Admiral's Inn

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  • Alle Beiträge und Antworten zu "Admiral's Inn"

    Re: Admiral's Inn

    Marius - 14.03.2007, 00:02

    Admiral's Inn
    Eines der beiden Vampir Covern in Zentrallondon.
    Treffpunkt der Blutsauger und deren potentieller Beute.
    Viele Vampire halten sich hier auch während der Tage an, und wer über genügen Einfluss verfügt, hat sogar seine Privatlounge.
    Wer hier Einlass begehrt, braucht entweder gute Kontakte, oder damit rechnen, dass er dort den Tod findet.



    Re: Admiral's Inn

    Marius - 14.03.2007, 01:15


    Das Admiral's Inn:

    Qualmiger Rauch vernebelt die Luft in dem großen Barraum, und es herrscht Zwielicht.
    Tags als auch Nachts erleuchten nur wenige Kerzen den Innenraum, die Deko wirkte alt und vielerorts übertrieben.
    An der Bar bedienen einige hübsche junge Mädchen die wenigen menschlichen Kunden in dieser Bar.
    Überall sind hübsche Nischen in Ecken angebracht, die durch rote Seidenschleier vom Rest der Bar abgetrennt sind, und auf der Tanzfläche wiegen sich tote Leiber gemeinsam mit lebendigen zu ekstatischen Rhytmen.
    Obwohl viele Sitzgelegenheiten vorhanden sind, ist kaum eine von ihnen frei.
    Überall sieht man Menschen und Vampire herumliegen, in wilde Zärtlichkeiten vertieft, die zu ganzen Orgien ausarten.
    Was andernorts verpönt ist, und gegen den guten Geschmack verstößt, ist hier Gang und Gebe.
    Der Geruch von Schweiß, Blut und Rauch liegt in der Luft, lässt sterbliche Herzen schneller schlagen, suggeriert eine Atmosphäre von Mystik und Erotik, der sich die Sterblichen nicht entziehen können...

    Das ist es, das Vampirdomizil, in dem Tagtäglich unzählige Sterbliche ihr Leben verlieren, ohne dass auch nur eine Träne um sie vergossen wird...

    Futter für die Untersterblichen....



    Re: Admiral's Inn

    Rachel Goldberg - 14.03.2007, 02:05


    pp: Straßen

    Rachel trat in den verrauchten und schummrigen Raum ein. Einige Mitglieder ihrer Organisation verkehrten hier und gaben sich den Anstrich verrückter Freaks auf der Suche nach dem großen Abenteuer, doch es waren weniger geworden, da jeder von ihnen wusste, dass Unsterbliche nicht dumm waren.

    Sie hatte kaum einen Blick für die Dinge, die in der künstlich geschaffenen Nacht geschahen und schritt stattdessen direkt zur Bar.
    "Wir suchen niemanden." begrüßte der Wirt sie ungewöhnlich und Rachel zog eine Augenbraue hoch.
    "Sehe ich so aus, als ob ich hier arbeiten wollen würde?" entgegnete sie kalt und sah wie der Blick des Mannes zu den hübschen Mädchen neben ihr glitt und dann erneut an ihr haften blieb. Rachel zog die Augenbraue ein wenig höher.

    "Was kann ich dann für Euch tun?" fragte der Wirt ein wenig versöhnlicher.
    "Übergebt das," Sie holte den Umschlag unter ihrem Überwurf hervor. "An den, dessen Name Ihr dor lesen könnt... Ihr könnt doch lesen?"
    Nun war es an dem Wirt sie verächtlich anzusehen.
    "Ich warne Euch... wenn Ihr es verliert oder gar versäumt meinen Auftrag auszufüllen, werde ich dafür sorgen, dass dieses Etablissement schneller vom Erdboden verschwindet, als Ihr Feuersbrunst sagen könntet, klar?"
    Der Wirt zog die Augenbrauen zusammen und starrte sie finster an. Offensichtlich hatte ihm schon lange keine Frau mehr gedroht.

    Rachel schob zusätzlich zu dem Umschlag ein paar Münzen über die Theke, warf ihm noch einen letzten, warnenden Blick zu und wandte sich dann ab, um das Admiral's Inn zu verlassen.

    tbc: Straßen



    Re: Admiral's Inn

    Lestat de Lioncourt - 14.03.2007, 02:26


    pp: Spieleinstieg

    Der Wirt wartete bis die junge Frau die Bar wieder verlassen hatte, und warf dann erst einen Blick auf den Namen, der in geschwungener Schrift sorgfältig auf die Mappe geschrieben worden war.

    Lestat de Lioncourt....

    Schnell griff er nach dem Päckchen um es unter die Theke gleiten zu lassen, und sich an dem Geld zu bedienen, aber er war nicht einmal annähernd schnell genug.
    Ehe er anderweitig reagieren konnte, bemerkte er, dass der Barplatz unmittelbar vor ihm nicht länger leer war.
    Ihm gegenüber saß ein Unsterblicher, der ihn mit intensivem Blick musterte, ganz so, wie normalerweise nur Opfer angesehen wurden, was dem Wirtsmann einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ.
    "Was... willst du?" Fragte er mit zitternder Stimme, obwohl er da bereits so eine Ahnung hatte.
    Der Vampir legte den Kopf schief, und die graublauen Augen blickten den Wirt noch immer aufmerksam an, während sich ein schwer definierbarer Ausdruck auf sein Gesicht legte.
    "Seltsam, dass du das fragst." Erwiederte er, und seine Stimme klang ebenso schön und weich, wie gefährlich.
    "Du hast meinen Namen genannt."
    Als der Wirt daraufhin verwirrt aussah, lächelte Lestat.
    "Genau genommen hast du ihn gedacht..." Fügte er hinzu und im Gesicht des Wirtes zeigte sich nun langsam verstehen.
    "Lestat de Lioncourt..." Murmelte er nun laut, und der Vampir nickte langsam immer noch lächelnd.
    "Und du hast etwas für mich..." Meinte er, als kenne er die Gedanken seines Gegenübers ganz genau - was auch der Wahrheit entsprach - und er tippte mit seinem Finger auf den Tresen, an die Stelle, unter welcher sich die Mappe befand.
    "Ja... ja... einen.. einen Moment..." Hastig griff der Wirtsmann unter den Tisch, und zog die Mappe hervor, um sie Lestat zu überreichen.
    "Dankeschön." Erwiderte dieser, lächelte wieder auf seine lauernde Art und Weise, bevor er die Mappe ergriff, und in eine der abgetrennten Nischen verschwand.



    Re: Admiral's Inn

    Lestat de Lioncourt - 14.03.2007, 02:42


    Kaum hatte Lestat sich in seine Nische zurückgezogen, und dort niedergelassen, da nahm er sich die Zeit, genauer zu betrachten, was er in Händen hielt.
    Es sah aus wie eine... Mappe.
    Er runzelte die Stirn, und entschied sich, sie zu öffnen, aus reiner Neugierde - oder vielleicht auch Langeweile - heraus.
    Das erste Blatt bildete ein Brief, in derselben geschwungenen Handschrift abgefasst, wie sein Name auf der Mappe, was ihn dazu veranlasste, zu lesen.

    Französisch! Ach, wie lange war es her, dass er etwas in seiner Muttersprache hatte lesen dürfen?
    Noch dazu ein Brief, der an ihn adressiert war?
    Die einzigen Menschen, die ihm je geschrieben hatten, waren inzwischen verstorben, und auch die wenigen Unsterblichen, mit denen er Briefwechsel betrieben hatten, waren entweder vergangen, oder ihm noch eine Antwort schuldig.
    Vielleicht war es das, was ihn weiterlesen, die Zeilen geradewegs verschlingen ließen, er konnte es selbst nicht sagen.
    Doch als er den Brief zu Ende gelesen hatte, legte er ihn zur Seite, fest entschlossen, sich dem restlichen Inhalt der Mappe zu widmen.

    Da waren einige Briefe, Texte und Berichte, und ein sternförmiges glänzendes Kleinod, ebenso wie ein kleines Olgemälde, das gerade die Größe eines normalen Heftblattes hatte.
    Er brauchte nur einen kurzen Blick darauf zu werfen, um den Künstler zu erkennen, der dahinter stand.
    Seine Hände glitten beinahe zärtlich über die spröde, trockene Farbe und es war ihm bewusst, für welche Organisation der Verfasser dieser Mappe arbeiten musste, um an all jene authentische Materialen zu kommen.

    Er legte auch das Gemälde zur Seite, und kehrte zu den Briefen zurück.
    Einige schienen ihm fremd, bei anderen waren ihm Handschrift und Stil vertraut - sie stammten von Marius, das konnte er ohne Zweifel sagen.
    Still nahm er sie zu Hand, und begann damit, sie zu lesen.



    Re: Admiral's Inn

    Lestat de Lioncourt - 14.03.2007, 13:15


    Lestat war völlig von den Briefen und den faszinierenden Details, die sie ihm lieferten, begeistert.
    Einen nach dem anderen verschlang er geradezu und in seinem Kopf begann sich ein bruchstückhaftes Bild Mithras' zu bilden.
    Er hatte eine dumpfe Ahnung, warum ihm die Talamasca - denn um eine solche handelte es sich - all diese Dinge zukommen ließ, und das wiederum regte ihn zu einem Lächeln an.
    Die Talamasca befanden sich wie so oft in einem Irrglauben, aber er war nicht derjenige, der diesen Irrglauben von ihnen nehmen würde.

    Schweigend und völlig vertieft studierte er die Berichte und Quellen, die er in der Mappe fand, und schnell begriff er, dass wer auch immer diese Mappe erstellt hatte, völlig besessen von dem Vampir mit Namen Mithras war - von dem Lestat im Übrigen nur die üblichen Legenden gehört hatte.
    Und er erkannte, dass es nur einen Vampir gab, der die Wahrheit über diese Legende kennen würde.

    'Marius'

    Lestat hatte ihn schon einiger Zeit nicht gesehen.
    Es war Jahre her, dass er ihn zuletzt besucht hatte, und obwohl er wusste, dass Marius ihm versprochen hatte, ihn jederzeit zu empfangen, wusste er auch, dass der Vampir unangekündigte Gäste hasste.
    Zumal Lestat keinerlei Ahnung hatte, wo der blonde Römer im Augenblick überhaupt zu finden war.
    Aber das war mehr oder weniger auch unwichtig, denn selbst wenn die Mappe sich eher an jemanden wie Marius richtete, so war sie an Lestat gesandt worden, und auch wenn er die Absicht dahinter durchschaute, fand er trotzdem Gefallen daran.

    Mithras' Geschichte war ein Mythos, aber ein Mythos, der Verknüpft war mit einer alten Legende der Vampire.
    Einer Legende, von der Lestat wusste, dass sie wahr war, und dass Marius sie hütete.

    Er hielt einen Moment lang inne, so als denke er nach und die grünlichen Augen richteten sich wieder auf die Zeilen, die eine Rachel Goldberg an ihn geschrieben hatte.
    Sie war besessen von Mithras, und aus ihren Worten sprachen Empfindungen und Gedanken.
    Das Herzblut eines Menschen.
    So etwas berührte Lestat zutiefst.
    Und er fragte sich, ob es auch jemanden geben würde, der so besessen von ihm war, irgendwann einmal.
    Behutsam faltete er den Brief zusammen. Er räumte alles wieder in die Mappe - bis auf den Brief und ließ letzteren im Futter seines Gehrocks verschwinden.

    Dann bewegte er sich - samt Mappe - wieder auf den Wirt zu.
    "Du wirst das hier für mich aufbewahren, bis ich wiederkomme." Ordnete er mit jener samtigrauen, lauernden Stimme an, die nicht nur Sterblichen das Blut in den Adern gefrieren lassen konnte.
    "Sieh es dir nicht an." Fügte er hinzu, und als er die Hand vom Tresen nahm, lagen dort einige Francs.
    Der Wird nickte hastig, griff nach der Mappe, aber bevor er sie zurückziehen konnte, lag Lestats Hand auf seiner.
    "Ich warne dich."
    Wieder nickte der Wirt, und als der Vampir seine Hand zurückzog, ließ er die Mappe schnell unter dem Tresen verschwinden.
    Lestat zog sich von der Bar zurück, und steuerte auf den Ausgang zu.
    Auch wenn es in dem Etablissement ewig Nacht war, spürte ein Vampir, wann die Sonne unterging.
    Und Lestat wusste, dass in diesem Augenblick der letzte ihrer rotgoldenen Strahlen am Horizont versank.
    Das ließ ihn lächeln.

    tbc: Straßen



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