Haggai 1

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    Re: Haggai 1

    David - 13.03.2007, 13:15

    Haggai 1
    Zitat: 1 Im zweiten Jahr des Königs Darius, im sechsten Monat, am ersten Tag des Monats, erging das Wort des HERRN durch den Propheten Haggai an Serubbabel, den Sohn Schealtiels, den Statthalter von Juda, und an Josua, den Sohn Jozadaks, den Hohenpriester, indem er sprach:
    2 So spricht der HERR der Heerscharen und sagt: Dieses Volk spricht: Die Zeit ist nicht gekommen, die Zeit, dass das Haus des HERRN gebaut werde.
    3 Und das Wort des Herrn erging durch den Propheten Haggai, indem er sprach:
    4 Ist es für euch selbst Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus wüst liegt?
    5 Und nun, so spricht der HERR der Heerscharen: Richtet euer Herz auf eure Wege!
    6 Ihr habt viel gesät und wenig eingebracht; ihr esst, aber nicht zur Sättigung; ihr trinkt, aber nicht zur Genüge; ihr kleidet euch, aber es wird keinem warm; und der Lohnarbeiter erwirbt Lohn für einen durchlöcherten Beutel.
    7 So spricht der HERR der Heerscharen: Richtet euer Herz auf eure Wege!
    8 Steigt auf das Gebirge und bringt Holz herbei und baut das Haus, so werde ich Wohlgefallen daran haben und verherrlicht werden, spricht der HERR.
    9 Ihr habt nach vielem ausgeschaut, und siehe, es wurde wenig; und brachtet ihr es heim, so blies ich hinein. Weshalb das?, spricht der HERR der Heerscharen. Wegen meines Hauses, das wüst liegt, während ihr lauft, jeder für sein eigenes Haus.
    10 Darum hat der Himmel den Tau über euch zurückgehalten und die Erde ihren Ertrag zurückgehalten.
    11 Und ich habe eine Dürre gerufen über das Land und über die Berge und über das Korn und über den Most und über das Öl und über das, was der Erdboden hervorbringt, und über die Menschen und über das Vieh und über alle Arbeit der Hände.
    12 Und Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und Josua, der Sohn Jozadaks, der Hohepriester, und der ganze Überrest des Volkes hörten auf die Stimme des HERRN, ihres Gottes, und auf die Worte des Propheten Haggai, so wie der HERR, ihr Gott ihn gesandt hatte; und das Volk fürchtete sich vor dem HERRN.
    13 Da sprach Haggai, der Bote des HERRN, kraft der Botschaft des HERRN zum Volk und sagte: Ich bin mit euch, spricht der HERR.
    14 Und der HERR erweckte den Geist Serubbabels des Sohnes Schealtiels, des Statthalters von Juda, und den Geist Josuas, des Sohnes Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist des ganzen Überrestes des Volkes Und sie kamen und arbeiteten am Haus des HERRN der Heerscharen, ihres Gottes,
    15 am vierundzwanzigsten Tag des sechsten Monats, im zweiten Jahr des Königs Darius.



    Re: Haggai 1

    David - 13.03.2007, 13:39


    Auf der Wewelsburg letztes Wochenende haben wir Haggai betrachtet. Ich stelle hier mal ein paar Ergebnisse der Gurppenarbeit und des Plenums vor.

    Einordnung des Buches:
    geschrieben etwa 500 v. Chr, Juda war in Gefangenschaft in Babylon, der König Kores hatte allerdings einem kleinen Teil des Volkes erlaubt nach Jerusalem zurückzukehren und es wieder aufzubauen, nachdem einige Widersacher jedoch einen Protestbrief geschickt hatten, musste das Bauen 13-14 Jahre ruhen, bevor es nach Erlaubnis von Darius wieder damit beginnen konnte

    Der Herr wendet sich an zwei Personen, Serubbabel (Spross Babylons) und Josua (Der HERR ist Rettung), die das Amt des politischen Führers (Statthalter) bzw. religiösen Führers (Hohepriester) inne hatten. Dadurch hatten sie die entsprechende Macht um über einen Weiterbau am Tempel zu entscheiden.
    Während Sacharja sich als Bußprediger an das Volk wendet, wendet sich Haggai als Verhaltensprediger an die Führer.

    Das Volk hatte trotz eines klaren Auftrages nicht weiter am Tempel gebaut. Lieber hatten sie sich mit dem täfeln ihrer Häuser beschäftigt (V. 4). Das Wort „getäfelt“ kommt nur ein weiteres Mal in der Bibel vor, und zwar im Zusammenhang mit Salomo, der sich seine Gerichtshalle mit Zedernholz täfeln ließ (1. Könige 7,7). Das lässt schließen, dass eine Täfelung nicht notwendig, eher ein Luxus war. Und das Volk verwendete das Holz, das man zur Verfügung gestellt bekommen hatte, dafür und nicht für den Tempel! Vielleicht hätte Gott es sogar akzeptiert, wenn sie gerne ein Dach über dem Kopf zu errichten wollten, aber sich ein luxuriöses Haus zu bauen und den Tempel Gottes zu vergessen, ist schon eine Unverschämtheit.

    Oft sind wir aber genauso. Wir haben so viele Dinge in der Welt, die wir vor und über Gott stellen, verwenden unsere Ressourcen, Zeit und Kräfte darauf, anstatt für den HERRN zu kämpfen. Wir könnten so viel für den Tempel des HERRN tun, der einerseits für Gottes Volk steht, andererseits sicher auch für uns selber, und zwar als Tempel des Heiligen Geistes. Als Konsequenz gibt Gott keine Ernte. Wir wundern uns, warum unser Leben als Christ nicht läuft, während wir viele Dinge über Gott stellen. Wenn wir vor den HERRN treten, diese Dinge bekennen und sie aus unserem Leben nehmen, wird der HERR das garantiert segnen, wie wir das in V. 14 sehen.

    Es ist auch schön zu sehen, dass der HERR auf sein Volk zugeht. Er ist so unendlich geduldig! Er erklärt seinem Volk ihre Fehler bis ins Kleinste, macht sie genau aufmerksam, bietet ihnen eine Möglichkeit zur Umkehr. Gottes Langmut, Geduld und Gnade sind so überwältige Eigenschaften. Auch mit uns hat er so große Geduld, immer wieder. Er gibt uns immer wieder Möglichkeiten zum Aufstehen, wenn wir hingefallen sind. Und die können wir (oder zumindest ich) gebrauchen.

    „Ich bin mit euch “ sagt der HERR in V. 13. Was für eine Verheißung! Allerdings heißt das nicht, dass er alle unsere Taten unterstützt. Er sagt dies erst, als das Volk umgekehrt ist. Natürlich ist der HERR immer bei uns, aber mit uns ist er nur, wenn wir ihm gehorchen.

    Matthäus 18,20: Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.

    Gruß, David



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