region nur negativ für Deutschland auswirken. Hinter der Anti- Kriegs Haltung der Bundesregierung verbarg sich also lediglich der Gedanke „Frieden für deutsche Wirtschaftsprofite“.
    Sechs Tage nach der größten Friedensdemonstration seit über 20 Jahren zeigte sich, wie wenig die Bundesregierung auf Abrüstung und militärische Zurückhaltung gibt, wenn es um die deutschen Streitkräfte geht. So wurde noch im März eine neue verteidigungspolitische Richtlinien erlassen, welche den Aus- und Umbau der deutschen Bundeswehr zur internationalen Kampftruppe besiegelt.
    Das Ziel der europäischen und deutschen Außenpolitik ist es, schnell und möglichst flexibel dort einzugreifen, wo eigene Einflusssphären bedroht sind oder ausgebaut werden können.

    So heißt es im Weißbuch der Bundeswehr, welches vom 2006 vom Verteidigungs-Ministerium herausgegeben wurde: „Hierbei gilt es wegen der Export- und Rohstoffabhängigkeit Deutschlands, sich besonders den Regionen, in denen kritische Rohstoffe und Energieträger gefördert werden, zuzuwenden.“

    Um diese eigenen Vorgaben auch zu erfüllen, beteiligte sich die Bundeswehr - ohne jegliche öffentliche Diskussion - dann auch am ersten Kampfeinsatz der EU- Eingreiftruppe im Kongo. Dies zeigt deutlich, dass die Ablehnung des Irak-Krieges und der Kriegseinsatz im Kongo keinesfalls zwei widersprüchliche Fakten sind sondern, dass sich vielmehr bei beiden jeweils wirtschaftliche Interessen mit dem Bedürfnis nach internationaler Profilierung verbinden lassen.

    WOZU AUSLANDSEINSÄTZE GUT SIND

    Im Kapitalismus stehen die Unternehmen jedes Landes und somit die Länder an sich, in scharfer Konkurrenz zueinander. Die Wirtschaft jeder Nation strebt nach maximalem Profit. Aus diesem Grund müssen auch deutsche Unternehmen stets expandieren und neue Absatzmärkte erschließen.
    Mit militärischen Interventionen versucht auch Deutschland, seine nationalen Interessen in der Welt zu vertreten.
    Der bewaffnete Einsatz der Bundeswehr zur „Friedenssicherung“ im Kongo fand also nicht zufällig in einem der rohstoffreichsten Länder Afrikas statt.
    Das Bundes-Vertiedigungsministerium sagte in diesem Zusammenhang, dass "Stabilität in der rohstoffreichen Region" im Interesse "der deutschen Wirtschaft" sei.

    „Der Kongo ist eines der ressourcenreichsten Länder der Welt und verfügt vor allem über strategische Rohstoffe, die für Europa wichtig sind: Wolfram, Mangan- und Chromerze, Kobalt, Uran, Erdöl, Coltan, Beryllium.“ (Andreas Schockenhoff, Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion)

    Kriege sind nur eine logische Konsequenz aus nationalen kapitalistischen Interessen. Auch alle internationalen Interventionen, sowie internationale Bündnisse (sowohl NATO-Einsätze als auch UN-Missionen) sind in diesem Sinne zu verstehen. Es bringt somit augenscheinlich auch nichts, für den Frieden zu demonstrieren, wenn man keine Kritik an der Logik des kapitalistischen Systems mit sich bringt.

    Die Bundeswehr präsentiert sich nun als vermeintlich „normaler Arbeitgeber“ an der Jobbörse. In Zeiten , in denen Ausbildungs- und Arbeitsplätze knapp sind, versucht sie, Jugendlichen das „Abenteuer Bundeswehr“ schmackhaft zu machen. Nicht nur an Schulen und Arbeitsämtern sondern auch mit einem Bundeswehr-Volleyball-Tunier und ähnlichen Veranstaltung, wird für die deutschen Streitkräfte geworben. Dabei geht es auch darum, Militarismus in der Mitte der Gesellschaft zu etablieren, als scheinbar völlig normales Mittel, um nationale Interessen zu sichern und Konflikte zu lösen.

    Deshalb fordern WIR: Bundeswehr runter vom Schulhof!!!


    Mehr Infos gibt es unter: NoBundeswehr.blogsport.de



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