Commander Chakotay

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    Re: Commander Chakotay

    henningsen - 09.03.2007, 14:08

    Commander Chakotay
    Chakotay ist an Bord der Voyager der erste Offizier, hat also die Rolle inne, die bei Star Trek-Classik Spock bekleidete und bei TNG William Riker. Von seiner moralischen Grundhaltung her ähnelt er aber in manchem eher ´Bones` McCoy.
    Chakotay ist Indianer und hat einen natürlichen Instinkt für die spirituelle Seite der Existenz. Er versteht Symbole und die tiefere Bedeutung so mancher - auch außerirdischer Rituale. Er respektiert das Schicksal, den Gang der Dinge und das Sterben. Somit steht er vielen Aspekten der Technik skeptisch gegenüber, obwohl er andererseits das Moderne anerkennt und keineswegs nostalgisch ist. Er versucht die Wahrheit alter Traditionen mit neuen Erkenntnissen zu verbinden.
    Chakotay meditiert häufig, richtet sich nach dem Medizinrad seiner Vorfahren, dessen Steine in bestimmten Momenten der Seele den Weg weisen können und hat einen spirituellen Führer in Tiergestalt, dessen Rasse er nicht nennen darf, denn das würde den ´animal guide´ wütend machen. In Augenblicken großer Gefahr nimmt Chakotay mit seinem spirituellen Führer Kontakt auf und fragt ihn um Rat.

    Chakotays Indianerstamm zog unter der Leitung seines Vaters Kolopak von der Erde fort und auf den Planeten Dorvan V, der nahe an der cardassianischen Grenze lag.
    Als Teenager war Chakotay in ständigem Konflikt mit seinem Vater. Der Vater achtete die Gebräuche und Traditionen mehr als alles andere, während sein Sohn nicht verstehen konnte, wieso er sich nicht ein wenig dem 24. Jahrhundert anpassen wollte. Kolopak wusste, dass sein Sohn am Tag seiner Geburt falsch herum aus dem Leib seiner Mutter gekommen war, und somit nach dem Willen der Geister ein ´Widerspenstiger` sein würde.
    Und tatsächlich: Chakotay ging gegen den Willen seines Vaters an die Sternenflotten-Akademie. Sein Vater prophezeite ihm daraufhin, dass er niemals zu dem neuen Leben gehören würde, und nach seinem Abschied vom Stamm auch nicht mehr ganz zu ihm.
    Aber Chakotay ließ sich nicht aufhalten. Er ging an die Akademie, studierte dort erfolgreich.
    Das Zeichen auf Chakotays Stirn haben einst mit der Natur in Einklang lebende Regenwald-Indianer seinem Vater aufgemalt. An Kolopaks Todestag suchte Chakotay Kontakt zu dessen Geist und bat ihn, weiterhin über ihn zu wachen.

    Chakotay war gerade Lieutenant Commander geworden, als seine Heimatwelt Dorvan V durch ein Friedensabkommen zwischen der Föderation und Cardassia zu einem Teil der entmilitarisierten Zone wurde und damit den Cardassianern ausgeliefert war. Chakotay schloss sich daraufhin - als sein Volk von der Föderation im Stich gelassen wurde - dem Maquis an und bildete eine Terroristengruppe gegen die Cardassianer. Hier lernte er auch B´Elanna Torres kennen, die Halbklingonin, die auch später an Bord der Voyager noch seine engste Vertraute bleiben soll.

    Die Föderation bekämpfte die Maquis als Störer des Friedens und schleuste Lt. Tuvok in die Gruppe von Chakotay ein. Dieser war es auch, der Captain Janeway über die Aktionen der Maquis in den ´Badlands´ aufklärte. Als die Voyager in diese gefahrenvolle Zone eindrang, um das Maquis-Schiff mit Chakotay und Torres an Bord dingfest zu machen, wurden beide Schiffe, der Maquisraumer ebenso wie die Voyager, von der Welle des Caretakers erfasst und in den Delta-Quadranten verschlagen. Hier mußten sich die Maquis unter der Führung von Chakotay und die Föderierten unter der Führung von Captain Janeway zusammenraufen.

    Die ebenso clevere wie faire Janeway ernannte Chakotay zum ersten Offizier.
    Damit erkannte sie symbolisch die Existenz der Maquis als Crew-Mitglieder (und nicht als Verbrecher!) an und verpflichtete Chakotay gleichzeitig, sich und seine Gruppe den Bordgesetzen der Föderation zu unterwerfen, was er dann auch tat, schließlich war er immer ein Mann, der Gegensätze zu überbrücken wusste. Torres hielt zu ihm, während andere Maquis das Verhalten ihres Commanders zunächst nicht verstehen wollten.
    Chakotay hält stets zu seinen Leuten, duldet andererseits aber keine Regelverstöße, denn er ist auch ein Mann der Ehre. Seine Versprechen gelten.

    Chakotay hatte früher eine Affäre mit der Maquis Seska, die aber an Bord der Voyager nicht mehr richtig auflebte. Seska paktierte mit den Kazons und wollte ihnen die Voyager ausliefern. Gleichzeitig schob sie Chakotay einen Sohn unter, und versuchte ihn mit der Vaterschaft zu erpressen, hereinzulegen oder zum Überlaufen zu bewegen, was allesamt misslang.
    Zwischen Janeway und Chakotay entstand im Laufe der Zeit ein Vertrauensverhältnis voll gegenseitigen Respekts und Achtung. Einmal begann es zwischen ihnen sogar zu funken, als sie beide allein für einige Zeit auf einem Planeten auf sich gestellt waren. Aber an Bord der Voyager zurück überdeckten die Pflichten diese Regungen wieder. Und der Captain und ihr erster Offizier geraten dann und wann immer doch noch einmal heftig aneinander. In Fragen der Kriegstaktik gehen die Meinungen oft ebenso auseinander, wie in Fragen der Menschenführung. Aber die Gemeinsamkeiten überwiegen bei weitem!


    Robert Beltran verkörpert diesen widersprüchlichen Charakter mit Tiefe und Festigkeit.
    Er wurde in Bakersfield (Kalifornien) geboren.
    Schon als er als kleiner Junge von seiner Mutter und seiner Schwester in eine Vorführung von William Wylers Epos ´Ben Hur` mitgenommen wurde, war er von den Kampfszenen sehr beeindruckt. Auch bei Franco Zeffirellis berühmter ´Romeo und Julia`-Verfilmung gefielen ihm am meisten die Straßenkämpfe. Zwar wohnte Robert Beltran damals nicht in einer Schlägergegend, aber Fights waren unter den Jungs doch sehr häufig.
    Lange schwankte er zwischen seiner Liebe zum Theater und Film einerseits, und der zum Sport andererseits hin und her (speziell American Football). Zuerst siegte das Ballspiel, aber dann zog die Schauspielerei doch kräftig nach. In der High School trat er, ohne je Kurse besucht zu haben, in mehreren Stücken auf , und auf dem College traf er dann die endgültige Entscheidung und gab den Sport auf. Er besuchte Schauspielklassen und lernte das ´Handwerk`. Gegenüber seiner Familie hielt er lange die Aussage aufrecht, er würde Jura studieren. Da er aber sein Geld zum Schauspielstudium durch allerlei Jobs selbst verdienen konnte, akzeptierte die Familie schließlich auch die Wahrheit: Ihr Sohn wurde Schauspieler!

    Nach Abschluss des ´Fresno State College´ spielte Robert Beltran sich quer durch Kalifornien: ´Heinrich IV´., ´Mitsommernachtstraum´, ´Stars In The Morning Sky´, ´La Pastorela´.
    Sein Leinwanddebüt gab er 1982 in Paul Bartels schwarzer Kultkomödie ´Eating Raoul`, der von den verbrecherischen Umtrieben eines Gastwirt-Ehepaares handelt. Hier spielte er gleich die drittgrößte Rolle und wurde von Paul Bartels auch für ´Scenes From The Class Struggle In Beverly Hills` engagiert.
    Robert Beltran spielte weiterhin in ´El Diablo´, ´McQuade - Der Wolf`, Mystic Warrior` und ´Gaby - A true Story`.
    Und er gab Gastrollen in allerlei TV-Serien: ´Lois und Clarke´ (Schurke in Episode 19!), ´Mord ist ihr Hobby´, ´Miami Vice´ und ´Midnight Caller`. Eine längere Serien-Rolle bekam er als Lieutenant Soto in zehn Folgen der Aaron Spelling-Produktion ´Model Inc.`
    1985 drehte er ´Latino`, einen Film, der für ihn persönlich zu einer drehtechnischen und künstlerischen Tortur wurde und von dessen Ergebnis er selbst sehr enttäuscht ist, obwohl seine Leistung auch hier beeindruckend ist.

    Eines Tages fragte ihn sein Agent, ob er indianisches Blut in seinen Adern habe. Da Robert Beltran mexikanischer Abstammung ist, hat er diese Frage mit ´Ja´ beantwortet. Da erfuhr er, dass er für die neue Star Trek-Serie ´Voyager` im Gespräch sei, bekam das Skript und durfte mehrmals vorsprechen. Zunächst befand man, er würde Chakotay mit mangelnder Schärfe spielen. Er konterte, man müsse diese Schärfe eben auch in das Skript hinein schreiben! Schließlich wurde er engagiert und fühlte sich schon beim Pilot-Film auf der Brücke im Weltraum sehr wohl. Er war bis dato kein Science Fiction-Fan, und so war das alles eine völlig neue Erfahrung für ihn.

    Robert Beltran ist unter Kollegen bekannt und beliebt für seine Marlon-Brando-Imitationen und hat zusammen mit anderen Latino-Schauspielern die `East Los Angeles Theatre Group´ gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, klassische Stücke aufzuführen, für die sonst kein Latino engagiert würde, z.B. `Macbeth` oder ´Hamlet`.
    In Oliver Stones Film ´Nixon´ spielte er neben seinem Voyager-Engagement die Rolle des Frank Sturgis, einen der Watergate-Einbrecher. Sein Partner war hier Ed Harris.



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