Besinnliches

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  • Alle Beiträge und Antworten zu "Besinnliches"

    Re: Besinnliches

    Sawin - 13.03.2007, 00:11


    Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen.

    "Höre, Sokrates, ich muss dir berichten, wie dein Freund...."

    "Halt ein" unterbrach ihn der Philosoph.

    "Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?"

    "Drei Siebe? Welche?" fragte der andere verwundert.

    "Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Hast du das, was du mir
    berichten willst, geprüft ob es auch wahr ist?"

    "Nein, ich hörte es erzählen, und..."

    "Nun, so hast du sicher mit dem zweiten Sieb, dem Sieb der Güte, geprüft. Ist
    das, was du mir erzählen willst - wenn es schon nicht wahr ist - wenigstens
    gut?" Der andere zögerte. "Nein, das ist es eigentlich nicht. Im
    Gegenteil....."


    "Nun", unterbrach ihn Sokrates. "so wollen wir noch das dritte Sieb nehmen
    und uns fragen ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so zu
    erregen scheint."

    "Notwendig gerade nicht...."

    "Also", lächelte der Weise, "wenn das, was du mir eben sagen wolltest, weder
    wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste weder
    dich noch mich damit."


    (Quelle unbekannt)



    Re: Besinnliches

    Sawin - 17.03.2007, 19:19


    Eine Frau hatte einen Traum.
    In diesem Traum besuchte sie einen Markt. Dort inmitten all der Stände traf sie an einem von ihnen Gott.
    "Was verkaufst du hier?" fragte die Frau Gott.
    Gott antwortete: "Alles, was das Herz begehrt."
    Das konnte die Frau kaum glauben. Sie überlegte eine Weile und beschloss dann, das Beste zu verlangen, was sich ein Mensch nur wünschen konnte.
    "Ich möchte Frieden für meine Seele und Liebe und Glück. Und weise möchte ich sein und nie mehr Angst haben." sagte die Frau zu Gott. "Und das nicht nur für mich allein, sondern für alle Menschen."
    Gott lächelte. "Ich glaube, du hast mich missverstanden. Ich verkaufe hier keine Früchte, sondern die Samen."



    Re: Besinnliches

    Anonymous - 17.03.2007, 20:20


    Und dabei hatte sie es wirklich gut gemeint und sehr bedacht gewählt. Aber bei genauerer Überlegung der Antwort Gottes, er hat recht.



    Re: Besinnliches

    marie - 17.03.2007, 20:59


    samen liebe ich ganz besonders, sehr zum schrecken meiner mitbürger... die lieber fertige, holländische, fette pflanzen kaufen, die mir zwei wochen freude machen, bevor die pracht verschwunden ist.

    so ist aber ein samen nicht, er steigt aus der erde, du kannst ihn hegen und pflegen ... und manchmal auch nicht ... dann wächst er frei und wie er mag. und nach und nach von zart zur vollendung, zum streuen neuer samen kommt man aus der freude und dem staunen nicht heraus.

    ja, ich ziehe samen vor und geduld ist eine tugend!



    Re: Besinnliches

    Sawin - 17.03.2007, 23:43


    Wie schön und klug du das betrachtest, liebe marie -
    der Schrecken deiner Mitbürger sollte sich nur auf deren naturentfremdete Zivilisation beziehen. :razz:

    Mich drängt, hierher noch ein Hohelied auf das Gute im Menschen beizufügen:

    Ich bin wie eine Rose. So wachse ich aus einem Samen, bis ich groß bin und in voller Pracht erscheine. Wer mich anschaut, findet Gefallen an mir. Wer mich aber verletzen will, fühlt Schmerz dabei. Wenn ich abgeschnitten werde, verderbe ich. Doch meine Schönheit bleibt immer im Auge dessen, der sie erfassen konnte! Dabei will ich immer sanft sein. Wer mich in sein Herz einschließt, wird nur die schönsten Seiten von mir zu sehen bekommen. Auch wenn Fehler noch vorhanden sind, doch will ich leuchten in all meiner Pracht! Selbst wenn ich schon lange verblüht bin, so werden doch meine Samen neues Leben erschaffen. Und diese werden in alle Ihre Schönheit auch weiterhin die anderen Menschen in den Bann ihrer Pracht ziehen.

    Liebe Grüße - Jean



    Re: Besinnliches

    marie - 18.03.2007, 07:58


    eine schöner text sawin ...

    meine mitbürger haben das staunen über das kleine verlernt, über das selbst gemachte .. das langsame und das schwierige. und nehmen sich daher die freude weg, wenn etwas gelingt.



    Re: Besinnliches

    Sawin - 18.03.2007, 14:10


    Aus einem kleinen Kern wird eine schöne und gute Frucht,
    die köstlich nährt und erfrischt. Wie kann es möglich sein,
    sowas nicht zu bewundern. :roll:

    Noch einen schönen Tag wünscht - Jean



    Re: Besinnliches

    Sawin - 23.03.2007, 00:00


    Es war einmal eine Gruppe von Fröschen, die einen Wettlauf machen wollten. Ihr Ziel war es, die Spitze eines hohen Turmes zu erreichen. Viele Zuschauer hatten sich bereits versammelt, um diesen Wettlauf zu sehen und sie anzufeuern. Das Rennen konnte beginnen....
    Ehrlich gesagt: Von den Zuschauern glaubte niemand so recht daran, daß es möglich sei, daß die Frösche diesen hohen Gipfel erreichen könnten. Alles, was man hören konnte, waren Aussprüche wie: "Ach, wie anstrengend!!! Die werden sicher NIE ankommen!" oder: "Das können sie gar nicht schaffen, der Turm ist viel zu hoch!"
    Die Frösche begannen, zu resignieren. Außer einem, der kraftvoll weiter kletterte. Die Leute riefen weiter: "Das ist viel zu anstrengend!!! Das kann niemand schaffen!" Immer mehr Frösche verließ die Kraft und sie gaben auf. Aber der eine Frosch kletterte immer noch weiter. Er wollte einfach nicht aufgeben!
    Am Ende hatten alle aufgehört, weiterzuklettern, außer diesem einen Frosch, der mit enormem Kraftaufwand als Einziger den Gipfel des Turmes erreichte! Jetzt wollten die anderen Mitstreiter natürlich wissen, wie er das denn schaffen konnte! Einer von ihnen ging auf ihn zu, um ihn zu fragen, wie er es geschafft hatte, diese enorme Leistung zu bringen und bis ans Ziel zu kommen.
    Es stellte sich heraus.... Der Gewinner war TAUB!!!
    Und die Moral von der Geschichte: Höre niemals auf Leute, die die schlechte Angewohnheit haben, immer negativ und pessimistisch zu sein, denn sie stehlen dir deine schönsten Wünsche und Hoffnungen, die DU in deinem Herzen trägst!

    Denke immer an die Macht der Worte, denn alles was du hörst und liest, beeinflusst dich in deinem Tun!

    Daher: Sei IMMER.... POSITIV!

    Und vor allem:
    Sei einfach TAUB, wenn jemand dir sagt, daß DU deine Träume nicht realisieren kannst!
    Denke immer daran:
    Auch DU kannst es schaffen!



    Re: Besinnliches

    Anonymous - 23.03.2007, 17:23


    Diese Geschichte ist sehr aufschlußreich und sehr wahr. Wie oft läßt man sich vom Negativen beeinflußen. Zu mir wurde auch gesagt, das wird nix, das schaffst du nicht und ich habe nichts geschafft. Positives hörte ich oft nicht, das war einfacher aufzugeben, als sich anzustrengen. Ich bin noch nicht so weit, das ich mich dann Taub stellen kann, denn es ist eingebrannt. Aber ich werde irgendwann etwas anfangen und keiner sagt, laß es und dann wirds mir gelingen.
    Danke lieber Jean



    Re: Besinnliches

    Sawin - 25.03.2007, 23:04


    Es interessiert mich nicht, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst.
    Ich möchte wissen, wonach du innerlich schreist und ob du zu träumen wagst, der Sehnsucht deines Herzens zu folgen.

    Es interessiert mich nicht wie alt du bist.
    Ich will wissen, ob du es riskierst wie ein Narr auszusehen, um deiner Liebe willen, um deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.

    Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.
    Ich will wissen, ob du den tiefsten Punkt deines Lebens berührt hast, ob du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob du zusammengezogen und verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.
    Ich will wissen, ob du mit dem Schmerz -meinem oder deinem- dasitzen kannst, ohne zu versuchen ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.
    Ich will wissen, ob du mit der Freude – meiner oder deiner – da sein kannst, ob du mit Wildheit tanzen und dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft, oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

    Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte die du erzählst, wahr ist.
    Ich will wissen, ob du jemanden enttäuschen kannst, um dir selber treu zu sein.
    Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht deine eigene Seele verrätst.
    Ich will wissen, ob du vertrauensvoll sein kannst und daher vertrauenswürdig. Ich will wissen, ob du mit dem Scheitern – meinem oder deinem - Leben kannst und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmondes rufst: „JA!“

    Es interessiert mich nicht zu erfahren, wo du lebst und wie viel Geld du hast.
    Ich will wissen, ob du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung, erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen und tust, was für die Kinder getan werden muss.

    Es interessiert mich nicht, wer du bist und wie du hergekommen bist.
    Ich will wissen, ob du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.

    Es interessiert mich nicht, wo oder was, oder mit wem du gelernt hast.
    Ich will wissen, was dich noch innen hält, wenn sonst alles wegfällt.
    Ich will wissen, ob du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gern mit dir zusammen bist.

    (alte Indianerweisheit)



    Re: Besinnliches

    Sawin - 30.03.2007, 21:20


    Das Märchen von der traurigen Traurigkeit
    Inge Wuthe


    Es war einmal eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub auf dem Wege saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"

    Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und leise, dass sie kaum zu hören war. "Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte grüßen.

    "Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.

    "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder hast du mich ein Stück des Weges begleitet."

    "Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"

    "Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtling einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"

    "Ich... bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

    "Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."

    Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muß sich nur zusammenreißen. Und spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

    "Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."

    Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

    Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlte, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."

    Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber ... aber - wer bist eigentlich du?"

    "Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."

    (mit Erlaubnis der Autorin und zur Weitergabe empfohlen!!)



    Re: Besinnliches

    Anonymous - 30.03.2007, 22:13


    Danke lieber Jean, nur beide zusammen bringen uns weiter, stimmts? :wink:



    Re: Besinnliches

    Sawin - 31.03.2007, 18:37


    Stimmt, liebe Binmalda -
    und wir dürfen frohen Mutes sein, denn:
    der unsere Wunden öffnet, kann sie auch wieder schließen.

    Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
    als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
    sie fallen mit verneinender Gebärde.
    Und in den Nächten fällt die schwere Erde
    aus allen Sternen in die Einsamkeit.
    Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
    Und sieh dir andre an: es ist in allen.
    Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
    unendlich sanft in seinen Händen hält.

    (Rilke)




    Re: Besinnliches

    Sawin - 04.08.2007, 01:19


    Ein kurzer Text vom libanesischen Philosophen Khalil Gibran aus dem Hauptwerk seines Denkens
    „der Prophet“ gefällt mir so gut, dass ich ihn hier platzieren will.
    Auch wenn man ihn kennt, fasziniert es je neu, wie poetisch in der Tiefe Wesentliches ausgedrückt wird.

    Liebt einander, aber macht die Liebe nicht zur Fessel:
    Lasst sie eher ein wogendes Meer zwischen den Ufern eurer Seelen sein.
    Füllt einander den Becher, aber trinkt nicht aus einem Becher.
    Singt und tanzt zusammen und seid fröhlich,
    aber lasst jeden von euch allein sein, so wie die Saiten einer Laute allein sind
    und doch von derselben Musik erzittern.
    Gebt eure Herzen, aber nicht in des anderen Obhut.
    Denn nur die Hand des Lebens kann eure Herzen umfassen.
    Und steht zusammen, doch nicht zu nah:
    Denn die Säulen des Tempels stehen für sich,
    und die Eiche und die Zypresse wachsen nicht im Schatten der anderen.



    Re: Besinnliches

    Yin-Yang - 04.08.2007, 10:09


    Wie wahr, was da in wunderschönen Worten steht.
    Wenn es doch nur so einfach umzusetzen wäre! *seufz

    LG

    Yin-Yang



    Re: Besinnliches

    Sawin - 11.09.2007, 21:01




    Re: Besinnliches

    Sawin - 19.09.2007, 23:08


    ...Herbst

    Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
    als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
    sie fallen mit verneinender Gebärde.

    Und in den Nächten fällt die schwere Erde
    aus allen Sternen in die Einsamkeit.

    Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
    Und sieh dir andre an: es ist in allen.

    Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
    unendlich sanft in seinen Händen hält.

    Rainer Maria Rilke
    aus: Das Buch der Bilder




    Re: Besinnliches

    Yin-Yang - 20.09.2007, 13:02


    Ach wie wunderwunder schön immer wieder, diese Gedichte von Rilke!
    Das ist wie Musik für mich!
    Danke auch für das eindrucksvolle Foto, lieber Sawin!

    LG

    Yin-Yang



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