Verfügbare Informationen zu "Jobberichte"
Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: natalie - Anna - Anonymous Forum: Berichteforum vom virtuellen Gestüt Gut Rohttenberg Forenbeschreibung: Hier spielt sich alles ab! =) Berichte! Reden! ALLES!! =D aus dem Unterforum: Anna Antworten: 138 Forum gestartet am: Freitag 19.05.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Jobberichte Letzte Antwort: vor 11 Jahren, 8 Monaten, 21 Tagen, 4 Stunden, 43 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu "Jobberichte"
Re: Jobberichte
natalie - 08.03.2007, 14:08Jobberichte
Hier schreibt Anna ihre Jobberichte rein! :D
Re: Jobberichte
Anna - 09.03.2007, 22:31
Langsam ging ich über den Flur.Noch war alles Dunkel.Kein Wunder es war ja auch erst 7 Uhr in der Früh.Langsam und bedächtlich ging ich über den ziemlich lang erscheinenden Flur.An den Wänden hingen kleine Bilder und auch die Tafeln für Die Röntgenbilder.Ich hatte nicht viel Licht gemacht.Die Praxis war nicht gerade klein.Eigentlich war es eher eine Art Klinik.Nun stand ich vor einer großen Tür.Op-Saal stand groß darüber.Langsam öffnete ich die schwere Schiebetür und trat hinein.Der Geruch von desinfiziertem Besteck kam mir in die Nase.Ich trat zur Seite und suchte den Lichtschalter.Kurz darauf hatte ich ihn gefunden und drückte ihn herunter."Wow!" ,sagte ich zu mir selbst und sah in den Raum vor mich.Alles war sauber und steriell in den Schränken.Der Boden blitzte und der Op Tisch war wohl vom allerneusten.Ich ging zum Tisch.Er stand ungefähr in der Mitte des Raumes.Links und rechts standen Beatmungsgerät und Monitor zur Überwachung der Herzfriquenz.Mein Herz klopfte.Lange war es her.Fast 4 Monate ,das ich das letzte mal in so einem Raum stand.Es war an der Uni gewesen.Es war meine letzte Prüfung.Nun war ich fertig.Durfte Untersuchen und operieren.Mein Prof. meinte ich könnte immer zu ihm kommen.Ich musste grinsen wenn ich an seinen Unterricht dachte.Nun unterrichte ich bald selber.Ich ging wieder zur Tür und löschte das Licht.Dann machte ich mich auf den Weg ins Wartezimmer.Es war bereits halb acht und die Sonne war schon sehr hell.Die Fenster warfen Schatten und man hörte nur meine Schritte auf dem Flur.Es war herrlich still, aber mir war klar das es nicht immer so sein würde.Heute blieb die Praxis noch geschlossen.Ich war gespannt auf meine Mitarbeiter und Kollegen.Im Wartezimmer waren helle Farben.Ein einer Ecke war das kleine Büro der Sprechstundenhilfe.Hier standen 2 Computer und dahinter baute sich der Meterhohe Schrank mit den Dateien an.Ich ging hinter den Tresen.Durch in eine kleine Tür kam es ins Kaffeezimmer.Hier roch es sogar noch nach Kaffee.Auch dieser Raum war warm gestrichen und hier stand eine kleine Sitzecke.
Ich grinste und ging wieder in Wartezimmer und von da aus wieder auf den Flur von wo sich die Behandlungszimmer abzweigten.Ich zählte ganze 6.Auf der linken Seite, etwa 2 bilder war weiter war mein Büro.Ich drückte die Klinke herunter und öffnete die Tür. Neben der Tü tastete ich nach dem Lichtschalter den ich dann auch fand.Ich drückte ihn und schon erstrahlte die Lampe.Ich bekam große Augen. :eek:
Das Büro hatte ebenfalls die Farben Orange und rot.Es war modern eingerichtet mit Schreibtisch und Computer in der Mitte.Angrenzend an das Büro war noch ein kleines Bad.In der Ecke stand ein Jackenständer und über eine komplette Wand erstreckte sich ein Regal mit vielen Fächern.Ich staunte nicht schlecht.Es war schöner und besser wie ich es mir ausgemalt hatte."Hier wird mir das arbeiten sicher Spaß machen!", dachte ich und setzte mich auf an den Schreibtisch.Ich schob die Gardine zur Seite und konnte genau auf den Hof sehen.Es war jetzt schon bestimmt acht.Die Pferde wurden wach und begannen nach Futter zu wieheren.Ich grinste und zog die Gardinen wieder zu.Ich erhob mich und ging zur Tür.Jetzt musste ich erst füttern.Ich löchte das Licht und schloss die Tür.Heute Nachmittag werde ich meine Sachen für das Büro holen.Aber jetzt war mein Tagespunkt der Stall.
Re: Jobberichte
natalie - 11.03.2007, 22:17
Gut geschrieben! Aber du haust manchmal total komische Fehler rein! :lach: Egal, tu ich auch! ;-)
Lieb dich!
Nata
Re: Jobberichte
Anna - 25.03.2007, 21:11
Wieder war es kurz vor Sieben. Noch war die Praxis geschlossen und nur die Sonne belebte die langen Flure .Die ersten Tierarzthelfern lief ich über den Weg .Viele kannte ich noch. "Hey Anna!" "Felix?" , ich umarmte den jungen Tierarzthelfer. Es war ein gutes Gefühl wieder hier zu sein.” Na !” ,meinte er und zwinkerte. “Sehsucht ?” ,fragte ich grinsen und er nickte. “So ich werde dann mal die Sprechstunde eröffnen !” ,meinte ich und ging wenig später zum Wartezimmer. Es war noch nichts los ,was auch nicht schlimm war. Ich öffnete die Haupttüren und ebenfalls die Fenster so damit es einmal ordentlich durch zog. Nadine und Melanie waren heute im Büro dran. Da wir noch keine Sprechstundenhilfe hatten , mussten sich die Helfer pro Woche abwechseln. ”Morgen ihr beiden!” ,sagte ich und lächelte ihnen kurz zu. Sie lächelten zurück und legten schon die Karteien zurecht der Patienten die heute einen Termin hatten. Ich zog mich wieder zurück in den Gang und schlenderte noch einmal locker durch alle Behandlungsräume um zu sehen ob alles sauber war. Das war zwar nicht nötig ,aber ich machte es trotzdem. Nun hörte ich schon einen Hund im Wartezimmer. Ich setzte mich in das Behandlungszimmer für die Hunde und wartet. Wenig später wurde die Tür auch schon auf gemacht und ein kleiner Jake Russel und sein Herrchen betraten den Raum.
Gleich den ersten Nachmittag war richtig viel los. Ich hatte ziemlich viele Vorsorgeuntersuchung und Impfungen. Ein paar Kratzer bekam ich auch ab ,als ich Babykatzen impfen sollte ,aber das machte mir nichts. Als die Sprechstunde endlich vorbei war gab es noch 3 Hofbesuche.
Ich schnappte mir also meine Tasche und rief einen der Helfer zu mir. Dann gingen wir zum BMW und fuhren zum Hof von Herrn Huben. Einer seiner Kühe hatte einen größeren Euter als gewöhnlich.
“Hallo Herr Huben!” ,sagte ich und reichte dem alten Bauern die Hand.” Hallo Anna , gut das du kommst ! Rosi ist hier !” ,sagte er und ging voran. “Oh ja der ist richtig schön geschwollen!” ,sagte ich und betrachtete den Euter. “Halten sie Rosi doch mal bitte!” ,meinte ich und strich der Kuh über den Rück hinunter bis zu ihrem Euter. “ich weiß das das weh tut!” ,meinte ich als sie einen Schritt zur Seite machen wollte.” Ja , das sieht mir schwer nach Bakterien aus.” ,meinte ich und nickte mit dem Kopf. “Wir werden jetzt etwas entnehmen und es ins Labor schicken. Mehr kann ich leider noch nicht machen ! Das beste ist wenn Sie Rosi nicht mit auf die Wiese stellen !” ,sagte ich und griff in meine Tasche.” Jetzt bekommt sie noch etwas Penizillin und morgen wissen wir dann das Ergebnis!” ,meinte ich und bat meinen Helfer Penizillin aufzuziehen ,während ich die Probe entnahm.
Etwa 10 Minuten später fuhren wir vom Hof.
Auf dem nächsten Hof musste ich lediglich feststellen ob eine Stute erfolgreich gedeckt wurde. Doch auch das bereitet etwas Schwierigkeiten , da die Stute und ich uns nicht so ganz einig wurden. Aber nach en paar Minuten hatte ich gewonnen und konnte der Besitzern mitteilen das die Stute in den nächsten 11 Monaten und 11 Tagen ein Fohlen zur Welt bringen wird.
Sie bedankte sich und ich gab der Stute ein Leckerli.
Schließlich auf dem letzten Hof sollten die Zuchthengste geimpft werden , was dann schon wieder schweißtreibende Arbeit war. Mit vereinten Kräften hatten wir diesen Akt dann nach 40 Minuten abgeschlossen und ich stellte die Quittung aus.
Dann fuhren wir wieder zurück zur Praxis. “Schweißtreibend!” ,meinte ich nur und Linda nickte.” Ja da hast du recht!” ,meinte sie grinsend. “Soll ich dich zuhause absetzten ?” ,fragte ich und sie nickte. “Das wäre super lieb!” “Kein Problem!” Also hielt ich wenig später vor ihrer Wohnung und wünschte ihr noch eine schönen Feierabend. Nun fuhr ich zurück zur Praxis , wo ich nur noch die Karteikarten zu ende ausfüllte und einsortierte. Dann machte ich meinen üblich Gang durch die Praxis und hockte mich schließlich bis 8 Uhr in mein Arbeitszimmer um die Rechnungen und Quittungen der letzten Jahre zu überprüfen.
Re: Jobberichte
natalie - 25.03.2007, 22:03
Geiler Bericht Anna! ^^
HDL
Natalie
Re: Jobberichte
natalie - 26.03.2007, 16:38
Anna kannst du Cha und Morgan impfen?? Und dann bräuchte ich noch eine Entwurmungstablette für Lady, damit ich sie ihr unters Futter mischen kann.
Bitte! *fleh*
Hab dich lieb!
Natalie
Re: Jobberichte
Anna - 26.03.2007, 17:52
Klar mach ich sofort !
Hab dich lieb
Anna
Re: Jobberichte
Anna - 26.03.2007, 18:18
"So dann wollen wir mal!" ,meinte ich und zog 2 Spritzen mit dem Impfstoff für Morgan und Cha auf. Ebenfalls bereit machte ich auch 2 Wurmkuren ,da ihre letzten schon etwas länger her waren."Auf gehts zu Natalie und dann zu Cha!" ,meinte ich dann. Auf dem Hof traf ich dann Lerran."Na großer willste mir ?" ,fragte ich und Lerran wedelte mit dem Schwanz. "Na dann komm!" ,meinte ich und wir liefen zum Hengststall."Hallo Natalie!" ,meinte ich als ich an die Box von Cha trat.
Re: Jobberichte
natalie - 26.03.2007, 18:28
"Hi Anna." sagte ich und wandte den Kopf. Ich lag auf Cha´s Rücken. Meinem Lieblingsplatz neben Dominik´s Armen. Als ich Anna sah wusste ich was sie wollte. Ich glitt von seinem Rücken und strich ihm über den Hals. Noch immer wollte ich meine Pferde nicht auf den Hals klopfen. Das war nicht mein Lobestil. "Du willst Impfen, hm?!" meinte ich und lächelte sie an.
Re: Jobberichte
Anna - 26.03.2007, 18:31
"Jap genau.Und die Wurmkur müsste auch mal wieder sein , ist bei deinen beiden schon lange her!" ,meinte ich und offnete die Boxentür."Hallo Cha!" ,meinte ich und strich ihm über den Kopf.
Re: Jobberichte
natalie - 26.03.2007, 18:35
Ich nickte. "Ja, das kann gut möglich sein." meinte ich und sah Cha in die Augen. Er hatte keine Angst vor Spritzen und Tierärzten. Anna war eh eine seiner Freundinnen, vor der hatte er erst recht keine Angst. Nein, er streckte neugierig seine Nase zu Lerran und dann wandte er den Kopf um zu Anna.
Re: Jobberichte
Anna - 26.03.2007, 18:53
"So dann wollen wir das doch mal schnell machen!" ,meinte ich und nahm ein deinfizierndes Tuch und rieb eine Stelle seines Hals ein."So geht ganz schnell Dicker!",meinte ich und im nächsten Moment folgte nur noch ein kleiner Picks.
Re: Jobberichte
natalie - 26.03.2007, 19:05
Ich hielt Cha´s Kopf und kraulte seine Stirn. "Soll ich ihn gleich entwurmen?" fragte ich.
Re: Jobberichte
Anna - 26.03.2007, 19:13
"Wenn du möchtest ! ,sagte ich und gab ihr dir Spritze."Ich warte dann auf dem Hof.Muss noch etwas mit einem der Stallburschen klären , also bis gleich!",sagte ich und schob die Boxentür auf. "Komm Lerran !" ,sagte ich und sah auf meinen Husky der vor der Box lag.
Re: Jobberichte
natalie - 27.03.2007, 13:01
"So, Maul auf Süßer. Dann zwickst du wenigstens mich und nicht Anna." sagte ich und nickte ihr dann zu. "Okay, ich komm gleich. Oder soll ich zu Morgan gehen?" meinte ich und hörte schon von draußen das Gebell meiner Hündin. Ich schüttelte den Kopf und schon bald kam sie mit einem Tennisball im Maul in den Stall.
Re: Jobberichte
Anna - 27.03.2007, 16:20
"Ja wir treffen uns bei dir!" ,meinte ich und ging durch die Stallgasse.Cavallo war um diese Uhrzeit auf der Wiese."Ah Dennis gut das ich treffe !" ,meinte ich als ich aus dem Stall trat.Ich musste blinzeln."Ja Anna ,was ist denn ?" ,fragte er und kam auf mich zu. Lerran lief ihm neugierig entgegen."Könntest du bitte für heute Abend eine Box fertig machen ?" ,fragte ich ihn."Klar , bekommen wir ein neues Pferd ?" ,fragte er."Ja , ich bekomme mein neues altes Pferd!" ,lächtelte ich und er grinste."Also holst du dir doch Snow wieder ?" ,fragte er und ich nickte."Daniel darf davon aber nichts mitbekommen!" , er bejahte dies und verschwand."Komm Lerran auf gehts nach Morgan!"
Re: Jobberichte
natalie - 27.03.2007, 16:25
Ich warf Lady ihren Ball über den Hof und schon bald waren wir bei Morgan. "So Süße, gleich bekommst du deine Impfung und deine Entwurmung und dann darfst du wieder raus. Aber ich kann euch doch nicht auf die Weide stellen wenn der Tierarzt kommt." meinte ich erklärend und strich ihr über die Nüstern, den Nasenrücken und die Augen. Sie schnaubte verstehend. Lady legte sich ins Stroh, schloss die Augen und döste.
Re: Jobberichte
Anna - 27.03.2007, 16:31
Ich erreichte ebenfalls den Stutenstall."Guten Tag , die Damen!" ,zwinkerte ich und betrat die Box von Morgan."Hallo Du , ja ich weiß jetzt kommt etwas was du überhaupt nicht abkannst!" ,grinste ich und strich ihr über den Hals.Ich suchte wieder eine geeignete Stelle und desinfizierte sie."So na dann , das geht schnell!" und schon bei dem Wort schnell war die Spritze im Hals."Fertig!" ,sagte ich kurz drauf und rieb etwas über die kleine Stelle.
Re: Jobberichte
natalie - 27.03.2007, 16:34
Morgan schnaubte und schüttelte den Kopf. "Ich entwurm sie selber wenn du weiter musst." meinte ich und lächelte Anna an. Dabei glitt meine Hand immer noch über Morgans Augen und Nüstern.
Re: Jobberichte
Anna - 27.03.2007, 16:40
"Hier bitte! Wenn du fertig bist kannst du sie dann in der Praxis vorbeibringen!", meinte ich und drückte ihr die Spritze in die Hand."Bis später!" ,sagte ich dann und verschwand aus der Box.Auf dem Hof kamen mir einige Kinder entgegen."Hallo Anna!" ,riefen sie und winkten.Ich winkte ihnen zurück und ging wieder zur Praxis.
Re: Jobberichte
natalie - 27.03.2007, 16:43
Ich öffnete Morgan´s Maul. Sie reagierte willig und öffnete sogar ihre Zähnchen ein kleines Stück, was gar nicht nötig gewesen wäre. Dort wo die Zahnlücke war und man die Trense einlegte legte ich auch die Spritze an, drückte immer wieder ein Stückchen aus der Tube und lobte sie. "Fein hast du das gemacht." Dann strich ich ihr über den Hals und verließ ihre Box. "So, das bringen wir jetzt in die Praxis." sagte ich. Schon beim Wort Praxis fuhr es mir kalt den Rücken runter, doch ich lächelte einfach, zuckte die Schultern und machte mich auf den Weg.
Re: Jobberichte
Anna - 27.03.2007, 16:53
Ich war gerade in der Praxis angekommen und wollte nach hinten zu meinem Büro gehen ,doch da wurde ich von Melanie angehalten."Hier Anna ,ein Anruf für dich!" ,meinte sie und überreichte mir den Hörer."Anna Merz ! Hallo !" ,meldete ich mich."Anna hier ist Ben du musst sofort kommen!" ,hörte ich die Stimme meines besten Freundes."Was ist denn los ?" ,fragte ich und drehte mich zu einem Block."Black Mirror ist verschwunden und jetzt haben wir auf einem der alten Feldwege eine große Blutspur gefunden!" ,hörte ich seine verzweifelte Stimme.Ich bekam große Augen."Was , ich bin sofort da!" ,sagte ich und legte auf."Notfall , einer von euch muss dem Team bescheid sagen!" ,sagte ich und lief in einen der Behandlungsräume.Schnell packte ich Mullbinden, Desinfizierungstücher und Schmerzstillende Mittel in meine Tasche.Im Lauf verabschiedete ich mich kurz.
Re: Jobberichte
natalie - 27.03.2007, 17:00
Ich betrat die Praxis durch das Wartezimmer um die leeren Spritzen an der Anmeldung abzugeben. In meinem Bauch krampfte sich einiges zusammen als mein Fuß den ersten Schritt in den bekannten Raum tat. Wie oft hatte eine Fr. Merz hier gestanden und gesagt: "Der nächste bitte." während hinten im Behandlungsraum ihrer Schwägerin schon ein anderer Patient winselte. Ihre Blonden Haare zu einem Pferdeschwanz oder einem unordentlichen, fransigen aber modernen Dut gebungen.
Ihre Haare waren jetzt rot und zeigten schon einen blonden Ansatz. Doch sie betrat die Praxis durch die Kundentür und bat niemanden darum in die Behandlung zu kommen. "Hallo." sagte ich zu der jungen Tierarzthelferin. "Anna hat gesagt ich soll die Spritzen einfach in die Praxis geben. Bitteschön." sagte ich nach einer kurzen Pause und legte sie auf den Tresen.
Re: Jobberichte
Anna - 27.03.2007, 17:04
Ich bremste vor der Tür ab."Mist verdammt!" ,fluchte ich.Ich hatte meinen Schlüssel vergessen.Wieder rannte ich zurück."Oh Natalie!" ,sagte ich nur kurz und verschwand wieder in dem langen Flur.Etwa 2 Minuten später kam ich keuchend wieder.
Re: Jobberichte
natalie - 27.03.2007, 17:07
"Hi, ich bring nur die Spritzen zurück." sagte ich und war schon wieder am Umdrehen. Da hörte ich sie keuchend wieder kommen. Doch ich war nicht neugierig zu wissen was los war. Ich wusste wie schwer es manchmal war, vorallem wenn man in einem Notfall hängt. Stute fohlt zu früh, komplikationen bei Kalbgeburt. Alles hatten wir schon erlebt und das innerhalb eines Jahres. Ich hatte mein Studium ein halbes Jahr vor Anna beendet, sie hier kennen gelernt. Ich war glücklich das es so war. Doch schon bald, kamen Situationen in denen ich wünschte es wäre alles anders gelaufen. Anna kennen ja, aber der rest, eigener Hof, Tierarztjob aufgegeben. Ich schüttelte unmerklich den Kopf. "Erstmal heiraten." sagte ich leise zu mir selbst und öffnete die Tür.
Re: Jobberichte
Anna - 27.03.2007, 17:10
Ich zog Natalie mit."Komm ,ich brauche deine Hilfe!" ,sagte ich und zog sie einfach weiter mit mir mit.So schnell ich konnte ich rannte ich zu meinem großenGeländewagen."Schnell einsteigen!"
Re: Jobberichte
natalie - 27.03.2007, 17:14
Ich stieg ein, schnell und zog den Gurt an. "Was ist denn los?" fragte ich und sah sie an. Sie wirkte gehetzt und gestreßt. Ich sah daneben fast schon frisch aus dem Urlaub aus, während Anna reif für die Insel schien. Noch nie hatte mich Anspannung bei meiner Arbeit gepackt. Doch einmal als es wirklich um Leben und tot ging saß ich auch so da.
Re: Jobberichte
Anna - 27.03.2007, 17:18
"Black Mirror ist weg!" ,sagte ich als ich rückwärts vom Hof fuhr."Ben hat vorhin angerufen ,sie sind auf dem alten Feldweg!" ,meinte ich und setzte in den 2ten Gang.Schon brauste mein Wagen los.Kurz darauf fuhren wir mit 100 über die Landstraße."Und er hat eine ziemlich frische Blutsupr gefunden!" fügte ich hinzu und schaltete noch eins höher.
Re: Jobberichte
natalie - 27.03.2007, 17:22
Ich schrack zusammen als ich den Namen hörte. "Sie heißt Black Beauty." sagte ich und wurde blaß. Der Rennname der Stute hatte mir nie gefallen. Ich hatte sie auf den letzten Rennen auch nicht mehr unter Black Mirror angemeldet. Sie hieß Black Beauty! Das sollte so sein, der Name klang besser für eine Stute als Black Mirror. Schwarzer Spiegel... Ja, sie war der schwarze Spiegel der Sehnsucht.
Re: Jobberichte
Anna - 27.03.2007, 17:26
"Black Beauty , Black Mirror , das ist mir gerade ganz egal!" ,sagte ich und atmete einmal tief ein."Mir ist es nur wichtig das sie noch am Leben ist!" ,sagte ich und bog in eine nicht viel befahrende Nebenstraße.
Re: Jobberichte
natalie - 27.03.2007, 17:32
"Vielleicht hat das eine mit dem anderen ja gar nichts zu tun." sagte ich vorsichtig, leise und eher um mir selbst wieder Mut zu machen. Ich sah meine Stute nämlich schon halb tot im Wald liegen. Überall Blut und die Raben und Krähen über ihr in den Baumwipfeln. Ich schüttelte korupt den Kopf. "Nein." hauchte ich ganz leise, mehr brachte meine Stimme nicht zu stande.
Re: Jobberichte
Anna - 27.03.2007, 17:34
"Da sind wir!" ,meinte ich nach 5 Minuten und fuhr an den Rand.Schnell schnallte ich mich ab und stieg aus.Meine Tasche stand im Kofferraum ,doch die brauchte ich noch nicht. Ich lief übers Feld."Ben ? Und ?", rief ich noch im laufen.
Re: Jobberichte
natalie - 27.03.2007, 17:37
Mir war schlecht geworden. Ich sah auf und sah Ben und Marlon, Gabi und andere Helfer wie sie überall rumliefen. Ich fühlte mich auf einmal klein und nutzlos. So ging es mir noch nie. Doch statt stehen zu bleiben und die Knie noch weicher werden zu lassen ging ich schnellen schrittes zu Anna und Ben. Ging, nein, ich rannte.
Re: Jobberichte
Anna - 27.03.2007, 17:42
"Noch nichts. Immer noch nichts!" ,in Ben Stimme lag pure Verzweifelung.Ich legte ihm kurz den Arm auf."Wir werden sie finden!" ,sagte ich mit fester Stimme.Es mochte vielleicht etwas kalt klingen, aber ich wollte nicht zeigen wie viel Angst ich habe."Also dann ich werde da suchen!" ,meinte ich und rannte los.Hier begann der Wald." Wo bist du nur schwarze Beauty ?" ,fragte ich mich und bahnte mir einen Weg durchs Dickicht.
Re: Jobberichte
natalie - 27.03.2007, 17:47
Was war, wenn...! Ich rannte los. An Anna vorbei in den Wald. "Nein, nein, nein." sagte ich und blieb schon sehr weit im Wald stehen. Ich sah mich um und schüttelte den Kopf. "Nein, hier war es nicht." Ich sah auf den Boden. Nirgendswo war Blut oder ein Hufabdruck. Dann lief ich wieder an, einfach weiter und sah mich weiter um.
Re: Jobberichte
Anna - 27.03.2007, 17:56
"Beauty , wo bist du ?" ,rief ich und ein paar Krähen schreckten hoch.Ich zuckte zusammen doch ich bahnte mir meinen Weg weiter.Da.. da war doch was ! Ich kniff die Augen zusammen."Oh mein Gott ! Beauty !" ,rief ich nur und fing an zu rennen.
Re: Jobberichte
natalie - 28.03.2007, 10:41
Ich war total geschockt. "Nein." hauchte ich und rannte an einer unbestimmbaren Stelle aus dem Wald. "Nein." flüsterte ich noch einmal. Mein Atem ging schnell und unregelmäßig und ich stürmte auf die Stute zu. Von irgendwo her kam auch Anna. Ich sah sie, doch die Richtung der Hintergrund, das sah ich nicht. Ich fiel vor ihr auf die Knie, fühlte den Puls am Hals, den Atem mit einer Handfläche und sah ihre Augen an. "Anna sie verblutet!" sagte ich als meine beste Freundin bei mir war. Ich sah den langen, schlanken und muskolösen Pferdekörper hinunter und hinauf. "Sie liegt auf der Wunde, wir können sie nicht umdrehen. Wenn wir das machen, dann riskieren wir eine Lungenimbolie!" sagte ich und war wieder die alte. Warum auf einmal und immer in Notsituationen? Das wusste ich nicht. Doch vielleicht spielte mein Gehirn mir und den anderen einfach etwas vor und ließ das ganze nicht an sich ran. Doch mein Herz krampfte, alles krampfte sich zusammen vor Angst, Sorge und Schmerz.
Ich sah noch einmal auf sie. "Sie muss aufstehen. Egal was wir riskieren! Sie muss, Anna! Sie muss. Das ist die einzige möglichkeit an die Verletzung zu kommen." sagte ich und schüttelte unmerklich den Kopf.
Re: Jobberichte
Anna - 28.03.2007, 17:23
"Natalie , wie stellst du dir das vor ?" ,fragte ich.Dann atmete ich einmal tief ein und fühlte selbst den Puls."Zu langsam ,das schafft sie nicht!" ,meinte ich und sah Natalie an.So sehr wir es uns wünschen würden ,es würde nicht klappen. Doch ich wusste dann selbst nicht was mit mir los war.
"Na komm Beauty!" ,sagte ich und piekste ihr mit meinen Finger immer in die Seite."Na komm schon!" ,meinte ich fast mit weinerlicher stimmte."Na los doch!" , ich nahm meine beiden Hände und piekste sie immer weiter."Beauty!" ,sagte ich und schließlich mit den letzten Kräften stemmte sie sich auf."Ja weiter ! BEN !" ,rief ich auch schon im nächsten Moment."Natalie halt sie oben ,meine Tasche!" ,sagte ich und rannte los so schnell ich konnte.Zum Glück war ich eine gute Sprinterin.
Re: Jobberichte
natalie - 28.03.2007, 17:36
Ich stand auf. So langsam wie die Stute und immer nur ein Stück. Dann stand sie. Ich stand neben ihr. "Black du schaffst das." sagte ich und stellte mich vor ihre Brust. Ich drückte meine Schulter gegen ihren Hals und stemmte ihre Vorderhand mit meinen Händen. "Gut so." sagte ich und presste es eher hervor. Sie drohte nach vorne zu fallen und ich musste ein Bein weg strecken um mich zu verankern. Sie schnaufte stark. Doch mein Blick ruhte auf Anna´s Rücken und ich hoffte sie würde sich beeilen. "Nein." sagte ich als sie fast mit mir und damit auch auf mich geflogen wäre. Mein Fuß rutschte im sandigen Boden, doch ich drückte die Schulter und meinen Körper gegen sie. "Stehen bleiben. Bitte. Du brauchst Wasser." sagte ich. "Marlon!" schrie ich und er sah auf. "Wasser! Anna muss danach Kochsalzlösung spritzen, aber jetzt brauch ich erstmal Wasser." rief ich und sah ihn bittend an. Mein Blick fand den seinen nicht. Ich sah noch nicht mal ihn ganz.
Re: Jobberichte
Anna - 28.03.2007, 17:42
Ich kam mit meiner Tasche wieder."Ist ja gut Große!" ,sagte ich und zog die Spritze auf.Schnell suchte ich eine Stelle an ihrem Hals.Die Wunde hatte ich mir noch nicht weiter angesehen.Ich desinfizierte und drückte ihr schnell die Spritze in den Hals."Ben stütz sie hier , Marlon du gehts darüber!" ,dirigierte ich die beiden auf die Seiten der Stute.Am Bauch klafte eine große Wunde."Oh scheiße!" ,meinte ich und zog meine Handschuhe an."Alle stehe bleiben und festhalten, GUT!" ,sagte ich und fing an die Äste und den Dreck zuentfernen.Natalie hatte ich das Wasser schon hingestellt.
Re: Jobberichte
natalie - 28.03.2007, 18:02
>Toll< dachte ich und rollte die Augen. Da stand das Wasser gut. "Danke." sagte ich zu Anna und sah auf das Wasser. Ich zuckte die Schultern, stützte die Stute an der Brust mit meinem Becken. Langsam sank ihr Kopf und ich griff mir die Flasche. Dann stand ich wieder gerade und schulterte ihren Hals. "Gut. Dann schauen wir mal wie wir das machen." sagte ich und beobachtete Anna kurz beim arbeiten. Dann holte ich mir Black´s Kopf und bog ihn auf die Seite. Jetzt konnte ich sie ohne weiteres tränken. Ich hob ihn nach oben und setzte die Flasche an der Stelle an, wo sonst die Trense lag. Langsam ließ ich das Wasser laufen und hörte an meinem Ohr wie sie schluckte. Dabei spürte ich das sie sehr kalt war. "Anna! Mehr Kochsalzlösung! Am besten eine Infussion!" meinte ich und hielt immer noch Kopf und Flasche.
Re: Jobberichte
Anna - 28.03.2007, 18:06
"Meine Güte wie stellst du dir das vor ?" Ich sah Natalie an.Meine Handschuhe waren Blutverschmiert und ich zog weiteren Dreck aus der Wunde."Ich kann es gerade nicht.Meine Hand hängt irgendwo in ihrem inneren." ,sagte ich und meine Stimme wurde gefährlich.
Re: Jobberichte
natalie - 28.03.2007, 18:12
"Wie weit?" fragte ich und sah sie entgeistert, überrascht, beunruhigt und verängstigt an. Dann wanderte mein Blick zu Marlon. Der und Ben stützen die Stute aber Mühevoll. Ich machte wieder eine Brücke, stellte die Flasche ab und stützte sie mit meinem Becken. "Ich hoffe du Revanchierst dich mal." sagte ich verbissen zu Black und griff kopfüber in den Koffer. Eine Braunüle und eine Infussion fand ich und ging wieder in normale Position. Ich schulterte sie wieder und klopfte nach der Vene. Dann setzte ich an, stoch ein und ließ ein zwei Tropfen Blut raus. Ich machte die Infusion dran und stellte das Rädchen ein. Jetzt hatte ich nur noch eine Hand, mit der ich ihr über die Schulter fuhr und in der anderen die Flasche hochhielt. "Okay." meinte ich leise und hörte an meinem Ohr wieder ihr rasselndes schnaufen. "Maus du wirst langsam alt." sagte ich und fuhr ihr weiter streichelnd über die rechte Schulter.
Re: Jobberichte
Anna - 28.03.2007, 18:21
"Ziemlich weit.Innere Schäden nicht ausschließbar!" ,dokumentierte ich nur kurz und machte dann weiter.Schließ war auch des letzte Rest beseitigt.Schnell nahm ich mir die sterlien Kompressen und drückte sie an die Wunde.
Re: Jobberichte
natalie - 28.03.2007, 18:29
Ich sah sie an. "Ich glaube nicht das das was bringt." Natürlich wollte ich Anna´s Arbeit nicht in Frage stellen, aber bei inneren Schäden. Ich überlegte kurz. Erwartete das gewohnte, giftige: "Und was schlägst DU denn dann vor?!" ein leises grummeln. Ich schulterte Black wieder um und sah auf Anna hinab. "Okay." Ein Blick in ihren Koffer zeigte mir die spärliche Auswahl. "Du musst Nadel und faden nehmen, die Watte dort mit Wasser anfeuchten, damit sie nicht fusselt und die Wunde auswattieren! Durch die Fäden kannst du sie danach immer wieder zurück holen." sagte ich und fügte leise hinzu: "Fasst wie beim Tampon." es war weniger als ein flüstern und doch mehr als ein hauchen.
Re: Jobberichte
Anna - 28.03.2007, 18:35
Ich sah auf."Fein!" ,ich zog mir meine Handschuhe aus."Mach du es!" ,sagte ich und stoß sie von Blacks Hals."Du kannst es eh besser." Dann stemmte ich mich vor ihre Brust."Na mach schon!" ,meinte ich und nahm den improvisierten Tropf.
Re: Jobberichte
natalie - 28.03.2007, 18:41
Ich zuckte die Schultern, legte die Watte in eine Darmschale und goß das Wasser drüber. Dann holte ich mir Nadel und Faden, stoch sie durch die Watte und verknotete das ganze. Ich kniete mich hin und zog mir Handschuhe an. Dann nahm ich einen Puschen und legte ihn vorsichtig in die Wunde. Ich achtete darauf das der Faden draußen blieb und wiederholte das Spiel solange, bis noch 2 Wattepuschen übrig waren, aber die Wunde so gut wie voll war. Dann hielt ich kurz inne und maß in Gedanken ab ob die 2 noch rein sollten oder nicht. ich entschloss mich für ja, denn weiter würden die Bauschen eh nicht aufquellen. "Okay." sagte ich leise und griff nach Kompressen, Jod, Desinfektionsmittel und einem großen Stoffpflaster. Ich desinfizierte die Wunde, machte das Jod drauf und klebte es über die Kompressen und an den Bauch. Dann zog ich die Handschuhe aus und stand auf. "Jetzt brauchen wir einen Hänger und den Rest machst du selbst." sagte ich und fuhr Anna leicht böse an über ihre dumme Anmache von vorhin.
Re: Jobberichte
Anna - 28.03.2007, 18:47
"Och warum machst du das nicht Frau Tierärztin ?" ,fragte ebenso gereizt."Hier Marlon du kannst sie jetzt hier stützen.Ihr braucht mich ja nicht mehr!" ,sagte ich und Marlon nahm alles ab."Ich hol nen Hänger!" ,meinte ich nur kurz und ging flott los."Alleine" ,setzte ich noch hinzu.
Re: Jobberichte
natalie - 28.03.2007, 18:53
Ich donnerte die Handschuhe auf den Boden. "Weißt du was Anna! Du kannst mich mal! Mach deinen Scheiß ganz allein und wenn sie dir dann unter den Fingern wegstirbt sag mir davor bescheid damit ich noch Tschüss sagen kann." schrie ich und fukelte ihr böse nach. Marlon versuchte mich nur irgendwie zu beruhigen, doch ich währte seine Hände ab und wollte gehen. Doch ich blieb. Konnte die beiden hier nicht einfach alleine stehen lassen. Ich zog meinen Gürtel aus der Hose und schwang ihn der Stute um den Hals. "Gib die Infusion her." sagte ich und griff sie. Dann zog ich sie durch den Gürtel, zog ihn zu und meinte. "Wir gehen bis zu den Autos. Jetzt wo sie Flüssigkeit hat und die Wunde zu ist, schafft sie das." war meine einzige Erklärung. Marlon schnappte sich den Koffer und lief neben mir her. Ich war zügig unterwegs, doch die Stute lief langsamer. Ich drosselte mein Tempo auf sehr langsam und funkelte immer noch böse um mich.
Re: Jobberichte
Anna - 28.03.2007, 18:58
"Pff nen Scheiß werd ich tun!" ,meinte ich und steig in mein Auto.Schnell fuhr ich vom Straßenrand.Ich sah nur noch wie sie langsam aus dem Wald kamen.Dann bretterte ich davon.Innerhalb von 15 Minuten war ich auf dem Hof und koppelte den Hänger an.Kurze Zeit später fuhr ich auch schon wieder vom Hof."Sowas muss ich mir nicht bieten lassen!" ,murmelte ich vor mich hin.
Wiederum 15 Minuten später kam ich am Straßenrand erneut an.Ich stieg aus und öffnete die Ladeklappe.Wortlos.
Re: Jobberichte
natalie - 28.03.2007, 19:05
Langsam führten wir die Stute den Hänger hoch und ich band sie fest. Machte meine Gürtel wieder weg und streichelte ihren Hals. Ich stieg nicht aus wegen der Infusion und hielt sie fest nach oben. Sie war noch halb voll. "Okay, ich muss hinten mitfahren." sagte ich zu Marlon, Ben und eher weniger zu Anna, aber auch mit. Ich hatte mir angewöhnt mit leuten nur das nötigste und wichtigste zu reden wenn ich sauer war. "So süße und wehe du stribst mir weg." sagte ich und eine Träne lief über meine Wange. "Ich zanke mich grad wegen dir mit meiner Besten Freundin. Hoffentlich rentiert sich das auch." meinte ich und musterte ihre Augen. Noch immer war die Ladeklappe offen. Wir mussten uns beeilen.
Re: Jobberichte
Anna - 28.03.2007, 19:08
"Na los alles einsteigen!" ,meinte ich nachdem ich die Klappe geschlossen hatte.Ich setzte mich hinters Steuer und startete den Wagen."Los gehts!" ,meinte ich nur knapp und fuhr wieder mal weg vom Straßenrand.
Re: Jobberichte
natalie - 28.03.2007, 19:14
Es rumpelte kurz und der Wagen setzte sich in Bewegung. "Wird schon wieder." sagte ich. Im Transporter war es für die Verhältnisse recht Dunkel und ich seufzte. Dann strich ich ihr wieder über den Hals. Ein Schlagloch ließ mich mit dem Kreuz gegen die Trennstange knallen. Ich fuhr zusammen. "Oh shit." sagte ich und rieb mir die Stelle. "Anna fahr doch vorsichtiger, das is nen Feldweg." sagte ich leise und achtete kurz auf die Infusion. Sie floß gut durch.
Re: Jobberichte
Anna - 29.03.2007, 15:39
"Da vorne ist die Kreuzung.", meinte ich nur kurz und setzte den Blinker und fuhr rechts ab.Bis zum Hof waren es ca. noch 10 Kilometer.Ich schaltete einen Gang höher.
Re: Jobberichte
natalie - 29.03.2007, 16:07
Ich merkte wie der Hänger um die Kurve bog und duckte mich unter der Trennstange durch. Black´s Kopf rutschte gegen die Wand. Sie hatte die Augen geöffnet und wirkte trotzdem wie unter Narkose.
Re: Jobberichte
Anna - 29.03.2007, 16:22
Gerade jetzt wünschte ich, wir wären schon auf dem Hof.Wieder schaltete ich einen Gang höher.Ich fuhr nun genau 100 oder etwas über 100.Schneller durfte ich ja wegen dem Hänger nicht.Gut Rohttenberg 5 Kilometer leuchtete mir das Schild entgegen.
Re: Jobberichte
natalie - 29.03.2007, 16:31
"Black!" rief ich aus und bückte mich wieder unter der Stange zu ihr. "Komm schon Dicke! Kopf hoch!" sagte ich und hob ihren Kopf an. "Leg dich richtig hin!" sagte ich laut und legte sie so gut wie möglich auf. Ich spürte wie der Hänger durch die rabiaten Bewegungen wackelte und machte kurz Pause. Als der Hänger sich wieder beruhigte hob ich ihn wieder an und versuchte sie zum aufstehen zu bewegen, damit ihr Kreislauf nicht schlapp machte.
Re: Jobberichte
Anna - 29.03.2007, 16:33
"Hofeinfahrt!" ,flüsterte ich nur wenig später.Wir fuhren bis zum Praxishintereingang. Dort war der OP Saal für die Pferde."Auf gehts!" ,meinte ich und sprang aus dem Wagen.Ben und Marlon taten es mir nach und öffneten die Klappe.
Re: Jobberichte
natalie - 29.03.2007, 16:42
Der Wagen hielt und ich stolperte, doch ich fing mich wieder und schon bald ging die Klappe auf. Black stand, zwar hatte ich bis jetzt gebraucht, aber der Ruck durch den stolperer hatte sie zum Aufstehen gezwungen.
Re: Jobberichte
Anna - 29.03.2007, 19:47
"Hier dort hin mit ihr!" ,sagte ich kurz und zeigte auf einen der Säale.Dann rannte ich vor."Felix ,Melanie, Saskia zu mir!" ,rief ich und die 3 kamen angerannt." Was ist denn los ? Notfall ?" ,fragte Saskia und ich nickte."Beeilung OP 1 fertig machen! Infusion bereit hängen !" ,sagte ich und eilte im Eilschritt in mein Büro.Hier hang mein OP-Kittel.Mund schutz nahm ich gleich auch mit.Während des Laufen kam ich irgendwie in den Kittel und ging in den OP."Narkose vorbereiten, keine Starke.Röntgengerät hoch fahren!",brüllte ich in den Saal.Keinesfalls unfreundlich nur halt einfach laut.
Re: Jobberichte
natalie - 29.03.2007, 20:03
Ich stieg aus dem Hänger und torkelte ein wenig. Die holprige Fahrt über den Feldweg und überhaupt Black so zu sehen war schockierend. Ich setzte mich hinter dem Hänger und der Klappe auf den Boden und zog die Beine in den Schneidersitz.
Re: Jobberichte
Anna - 29.03.2007, 20:08
Black kam herein."Hier stellt sie hier hin!" ,meinte ich und winkte die beiden in eine Ecke des OPs."So Schätzchen ,hier bekommst du deine Narkose!" ,meinte ich und kraulte ihr die Stirn.Der Zeit gab ich Melanie das Zeichen, das sie die Narkose ansetzen sollte."Haltet ihren Kopf!" ,meinte ich nur und fühlte wie sie mir langsam aus den Händen glitt."So nun hiefen wir sie hier auf den Tisch." ,kommandierte ich und kurz darauf und mit viel Anstrengungen lag Black nun auf dem OP Tisch."Röntgengerät!" ,forderte ich an und bat Marlon und Ben draußen zu warten.Ab jetzt musste ich weiter machen, das hieß momentmal."Holt Natalie her!" ,sagte ich und die beiden nickten.
Re: Jobberichte
natalie - 29.03.2007, 20:12
Langsam stand ich auf. Ich brauchte jetzt einen Kaffee, extra stark und dann... vielleicht ein Bett! Dachte ich und klopfte mir den Dreck von der Hose und meinem Hintern.
Re: Jobberichte
Anna - 29.03.2007, 20:20
"Natalie!",keuchte Marlon und kam auf sie."Anna hat dich geordert!" ,sagte Ben und die beiden sahen sie an.
In der Zeit ließ ich das Gerät über den Körper der Stute fahren."So während ich mit die Entwickelten anschaue , holst du Felix die Wattebauschen aus der Wunde , Saskia du achtest auf Herz und Kreisluf und Melanie du assistierst!" ,sagte ich und Felix sah mich mit großen Augen an."Guck nicht so, viel falsch machen kannst du nicht!" ,sagte ich und ging bzw. eilte los.
Re: Jobberichte
natalie - 29.03.2007, 20:23
"Anna hat mich holen lassen? Die schaut mich doch noch nicht mal mehr mit dem Arsch an." sagte ich und zuckte die Schultern. Doch Marlons flehender Blick reichte schon. "Dann muss einer von euch aber ins Büro springen und sofort meinen Kittel holen. Anna hat ihn bis jetzt überall mit hingenommen." meinte ich und in Gedanken fügte ich an: >>Hoffentlich ist er diesmal auch da.<<
Re: Jobberichte
Anna - 29.03.2007, 20:32
"Alles klar!" ,meine Ben und lief.Tatsächlich.Der Kittel war noch da."Hier!" ,sagte er japsend und streckte Natalie ihn entgegen."Beeil dich!" ,fügte Marlon hinzu.
"Oh Gott sei Dank! ,sagte ich und nahm die Röntgenaufnahmen vom Leuchtschirm.Keine inneren Verletzungen, ein bisschen Glück im Unglück. Aber das Loch war schon Sorge genug."Schnell eilte ich zurück.Einmal kurz atmete ich ein und öffnete dann die große Tür."Wie weit seit ihr?" ,fragte ich durch meinen Mundschutz und sah das fast alle Wattebäusche draußen waren.
Re: Jobberichte
natalie - 29.03.2007, 20:44
Ich schlüpfte in den Kittel, ging langsam in richtung Praxis und sah mich nochmal um. Marlon nickte mir gestreßt und denoch auf munternd zu. Er kannte mich und wusste wie unsicher ich manchmal war wenn ich zu jemandem sollte, mit dem ich eigentlich zankte. Doch ich ging. Ich stieß die Tür auf, ging rein und hörte wie sie hinter mir zu fiel. Dann stand ich in dem Raum.
Re: Jobberichte
Anna - 29.03.2007, 20:47
"Sehr schön!" , ich hatte Natalie nicht bemerkt."Das war der letzte!" ,sagte Felix und wich.Ich stellte mich an und untersuchte genau."Ja gut gemacht! Saskia , Puls , Herzschlag ? Normal ?",fragte ich und sah sie kurz an.Sie nickte und schaute wieder auf den Monitor."Natalie komm bitte mal her!",sagte ich und winkte sie zu mir.
Re: Jobberichte
natalie - 29.03.2007, 21:03
Ich trat näher. Sah sie nur fragend an und meinte nur ein nötiges: "Was?" das man sich angewöhnt, weil der andere einem nicht ins Gesicht kommen kann während dem OP. Das lernte man schon früh und wusste das man was sagen musste wenn man was wollte.
Re: Jobberichte
Anna - 29.03.2007, 21:25
"Was würdest du tun?" ,fragte ich.Ich bearbeite das ganze gerade mit Tupfer und Tupfer.
Re: Jobberichte
natalie - 29.03.2007, 21:32
"Auf innere Verletzungen untersuchen, wenn keine Vorhanden zu nähen." sagte ich und musterte sowohl die Wunde als auch was Anna tat.
Re: Jobberichte
Anna - 29.03.2007, 21:41
"Zu Nähen ? Da ist ein Loch in der Magengegend.Das kann ich nicht nur einfach zu nähen.Innere Verletzungen gibt es nicht!" ,sagte ich und machte noch mehr Sicht frei.
Re: Jobberichte
natalie - 29.03.2007, 21:47
"Anna! Wenn sie ein Loch in der Magengegend hat, dann sind das wohl innere Verletzungen." sagte ich laut. "Du musst alles zunähen. Das Loch dort innen drinnen, dann die unteren Schichten, die oberen Schichten, bis du schließlich an der Außenhaut bist." ich deutete alles mit den Fingern an. Davor hatte ich natürlich ein paar Handschuhe vom OP-Wagen genommen und sie angezogen.
Re: Jobberichte
Anna - 29.03.2007, 21:53
"Natalie glaub mir es gibt keine Inneren Verletzungen!" ,sagte ich und deutete auf die Röntgenbilder."Pfuschen tu ich auch nicht.Tut mir Leid ich bin nicht so wie der von Morgan!" ,sagte ich tonlos und begann nach Nadel und Faden zu ordern.
Re: Jobberichte
natalie - 29.03.2007, 21:57
"Dann kannst du auch einfach zu nähen." sagte ich und musterte sie. "Wie meinst du das?" fragte ich sie und sah sie mit zusammen gekniffenen, skeptischen Augen an.
Re: Jobberichte
Anna - 29.03.2007, 22:05
"Du weißt genau was ich meine!" ,sagte ich nur kurz und sah wieder auf den Monitor mit der Herfrequenz.
Re: Jobberichte
natalie - 29.03.2007, 22:08
Ich schüttelte den Kopf und fühlte den Puls. "Nein, leider nicht." sagte ich trotzig und doch leise und verständnislos. "120 zu 90" sagte ich den Puls und sah auf den Herztakt. "Naja, könnte weniger sein." Aber für Narkose war das fast normal.
Re: Jobberichte
Anna - 30.03.2007, 17:55
"Ach nun komm schon! Was war denn mit der Aktion im Stall ?" ,fragte ich und sah sie an."Faden!" ,meinte ich.
Re: Jobberichte
natalie - 30.03.2007, 17:57
Ich schüttelte den Kopf. "Ich hab wirklich keine Ahnung was du meinst." sagte ich und reichte ihr Nadel und Faden.
Re: Jobberichte
Anna - 30.03.2007, 18:00
"Vergiss es einfach!" ,meine ich schließlich und nahm an.Ich setzte die Nadel an und konzentrierte mich nun voll auf die Wunde.
Re: Jobberichte
natalie - 30.03.2007, 18:03
"Dann kannst du dir ja wieder jemand anderen zum Assistieren suchen." sagte ich und wandte mich um. Ich werde doch hier nicht lange mit ihr streiten. Zu sehr tat mir das Kreuz weh und mein Kopf dröhnte von dem ganzen Lärm und allem was passiert war. Sicher ging es Anna nicht sehr viel anders. Doch ihr war Black nicht das Wert wie mir und auf Gezicke hatte ich nun wirklich keine Lust.
Re: Jobberichte
Anna - 30.03.2007, 19:54
"Felix komm her!" ,sagte ich kurz angebunden, da ich imemr noch auf die Naht schaute."Neuer Faden!" ,diktierte ich wieder.
Re: Jobberichte
natalie - 30.03.2007, 20:02
Ich stieß die Tür auf, trat hinaus und hörte wie sie hinter mir wieder zu fiel. Draußen regnete es und in die Tropfen des Regens auf meinem Gesicht mischten sich die salzigen Tränen. Ich sah mich um. In meinem Kopf galoppierte die Stute über die Weide, den Schweif stolz erhoben und ein helles, freudiges Wiehern auf den Lippen. Die Tränen wurden schlimmer, strömten schneller. Der Regen durchnässte den Kittel, den Pulli, alles was ich anhatte. Ich zitterte und doch konnte ich nur weinen und keinen klaren Gedanken fassen.
Re: Jobberichte
Anna - 30.03.2007, 20:38
Etwa nach 1 Stunde war alles vernäht, jede Naht 2mal überprüft und die Wunde ordentlich verschlossen."So nichts wie ab in die Aufwachbox!" ,meinte ich und machte mich mit den 3en daran den Tisch in die Box zu schieben.Sie müsste gleich aus der Narkose aufwachen.
Re: Jobberichte
natalie - 30.03.2007, 20:42
Ich hörte wie es drinnen rumorte, doch ich blieb immer noch stehen. Wieder mischten sich die Tränen mit dem Regen und wieder hörte ich ihr helles Wiehern in meinen Ohren. Ich schüttelte den Kopf und senkte den Blick.
Re: Jobberichte
Anna - 30.03.2007, 21:03
"Okay alle man raus!" ,sagte ich und schloss schnell die Türen.Wir sind praktisch in letzter Sekunde fertig geworden.Tief atmete ich ein und nahm meinen Mundschutz vom Mund.Dann ließ ich mich auf den Hocker neben der Box fallen und schloss die Augen.
Re: Jobberichte
natalie - 30.03.2007, 21:07
Der Regen prasselte auf mein Gesicht. Wie lange stand ich hier jetzt eigentlich schon?! Eine halbe, eine Viertel, eine ganze Stunde? Oder doch nur 15 Minuten. Ich wusste es nicht, wollte es nicht wissen. Hörte nur einen Huf gegen eine Wand donnern und wandte mich erschrocken um. Dann starrte ich auf die Tür. Sie war zu und meine Haare tropften mittlerweile ihren eigenen kleinen Regen.
Re: Jobberichte
Anna - 30.03.2007, 21:32
"Sie steht auf!" ,sagte Melanie und ich trat an die Scheibe.Tief atmete ich aus."Sie hat es geschafft!" ,meinte ich leise und lehnte meine Hand gegen die Scheibe."Ich denke das sie bis spätestens morgen wieder steht bzw. vollkommen wieder da ist." ,murmelte ich."Gut okay!" ,sagte Sakia und machte sich dann wieder daran die Kleintiere zu versorgen."Ich werd dir nen Kaffee holen!" ,meine Melanie und ich lächelte ihr dankend zu."Willst du heute Nacht hier bleiben , oder soll ich ?" ,fragte mich Felix und sah mich an."ich bleibe hier! Ich hole mir das Klappbett aus dem Büro und Daniel schläft sicherlich auch bei mir!" ,meinte ich und lächelte.
Re: Jobberichte
natalie - 01.04.2007, 21:03
Ich starrte immernoch an die Tür und als ich mich dann endlich losriss, schüttelte ich den Kopf. Der Regen prasselte seicht auf meinen Kopf. Ich wandte mich ab und ging langsam zum Haus. Dominik wäre sicher irgendwo in der Nähe, doch ich suchte seine Nähe überhaupt nicht. Kaum hatte ich das Haus betretten, kam mir Lady entgegen. Ich strich ihr sanft, im vorbeigehen, über den Kopf und schlich mich ins Bad.
Re: Jobberichte
Anna - 01.04.2007, 22:00
Ich saß mittlerweile mit meinem Kaffee an der Box.Ich war kurz eingenickt.Da hörte ich Türen klappern und Ben und Marlon kamen herein.Anscheinend hatte Felix ihnen bescheid gesagt.
Re: Jobberichte
natalie - 02.04.2007, 19:52
Im Bad riss ich mir die Klamotten vom Leib, schmiss sie in die Waschmaschine in der Waschküche und zog mir wieder etwas normales an. In einer Jeans, einem T-Shirt und einer Baumwolljacke ging ich wieder aus dem Haus. Ich rannte durch den Regen zum Hengststall. Dort rannte ich zu der Box meines Lippizzaners und umarmte ihn erst einmal.
Re: Jobberichte
Anna - 15.04.2007, 11:51
Heute hatte mich Alex daraum gebeten seinen Hund Benji und seinen Hasen Bobby mal durchzuchecken und zu impfen.Da heute eh nur Sprechstunde angesagt war ,würde das reine Routine sein.Gegen 10.00 kam Alex dann auch schon mit den beiden kleinen und ich bat ihn ins Behalndlungszimmer."So dann wollen wir doch mal mit Bonny anfangen!" ,meinte ich und packte mir den Hasen am Kragen.Dieser zappelte aber beruhigte sich nach einer Minute wieder.Nach dem ich ihn abgehört hatte und seine Augen überprüft hatte bat ich Melanie mir eine 25mL Spritze zu halbbieren und den Impfstoff hinein zu füllen. Kurz darauf war sie auch schon im Hals von Bobby.Dieser zuckte ,aber war jedoch sehr ruhig.
Nun kam Benji an die Reihe.Während Alex Bobby wieder in seinen Käfig tat , hob ich Benji auf meinen Tisch."So jetzt bist du dann Kleine!" Sie sah mich schräg an.Erst mal hörte ich sie ab und schaute auch bei ihr in die Augen und Ohren."Alles sehr schön!" ,meinte ich."So dann wollen wir dich auch mal Impfen.Aber du brauchst nur eine Aufrischung von Tollwut!" , ich besah mir die Kartei."Melanie zieh doch bitte 50mL Tollwut-Impfstoff HDC auf!" Sie nickte und reichte mir wenig später die gewünschte Spritze.Ich desinfizierte kurz eine Stelle am Hals und ein paar Sekunden später war die Spritze auch schon entleert."So Alex das wars.Lass die beiden jetzt erst mal noch ausruhen und wenn dir irgendwas komisch erscheint meldest du dich ja ? Also dan bis zum nächsten Mal und ich reichte ihm kurz die Hand.Dann verschwand ich auch schon in einem anderen Behandlungszimmer.
Re: Jobberichte
natalie - 16.04.2007, 11:55
Cool Anna! :top: ^^
Re: Jobberichte
Anna - 22.04.2007, 13:34
"Kattachen!" ,rief ich und trat an den Koppelzaun.Katta und Son Jaqué hoben den Kopf.Schließlich kamen sie zu mir an den Zaun."Na wie gehts euch beiden hübschen ?" ,fragte ich und setzte mich auf den Zaun. Son Jaqué wieherte und Katta schnaubte. Sie legte ihren Kopf in meinen Schoss und ich begann ihre Stirn zu kraulen. Die Sonne schien mir ins Gesicht und ließ das braune Fell der beiden schön glänzen."Ihr passt echt gut zusammen !" ,meinte ich leise und Son Jaqué schien zu grinsen. Etwa 10 Minuten verharrten wir so.Son Jaqués Kopf drückte sich leicht in meine Hüfte und Katta war eingeschlafen. Hier auf den hinteren Koppeln war es immer ruhig. Ich liebte diese Plätze. "So Katta!" ,weckte ich meine Stute leicht. "Ich bin ja eigentlich mit dem tollen Schwangerschaftstest gekommen!" ,grinste ich und sie schüttelte die Mähne."Ja ich weiß unangenehm!" , ich zog aus meinem Kittel den langen Handschuh und zog ich ihn über meine Hand bis zur Schulter." So dann wollen wir doch mal fühlen!" , ich führte meine Hand ein und es dauert keine 5 Minuten das ich verkünden konnte : "Katta du wirst Mama!" ,sie wieherte hell und freudig und ich lachte." Dann pass ab jetzt gut auf und du Son Jaqué auch !",sagte ich zum werdenden Papa. Ich kann ihn schon lange und wusste auch das er schon lange im Geschäft war , aber ich hatte noch nie gesehen das er Harken schlug und vor Freude steig. Anscheinend hatte er sich wirklich in Katta verliebt. Katta erging es nicht anderes ,aber ich ermahnte sie scharf als sie steigen wollte. Also ließ sie es lieber und stupste Son Jaqué leicht an. Vielleicht sollte das heißen " Wir werden Eltern!" , aber das wusste ich ja nicht.
Re: Jobberichte
Anna - 01.05.2007, 16:32
Noch im Rennen zog ich mich an.Heute war der Tag.Wie ich im Dauerlauf in meine Jeans gekommen bin wusste ich nicht.Ich sprintete zu den Geburtsboxen.Mit dabei war mein Koffer und die Spannung was es denn nun war.Ich hatte es nie genauer untersucht.Mir reichte das es gesund war.Doch nun hielt ich es nicht mehr aus."Und heute will auch noch Natalie heiraten!" ,seufzte ich und bog um die Ecke.Alles war ruhig auf dem Hof.Kein Wunder es war auch erst 3 Uhr.Nur hier und da rief ein Kauz aus den großen Eichen.Ich zuckte kurz zusammen und lief dann weiter.Am Stall angekommen schaltete ich das Licht ein.Es stand nur Katta hier, die schon schön schwitzte.An dem Stroh in ihrem Fell sah ich das sie sich schon hingelegt hatte,aber dann doch wieder aufgestanden war."Hallo Schätzchen , ich bin ja schon da!" ,sagte ich und trat leise in ihre Box.Ich streichelte ihren Hals und redete beruhigend auf sie ein."Das machst du schon!",sagte ich und sie sah mich mit ihren treuen Augen an.Ich trat einen Schritt zurück da sie in die Knie ging.Sie schwitzte stark, also rieb ich sie mit ein bisschen Stroh etwas trocken."Ruhig Katta ,das schafft du schon!",redete ich ihr zu und strich über ihre Nüstern.Der Brustkorb hob und senkte sich schnell.Sie stieß einen Seufzer aus."Der Muttermund hat sich geöffnet!" ,sagte ich leise. Jetzt hieß es pressen und das tat Katta dann auch."Gut so meine Süße, weiter !" ,ich bangte mit meiner Stute.Dann endlich nach 20 Minuten war das Kleine bis zu den Flanken draußen."Nur noch ein bisschen Maus!" ,flüsterte ich und streichelte weiter beruhigend ihren Hals.Wieder strengte sich Katta an und schließlich lag das kleine nasse Etwas im Stroh.Katta drehte ihren Kopf und stand auf.Sie begann das Kleine abzulecken."Na dann wollen wir doch mal gucken was es ist Mama!" ,sagte ich zu Katta und ging in die Hocke."Oh ein Hengst!" ,sagte ich erfreut und Katta schnaubte.Der Kleine machte kurz darauf schon anstalten aufzu stehen."Sehr gut!" ,ich betrachtete die Situation nun aus der Distanz.Ich saß auf einem der Heuballen.Nach 10 weitern versuchen stand er auf seinen stacksigen Beinchen und suchte die leckere Kolostrahlmilch.Ich lächelte."Mit diesen Schlücken taufe dich dich Star of the East!",sagte ich laut.Katta sah mich an und scharrte mit den Hufen.Der Name gefiel ihr anscheinend.Auch der kleine Star of the East sah auf."Ja das ist jetzt dein Name!" ,grinste ich und zog die mitgebrachte Decke enger um meine Schultern.Ich denke das ich etwa 10 Minuten später eingeschlafen sein müsste, da erst um 6 Uhr Daniel in den Stall kam und mir mitteilte wie spät es war.Ich ash ihn verwundert an."Oh!" ,meinte ich nur und er lachte.Er besah sich den kleinen und sagte das er wunderschön sei."Einen tollen Namen hat er auch oder ?!" ,fragte er mich und ich nickte."Star of the East!" ,meinte ich und Daniel nickte."Was habe ich gesagt!" ,dann hob er mich hoch und nahm meinen Koffer."Auf gehts.1 Stunde kannst du noch in deinem Bettchen schlafen.Dann gehts los!" ,meinte er und küsste mich."Okay!" ,ich drehte meinen Kopf noch einmal und wunk Katta und dem kleinen Star of the East zu bevor die Stalltür zuging.
Re: Jobberichte
natalie - 02.05.2007, 14:54
:lach: Du liebst es noch etwas zu machen bevor die Tür zu geht! :lach: Du schaust echt zu viel Fern! :-P
Lieb dich
Natalie :bussi:
Re: Jobberichte
Anonymous - 08.06.2007, 14:22
also ich hab mal was für dich
Grundimmunisierung für Sunny
Impfen Gaya, Friedo und Ari
Wurmkuren für alle 4
Aris Zähne müssen au noch gemacht werden
Re: Jobberichte
Anna - 08.06.2007, 14:46
mach ich möglist schnell fertig !
Re: Jobberichte
Anonymous - 09.06.2007, 13:16
Hi!
Kannst bitte bei Soraja, Figarro und Australiah eine Grunduntersuchung machen und Impfen udn ihnen Wurmkuren geben?
LG Cindy
Re: Jobberichte
Anna - 09.06.2007, 13:20
Kla nur nicht mehr heute ;)
morgen hab ich gaaaaanz viel Zeit =)
Lg
Re: Jobberichte
Anna - 15.06.2007, 16:29
Heute fand ich gleich 2 Zettel auf meinem Schreibtisch. Der eine war von Isy und der andere von Cindy. Sie baten mich ihre Pferde zu impfen. "Alles klar!" ,sagte ich und machte wieder kehrt. Während ich den Flur entlang ging kamen mir Mareike und Felix über den Weg gelaufen. "Hey ihr beiden!" ,grüßte ich und blieb stehen. Die anderen beiden taten es mir nach. "Felix würdest du bitte gleich mitkommen ? Ich möchte gerne das du Impfungen und eine Grundimunisierung dir vornimmst!” Er nickte und folgte mir. Felix war bereits fast durch mit seinem Medizinstudium und schon seit 3 Jahren bei mir beschäftigt. Er ist einer meiner besten Mitarbeiter. Wir liefen also gemeinsam zu unserem Medizinraum wo wir alle Impfungen und Medikamente aufbewahrten. In einem Teil des Raumes stand der Kühlschrank für die gekühlten Medikamente. Im Schrank daneben lagen die sterilen Nadeln. “So dann wollen wir doch mal!” ,meinte ich und nahm etwa 6 Stück heraus. Der Zeit zog Felix 6 Spitze mit etwas Tetanustoxins
auf. „Australiah bekommt auch noch eine Influenza Schutzimpfung!“, sagte ich und Felix nickte.“ Sie ist je ein Rennpferd nicht wahr ?“ „Ja, sogar einer Weltmeisterin!“ ,sagte ich und lächelte.“Das Fohlen werde ich zusammen mit Isy in Absprache impfen ,ich bin mir nicht sicher ob es schon 6 Monate alt ist. Natalie hat die Kartei und ich wollte nicht einfach so in ihr Büro gehen.“ ,erklärte ich Felix nach dem er mich nach dem Fohlen fragte. „Achso gut okay!“ ,meinte er dann. Ich packte noch schnell 3 Wurmkuren für Cindy´s Pferde ein und die Zahnraspel für Aringo ein. Dann konnte es losgehen. Im Stall angekommen machten wir uns erstmal an die Pferde von Isy. „ So hier sind die Desinfizierten Tücher !“ ,zeigte ich Felix und er nickte. „Alles klar !“ Ich hielt die Pferde während er spritzte. Die Tetanustoxins Spritzen machte er allein. „Aringos Zähne raspel ich dann!“ ,meinte ich als er mich ein bisschen hilflos ansah. „Hälst du bitte mal sein Maul auf ?“ und ich begann zu raspeln. „Die Zähne waren aber auch sehr spitz !“ , bemerkte ich als ich nach 15 Minuten noch mal nach sah. Ich lobte Aringo und er durfte wieder in seine Box.
Weiter ging es nun mit den Pferden von Cindy. „Fangen wir doch mal mit Figarro an!“ ,meinte ich und Felix holte ihn aus seiner Box. „Hallo du !“ ,begrüßte ich ihn und nahm Felix den Strick ab. „Ja heute macht das mal nich Frau Doktor !“ ,grinste ich und Felix desinfizierte eine Stelle am Hals. Kurz darauf war der Impfstoff auch schon entleert. „Auch die Wurmkuren ?“, fragte er und ich nickte. „Ja es wäre blöd wenn ich ihn wieder reinstellen würde !“ Also schob er die Wurmkur in den Mundwinkel. Das gefiel Figarro natürlich gar nicht aber er musste dadurch. „So Ferig Meckerfritze !“ ,sagte ich und er schnaubte. „Ab in deine Box!“ Nun holte ich Soraja. „Hallo Dicke!“ ,ich streichelte ihr den Hals. „Ist gleich alles wieder vorbei !“ Innerhalb von 5 Minuten war sie dann auch wieder in ihrer Box. Da sie den Tierarztbesuch ja schon gewöhnt war und auch die lästige ekelige Wurmkur ließ sie mit Geduld über sich ergehen. „ So und jetzt unsere Weltmeisterin!“ Ich holte Australiah aus ihrer Box. Auch hier dauert es nicht also zulange. Obwohl sie 2 Impfungen und eine Wurmkur hatte. Aber das war ihr auch egal. Sie freute sich nur wieder in ihre Box zu kommen. „Das wärs dann oder ?“ ,fragte mich Felix und ich nickte. „Ja ich sehe nur noch mal nach meinen Pferden , wenn du willst kannst du mitkommen!“ ,meinte ich und er nickte. „Gerne!“ „Gut dann auf zur Weide!“ und wir verließen das Stallgebäude.
Re: Jobberichte
Anonymous - 16.06.2007, 17:48
DAnkeschön! ;)
Re: Jobberichte
Anonymous - 17.06.2007, 09:04
danke.....ja.. wie alt mein sunny ist.....??? muss ich selba mal nachgucken
*g*
Re: Jobberichte
Anna - 17.06.2007, 21:39
Hm oke ^^
sag dann einfach bescheid dann impfe ich ihn wenn er schon 6 Monate is
Re: Jobberichte
Anonymous - 23.06.2007, 22:41
Hallo Anna!
Figarro lahmt am rechten Hinterbein, kannst du dir das bitte einmal anschauen? Achja, Soraja wurde am Widerrist von einem Insekt gestochen, vermutlich einer Wespe, kannst du dir das bitte auch anschauen?
Liebe Grüße
Cind
Re: Jobberichte
Anna - 24.06.2007, 11:30
Ja ich kümmere drum !
lg Anna
Re: Jobberichte
Anna - 03.07.2007, 16:09
Gähnend saß ich an meinem Schreibtisch in der Klinik. Ich war zwar Schwanger, aber noch durfte ich ja arbeiten. Der Bauch kugelte sich natürlich schon, ich war ja auch im 5ten Monat, aber das machte erst mal nichts. Ich war gerade dabei die Prüfungsunterlagen von Felix durch zusehen, als das Telefon klingelte.” Merz !” ,meldete ich mich. “Oh Hallo Herr Professor. Danke gut und Ihnen ?” ,fragte ich in den Hörer. Es war mein alter Uniprofessor. Ich war damals einer der Stufenbesten und hatte das Studium mit 1,4 abgeschlossen. Wir plauderten noch ein bisschen. “ Also warum rufen Sie denn an ?” ,fragte ich und nahm einen Stift in die Hand. “Ich soll was ? Einen Vortag halten in der Uni ?” ,schlagartig hatte ich mich aufgerichtet. Im nächsten Moment bekam ich die Quittung durch einen Tritt von Maximilian. “Ja natürlich, nur ich müsste mich vorbereiten. Wann denn ?” ,fragte ich und der Professor nannte mir das Datum und die Uhrzeit. Beides schrieb ich mir auf. “Ja über morgen müsste gehen, ach ja Herr Professor. Felix Baumann ist doch auch bei Ihnen in den Seminaren. Weiß man schon das Ergebnis seines Examens ?” “Ja das wissen wir bereits. Felix wird ihnen das sicher auch noch sagen, aber bei ihnen drück ich mal ein Auge zu. Er hat mich 1,5 bestanden!” ,sagte der Professor und ich lächelte. “Das ist hervorragend. Dann sind wir jetzt wohl 3 Tierärzte!” Den Professor freute dies zuhören. Nach etwa 10 weiteren Minuten legte ich dann auf. Kurz nach dem ich wieder angefangen hatte die Prüfungsunterlagen weiter zu bearbeiten, kam Felix in mein Büro. “Fr. Doktor melde auf gehorsamste bestanden!” ,dann lachte er. Auch ich grinste. “Super!” , ich stand auf und nahm ihn in den Arm. “Dann melde ich Doktor Baumann. Willkommen im Club der Ärzte!” ,grinste ich weiter und gab ihm den Kittel. Er staunte nicht schlecht. “Heißt das ich hab hier ne Stelle ?” ,fragte er ungläubig. “Ja das könnte man so sagen!” ,lächelte ich und auch Felix grinste jetzt. “Das kannst du nämlich gleich übermorgen meine Schicht übernehmen. Ich muss in der Uni einen Vortrag halten.” “ Okay kein Problem.” ,meinte er und rieb sich die Hände. Ich lachte.” Gut dann würde ich mal sagen gehst du jetzt zu den anderen und sagst ihnen die tolle Nachricht, ich komme nachher zur Dienstbesprechung mit dem Dienstplan für diesen Monat!” ,sagte ich und er nickte. Als Felix dann aus der Tür setzte ich mich wieder hinter meinen Schreibtisch und heftete Felix Unterlagen in den entsprechenden Ordner. Dann machte ich mich über den Dienstplan her. Ich schaute wer schon Überstunden hatte und wem die nächsten freien Tage anstünden. Auch Anni und Laui trug ich mit ein. Ebenfalls teilte ich Anni einen neuen Ausbilder bzw. eine neue Aufsichtsperson zu. Ich nahm Saskia. Für Laui musste dies Natalie übernehmen, da Laui mehr in ihre Richtung ging. Nämlich in die Therapie. Nach etwa 15 Minuten war der Dienstplan fertig und ich machte mich auf den Weg in den Aufenthaltsraum. “Guten Morgen !” ,sagte ich und lächelte als ich den Raum betrat. Die anderen lächelten mir zu und wünschten mir auch einen guten Morgen. “Also hier ist der Dienstplan. Ich werde euch eine Kopie ziehen und diesen hier aufhängen !” ,sagte ich und alle nickten. “Anni und Laui hab ich ebenfalls eingetragen. Sowohl hier als auch bei den Nachschichten. “ ,meinte ich und sah die beiden an. “Also dann ..!” , ich begann damit den Dienstplan einzuteilen. Ich versuchte es immer so zu machen, das er allen gerecht wurde und wenn nicht konnte man noch tauschen. “Saskia du kümmerst dich bitte in nächster Zeit um Anni. Ich habe leider etwas anderes zu tun!” ,meinte ich und grinste. Die anderen lachten und auch Saskia nickte. “Okay, dann würde ich mal sagen öffnet die Pforten und euch alle einen schönen Arbeitstag ! Felix unternimmt die Untersuchung heute.” ,sagte ich. “Da ich mich für einen Vortrag an der Uni vorbereiten muss!” ,fügte ich hinzu. Ich trank meinen Tee aus und ging dann wieder zu meinem Büro. Es war herrlich den langen weißen Flur entlang zu gehen. An den Wänden waren Bilder Zum Teil Photographien und zum anderen gemalte Bilder von Kindern. Vor dem von Cavallo blieb ich stehen und seufzte kurz. Er war nämlich mit meinem Mann auf einem ziemlich großen und langem Turnier. Dieses würde 3 Wochen dauern. Doch da es groß und wichtig war wird es im Fernsehen übertragen. Wieder in meinem Büro schaltete ich leise das Radio an und öffnete das Fenster. Kurz sah ich raus. Die Luft war schon frisch und über den Wiesen lag noch der Tau. Ich drehte mich um und ging zu dem großen Schrank. Dort kramte ich mein altes Tiermedizinbuch hervor und begann meinen Vortrag auszuarbeiten. Zwischen drin bekam ich ein paar Füße und Hände zu spüren. Ich lächelte nur immer und legte ab und an meine linke Hand auf meinen Bauch.
Als ich etwa die Hälfte des Vortrages fertig hatte ging mein Piepser. “Notfall OP 4!” ,stand dort. Ich stand auf und ging schnellen Schrittes zum OP. Laufen durfte ich dann doch nicht mehr. “Was ist passiert ?” ,fragte ich und Karin begann mir den Kittel zu zumachen. Ich desinfizierte mir zwischenzeitlich schon die Hände und zog die Handschuhe drüber. “ 2 Hunde. Sie wurden angefahren. Der eine hat eine große klaffende Wunde am Hals. Der andere steht nur noch auf 2 Beinen.” ,sagte Karin kurz und ich nickte. Dann stieß ich die Türen auf und ging zum Tisch. Felix war bereits da. “Sieht übel aus!”, meinte er und ich nickte. “Ja das stimmt!” “Stabil ?” ,fragte ich und Karin nickte. “Zuerst den mit der Wunde!” ,sagte ich dann und Felix nickte. Durch den Mundschutz war alles gedampft. ”Tupfer!”, kommandierte ich und bekam ihn gereicht. Ich forderte dies etwa 12 mal. “Der Hund hatte eine Million Schutzengel!” ,sagte ich und Felix nickte. “Keine der Arterien ist beschädigt.” Ich nickte. “Nähst du zu ? Dann kümmere ich mich um den auf 2 Beinen!” ,meinte ich. “Ja alles klar. Stiche ?” ,fragte er. “Ich würde versuchen ob du mit 12 hinkommst!” ,meinte ich. “Gut !” Ich ging nun rüber zu dem anderen. Vorsichtig tastete ich die Beine ab. “Wer hat sie eigentlich her gebracht ?” ,fragte ich. “Der Besitzer. Er hatte dieses Spektakel auch gesehen!” “Aha!” ,meinte ich nur. “Röntgen! Ich kann nicht alles ertasten!” ,meinte ich und Lisa und David nickten. Dann fuhren sie den Hund zum Röntgen. Da dieser in der Vollnarkose war, bekam er von dem allen nicht viel mit. Ich war mir auch nicht sicher ob wir ihm noch helfen konnte. Derweil war Felix mit dem Nähen beschäftigt. “Welche Naht ?” ,fragte ich und sah über seine Schulter. “Erst die 8te!” ,meinte er und immer noch war über die Hälfte der Wunde frei. “Dann nimm die 20! Das reicht dann aber!” “Okay!” ,sagte er und ich tupfte auf der schon genähten Seite das Restblut weg. Als Felix dann fertig war mit dem Nähen kamen Lisa und David vom Röntgen wieder. Während Lisa die Röntgenaufnahmen in die Tafel hängte, schob David den Hund wieder in die Position und schloss ihn an die Atmengeräte wieder an. “Stabil ?” ,fragte ich und David bejahte dies. Felix hatte inzwischen Lisa damit beauftragt die Wunde mit Betaisodonna und einem Klebeverband zu versehen. Auf den Kopfschutz würde der Rüde bekommen, damit er sich den Verband nicht abkratzen konnte. “Schau, das rechte Hinterbein hat einen doppelte Fraktur. und das Linke hat eine offene Fraktur. “Das offene könnten wir behandeln, aber das doppelt gebrochen zwar auch aber es ist nicht die Sicherheit gegeben, das der Knochen wieder an beiden Stellen zusammen bricht.” ,zeigte ich an dem Monitor. “Willst du ihn also einschläfern ?” ,fragte mich Felix. Ich sah ihn ernst an. “Nein, ich will es versuchen. Es gibt spezielle Schienen die man an den Knochen schrauben kann. Genau so gut könnten wir Metallplatten einsetzen.” “Verstehe!” ,antwortete Felix. “Gut also los.”, ich setzte diese Brille mit dem kleinen Lämpchen auf. Die Schrauben wurden bereit gelegt und Lisa lief und holte die Schienen. David assistierte uns und Karin blieb bei den Beatmungsgeräten. Immer wieder schaute ich auf den Monitor. Die Operation dauert ca. 2 Stunden. Der andere Hund war in zwischen in der Aufwachstadion. Nach der Operation stand allen der Schweiß auf der Stirn. Ich zog mir den Kittel aus und wusch meine Hände. Felix tat es mir nach. “Hol bitte den Besitzer in das Büro!” ,sagte ich zu ihm. “Okay mache ich!” Während Felix den Besitzer holen ging , schaute ich noch mal nach dem Hund deren Wunde wir genäht hatten. Er war fast wieder völlig bei Bewusstsein. “Seht gut!” ,sagte ich leise und ging dann in das Sprechbüro .Felix und der Besitzer saßen schon dort. Ich gab dem Herrn die Hand. “Also ihre beiden Hunde Herr Körner ,geht es den umständen entsprechend. Der Hund mit der Halsplatzwunde hatte eine Million Schutzengel, weil wir dort nur nähen mussten.” Man merkte sichtlich das dem Mann ein Stein vom Herzen fiel. “ Doch bei ihrem anderen ist es kritischer. Er muss auf jeden fall hier bleiben und das nicht nur über Nacht!” ,sagte ich. “Was ist denn mit ihm ?” ,fragte Herr Körner. “Er hat in beiden Hinterbeinen eine Fraktur. Einmal eine offene Fraktur und eine mal eine doppelt gebrochene.” ,erklärte Felix weiter. “Frakturen sind Brüche!” ,fügte er hinzu. Ich nickte. “Wir haben das rechte Hinterbein mit der doppelten Fraktur geschient. Das linke Hinterbein ebenfalls. Um beide Beine ist ein Gips.” ,erklärte ich schließlich zu ende. Herr Körner nickte verständnisvoll und willigte ein die Hunde über Nacht hier zu lassen. Allerdings dürfe der Hund mit der Platzwunde morgen wieder nach Hause. Nach dem wir alles geregelt hatte, gab Herr Körner mir und Felix die Hand und bedankte sich. “Das wäre geschafft!” , sagte ich als Felix und ich durch den Flur gingen. Wir waren auf den Weg in den Quarantänestall. Im Gepäck 2 Spritzen gegen Influenza. Influenza ist die Pferdegrippe. Wir hatten erst kürzlich 2 solche Pferde mit Verdacht auf Influenza bekommen. Mit Handschuhen impften wir die Tiere. Die Krankheit ist zwar für den Menschen soweit ungefährlich, doch wir mussten ja auch noch andere Tiere behandeln.
Gegen 13.00 machten wir dann Mittag und gingen im Reitstübchen was essen. Das komplette Praxisteam und ich saßen am Tisch. Natürlich kamen 2 nach, da die Tiere in den Zimmern auch ihr Mittag wollten. Alle hatten riesen Hunger nur mein Tablett stach heraus. Kein Wunder ich musste ja auch für 2 Essen.
Der Rest des Vormittags und Nachmittags verlief ohne einen Notfall. Ab und zu sollte dann doch ich die Tiere untersuchen oder Impfen. Doch größten Teils saß ich in meinem Büro und schrieb an dem Vortrag. Gegen 16.00 machte ich dann Feierabend. Ich sagte allen kurz Bescheid und verabschiedete mich dann. Eigentlich arbeitete ich länger, doch ich war ziemlich geschafft. Der Nachteil vom Schwanger sein. Ich hängte also meinen Kittel an die Seite. Draußen auf dem Hof kam Lerran mir entgegen gerannt. “Hallo du , wollen wir noch ein bisschen spazieren gehen ?” ,fragte ich ihn und er wedelte freudig mit dem Schwanz. “Nehmen wir Picasso Dame auch mit ja ?” Ich ging in den Stutenstall und machte meine schöne Schwarze fertig. Eigentlich nahm ich nur einen Führstrick aus meinem Spind und harkte ihn im Halfter ein. Dann machten wir 3 uns auf den Weg. Da es Vormittags leicht geregnet hatte, roch es herrlich. Wir gingen Richtung Wald. Während Lerran wild umher sprang, hielt ich Picasso Dame ruhig am Führstrick. Sie sollte es ja lernen auch wenn sie gerne mitgetobt hätte. Nach etwa 20 Minuten gingen wir dann zurück zum Hof. Picasso Dame und Lerran bekamen Hunger und auch ich musste mir ja noch mein Abendbrot machen.
Re: Jobberichte
natalie - 03.07.2007, 17:49
Supi Anna! :eek: Der Bericht ist ja mal ends lang... Ich les nie wieder diese langen Dinger von dir durch :P Nee, da kann ich mich eh nicht dran halten! Dazu bin ich viel zu neugierig :lach:
HDGDL
:hearts:
Natalie
Re: Jobberichte
Anonymous - 23.07.2007, 13:07
Hi Anna,
könntest du bitte mal Meggi, Blue und Lizzy komplet durchchecken?
Meggi und blue müssen auch geimpft werden und brauchen Wurmkuren!
Lg Anni :D
Re: Jobberichte
Anna - 23.07.2007, 14:13
Klar mach ich ! :ja:
Re: Jobberichte
Anna - 19.12.2007, 20:19
“Oh Gott Cavallo!” ich rutschte an seiner Boxentür herunter und schluchzte herzzerreißend. Mit seinen treuen Augen sah er mich an. Er schnaubte und stupste meine Wange an. Doch ich zog nur meine Hände vors Gesicht und weinte laut. “Das darf doch nicht wahr sein!” schluchzte ich wieder. Cavallo legte seinen Kopf schief und auch sein Blick wurde traurig. Das mein weißer Kittel dreckig wurde interessiert mich nicht.
Eigentlich war ich zu Cavallo gekommen um ihm seine Impfungen zu geben und ihn für mein nächstes international wichtiges Turnier zu checken. Doch es stand fest das ich meine Meldung zurück ziehen konnte. “Wieso denn schon wieder !?” fragte ich verzweifelt in Richtung Stalldecke. Die Tränen tropften auf meine Jeans. “Warum schon wieder wir mein Süßer!?” Mein Blick richtete sich wieder auf Cavallo, dann auf sein Bein. Vor einem Jahr hatten Natalie und ich bereits eine Kanüle gelegt die eigentlich in der nächsten Woche raus kommen sollte. Doch das konnte ich jetzt auch vergessen.
Ich stützte meinen Kopf in meine Arme und meine Schultern bebten.
Cavallo verlagerte dein Gewicht und versuchte den besagten Fuß nicht zu belasten. Er hatte seinen Kopf an meine Wange gedrückt und ich nahm meine Hände um seine Nüstern.
“Das ist doch nicht fair!”
Etwa 10 Minuten saß ich einfach nur noch ein Cavallos Box und streichelte seinen Hals. Dann erhob ich mich schweren Herzens. Ich hatte schließlich eine Klinik zu leiten. “Das kriegen wir wieder hin mein Schatz!” Ich küsste ihn noch mal auf die Nüstern und lief dann aus dem Stall. Nur wie das war die andere Frage, schoss es mir durch den Kopf.
Wieder in der Klinik angekommen suchte ich sofort den Weg in mein Büro. Hier trocknete ich erst mal meine Tränen und wusch mir Hände und Gesicht. Auch zog ich einen neuen frischen Kittel an und zog meinen Pferdeschwanz noch mal nach. Dann desinfizierte ich mir meine Hände und trat wieder heraus. Seufzend ging ich durch den Flur wo die Behandlungszimmer angrenzten. Im Behandlungszimmer 4 warteten bereits 3 Meerschweinchen auf meinen Besuch. Bei ihnen musste ein Gesundheitscheck gemacht werden. Auch wenn ich erst wieder seit 1 Woche meinen Dienst aufgenommen hatte, wegen meinem Sohn Maximilian, hatte ich wieder sehr viele Patienten.
Nach dem ich diese 30 minütige Untersuchung beendet hatte, machte ich mich auf den Weg zu unseren Station für Kleintiere. Dort machte der Terrier Timmy einen ziemlich schlechten Eindruck. “Hallo Melanie, was gibt’s ?” fragte ich die Tierarzthelferin und diese nickte freundlich. “Nun ja Timmy will nicht fressen und liegt nur träge in seiner Box!” antwortete sie mir. Ich nickte und nahm seinen Überwachungsbogen . “Wie alt ist Timmy denn?” fragte ich und sah auf den Terrier. “Er ist 5 Jahre!” sagte Melanie und ich legte meinen Kopf leicht schief. “Ich lege ihm eine Viggo und er bekommt eine 250 mL NaCl Lösung angehangen!” sagte ich und trug dies in den Bogen ein. “Okay, ich werde die Lösung eben holen!” Melanie machte sich auf den Weg ins Medikamentenzimmer. Hier standen alle Tropfen, Tabletten und Lösungen.
Ich holte mir eine rosafarbende Viggo und desinfizierte Tücher. Melanie hatte bereits die Lösung und rasierte nun vorsichtig bei Timmy das Haar von dem rechten Bein. Dort wollte ich die Viggo legen. Timmy jaulte etwas bei dem Stich, doch zeigte kaum Reaktion. “Seine Operation war gestern?” fragte ich und Melanie nickte. “Okay, so ich denke das müsste erst ma reichen. Außerdem spritz ich ihm noch ein Krauslaufförderndes Mittel !” Schnell war die Spritze aufgezogen und auch schon abgedrückt. Wieder jaulte Timmy etwas, doch er war noch ziemlich geschwächt. “Bitte gebe mir in 3 Stunden Bescheid wie sein Zustand ist !” meinte ich lächelnd zu Melanie und diese nickte.
Ich verabschiedete mich und ging weiter. Nun war die Quarantänestadion an der Reihe. Hier durfte man nur mit Mund, Haar und Handschutz rein. Auch nur denn wenn man zum Personal gehörte. “Hey Saskia, alles in Ordnung hier ?” ,fragte ich unsere Auszubildende im 3ten Lehrjahr. Sie war fast fertig und musste im Januar nur noch ihre Prüfungen schreiben. “Ja soweit alles in Ordnung ! Nur bei Carla, die kleine Katze mit dem Tigerfell, fängt die Wunde wieder extrem an zu nässen und sickert durch.” meinte Saskia. “Dann wollen wir uns das doch mal ansehen !” sagte ich.
Während ich mir die Wunde besah dachte ich mir nur selber, warum ich so viel Konzentration um diese Aufgaben hatte, wenn Cavallo mir doch eigentlich viel mehr im Kopf rumschweben sollte.
Doch ich schüttelte meinen Kopf. Später ! Rief ich mich in Gedanken zur Ordnung.
Dann versorgte ich die Wunde in dem ich einen neuen Verband anlegte und ein Sono für morgen früh stellte. “Wir sehen uns später !” sagte ich dann und Saskia nickte.
Schließlich fand ich mich auf dem endlos langen Flur wieder. Es war der Flur der zu den 3 Op´s führte. Vor dem letzten blieb ich stehen und sah durch die kleine Scheibe hinein. Dort hatte ich schon oft gestanden. Doch nie hatte ich so gezittert wir bei meinem Hengst. Ich hatte Cavallo selbst unterm Messer. Ich habe es mir selbst zugetraut, aber würde ich das noch mal machen? Hätte ich noch mal so viel Mut? Ich wusste es nicht. Seufzend lehnte ich mich an die Wand neben der Tür und sah an die Decke. Heute hatte ich keine Termine mehr. Felix hatte einen Großteil übernommen und auch Natalie war wieder mit eingestiegen. Da ich ja wieder schwanger war durfte ich nicht so viel. Daniel und ich hatten uns darauf geeinigt und ich wollte mich nicht noch kurz vor Weihnachten mit ihm anlegen. Langsam stieß ich mich von der Wand ab und ging den Flur zurück. Ich sah auf den Boden. Im Büro setzte ich mich an meinem Schreibtisch und setzte meine Kopfhörer auf. Mein Ipod lag in meinem Schoß und lehnte mich zurück, schloss die Augen und ließ die Tränen laufen. Ich bekam noch nicht mal mit das die Tür schwungvoll geöffnet wurde.
*Natalie du bist ! =)*
Re: Jobberichte
natalie - 19.12.2007, 20:35
"Leg ihm ne Kanüle und er bekommt 800 mL NaCl. Ja 800! Man jetzt stell dich doch nicht so dumm an. Du hast Medizin genauso studiert wie ich!" Ich schloss die Tür hinter mir und hängte meinen Kittel an den Harken. "Ja, nein! Er ist groß und hat jede Menge Flüssigkeit verloren. Gib ihm 800 mL und gut ist´s!" meinte ich mittlerweile schon etwas angenervt zu Matthias, einem aussenstehenden Arzt aus Rohttenberg. Er hatte einen großen Schäferhund mit Anzeichen auf Gelbsucht in Behandlung und wusste sich gerade nicht wirklich zu helfen da die Medikamente nicht anschlugen. "Ja, ich komme so bald wie möglich vorbei, aber ich hab hier auch noch was zu tun und kann nicht alles stehen und liegen lassen. Bei seinem Stadium wird er bis nach Praxisschluss gut durchhalten können. Ja, ich hab doch gesagt so bald wie möglich. Ja... jaha! Also.. ja bis später." Ich legte auf und sah in den Sessel vor mir. Erst jetzt sah ich auf. "Oh Maus was ist denn los?" fragte ich und ging um den Tisch. Dann nahm ich Anna in den Arm, der die Tränen nur so über die Wangen liefen.
Re: Jobberichte
Anna - 19.12.2007, 20:43
Ich schlang meine Arme umd Natalie und schluchzte auf. "Cavallos Bein!" flüsterte ich nur mit tränen erstickter Stimme.
Natalie kannte das Problem.Sie hatte mir damals wie mein alter Uniprofessor geholfen.
Re: Jobberichte
natalie - 19.12.2007, 20:55
"Oh..." flüsterte ich nur und schloss einen Moment die Augen. Die OP kam wieder und wie Anna und ich sie durchgeführt haben. Als ich die Augen wieder aufschlug war ich ganz schön entschlossen und gefasst, während meine aller beste Freundin in meinen Armen bebte. "Dann müssen wir da eben nochmal ran. Wenn wir nichts unternehmen können wir ihn genauso gut einschläfern so hart es klingt." seufzte ich und drückte ihren Kopf unter mein Kinn. "Ganz ruhig Maus." flüsterte ich beruhigend.
Re: Jobberichte
Anna - 19.12.2007, 21:13
Ich hielt einen kurzen Moment inne. "Einschläfern? Nein! Da könnt ihr mir auch gleich die Spritze geben!" schluchzte ich laut auf. Mein Körper bebte. "Ich will nicht das er leidet ! Ich werde es tun!" flüsterte ich leise. So leise das ich es fast selbst nicht verstanden hatte.
Re: Jobberichte
natalie - 20.12.2007, 19:06
"Ich habe nicht gesagt das wir ihn einschläfern müssen oder sollen. Aber ich habe gesagt wenn wir nichts machen, dann könnten wir ihn genauso gut einschläfern. Er tut sich nur unnötig weh. Aber du musst das nicht machen Süße!" Ich ging in die Hocke und sah sie an. Ihre Augen waren rot und vom weinen leicht geschwollen. "Ich kann das auch machen." Ich strich ihr eine Träne von der Wange und mein Blick wanderte zwischen ihren Augen hin und her. Wie oft ich das schon getan hatte...
Re: Jobberichte
Anna - 22.12.2007, 14:39
"Ich will es tun! Ich muss! Er gehört doch zu mir! Aber ich wäre froh wenn du dabei sein würdest!" sagte ich leise. "Nur ich weiß nicht was ich noch tun soll!" schluchzte ich wieder leise auf und legte meinen Kopf schräg auf ihre Schulter.
Re: Jobberichte
natalie - 22.12.2007, 16:21
Ich umfasste ihre Schultern und sah ihr wieder in die Augen. "Hey, wir haben das letzte Mal die Kanüle gelegt und gehofft es würde selber wieder zusammen wachsen. Diesmal können wir sofort dafür sorgen das es wieder zusammen ist indem wir Nähen. Dann dauert es nicht länger als wenn man die OP mit der Kanüle macht, aber es ist gefährlicher weil du aufpassen musst was du nähst und wie. Du musst von innen nach aussen nähen, ja?!" erklärte ich ihr. Ich hatte mich mittlerweile einschließlich mit allem möglichen beschäftigt. Das hatte mich damals nicht losgelassen und jährlich wurden mir zu viele Pferde eingeschläfert weil die Leute die OP nicht richtig hin bekamen. "Wir schaffen das! Wir müssen es nur richtig machen!" versuchte ich sie aufzumuntern.
Re: Jobberichte
Anna - 22.12.2007, 17:08
"Und wenn ich es nicht richtig mache? Oh Natalie ich habe so eine Angst das ich das nicht schaffe!" meinte ich und legte meine Hände in meinen Schoss. Sei zitterten. Ich hatte viel darüber gelesen. Ich hatte mich innerlich schon auf die Op vorbereitet wo wir die Kanüle rausnehmen mussten. Doch das jetzt.. das war einfach zu viel.
Re: Jobberichte
natalie - 24.12.2007, 15:40
Ich nahm ihre Hände in die Meinen. Ich spürte wie mich ihr Zittern durchfuhr und wie ihre kalten Hände von den meinen gewärmt wurden. "Dann mach´s ich und wenn was schief geht übernehm ich jede Verantwortung." Ich war mir aber sehr sicher das nix schief gehen würde. Ich hoffte es zwar mehr als es zu wissen, aber Mut hatte ich dafür gerade genug. Ganz sicher wissen konnte man so etwas nie, aber Hoffnung beflügelt einen ja scheinbar.
Re: Jobberichte
Anna - 25.12.2007, 00:50
Ich sah sie einen Moment an und sah dann wieder an ihr vorbei. Vor meinem geistigen Auge spielte ein Film.Er zeigte wie ich Cavallo mit 18 zum Abitur bekommen hatte. Alle anderen bekamen Autos doch mein Wunsch war ein Friese. Damals war er 4 Jahre alt. Ich habe ihn fast schon 5 Jahre, schnellte es mir durch den Kopf. Der Film lief weiter. Es war unser erstes Turnier. Die Kür werde ich nie vergessen. Wir gewannen unseren ersten gemeinsamen Preis. Eine Träne lief an meiner Wange herunter und ein Lächeln huschte über meine Züge. Doch der Film lief weiter. Nun zeigte er wie ich Daniel damals begeistert habe und wie ich in Cavallo trost gefunden hatte nach unserem Streit. Zusammen standen wir seine erste Verletzung durch. Diese bewegte mich dazu Tiermedizin zu studieren. Ich wollte es zwar auch aber das war praktisch ausschlag gebend. Dann kam dieser Unfall. Sein Bein, die Operation. Wie eingebrannt und unlöschbar. Die schmerzverdrehten Augen, der Angstschweiß auf meiner Stirn. Die Liebe ihn zu verlieren."Ich will es schaffen. Ich werde das tun. Für ihn!" flüsterte ich vor mir hin während der Film weiterlief. Genau wie eine Träne über meine Wange. Kurz sah ich auf meine Hände die in denen von Natalie lagen."Ich werde es tun!" sagte ich nun entschlossener und sah in ihre Augen."Weil ich diesen Hengst so verdammt liebe!"
Re: Jobberichte
natalie - 26.12.2007, 00:21
Ich sah ihr in die Augen und lächelte sie an. "Du schaffst das Süße! Ich weiß es!!" sagte ich und umarmte sie. Ich wusste nicht ob man stolz darauf sein musste wenn jemand etwas entschloss. Ich wusste auch nicht warum ich in dem Moment so stolz auf sie war, aber so war es nun mal. Lag es an der Weihnachtszeit? Unsrer tollen Freundschaft? Der besonderen Freundschaft die wir hegten? Ich wusste es nicht! Aber ich wusste das es richtig war. "Ich steh die ganze Zeit hinter dir Maus! Das kannst du mir glauben!" Ich zwinkerte ihr zu und konnte nicht aufhören zu lächeln.
Re: Jobberichte
Anna - 28.12.2007, 15:31
Ich nickte."Danke !" sagte ich und lächelte sie an."Ich trage für morgen den Op Plan um. Felix sage ih nachher ebenfalls bescheid!" sagte ich und sah wieder aus dem Fenster."Du ich glaub ich brauch jetzt was zum aufmuntern. Erst der Streit mit Daniel und jetzt das! Das halt ich ohne heiße Schokolade und ein bisschen Ruhe nicht aus." meinte ich dann und sah wieder meine beste Freundin an.
Re: Jobberichte
natalie - 28.12.2007, 17:15
"Oh mit Daniel auch?" fragte ich, ging aber nicht näher drauf ein. "Gut, dann gehn wir jetzt eben mal was heißes Trinken." sagte ich und lächelte sie an, dann stand ich auf und hängte den Kittel an den Harken.
Re: Jobberichte
Anna - 29.12.2007, 19:58
"Ja mit Daniel auch!" Ich seufzte. "Er hat sich Maximilian und den Kombi geschnappt, weg war er!" Ich stand auf und zog meinen Kittel ebenfalls aus und hängte ihn über den Harken. "Na ja ich denke mal der fängt sich wieder und wenn nicht dann...!" Ich sprach nicht weiter und zwang mich zu nem Lächeln durch.
Re: Jobberichte
natalie - 30.12.2007, 19:24
"Was ist denn bei euch beiden.. ach naja wird schon wieder werden." lächelte ich sie aufmunternd an und zog sie mit mir hinaus auf den Hof. Die frische und kühle Luft blies uns um die Nase und fuhr mir ins Haar.
Re: Jobberichte
Anna - 31.12.2007, 18:56
"Er hat diese SMS hier gelesen!" sagte ich und zog mein Handy aus der Tasche. Dann hielt ich sie Natalie vor die Nase und steckte meine Hände wieder in die Jackentasche. Der Wind fuhr mit kalt durch meine Haare und wirbelte sie um meine Schultern.
Re: Jobberichte
natalie - 31.12.2007, 19:18
Ich las die SMS und sah sie dann an. "Holla..." mehr bekam ich gar nicht raus. Etwas erstaunt war ich schon.
Re: Jobberichte
Anna - 02.01.2008, 19:43
"Ja aber wer das eine noch das andere habe ich mit dem gemacht! Ich habe nicht mit ihm geschlafen und und rumgeknutscht eh nicht. Ich kenne den noch nicht mal!" sagte ich und seufzte. Meine Jacke zog ich enger um meinen kleinen Babybauch.
Re: Jobberichte
natalie - 04.01.2008, 17:45
Ich sah sie von der Seite an. "Ich glaub dir das! Aber Daniel scheint da wohl ganz anderer Meinung zu sein wenn er so einen Ärger deswegen schiebt?!" meinte ich dann fragend und gab ihr das Handy zurück. "Du kennst den noch nicht mal ? Und woher hat der dann deine Handynummer? Vielleicht dein Ex-Freund, der sich ne neue Nummer zu gelegt hat?" fragte ich weiter nach.
Re: Jobberichte
Anna - 04.01.2008, 19:33
"Davon gehe ich aus. Und ich glaube es ist genau der, der wieder eine Anzeige gegen uns geschaltet hat!" meinte ich und kramte in der Tasche. "Du weißt doch das ich letzte Woche Cavallo etwa 1 Stunde alleine über den Hof hab trotten lassen. Natürlich wissen alle Bescheid und auch alle Tore waren geschlossen." Ich sah sie an und zog dann einen Zettel aus meiner Tasche."Und 2 Tage später kam das hier. Von wegen ich würde mein Pferd vernachlässigen und alles. Cavallo hatte Zugang zu Wasser und zur Pazelle. Das können David,Maik und Hannes bezeugen! Michael hat das auch kurz gesehen!" seufzte ich und zeigte Natalie die Anzeige.
Re: Jobberichte
natalie - 05.01.2008, 19:48
"Na klasse.. Aber wir haben verdammt glück das die Leute da nicht mehr wirklich drauf reagieren." sagte ich und gab ihr den Zettel zurück. "Aber aufregen tut mich das ganze schon. Immer wieder der selbe Schrott und immer wieder kommen die Prüfer von noch weiter weg auf den Hof. Sag mal hat der Geld wie wir das Heu oder was?" ich redete mich langsam in Rage und es regte mich mal wieder mega auf das der sich so sicher >anonym< fühlende Typ gegen uns kämpfte.
Re: Jobberichte
Anna - 10.12.2010, 22:10
Das Licht erhellte mein Büro und die Rollläden wurden hoch gezogen. Ich sah auf den verschneiten Hof. Es war noch Dunkel draußen, auch wenn die Uhr schon halb 7 anzeigte. Langsam summte sich mein Laptop nach oben und ich hängte meine Jacke und meinen Schal an den Kleiderständer und schlüpfte in meinen Kittel. Leise fing das Radio im Hntergrund zu spielen. Meine Dateien öffneten sich und mein Fuß wippte leicht mit der Musik mit. Heute waren die Pferde dran die bei uns im Klinikstall standen. Außerdem waren 2 Hunde zur Operation angemeldet und ein kleiner Kater der seine Männlichkeit lassen sollte. "Guten Morgen Frühaufsteher. Es ist 6.30 Uhr und das sind die Nachrichten." ließ sich eine fröhliche Stimme aus dem Radio entnehmen. "Ohja, Frühaufsteher!" murmelte ich und stand auf um heißes Wasser anzustellen. Wieder am Laptop besah ich mir meine Patienten. Es waren insgesamt 4 Stuten, 3 Hengste und 3 Wallache. "Dann wollen wir mal." meinte ich nachdem ich meinen Tee getrunken hatte und mir die entsprechenden Daten und Kurven geschnappt hatte. Auf dem Weg zum Klinikstall kam mir Anni entgegen. Sie war meine Tierarzthelferin. Zumindest hatte ich sie ausgebildet und Natalie hatte Laui übernommen. "Guten Morgen!" ich lächelte sie an und sie lächelte mir etwas verschlafen zurück. "Entschuldigung. Ich hab nicht sehr lange geschlafen!" sagte sie und ich sah sie an. "War das Date so gut?" Anni zuckte etwas zusammen und lächelte dann den Boden an. "Er war toll!" sagte sie dann und strahlte mich an. "Dann hat es sich ja gelohnt. Aber jetzt müssen wir uns um die Patienten kümmern." sagte ich und übergab ihr die Kurven. Sie nickte und lief nebenmir her. "Wo geht es los?" fragte sie. "Ich würde mir gerne erst die Stuten ansehen und dann mit den Wallachen weitermachen." sagte ich und sie nickte. Die Türen des Stalls öffneten sich und langsam klickten alle Lampen an. "Guten Morgen meine Hübsche!" sagte ich zur einer fuchsfarbenen Stute und strich ihr über den Hals. "Ich würde mir gerne dein Bein ansehen!" sagte ich und faste vorsichtig an ihren rechten Hinterlauf. Sie zuckte etwas weg, aber ich bekam ihn zu fassen und besah mir den Huf. Er war lange nicht mehr so geschwollen wie die letzten Tage und auch die Operationsnaht sah gut aus. "Anni, schreibst du bitte: OP-Naht reizlos, Heilung im Epithelisierungsprozess, Entzündungszeichen rückläufig." Anni nickte und notierte. "Ich denke wir können nachher auf dem Gut anrufen. Sie kann Donnerstag entlassen werden wenn die Schwellung weiterhin rückläufig ist!" sagte ich und Anni notierte wieder. Sie hängte die Kurve neben die Tür an den dafür vorgesehenen Harken und ging weiter neben mir her. "Das hier ist Rosé. Eine 13jährige Holsteinerstute. Sie kam mit Koliksymptomen!" las Anni vor und ich nickte. "Danke. Dann wollen wir uns sie doch mal ansehen!" Wieder ging ich langsam in die Box. Die Stute sah mich etwas misstrauisch an, doch nach ein paar Streicheleinheiten war sie ganz in ihrem Element. "Der Bauch sieht soweit gut aus. Keine Auffälligkeiten der Magengeräusche." diktierte ich. "Wann hatte sie die letzten Symptome?" fragte ich und Anni blätterte in der Kurve. "Am Dienstag!" antwortete sie mir und ich nickte. "Gut, dann bleibt sie noch zur Überwachung hier." sagte ich und Anni hängte auch die Kurve an ihren Harken. Die anderen Pferde waren allesamt schnell angesehen, bis auf einer der Hengste. Dieser wagte es doch tatsächlich meine Kompetenz in Frage zu stellen. "Hier wird nicht gezwickt!" teilte ich ihm freundlich mit gehobener Stimme mit und er riss sich auch wirklich zusammen. "Okay, die Pferde hier hätten wir. Jetzt kommen gleich 2 Hunde. Ein Labrador und ein Cockerspaniel. Der Labrador bekommt eine Coloskopie und der Cockerspaniel ein neues Kniegelenk. Könntest du bitte den OP-Raum 2für den Cockerspaniel vorbereiten? Den Labrador mach ich gleich in Endoskopieraum!" Anni nickte. "Geht klar, ich komm dann gleich dazu!" "Wunderbar!" sagte ich lächelnd und ging dann den breiten Flur entlang Richtung Wartezimmer, denn mein Blick auf die Uhr verriet mir, dass mein kleiner Patient schon seit 10 Minuten da sein musste.
*Fortsetzung folgt. :)*
Re: Jobberichte
natalie - 14.12.2010, 20:27
*folg*
:P dann leg an xD
Re: Jobberichte
Anna - 04.01.2011, 00:20
"Hallo Frau Hansen. Hallo Joker!" begrüßte ich die Dame und den kleinen Labrador. "So, wenn sie mir bitte in den Behandlungsraum folgen möchten!" Frau Hansen nickte und lief mit Joker hinter mir her. "Wir werden ihn erst mal ein Narkotikum geben. Jede Narkose kann ein Risiko darstellen, auch wenn Joker noch nicht sehr alt ist." sagte ich und strich Joker über den Kopf. "Okay, wie lange wird er in Narkose sein?" fragte Frau Hansen und sah mich an. "Ich werde ihn ungefähr 30 Minuten unter Narkose legen. So lange sollte es dauern um einen entsprechenden Befund zu bekommen!" Ich nickte freundlich und bat Anni, die inzwischen in den Raum getreten war das Narkosemittel aufzuziehen. "Würden sie Joker mithalten?" Frau Hansen nickte und umklammerte ihren Hund schon fast ein bisschen zu sehr. Nach einem kurzen Winseln war der Pieks auch schon geschehen. Kaum 5 Minuten später sank Joker auch schon in die tiefsten Träume. "Möchten sie solange hier warten?" fragte ich und Frau Hansen nickte. "Okay, ich rufe sie rein, so bald die Bilder ausgewertet sind!" Anni fuhr Joker in den Raum für Coloskopie. Irgendwas stimmte mit seinem Darm nicht. Zumindest wasr das das Resultat der letzten Ultraschalluntersuchung. "So mein Kleiner, dann wollen wir mal!" Anni hob Jokers Schwanz an und ich setzte mit der kleinen Kamera an. Wenig später hatte ich den Darm erreicht. "Interessant." Anni sah mich an. "Was denn?" fragte sie und ich deutete auf den Bildschirm. "Da, diese kleinen Knospen!" sagte ich und zog mit einer fast schon winzigen Zange eine Gewebeprobe der Knospe aus der Kamera. "Und? Was könnte das sein?" fragte Anni und besah sich das kleine Gewebestück. "Das kann ich dir nicht genau sagen, dass muss ich mir erst unterm Mikroskop anschauen. Allerdings hoffe ich nicht, dass es Metastasen sind." Nach etwa 20 Minuten hatte ich alles gesehen und entnommen was ich finden und sehen konnte. "Okay, dann lassen wir ihn mal aufwachen!" sagte ich und Anni brachte ihn in eine Box. "Rufst du mich wenn er wach ist? Ich geh eben ins Labor!" Anni nickte und sreichelte Joker über den Kopf. Unter dem Mikroskop sah die Welt schon rosiger aus. "Ein Polyp. An sich noch nichts ernstes, aber das sollte man im Auge behalten!" Frau Hansen nickte. "Kann der Polyp eine Vorstufe für Krebs sein?" Ich verzog leicht meinen Mundwinkel. "Leider ja, deswegen würde ich sie bitte in einem halben Jahr noch mal zur Kontrolle herzukommen. Wenn natürlich vorher etwas sein sollte, dann kommen sie einfach rein!" Sie schüttelte meine Hand und lächelte. "Danke Dr. Merz!" Ich nickte lächelnd. "Gern geschehen. Ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag!" Joker sah zu mir hoch und ich streichelte noch mal über seinen Kopf. "Du warst ein richtig braver Junge!" lobte ich ihn, ehe er mit seinem Frauchen die Klinik verließ. "So, ich werd noch eben was trinken. Ist der Cockerspaniel schon da?" fragte ich Mareike. "Er müsste in 10 Minuten hier sein." sagte sie und ich nickte. "Prima, dann ess ich vielleicht noch nen halbes Brötchen!" lächelte ich und machte mich auf den Weg in den Pausenraum. "So Anni, noch schnell was Essen und wachwerden!" Sie sah mich an und nickte. "Und dein Date war also gut ja?" fragte ich und setzte das Glas Wasser an meine Lippen. Ihre Augen begannen zu leuchten und sie erzählte begeistert von dem netten Abend den sie gestern verbracht hatte. "Guten Morgen Mädels!" tönte in die Küche, als Anni mit ihrer Story geendet hatte. "Morgen Felix. Wie siehts bei dir aus?" fragte ich und Anni biss herzhaft in ihr Brötchen. "Prima soweit. Ich hab gehört du machst gleich ne Knie-TEP?" "Mhm, der junge Herr müsste eigentlich gleich hier sein!" Er nickte und goss sich Kaffee ein. "Ich werd nach dir ne OP haben." Ich nickte und trank noch einen Schluck Wasser. "Die Galle von der älteren Katze oder?" Ernickte und trank einen Schluck. "Wie lange bist du heute in deinem Büro?" fragte Felix und ich sah ihn an. "So bis halb 7 denke ich. Willst du den OP-Plan für die nächsten Tage durchgehen?" "Ja genau. Okay, ich sag Natalie Bescheid!" "Wunderbar, dann viel Erfolg gleich bei der OP!" "Danke dir nachher auch!" Er zwinkerte Anni zu und verließ den Pausenraum. Im gleichen Moment kam Mareike rein. "Anna der Cockerspaniel wäre jetzt da!" "Danke Mareike!" Ich stellte mein Glas in die Spüle und Anni erhob sich von dem Stuhl.
"Tag Herr Stolze. Hallo Rassel!" Der Cockerspaniel sah mich mit treuen Augen an, als ich seinem Herrchen die Hand gab. "Dann wollen wir dich doch mal wieder ans Laufen kriegen!" sagte ich und Herr Stolze nickte. "Das wäre einfach wunderbar." "Das glaube ich ihnen." nickend sah ich dem älteren Mann in die Augen. "Wann kann ich ihn wieder abholen?" fragte er und streichelte seinen Cockerspaniel über die Schlappohren. "Er wird auf jedenfall für heute Abend hier bleiben müssen. Das hatten wir ja auch gestern schon besprochen." Herr Stolze nickte. "Am besten Sie rufen heute Abend gegen 18 Uhr noch mal an." "Okay, das mache ich!" Er bückte sich zu Rassel runter und streichelte ihm über seinen Kopf. "Also Großer, benimm dich anständig. Du packst das!" murmelte er ihm zu. Innerlich atmete ich tief ein. Rassel wedelte mit dem Schwanz und schaute noch trauriger als sein Herrchen die Klinik verließ. "Komm Rassel. Jetzt gehts los!" sagte ich und ging mit ihm in den Belangsraum wo ich ihm eine Gasnarkose legte. Diese war bei längeren Op's notwendig, da die Wirkung sonst nicht so gegeben war, wie sie sollte. "Julia? Schiebst du ihn bitte in den OP-Saal 2?" Julia nickte und schob den Tisch nachdem sie das Fell vom Knie abrasiert hatte in Richtung OP. Ich machte mich derweil daran, meine Hände zu waschen und zu desinfizieren.Etwa 5 Minuten später band Anni mir den Kittel zu und zog mir die Handschuhe an. "Dann wollen wir mal!" lächelte ich und Anni nickte.
*Weiter gehts demnächst* ;)
Re: Jobberichte
natalie - 04.01.2011, 17:43
Sehr schön Mäuschen ^^ ich befürchte langsam muss ich meinen Job ändern xD
Re: Jobberichte
Anna - 04.01.2011, 19:45
Die letzte Schraube fixierte das künstliche Kniegelenk (Knie-TEP) und ich atmete auf. "So, das sollte halten!" sagte ich gedämpft unter dem Mundschutz. Anni reichte mir die Tupfer an und ich spülte nochmal die Wunde. "Dann gehts ans Nähen. Nadel und den 15ner Faden bitte!" forderte ich an und Anni gab mir auch dieses an. Innerhalb von 10 Minuten war die Haut zusammen genäht und mir einem Verband verschlossen. "Okay, wir können ihn langsam aufwachen lassen. Julia bleib bitte in der Nähe und piep mich an, so bald er wieder wach ist!" Julia nickte und brachte den Hund mit Anni in die Aufwachboxen. Langsam zog ich mir den Mundschutz vom Mund und öffnete das Haarnetz was meine Haare zurück hielt. Nach dem ich mir die Hände wieder gewaschen hatte und von den OP-Klamotten in meinen weißen Kittel gehuscht war, band ich mir die Haare zu einem Dutt und machte mich auf den Weg zu den Aufwachboxen. Julia hatte mich angepiept das Russel langsam begann wach zu werden. "Wie siehts aus?" fragte ich und Julia sah mich an. "Er reagiert schon wieder schneller. Allerdings ist er immer noch müde!" Nickend ging ich in die Hocke und streichelte dem kleinen Rassel über den Kopf. "Herzfrequenz kommt wieder in Schwung und die Atmung ist auch schon intensiver!" sagte ich nachdem ich ihn schnell abgehört hatte. "Das sieht gut aus. Würdest du noch ein bisschen hier bleiben?" fragte ich Julia. "Aber natürlich. Ich mach dann gleich den Kater fertig für's kastrieren." "Super, danke!" Ich nickte lächelnd und machte mich auf den Weg in mein Büro. Felix würde jetzt etwa 1 1/2 Stunden im OP sein. In der Zeit konnte ich getrost die Patientendateien auffrischen und meine OP Berichte tippen, da die Klinik nicht immer der weiter behandelnde Tierarzt war. Die Coloskopie war schnell getippt, mit dem Verweis, das die Kontrolluntersuchung ebenfalls hier in der Klinik statt fand. "Can't get enough." dröhnte aus dem Radio. Ich drehte es ein wenig lauter und sang mit. Meine Finger flogen über die Tastatur und eine halbe Stunde war der grobe OP-Bericht von Russel, dem kleinen Cockerspaniel mit neuem Kniegelenk ebenfalls fertig.
"Anna?" Ich sah von dem Laptop Bildschirm auf und sah Felix in der Tür stehen. "OP gut gelaufen?" fragte ich und er nickte. "Die Gallenblase war schon richtig angegriffen." meinte er und verzog leicht die Mundwinkel. "Ohje." nickte ich. "Ich wollte dir eigentlich nur sagen das ich fertig bin." Lachend sah ich ihn an. "Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet!" Felix grinste ebenfalls. "Kaffee?" fragte er und ich nickte. "Lieber Tee, aber das wäre gut. Der kleine Kater ist ja erst in 15 Minuten dran. Hast du heute sonst noch Patienten?" fragte ich und ging mit ihm den Flur entlang. "Ein kleines Meerschweinchen mit Verdauungsproblemen und eine deutsche Dogge mit Verdacht auf Pankreas-CA (Bauchspeicheldrüsenkrebs)." "Oh, klingt nicht sehr gut." antwortete ich und stieß die Tür zur Küche auf. "Ich hab noch nen bisschen Hoffnung. Könntest du dir sie nachher vielleicht auch mit ansehen?" fragte er, während ich Teewasser aufsetzte. "Klar, kein Problem, aber erst muss ich dem Kater seine Männlichkeit nehmen!" grinste ich und er schüttelte den Kopf. "Du bist brutal!" Sein Kaffee dampfte und mein Tee landete in der Tasse. "Ich weiß!" grinste ich immer noch und wir setzten uns in den Pausenraum.
"So mein Kleiner. Es tut mir leid!" murmelte ich, als ich den Kater vor mir "hängen" sah. Ich setzte mich auf den Hocker und nahm das Besteck für die OP in die Hand. "Wie sieht die Atmung aus Julia?" "Gut, die Sättigung liegt bei 98 %." antwortete sie mir. "Wunderbar, ich mach den ersten Schnitt!" gab ich an und Julia nickte. Diese etwas kleine, mittlerweile zur Routine gewordene OP dauerte nicht lange. Mir tat es nur immer Leid sowas zu tun, natürlich war es in einigen Fällen unabkömmlich, allerdings könnte ich das niemals bei Lerran oder meinen beiden Hengsten tun, da war ich mir ziemlich sicher. "Der Kleine ist dann jetzt auch fertig!" äußerte ich nach 15 Minuten und Julia nickte. "Herzfrequenz?" fragte ich und zog den letzten Nadelstich. "Bei 130/80!" sagte sie. "Aufwachphase!" sagte ich dann und Julia grinste. "Die übernehme ich und ich weiß, ich melde mich!" Sie lachte und ich zog grinsend den Mundschutz runter. "So mag ich das!" zwinkerte ich Julia zu.
Nachdem auch der Kater gut aus der Narkose gekommen war, machte ich mich auf den Weg in den Behandlungsraum. Hier wartete Felix mit den Bildern der deutschen Dogge. "Dann wollen wir uns das doch mal ansehen!" sagte ich und schob die Bilder auf die Lichttafel. "Hm, das sieht nicht sonderlich gut aus." meinte ich nach kurzem Blick und Felix nickte bestätigend. "Finde ich auch. Aber was machen wir? Entfernen?" Er sah mich an. "Hm, dass ist eine gute Frage." nickte ich und ertappte mich dabei auf der Lippe zu kauen.
Re: Jobberichte
Anna - 08.07.2011, 14:27
"Wir sollten den Krebs entfernen und anschließend eine Bestrahlung beginnen!" sagte ich schließlich und Felix spuckte fast seinen Kaffee zurück in die Tasse. "Meinst du, das wird sie überleben?" fragte er und ich seufzte. "Ich kann es dir nicht sagen, aber die Patienten ist noch nicht so alt und normalerweise hat der Verlauf dieser OP eine gute Prognose!" meinte ich dann und sah ihn an. "Das stimmt nun wieder. Okay, ich werd mit dem Besitzer reden!" sagte Felix und stellte die Tasse in die Spüle ehe er die Küche verließ. Ich trank den letzten Schluck von meinem Tee und machte mich dann ebenfalls auf den Weg zu den Behandlungsräumen. "Wen haben wir denn als nächstes?" fragte ich Marie und sie hielt mir eine Akte hin. "Ein kleines Kaninchen mit Blähungen!" antwortete sie mir. "Okay, dann wollen wir mal." Ich drehte mich mit dem Gesicht ins Wartezimmer. "Familie Hagen bitte!" sagte ich freundlich und eine Mutter und ein kleiner Junge standen auf. "Hallo, kommen Sie bitte mit!" sagte und ging ins erste Behandlungszimmer. Nachdem mir der kleine Moritz schilderte was passiert war, untersuchte ich sein Kaninchen Stupsi. "Hm, also es hat ganz viel Luft im Bauch!" sagte ich und Moritz sah mich an. "Ist das schlimm?" fragte er mir angsterfüllten Augen. "Nein, eigentlich nicht!" sagte ich und setzte Stupsi wieder in seine Transportbox. "Hat Supsi irgendwas zu fressen bekommen wie zum Beispiel Kohl?" fragte ich und Moritz sah seine Mama fragend an. "Ja, Moritz hatte vorgestern Freunde zu Besuch und die haben ihm Kohl mitgebracht!" Ich sah sie an und nickte. "Ein bisschen Kohl ist in Ordnung, aber Stupsi hat zu viel Kohl gegessen. Das muss jetzt erst mal aus dem Magen raus und deswegen hat er Blähungen!" sagte ich und Moritz schien unendlich erleichtert. "Wenn es Stupsi bis Übermorgen nicht besser gehen sollte, dann kommen sie bitte nochmal vorbei. Und Moritz?" Ich sah den kleinen Jungen an. "Kein Kohl für Stupsi!" sagte dieser und lächelte mich an. "Ganz genau!" lächelte und gab beiden die Hand. Anschließend notierte ich was in die Patientenakte und legte sie Marie wieder was auf den Tresen. "Ich kümmer mich jetzt um die deutsche Dogge mit dem Pankreas-CA (Bauchspeicheldrüsenkrebs)." Marie nickte. "Okay, viel Glück!" lächelte sie und ich nickte. Das brauchte ich wirklich, Glück. Felix hatte bereits mit dem Besitzer ein Gespräch geführt und der hatte sich einverstanden erklärt. "Bist du fertig?" fragte ich Felix und er sah mich an. "Ja bin ich!" sagte er und ich drückte mit dem Ellenbogen eine Taste damit die Tür zum Op automatisch aufging. Kathrin, Julia und David waren schon zur Stelle. "Wie hat die Narkose geklappt?" fragte ich David. Er war ebenfalls Arzt und hospitierte für einige Wochen bei uns. "Unproblematisch. Sauerstoffsättigung ist gut!" antwortete er mir und sah mich wieder mit diesem Blick an. Einfach ignorieren spulte mein Gehirn hervor, was allerdings nicht immer so einfach war. Aber jetzt sollte es das wohl sein. "Danke!" murmelte ich unter dem Mundschutz. "Okay, Skalpell bitte. Ich setze den ersten Schnitt!" Felix reichte mir das Skalpell und tupfte über den Schnitt. "Oh, das sieht nicht gut aus!" murmelte ich und Felix schüttelte den Kopf. "Es wird höchste Zeit ihn zu entfernen!" stimmte er mir zu und ich nickte. "Dann wollen wir mal!" sagte ich und beugte mich etwas weiter über die Baucheröffnung.
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus dem Forum Berichteforum vom virtuellen Gestüt Gut Rohttenberg
Aringo - gepostet von isy am Mittwoch 18.04.2007
Songendbuchstaben - gepostet von vanessa am Samstag 20.05.2006
PFERDEPOOL - gepostet von Natalie am Freitag 11.08.2006
Janina - gepostet von natalie am Montag 14.05.2007
Tunier auf einem anderen Hof - gepostet von Natalie am Dienstag 18.07.2006
Quadrille - gepostet von Cindy am Samstag 02.06.2007
Ähnliche Beiträge wie "Jobberichte"
zweifel - Lorena di Loreno (Sonntag 26.02.2012)
Jobberichte von Elaine - daniela (Donnerstag 07.09.2006)
Jules Jobberichte - laura92 (Dienstag 01.01.2008)
Mayas Jobberichte - sunshine01 (Freitag 31.03.2006)
Meine Jobberichte - sandra (Samstag 08.07.2006)
Beispiele für Jobberichte - Yasmine (Donnerstag 30.08.2007)
Bewegungs- Jobberichte!!! - victoria (Freitag 08.09.2006)
Nannis Jobberichte - Nanni (Montag 29.01.2007)
Jobberichte - nabucco (Mittwoch 07.02.2007)
Jobberichte - nabucco (Donnerstag 22.02.2007)
