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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Jo - GreenTara Forum: Kaffeehaus aus dem Unterforum: Beziehung(en) Antworten: 5 Forum gestartet am: Dienstag 13.03.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Nähe und Distanz...der Umgang damit Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 13 Tagen, 23 Stunden, 49 Minuten
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Re: Nähe und Distanz...der Umgang damit
Jo - 15.03.2007, 12:14Nähe und Distanz...der Umgang damit
Zitat:
Zitat: Ich möchte euch für die Anregung danken, auf Nähe- und Distanzbedürfnisse einzugehen. Weiß ja nicht, wie es euch ergangen ist, aber ich habe Nähe immer als sehr wertvoll empfunden (tu ich immer noch), mein Bedürfnis nach Abstand jedoch als hinderlich, störend und verkehrt. War der Ansicht, wenn ich „richtig ticken“ würde, müsste ich immer die volle Ladung Nähe, Liebe, Freude etc. aushalten können. Und habe erst kürzlich begriffen, dass Nähe und Distanz sich bedingen, zusammengehören und beides völlig in Ordnung ist. Wenn ich Abstand haben möchte, ist das so. Und es hat nichts damit zu tun, dass ich meinen Freund nicht mag oder ihn nicht aushalte. Oft brauche ich Abstand, weil ich mich sortieren will. Oder weil etwas neu für mich ist und ich das erst einmal für mich „abschmecken“ möchte. Und manchmal habe ich auch einfach Lust, distanziert zu sein.
dieses Zitat habe ich jetzt spontan aus einem unserer "Esogespräche" "geklaut". Ich hoffe, das passt so. ansonsten bitte gleich sagen... :-D
Bin einfach meinem Impuls gefolgt, dass da noch etwas offen ist für mich, zum Thema.
Denn obwohl ich vom "Hirn her" genau so denke...überkommt mich dann doch öfter so ein Anflug von schlechtem Gewissen oder das Gefühl, dann "komisch" zu sein.
Mein Nähe- und Distanzbedürfnis kann ausserdem ganz verschieden sein, zum gleichen Zeitpunkt, in verschiedene Richtungen eben.
Momentan habe ich spontan Lust, mich mit eben diesen Themen auseinander zu setzen...und speziell hier mit euch.
Und gleichzeitig so gar keine Lust, real mit z.B. Nachbarn über ein Kuchenrezept zu sprechen. Vielleicht kommt daher auch so ein Stückerl mein schlechtes Gewissen *g*
:sunny: Jo
Re: Nähe und Distanz...der Umgang damit
GreenTara - 15.03.2007, 14:11
Hallo Jo :)
erst einmal "Danke" für deine Einladung. Gern "oute" ich mich als Verfasserin des obigen Textes. 8)
Lustig, gerade gestern abend habe ich in einem anderen Forum etwas über Gefühle geschrieben, auch darüber, wie sich der Verstand "freundlicherweise" einmischt.
Ich sitze gerade noch an einem etwas kniffeligem Text, aber wenn ich mit dem soweit zu Potte bin, schreibe ich gern auch hier etwas dazu.
Bis dann und lieben Gruß
Rita
Re: Nähe und Distanz...der Umgang damit
Jo - 15.03.2007, 14:20
Hallo Green Tara !
das freut mich :-D als ich gesehen habe, daß du hier angekommen bist,...war sofort genau dieses Thema in meinem Kopf (und/oder Gefühl).
Hab meinem Impuls nachgegeben und dann erst gedacht: oh, hoffentlich ist das okay so.
ist es, wie ich sehe *schwitz, froh bin* :-D
sonnigen Gruß !
:sunny: Jo
Re: Nähe und Distanz...der Umgang damit
GreenTara - 15.03.2007, 17:56Re: Nähe und Distanz...der Umgang damit
Huhu Jo :)
Zitat: Momentan habe ich spontan Lust, mich mit eben diesen Themen auseinander zu setzen...und speziell hier mit euch.
Und gleichzeitig so gar keine Lust, real mit z.B. Nachbarn über ein Kuchenrezept zu sprechen. Vielleicht kommt daher auch so ein Stückerl mein schlechtes Gewissen *g*
Wenn ich vor der Wahl stünde, mich vor den PC zu hängen mit der Aussicht auf ein Thema, das mich beschäftigt und der Nachbarin samt Kuchenrezept, wäre die Wahl ganz einfach. Ich mag nicht über Rezepte reden. 8) :D Da ist mein Distanzbedürfnis sehr, sehr groß. *gg* Wobei das wohl eher auf die Interessenlage zurückzuführen ist.
Schon als ganz junge Krankenschwester mochte ich diese Endlosgespräche beim Frühstück über Kochen und Haushalt gar nicht, habe mich damit aber immer sehr unwohl gefühlt. Und dachte auch, ich sei wohl verkehrt gepolt. Andererseits hatte ich aber auch überhaupt keine Lust, Interesse zu heucheln. Tja...
Was ich aber ganz komisch fand, das war das, was ich fühlte, als ich mich in fortgeschrittenem Alter verliebte. Da war eine Nähe wie nie zuvor - und ich hatte das Bedürfnis, wegzurennen. Unglaublich - da war etwas Wunderschönes und ich wollte abhauen! Das habe ich mir übel genommen, weil ich nur wenige Woche zuvor herumgejammert hatte, dass ich mich nach Liebe und Nähe sehne. Und dann so etwas! :shock: Es hat mich so sehr beschäftigt, dass ich das mit in meine Therapiestunde genommen habe. Und erst da bin ich dahinter gekommen, welchen Stellenwert Nähe und Distanz für mich haben. Nähe war gut - und Distanz hatte bisserl was Anrüchiges, was "Schlechtes". Das Problem waren also weder meine Bedürfnisse und Gefühle, sondern meine Urteile darüber. Noch besser: Die Urteile waren gar nicht meine ureigenen, sondern "angelernte". :roll:
Gar nicht so einfach, so einen Augiasstall von Urteilen auszumisten. :D
Lieben Gruß
Rita
Re: Nähe und Distanz...der Umgang damit
Jo - 15.03.2007, 19:09
Zitat: Und erst da bin ich dahinter gekommen, welchen Stellenwert Nähe und Distanz für mich haben. Nähe war gut - und Distanz hatte bisserl was Anrüchiges, was "Schlechtes". Das Problem waren also weder meine Bedürfnisse und Gefühle, sondern meine Urteile darüber. Noch besser: Die Urteile waren gar nicht meine ureigenen, sondern "angelernte".
Gar nicht so einfach, so einen Augiasstall von Urteilen auszumisten.
ja, da kommt dann oft ganz schnell der "Verdacht", von wegen nicht beziehungsfähig und so. Und ein "komisches Gefühl", als wäre das ungewöhnlich.
ungewöhnlich ist vielleicht das Gefühl ab und an, "eingesperrt" zu sein und nun "auf ewig fixiert" 8) *lach* Obwohl das in solchen Momenten
" einfach" ein Gefühl ist, und keineswegs Realität von aussen.
weil wer schon könnte mich "einsperren und fixieren", wenn nicht ich mich selbst in /auf irgendwelche Vorstellungen von mir, die da unterschwellig manchmal auch schlummern ? Liebe bedeutet ja nicht, ständig aufeinander picken zu wollen.
So wie ich momentan weiß , daß ich mir wünsche mit meinem Partner eine lange, lange Zeit zu haben....so tut mir auch das Wissen gut, daß es dennoch immer wieder neu meine/seine Entscheidung ist.
Es gibt da keine wirklichen Sicherheiten.
Und so beängstigend sich das vielleicht manchmal anfühlen kann, so gut fühlt es sich auch an.
Zitat: Unglaublich - da war etwas Wunderschönes und ich wollte abhauen! Das habe ich mir übel genommen, weil ich nur wenige Woche zuvor herumgejammert hatte, dass ich mich nach Liebe und Nähe sehne. Und dann so etwas!
oh, das kommt mir sehr bekannt vor ! :D :-D das ist sehr verwirrend, finde ich...weil scheinbar unlogisch. Und ja angeblich "nicht normal".
Doch, ist es wohl....ich weiß nicht mehr in welchem Buch konkret ich gelesen habe, dass es zu einem sehr natürlichen Prozeß gehört.
Sich einlassen...in Frage stellen...weiter einlassen.....
Wenn das allerdings "verpönt" ist, kann es keinen gesunden und natürlichen Umgang damit geben, denke ich.
Zitat: Noch besser: Die Urteile waren gar nicht meine ureigenen, sondern "angelernte
Die Liebesromane schmelzen ja direkt über vor Paaren, die unglaubliche Sehnsucht nacheinander haben. Bei so vielen Hürden, Missverständnissen und Verlustängsten wie in diesen Geschichten kein Wunder. :wink:
Irgendwie wird da sehr idealisiert, romantisiert, dramatisiert und ein Bild gezeichnet, das einem langjährigen Alltag einfach nicht entsprechen kann.
Da passiert dann auch immer irgendwas, wodurch beide getrennt werden, zumindest vorübergehend. Dadurch gehen alle Energien dann wieder ins zusammen kommen.
ich habe das Gefühl, die natürliche Distanz die auch immer wieder dazu gehört, passiert da durch "Schicksal". Und so wird uns möglicherweise eingeredet, sich momentan nicht unbedingt sehen zu wollen sei ein Zeichen mangelnder Liebe. Und unnatürlich in einer Liebesbeziehung.
Hm....
:sunny: Jo
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