Der Islam hatte einen treuen Freund

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  • Alle Beiträge und Antworten zu "Der Islam hatte einen treuen Freund"

    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Mutlu - 12.03.2007, 22:31

    Der Islam hatte einen treuen Freund
    Johann Wolfgang Goethe
    Tiefe Neigung des Schriftstellers zu der Religion wurde lange übersehen

    http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1173609930800


    Solche Deutsche braucht das Land!



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    witty - 12.03.2007, 23:06


    Ich hatte mal eine kontroverse Diskussion mit einem meiner Prof`s, als ich Goethes West-Östlichen Divan exzerpierte und als Schlusswort noch darauf aufmerksam machte, dass Goethe sich mit dem Islam sehr verbunden gefühlt hat und es gar nicht mal so abwegig ist, dass er sich (natürlich nicht offensichtlich) zum Islam bekannt und dies in seinem Schlusswort sogar noch bekräftig hat.

    Es folgte eine endlose Ich-weiss-es-besser-als-du-Diskussion :mrgreen:



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Mutlu - 12.03.2007, 23:42


    witty hat folgendes geschrieben: Ich hatte mal eine kontroverse Diskussion mit einem meiner Prof`s, als ich Goethes West-Östlichen Divan exzerpierte und als Schlusswort noch darauf aufmerksam machte, dass Goethe sich mit dem Islam sehr verbunden gefühlt hat und es gar nicht mal so abwegig ist, dass er sich (natürlich nicht offensichtlich) zum Islam bekannt und dies in seinem Schlusswort sogar noch bekräftig hat.

    Es folgte eine endlose Ich-weiss-es-besser-als-du-Diskussion :mrgreen:

    Ich habe nochwas, mit dem du deinem Professor schocken kannst:

    http://www.inst.at/trans/15Nr/04_01/arda15.htm

    BERSISA und FAUST



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Deist - 13.03.2007, 08:34


    witty hat folgendes geschrieben:
    Es folgte eine endlose Ich-weiss-es-besser-als-du-Diskussion :mrgreen:
    Und ? Wer wusste es denn besser und wer tat nur so ? ;)



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Sharif - 13.03.2007, 18:44


    Angeblich soll Lessing auch regen Kontakt mit dem Islam und den Koran gehabt haben, was er auch in seinem Drama "Nathan der Weise" verarbeitet haben soll.

    Aber auch Nietzsche zog den Islam dem Christentum und dem Judentum vor.

    Gruß.



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Krabat - 17.03.2007, 22:21


    Sharif hat folgendes geschrieben: Angeblich soll Lessing auch regen Kontakt mit dem Islam und den Koran gehabt haben, was er auch in seinem Drama "Nathan der Weise" verarbeitet haben soll.

    Aber auch Nietzsche zog den Islam dem Christentum und dem Judentum vor.

    Gruß.

    Wohl kaum. Und Goethe war auch kein Moslem. Vergeßt das.



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    witty - 19.03.2007, 00:47


    Krabat hat folgendes geschrieben: Sharif hat folgendes geschrieben: Angeblich soll Lessing auch regen Kontakt mit dem Islam und den Koran gehabt haben, was er auch in seinem Drama "Nathan der Weise" verarbeitet haben soll.

    Aber auch Nietzsche zog den Islam dem Christentum und dem Judentum vor.

    Gruß.

    Wohl kaum. Und Goethe war auch kein Moslem. Vergeßt das.

    brav1 brav1 brav1 brav1 ist ja schon gut Krabat ;)



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Don - 19.03.2007, 11:11


    Krabat wird gestreichelt? Was muss ich tun, damit ich auch gekrault werde? :mrgreen:



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Hausdrache - 19.03.2007, 13:33


    Der Koran übte auf Goethe unbestritten eine große Faszination aus, wie man an diesem Zitat deutlich erkennen kann:

    "Grenzenlose Tautologien und Wiederholungen bilden den Körper diesen heiligen Buches, das uns, sooft wir auch daran gehen, immer von neuem anwidert, dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt."
    ( Noten und Abhandlungen zum Westöstlichen Divan )



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Skeptiker - 19.03.2007, 15:04


    Ich verstehe die Aufregung nicht. Was ist so schlimm daran, dass Goethe sich dem Islam verbunden fühlte? Leidet hier jemand unter Islamophobie? :lol:



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    witty - 20.03.2007, 22:12


    Deist hat folgendes geschrieben: witty hat folgendes geschrieben:
    Es folgte eine endlose Ich-weiss-es-besser-als-du-Diskussion :mrgreen:
    Und ? Wer wusste es denn besser und wer tat nur so ? ;)

    Ich habe ihm am Ende gesagt, dass wir es beide nicht zu 100% wissen können, da wir ihn dazu fragen müssten. Damit war er einverstanden und wir haben das Thema beendet :mrgreen:



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    witty - 20.03.2007, 22:13


    Don hat folgendes geschrieben: Krabat wird gestreichelt? Was muss ich tun, damit ich auch gekrault werde? :mrgreen:

    Glaub mir Krabat hat es WIRKLICH nötig ;)



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    kornpicker - 23.03.2007, 09:09

    Goethe war Muslim
    Es gibt eine Fatwa, ausgestellt von einem gewissen Scheich ³Abd-al-Qadir al-Murabit, in der Goethe posthum zum Muslim erklärt wird.



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Seelchen - 23.03.2007, 09:51

    Re: Goethe war Muslim
    kornpicker hat folgendes geschrieben: Es gibt eine Fatwa, ausgestellt von einem gewissen Scheich ³Abd-al-Qadir al-Murabit, in der Goethe posthum zum Muslim erklärt wird.

    Der Ärmste kann sich ja nicht mehr wehren...



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Seelchen - 23.03.2007, 10:03


    Skeptiker hat folgendes geschrieben: Ich verstehe die Aufregung nicht. Was ist so schlimm daran, dass Goethe sich dem Islam verbunden fühlte? Leidet hier jemand unter Islamophobie? :lol:

    Keine Ahnung, ob darunter jemand "leidet". Ich finde es immer nur peinlich, mit welcher Hingabe einige versuchen, Persönlichkeiten posthum als Moslems oder dem Islam nahestehend zu diffamieren oder noch krasser, mit den angeblichen wissenschaftlichen Wundern, die im Koran stehen sollen, hausieren gehen.

    Ich meine, haben einige Moslems sowenig Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, dass sie unbedingt kurioser Wunder im Koran oder bekannter Persönlichkeiten, die sie posthum zu Moslems erklären, bedürfen?



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Jonas - 23.03.2007, 11:10


    Seelchen hat folgendes geschrieben: Ich meine, haben einige Moslems sowenig Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, dass sie unbedingt kurioser Wunder im Koran oder bekannter Persönlichkeiten, die sie posthum zu Moslems erklären, bedürfen?
    Von kuriosen Wundern haben ich hier nichts gelesen.
    Ist dieses Verhalten nicht typisch für alle Gruppierungen? Hat nicht zum Beispiel jedes Land Helden, Dichter, usw., die es für sich vereinnahmt? Findest du es weniger lächerlich, wenn sich ein Deutscher wegen Goethes Leistungen auf die Schulter klopft und stolz ist ein Deutscher zu sein, als sei er an dessen Leistungen beteiligt? :lol:



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Seelchen - 23.03.2007, 11:30


    Jonas hat folgendes geschrieben:
    Von kuriosen Wundern haben ich hier nichts gelesen.
    Ist dieses Verhalten nicht typisch für alle Gruppierungen? Hat nicht zum Beispiel jedes Land Helden, Dichter, usw., die es für sich vereinnahmt? Findest du es weniger lächerlich, wenn sich ein Deutscher wegen Goethes Leistungen auf die Schulter klopft und stolz ist ein Deutscher zu sein, als sei er an dessen Leistungen beteiligt? :lol:

    Ich fände es eher lächerlich und peinlich, wenn Christen auf einmal anfingen, bedeutende muslimische Persönlichkeiten für ihre Religion zu vereinnahmen. Das Geschrei, wenn auf einmal behauptet würde, Ferdausi habe sich in Wirklichkeit zum Christentum hingezogen gefühlt, schliesslich sind in seinem Hauptwerk durchaus islamfeindliche Elemente vorhanden, möchte ich mir garnicht erst vorstellen.



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Jonas - 23.03.2007, 11:44


    Ich sehe im Grad der Lächerlichkeit keinen Unterschied. Ob sich ein Deutscher Goethe und sein Werk zu eigen macht, weil er im selben Land geboren ist oder ein Muslim, weil er sich ihm geistig verbunden fühlt. Die Leistung ist eine Einzelleistung, die von einer Allgemeinheit dreist als Allgemeingut vereinnahmt wird. Ein Vorgehen, dass mir aus allen Kulturen und Nationen bekannt ist. Warum sollte ich dieses Verhalten bei einem Muslim lächerlicher finden, als bei einem Deutschen? Schau dir doch das Gezerre um Mozart an. 'Gehört' er den Deutschen oder den Österreichern? Welche deutsche Stadt hat das recht sich Goethe als Heimatstadt zu vereinnahmen? Frankfurt oder Weimar? Nein, es ist immer lächerlich sich sein Selbstwertgefühl mit den Leistungen anderer zu polstern, egal wer dies mit wem macht.



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Sharif - 23.03.2007, 13:02


    Hallo Jonas,

    ein sehr interessanter Punkt, den du anspricht.

    Ich stimme deinen Ausführungen zu, weil ich das Gerede um die Nationalität für absurd halte, weil diese nichts mit der Leistung eines Menschen zu tun hat.

    Beispiel:
    Wenn die Oscarverleihung wieder vor der Tür steht, identifizieren sich alle auf einmal mit den nominierten Film, der deutsch sein soll, wobei sie keine Leistung für die Entstehung dieses Filmes erbracht haben.

    Eigenlob stinkt bekanntlich.

    Gruß.



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Mutlu - 23.03.2007, 14:06


    Seelchen hat folgendes geschrieben: Skeptiker hat folgendes geschrieben: Ich verstehe die Aufregung nicht. Was ist so schlimm daran, dass Goethe sich dem Islam verbunden fühlte? Leidet hier jemand unter Islamophobie? :lol:

    Keine Ahnung, ob darunter jemand "leidet". Ich finde es immer nur peinlich, mit welcher Hingabe einige versuchen, Persönlichkeiten posthum als Moslems oder dem Islam nahestehend zu diffamieren oder noch krasser, mit den angeblichen wissenschaftlichen Wundern, die im Koran stehen sollen, hausieren gehen.

    Ich meine, haben einige Moslems sowenig Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, dass sie unbedingt kurioser Wunder im Koran oder bekannter Persönlichkeiten, die sie posthum zu Moslems erklären, bedürfen?

    Wir vereinnahmen Gothe nicht, wir klären auf.
    Seine Zuneigung zum Islam war für viele Deutsche unbekannt.
    Und nach den ganzen Medienattacken gegen Muslime, ist so eine Nachricht eine Wohltat.

    Der wichtigste Deutsche in der Geschichte, bekannte sich zum Islam!

    So lässt es sich integrieren.



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Seelchen - 23.03.2007, 14:16


    Jonas hat folgendes geschrieben: Ich sehe im Grad der Lächerlichkeit keinen Unterschied. Ob sich ein Deutscher Goethe und sein Werk zu eigen macht, weil er im selben Land geboren ist oder ein Muslim, weil er sich ihm geistig verbunden fühlt. Die Leistung ist eine Einzelleistung, die von einer Allgemeinheit dreist als Allgemeingut vereinnahmt wird. Ein Vorgehen, dass mir aus allen Kulturen und Nationen bekannt ist. Warum sollte ich dieses Verhalten bei einem Muslim lächerlicher finden, als bei einem Deutschen? Schau dir doch das Gezerre um Mozart an. 'Gehört' er den Deutschen oder den Österreichern? Welche deutsche Stadt hat das recht sich Goethe als Heimatstadt zu vereinnahmen? Frankfurt oder Weimar? Nein, es ist immer lächerlich sich sein Selbstwertgefühl mit den Leistungen anderer zu polstern, egal wer dies mit wem macht.

    Also wirklich, Du kannst doch die nationale Vereinnahmung eines Goethe, immerhin war er nachweislich deutscher Identität und seine Werke gehören zum kulturellen Erbe dieses Landes, nicht mit der religiösen Vereinnahmung aufgrund eines Gedichtbandes...und womöglich deswegen:

    "Als der auf dem ganzen Kontinent berühmte Schriftsteller und Naturforscher am 22. März 1832 im Sterben lag, malte er «mit dem Zeigefinger Zeichen in die Luft», wie ein Biograf festhält. Die Umstehenden deuteten sie als ein «W», den Anfangsbuchstaben seines zweiten Vornamens - doch manche Muslime glauben, dass Johann Wolfgang von Goethe, dahindämmernd und zu schwach zum Sprechen, das arabische Zeichen für Allah schrieb...."

    vergleichen.



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Seelchen - 23.03.2007, 14:19


    Mutlu hat folgendes geschrieben:
    Wir vereinnahmen Gothe nicht, wir klären auf.
    Seine Zuneigung zum Islam war für viele Deutsche unbekannt.
    Und nach den ganzen Medienattacken gegen Muslime, ist so eine Nachricht eine Wohltat.

    Der wichtigste Deutsche in der Geschichte, bekannte sich zum Islam!

    So lässt es sich integrieren.

    Offensichtlich hast Du Deine eigene verlinkte Quelle nicht komplett gelesen...

    " ....eine Verehrung, die keineswegs blind ist. Im «Diwan» setzt er sich kritisch-ironisch mit der Rolle der Frau und dem Verbot des Weins im Islam auseinander. Ein «verkappter Muslim» sei Goethe nicht gewesen, urteilt Mommsen."

    ;)



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Mutlu - 23.03.2007, 14:36


    Seelchen hat folgendes geschrieben: Mutlu hat folgendes geschrieben:
    Wir vereinnahmen Gothe nicht, wir klären auf.
    Seine Zuneigung zum Islam war für viele Deutsche unbekannt.
    Und nach den ganzen Medienattacken gegen Muslime, ist so eine Nachricht eine Wohltat.

    Der wichtigste Deutsche in der Geschichte, bekannte sich zum Islam!

    So lässt es sich integrieren.

    Offensichtlich hast Du Deine eigene verlinkte Quelle nicht komplett gelesen...

    " ....eine Verehrung, die keineswegs blind ist. Im «Diwan» setzt er sich kritisch-ironisch mit der Rolle der Frau und dem Verbot des Weins im Islam auseinander. Ein «verkappter Muslim» sei Goethe nicht gewesen, urteilt Mommsen."

    ;)


    das ist kein Widerspruch.

    sie sollten das hier auch lesen:

    Zitat: Doch Mommsen meint, dass Goethe über den Zeitgeist hinaus eine Neigung zum Islam verspürte, weil er mit dessen Hauptlehren wie Schicksalsergebenheit und Offenbarung Gottes in der Natur übereinstimmte. „Weiter kann ich nichts sagen, als dass ich mich auch hier im Islam zu halten suche“, schreibt der 70-Jährige, als seine Schwiegertochter schwer erkrankt - ähnliche Zeugnisse gibt es aus allen Lebensphasen.

    http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1173197924521.shtml



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Jonas - 23.03.2007, 15:18


    Seelchen hat folgendes geschrieben: Jonas hat folgendes geschrieben: Ich sehe im Grad der Lächerlichkeit keinen Unterschied. Ob sich ein Deutscher Goethe und sein Werk zu eigen macht, weil er im selben Land geboren ist oder ein Muslim, weil er sich ihm geistig verbunden fühlt. Die Leistung ist eine Einzelleistung, die von einer Allgemeinheit dreist als Allgemeingut vereinnahmt wird. Ein Vorgehen, dass mir aus allen Kulturen und Nationen bekannt ist. Warum sollte ich dieses Verhalten bei einem Muslim lächerlicher finden, als bei einem Deutschen? Schau dir doch das Gezerre um Mozart an. 'Gehört' er den Deutschen oder den Österreichern? Welche deutsche Stadt hat das recht sich Goethe als Heimatstadt zu vereinnahmen? Frankfurt oder Weimar? Nein, es ist immer lächerlich sich sein Selbstwertgefühl mit den Leistungen anderer zu polstern, egal wer dies mit wem macht.
    Also wirklich, Du kannst doch die nationale Vereinnahmung eines Goethe, immerhin war er nachweislich deutscher Identität und seine Werke gehören zum kulturellen Erbe dieses Landes, nicht mit der religiösen Vereinnahmung aufgrund eines Gedichtbandes...und womöglich deswegen:

    "Als der auf dem ganzen Kontinent berühmte Schriftsteller und Naturforscher am 22. März 1832 im Sterben lag, malte er «mit dem Zeigefinger Zeichen in die Luft», wie ein Biograf festhält. Die Umstehenden deuteten sie als ein «W», den Anfangsbuchstaben seines zweiten Vornamens - doch manche Muslime glauben, dass Johann Wolfgang von Goethe, dahindämmernd und zu schwach zum Sprechen, das arabische Zeichen für Allah schrieb...." vergleichen.
    Ich verstehe deinen Ärger nicht. Wieso hat ein Deutscher, nur weil er wie Goethe auch in Deutschland geboren ist, mehr recht ihn für sich zu vereinnahmen? Du magst das gerne anders sehen, aber für mich ist die eine Begründung so lächerlich und haltlos wie die andere. Beide entbehren jeglicher Berechtigung. Niemand hat einen Anspruch auf Goethes Leistungen als er selbst. Niemand kann sich aus der Tatsache, dass er hier geboren wurde eine Scheibe davon abschneiden.



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Sharif - 23.03.2007, 15:37


    Ich kann deine Darstellung nicht nachvollziehen.

    Seelchen hat folgendes geschrieben: Also wirklich, Du kannst doch die nationale Vereinnahmung eines Goethe, immerhin war er nachweislich deutscher Identität und [...]

    Nachweise für die deutsche Identität wären sicherlich gut.

    Und hatte er dieselbe Identität wie wir?
    Und wieso kommt die österreicherische Identität nicht in Betracht?

    Seelchen hat folgendes geschrieben: [...] seine Werke gehören zum kulturellen Erbe dieses Landes, [...]

    Wurden sie etwa dazu gemacht oder hat man sie später zu solche gemacht?

    Gruß.



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Seelchen - 24.03.2007, 11:42


    Jonas hat folgendes geschrieben:
    Ich verstehe deinen Ärger nicht.


    Aber ich bin doch garnicht ärgerlich.... gruebel1

    Zitat:
    Wieso hat ein Deutscher, nur weil er wie Goethe auch in Deutschland geboren ist, mehr recht ihn für sich zu vereinnahmen? Du magst das gerne anders sehen, aber für mich ist die eine Begründung so lächerlich und haltlos wie die andere. Beide entbehren jeglicher Berechtigung. Niemand hat einen Anspruch auf Goethes Leistungen als er selbst. Niemand kann sich aus der Tatsache, dass er hier geboren wurde eine Scheibe davon abschneiden.

    Nein, das kann niemand und das behaupte ich auch nicht.

    Aber das hat doch auch mit einer nationalen Vereinnahmung, die Ehrung dieses Mannes durch Deutschland nichts zu tun. Es ist doch die selbstverständlichste Sache der Welt, wenn eine Nation seiner grossen Söhne und Töchter gedenkt und diese Nation stolz darauf ist, wenn sie eine solche Persönlichkeit hervorgebracht hat. Damit beansprucht doch die Nation nicht die Leistung dieses Menschen sondern sie ehrt sie...



    Re: Der Islam hatte einen treuen Freund

    Seelchen - 24.03.2007, 11:45


    Mutlu hat folgendes geschrieben:
    sie sollten das hier auch lesen:

    Zitat: Doch Mommsen meint, dass Goethe über den Zeitgeist hinaus eine Neigung zum Islam verspürte, weil er mit dessen Hauptlehren wie Schicksalsergebenheit und Offenbarung Gottes in der Natur übereinstimmte. „Weiter kann ich nichts sagen, als dass ich mich auch hier im Islam zu halten suche“, schreibt der 70-Jährige, als seine Schwiegertochter schwer erkrankt - ähnliche Zeugnisse gibt es aus allen Lebensphasen.


    Habe ich gelesen, ich habe aber auch gelesen, dass genau der gleiche Mommsen zu dem Schluss kam:

    ....eine Verehrung, die keineswegs blind ist. Im «Diwan» setzt er sich kritisch-ironisch mit der Rolle der Frau und dem Verbot des Weins im Islam auseinander. Ein «verkappter Muslim» sei Goethe nicht gewesen, urteilt Mommsen."



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