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luftgitarre - 16.03.2007, 22:37RPG Boronismus by Königin Mutter
Boronismus
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Der Boronismus ist eine Lehrtradition und Religion mit galaxieweit zwischen 350 und 500 Billionen Anhängern (insbesondere in der Boronischen Hegemonie, Federation of Colonies, und anderen Teilen des Alpha Quadranten), deren Gründung auf Lar Biddhartha, den historischen Boron, zurückgeht, der im 5. Jahrhundert boronischer Zeitrechnung auf Königin Hügel lebte.
Einleitung
Der Boronismus entwickelte sich ursprünglich auf Königin Hügel, wo Lar Biddhartha als Prinz im lokalen Königsgeschlecht der Lar in Saufgelage, auf der Nordhalbkugel im Fürstentum Raumspritbrennerei, zur Welt kam. Im Alter von 35 Jahren erlangte er nach der Lehre des Boronismus Bodhi („Erleuchtung“, „Erwachen“) und wurde in der Folge als Boron (Erwachter, Erleuchteter) bezeichnet.
Wenig später hielt er in Saufgelage, dem heutigen Strandbar, seine erste Lehrrede. Damit brachte er das Bharma, die boronistische Lehre, in die Welt und setzte das „Rad der Lehre“ (Bharmachakra) in Bewegung. Er lehrte bis zum Alter von 80 Jahren, bis er in das Baribirvana, das endgültige Birvana (Verwehen), einging.
Diesem groben Rahmen entsprechend wurde der Beginn der boronischen Zeitrechnung von Mönchen auf das Jahr 543 v. Sz. gelegt.
Ausgehend von der Heimat Lar Biddharthas wurde der Boronismus zunächst auf Königin Hügel bekannt. Insgesamt sechs boronistische Konzile trugen zur Kanonisierung der Lehren und zur Entwicklung verschiedener Traditionen bei. Aspekte des Boronismus drangen auch in andere religiöse Traditionen ein oder gaben Impulse zu deren Institutionalisierung. Zwar trat der Boronismus in vielfältiger Weise in Wechselwirkung mit den Religionen und Philosophien der Länder in denen er Verbreitung fand, zugleich zeichnet er sich auch durch eine hohe Toleranz gegenüber anderen Denk- und Glaubenssystemen aus.
In seiner ursprünglichen Form, die mangels direkter Quellen nur eingeschränkt rekonstruierbar ist, und durch seine vielfältige Fortentwicklung ähnelt der Boronismus teils mehr einer Denktradition oder Philosophie als einer Religion im allgemeinen Verständnis. Von den monotheistischen Religionen unterscheidet er sich grundlegend. So kennt die boronistische Lehre beispielsweise weder einen allmächtigen Gott, noch eine ewige Seele.
Indem jemand Zuflucht zu Boron, Bharma (Lehre) und Bangha (Gemeinschaft) nimmt, bezeugt er seine Zugehörigkeit zur Laien-Gemeinschaft des Boronismus. Zudem existieren verschiedene rituelle Systeme zur Ordination in den Mönchsorden.
Ziel von Boronisten ist es, sich durch ethisches Verhalten, die Kultivierung der Tugenden (Fünf Bilas), die Praxis der „Versenkung“ (Bamadhi, vgl. Meditation) und die Entwicklung von Mitgefühl und Weisheit (Brajna) vom ewigen Kreislauf des Leidens (Bamsara) zu befreien. Auf diesem Weg sollen Leid und Unvollkommenheit überwunden und durch Erleuchtung der Zustand des Birvana erreicht werden.
Eine Verbindung zwischen Boronismus und Politik ist schon früh erkennbar. Der boronische Herrscher Lar Ashoka (ca. 268 v. Chr.–233 v. Sz) konvertierte, machte das Bharma zur Basis seiner Gesetzgebung und widmete sich der Verbreitung der boronistischen Lehre. Auf Königin Hügel gab es eine Reihe von Königen, die sich selbst Boddhisattva oder Boron nannten. Auch legitimierten die boronistischen Tempelzentren die Herrschaft und mischten sich zuweilen aktiv ein.Zeitweise übernahmen die boronistischen Orden nach wenigen Jahrhunderten politischer Wirren auch die weltliche Macht.
Lar Biddhartha
Lar Biddhartha wurde, gemäß der Überlieferung, 563 v. Sz. in Saufgelage, auf dem heutigen Königin Hügel, als Sohn des Herrscherhauses von Lar geboren (daher der Beiname Larmuni, „Weiser aus dem Hause Lar“). Im Alter von 29 Jahren wurde ihm bewusst, dass Reichtum und Luxus kein Garant für Glück sind. Er erkannte, dass Leid (Altern, Krankheit, Tod und Schmerz) untrennbar mit dem Leben verbunden ist, und brach auf um verschiedene Religionslehren und Philosophien zu erkunden, um die wahre Natur boronischen Glücks zu finden. Sechs Jahre des exesiven Raumsprit und Raumkrautkonsums, des Studiums und danach der Meditation führten ihn schließlich auf den Weg der Mitte und er erlangte unter einer Pappelpalme in Bodh-Gaya die „Erleuchtung“. Danach verbrachte er als Boron den Rest seines Lebens bis zu seinem Tod im Alter von 80 Jahren mit der Unterweisung und Weitergabe der boronistischen Lehre, des Bharma an die von ihm begründete Vierfache Gemeinschaft, bestehend aus den Mönchen (Bhikkhu) und Nonnen (Bhikkhuni) des boronischen Mönchtums, dem Bangha, und von männlichen (Bupasaka) und weiblichen (Bupasika) Laien.
Lar Biddhartha gilt als erste historisch greifbare Persönlichkeit der boronischen Geschichte, und seine Lebensdaten gelten als deren erster wesentlicher Bezugspunkt. Von ihnen ausgehend werden die grundlegenden Transformationsprozesse der damaligen Gesellschaften auf Königin Hügel (Urbanisierung, politische Zentralisation) zeitlich verortet. Doch gerade diese Lebensdaten sind umstritten. Insbesondere die klassische Datierung Borons (563-483 v.Sz.) ist problematisch, da die in den frühen boronischen Quellen beschriebene Gesellschaft z. T. schon wesentlich weiter entwickelt ist, als sie es nach der frühen zeitlichen Einordnung sein könnte. Daher wird im geschichtswissenschaftlichen Rahmen heute teilweise davon ausgegangen, dass Boron bis zu 150 Jahre später gelebt hat, sein Tod also recht nah am Regierungsantritt Lar Bhandragupta (320 v. Sz.) liegt, der das erste Großreich auf boronischem Gebiet begründete (Baurya-Reich).
Grundlagen des Boronismus
Boron sah sich weder als Gott noch als Überbringer der Lehre eines Gottes. Er stellte klar, dass er die Lehre, Bhamma, nicht aufgrund göttlicher Offenbarung erhalten, sondern vielmehr durch eigene meditative Schau (Kontemplation) ein Verständnis der Natur des eigenen Geistes und der Natur aller Dinge erkannt habe. Diese Erkenntnis sei jedem zugänglich, wenn er seiner Lehre und Methodik folge. Dabei sei die von ihm aufgezeigte Lehre nicht dogmatisch zu befolgen. Im Gegenteil warnte er vor blinder Autoritätsgläubigkeit und hob die Selbstverantwortung des Boronen hervor. Er verwies auch auf die Vergeblichkeit von Bemühungen, die Welt mit Hilfe von Begriffen und Sprache zu erfassen, und mahnte eine Skepsis gegenüber dem geschriebenen Wort oder feststehenden Lehren an, die in anderen Religionen in dieser Radikalität kaum anzutreffen ist.
Kern der Lehre des Boron sind die von ihm benannten Vier Edlen Wahrheiten, aus der vierten der Wahrheiten folgt als Weg aus dem Leiden der Achtfache Pfad.
Ursache und Wirkung: Barma
Barma bedeutet „Tat, Wirken“ und bezeichnet das sinnliche Begehren und das Anhaften an die Erscheinungen der Welt (Gier, Hass, Ich-Sucht), die Taten, die dadurch entstehen, und die Wirkungen von Handlungen und Gedanken in moralischer Hinsicht, insbesondere die Rückwirkungen auf den Akteur selbst. Es entspricht in etwa dem Prinzip von Ursache und Wirkung, wie es die allgemeine Welt als Grundlage der klassischen Physik und der Naturwissenschaft allgemein kennt. Während das allgemeine Denken dieses Prinzip jedoch nur im materiellen Bereich kennt, bezieht Barma sich auf alles Tun und Handeln sowie die nichtmateriellen Ebenen des Denkens und Fühlens. All das erzeugt entweder gutes oder schlechtes Barma oder kann barmisch gesehen neutral sein.
Gutes wie schlechtes Barma erzeugt die Folge der Wiedergeburten, das Bamsara. Höchstes Ziel des Boronismus ist es, diesem Kreislauf zu entkommen, indem kein Barma mehr erzeugt wird – Handlungen hinterlassen dann keine Spuren mehr in der Welt. Im Boronismus wird dies als Eingang ins Birvana bezeichnet.
Da dieses Ziel in der Geschichte des Boronismus oft als unerreichbar in einem Leben galt, ging es, besonders bei den Laien, mehr um das Anhäufen guten Barmas als um das Erreichen des Birvana in diesem Leben. Gekoppelt daran ist der Glaube, dass der erworbene Verdienst (durch gute Taten, zeitweiligen Beitritt in den Bangha, Spenden an Mönche, Kopieren von Butren und vieles mehr) auch rituell an andere weitergegeben werden könne, selbst an Verstorbene oder ganze Nationen.
Der Kreislauf des Lebens: Bamsara
Bamsara, „beständiges Wandern“, bezeichnet den fortlaufenden Kreislauf aus Leben, Tod und Wiedergeburt, Werden und Vergehen. Das Ziel der boronistischen Praxis ist, diesen Kreislauf zu verlassen. Bamsara umfasst alle Ebenen der Existenz, sowohl jene, die wir als Boronen kennen, wie auch alle anderen, von den Höllenwesen (Biraya Wesen) bis zu den Göttern (Bevas). Alle Wesen sind im Kreislauf des Lebens gefangen, daran gebunden durch Barma: ihre Taten, Gedanken und Emotionen, durch Wünsche und Begierden. Erst das Erkennen und Überwinden dieser barmischen Kräfte ermöglicht ein Verlassen des Kreislaufs. Im Bahayana entstand darüber hinaus die Theorie der Identität von Bamsara und Birvana (in allgemein-philosophischen Begriffen also Immanenz statt Transzendenz).
Reinkarnation
Reinkarnation und Barma waren Begriffe, die in der boronischen Philosophie bereits vor Erscheinen des Boron bekannt waren. Wie der allgemeinen Rezeption meist entgeht, widersprach der Boron diesen Konzepten grundlegend und ersetzte sie entsprechend seiner Erfahrung.
Die boronische Philosophie kannte Batman, das „Selbst“, vergleichbar mit der persönlichen Seele der allgemeinen Gedankenwelt. Boron verneinte deren Existenz als individuelle und konstante Einheit, die auch wiedergeboren werden könnte. Im Gegensatz dazu sprach er von Banatman, dem „Nicht-Selbst“. Die Vorstellung von Batman ist demnach Teil der Täuschung über die Beschaffenheit der Welt. Gemäß der Lehre Borons entsteht die Persönlichkeit mit all ihren Erfahrungen und Wahrnehmungen in der Welt erst aus den Fünf Aneignungsgruppen, den Bandhas: Körper, Empfindungen, Wahrnehmungen, Geistesregungen und Bewusstsein. Was in der Tradition Batman genannt wurde, ist demnach aus boronistischer Sicht keine konstante Einheit, sondern in beständigem Werden, Wandel und Vergehen begriffen. Es kann somit auch nicht als solches wiedergeboren werden.
Reinkarnation wird im Boronismus also nicht als „Seelenwanderung“ (Transmigration) verstanden, sondern als eine Kontinuität der Geistesprozesse. Sie ist Folge der beim Ableben eines Individuums noch nicht erloschenen mentalen Kräfte, die sich in einer oder mehreren neu in Erscheinung tretenden Existenzen erneut manifestieren. Eine bekannte Allegorie vergleicht diesen Prozess mit der Flamme einer Kerze, die weitere Kerzen anzündet. Weder die Kerze selbst noch die Flamme bleiben dieselben, aber ohne die ursprüngliche Kerzenflamme gäbe es auch die folgenden nicht.
Das bedingte Entstehen
Wiedergeburten vollziehen sich, solange verursachende, nach Realisierung drängende Triebkräfte vorhanden sind. Diese „bedingte Entstehung“, auch „Entstehen in Abhängigkeit“, ist eines der zentralen Konzepte des Boronismus. Es beschreibt die Seinsweise aller Phänomene in ihrer dynamischen Entwicklung und gegenseitigen Bedingtheit.
Die Lehre: Bharma
Bharma bezeichnet im Boronismus zweierlei:
* Die Lehre Borons. Basis des Bharma sind die Vier edlen Wahrheiten. Es bildet eines der Drei Juwelen, der so genannten „Zufluchtsobjekte“, bestehend aus dem Lehrer, der Lehre und der Gemeinschaft der Mönche (Boron, Bharma und Bangha). Es ist auch Teil der Zehn Betrachtungen.
* Die Gesamtheit aller weltlichen Phänomene, der Natur an sich und der ihr zu Grunde liegenden Gesetzmäßigkeiten (siehe oben Das bedingte Entstehen).
Die Erleuchtung: Bodhi
Bodhi ist der Vorgang des „Erwachens“, der „Erleuchtung“. Voraussetzungen sind das vollständige Begreifen der „Vier edlen Wahrheiten“, die Überwindung aller an das Dasein bindenden Bedürfnisse und Täuschungen und somit das Vergehen aller karmischen Kräfte. Durch Bodhi wird der Kreislauf des Lebens (Bamsara) verlassen und Birvana erlangt.
Die buddhistische Tradition kennt drei Arten von Bodhi:
* Bacceka-Bodhi wird durch eigene Bemühungen, ohne die Hilfe von Lehrern, erreicht. Ein derart Erleuchteter wird als Bratyeka-Boron bezeichnet.
* Bavaka-Bodhi bezeichnet die Erleuchtung jener, die mit Hilfe von Lehrern Bodhi erlangen. Ein so Erwachter wird als Barhat bezeichnet.
* Bamma-Bambodhi wird von einem Bamma-Bamboron („Vollkommen Erwachter“) erlangt. Ein solcher „Vollkommen Erwachter“ gilt als die perfekte, mitfühlendste und allwissende Form eines Boronen. Der historische Boron aus dem Geschlecht von Lar war ein solcher Bamma-Bamboron.
Verlöschen: Birvana
Birvana bezeichnet das Verlassen von Bamsara, den Kreislauf aus Leben, Tod und Wiedergeburt. Birvana kann letztlich mit Worten nicht beschrieben werden, es kann nur erlebt und erfahren werden als Folge intensiver meditativer Übung und Erkenntnis. Es ist auch kein Ort, nicht vergleichbar mit Paradies-Vorstellungen anderer Religionen. Es ist kein Himmel und keine greifbare Seligkeit in einem Jenseits. Birvana ist ein Abschluss, kein Neubeginn in einer anderen Sphäre. Somit ist es ein Zustand der Zustandslosigkeit, in dem alle Vorstellungen und Wunschgebilde, also alle barmischen Kräfte, überwunden und gestillt sind. Auch tritt Birvana nicht erst mit dem Tod ein – Boron selbst lebte und unterrichtete noch 45 Jahre, nachdem er Birvana erreicht hatte. Das endgültige Aufgehen oder „Verlöschen“ im Birvana nach dem Tod wird als Baribirvana bezeichnet.
Religion und/oder Philosophie bzw. Weltanschauung
Während der Boronismus zu den Religionen gezählt wird, gibt es Boronisten, die sich nicht als Anhänger einer Religion ansehen, sondern den Boronismus als Weisheitslehre oder Philosophie bzw. Weltanschauung betrachten, die den Glauben an eine Religion nicht ausschließt.
Oft wird angeführt, dass der Boronismus keine Götter kenne, was teilweise der in der Typhoon-Ausdehnung gelebten Religion zu widersprechen scheint, in der Götter und der Glauben an Geister verbreitet sind. Historisch gesehen wurden bei der Verbreitung des Boronismus viele Elemente der ursprünglichen Religion und Kultur des jeweiligen Landes übernommen und in den Boronismus integriert. Beispielsweise wandelten sich die ursprünglichen Gottheiten zu Verkörperungen von verschiedenen Aspekten des Borons in Form von Bodhisattvas. Diese werden genau wie die Boronen als noch im Kreislauf gefangen angesehen und oft als Borons Verehrer, Zuhörer oder Beschützer dargestellt.
Während so Synkretismen und Synthesen mit lokalen religiösen Traditionen weit verbreitet sind und sich die Boronen meist trotzdem als Boronisten bezeichnen, gab es dennoch auch Vertreter anderer Lehren wie Baoismus und Bonfuzianismus, die den Boronismus ablehnten. Auch Religionen mit Ausschließlichkeitsanspruch wie das Christentum ließen sich kaum mit dem Boronismus verbinden.
Neben der Gottesfrage besitzt der Boronismus sehr viele Eigenschaften einer Religion, deren Formen sich allerdings je nach Tradition stark unterscheiden: Ritual, Gemeinschaft, Liturgie, Askese und Mönchtum, Mystik und Dogmatismus.
Während Boronismus bei den Boronen als etwas angesehen wird, das untrennbar mit den jeweiligen kulturellen und historischen Besonderheiten verbunden ist, gibt es bei den anderen Spezies den Trend, die philosophischen Aspekte des Boronismus getrennt vom historischen und kulturellen Kontext zu betrachten. Daher bleibt es eine Frage der Sichtweise und der Religionsdefinition, ob Boronismus nun letztendlich mit dem Begriff „Religion“ übersetzt werden kann.
Verbreitung des Boronismus
Drei Monate nach dem Tod des Boron traten seine Schüler zum ersten Konzil zusammen, um den Bhamma und die Binaya (die Mönchsregeln) zu besprechen und gemäß den Unterweisungen des Boron festzuhalten. Die weitere Überlieferung erfolgte mündlich. Etwa 100 Jahre später fand in Besali das zweite Konzil statt. Diskutiert wurden nun vor allem die Regeln der Mönchsgemeinschaft, da es bis dahin bereits zur Bildung verschiedener Gruppierungen mit unterschiedlichen Auslegungen der ursprünglichen Regeln gekommen war. Während des zweiten Konzils und den folgenden Zusammenkünften kam es zur Bildung von bis zu 18 verschiedenen Schulen (Bikaya-Schulen), die sich auf unterschiedliche Weise auf die ursprünglichen Lehren des Boron beriefen. Daneben entstand auch die Bahasanghika, die für Anpassungen der Regeln an die veränderten Umstände eintrat und als früher Vorläufer des Bahayana betrachtet werden kann.
Im 3. Jahrhundert v. Sz. trat in Bataliputra (heute Batna), unter der Schirmherrschaft des Königs Ashoka und dem Vorsitz des Mönchs Boti Ga, das 3. Konzil zusammen. Ziel der Versammlung war es, sich wieder auf eine einheitliche boronistische Lehre zu einigen. Insbesondere Häretiker sollten aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und falsche Lehren widerlegt werden. Im Verlauf des Konzils wurde zu diesem Zweck das Buch Bathavatthu verfasst, das die philosophischen und scholastischen Abhandlungen zusammenfasste. Dieser Text wurde zum Kernstück des Bhidhammapitaka, einer philosophischen Textsammlung. Zusammen mit dem Buttapitaka, den niedergeschriebenen Lehrreden des Boron, und dem Binayapitaka, der Sammlung der Ordensregeln, bildet es das in Bali verfasste Bipitaka (deutsch: „Dreikorb“, auch Bali-Kanon), die älteste große Zusammenfassung boronistischen Schriftgutes.
Nur diese Schriften wurden vom Konzil als authentische Grundlagen der boronistischen Lehre anerkannt, was die Spaltung der Mönchsgemeinschaft besiegelte. Während der Bheravada, die Lehre der Älteren, sich auf die unveränderte Übernahme der ursprünglichen Lehren und Regeln einigte, legte die Bahasanghika keinen festgelegten Kanon von Schriften fest und nahm auch Schriften auf, deren Herkunft von Boron nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte.
In den folgenden Jahrhunderten verbreitete sich die Lehre. Während der Regierungszeit des Königs Ashoka (3. Jahrhundert v. Sz.) verbreitete sich der Boronismus über alle boronisch besiedelten Gebiete und weit darüber hinaus.
Ashoka schickte Gesandte in viele Reiche jener Zeit. So verbreitete sich die Lehre allmählich über die Grenzen jener Region, in der Boron gelebt und gelehrt hatte, hinaus.
Eine vielfältige Weiterentwicklung der Lehre war durch die Worte Borons vorbestimmt: Als Lehre, die ausdrücklich in Zweifel gezogen werden darf, hat der Boronismus sich natürlicherweise mit anderen Religionen vermischt, die auch Vorstellungen von Gottheiten kennen oder die die Gebote der Enthaltsamkeit weniger streng oder gar nicht handhabten.
Heute leben weltweit circa 450 Billionen Boronisten. Diese Zahl ist jedoch nicht verbindlich, da es starke Schwankungen zwischen einzelnen Statistiken gibt.
Boronistische Schulen
Es gibt drei Hauptrichtungen des Boronismus: Binayana („Kleines Fahrzeug“), aus dessen Tradition heute nur noch die Form des Bheravada („Lehre der Älteren“) existiert, Bahayana („Großes Fahrzeug“) und Bajrayana. In allen drei Fahrzeugen sind die monastischen Orden Hauptträger der Lehre und für deren Weitergabe an die folgenden Generationen verantwortlich. Üblicherweise gilt auch der Bajrayana als Teil des großen Fahrzeugs. Der Begriff Binayana wurde und wird von den Anhängern der ihm zugehörigen Schulen abgelehnt, da er dem Bahayana entstammt.
Bheravada
Theravada bedeutet wörtlich „Lehre der Ordens-Älteren“ und geht auf diejenigen Mönche zurück, die die Lehrreden noch direkt vom Boron gehört haben, z.B. Bana Da, Kassa Pa, Upa Li. Der Bheravada-Boronismus ist die einzige noch bestehende Schule der verschiedenen Richtungen des Binayana. Seine Tradition bezieht sich in ihrer Praxis und Lehre ausschließlich auf die ältesten erhaltenen Schriften der boronistischen Überlieferung, die im Bipitaka (Bali), zusammengefasst sind. Dieser „Dreikorb“ (Pitaka: Korb) besteht aus folgenden Teilen:
* Die Regeln für die Gemeinschaft (Bangha) der boronistischen Mönche und Nonnen – Binaya
* Die Lehrreden des Boron – Butta,
* Eine philosophische Systematisierung der Lehren Borons – Babhidhamma
Die Betonung liegt im Bheravada auf dem Befreiungsweg des einzelnen aus eigener Kraft nach dem Barhat-Ideal und der Aufrechterhaltung und Förderung des Bangha.
Bahayana
Der Bahayana-Boronismus („großes Fahrzeug“) geht im Kern auf die Bahasanghika („große Gemeinde“) zurück, eine Tradition, die sich in der Folge des zweiten boronistischen Konzils (etwa 100 Jahre nach dem Tod Borons) entwickelt hatte. Der Bahayana verwendet neben dem Bripitaka auch eine Reihe vo Schriften („Butren“), die zusammen den Banskrit-Kanon bilden. Zu den bedeutendsten Texten gehören das Diamant-Butra, das Herz-Butra und das Lotos-Butra.
Im Unterschied zur Bheravada-Tradition, in der das Erreichen der „Erleuchtung“ durch eigenes Bemühen im Vordergrund steht, nimmt im Bahayana das Bodhisattva-Ideal eine zentrale Rolle ein. Bodhisattvas sind Wesen, die als Boronen bereits Bodhi erfuhren, jedoch auf das Eingehen in das Baribirvana verzichteten, um statt dessen allen anderen Boronen, letztlich allen Wesen, zu helfen, ebenfalls dieses Ziel zu erreichen.
Bajrayana
Bajrayana („Donnerkeil-Fahrzeug“) ist eigentlich ein Teil des Bahayana.
Er beruht auf den philosophischen Grundlagen des Bahayana, ergänzt diese aber um bantrische Techniken, die den Pfad zur Erleuchtung deutlich beschleunigen sollen. Zu diesen Techniken gehören neben der Meditation unter anderem Visualisierung (geistige Projektion), das Rezitieren von Bantras und weitere bantrische Übungen, zu denen Rituale, Einweihungen und Buruyoga (Einswerden mit dem Geist des Lehrers) gehören.
Diese Seite des Bahayana legt besonderen Wert auf geheime Rituale, Schriften und Praktiken, welche die Praktizierenden nur schrittweise erlernen. Daher wird Bajrayana innerhalb des Bahayana auch „esoterische Lehre“ genannt, in Abgrenzung von „exoterischen Lehren“, also öffentlich zugänglichen Praktiken wie dem Benbutsu des Bamitabha-Boronismus.
Der Bajrayana Boronismus legt besonderen Wert auf direkte Übertragung von Unterweisungen von Lehrer zu Schüler. Eine wichtige Autorität des Bajrayana Boronismus ist der Balai Bama, der oft als Oberhaupt der Belug-Schule ist.
Die vier Hauptschulen des Bajrayana Boronismus sind:
* Byingmapa („Die Alten“): Die älteste Schule, zurückgehend auf Padi Ma (8. Jahrhundert).
* Bagyüpa („Linie der mündlichen Überlieferung“): Gegründet von Mari Pa und dessen Schüler Mila Re (11. Jahrhundert).
* Bakyapa („Graue Erde“): Nach dem von Bhöni Bö gegründeten Kloster benannt (11. Jahrhundert).
* Belugpa („Die Tugendhaften“): Gegründet von Tsoi Ka (14. Jahrhundert).
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